Über den Umgang mit Menschen

Buchseite und Rezensionen zu 'Über den Umgang mit Menschen' von Adolph Freiherr von Knigge
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Inhaltsangabe zu "Über den Umgang mit Menschen"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:368
EAN:9783868202465

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Der Weg zum eigenen Buch

Buchseite und Rezensionen zu 'Der Weg zum eigenen Buch' von Daniel Isberner
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Inhaltsangabe zu "Der Weg zum eigenen Buch"

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:65
Verlag:
EAN:

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Hier bin ich Mensch

Buchseite und Rezensionen zu 'Hier bin ich Mensch' von Horst Lichter
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Inhaltsangabe zu "Hier bin ich Mensch"

Format:Broschiert
Seiten:224
Verlag: Goldmann TB
EAN:9783442177134

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Der Mann im Strom: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Der Mann im Strom: Roman' von Siegfried Lenz
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Inhaltsangabe zu "Der Mann im Strom: Roman"

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:184
Verlag:
EAN:

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Generation Beziehungsunfähig. Die Lösungen

Buchseite und Rezensionen zu 'Generation Beziehungsunfähig. Die Lösungen' von Michael Nast
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Generation Beziehungsunfähig. Die Lösungen"

Autor:
Format:Broschiert
Seiten:304
Verlag: EDEL
EAN:9783841907394

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Rezensionen zu "Generation Beziehungsunfähig. Die Lösungen"

  1. Wie geht Beziehung Herr Nast?

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 04. Mär 2021 

    Da habe ich lange auf die Fortsetzung gewartet, mich gefreut es in den Händen zu halten und dann inhaliere ich es weg...

    In diesem zweiten Teil (man darf den ersten kennen, ist aber kein Muss) geht es nicht nur um Dates, sondern was hat Einfluss auf unsere Entscheidungen im Leben und auch in der Beziehung und woher weiß ich, ob ich gerade eine Beziehung möchte oder nur Aufmerksamkeit?

    Gerade weil Dating derzeit komplett anders abläuft als gewohnt oder teilweise ganz ausfällt, genießt man die Date- Beschreibungen des Autors sehr. Ich fühlte mich oft an eigene Erfahrungen erinnert. Zudem ist es spannend ähnlich Erlebtes aus der Sicht eines Mannes zu hören.

    Auch wenn es nicht erstaunlich und nicht erfreulich ist, so fühlt man sich in gewisser Weise bestätigt, dass komplizierte Beziehungen, Freundschaften mit Bonusleistungen und ähnlichem auch der Gesellschaft geschuldet sind und nicht nur einem selbst.

    Ich habe beim Lesen sehr oft in mich hinein gelauscht und festgestellt, dass meine Gedanken und Gefühle komplett anders sind als in meinen Zwanzigern, als es Dating-Apps noch nicht gab. Leider ist es wirklich so, dass Liebe ein Konsumgut geworden ist. Aufgrund der vielen Möglichkeiten bleibt stets das Gefühl etwas zu verpassen.

    Über die Geschichten von Michaels Kumpels und ihm selbst, konnte man sich gut amüsieren und anders als im ersten Teil fallen die Kommentare über Frauen nicht ganz so gemein aus. Beim ersten Band musste ich als Frau Ü30 schon etwas schlucken, was hier nicht der Fall war.

    Die Schreibe ist wieder frisch und flott zu lesen, so dass man dieses Sachbuch in kleinen Dosen über mehrere Wochen oder auch an einem Stück genießen kann.

    Etwas gestört hat mich nur, dass ich doch recht viel bereits vorher kannte, weil ich seinen Podcast höre und seine Social Media Kanäle konsumiere, was ich etwas schade fand.

    Fazit: Wem seine anderen Bücher gefallen haben, der wird auch hier seine Freude haben. Gern spreche ich eine Empfehlung aus.

 

Generation Beziehungsunfähig

Buchseite und Rezensionen zu 'Generation Beziehungsunfähig' von Michael Nast
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Generation Beziehungsunfähig"

Autor:
Format:Taschenbuch
Seiten:240
Verlag: EDEL
EAN:9783841904065

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Rezensionen zu "Generation Beziehungsunfähig"

  1. Aktueller denn je...

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 11. Feb 2021 

    Auch wenn das Buch mittlerweile fünf Jahre auf dem Buckel hat, so trifft es immer noch den Tenor der heutigen Zeit. Ich persönlich habe sogar das Gefühl, dass es noch schlimmer geworden ist.

