Stumm lauert der Tod (Ein Abby-Mullen-Thriller 2)

Buchseite und Rezensionen zu 'Stumm lauert der Tod (Ein Abby-Mullen-Thriller 2)' von Mike Omer
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Stumm lauert der Tod (Ein Abby-Mullen-Thriller 2)"

Autor:
Format:Kindle Ausgabe
Seiten:478
Verlag: Edition M
EAN:
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Rezensionen zu "Stumm lauert der Tod (Ein Abby-Mullen-Thriller 2)"

  1. Ein echter Pageturner

    Der zweite Teil der Abby Mullen Reihe ist sogar noch beklemmender und rasanter als der erste Teil. An der Schule von Abbys Tochter geschieht eine Geiselnahme, und Abby muss mit den Geiselnehmern verhandeln.

    Das Tempo ist die ganze Zeit sehr hoch, es passiert sehr viel in wenigen Stunden und hier liegt auch meine einzige Kritik. Der Autor hätte die Vorgänge ein wenig genauer zeitlich beschreiben können, evtl., mit einer Uhrzeit / Datum zum Kapitelbeginn. Ich wusste zwischendurch nicht mehr, ob es Tag oder Nacht ist und wie alles zusammenhängt.
    Ansonsten ist das Buch mal wieder absolut fantastisch. Ich habe es in einem Rutsch gelesen und konnte einfach nicht mehr aufhören. Abby, als Protagonistin, bekommt hier die volle Breitseite des Lebens und ich war zwischendurch geneigt, das Buch abzubrechen, da es mir als Mutter einer neunjährigen, die zum Zeitpunkt des Lesens in der Schule war, stellenweise echt too much war, diese Ängste , diese Ungewissheit, aber ich habe genau wie die Protagonisten tapfer durchgehalten und wurde mit einem tollen Thriller - Leseerlebnis belohnt. Schön ist auch die Nebenfigur von Carver, er bringt etwas Ruhe und Besonnenheit in die Handlung und ist ein wunderbarer Kontrast, weil man ihm glauben und vertrauen darf.

    Das Thema des Buches war für mich ebenso verstörend wie die Handlung. Internetgruppierungen , die Verschwörungstheorien verbreiten und diese dann wahrhaftig im täglichen Leben umsetzen und ausleben. Gerade zu Zeiten einer Pandemie ein schweres Thema. Was gibt es nicht alles für Verschwörungstheorien rund um Corona. Und ...ganz ehrlich....auch ich habe mich beim Lesen solcherart gestalteter Artikel schon beim Grübeln, Zweifeln und weiter nachforschen ertappt. So schnell kann es gehen im anonymen Internet. Zumal man dort ja auch sein eigenes klägliches Leben ein wenig weichzeichnen kann und die Macht solcher Theorien dann richtig auskosten kann. Man steht dann auf der richtigen Seite!

    Fazit: Ein absoluter Pageturner und ein toller Thriller. Ich liebe diese Reihe und freue mich sehr auf den nächsten Band und hoffe sehr, dass das eintritt, was der letzte Telefonanruf von Abby vermuten lässt :)

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Schreib oder stirb: Thriller

Buchseite und Rezensionen zu 'Schreib oder stirb: Thriller' von Sebastian Fitzek
NAN
(0 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Schreib oder stirb: Thriller"

Carl Vorlau, mysteriöser Patient einer psychiatrischen Privatklinik, behauptet, vor Monaten die siebenjährige Pia entführt und an einen geheimen Ort verschleppt zu haben. Über seine Tat will Vorlau nur mit einem einzigen Menschen reden - dem ebenso humorvollen wie unkonventionell arbeitenden Literaturagenten David Dolla, dem Vorlau ein diabolisches Angebot macht: Der Agent soll ihm einen Verlagsvorschuss von einer Million Euro verschaffen, für einen Thriller mit dem Titel „Ich töte was, was du nicht siehst“. Ein Geständnis in Form eines True-Crime-Romans über das Schicksal der kleinen Pia! Als Belohnung verspricht Vorlau, Dolla zu einem Helden zu machen, der das Mädchen in letzter Sekunde vor dem sicheren Tod rettet. Sollte Dolla den Auftrag jedoch ablehnen, will Vorlau nicht nur Pia sterben lassen, sondern auch das Leben des Agenten für immer zerstören …

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:336
Verlag: Droemer HC
EAN:9783426282731
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Thirteen: Thriller

Buchseite und Rezensionen zu 'Thirteen: Thriller' von Steve Cavanagh
4.75
4.8 von 5 (4 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Thirteen: Thriller"

Es ist Amerikas spektakulärster Mordfall. Doch der Killer steht nicht vor Gericht. Er sitzt in der Jury. Der New Yorker Strafverteidiger Eddie Flynn soll Amerikas prominentesten Mordverdächtigen vor Gericht vertreten: Robert »Bobby« Solomon – jung, attraktiv und der Liebling von ganz Hollywood. Eddies Klienten zählen normalerweise nicht zu den Reichen und Schönen. Aber wenn er von der Unschuld eines Angeklagten überzeugt ist, tut Eddie alles, um ihn freizubekommen. Und er glaubt Bobby, dass dieser nichts mit dem Mord an seiner Frau und deren Liebhaber zu tun zu hat, obwohl alle Beweise gegen ihn sprechen. Der Fall scheint aussichtslos, bis Eddie erkennt: Der wahre Killer sitzt in der Jury ...

Format:Broschiert
Seiten:544
EAN:9783442492152
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Rezensionen zu "Thirteen: Thriller"

  1. 5
    09. Apr 2022 

    Packender Thriller – absolut lesenswert!

    Ein beliebter Hollywoodstar Robert Solomon wurde des Mordes an seiner Frau Ariella Bloom und ihren Bodyguard angeklagt. Es gibt viele schwerwiegende Beweise dafür, dass Robert der Täter ist. Die Sache scheint aussichtslos zu sein, trotzdem übernimmt der Strafverteidiger Eddie Flynn die Verteidigung.

