Eingefroren am Nordpol

Buchseite und Rezensionen zu 'Eingefroren am Nordpol' von Markus Rex
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Inhaltsangabe zu "Eingefroren am Nordpol"

Autor:
Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:320
EAN:9783570104149
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Rezensionen zu "Eingefroren am Nordpol"

  1. Forschung auf der Eisscholle

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 03. Jan 2021 

    Der Autor:⠀

    Markus Rex ist Professor für Atmosphärenphysik an der Universität Potsdam und leitet auch das entsprechende Forschungsgebiet des Alfred-Wegener Instituts (AWI). Als Polar-, Klima- und Atmosphäreforscher beschäftigt er sich besonders mit dem Klimasystem der Polargebiete sowie der Ozonschicht.⠀

    Bevor er die Leitung der MOSAiC-Expedition übernahm, hatte er zur Erforschung der Klimaprozesse bereits an zahlreichen Expeditionen in der ganzen Welt teilgenommen, auch in der Arktis und Antarktis.⠀

    Zwischen Abenteuer und Forschung:⠀

    Bei “Eingefroren am Nordpol” handelt es sich um das Logbuch der einzigartigen, international besetzten Forschungsmission MOSAiC¹, geschrieben von Expeditionsleiter Markus Rex. ‘MOSAiC’ steht für ‘Multidisciplinary drifting Observatory for the Study of Arctic Climate’, also ‘multidisziplinäres treibendes Observatorium zur Erforschung des arktischen Klimas’.⠀

    Wie bitte – ‘treibendes’?⠀

    Ja, denn die beteiligten Wissenschaftler aus 20 Nationen stellten ihre Forschungen aus dem Blickwinkel einer ganz besonderen Basis heraus an! Los ging es am 20. September 2019, als das Schiff »Polarstern« den Hafen der Stadt Tromsø in Nordnorwegen verließ und sich auf die Suche nach einer geeigneten Eisscholle machte, die für die nächsten Monate, fast ein ganzes Jahr, zur treibenden Forschungsstation werden sollte – und das im Winterhalbjahr, der tiefsten Polarnacht.⠀

    Denn das Eis der Arktis ist im Winter vielerorts so dick, das selbst Eisbrecher keine Chance mehr haben, aber wenn man sich geschickt am richtigen Ort einfrieren und dann mitdriften lässt, trägt die Bewegung des Eises einen dorthin, wohin man will.⠀

    ____⠀
    ¹ als leise Kritik sei angemerkt, dass Abkürzungen nicht immer näher erläutert werden, wie zum Beispiel, was ist eine CTD-Rosette – oder eben, aus was setzt sich ‘MOSAiC’ zusammen? Letzteres wird natürlich im Laufe des Buches inhaltlich erklärt, nur fehlt die Zusammensetzung des Begriffs.⠀

    Warum das Ganze?⠀

    Das grundlegende Ziel der Expedition war das Zusammentragen wissenschaftlicher Daten aller Art in der Zentralarktis: aus dem arktischen Ozean, dem Packeis und der Atmosphäre. Daten dieser Art konnte man zuvor noch nie in diesem Umfang erheben, weil es technisch und logistisch schlicht nicht möglich war. Die Auswertung des Materials (diese wird Wissenschaftler noch einige Jahrzehnte beschäftigen) soll es in Zukunft ermöglichen, die Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen Komponenten des Systems Zentralarktis zu verstehen.⠀

    Wenn man sich anschaut, wie viele Länder, Institute und Wissenschaftler beteiligt waren, welche Anzahl und Vielfalt an Daten mit zig Messapparaturen erhoben wurden, was für eine enorme Vorbereitungs- und Nachbearbeitungszeit in diesem Projekt stecken, dann ist es sicher nicht übertrieben, wenn MOSAiC vielerorts als “größte Arktisexpedition aller Zeiten” angepriesen wird.⠀

    Wer jetzt fürchtet, mit eiskalten Fakten erschlagen zu werden, muss sich allerdings keine Sorgen machen. Dies ist kein nüchterner, strikt auf die nackten Daten reduzierter Forschungsbericht, sondern ein Expeditionsbericht, in dem das Abenteuer nicht fehlt. Immerhin sieht Rex sich in der Tradition der legendären “Fram”-Expedition vor mehr als 125 Jahren, bei der Leiter Fridtjof Nansen sein Schiff ebenfalls willentlich einfrieren ließ.⠀

    Arktisforschung vor über einem Jahrhundert:⠀

    In Interviews schwärmt Rex von dessen gigantischer Pionierleistung, spricht davon, wie Nansen und seine Mannschaft todesmutig und entbehrungsreich drei Jahre lang isoliert im Eis festsaßen – und Messungen anstellten, die für die MOSAiC-Expedition hilfreiche Vergleichswerte darstellen, wie zum Beispiel Temperatur und Eisdicke.⠀

