Kochen wie in Indien (Kochen international)

Buchseite und Rezensionen zu 'Kochen wie in Indien (Kochen international)' von Indrani Roychoudhury
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Kochen wie in Indien (Kochen international)"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:144
Verlag:
EAN:9783833875724
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Rezensionen zu "Kochen wie in Indien (Kochen international)"

  1. Indische Küche

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 08. Okt 2020 

    „Kochen wie in Indien“ von Robi Banerjee und Indrani Roychoudhury ist am 7.10.2020bei GU erschienen. Wie der Titel schon verrät, gibt es hier viele indische Rezepte. Aber nicht nur das! Man erfährt am Anfang etwas über die beiden Autoren und im Laufe des Buches auch immer wieder über die indische (Ess-)Kultur. Zu Beginn gibt es ein Länderquickie und eine Einführung in die für die indische Küche typischen Gewürze. Außerdem gibt es die Top fünf Lebensmittel, die auf gar keinem Fall fehlen sollten und immer gut zu verarbeiten sind. Die Rezeptkapitel sind eingeteilt in „Basics & Streetfood“ und „Fleisch und Fisch“. Natürlich werden auch die Vegetarierer und Veganer in diesem Rezeptbuch fündig. Es gibt extra das Kapitel „Vegetarisch und Dals“. Am Ende kommen noch die Kapitel „Brot & Reis“ sowie „Süßes“. Zu jedem Rezept gibt es ein ansprechendes Bild. Bei jedem Rezept gibt es eine Portionenangabe sowie die Angabe der Vorbereitungszeit, der Koch- bzw. Backzeit und der kcal pro Portion. Alle Zutaten sind ordentlich untereinander aufgelistet und die Anleitung ist in gut erklärte Schritte unterteilt.
    Fazit: Wer noch nie indisch gekocht hat und sich damit gerne ausprobieren möchte ist hier genau richtig! Ich finde es etwas schade, dass bei den Rezepten kein klar erkennbares Zeichen mehr ist, ob ein Rezept vegetarisch oder vegan ist. So muss man sich immer erst die ganzen Zutaten durchlesen. Ansonsten ist es rundum gelungen.

 

Kochen wie in Indien (Kochen international)

Buchseite und Rezensionen zu 'Kochen wie in Indien (Kochen international)' von Indrani Roychoudhury
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Kochen wie in Indien (Kochen international)"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:144
Verlag:
EAN:9783833875724
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Rezensionen zu "Kochen wie in Indien (Kochen international)"

  1. Indische Küche

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 08. Okt 2020 

    „Kochen wie in Indien“ von Robi Banerjee und Indrani Roychoudhury ist am 7.10.2020bei GU erschienen. Wie der Titel schon verrät, gibt es hier viele indische Rezepte. Aber nicht nur das! Man erfährt am Anfang etwas über die beiden Autoren und im Laufe des Buches auch immer wieder über die indische (Ess-)Kultur. Zu Beginn gibt es ein Länderquickie und eine Einführung in die für die indische Küche typischen Gewürze. Außerdem gibt es die Top fünf Lebensmittel, die auf gar keinem Fall fehlen sollten und immer gut zu verarbeiten sind. Die Rezeptkapitel sind eingeteilt in „Basics & Streetfood“ und „Fleisch und Fisch“. Natürlich werden auch die Vegetarierer und Veganer in diesem Rezeptbuch fündig. Es gibt extra das Kapitel „Vegetarisch und Dals“. Am Ende kommen noch die Kapitel „Brot & Reis“ sowie „Süßes“. Zu jedem Rezept gibt es ein ansprechendes Bild. Bei jedem Rezept gibt es eine Portionenangabe sowie die Angabe der Vorbereitungszeit, der Koch- bzw. Backzeit und der kcal pro Portion. Alle Zutaten sind ordentlich untereinander aufgelistet und die Anleitung ist in gut erklärte Schritte unterteilt.
    Fazit: Wer noch nie indisch gekocht hat und sich damit gerne ausprobieren möchte ist hier genau richtig! Ich finde es etwas schade, dass bei den Rezepten kein klar erkennbares Zeichen mehr ist, ob ein Rezept vegetarisch oder vegan ist. So muss man sich immer erst die ganzen Zutaten durchlesen. Ansonsten ist es rundum gelungen.

