Der Bruder: Psychothriller

Buchseite und Rezensionen zu 'Der Bruder: Psychothriller' von John Katzenbach
NAN
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Inhaltsangabe zu "Der Bruder: Psychothriller"

Eine ahnungslose junge Frau, ein schwerreicher Psychopath – ein eiskaltes Spiel um Leben und Tod: Der Psycho-Thriller »Der Bruder« von Bestseller-Autor John Katzenbach ist ebenso raffiniert konstruiert wie meisterhaft erzählt. Für die junge Architektur-Studentin Sloane Connolly ist es ein schwerer Schlag, als ihre exzentrische Mutter spurlos verschwindet. Sloane hat sonst niemanden, ist fast völlig isoliert aufgewachsen. Zur selben Zeit erhält sie über einen Anwalt ein merkwürdiges Angebot: Ein reicher Mäzen möchte, dass Sloane Denkmäler für sechs Personen, die in seinem Leben eine wichtige Rolle gespielt haben, entwirft. Allerdings sind alle sechs bereits verstorben, und das nicht an Altersschwäche. Sloane nimmt den Auftrag an, um sich von der Sorge um ihre Mutter abzulenken – und ahnt nicht, auf was für ein perfides Spiel sie sich einlässt …

Format:Broschiert
Seiten:624
EAN:9783426306765
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Eine bittere Wahrheit: Thriller

Buchseite und Rezensionen zu 'Eine bittere Wahrheit: Thriller' von Nicci French
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Eine bittere Wahrheit: Thriller"

Autor:
Format:Kindle Ausgabe
Seiten:513
Verlag:
EAN:
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Rezensionen zu "Eine bittere Wahrheit: Thriller"

  1. Spannend? Ja, aber eine Protagonistin zum Abgewöhnen

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 29. Nov 2020 

    Da meine Frau Nicci French-Fan ist, habe ich nun auch mal den aktuellen Roman des Autorengespanns gelesen. Nun ja, so ganz kann ich die Begeisterung meiner Angetrauten nicht nachvollziehen. Spannung ist garantiert, aber mit der Protagonistin tue ich mich äußerst schwer.

    Diese, Tabitha Harris, sitzt zu Beginn des Romans in Untersuchungshaft. Sie soll in ihrem Heimatort einen Lehrer ermordet haben, den man, der sie als fünfzehnjährige Jugendliche verführt und somit missbraucht hatte. Ob damit zusammenhängend oder nicht, Tabithas Leben geriet danach aus den Fugen, Depressionen und Beziehungsunfähigkeit sind die Folgen. Tatverdächtig machen sie vor allem das mögliche Motiv (das sie übrigens selbst anfangs nicht sieht), die Tatsache, dass die Leiche in einem ihr gehörenden Schuppen gefunden wurde sowie ein umgestürzter Baum, der das Dorf am Tattag von der Außenwelt abgeschnitten hatte, sodass der Täter hier zu suchen ist.

    Die, um es harmlos auszudrücken, kratzbürstige Tabitha feuert als erstes ihre Verteidigerin, als diese ihr eine vermeintlich überzeugende Strategie vor Gericht vorschlägt, um ihr die Verurteilung wegen Mordes zu ersparen. Doch das damit verbundene Geständnis lehnt Tabitha ab, obwohl sie Erinnerungslücken hat und nicht sicher sein kann, ob sie nicht vielleicht tatsächlich die Täterin ist. Aber da sie die gegebenfalls auch bittere Wahrheit herausfinden möchte, übernimt sie selbst ihre Verteidigung, wobei sie auf nicht schuldig plädiert. Im Verlauf des Prozesses eckt sie immer wieder mit der Richterin, dem Ankläger und Zeugen an, doch nach und nach gelingt es ihr, den einen oder anderen Stein aus der Schuldmauer gegen sie zu ziehen und diese ins Wanken zu bringen.Ja, sie weiß sogar, wer der Täter ist, spielt dieses Wissen aber nicht für sich aus, da sie in ihm einen Leidensgenossen erkennt, und lässt alles auf das Urteil ankomen.

    Wie schon gesagt, der Fall ist äußerst spannend, aber mit so manchen Verhaltensweisen der Protagonistin kann man als Leser nur schwer warm werden.