    Eddie Flynn, der über sich selbst sagt: „ich bin ein Strafverteidiger. Ich habe den Teufel auf meiner Seite. Und der spielt nicht fair.“ (318), bedient sich aller ihm zur Verfügung stehenden Mitteln, lässt seine Kontakte und Beziehungen spielen, um die Unschuld seines Mandanten zu beweisen. Ziemlich schnell begreift er, wo der wahre Täter sitzt und will ihn unbedingt entlarven.

    Den wahren Täter treffen wir gleich am Anfang dieser Story. Nach und nach erfahren wir viel über ihn, seine Kindheit, seine Mutter und über seine Vorgehensweise bei der Ausführung der Taten. Denn der Täter ist ein hochintelligenter Serienkiller, der einen ausgeklügelten, perfiden Plan verfolgt. Auch er scheint den Teufel an seiner Seite zu haben, denn seine bisherige Strategie scheint aufzugehen.

    Super spannend ist diese Story. Von Anfang an bis zum Schluss verfolgte ich mit dem angehaltenen Atem das Geschehen. Die Vorbereitungen zum Prozess und dann die Verhandlung selbst wurden packend beschrieben. Auch die Kapitel mit dem Täter, wie er den Platz in der Jury ergattert und dann die Geschworenen manipuliert, unbequeme Personen ausschaltet, sind hoch interessant. Seine gedanklichen Exkursionen in die Vergangenheit, die Erinnerungen an die Jugendjahre, an all seine Taten und Opfer sind nur schwer zu ertragen.

    Der Thriller, fesselnd geschrieben, weckt viele Emotionen auf. Der unkonventionelle Strafverteidiger gewann sofort meine Sympathie, dazu haben auch die Einblicke in sein ungeordnetes, zum Teil verworrenes Privatleben beitragen.

    „Thirteen“ ist ein gelungener temporeicher Thriller, den ich kaum aus der Hand legen konnte. Absolut lesenswert!

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  1. Lesenswerter Gerichts-Thriller

    Robert „Bobby“ Solomon ist jung, attraktiv und ganz Hollywood liegt ihm zu Füßen. Doch nun steht er wegen Mordes an seiner Frau und deren Liebhaber vor Gericht. Sein Verteidiger ist der New Yorker Strafverteidiger Eddie Flynn, der es sonst nie mit Prominenten zu tun hat. Er glaubt den Beteuerungen seines Mandanten, dass der unschuldig ist und will ihn unter allen Umständen frei bekommen. Aber die Beweise sprechen gegen Bobby und dann erkennt Eddie, dass der wahre Killer im Gerichtssaal ist – er ist Mitglied der Jury.
    Ich liebe Gerichtsthriller. Das amerikanische Rechtssystem ist ganz anders als das deutsche und gerade deshalb sehr interessant. Mich hat diese Story gleich angesprochen. Erzählt mir die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven. Wir begleiten Eddie Flynn bei seinen Tätigkeiten und bekommen auch Einblick in die Gedanken des Killers.
    Die Charaktere sind tiefgründig und authentisch dargestellt. Es ist erschreckend, wie eiskalt, gewalttätig und berechnend der Täter agiert. Dagegen mochte ich Eddie Flynn von Anfang an. Er ist ein sympathischer Typ, der auch einige Probleme mit sich herumschleppt. Er will Gerechtigkeit und setzt sich für seinen Mandanten ein. Dabei ist er es gar nicht gewohnt, dass er mit solch spektakulären Fällen zu tun hat. Sein Gegenspieler vor Gericht ist ein unsympathischer Anwalt, der gerne Spielchen spielt.
    Auch wenn mit Kane der Täter sehr früh bekannt ist, so ist der Thriller dennoch sehr spannend. Mich jedenfalls hat das Buch gefesselt.

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  1. 4
    30. Jan 2022 

    Bestes Versteck

    Der Strafverteidiger Eddie Flynn wird von einer großen Anwaltskanzlei beauftrag als Co-Verteidiger am Prozess gegen den jungen Schauspieler Bobby Solomon teilzunehmen. Solomon wird beschuldigt, seine Frau und seinen Leibwächter umgebracht zu haben. Überzeugend beteuert er seine Unschuld. Die Beweise gegen ihn sind allerdings erdrückend. Eddie Flynn glaubt seinem Mandanten und auch wenn er sich etwas gedrängt fühlt, übernimmt er den Fall. Bald schon findet er ein paar Ungereimtheiten. Ob das allerdings ausreicht, um Bobbies Karriere zu retten, ist überhaupt nicht gesichert. Dabei weiß Eddie Flynn noch nicht, dass sein größter Feind in der Jury sitzt.

    Dies ist bereits der vierte Auftritt des Strafverteidigers Eddie Flynn, wobei wohl zwei Bände auf Deutsch erschienen sind. Leider wird das aus den Informationen zum Buch oder im Buch nicht eindeutig klar. Davon abgesehen ist der Fall abgeschlossen, so dass die Kenntnis der anderen Bände lediglich die Rahmenhandlung um Flynn besser verständlich machen würde. Eddie Flynn ist ein Anwalt mit besonderen Fähigkeiten, der sein Leben auf den anderen Seite des Gesetzes gestartet hat. Seine Erfahrungen kommen ihm bei seinen aktuellen Fällen zugute, da er sich sehr gut in andere Menschen hineinversetzen kann. Jetzt Job bringt allerdings auch Gefahren mit sich, vor denen er seine Familie schützen möchte.

    Wie schon im Titel erwähnt, sitzt der Täter in der Jury. Ein ungewöhnlicher Ansatz, der den Gedanken hervorruft, dann weiß man doch schon alles. Dennoch gelingt es dem Autor einen sehr spannenden Thriller vorzulegen. Schnell merkt man, dass man eben doch nicht alles weiß. Ob es dabei einiger brutaler Szenen bedarf, vielleicht nicht, dieser Roman ist auch so ausgesprochen fesselnd. Eddie Flynn hat einen starken Auftritt, der dem Leser seine Schwächen nicht vorenthält, sein Können aber überzeugend darstellt. Gewieft findet er die kleinen Lücken in der Strategie der Anklage. Davon zu lesen, fesselt und lässt einen neugierig auf die nächste Seite werden.