 

Aus der Zuckerfabrik

Buchseite und Rezensionen zu 'Aus der Zuckerfabrik' von Dorothee Elmiger
3
3 von 5 (3 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Aus der Zuckerfabrik"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:272
Verlag:
EAN:9783446267503
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Rezensionen zu "Aus der Zuckerfabrik"

  1. Wohin der Wind dich weht …. Oder: Des Kaisers neue Kleider.

    bewertet:
    1
    (1 von 5 *)
     - 18. Nov 2020 

    Kurzmeinung: Bisher das schwächste Buch des Deutschen Buchpreises 2020

    Wie der Rezensionstitel schon andeutet, weht in dem Roman „Aus der Zuckerfabrik“ der Gedankenwind der freien Kunst, der sowohl die Autorin wie auch die Leserschaft mal hierhin mal dorthin treibt. Wohin ist letztlich egal. Es gibt keinen Anfang und kein Ziel.

    Die Autorin überlässt es völlig ihren Lesern, die willkürlich aus ihren Gedanken und Erinnerungen oder mihtilfe von Literaturzitaten aus der Historie auftretenden und herbeizitierten Geistesgrößen und deren Gedankensplitter, zu ordnen. Was schwierig ist, denn ein Ordnungskonzept ist nicht erkennbar. Weder erkennbar noch vorhanden. Es geht im weitesten Sinne um Lust, um Erinnerungen, um Essstörungen, um Schönheit, um Erfassen der Welt, einfach um alles – und leider auch um nichts. (Nach allen Seiten offen - wird löchrig).

    Dies nennt man also experimentelle Literatur. Das ist erlaubt. Es ist sicher extreme Kunst, weil extrem künstlich. Aber ist es auch so interessant, dass jemand, nämlich die Leserschaft, derartige Gedenkensprünge nachvollziehen sollte? Äh, nein.

    Das muss zwar jeder für sich selber entscheiden. Ich breche diesen Roman jedenfalls nach 85 Seiten Quälerei und einigem Querlesen ab.

    Wie kommt „Aus der Zuckerfabrik“ auf die Shortlist des Deutschen Buchpreises? Diese Juryentscheidung empfinde ich nicht als mutig, sondern als Zumutung und Provokation. So ist es wahrscheinlich auch gedacht.

    Wer, aus dieser Jury, hat einen Lustgewinn aus dieser Lektüre gezogen?Bitte aufzeigen! Denn dass der Begriff „Zucker“ ein Synonym für Genuß in jeder Variante, sogar für Lustexzesse sein soll, das versteht man. Mag sein, dass im Buch immant Gesellschaftskritik enthalten ist. Doch muss man tief graben, um sie zu finden.

    Nun kann ein Künstler experimentieren, Verlage können diese Experimente veröffentlichen, Kunstexperten können darüber diskutieren und sich daran ergötzen und diese Art Romane feiern.

    Aber eines dürfte schwierig werden, trotz aller Wertschätzung von Experten: diesen Roman zu verkaufen. Denn mir erscheinen solche Experimente, wie des Königs neue Kleider, da ist nix dahinter. Der König ist nackt

    Fazit: „Aus der Zuckerfabrik“ ist am besten auf einer Lesung aufgehoben.