 

Creepers: Thriller

Buchseite und Rezensionen zu 'Creepers: Thriller' von David Morrell
NAN
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Inhaltsangabe zu "Creepers: Thriller"

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:321
Verlag:
EAN:
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Asklepios: Thriller

Buchseite und Rezensionen zu 'Asklepios: Thriller' von Charlotte Charonne
NAN
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Inhaltsangabe zu "Asklepios: Thriller"

Ein grausamer Mörder. Ein Gott der Heilkunst. Eine perfide Therapie. Als die fünfjährige Emma entführt und ermordet wird, zerbricht das Leben ihrer Familie. Nur schwer finden sich die Angehörigen mit Emmas Tod ab. Jahre später wird ihr Mörder aus dem Gefängnis entlassen, kurz danach verschwindet er spurlos. Wurde er entführt? Hat er wieder ein Mädchen in seiner Gewalt? Die Kommissare Ruby und Spike versuchen, die Lügen und Geheimnisse rund um den Fall zu durchschauen. Doch während das Ermittlerduo noch die Fäden entwirrt, befindet sich Emmas Mörder in der Hand von Asklepios, dem Gott der Heilkunst ...

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:244
Verlag:
EAN:
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Opfer 2117

Buchseite und Rezensionen zu 'Opfer 2117' von Jussi Adler-Olsen
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Inhaltsangabe zu "Opfer 2117"

An Zyperns Küste wird eine tote Frau aus dem Nahen Osten angespült: Auf der Tafel der Schande in Barcelona, wo die Zahl der im Meer ertrunkenen Flüchtlinge angezeigt wird, ist sie ›Opfer 2117‹. Doch sie ist nicht ertrunken – sondern ermordet worden! Auf verschlungenen Wegen gelangt ihr Foto auch ins Sonderdezernat Q: Als Assad das Bild der toten Frau zu Gesicht bekommt, bricht er zusammen. Denn er kannte sie nur zu gut. Ein hochemotionaler Fall für Carl Mørck und sein Team, der nicht nur Assad an seine Grenzen bringt.

Format:Broschiert
Seiten:592
Verlag:
EAN:9783423199056
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Der Heimweg: Psychothriller

Buchseite und Rezensionen zu 'Der Heimweg: Psychothriller' von Sebastian Fitzek
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Der Heimweg: Psychothriller"

Es ist Samstag, kurz nach 22.00 Uhr. Jules Tannberg sitzt am Begleittelefon. Ein ehrenamtlicher Telefonservice für Frauen, die zu später Stunde auf ihrem Heimweg Angst bekommen und sich einen telefonischen Begleiter wünschen, dessen beruhigende Stimme sie sicher durch die Nacht nach Hause führt - oder im Notfall Hilfe ruft. Noch nie gab es eine wirklich lebensgefährliche Situation. Bis heute, als Jules mit Klara spricht. Die junge Frau hat entsetzliche Angst. Sie glaubt, von einem Mann verfolgt zu werden, der sie schon einmal überfallen hat und der mit Blut ein Datum auf ihre Schlafzimmerwand malte: Klaras Todestag! Und dieser Tag bricht in nicht einmal zwei Stunden an ... Geheimnisvoll, beklemmend, nervenaufreibend. Sebastian Fitzeks bislang unheimlichster Psychothriller.

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:400
Verlag: Droemer HC
EAN:9783426281550
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Rezensionen zu "Der Heimweg: Psychothriller"

  1. Raffiniert geschrieben

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 21. Nov 2020 

    Der Anruf beim Heimwegtelefon in der Nacht soll den Frauen die Angst und Sorgen vor dem alleinigen Weg in der Dunkelheit nehmen. Jules Tannberg hat an diesem Abend Klara am Telefon. Diese will aber eigentlich gar nicht mit ihm sprechen, sie ist in einer viel größeren Zwickmühle. Sie fühlt sich verfolgt, sie hat Angst und große Sorgen um sich und ihre Tochter, aber auch dass ihrem Telefonpartner Jules durch das Gespräch mit ihr etwas geschehen könnte. Klara ist hin- und hergerissen, will das Telefongespräch mit Jules immer wieder abbrechen. Mit viel Einfühlungsvermögen gelingt es Jules das Gespräch mit Klara weiterzuführen. Durch das Gespräch zwischen Klara und Jules erfährt man viel Persönliches und Tragisches aus ihrer beider Leben. Dabei kann ich als Leser behaupten, dass das Gespräch zwischen beiden nicht nur so hin und her plätschert. Sondern unterschwellig ist da eine Bedrohung zu spüren. Man ahnt beim Lesen, es kann jetzt nur noch Schlimmer werden. Und dann geschieht es. Jules, am Telefon eigentlich nur Zuhörer und Wegbegleiter ist, hat plötzlich Sorgen um seine eigene Sicherheit. Alles ist merkwürdig und vor allem mysteriös.