    Und der Vergleich war ernüchternd: die Temperatur war zum Teil geschlagene 10 Grad höher als zur Zeit der Nansen-Expedition, man fand offenes Wasser dort vor, wo Eis sein sollte… Der Klimawandel lässt sich nicht mehr leugnen – bald könnte die Arktis im Sommer komplett eisfrei sein, und das hätte Folgen für die ganze Welt.⠀

    Die Arktis ist laut Rex das Epizentrum des Klimawandels, ein System mit überaus komplexen Wechselwirkungsmechanismen. Wie bei einem Uhrwerk greift ein Teil ins andere, so dass sich einzelne Entwicklungen stets auf das Funktionieren des ganzen Systems auswirken – so ist die Arktis auch die “Wetterküche” für das Klima in unseren Breiten!⠀

    Markus Rex schreibt fundiert und dabei unterhaltsam. Im gelingt die Balance: abwechslungsreich und mit Liebe zum stimmigen Detail einerseits, wissenschaftlich untermauert und detailliert andererseits – zu trocken liest es sich so oder so nicht. Sein Logbuch ist daher nicht nur für Menschen mit Vorkenntnissen interessant, die schon mit den Abenteuern der großen Forscher wie Nansen und Amundsen vertraut sind. Auch für Laien gilt: wer sich für die Arktis, das Thema Klimaforschung oder wissenschaftliche Themen an sich interessiert, ist hier sicher nicht falsch.⠀

    Der lebhafte Stil trägt den Leser durch dieses spannende Abenteuer: angefangen bei der Suche nach der richtigen Scholle zum Andocken bis hin zur korrekten Begegnungsetikette mit Eisbären (von der Gefahr her nicht zu unterschätzen!)– oder der ernüchternden Beschreibung des schmelzenden Eises am Nordpol. Durch Covid-19 wurde der geplante Ablauf gehörig gefährdet, auf diese Probleme geht Rex nicht nur im Verlauf des Tagebuchs, sondern auch in einem eigenen Kapitel ein: “Auf Messers Schneide”.⠀

    Er schildert dem Leser die Expedition anschaulich, bringt ihm allerlei damit verbundene Themen nahe und gibt auch einen Einblick in die Schönheit der Arktis. Fakten verschiedenster Art werden locker ins Tagebuch eingeflochten, wie zum Beispiel Informationen über das Nordlicht, das Leben an Bord, die verschiedenen an der Expedition beteiligten Personen oder die Andockmanöver mit anderen Eisbrechern.⠀

    Die Gestaltung des Buches:⠀

    Das Buch enthält zahlreiche exklusive Fotos von der Expedition, die den Text wunderbar ergänzen, dazu findet sich im Vorderdeckel eine Karte der Arktis mit Markierung des Expeditionsverlauf und im Rückdeckel eine Übersicht über das Forschungscamp auf der Scholle, mit den aufgebauten wissenschaftlichen Geräten. Es handelt sich hier aber nicht um einen Bildband! Die Bilder sind daher nicht auf Hochglanzpapier und auch nicht immer auf eigenen Seiten abgedruckt, sondern fügen sich in den Textfluss ein.⠀

    Farbig abgehobene Infokästen enthalten ergänzend zum Logbuch weitere wissenschaftliche, technische, oder politische Fakten, wie zum Beispiel Daten zum Schiff, Informationen zu verschiedenen Eisformen, Antworten auf Fragen wie “Was essen Polarfahrer?” oder “Wem gehört die Arktis?”. Diese Kästen muss man nicht unbedingt lesen, um das Logbuch an sich zu verstehen, sie sind nur ein Angebot für interessierte Leser*innen, die tiefer in die Materie eintauchen wollen.⠀

    Ein Register ermöglicht das Nachschlagen von Personen, Instituten, Fachbegriffen und diversen Schlagworten. Wie oben schon erwähnt, hätte ich mir dazu noch ein Abkürzungsverzeichnis gewünscht.⠀

    Fazit:⠀

    Am 20. September verließ die »Polarstern« den Hafen von Tromsö, um sich am Nordpol einfrieren zu lassen – an Bord Wissenschaftler aus 20 Nationen. Ziel war es, ein Jahr lang Daten zu sammeln und das System Zentralarktis zu erforschen, mit besonderem Augenmerk auf den Auswirkungen des Klimawandels. Expeditionsleiter Markus Rex berichtet im Logbuch der Expedition von Herausforderungen und Gefahren, aber auch vom Alltag auf der driftenden Eisscholle, die den Wissenschaftlern als Basis diente.⠀

    Das wirkt auf mich als Laiin wissenschaftlich fundiert, liest sich aber auch unterhaltsam – ein echtes modernes Abenteuer in der Tradition der großen Polarforscher des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Aber das Buch lässt einen auch nachdenklich und besorgt zurück, denn der Klimawandel scheint in Rex’ Aufzeichnungen mehr als offensichtlich…⠀

 

Die Worte des Windes: Fantasy-Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Die Worte des Windes: Fantasy-Roman' von Mechthild Gläser
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5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Die Worte des Windes: Fantasy-Roman"

Format:Broschiert
Seiten:464
EAN:9783743204560
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Rezensionen zu "Die Worte des Windes: Fantasy-Roman"

  1. Ein toller Jugend-Fantasyroman

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 26. Dez 2020 

    Ein weiteres Fantasy-Jugendbuch der Autorin, das mich verzaubern konnte.