    Kategorie: Experimentelle Literatur
    Verlag. Hanser 2020

  1. Ich habe Hunger, so liebe mich doch.

    bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 13. Okt 2020 

    Noch nie habe ich einem Buchpreis-Buch so ratlos gegenüber gestanden. ⠀

    Aber ich muss schweren Herzens sagen: “Aus der Zuckerfabrik” ist mir zu hoch. Es ist kein Roman, es ist kein Sachbuch, es ist kein Gedichtband, es ist kein Essay… Die Autorin selber bezeichnet es als Recherchetagebuch, und genau so liest es sich auch: wie ein Stapel zerfledderter Notizhefte, eine unsortierte Zettelsammlung, man kann die Kaffeeflecken förmlich sehen. Das ist nicht abwertend gemeint und kann sicherlich funktionieren – es ist auf jeden Fall unverbraucht und gewagt! –, aber ich bin letztlich daran gescheitert.⠀

    In einem Kapitel schildert die Autorin, wie sie ihre Aufzeichnungen und Materialien durchblättert und keinen Pfad durchs Chaos sieht, sondern nur den Ausgangspunkt, mit dem alles begann und alles in Verbindung steht: eine Auktion im Jahr 1986, bei der der Auktionator – “Prediger einer vulgären Messe” – zwei traditionelle afrikanische Frauenfigürchen mit abfälligen Worten verkaufte.⠀

    “Dann sind diese alten N—- auch weg da”⠀
    (Zitat)⠀

    Dort, wo alles anfing, verortet Dorothee Elmiger ihren “hypothetischen Speicher”, in dem sie gedanklich alles Wissen ablegt, das sie im Laufe ihrer Recherche zusammengetragen hat:⠀

    “Es gibt an diesem Ort keine feststehende Ordnung: Mit jedem Gang durch das Chaos, über die Ananasfelder von Monte Plata, durch die Pariser Vorstädte oder den längst vergessenen Garten eines Sanatoriums, über die sizilianischen Berge, vorbei an den russischen Bädern von Philadelphia zu den Ufern des Swan River in Australien, scheinen die Dinge in neue Verhältnisse zueinander zu treten.”⠀
    (Zitat)⠀

    Dorothee Elmiger häuft eine Unmenge an Themen, Fakten und Querverweisen an, die Quellenangaben nehmen für ein (semi)belletristisches Werk erstaunlich viele Seiten ein. Das wird von keinem Handlungsbogen, keiner leitenden Erzählerin zusammengehalten – das erzählende Ich taucht zwar häufig auf, aber ihre Wege durchs Buch sind verschlungen und rätselhaft.⠀

    Zugegeben: sie verstreut mehrfach wiederkehrende Bilder, Metaphern und ganze Szenen wie Hänsel seine Brotkrumen. Man kann sich daran entlanghangeln, sich so nach und nach selber sein Hexenhäuschen erbauen – genug Zucker dafür gibt es auf jeden Fall, denn der wird wiederholt eingebracht, mit all seinem geschichtlichen Ballast und seinen immer noch problematischen Konsequenzen.⠀

    Bilder, Metaphern und Satzfragmente werden in stets neue Zusammenhänge gestellt, zerlegt und anders wieder zusammengesetzt. Das ist zweifellos interessant, aber es kam mir unfertig vor – mehr als einmal beschlich mich das Gefühl, ich habe es hier nur mit dem ersten Entwurf eines Romans zu tun, der aus dem gesammelten Material erst noch entstehen soll und den ich dann durchaus gerne lesen würde.⠀

    “In diesem Moment trete ich vor oder meine ich es nur, ich ziehe eine Birne aus meiner Manteltasche und biete sie ihm an. Die Frucht schimmert im Licht der Straßenlaternen. Mehr habe ich nicht, flüstere ich, es ist eine gute Birne, nimm sie endlich.”⠀
    (Zitat)⠀

    Der Hunger ist ohne Frage ein Leitmotiv: in diesem Buch wird ständig gegessen, mehr oder weniger lustvoll, oft obsessiv und unkontrolliert – kaum ein Kapitel, in dem niemand isst oder nicht zumindest etwas zum Essen erwähnt wird. Doch die andere Seite der Medaille bleibt ebenfalls nicht unerwähnt, vor allem in Gestalt von Ellen West, einer berühmten Patientin des Schweizer Psychiaters Ludwig Binswanger. Sie litt an Depressionen, massiven Essstörungen und daraus folgendem kritischen Untergewicht, bis sie sich schlussendlich das Leben nahm.⠀