    Anders als erwartet, geht es in diesem launigen Sachbuch nicht nur um Beziehungen oder deren Nicht- Existenz, sondern vor allem um unsere Gesellschaft und deren Erwartungen. Warum fiel es unserer Elterngeneration noch so leicht einen Partner zu finden, während wir heute beinahe daran verzweifeln?

    Michael Nast schreibt so unterhaltsam und kurzweilig, dass es sich wirklich wie ein Gespräch unter Freunden anfühlt, die im Buch enthaltenen Texte zu lesen. Dies kann man in einem Rutsch tun oder Stück für Stück genießen.

    Ich fand es vor allem interessant hierdurch mal die Perspektive eines Single- Mannes zu erleben, die sich doch sehr mit meinen Dating- Erfahrungen deckt.

    Auch wenn ich beim Lesen oft dachte: "Das kann er jetzt nicht so formulieren." oder "Oh weh das hat er jetzt nicht wirklich geäußert.", so muss ich nach der Beendigung der Lektüre sagen, dass er lediglich das ausspricht, was wir alle denken, uns aber nicht trauen zu sagen.

    Klar tut es als Frau Mitte 30 schon weh, dass man welkt statt reift und dass man langsam aber sicher unsichtbar wird, aber genauso ist es in der heutigen Gesellschaft, die nach Jugend, Perfektion und Idealen strebt, die gar nicht zu erreichen sind.

    Herr Nast schafft es mit seinen Texten, dass sich der Leser selbst reflektiert und sich vielleicht auch mal fragt, was man eigentlich selbst will und nicht was die anderen von einem wollen.

    Gut gefallen hat mir außer der lockeren Erzählweise übrigens auch das Einstreuen zahlreicher Zitate von Schriftstellern, Musikern und ähnlichen, die man sich nur zu gern notiert, um sie beim nächsten Date anzuwenden.

    Fazit: Das perfekte Buch für alle Millennials. Wenn ihr euch verstanden fühlen wollt, dann lest dieses Buch!

 

Früher war alles leichter.

Buchseite und Rezensionen zu 'Früher war alles leichter.' von  Simona Meyer
2
2 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Früher war alles leichter."

Format:Audible Hörbuch
Seiten:0
Verlag:
EAN:

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Rezensionen zu "Früher war alles leichter."

  1. Nicht so witzig wie erwartet...

    bewertet:
    2
    (2 von 5 *)
     - 10. Feb 2021 

    Wenn wir erst mal ein gewisses Alter erreicht haben, regen wir uns nicht mehr über Kleinigkeiten auf. Wir werden uns akzeptieren und nicht mehr mit unseren Oberschenkeln hadern. Weil wir alles erreicht haben, endlich angekommen sind und jenseits der 40 andere Dinge zählen... Nun, das war der Plan. In echt sieht das alles etwas anders aus. Plötzlich entdecken wir Längsfalten in unserem Dekolletee und nehmen es nicht entspannt. Nein, wir rasten aus, weil wir eigentlich noch nicht da sind, wo wir eigentlich längst sein wollten. Wir haben weder das Vollholzhaus gebaut noch den großen deutschen Gesellschaftsroman geschrieben. Wir schauen immer noch lieber Trash TV als fachgerecht ein Gemüsebeet anzulegen. Und die Bikinifigur, von der wir träumen, seit wir den ersten Bikini tragen durften? Nun, ganz ehrlich: Jetzt ist es auch zu spät.

    Als Simona Meyer versehentlich auf die Selfie-Funktion ihrer Handy-Kamera kommt und das Gefühl hat, dem Grüffelo in die Augen zu blicken weiß auch sie: Ich werde alt. In ihrem humorvollen Buch räumt sie nun auf mit den großen Illusionen, die wir uns über das „später“ gemacht haben, das plötzlich da ist. Und gibt Anregungen, wie wir locker nehmen können, was alles schwerer ist, als wir uns das vorgestellt haben – das Loslassen, das Zufriedensein, das Ankommen, das Vernünftig sein – und wir.