    Hervorzuheben ist auch das ungewöhnlich gestaltete Cover, das im Vergleich zu den anderen der Reihe positiv hervorsticht, die roten Farbtupfer in der Düsternis wecken Aufmerksamkeit, ebenso wie die Zahlen im Titel. Und hat man das Buch erst in der Hand, liest man den Klappentext und dann ist der Gang zur Kasse kaum noch zu vermeiden.

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  1. 5
    19. Jan 2022 

    Wahnsinnig spannend und durchdacht

    Der Strafverteidiger Eddie Flynn leistet in seinem Job gute Arbeit, aber das große Geld macht er nicht – will er auch gar nicht. Als er das Angebot erhält, an einem prominenten Fall mitzuwirken, ist daher seine erste Reaktion, dieses abzulehnen. Doch dann lässt er sich zu einem unverbindlichen Gespräch mit dem Angeklagten überreden und bald schon steckt er in Ermittlungen, die viel weiter gehen, als ursprünglich gedacht.

    Da Thriller nicht unbedingt zu meinem Lieblingsgenre gehören, muss es vom Inhalt her schon etwas Besonderes sein, damit ich zu einem solchen Buch greife. Thirteen hat mich da sofort angesprochen: Der Killer sitzt in der Jury – das klang vielversprechend. Dass mich das Buch dann allerdings so mitreißt, hätte ich nicht gedacht.

    Die Geschichte wird abwechselnd aus der Perspektive von Eddie Flynn und der des Killers erzählt. Die beiden Sichtweisen könnten unterschiedlicher nicht sein, aber ergänzen sich perfekt, um dem Leser Einblicke von beiden Seiten zu geben, ohne dass hierdurch irgendwelche Spannung verloren geht. Steve Cavanagh hat die Geschichte sehr intelligent aufgezogen, so dass ich einige „Finten“ erst zum Schluss überhaupt bemerkt habe.

    Neben diesem genialen Spannungsbogen hat mir aber auch gefallen, wie der Autor die einzelnen Charaktere gezeichnet hat. Selbst Nebenpersonen erhalten genug Hintergrund, um plastisch rüberzukommen und nachvollziehbar zu sein. Aber auch die Informationen zum US-amerikanischen Geschworenenprozess und allgemein die Szenen vor Gericht fand ich sehr gelungen und spannend.

    Wer Lust auf ein wahnsinnig spannendes und fein konstruiertes Buch hat, der sollte hier unbedingt zugreifen – selbst wenn man sonst vielleicht nicht der große Thriller-Fan ist.

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Bullet Train

Buchseite und Rezensionen zu 'Bullet Train' von Kotaro Isaka
4.35
4.4 von 5 (3 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Bullet Train"

Fünf Killer, die unterschiedlicher nicht sein könnten, sitzen zusammen mit dem Opfer einer Entführung und einem Koffer voller Geld im japanischen Hochgeschwindigkeitszug Shinkansen, der auf die Endstation zurast, an der sie einer der Bosse von Tokios Unterwelt erwartet. Erst kommt der Koffer abhanden, dann verstirbt das Entführungsopfer auf mysteriöse Weise. Die Reise wird zu einer mit aberwitzigen Dialogen gespickten Höllenfahrt, an deren Ende nur einer den Zug verlassen wird.

Autor:
Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:384
EAN:9783455013221
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Rezensionen zu "Bullet Train"

  1. 4
    27. Apr 2022 

    Ein Pechvogel

    Nanao, genannt der Marienkäfer, soll im Schnellzug einen Koffer aufnehmen und den Zug an der nächsten Haltestelle verlassen. Doch Nanao ist ein rechter Pechvogel und so ist irgendwann der Koffer weg und mehr oder weniger versehentlich bringt Nanao jemanden um. Wenn er sich in Gefahr sieht, kann er schon mal schnell werden. Die beiden Auftragnehmer Tangerine und Lemon sollen dagegen den Sohn von Minegishi nach hause bringen, der entführt worden war. Entsetzt müssen sie feststellen, dass der junge Mann tot neben ihnen sitzt. Und der Koffer, in dem das Lösegeld war, ist weg.

    Ein ganzer Reigen von Auftragskillern hält sich in diesem Zug auf. Nanao, bei dem fast alles schiefgeht, sticht da besonders hervor. Wie stehen seine Chancen lebend aus dem Zug herauszukommen? Gegen den Prinzen wirken Tangerine und Lemon beinahe sympathisch, wenn sie überleben, was sie mit ihrem Schutzbefohlenen anfangen sollen, der ja als plötzlich Verstorbener keine Hilfe mehr braucht. Aber wie das dem Vater beibringen, der selbst eine Größe unter den Verbrechern ist. Heikel. Der Prinz dagegen scheint ein Glückspilz zu sein, der heimlich die Fäden in der Hand hält. Als Schüler wirkt er auch ausgesprochen harmlos.

    Wie gerade festgestellt, wurde dieser Roman bereits verfilmt, wobei der Trailer durchaus ansprechend ist. Das Defilee der Mörder auf dem begrenzten Raum eines Zuges, scheint auch in der Verfilmung gut rüberzukommen. Ebenso ist es im Buch. Dort fängt es ganz harmlos an, die Meute steigt eben in den Zug. Doch je mehr Leute irgendwie plötzlich tot sind, desto mehr verabschiedet man sich von der Harmlosigkeit. Es ergeben aberwitzige Szenen, bei denen man unversehens dazu kommt, Mörder sympathisch zu finden. Eigentlich erstaunlich, aber das macht vermutlich einen Reiz dieses Thrillers aus. Natürlich gibt es auch das personifizierte manipulative Böse, bei dem man sich fragt, wo so viel Garstigkeit überhaupt herkommen kann. Jedenfalls spitzt sich die Lage immer weiter zu und man bleibt gefesselt bis zum Schluss. Wie hier die Idee eines begrenzten Raums umgesetzt wird, ist sehr spannend und originell.