    Mit dem buchstäblichen Hunger geht der Hunger im übertragenen Sinne einher – die Gier in jedweder Form, die hier wie der Ursprung aller menschlichen Emotionen erscheint. Liebe und Obsession, Macht und Ohnmacht, Ausbeutung und Kapital, alles hat dort seinen Ursprung und wird von Dorothee Elmiger auch thematisiert. Der Zucker wird zum Inbegriff dieser Gier.⠀

    C., von dem die Erzählerin besessen ist, verspürt nur selten Hunger, was einen deutlich sexuellen Unterton hat. Ich habe Hunger, denkt sie, so liebe mich doch. J’ai faim, j’ai faim, j’ai faim…⠀

    ‘Gatekeeping’ wäre ein zu harter Ausdruck – aber…⠀

    Ganze Passagen in Englisch und Französisch werden nicht übersetzt, auch sonst wird eine gewisse Bildung erwartet. Es wird gar kein Versuch unternommen, diejenigen Lesenden abzuholen, deren Wissen nicht dem umfassenden der Autorin entspricht; ganz selbstverständlich wird davon ausgegangen, dass dies oder jenes einfach bekannt ist.⠀

    Es gibt unzählige Verweise auf die unterschiedlichsten Themen, ein übergreifendes Ordnungsprinzip blieb mir indes verborgen.⠀

    Zum literarischen Personal des Buches gesellen sich zahlreiche Menschen aus unserer Realität, die zum Fundus der Allgemeinbildung gehören: Karl Marx wird mit dem gleichen beiläufigen Schwung in den Text geworfen wie Klaus Kinski, Deborah Levy, George Orwell, John Berryman, Chantal Akerman, Werner Bruni, Friedrich Dürrenmatt, Vaslav Nijinsky und viele etceteras.⠀

    Fazit:⠀

    Eine Handlung gibt es nicht, soll es laut Autorin auch gar nicht geben. Man blickt in ihre Gedankenwelt wie durch ein Kaleidoskop, sieht die Motive in bunten Fragmenten, in Textsplittern, die sich wieder und wieder ineinander spiegeln:⠀

    “DIE EROBERUNG DER NATUR ODER DER JUNGFRAU⠀
    DAS GEWALTSAME VORDRINGEN IN NEUE GEBIETE (ÜBERSEE)⠀
    DER HUNGER ALS VERFASSUNG*⠀
    DIE LIEBE usw.”⠀
    (Zitat)⠀

    Das Buch ist sicher experimentell und mutig, es bricht Genregrenzen auf, schert sich scheinbar nicht um Erwartungen und Konventionen. Die Sprache ist dabei kraftvoll und wartet mit zahlreichen wunderbaren, ausdrucksstarken Passagen auf. Daher hat es die Nominierung für den Deutschen Buchpreis sicher verdient.⠀

    Aber es las sich für mich persönlich auch sehr anstrengend und ermüdend. Letztendlich obliegt es meines Erachtens den Lesenden, sich nicht nur eine ganz eigene Bedeutung, sondern vor allem erstmal eine Struktur zu erschließen.⠀

  1. Ungewöhnlich, intensiv, packend

    5
    (5 von 5 *)
     - 06. Okt 2020 

    „Wenn ich meine Hefte und Kopien durchblättere, die Abbildungen, Schemata und Fotografien, wenn ich die im Verlauf der vergangenen Monate erstellten Dateien öffne, sehe ich keinen Pfad, keine sich an den Rändern überlagernden, aufeinander hinweisenden Bilder, Illuminationen, sondern einen Platz, einen Punkt, von dem ich vor vier oder fünf Jahren ausgegangen bin; seither habe ich alles, was mir in die Hände fiel, alles, was ich so sah, das in einem Zusammenhang mit diesem ersten Ort zu stehen schien, dorthin zurückgetragen und vorläufig abgestellt auf diesem weitläufigen Platz.“ (Zitat Pos. 45)