    Ich hatte mal wieder Lust auf etwas lockere Unterhaltung - in solchen Situationen greife ich schon mal zu Hörbüchern wie diesem. Manchmal sind solche Spontanentscheidungen gut, dann wieder hätte ich besser erst einmal genauer hingeschaut. Das wäre hier wohl auch gut gewesen.

    Simona Meyer, geboren 1973 im Ruhrgebiet, arbeitet als freie Autorin für verschiedene große Magazine. Das habe ich jetzt gerade entdeckt. Ich habe nach dem Hören auch eine Idee, was das für Magazine sind - und da haben wir auch schon das Problem. Frau Meyer erzählt hier von sich und ihrem Leben, vor allem aber von ihren Gedanken, wie sie immer (lieber) gewesen wäre und auch heute noch gerne sein würde und räumt auf mit den Illusionen des (ihres) Lebens. Das an sich ist ja nicht schlimm, aber wenn dabei suggeriert wird, dass es im Grunde allen Frauen so geht, öhm...

    Immer dazugehören zu wollen - das klingt anstrengend. Ist es wohl auch, wenn man Frau Meyer so zuhört. Ähm, nein, falsch - die ungekürzte Hörbuchausgabe (3 Stunden und 27 Minuten) wird nicht von ihr selbst gelesen, sondern von Sabrina Gander, die ihren Job ganz gut macht. Anstrengend ist nicht der Vortrag, sondern eher der Text. Denn der war nicht so witzig wie erwartet.

    Ich glaube schon, dass jede(r) im Leben schon Ideen hat, wie nett/schön/toll es wird, wenn erst mal nur das oder jenes eintritt. Das hat aber nicht unbedingt etwas mit dem Geschlecht zu tun? Und dann gibt es ja doch wohl auch unter den Frauen große Unterschiede. Manche gehören sicher in die Kategorie, die Simona Meyer da beschreibt - aber sicher nicht alle. Beispielsweise zu empfehlen, ab einem gewissen Alter bestimmte Kleidungsstücke zu meiden, weil man sich sonst lächerlich macht, sich weniger auffällig zu schminken oder am besten eine Kurzhaarfrisur zu wählen - da kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Sollte das nicht jede Frau für sich entscheiden?

    Gebracht hat mir das Hörbuch ehrlich gesagt wenig. Lockerflockig vorgetragen, mahnt es zwar aufzuhören, sich zum Sklaven ewiger Illusionen zu machen, aber ebensowenig wie ich Frauenzeitschriften lese, fand ich die Gedanken der Autorin für mein Leben maßgeblich. Irgendwie vertane Zeit...

    © Parden

 

Identitti: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Identitti: Roman' von Mithu M. Sanyal
4
4 von 5 (2 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Identitti: Roman"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:432
EAN:9783446269217

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Rezensionen zu "Identitti: Roman"

  1. Übergöttin

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 04. Jun 2021 

    Nivedita, die einen indischen Vater hat und eine polnische Mutter, studiert an der Uni Düsseldorf. Manchmal wünscht sie sich, sie wäre mehr indisch und nicht nur irgendwas. Saraswati ist die Professorin, die Nivedita am beeindruckendsten findet. Nivedita glaubt, mit Saraswati teilt sie ihre Identität. Doch plötzlich kommt es ans Licht: Saraswati ist eigentlich weiß! Wie kann das sein, sie, die so viel für die People of Colour zu lehren hat, über Identität, ist hat sich an der Uni als Person mit indischen Wurzeln angegeben, obwohl ihre Eltern Weiße waren? Nicht nur für Nivedita stürzt ihr Identitätsgebäude ein. Saraswatis Stellung an der Universität ist geschwächt, das Netz hetzt.

    Dies ist ein wahrlich ungewöhnlicher Roman, auf den man vielleicht nicht gewartet hat, der aber unbedingt gelesen werden sollte. Zwei Frauen, die junge Nivedita und ihre Professorin Saraswati, sie scheinen einen ähnlichen Hintergrund zu haben und ähnlich zu denken. Doch nach dem Skandal ist alles anders und Nivedita will ihre Lehrerin zur Rede stellen. Wie konnte sie nur? Doch Saraswati schafft es immer wieder, Nivedita einen anderen Blickwinkel aufzuzeigen. Hatte Saraswati etwa doch einen guten Grund? Was ist überhaupt Identität und könnte nicht auch alles ganz anders sein?