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  1. Rezension zu Bullet Train

    Im japanischen Hochgeschwindigkeitszug Shinkansen von Tokio nach Morioka sitzen fünf Killer, ein Entführungsopfer, und ein Koffer voll Geld reist auch mit. An der Endstation wartet einer der Unterweltbosse von Tokio auf den Zug. Aber die Reise läuft nicht glatt, der Koffer voll Geld verschwindet und das Entführungsopfer stirbt, und das ist erst der Anfang der Ereignisse, an deren Ende nur einer den Zug verlassen wird.

    Bullet Train stammt aus der Feder von Kotaro Isaka.

    Shinkansen ist ein japanischer Hochgeschwindigkeitszug in dem sich fünf Killer befinden, ein Entführungsopfer und ein Koffer vollere Geld. Bald schon verschwindet der Koffer und das Entführungsopfer verstirbt auf mysteriöse Weise. Das löst eine ungeahnte Kaskade an Ereignissen aus.

    Das Buch ist für mich kein klassischer Thriller, es war spannend, aber mir fehlte es am thrill, aber trotzdem konnte mich die Geschichte wirklich gefangen nehmen. Ich musste einfach immer weiterlesen, der Autor schaffte es gekonnt meine Neugierde anzufachen und sie bis zum Schluss bei der Stange zu halten.

    Die Killer sind sehr ungewöhnlich, jeder hat etwas Besonderes an sich oder eine sehr ungewöhnliche Mordmethode, dabei wirken ihre Charakterzüge teilweise schon richtig überspitzt und unsinnig, aber es passt einfach in diese Geschichte, und haucht ihr dadurch richtig Leben ein. Die Handlung wird immer aus der Sicht eines der Killer erzählt und setzt sich dann wie ein Puzzle zusammen. Dabei kommt es zu ungewöhnlichen Begegnungen und Handlungen, die die Geschichte immer weiter vorantreiben. Dabei spielt der Autor gekonnt mit den Charakteren und ihren Handlungen. Gespickt mit passenden Wendungen, einer guten Prise Witz und Humor und einer Dosis Action kommt für mich dabei eine runde und gelungene Geschichte heraus, die mich an die Seiten fesselte.

    Mein Fazit:

    Ein ungewöhnlicher Thriller, der mich mit seiner Geschichte und seinen Charakteren wirklich begeistern konnte.

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  1. Eine blutige Reise

    Yuichi Kimura ist ziemlich aufgeregt, als er am Bahnhof Tokio in den Shinkansen Hayate steigt. Er will Rache für seinen Sohn, der im Koma liegt, und hat einen genauen Plan, wie er vorgehen wird. Doch es kommt ganz anders. Im Zug nach Morioka sind fünf sehr unterschiedliche Killer mit sehr unterschiedlichen Aufträgen. Eigentlich für die Profis kein schwieriges Unterfangen, doch sie kommen sich gegenseitig in die Quere. Als der Zug am Ziel ankommt, gibt es mehrere Opfer und ein heilloses Chaos, welches die Ermittler vor eine kaum zu lösende Aufgabe stellt.
    Dies ist ein außergewöhnlicher Thriller, dessen blutiges Gemetzel gepaart mit vielschwarzem Humor mich an die Filme von Quentin Tarantino erinnert. Es ist also ein Wechselbad zwischen Grauen und witzigen Dialogen. Der Schreibstil des Autors Kōtarō Isaka ist genial.
    Die Charaktere sind gut und interessant gezeichnet, alle haben ihre Eigenheiten. So kommt es durch diese unterschiedlichen Protagonisten zu Pannen und immer neuen Wendungen, die immer absurdere Reaktionen nach sich ziehen. Das Ganze ist dabei sehr spannend und am Ende wird es auch nochmal überraschend.
    Es ist unglaublich unterhaltsam, dieses Buch zu lesen und ich kann es nur empfehlen.

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21 Tage: Psychothriller

Buchseite und Rezensionen zu '21 Tage: Psychothriller' von Ann-Kristin Gelder
NAN
(0 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "21 Tage: Psychothriller"

Jahrelang wähnte Louisa sich in Sicherheit. Die Erinnerung an das dunkelste Kapitel ihrer Vergangenheit war beinahe verblasst. Doch dann erhält sie eine verstörende Mail. Im Betreff ein Countdown: »Noch 21 Tage«. Der Inhalt, eine Horrorgeschichte. Sie beschreibt Louisas eigenen Tod. Eine dumpfe Beklommenheit ergreift von ihr Besitz. Plötzlich fühlt Louisa sich beobachtet, verfolgt, kämpft gegen ihre wachsende Angst. Und dann lässt eine weitere Mail keinen Zweifel mehr zu: Jemand will mit ihr abrechnen, jemand, der ihr Geheimnis kennt. Der Countdown läuft, und für Louisa gibt es kein Entrinnen ...

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:289
EAN:
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Playlist: Psychothriller

Buchseite und Rezensionen zu 'Playlist: Psychothriller' von Sebastian Fitzek
NAN
(0 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Playlist: Psychothriller"

Musik ist ihr Leben. 15 Songs entscheiden, wie lange es noch dauert Vor einem Monat verschwand die 15-jährige Feline Jagow spurlos auf dem Weg zur Schule. Von ihrer Mutter beauftragt, stößt Privatermittler Alexander Zorbach auf einen Musikdienst im Internet, über den Feline immer ihre Lieblingssongs hörte. Das Erstaunliche: Vor wenigen Tagen wurde die Playlist verändert. Sendet Feline mit der Auswahl der Songs einen versteckten Hinweis, wohin sie verschleppt wurde und wie sie gerettet werden kann? Fieberhaft versucht Zorbach das Rätsel der Playlist zu entschlüsseln. Ahnungslos, dass ihn die Suche nach Feline und die Lösung des Rätsels der Playlist in einen grauenhaften Albtraum stürzen wird. Ein gnadenloser Wettlauf gegen die Zeit, bei dem die Überlebenschancen aller Beteiligten gegen Null gehen ...