    Wer Sebastian Fitzek kennt, dem ist bereits am Anfang klar, dass es niemals so ist, wie es scheint. Interessant fand ich, dass sich in der fortschreitenden Handlung die Protagonisten verändern. Aus dem anfänglich starken Jules wird ein verunsicherter Gesprächspartner mit eigenen Ängsten. Klara dagegen durchläuft die gegenteilige Entwicklung. Sie wird im Lauf der Handlung immer stärker. Beide werden immer mehr in die Geschehnisse involviert und man fragt sich beim Lesen, wo führt das noch hin?

    Dabei hat man als Leser nie ein klares Bild der Geschehnisse. Der Autor spielt mit uns und mit unseren Gedanken. Immer mehr stellt sich die Frage, wer ist Täter und wer ist Opfer? Wir werden aufs Glatteis geführt, um dann am Ende verblüfft dazustehen und zu versuchen das Ende zu verstehen.

    Ich fand das Buch spannend, weise aber vorsorglich daraufhin, dass es wieder sehr blutig wird. Von mir gibt es in jedem Fall eine Leseempfehlung und verdiente fünf Lesesterne.

 

Silentium (Psychothriller)

Buchseite und Rezensionen zu 'Silentium (Psychothriller)' von Leslie Julian
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Silentium (Psychothriller)"

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:515
Verlag:
EAN:
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Rezensionen zu "Silentium (Psychothriller)"

  1. Dieses Buch handelt von einer kaum wahrgenommenen Krankheit

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 30. Okt 2020 

    Christoph der auf die Insel Fehmarn zieht hat ein Problem : Er ist sehr geräuschempfindlich . Sobald sich spezielle Laute oder Geräusche in sein Gehirn dringen , ist es mit seiner Ruhe vorbei . Das bekommen auch leider Lina und ein Taxifahrer zu spüren ...

    Die einzelnen Kapitel wechseln sich zwischen Vergangenheit und Gegenwart ab . Die Kapitel sind kurz gehalten , das erhöht meiner Meinung nach noch die Spannung . Sie zieht sich durch das ganze Buch hindurch indem sie sich langsam steigert . Die Protagonisten sind glaubwürdig und sehr gut dargestellt . Der Schreibstil ist flüssig und für so eine Story fast schon ruhig geschrieben .

    Fazit : Schon zu Anfang ist die Story spannend zumal immer wieder die gleiche "Stimme" aus Christoph's Kindheit auftaucht . Er wird komplex dargestellt auch weil es immer wieder Rückblenden gibt . Das Cover ist meiner Meinung nach zu dunkel , aber zum Buch passt es gut . Da diese Geschichte einen ernsten Hintergrund hat , ist es keine leichte Kost , im Gegenteil . Ich finde das Nachwort von der Autorin fast genauso spannend wie das Buch selbst . Da ich noch nie etwas von Misophonie gehört habe , fand ich es sehr informativ und interessant . Es ist ein Thriller der aufschreckt , spannend geschrieben ist , außerdem macht er nachdenklich .

 

Vergiss die Vergangenheit

Buchseite und Rezensionen zu 'Vergiss die Vergangenheit' von Mary Kuniz
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Inhaltsangabe zu "Vergiss die Vergangenheit"

Autor:
Format:Kindle Ausgabe
Seiten:366
Verlag:
EAN:
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Die Moortochter: Psychothriller

Buchseite und Rezensionen zu 'Die Moortochter: Psychothriller' von Karen Dionne
3.5
3.5 von 5 (2 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Die Moortochter: Psychothriller"

Autor:
Format:Kindle Ausgabe
Seiten:385
Verlag:
EAN:
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Rezensionen zu "Die Moortochter: Psychothriller"