    „Identitti“ greift ein Thema auf, mit dem man sich vielleicht noch nicht explizit beschäftigt hat, weil man der Mehrheit angehört. Dennoch saugt man die Worte ein, weil sie einen anderen Blickwinkel eröffnen. Gerade weil das Thema ungewohnt ist, ist das Buch manchmal nicht leicht zu lesen. Hin und wieder muss man nochmal zurückgehen und nachlesen und überdenken, ob man einzelnen Sätze richtig verstanden hat. Man hält inne, denkt nach, ist gefesselt. Die teilweise aberwitzigen Situationen und Verdrehungen sind wie ein Spiegel, der einem vorgehalten wird, der einen erkennen lässt, wie dämlich man sich mitunter verhält. Die Autorin hat einen beeindruckenden Roman geschrieben, der das Interesse weckt, über seine eigene Identität und den geschichtlichen Zusammenhang zu reflektieren. Auch wenn man selbst eher selten Bücher mehr als einmal liest, dieses hier könnte die Ausnahme sein.

  1. Minikosmos. Parallelwelten.

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 06. Feb 2021 

    Mithu Sanyal hat sich mit ihrem ersten Roman auf das Thema „Identität“ konzentriert. Vorher hat sie feministische Sachbücher geschrieben, die ich nicht kenne, die aber vom Titel her nach Feminismus klingen „Vulva. Das unsichtbare Geschlecht“, 2009 und 2016 „Vergewaltigung. Aspekte eines Verbrechens“.

    Story: Nivedita ist eine junge Studentin mit Migrationshintergrund. Sie ist in Deutschland geboren und hat zu ihrem Kummer eine nur allzu deutsche Mutter, das ist Gisela und einen indischen Vater, der bei ihrer Erziehung weder großartig in Erscheinung trat noch ins Gewicht fiel. Warum sie sich mehr indisch als deutsch fühlt/e und warum es ihr etwas ausmachte, außen braun und innen weiß zu sein, als Coconut wurde sie in ihrer zarten Jugend von ihrer Cousine in Birmingham beschimpft, ist mir auch nach der Lektüre des Romans nicht klar geworden.

    Nivedita führt jedenfalls einen provokanten Blog namens „Identitti“ in dem sie sich sowohl dem Feminismus widmet wie auch den Genderthemen der Zeit (transsexuell, transgender, quivergender, polygender, etc.) und daraus resultierend, etwas allgemeiner gefasst, der menschlichen Identität. Was macht uns zu dem, was wir sind. Unser Erbe. Unsere Umgebung. Unsere Hautfarbe. Unsere Ethnie. Texture of Hair. Wie geht es Persons of Colour in einer überwiegend weißen Gesellschaft. Warum brauchen wir dafür einen englischen Begriff? Vielleicht ist das Deutsche tatsächlich nicht griffig. Mir würde bunte Menschen gefallen, aber das klingt nach buntem Hund oder Menschen mit Farbe. Gut, solange nichts Besseres vorhanden ist, also PoCs. Warum müssen wir Hautfarbe überhaupt benennen, frage ich mich.

    Was macht uns überhaupt zu Menschen, kommt in dem Roman allerdings nicht vor.

    Als Nivedita die Kurse einer farbigen Professorin, Fach Postkolonialismus, besucht, die Kurse der inzwischen berühmten und berüchtigten Professorin Saraswati, ist sie fasziniert und wird deren Vorzeigestudentin. Die erste Lehrstunde bei Saraswati bestand darin, zu fragen, wer „weiß“ wäre und diese Studenten des Saales zu verweisen. Eine sehr anschauliche Demonstration in punkto Diskriminierung.

    Die Story beginnt mit einem Interview beim Deutschlandfunk, in dem Nivedita ihre allzeit zur Provokation bereite Professorin über den grünen Klee lobt, ohne zu ahnen, dass quasi beinahe zeitgleich die Enttarnung der Professorin als „Weiße“ stattgefunden hat. Nun muss sich Nivedita vielen Fragen stellen und sich mancherlei Anfeindungen erwehren, als sie in Saraswatis Haus zieht, um herauszufinden, was hinter allem stecken mag. (Wer zieht in das Haus seiner Professorin? Strange).