    Sehr spannend hat es Mechthild Gläser hier verstanden, die Themen Magie und Hexenverfolgung und Klimawandel mit dem sagenumwobenen Atlantis zu vermengen und eine völlig neue Geschichte daraus zu erfinden. Das nenne ich mal eine interessante Mischung, die mir so nun wirklich noch nicht begegnet ist.

    Der Zauber der Geschichte entfaltet sich mit jeder Seite bis zum Ende hin mehr - mit viel Gefühl, Humor, aber auch Ernsthaftigkeit spinnt die Autorin ihre Geschichte von der verstoßenen Prinzessin Undina Severina Mare, die aus der versunkenen Stadt Atlantis stammt.

    Undina alias Robin lebt unerkannt unter den Menschen, und auch diese Gegenüberstellung von unserem ganz normalen, modernen Leben zu einer magischen, völlig geheimen Welt, die doch so sehr zusammen- und voneinander abhängen, ist einfach wunderbar geschrieben.

    Robin ist ein jugendliches Mädchen, das man einfach mögen muss, sie ist so wundervoll normal, wie man als magisches Wesen unter Menschen eben sein kann. Ohne eine kleine Romanze kommt auch "Die Worte des Windes" nicht aus - allerdings ist sie doch sehr dezent und altersgemäß gehalten, keine Sorge.

    Mechthild Gläser besticht in ihrem Roman mit genau dem richtigen Tempo - es ist bequem zu lesen, leicht nachvollziehbar, nicht zu oberflächlich, auch nicht zu komplex und hat keine Längen, die Handlung bewegt sich zügig am roten Faden vorwärts und hat absolut keine Längen, versteht immer wieder, zu überraschen, auch wenn es ein Stück weit nachvollziehbar ist, wo in etwa der Showdown hinführen wird, kann man doch lange nicht alle Details vorhersehen.

    Die eigentliche Geschichte ist mit vielen fantastischen Details ausgeschmückt, die Lust machen, sich in diese Welt hineinzuversetzen und sich voller Staunen umzuschauen - das Buch liest sich wie ein gut gemachter fantastischer Kinofilm, ich konnte mir die Animationen richtig vorstellen, angefangen beim Schwarmprinz bzw. dem Goldfisch namens Bo, den tollen Kesselbooten, den seltsamen Geschäften im Leuchtturm, die Stadt Atlantis, die Drachen, die Winde, was gibt es da nicht alles zu entdecken.

    Da kann man nur ins Staunen und Schwärmen kommen und schwupps, ist es auch schon wieder vorbei, obwohl es mit 460 Seiten doch schon eine ordentliche Buchlänge hat.

    Fazit: Wer sich von fantastischen Welten, gepaart mit unserer Realität, überzeugen lassen möchte, ist bei Mechthild Gläser immer richtig, und auch mit diesem Buch beweist sie wieder, dass ihr die Ideen nicht asugehen und sie durchaus Unterhaltung mit aktuellen, ernsten Themen vermischen kann. Spannend, unterhaltsam, überraschend - hier gibt es nichts zu bemängeln. 5/5 Sterne hat sich dieses Buch verdient.

 

Every Day For Future - das Bullet Journal

Buchseite und Rezensionen zu 'Every Day For Future - das Bullet Journal' von Josephine Jones
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Every Day For Future - das Bullet Journal"

Format:Kalender
Seiten:224
EAN:9783772444913
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Rezensionen zu "Every Day For Future - das Bullet Journal"

  1. Praktisch und mit vielen guten Anregungen

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 29. Okt 2020 

    Da ich a) noch einen neuen Planer brauchte, b) ein Fan von Bullet Journaling bin und c) mich bemühe, nachhaltiger zu leben, ist dieses Buch wie für mich gemacht! Der Planer ist übrigens undatiert (man trägt die Daten selber ein), so dass man jederzeit damit anfangen kann – für mich perfekt.⠀

    Noch ein Pluspunkt: der Planer ist sehr stabil. Die Deckel sind so dick, dass sie sich kein bisschen biegen oder knicken können, und halten sicher auch genug aus, um den Planer in der Handtasche zu transportieren. Außerdem finde ich den Stil von Illustratorin Josephine Schwan-Jones (kurz Josy Jones), die die Kalenderseiten und Illustrationen für dieses Bullet Journal gestaltet hat, optisch sehr ansprechend und dabei nahe dran am klassischen Bullet-Journal-Feeling.⠀