  1. Kleiner Schatten

    bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 19. Nov 2017 

    Kleiner Schatten so nannte sie ihr Vater. Helena glaubt, aus dem großen Schatten ihres Vaters heraus getreten zu sein. Ein Irrtum wie sie feststellen muss. Jahrelang lebte sie relativ glücklich und zufrieden mit ihrem Mann und ihren beiden Töchtern. Verschwiegen hat sie allerdings, dass der Vater ihre Mutter entführte als sie kaum ein Teenager war und dass Helena in einer Hütte im Wald geboren wurde. Als Kind hat Helena zu ihrem Vater aufgeschaut. Wenn er sie maßregelte, gab sie sich selbst die Schuld. Doch je älter sie wurde, desto mehr fing sie an zu hinterfragen, ob das teilweise grausame Verhalten wirklich gerechtfertigt ist.

    Der Vater ist aus dem Gefängnis ausgebrochen und Helena ist die Einzige, die sich in ihn hinein denken kann, die ihn finden kann. Helena versucht, ihre Familie zu schützen. Alleine macht sie sich auf den Weg. Jeder Schritt wirkt wie ein Schritt in die Vergangenheit. Kann sie den Vater jagen, der einmal ihr Idol, ihr großes Vorbild war? Erinnerungen an ihre Kindheit, an ihre Jugend steigen auf. Eine Zeit, die sie nicht mit liebevollen Eltern erleben durfte, sondern mit einem übergriffigen Vater, der die Mutter klein hält und der eine Tochter nach seinem Frauenbild formen will.

    Wenn man von diesem Vater liest, möchte man mit den Zähnen knirschen. Gleichzeitig denkt man an die kleinen Problemchen, die man mit den eigenen Eltern hatte und ist dankbar, dass man doch größtenteils in behaglicher Geborgenheit aufwachsen durfte. Hoffentlich ist es nur ein perfides Gedankenspiel, das die Autorin darbietet. Hoffentlich gibt es solche Widerlinge nicht. Doch wie schwierig ist es für eine Tochter, die unter einem solchen Einfluss aufgewachsen ist, sich endgültig zu lösen. Schwer verständlich sind manche Gedanken Helenas, gut nachvollziehbar andere. Doch hin und wieder hat man das Gefühl, die Erinnerungen machen einen zu großen Teil der Handlung aus. Der Showdown zwischen Vater und Tochter lässt ein Element einer spannenden Suche vermissen, an der Polizei und Ehemann beteiligt sein sollten. Ein Stück für zwei Personen, eigentlich nur eine Person, da meist darauf verzichtet wird, Reflexionen anderer bekannt zu geben.

    Ein spannender Psychothriller, der zwar einige Wünsche nicht erfüllt, der aber dennoch mitreißt. Gelesen von Julia Nachtmann, die es versteht, den Vater richtig schön unsympathisch wirken zu lassen und die Helenas vielschichtigem Charakter gekonnt Ausdruck verleiht.

    3,5 Sterne

  1. Kein Thriller, aber hochinteressant

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 09. Sep 2017 

    Die ersten zwei Dinge, die mir zu diesem Buch einfallen:

    Erstens, es ist ungewöhnlich, aus psychologischer Sicht interessant und in einem schnörkellosen, indes ausdrucksstarken Schreibstil geschrieben.

    Zweitens, es ist kein Thriller. Nicht mal ansatzweise.

    Letzteres kann natürlich ein großes Manko sein für den Leser, der nur zu "Moortochter" gegriffen hat, weil er dem Aufdruck 'Psychothriller' auf dem Cover geglaubt hat. (Verständlicherweise.) Wer es mit dieser Erwartung und ausschließlich dieser Erwartung liest, wird mit großer Wahrscheinlichkeit enttäuscht werden – ich habe ein paar negative Rezensionen zu dem Buch gelesen, und diese enthielten fast alle eine Variation von dem, was ich eben unter 'Zweitens' gesagt habe.

    Doch auch, wenn man diese Erwartung erstmal beiseite lässt, ist es immer noch ein Buch, das die Meinungen spaltet. Es war das Buch des Monats in unserem Krimi-Lesekreis und rief bei unserem letzten Treffen die volle Bandbreite an Reaktionen hervor: von Begeisterung über verhaltene Zufriedenheit bis hin zu tödlicher Langweile oder sogar Abbruch. Ich selber gehörte zur Faktion der Begeisterten.