    Inhalt
    Eine Ich-Figur, Schriftstellerin, sieht einen Dokumentarfilm über den ersten Schweizer Lottomillionär Werner Bruni und eine Szene, eine Versteigerung, ist einer der Auslöser für viele Fragen, die sich daraus ergeben. Der symbolische Gang durch ein Gestrüpp, am Beginn und am Ende des Buches steht für die immer neuen Verästelungen und Themen, die in Fragmenten auftauchen, durch neue Gedankenverbindungen unterbrochen und dann später irgendwann weitergeführt werden. Daraus ergibt sich ein vielfältiges Mosaik aus Themen und Fragen unserer Gesellschaft und Zeit.

    Thema und Genre
    An einer Stelle des Buches stellt die Ich-Figur fest, ihr Buch sei kein Roman, sondern ein Recherchebericht. Es geht um Zucker, als Metapher für Gier, Ausbeutung aus wirtschaftlichen Gründen, Geldgier, aber auch für Gier im Sinne von Begierde, die Sehnsucht nach Süßem, nach Liebe.

    Handlung und Schreibstil
    Es sind Fragmente, Geschichten, die zwischen den Jahrhunderten pendeln, Szenen und Auszüge aus Biografien, aus bekannten literarischen Werken, teilweise neu gedeutet und neu verknüpft. Von der Schweiz an die amerikanische Ostküste, mit Max Frisch nach Montauk, nach Port-au-Prince, zu den Sklaven auf den Zuckerplantagen auf Haiti, führt die Reise kreuz und quer, dokumentiert durch Notizen der Recherchen in Bibliotheken, dazwischen Tagebucheinträge, manchmal nur in Stichworten, Textauszüge und Originalzitate in mehreren Sprachen, die sich immer wieder neu um den Grundbegriff „Zucker“ ergeben, ohne Ordnung und dennoch irgendwie geordnet. „Jetzt alles noch einmal revidieren: Zu allen Dingen ein letztes Mal zurückkehren, sie ins Licht halten, befragen.“ (Zitat Pos. 2690)
    Eine literarische Achterbahnfahrt, manchmal episch schildernd, langsam sich steigernd, dann atemlos rasch, Satzteile, Ereignisse über Zeilen aneinandergereiht, weil ja auch in der Realität viele Dinge immer gleichzeitig geschehen, dazu kommen noch die sich dazu aufdrängenden Überlegungen und genau so will die Ich-Figur es auch erzählen. Das Ende?
    „Aber wenn du glaubst, es gebe ein Ende, dann täuschst du dich.“ (Zitat Pos. 2529)

    Fazit
    Ein ungewöhnliches Buch, das eine der Facetten der aktuellen Gegenwartsliteratur zeigt, komplexe Themen, kritische Fragen unserer Zeit in eine neue Form des Erzählens gebracht. Keine leichte Lektüre, aber gerade wegen dieser sprunghaften Gedankenläufe, der unvorhersehbaren, breit gefächerten Geschichtenfragmente interessant und packend und nach einem ersten erstaunten, etwas verwirrten Innehalten las ich mit neugieriger Begeisterung weiter, gespannt, wohin mich die nächste Seite führen würde.