    Aber was ist Bullet Journaling überhaupt?⠀

    Erfinder Ryder Carroll sieht vor, dass man nur zwei Dinge dafür braucht: ein leeres Notizbuch und einen Stift. Man erstellt sich als Inhaltsverzeichnis eine schlichte Index-Seite ganz am Anfang, dann das sogenannte Future Log, in das man zukünftige Termine einträgt, und wahlweise Monats-, Wochen- und Tagesübersichten. Man hakt ab, was man erledigt hat oder verschiebt es auf einen anderen Termin, das ist alles ganz dynamisch und individuell.⠀

    In meiner aktuellen Monatsübersicht steht zum Beispiel: “☐ 29/10 Rezension Every Day for Future”. Anfang der Woche habe ich es in die Wochenübersicht übertragen und heute Morgen in die Tagesübersicht. Sollte ich es heute wider Erwartens nicht schaffen, werde ich das entsprechende Kästchen einfach nicht als erledigt abhaken, sondern mit einem Pfeil als verschoben markieren und zu einem anderen Termin in die Übersichten eintragen.⠀

    So schlicht das Prinzip ist, so genial ist es auch: es bietet genau das, was man braucht, nicht mehr und nicht weniger. Alles ist immer im Fluss.⠀

    “Every Day for Future” ist ein Bullet Journal ohne nötige Vorkenntnisse oder Mühe.⠀

    Es nimmt einem Arbeit ab, ohne das System weniger dynamisch zu machen: die typischen grundlegenden Bullet-Jounal-Seiten, wie die Index-Seite und die verschiedenen Übersichten, sind alle schon vorgegeben, in einem Stil, der charmant handgeschrieben und handgezeichnet aussieht. Man kann den Planer also direkt als Kalender benutzen, ohne das Geringste über Bullet Journaling zu wissen.⠀

    Aber es enthält auch genug leere Seiten (alle mit dezenten optischen Rahmen oder Illustrationen verschönt), dass man seine eigenen Übersichten, Informationen, Texte, Tracker, Grafiken etc. einbringen kann, wenn man das möchte.⠀

    Track your life:⠀

    Außerdem gibt es einige Seiten mit Vorlagen für sogenannte Tracker verschiedenster Art, die meist zum Thema Nachhaltigkeit passen. So kann ich damit zum Beispiel dokumentieren, wie oft ich selbst gekocht habe, statt mir unterwegs was zu kaufen oder kommen zu lassen und damit auch Müll zu verursachen, oder wie oft ich Wäsche am Ständer statt im Trockner trocknen lassen habe.⠀

    Oft gibt es dazu ergänzende Informationen und Tipps. Zum Beispiel folgt auf einen Tracker, mit dem man festhalten kann, wie oft man selbstgemachte oder herkömmliche Putzmittel verwendet hat, ein Rezept für Allzweckreiniger aus Zitrusfrüchten und Essig. Auch Rezepte für Kosmetik folgen ein paar Seiten später!⠀

    Schön sind auch die vielen anderen Anregungen, wie man das eigene Leben nachhaltiger gestalten kann. Mir gefiel zum Beispiel der Vorschlag, immer eine Tüte dabeizuhaben, wenn man das Haus verlässt, und hier und dort Müll aufzusammeln, der einem ins Auge fällt und der Umwelt und Tierwelt belastet.⠀

    Fazit⠀

    Dieser Planer ist perfekt, wenn man das dynamische und dabei einfache Kalendersystem des Bullet Journals ohne Vorkenntnisse oder Mühe nutzen möchte und sich vielleicht auch dafür interessiert, das eigene Leben nachhaltiger zu gestalten.⠀

    Einige der Tipps befolge ich zwar ohnehin schon, wie zum Beispiel, saisonales Obst und Gemüse aus der Region zu kaufen, aber es war auch viel dabei, dass ich jetzt versuche, umzusetzen. Zum Beispiel kaufe ich beim nächsten Einkauf ein halbes Kilo Zitronen und eine große Flasche günstigen Essig, um daraus Allzweckreiniger zu machen. (Bzw. ich lasse kaufen, ich bin gerade in Quarantäne.)⠀

    Ein kleines Manko: die Seiten des Buches sind nicht durchnummeriert, was für ein Bullet Journal unpraktisch ist, da man auf der Index-Seite einträgt, welches Thema auf welcher Seite zu finden ist. Aber es hat nicht lange gedauert, das handschriftlich selber nachzuholen.