    Wenn es kein Psychothriller ist, was ist es dann?

    In meinen Augen vor allem das komplexe Psychogramm einer Frau, die unter höchst ungewöhnlichen Voraussetzungen aufgewachsen ist. Ihre Kindheit verbrachte Helena zusammen mit ihren Eltern in einer winzigen Hütte in der Einsamkeit des Moors – ohne zu ahnen, dass ihre Mutter nicht freiwillig dort war und ihr Vater ein Entführer, Vergewaltiger und Mörder. Ihr erschien vieles normal, weil sie nicht wissen konnte, wie Normalität aussieht. Nicht alle Väter sperren ihre Töchter tagelang im Brunnenschacht ein. Nicht alle Väter schneiden ihnen bei Ungehorsam Worte in den Arm. Und dennoch empfindet Helena ihre Kindheit im Rückblick als glücklich, das Verhalten ihres Vaters als gerechtfertigt. Vom Verstand her weiß sie, dass dem nicht so ist, aber sie ist immer noch geprägt von seiner Erziehung. Sie ist stolz darauf, dass sie als Kind schon Fallen stellen, Spuren lesen, jagen und töten konnte, und (ob sie will oder nicht) sie ist ihm dankbar dafür. Ihre glücklichsten Erinnerungen sind solche, in denen sie ihn stolz machen konnte – wie zum Beispiel die Erinnerung an ihr erstes selber getötetes und ausgeweidetes Tier.

    Ein Großteil des Buches konzentriert sich auf Helenas Erinnerung an ihre Kindheit, die Jagd auf den entflohenen Vater rückt da deutlich in den Hintergrund. Ich fand es trotzdem spannend, weil ich von Helena und ihrer Sicht auf die Welt fasziniert war.

    Sie ist verheiratet, hat Kinder, und dennoch merkt man auf jeder Seite, dass sie emotional verkümmert ist. Ja, sie liebt ihre Kinder und würde für sie töten, aber ansonsten spürt man ihre Gefühle so gut wie nie. Auch nach all den Jahren ist sie im Grunde immer noch fixiert auf ihren Vater, und deswegen bleiben alle Charaktere außer ihm und Helena selber blass, unwichtig, Nebensache. Ich sehe das nicht als Scheitern der Autorin, denn es passt zu dem, was Helena erlebt hat, und ist in meinen Augen daher sicher gewollt. Tatsächlich sehe ich es als Kunststück der Autorin an, dass man als Leser trotz Helenas distanzierter Art überhaupt so einen guten Einblick in ihr Seelenleben erhält.

    Da die Geschichte aus Helenas Sicht und in ihren eigenen Worten erzählt wird, ist der Schreibstil klar und direkt, ohne große Dramatik oder überbordende Emotion. Er fokussiert sich auf die Dinge, die in Helenas Welt entscheidend und wichtig sind, und vieles davon hat mit dem Überleben in der Wildnis zu tun, obwohl sie schon einige Jahre in der Zivilisation lebt, abgesehen von regelmäßigen Jagdausflügen.

    Bei einem typischen Thriller wäre die Jagd nach dem Vater das wichtigste Element des Buches, und das fulminante Finale würde damit stehen oder fallen, ob Helena ihn tötet, ausliefert oder laufen lässt. Tatsächlich war mir das im Grunde jedoch vollkommen egal – was mich viel mehr interessierte, war, ob sie sich am Schluss emotional von ihrem Vater lösen kann oder nicht, und in der Hinsicht fand ich die Auflösung gelungen.

    Fazit:
    Obwohl "Moortochter" in meinen Augen kein Psychothriller ist, sondern vielmehr ein Roman mit psychologischen Spannungselementen, hat mir das Buch nichtsdestotrotz sehr gut gefallen. Die Autorin erzählt dem Leser die Geschichte einer Frau, die durch ihre Kindheit als Tochter eines Entführers und Mörders emotional verkrüppelt ist, ohne dabei in Melodrama oder Effektheischerei zu verfallen. Dennoch entwickelten die Geschehnisse auf mich eine enorme Sogwirkung.

    Die im Klappentext beschriebene Jagd auf den Vater ist zweitrangig, viel interessanter sind die zahlreichen Rückblicke auf Helenas sonderbare Kindheit im Moor.

 

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