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:400
Verlag:
EAN:9783426281567
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Sweet Goodbye: Rache ist tödlich

Buchseite und Rezensionen zu 'Sweet Goodbye: Rache ist tödlich' von Camilla Läckberg
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Sweet Goodbye: Rache ist tödlich"

Max, Liv, Anton und Martina führen ein beneidenswertes Leben: Die Teenager wohnen im nobelsten Viertel Stockholms und können sich dank des Reichtums ihrer Eltern alles leisten, was sie sich wünschen. Am Silvesterabend feiern sie gemeinsam im puren Luxus. Austern und Kaviar werden aufgetischt, der Champagner fließt in Strömen. Doch als Liv ihre Freunde zu einem vermeintlich harmlosen Spiel auffordert, gerät die heile Welt schnell ins Wanken. Düstere Geheimnisse werden zutage gefördert und setzen alle Regeln außer Kraft …

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:144
Verlag:
EAN:
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Rezensionen zu "Sweet Goodbye: Rache ist tödlich"

  1. 5
    23. Aug 2021 

    Kurz und knackig

    ..."Von außen betrachtet sind wir intakt und sauber, aber hier drinnen traurig und verletzt."...

    Wie ist es, wenn man als Kind wohlhabender oder reicher Eltern groß wird und eigentlich alles hat? Ist man dann automatisch glücklicher und zufriedener?

    Max, Liv, Martina und Anton führen genauso ein Leben. Sie leben im nobelsten Viertel von Stockholm. Dank der Eltern können sie sich so ziemlich alle ihre Wünsche erfüllen und leben im Luxus. Am Silvesterabend feiern alle vier zusammen im Haus der Eltern von Max. Die Eltern selbst feiern gemeinsam im Haus von Anton gegenüber. Bei Champagner und Kaviar beginnen sie ein vermeintlich harmloses Spiel, das sich sehr schnell in ein gefährliches Spiel voller Geheimnisse und Abgründe verwandelt.

    Für mich ist diese Geschichte ein Spiegel der Gesellschaft. Diese vier Jugendlichen, die schon seit Jahren befreundet sind, verbindet nicht nur Freundschaft. Geeinigt sind sie auch durch ihre Ängste, durch die Lügen und Geheimnisse voreinander. Jeder spielt das Spiel mit, genau wie sie es von ihren Eltern vorgelebt bekommen. Sie würden gern ausbrechen, ihnen ist aber klar, dass sie kaum eine Möglichkeit haben. Auf der Feier eskalieren die Ereignisse, sie versuchen den Aufstand und merken, es kann ihnen dadurch besser gehen. Allerdings hätte ich mit diesem Ende nicht gerechnet.

    Die Autorin hat in dieser relativ kurzen Geschichte ein sehr gutes Bild der Protagonisten dargestellt. Beim Lesen ist mir recht schnell klar geworden, wie kaputt die Jugendlichen schon sind. Mich stimmte dieses Buch sehr nachdenklich. Ich denke, es macht sehr gut anschaulich, wohin es führen kann, wenn man alles haben kann - aber die Kinder nicht die Aufmerksamkeit, die Liebe die sie benötigen um ein glückliches Leben führen zu können, bekommen.

    Von mir gibt es eine unbedingte Leseempfehlung und verdiente fünf Lesesterne.

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Wer das Feuer entfacht - Keine Tat ist je vergessen

Buchseite und Rezensionen zu 'Wer das Feuer entfacht - Keine Tat ist je vergessen' von Paula Hawkins
3.45
3.5 von 5 (7 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Wer das Feuer entfacht - Keine Tat ist je vergessen"

Auf einem Hausboot in London wird die Leiche eines brutal ermordeten jungen Mannes gefunden. Besonders drei Frauen geraten danach ins Visier der Ermittlungen. Laura, die aufgewühlt wirkende junge Frau, die nach einem One-Night-Stand mit dem Opfer zuletzt am Tatort gesehen wurde. Carla, die Tante des Opfers, bereits in tiefer Trauer, weil sie nur Wochen zuvor eine Angehörige verlor. Und Miriam, die neugierige Nachbarin, die als Erste auf die blutige Leiche stieß und etwas vor der Polizei zu verbergen scheint. Drei Frauen, die einander kaum kennen, mit ganz unterschiedlichen Beziehungen zum Opfer. Drei Frauen, die aus verschiedenen Gründen zutiefst verbittert sind. Die auf unterschiedliche Weise Vergeltung suchen für das ihnen angetane Unrecht. Wenn es um Rache geht, sind selbst gute Menschen zu schrecklichen Taten fähig. Wie weit würde jede einzelne von ihnen gehen, um Frieden zu finden?

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:416
Verlag:
EAN:9783764507824
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Rezensionen zu "Wer das Feuer entfacht - Keine Tat ist je vergessen"

  1. Der Roman lädt zum spekulieren ein

    Der Roman lädt zum spekulieren ein

    Miriam Lewis lebt sehr zurückgezogen auf einem Hausboot in London. Als sie die Leiche von Daniel Sutherland findet, ruft sie die Polizei, und entwendet vorher etwas vom Tatort. Direkt beginnt man damit sich zu fragen, wieso sie dies tut.
    Auch die weitere Handlung, die nach und nach weitere Charaktere einbringt, lässt quasi bei jeder neuen Figur Fragen bezüglich der Täterschaft aufkommen.
    Laura, die am Abend des Mordes auf dem Hausboot war und blutig nach Hause ging, wobei sie beobachtet wurde, wird früh verdächtigt. Laura bringt obendrein noch eine sehr interessante Vergangenheit in die Handlung ein. Sie hatte als Kind einen schlimmen Unfall, weshalb sie Probleme hat ihre Aggressionen zu beherrschen.
    Aber auch die Tante des Opfers und ihr Ex-Mann scheinen mehr zu verbergen als man zu Beginn denkt. Und auch hier gibt es brisante Details, die scheinbar nur indirekt mit der Ermittlung zusammen hängen.
    Laura kümmert sich liebevoll um eine alte Dame, die neben der Mutter von Daniel lebt. Seine Mutter verstarb auch erst kürzlich, und auch hier lassen einen die Umstände rätseln, wie sie wohl ins große Ganze passen. Obendrein erkennt man schnell, dass die Charaktere sich kennen, es zumindest Überschneidungen gibt.
    Die Verbindungen unter den Protagonisten werden nach und nach offensichtlicher. Immer neue Theorien entstehen und alte werden verworfen. Dies machte das Buch recht spannend, dennoch fehlte mir der Clou des ganzen. Es wurde eine unvorhergesehene Wendung angepriesen, diese trat aber nicht ein. Im Gegenteil, dass Ende war vorhersehbar, vieles deutete recht früh auf eine bestimmte Person hin. Dass, was das Buch lesenswert machte, war demnach nicht nicht der Überraschungseffekt, sondern die Inszenierung Drumherum.