 

Groß genug, die Welt zu retten

Buchseite und Rezensionen zu 'Groß genug, die Welt zu retten' von Loll Kirby
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5 von 5 (1 Bewertungen)

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Autor:
Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:32
Verlag:
EAN:9783458178835
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  1. Ein buntes Kinderbuch das anregt sich für die Umwelt einzusetzen

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 15. Sep 2020 

    Auf der ersten Seite lernt man die 12 Kinder kennen , die sich in diesem Buch für die Umwelt einsetzen . Auf jeder Doppelseite wird dann genau beschrieben wie das jeweilige Kind sich einsetzt . Es sind kinderfreundliche und leicht verständliche Texte mit schönen großen Zeichnungen . Einzelne Zeilen sind geschwungen so dass das Lesen nie langweilig wird . Auf der letzten Doppelseite gibt es noch zusätzlich Tipps , was der einzelne für die Umwelt tun kann z . B . Repariere deine Sache , wenn sie kaputt gehen . Dieses Buch regt an , selbst etwas für die Umwelt zu tun .

    Fazit : Das Cover ist bunt und voller Aktionen . Es macht auf sich aufmerksam . Der Titel ist hineingestanzt , er fällt dadurch auf . Das Buch ist groß , so dass auch Kinder die noch nicht lesen können sich auf die Bilder konzentrieren können . Auf der Innenseite sind die sie großzügig und bunt abgebildet . Dieses Buch eignet sich auch hervorragend zum vorlesen und erklären . Empfohlen wird das Buch für die Altersklasse von 4 - 10 Jahre .

 

Klara Katastrofee und das große Feen-Schlamassel (Klara Katastrofee 1)

Buchseite und Rezensionen zu 'Klara Katastrofee und das große Feen-Schlamassel (Klara Katastrofee 1)' von Britta Sabbag
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

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Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:128
Verlag:
EAN:9783845834320
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Rezensionen zu "Klara Katastrofee und das große Feen-Schlamassel (Klara Katastrofee 1)"

  1. Fee in Grün

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 10. Sep 2020 

    Klara ist eine Fee, die sich liebevoll um ein Kornblumenfeld und die Lebewesen darauf kümmert. Leider geht das mit dem Zaubern regelmäßig schief, so dass sie immer noch keine anerkannte Fee ist. Als ihr mal wieder ein Missgeschick passiert, lernt sie Oskar kennen, der sie mit in die Menschenwelt nimmt.
    Ich habe das Buch meiner Tochter vorgelesen und wir waren beide wirklich begeistert. Obwohl es gar kein so schmales Buch ist, waren wir im Nu durch und regelrecht traurig, als das letzte Kapitel vorbei war.
    Die Geschichte ist ein kleines Rundum-Paket: Wir haben viel gelacht, uns sehr über die wunderschönen und zahlreichen Bilder gefreut und spannend war die Geschichte außerdem. Das Thema Naturschutz, das natürlich Teil des Buches ist, wird sehr unaufdringlich behandelt und sehr geschickt in die Geschichte eingeflochten. Meine Tochter hat nur einmal gesagt, dass ganz schön viel Grün im Buch ist… ;-)
    Fazit: Klara Katastrofee hat bei uns die Großen und die Kleinen verzaubert und ich kann das Buch uneingeschränkt weiterempfehlen.

 

Pilzvergnügt

Buchseite und Rezensionen zu 'Pilzvergnügt' von Stefan Marxer
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

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Format:Kindle Ausgabe
Seiten:443
Verlag:
EAN:
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Rezensionen zu "Pilzvergnügt"

  1. Entdecke den Sammler in Dir - Auf zur Pilzjagd!

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 23. Aug 2020 

    In „Pilzvergnügt“ von Stefan Marxer dreht sich alles um Pilze. Egal ob Anfänger oder Pilzkenner – dieses Buch liefert neue Infos für Jedermann und macht Lust auf einen ausgedehnten Waldspaziergang. Eingeteilt ist es in 5 Teile: Motivation (warum Pilze sammeln großartig ist), Infos und Hintergründe über die Welt der Pilze, einen Sammelguide (wie man sich im Wald verhält), Pilzportraits sowie den besten Rezepten und Ideen zum haltbar machen der gesammelten Köstlichkeiten. Zudem enthält das Buch ein praktisches Booklet mit Pilzportraits für die Tasche.

    Da ich selber absoluter Newbie beim Pilze sammeln bin, habe ich in dem Buch wirklich viele neue Infos entdecken können. Besonders mochte ich, dass Stefan Marxer nicht ausschweifend schreibt, sondern alles auf den Punkt bringt. Das Buch bzw. die Komposition und Aufmachung der Seiten ist wirklich ästhetisch und eine Wohltat für das Auge. Es macht richtig Spaß das Buch zu lesen und in die Welt der Pilze einzutauchen. Auch die abgedruckten Fotos sind klasse. Viele zeigen Marxer und seine Freunde beim Sammeln oder auch mal Ausschnitte aus der Familie, wo das Pilze sammeln eine Tradition ist. Ich fand das total sympathisch.
    Der Pilzguide mit den Portraits enthält nur einen Ausschnitt der Pilzsorten die in Deutschland zu finden sind, das reicht aber allemal. Mich würde es eher überfordern, wenn ich zu viele Pilze kennenlerne. Lieber einige wenige und dafür gut beschrieben, damit man sich beim Sammeln sicher sein kann was man vor sich hat. Gut fand ich auch, dass immer auf etwaige giftige Verwechslungspartner hingewiesen wurde. Ob ich mich als Laie mit dem Buch sicher genug fühle, um sammeln zu gehen und meine Beute dann zu verspeisen, weiß ich nicht… aber durch das Buch weiß ich nun, dass es auch Pilzbeauftragte gibt, denen man seine Funde zeigen kann bevor man sie isst. Das werde ich wohl mal ausprobieren.
    Gut fand ich auch, dass man die Pilze nach Jahreszeit sortiert hat. Das macht es etwas einfacher zu suchen.