 

Sei dankbar und werde reich

Buchseite und Rezensionen zu 'Sei dankbar und werde reich' von Pam Grout
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Sei dankbar und werde reich"

Autor:
Format:Broschiert
Seiten:272
Verlag: Irisiana
EAN:9783424153187
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Rezensionen zu "Sei dankbar und werde reich"

  1. Informativ und viele Übungen

    5
    (5 von 5 *)
     - 14. Aug 2020 

    Da ich die beiden Büchern von Pam Grout „E2 und E2+ gelesen habe und sie gut fand, musste ich dieses Buch lesen. Danke an Bloggerportal für das senden dieses Buches. Dieses Buch ist für alle Zyniker, Verstands menschen, Menschen, die E2 gelesen haben und die Laborteste nicht funktioniert haben. Hier könnt ihr in diesem Buch Antworten finden, warum sie nicht funktioniert haben.

    Leider werden wir in der heutigen Gesellschaft getrimmt Erobert zu werden und nicht mehr „nachdenken“ zu müssen und keine Vorstellungen haben, das es da mehr gibt als nur dieses langweile Leben da draußen. Dieses Buch hat für mich viel schlauer gemacht als vorher, weil mir klar geworden ist, das ich auch keinen Erfolg hatte. Und ehrlich gesagt mich gewundert habe, warum. Und in diesem Buch fand ich meine Antworten oder meine Gründe warum Erfolg,Partner und Co ausblieben. Das Buch verspricht was es hält und die Autorin erklärt und schreibt in einem flüssigen Ton. Auch werden immer wieder Geschichten von Menschen beschrieben, wie es vorher war und wie es nach dem Versuch passiert ist. Dass, dass Universum uns nicht alleine lässt und uns liebt, zeigt Pam Grout in diesem deutlich.

    Das Buchcover ist sehr schön gestaltet. Gefällt mir sehr gut. Und ich bin froh dieses Buch gelesen zu haben, jetzt weiß ich woran ich an mir arbeiten kann. Die Tipps und die Übungen, die sie in dem Buch geschrieben habe, werde ich öfter anwenden um das zu erreichen was ich möchte.

 

Die Reenergize-Formel

Buchseite und Rezensionen zu 'Die Reenergize-Formel ' von Dr. Simone Janßen
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Die Reenergize-Formel "

Format:Taschenbuch
Seiten:405
Verlag:
EAN:9782919808175
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Rezensionen zu "Die Reenergize-Formel "

  1. Mutter Natur ist ein böses Weib

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 18. Jul 2020 

    Energie und Glück, von beidem mehr und anhaltend. Wünschen wir uns das nicht alle. Das Autoren Duo Dr. Simone Janßen und Niklas haben eine Formel dafür gefunden. Ein evolutionärer Baukasten für Energie und Glück - die Reenergize Formel.
    Nun, natürlich findet man in diesem Buch kein Wundermittel, keinen Hokuspokus und genaugenommen nichts Neues zu dem Thema. Aber es ist immer wieder mal ganz nett, mit der Nase auf eigentlich Selbstverständlichkeiten gestoßen zu werden. Es ist, so scheint, es dass wir Menschen gerne in unserer schnellen, digitalen und entgrenzten Welt auf unsere Natur vergessen.
    „Mutter Natur ist ein böses Weib“, behauptet eine Freundin der Autorin. Sie hat recht.
    „Seit Anbeginn der Zeiten macht Mutter Natur dem Leben das Leben schwer. Bittere Kälte, gnadenlose Hitze, kosmische Strahlung, toxische Gase und Dämpfe – es gibt genug Widrigkeiten, die das Leben zwar offensichtlich nicht verhindern können, aber doch zumindest erschweren.“
    Wir haben oftmals verlernt, in natürlichen Kreisläufen zu denken und handeln. War der Mensch früher Jäger und Sammler, Höhlenbewohner, Nomade, so sind wir heute im Supermarkt gut versorgt, haben Heizung und Klimaanlage, verbringen den größten Teil des Tages sitzend. Erfolgreich haben wir die Evolution ausgetrickst und mit der besten medizinischen Versorgung, schaffen wir es auch älter und immer älter zu werden.
    Genaugenommen sorgt die Natur dafür, aus dem Notwendigen ein Bedürfnis zu machen. Hunger und Durst lassen uns nicht vergessen, dass wir uns ernähren müssen. Wir werden müde, um schlafen zu können. Sexueller Anreiz führt zur Fortpflanzung. Bei der Bewegung war die Natur nachlässig.
    In sehr umgänglicher Sprache erläutert das Duo –Dr. Simone Janßen ist Biologin und Wissenschaftsredakteurin, Niklas Hobacher wollte als Kind Erfinder werden und entwickelt heute Projekte, die komplexe Zusammenhänge mit Themenschwerpunkt Natur, Körper und Geist auf unterhaltsame Weise erklären – wie wir tun können, was uns gut tut.
    Es sind die Bereiche Hygiene, Schlaf, Ernährung, Bewegung, Gehirn, Nervensystem und Stress sowie Entspannung für Körper und Geist, die ausführlich, aber gut verständlich thematisiert werden. Gut gefallen hat mit die kurze und knackige Zusammenfassung am Ende jedes Kapitels.
    Einiges davon beherzige ich auch schon vor der Lektüre: wenig tierische Produkte, Intervallfasten, Yoga. Was ich mich für mich mitgenommen habe, ist besser auf meinen Vitamin D und Magnesium Haushalt zu achten, endlich wieder meine Füße in Laufschuhen zu bewegen und - nachdem mir das Zusammenspiel von Adenosin und Koffein die Augen öffnete – eine Koffeinentwöhnung. (Ich schlafe tatsächlich besser und bin untertags produktiver.)
    Auch wenn die Autoren nicht das Rad neu erfunden haben, es ist allemal gut, wieder in die richtige Richtung gestupst zu werden. Bis zum nächsten Mal, wenn der Schweinehund wieder die Vorherrschaft erlangt.