    Alles in allem ein spannendes Leseerlebnis, was aber nicht überragend ist. Ein Buch, das im Vorfeld hochgelobt wurde, und bei näherer Betrachtung nicht ganz hält, was es verspricht. Man sollte außerdem nicht vergessen, dass es sich hier keineswegs um einen Thriller handelt, der blutig oder reißerisch sein will, sondern um einen Roman. Diese Tatsache hat mich bewogen nicht 3 sondern 4 Sterne zu vergeben.

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  1. Tot auf dem Boot

    Daniel Sutherland wurde auf seinem Hausboot ermordet aufgefunden. Es war ein brutaler Mord, mit reichlich Blut. Gefunden wurde die Leiche von seiner Bootsnachbarin Miriam Lewis, eine Frau, die gerne alles unter Kontrolle die Nachbarschaft gut im Blick hat. Sie weiß von der jungen Laura, die bei Daniel kurz vor dessen Tod über Nacht blieb, genauso wie von der älteren, eleganten Frau, die sich als Daniels Tante Carla herausstellt. Schon früher gab es unklare Todesfälle in der Familie Sutherland. Erst kürzlich starb Daniels Mutter Angela bei einem Treppensturz.

    Der Spannungsroman „Wer das Feuer entfacht“ von Paula Hawkins beginnt vielversprechend mit einem ungewöhnlichen Intro. Der Roman kommt mit wenigen Schauplätzen in dem Viertel rund um den Londoner Regent’s Canal und einem überschaubaren Personal aus, die allesamt dort wohnen oder arbeiten. Aus unterschiedlichen Perspektiven lesen wir die Geschichten von Carla und ihrem Exmann Theo, von Laura und von Miriam sowie von Irene, der 80-jährigen Nachbarin von Angela.

    Die Anzahl der Verdächtigen ist somit klein. Alle stehen sie auf die eine oder andere Weise in Beziehung, sind ihre Schicksale miteinander verbunden. Alle haben an physischen und psychischen Verletzungen zu tragen. In jedem schlummert aufgestauter Kummer und Zorn. Da gibt es reichlich Stoff für Theorien, wer denn nun wirklich ein Motiv hatte. Bei wem der Zunder reichte, um ein kleines Flämmchen zum Feuer zu entfachen.

    "Hallo jemand zu Hause?...Sie sah sich selbst, wie sie an der Kabinentür zog, ganz sachte nur, und wie ihr eine Duftschwade in die Nase wehte, der Geruch von Eisen, Blut und Hunger…Hallo?“

    Hallo? Wie riecht denn nun eigentlich Hunger?

    Ganz satt wurde ich nicht mit diesem Roman, ganz sprang der Funke nicht über. Paula Hawkins, die mich mit Girl on the Train absolut begeistern konnte, hat mich diesem Netz an Verdächtigungen und Schicksalen nicht richtig einfangen können. (Jetzt ist dann aber mal Schluss mit den verrutschen Metaphern.) Unzählige Tässchen Tee machen noch keine Atmosphäre. Der Roman liest sich zügig und ist über die meisten Seiten undurchsichtig genug, um spannend zu bleiben. Der Schluss aber ist routiniert abgespult und bedarf keiner besonderen Hellsichtigkeit des Publikums.
    Ich mag es bei einem Buch zu spekulieren, das ging hier reichlich. Da die Polizei bei der Auflösung des Mordfalles eher eine Statistenrolle übernimmt, erledigt die Ermittlungsarbeit eben die Leserin. Gewonnen hat im Buch dann eines der erwartbaren Szenarien. Keine Überraschung zum Schluss ist fade. Schade.

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  1. Durchaus spannend, konnte mich jedoch nicht richtig packen

    Als auf einem Hausboot die Leiche eines ermordeten jungen Mannes gefunden wird, geraten insbesondere drei Frauen unter Verdacht. Die psychisch labil Laura, seine Tante Clara und die neugierige Nachbarin Miriam. Ist wirklich eine von ihnen die Täterin?

    Die Beschreibung hat mich super neugierig gemacht, denn sie klang nach einem psychologischen Thriller.
    Der Schreibstil hat mir gefallen, ich kam gut in die Geschichte hinein und konnte bestens folgen. Die Beschreibungen der Personen und der einzelnen Szenen waren bildhaft und anschaulich.
    Die Charaktere wurden interessant und undurchsichtig gezeichnet. Es ergaben sich immer neue Aspekte, die jeden verdächtig machten. Allerdings waren auch alle sehr problembeladen, keiner war normal. Das empfand ich doch zu viel, auch wenn es für die Spannung grundsätzlich förderlich war.
    Die Story war spannend aufgebaut, denn es war für mich nicht klar, wer der Täter sein könnte. Jeder hatte eine belastende Vergangenheit, aus der ein Motiv für den Mord hergeleitet werden konnte. Ich konnte also sehr gut miträtseln, auch wenn mir die Charaktere insgesamt zu problembeladen und zu negativ waren. Zum Ende hin habe ich geahnt, wer der Täter ist  was sich dann auch bestätigt hat.
    Was mir leider gefehlt hat, war das Fesselnde, das mich bis zum Ende packt und mich immer weiterlesen lässt.

    Insgesamt ein guter Thriller für zwischendurch, der mich aber nicht richtig gepackt hat. Ich vergebe daher 3 von 5 Sternen.