    In Summe muss ich sagen, dass ich echt beeindruckt bin. Das Buch ist super hochwertig und wundervoll gestaltet und könnte mich auch inhaltlich voll überzeugen. Zudem macht Marxer einen sehr sympathischen Eindruck und vor allem: Lust auf Pilzjagd!

 

Zugvögel: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Zugvögel: Roman' von Charlotte McConaghy
3.25
3.3 von 5 (4 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Zugvögel: Roman"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:400
Verlag:
EAN:9783103974706
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Rezensionen zu "Zugvögel: Roman"

  1. Eine Umweltschmonzette

    bewertet:
    2
    (2 von 5 *)
     - 12. Sep 2020 

    Dieses Buch erstaunt auf ganzer Linie. Es wollte wohl etwas Umweltdystopisches werden, hat aber ziemlich bald den Kurs verlassen und sich verlaufen. Was es letztendlich ist, kann ich gar nicht genau sagen. Auf jeden Fall spart es nicht mit großen Gefühlen.

    Da ist Franny, die tief trauert, die im Gefängnis war und die den Küstenseeschwalben folgt. Entgegen der Behauptung der Buchbeschreibung ist sie weder Ornithologin noch strebt sie irgendwelche tierschützenden Maßnahmen an. Sie hat ganz andere Gründe, sich in die Arktis aufzumachen. Das ist das Rätsel, das den Leser bei der Stange hält, während es hier auf mehreren Zeitebenen zur Sache geht. Es liegen so einige Rätsel auf dem Tisch. Nur werden die im Verlauf des Geschehens eher mehr als weniger.

    Die Reise und der Tierschutz sind eigentlich nur der Aufhänger, Frannys Vergangenheit und ihre große Liebe aufzuarbeiten, mit großen Gefühlen und einigem Pathos, wobei sie damit nicht alleine ist. Auch der Kapitän des Schiffes hat sein Päckchen zu tragen, hat riesige Hände und ist doch so hilflos.

    Was als abenteuerliche Dystopie begann mutiert zur allgemeinen Elegie über verlorene Liebe, Weltschmerz und das Sterben der Natur. An Dramatik und Kitsch wird nicht gespart. Zum Ende hin gibt es noch ein bisschen Action und eine halbgare Auflösung.

    Dieses Buch ist eine pathetisch geschriebene Schmonzette und tarnt das mit ordentlich Seeluft, ein bisschen Umweltkatastrophe und ganz viel Betroffenheit. Ich weiß nicht, womit ich gerechnet habe, damit auf jeden Fall nicht.
    Das Hörbuch wird sehr schön gelesen, dafür gibt es den zweiten Stern, allerdings keine Leseempfehlung.

  1. Es gibt keine Vögel mehr

    bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 01. Sep 2020 

    Kurzmeinung: Ganz nett - mit einer halbgaren Protagonistin

    Der Roman „Die Zugvögel“ setzt die Geschichte einer jungen Frau, Franny Stone, zwischen den Ländern Irland und Australien nach ihrer Herkunft fahndet, in einem dystopischen Zusammenhang. Der Fischbestand hat sich so weit verringert, dass es alsbald verboten wird, auf Fang zu gehen, es gibt quasi keine Vögel mehr und die restliche Tierwelt ist ebenso bedroht. Insoweit ist das Artensterben mit ein Thema.

    Die junge Protagonistin, von deren Leben man bruchstückhaft immer mehr erfährt, hat es sich in den Kopf gesetzt, mit einem Fischerboot den letzten Zug der Seeschwalben von der Artis zur Antarktis zu verfolgen. Für diesen Zweck reist sie zuerst an den Ort, von dem aus diese letzten, übriggebliebenen Tiere voraussichtlich starten, beringt sie und stattet sie mit einem Pfeilsender aus. Nun sucht sie nach einem Schiff, das ihr Vorhaben unterstützen wird und trifft auf eine mürrische Crew.

    Der Roman, der teilweise auf See spielt, wirkt exotisch. Dazu trägt die dystopische Sicht natürlich nicht wenig bei, aber auch die Figur der Fanny selbst, die, so wird dem Leser bald klar, ein Trauma zu überwinden hat, nachtgesichtig ist und schlafwandelt.