 

Wer hat dir gesagt, dass du nackt bist, Adam?

Buchseite und Rezensionen zu 'Wer hat dir gesagt, dass du nackt bist, Adam?' von Köhlmeier, Michael
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Wer hat dir gesagt, dass du nackt bist, Adam?"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:224
Verlag: Hanser
EAN:9783446252882
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Rezensionen zu "Wer hat dir gesagt, dass du nackt bist, Adam?"

  1. Verführung zum Denken

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 02. Jul 2020 

    Michael Köhlmeier ist ein sehr erfolgreicher und produktiver Schriftsteller, der sich schon lange intensiv mit der Bibel, mit Märchen und Mythen auseinandersetzt. Mit seinem Freund, dem Philosophieprofessor Konrad Paul Liessmann, pflegt er seit Jahren einen regen Austausch; sie halten dialogische Vorträge und haben gemeinsam zwei Bücher herausgebracht.
    In dem vorliegenden Buch, ihrem ersten, geht es um zwölf zentrale ethisch- philosophische Grundbegriffe wie „ Neugier“, „ Lust“, „ Macht“ , „ Schicksal“ usw.
    Jedes Kapitel beginnt mit Köhlmeier’s Nach- oder Neuerzählung einer antiken Sage, einem Abschnitt aus dem Alten und Neuen Testament, einer Legende, einem Märchen und im Anschluss daran gibt der Philosoph Denkanstöße. Seine anschließende Interpretation zeigt neue und spannende Aspekte auf. Denn alte Mythen sprechen immer große existenzielle Fragen an und geben symbolische Antworten . Die gilt es zu entschlüsseln.
    Die beiden Autoren beginnen mit Adam und Eva und deren Vertreibung aus dem Paradies. Hier steht das Motiv „ Neugier“ im Vordergrund. Der paradiesische Zustand war geprägt von Unschuld und Unwissenheit, mit der Neugier, mit dem Wissen kommen die Fragen nach Schuld und Moral.
    Nach der Vertreibung aus dem Paradies geht es um das Thema „ Arbeit“, anschaulich gemacht an Daidalos, dem „ berühmtesten Erfinder der Antike“.
    Der Begriff „ Rache“ wird an der schrecklichen Geschichte der Atriden abgehandelt, von Tantalus über Agamemnon bis Orest. Hier legt jede Gewalttat den Grundstock für die nächste. Im Interpretationsteil wird der Weg aufgezeigt, weg von den individuellen Rachegedanken hin zu einer unabhängigen Rechtsinstanz, dem Rechtsstaat.
    Aus dem Nibelungenlied erzählt Köhlmeier die Geschichte vom Schmid Mime, der seinen Schüler Siegfried vor fast unlösbare Aufgaben stellt und Liessmann macht daraus eine Abhandlung über das moderne Bildungssystem.
    An der biblischen Figur des Hiob wird die Frage von Macht diskutiert und an Judas das Thema Schicksal.
    All das wird leicht verständlich und trotzdem auf hohem Niveau abgehandelt und jedes Kapitel bringt neue Denkansätze. Allerdings sind einige der Geschichten, die Köhlmeier nacherzählt, von erschreckender Grausamkeit.
    Wer Interesse hat an alten Mythen und deren Interpretation, wer sich gerne verführen lässt zum Denken, wird an diesem schmalen Buch seine Freude haben.