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  1. Gequälte Seelen

    Auf einem Hausboot auf dem Regent’s Canal in London wird der 23-jährige Daniel Sutherland tot aufgefunden. Er wurde offenbar mit einem Messer erstochen. Erst wenige Wochen vorher ist seine Mutter Angela gestorben. Kann das Zufall sein? Und haben seine Tante Carla, sein Onkel Theo (52), seine zeitweise Nachbarin Miriam (53) oder sein letzter One-Night-Stand Laura (25) etwas mit dem Mord zu tun? Was weiß die 80-jährige Witwe Irene?

    „Wer das Feuer entfacht - Keine Tat ist je vergessen“ ist ein Spannungsroman von Paula Hawkins.

    Meine Meinung:
    Das Buch besteht aus 39 Kapiteln und endet mit einem Epilog. Zwischendurch sind Passagen eines weiteren Romans eingestreut. Erzählt wird im Wechsel aus den Perspektiven von Carla, Miriam, Laura, Theo und Irene - chronologisch, jedoch mit diversen Rückblenden. Die eigentliche Handlung spielt in London und erstreckt sich über mehrere Tage. Eine Stadtkarte gibt Aufschluss über die einzelnen Schauplätze. Dieser Aufbau funktioniert sehr gut.

    Der Schreibstil des Romans ist angenehm, aber unauffällig. Gut gefallen hat mir, dass die Sprache je nach Perspektive variiert.

    Die Charaktere sind psychologisch aufwendig ausgestaltet. Die Protagonistinnen sind - mit Ausnahme von Irene - gequälte, kaputte Seelen. Sie standen in einer Verbindung zum Mordopfer. Stück für Stück werden ihre Schicksale aufgedröselt. Obwohl man durchaus mit ihnen mitfühlen kann, sind sie unsympathisch und bleiben mir fremd. Dadurch entsteht jedoch viel Raum für mögliche Motive.

    Inhaltlich ist der Roman erstaunlich komplex. Im Laufe der Geschichte werden die losen Fäden gekonnt wieder aufgegriffen und miteinander verwoben. Positiv aufgefallen ist mir, dass der Roman die Polizeiarbeit, also die Ermittlungen der Detectives, nur streift. Stattdessen ist die Geschichte nah an den Leben der vier Frauen.

    An mehreren Stellen wirkt die Geschichte recht konstruiert. Es gibt aber keine Logiklücken. Auf rund 400 Seiten ist die Spannung nicht konstant hoch. Dennoch ist der Roman kurzweilig und bietet immer wieder Stoff, über die Hintergründe der Tat zu spekulieren. Die Auflösung ist ab einem bestimmten Zeitpunkt zwar vorhersehbar, aber - bis auf kleinere Details - absolut stimmig.

    Das Cover, das auf den zweiten Blick weitere Details offenbart, gefällt mir gut - obwohl ich die Feuer-Metapher nicht ganz so treffend finde. Deshalb sind sowohl der deutsche Titel als auch das Original („A Slow Fire Burning“) für mich nicht die perfekte Wahl.

    Mein Fazit:
    „Wer das Feuer entfacht - Keine Tat ist je vergessen“ von Paula Hawkins ist ein solider Spannungsroman für unterhaltsame Lesestunden. Zwar nicht das beste Buch der Autorin, trotzdem eine lesenswerte Geschichte.

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  1. Spannender Beginn, dann schwächer

    In London wird auf einem Hausboot die Leiche eines jungen Mannes gefunden. Die ältere, sehr neugierige Nachbarin informiert die Polizei, verhält sich aber auch selbst verdächtig. Außerdem richten sich die Ermittlungen gegen eine merkwürdige junge Frau, Laura, die nach einem nächtlichen Besuch bei dem Opfer das Hausboot sehr aufgewühlt verlassen haben soll. Die alte Irene kümmert sich ein wenig um Laura, die wiederum ihr mit Einkäufen usw, zur Hand geht. Auch Irene kennt das Opfer, dessen Familie und die schwierigen Umstände. Und dann gibt es noch die Tante des Opfers, Carla, und deren Exmann Theo, die beide auch so einiges zu verbergen haben. Als Leser erfährt man so ganz allmählich, in welcher Beziehung die verschiedenen Figuren zum Opfer standen. Zudem begegnen sich die unterschiedlichen Verdächtigen früher oder später in irgendeiner Form. Dies ist zu Beginn recht spannend, da jede der Figuren sich seltsam verhält und somit verdächtig macht. Allerdings zieht sich das mit der Zeit auch etwas in die Länge. Ausnahmslos alle Figuren sind problembehaftet, verbittert oder einfach schräg, ihre Perspektive unzuverlässig, sodass dem Leser schwerfällt, zu entscheiden, was und wem er glauben kann. Dies ist wiederum zu Beginn interessant, wird irgendwann aber zu viel des Guten. Der Plot ist geschickt konstruiert, allerdings hätte für mich mehr Atmosphäre oder wenigstens eine sympathische Figur in dem Roman vorkommen müssen, um eine größere Lesebegeisterung zu wecken.

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  1. Hat mich enttäuscht

    „Drei Frauen. Drei Schicksale. Ein schreckliches Verbrechen, das ihre Welt erschüttert.“

    Mit diesem Teaser macht der Verlag Appetit auf das neue Buch von Bestseller Autorin Paula Hawkins.

    Auf einem Hausboot in London wird die Leiche eines jungen Mannes gefunden. Mirjam, eine schrecklich neugierige Nachbarin, alarmiert die Polizei. Sie hat einiges beobachtet, scheint aber der Polizei nicht alles zu sagen. In Verdacht gerät Laura, eine junge Frau, die in erregter Verfassung das Boot verließ. Aber auch die Tante des Toten gerät ins Visier der Ermittler und ebenfalls ihr Ex-Mann, der auch sonst noch einige Dinge in seinem Leben verschweigen möchte.

    Obwohl sich die Beteiligten kaum kennen, sind sie doch alle durch schicksalshafte Ereignisse miteinander verbunden. Der Roman kommt mit einer Handvoll Protagonisten aus, um die sich alles dreht. Alle sind in irgendeiner Form seelisch deformiert, da ihnen das Leben übel mitgespielt hat.