    Das Thema ist fesselnd, aber die Autorin hat auch so manche Längen im Roman stehen gelassen, der einfach manchmal auf der Stelle tritt. Die Protagonisten handeln für meinen Geschmack etwas zu traumwandlerisch.

    Fazit: Die etwas andere Dystopie, gleichwohl ist es eine.

    Kategorie: Dystopie
    Verlag: Fischer, 2020

  1. Die Frau mit den Wanderfüßen...

    bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 01. Sep 2020 

    Auf das Buch bin ich durch die hübsche Aufmachung aufmerksam geworden und nach der Leseprobe war klar, dass ich diesen Zukunftsroman unbedingt lesen möchte.

    In der Geschichte begleiten wir Franny in einer nicht allzu weit entfernten Zukunft, in der bereits zahlreiche Tierarten nicht mehr existieren. Sie beschließt den Küstenseeschwalben ein letztes Mal zu folgen. Wird diese Reise ihr Ende oder einen Neuanfang bedeuten?

    Zunächst einmal muss ich von dem unglaublich fesselnden Schreibstil der Autorin schwärmen. Sie hat so wundervolle sprachliche Bilder geschaffen, dass es einem sehr leicht fällt sich die Situationen vorzustellen.

    Während die erste Hälfte des Romans nur aus Mysterien und diversen Puzzlestücken eines Lebens besteht und man beim Lesen immer nur noch mehr Fragezeichen im Kopf tanzen hat, lösen sich diese nach und nach auf. Man beginnt zu verstehen, bekommt Vermutungen bestätigt oder widerlegt.

    Franny als Figur ist schon etwas anderes als du und ich. Ihre Kindheit war nicht die leichteste und die Vergangenheit verfolgt sie auf Schritt und Tritt. Ich brauchte recht lange, um emotional an sie heranzukommen und sie zu verstehen. Wahrscheinlich war dies von der Autorin so gewollt, dass die Hauptakteurin und der Roman an sich lange Zeit ein Rätsel bleiben.

    Die Crew auf dem Schiff war schon ein cooler, bunt gemischter Haufen, allerdings bleibt die Autorin bei diesen Nebenfiguren sehr an der Oberfläche.

    Als es zu den Auflösungen kommt, werden einem einige Überraschungen geboten, die man so in keinem Fall erwartet hat. Leider werden diverse Fragen gar nicht beantwortet, vieles auch recht unschlüssig aufgelöst. Irgendwie hat für mich so einiges logisch keinen Sinn ergeben.

    Zudem muss ich anmerken, dass ich beim Lesen zu keiner Zeit das Gefühl hatte, dass man sich in der Zukunft bewegt, da das Setting eher so dargestellt war wie unsere Gegenwart, wenn nicht sogar zwanzig Jahre zuvor.

    Fazit: Eine Roman, der mich sprachlich umgehauen hat, aber inhaltlich nicht vollends überzeugen konnte. Daher kann ich nur bedingt eine Leseempfehlung aussprechen.