 

Die Oxford-Morde: Kriminalroman

Buchseite und Rezensionen zu 'Die Oxford-Morde: Kriminalroman' von Martínez, Guillermo
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Die Oxford-Morde: Kriminalroman"

Format:Broschiert
Seiten:224
Verlag:
EAN:9783847900474
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Rezensionen zu "Die Oxford-Morde: Kriminalroman"

  1. Kreis und Fisch

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 07. Jun 2020 

    Vor knapp 15 Jahren wurde der Krimi „Die Pythagoras-Morde“ des argentinischen Schriftstellers Guillermo Martinez zum ersten Mal veröffentlicht. Nun bringt der Eichborn Verlag das Buch mit dem Titel „Die Oxford-Morde“ neu heraus.

    Der Krimi spielt in Oxford. Wo sonst? - könnte man fragen. Ein Buch, das Mathematik und Philosophie als Hintergrund für ein raffiniertes Mörderspiel wählt, passt doch ausgezeichnet in die altehrwürdige Universitätsstadt.

    Kurz die Handlung: Ein junger argentinischer Doktorand der Mathematik kommt nach Oxford und nimmt Logis bei der Professoren-Witwe Mrs Eagleton, die er kurz darauf ermordet in ihrem Wohnzimmer findet. Eine geheimnisvolle Botschaft wendet sich wohl direkt an den renommierten Professor Seldom, der auch unseren Stipendiaten unter seine Fittiche nimmt. Es bleibt nicht bei einem Todesfall, die kryptischen Zeichen bei den Toten weisen auf ein mathematisches Rätsel, das der Professor für die Polizei entschlüsseln soll.

    Zusammen mit dem Erzähler tauchen wir in die Welt der Mathematik ein, Fermats letzter Satz, der Satz des Pythagoras, die Fibonacci-Zahlen und mehr scheinen bei der Auflösung eine Rolle zu spielen. Aber es ist keine trockene Lehrstunde, Gott sei Dank, denn Mathematik war noch nie meine Stärke.

    Es ist eine intelligente Spielerei, die fast die Morde aus den Augen verliert. Auch der junge Doktorand verliert sich beinahe im Labyrinth der Lehrsätze, aber dann fällt ihm der entscheidende Hinweis ins Auge.

    Ein wenig fühlt man sich beim Ich-Erzähler an den Autor selbst erinnert, der als junger Mathematiker zwei Jahre in Oxford lebte. Wie schön, dass er die Vielzahl an Oxford-Romanen um diesen intelligenten und unterhaltsamen Krimi bereichert hat.

    Der Krimi war eine echte Entdeckung für mich, ganz klassisch im Aufbau, bezieht er den Leser in die Lösung mit ein. Ein intelligenter und unterhaltsamer Roman, der mir ausgezeichnet gefallen hat.

 

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