    Der Kommentar:
    In diesem Roman, der zeitweise einfach aus Auszügen aus Niveditas Blog besteht, aus Twitternachrichten, etc. ist die Schreibweise „Leser*innen“, etc. völlig angebracht, da die Thematik des Buches es erfordert.

    Nivedita und ihre Kommilitonen leben freilich in einer Parallelwelt. Sie beschäftigen sich mit nichts anderem mehr als mit echter und vermeintlicher Diskriminierung wegen ihrer Hautfarbe, ihres Hintergrunds, etc. Es wird ausführlich erläutert, wie sehr sie es satthat (satthaben) danach gefragt zu werden, woher sie kommt. Aus dem Internet, sagt sie schnippisch. Oder wie schrecklich sie es findet, wenn jemand sagt, dass sie gut deutsch kann. Warum sie nicht einfach sagt. Du auch! habe ich nicht begriffen. Was im ganzen Buch nicht einmal zur Sprache kommt, ist, dass Diskriminierung überall ist in der Gesellschaft und sich eben NICHT auf die Diskriminierung von PoCs beschränkt. Warum ist dies wichtig? Weil man sich sonst in einen Kokon der Einmaligkeit verpuppen kann und nicht mehr herausfindet vor lauter Selbstmitleid.

    Der Roman ist schnippisch, was gefällt, ironisch, sexistisch, was nicht gefällt, nimmt sich teilweise auch selber auf die Schippe, verliert, meines Erachtens aber nie den anklagenden Unterton. Der arme „Weiße“ kann nichts richtig machen. Am obigen Beispiel. Fragt man interessiert nach, ist man ein patriarchalisches Subjekt, fragt man nicht nach, ist man ein interesseloses, empathieloses Subjekt. (Subjekt steht hier als Platzhalter für unser beliebtestes anales Schimpfwort). Anpassung wird als Unterwerfung verkauft.

    Aus dem Roman habe ich einiges gelernt und verstanden, aber dennoch drängt sich mir als Resultat auf, dass man sich auch selber auf die Opferschiene bugsieren kann und der Zug erst in der Orientierungslosigkeit, im Selbstmitleid und der Abschottung zum Stillstand kommt. Und Studenten leben oft in einer Blase. Sie müssen erwachsen werden und Kompromisse machen. Wie wir alle.

    Fazit: Lesenswertes Experiment mit kleinen sprachlichen Schwächen, die dem ModernseinwollenumjedenPreis geschuldet sind.

    Kategorie: Anspruchsvoller Roman
    Verlag: Suhrkamp 2021

 

Unter Ultras. Eine Reise zu den extremsten Fans der Welt

Buchseite und Rezensionen zu 'Unter Ultras. Eine Reise zu den extremsten Fans der Welt' von  James Montague
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

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Format:Taschenbuch
Seiten:416
Verlag: Copress Sport
EAN:9783767912694

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Rezensionen zu "Unter Ultras. Eine Reise zu den extremsten Fans der Welt"

  1. Einblick in die politische Welt des Fußballs

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 29. Dez 2020 

    Vorab - man muss schon ein eingefleischter Fußballfan sein, damit einem dieses Buch gefällt - zumindest denke ich, dass es Personen, die dem Fußballsport nicht so viel abgewinnen können, nicht so zusagen wird.

    Mir als Fan dieser Sportart, hat das Buch sehr gut gefallen - sehr interessant werden die Thematiken der Politik im Fußball angeführt. Vor allem nach dem Teil über die deutsche Ultras wird klar, was ich bisher nicht so ganz verstanden habe. Auch wird die Macht erläutert, die von Ultra-Gruppen auf die Politik ausgeübt wird.

    Man merkt, dass der Autor viel Zeit in die Recherchen investiert hat - ausgezeichnet recherchiert und im guten Schreibstil wird das Wissen weitergegeben. Er war für die Recherchen viel unterwegs, und hat auch Personen getroffen, die im verborgenen agieren.

    Das Buch ist keine einfache Kost - aber vermittelt viele interessante Fakten - von mir gibt es eine Empfehlung für Leute, die an der Thematik interessiert sind.

 

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