    Allmählich, und für mich mit Längen im Erzählfluss, lösen sich die Knoten des Plots. Es ist mein erstes Buch der hochgelobten Autorin und ich habe einfach keinen Zugang zur Geschichte und zu den Protagonisten gefunden. Weder war ich durch die Schicksale der Frauen erschüttert, noch haben die Ereignisse um den Mord mir besonders Spannung beim Lesen verschafft. Zu durchsichtig fand ich den Aufbau des Romas.

    Was mir aber positiv auffiel: die Autorin ist eine Meisterin, wenn es um kleine Hinweise oder Andeutungen gibt, die sich im Lauf der Handlung als wichtig erweisen oder den Leser auf eine falsche Spur bringen.

    Als kurzes Fazit: wenig Atmosphäre, wenig Spannung, aber viel Tragik.

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  1. Diesem Roman fehlt vor allem Atmosphäre.

    Kurzmeinung: Hat mich enttäuscht.

    A slow fire burning. Der Titel ist mit „Wer das Feuer entfacht“ gut übersetzt, aber das Lesefeuer ist bei mir ausgeblieben. Worum geht es? Um einen Mord auf einem Hausboot.

    Der Kommentar:
    Da Paula Hawkins bisher besonders gut in der Erschaffung spezieller Atmosphären gewesen ist, mit „The Girl on the train“ ist sie ins Pendlerdasein der Londoner Vorstädte eingestiegen (buchstäblich mit in die Regionalbahn) und mit „Into the water“ schuf sie ein gespensterhaftes Wassermühlenambiente, so hat man bei einem Mord auf einem Hausboot natürlich erwartet, man finde sich in der Community von Aussteigern und Hausbootlern wieder. Ist aber nicht. Statt dessen beschäftigt sich Hawkins mit einem ausgeschriebenen Autoren und seiner dysfunktionalen Familie. Atmosphäre fehlt völlig! Atmosphäre so sehr zu vernachlässigen, war ein großer Fehler! Zwei Frauenfiguren, beides ältliche Damen, hätten für ein Miss Marple-Feeling sorgen können, aber die Autorin beschreitet diesen Weg auch nur halbherzig.

    Die Sprache reißt nicht nach oben und nicht nach unten. Das Setting ist glanzlos und die Protagonisten sind langweilig. Einzig die Komposition mit zwei aufeinanderzulaufenden Strängen, ist schätzenswert.

    Fazit: Mit Ach und Krach ringe ich mich zu drei Sternen durch, da der Romanaufbau in Ordnung geht und ich viel Raum zum Spekulieren hatte. Aber ich möchte meine alte Paula Hawkins zurück, die Atmosphäre aus dem Ärmel schütteln kann wie keine, wenn sie nur will.

    Kategorie: Kriminalroman
    Blanvalet, 2021

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Totentier: Psychothriller

Buchseite und Rezensionen zu 'Totentier: Psychothriller' von Nicole Siemer
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Totentier: Psychothriller"

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:0
Verlag:
EAN:
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Rezensionen zu "Totentier: Psychothriller"

  1. Brutal, realistisch, berührend & mystisch

    Nicole Simer stellt diesen, ihren neuen Psychothriller am 16.08.2021 in Deutschland vor. Mit seinen 320 Seiten, herausgegeben vom NovaMD Verlag, erwartet die Leser eine aufregende Geschichte, die jeden Menschen betreffen kann.

    Das Cover macht einen qualitativ wertigen Eindruck, es zeigt sich nach Lesen des Klappentextes, eine klare Verbindung zum Buchinhalt. Sehr gut gelungen!

    Der Inhalt:

    Es spielt sich alles in Gunningen ab. Der Erste Polizeihauptkommisar Markus Penning wird, nachdem er aufgrund einer persönlichen Tragödie, eine berufliche Auszeit nehmen musste, in den aktiven Dienst zurückgeholt. Er selber ist sich nicht sicher, den Anforderungen und Herausforderungen der anstehenden Mordermittlungen, gewachsen zu sein. Rasch werden sich nicht nur Markus und sein Vorgesetzter Frederick, den Zweifel leisten dürfen. Die Morde gehen in rasantem Tempo weiter. Markus zweifelt immer mehr an sich und seinen Möglichkeiten. Die tiefe Verbundenheit mit seinen Haustieren sind für ihn nicht immer befreiend. Es kommen harte Zeiten auf Markus und die Ermittlerkommision zu.

    Mein Leseeindruck:

    Schon nach wenigen Zeilen nin ich mitten drin. Ein Spannungsbogen,der am Kapitelende noch etwas nachjustiert wird, sorgt für die absolute Lesemotivation. Der Schreibstil ist klar, bildhaft und manches Mal sehr kreativ in der Wort und Satzwahl. Aber diese Leichtigkeit im Umgang mit der deutschen Sprache, vermag den Schrecken über die Geschehen nicht zu minimieren, aber sie macht Lust darauf alles wissen zu wollen. Die Protagonisten werden liebevoll, detailliert und klar vorgestellt. Jeder Charakter erhält seinen Platz im Geschehen, das vereinfacht es dem Storyflow zu folgen.

    Das Finale ist der absolute Höhepunkt der Erzählung. Feinfühligkeit gewürzt mit etwas Mystik und dem Verständnis für das Nicht zu verstehende, bringt alle Erzählstränge zusammen. Der Leser bleiben die Genugtuung einer spannenden Unterhaltung, die ihn noch einige Zeit gedanklich beschäftigen wird. An wenigen Stellen, hätte eine noch klarere Erklärung vielleicht noch genauere Schlußfolgerungen, ermöglicht. Enige lokale Eigenheiten, blieben rätselhaft, aber der insgesamte Lesegenuss, wurde dadurch unwesentlich beeinflusst.

    Eine klare sehr gute 4 Sterne Bewertung in Verbndung mit einer Leseempfehlung für Leser, die gern über den "Tellerand" gucken und die Auseinanderstzung mit den "dunklen Anteilen", unseres gesellschaftlichen Zusammenseins nicht scheuen.

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