  1. Unvergessliches, sehr emotionales Leseerlebnis

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 12. Aug 2020 

    MEINE MEINUNG
    Mit „Zugvögel” hat die australische Autorin Charlotte McConaghy einen bemerkenswerten Roman vorgelegt, der mit seiner erschütternden Thematik und Intensität unter die Haut geht und sehr nachdenklich stimmt. In ihrem Roman ist McConaghy ein abwechslungsreicher und faszinierender Genremix aus bewegendem Familiendrama, unterhaltsamen Abenteuerroman, wunderschönem Nature Writing, bedrückender „Climate Fiction“und schockierendem Endzeitroman gelungen.
    Behutsam führt uns die Autorin in das beklemmende und erschreckend realistisch wirkende Setting ihrer in einer nahen Zukunft angesiedelten Geschichte ein und es dauert eine Weile bis man voller Beklommenheit erkennt, dass wegen des Klimawandels nicht nur einzelne Tierarten vom Aussterben bedroht sind, sondern dass die komplette Tierpopulationen betroffen ist und Fische, Reptilien, Affen, Bären, Großkatzen oder Wölfe fast völlig aus ihrem Lebensraum verschwunden sind. Sogar Wälder stehen vor dem totalen Kollaps und werden in einigen Jahren nicht mehr existieren, so dass es Wartelisten für Naturliebhaber gibt, um diese noch ein letztes Mal besuchen zu dürfen. Im Mittelpunkt der Geschichte steht die etwas seltsame Protagonistin Franny Stone, die sich in den Kopf gesetzt hat, die letzten Küstenseeschwalben auf ihrer möglicherweise letzten beschwerlichen Reise von Grönland bis zur Antarktis zu folgen. Alles setzt sie daran, um an Bord der Saghani, eines der wenigen verbliebenen Fischereiboote, zu kommen sowie Kapitän und Crew davon zu überzeugen, den mit Peilsendern markierten Vögeln auf ihrer „Wanderung“ Richtung Süden zu folgen – in der Hoffnung, dass diese sie zu großen Fischschwärmen und einem ertragreichen Fang führen.
    Es dauerte eine ganze Weile, bis ich in die recht düstere Erzählung hineingefunden habe und insbesondere mit der sehr außergewöhnlichen Protagonistin und Ich-Erzählerin, ihrer zunächst unverständlichen Getriebenheit und ihren dunklen Geheimnissen warm wurde. Doch dann konnte ich mich der enormen Sogwirkung dieser eindringlichen, bisweilen verwirrenden und aufwühlenden Geschichte nicht mehr entziehen. Bald war ich völlig von der dichten, melancholischen Stimmung und den atemberaubenden Naturbeschreibungen gefesselt.
    Franny ist ein vielschichtiger, schwieriger und sehr ambivalenter Charakter, der von den Schatten der Vergangenheit gezeichnet ist und oft von ihren irritierenden Seelenzuständen und düsteren Obsessionen in die Tiefe gezogen wird. Sehr eindringlich bringt sie uns Frannys unentwegten Kampf gegen ihre inneren Dämonen näher und konfrontiert uns mit den Abgründen ihrer instabilen Psyche. Geschickt präsentiert die Autorin in den eingestreuten Rückblenden schrittweise Einblicke in Frannys tragische Vergangenheit und leidenschaftliche, impulsive Ehe mit dem Wissenschaftler Niall, so dass immer mehr Geheimnisse aber auch traumatische Ereignisse und Verluste ans Licht kommen. So beginnt man allmählich die Hintergründe für Frannys fatale „Wanderlust“ zu verstehen, bewundert ihre Stärke und leidet mit ihren Qualen. Schließlich begreift man auch den Beweggrund für ihre besessene Jagd nach den letzten Vögeln der Welt, mit der sie sich eine letzte Chance auf persönliche Erlösung und Selbstvergebung erhofft.
    Sehr faszinierend sind auch die übrigen, teilweise sehr exzentrischen Charaktere der Crew des Fischerboots, die auf ihre Weise alle sehr »speziell« und mit vielen Ecken und Kanten sind und ihre besondere Rolle während ihrer oft herausfordernden und lebensbedrohlichen Reise übernehmen.
    Die Autorin beendet ihren aufwühlenden und eindringlich geschriebenen Roman trotz aller Düsternis mit einem berührenden und hoffnungsvollen Ausklang, der sehr nachdenklich aber auch versöhnlich stimmt.

    FAZIT
    Ein eindringlicher, bewegender Roman mit einer aufwühlenden, sehr bemerkenswerten Geschichte und einer faszinierenden Heldin.
    Ein herausforderndes, aber unvergessliches Leseerlebnis!

 

Geheime Quellen: Commissario Brunettis neunundzwanzigster Fall

Buchseite und Rezensionen zu 'Geheime Quellen: Commissario Brunettis neunundzwanzigster Fall' von Leon, Donna
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Geheime Quellen: Commissario Brunettis neunundzwanzigster Fall"

Autor:
Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:320
Verlag:
EAN:9783257070996

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Rezensionen zu "Geheime Quellen: Commissario Brunettis neunundzwanzigster Fall"

  1. Etwas anders als die Vorgänger-Romane

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 01. Jun 2020 

    Plätscherten die letzten Brunetti-Romane Donna Leons lange vor sich hin, bevor sich so etwas wie ein Fall entwickelte, so kommt die Autorin dieses Mal schnell zur Sache. Der Commissario und seine Kollegin Griffoni werden in Hospiz gebeten, wo ihnen eine todkranke Frau offenbart, dass ihr kurz zuvor verstorbener Mann nicht das Opfer eines Motoradunfalls gewesen sei, sondern das eines Mordes. Zudem spricht sie von von schmutzigem Geld, das dieser vor seinem Tod erworben habe. Brunetti verspricht der Sterbenden, alles zu tun, um die Wahrheit ans Licht zu bringen. Doch die Faktenlage erweist sich als äußerst dünn, Brunnetti und Griffoni ermitteln mit tatkräftiger Unterstützung der ephemeren Senora Elletra und ihrer Computerkenntnisse und stoßen dabei auf Unregelmäßigkeiten bei Messungen von Wasserqualität, von denen der Ermordete offensichtlich Kenntnis hatte. Doch ist das ein ausreichendes Mordmotiv? Am Ende muss Brunetti einen teuflischen Deal eingehen, um es auf trumpisch zu sagen, der ihm zwar den Mörder liefert, aber ein vielleicht viel schlimmeres Täter Verbrechen ungeahndet bleiben lässt.

    Wie gesagt, anders als die Vorgänger nimmt dieser Roman rasch an Fahrt auf. Dennoch muss der geneigte Leser nicht auf die üblichen Gedanken Brunettis (oder Donna Leons) über den Zustand der italienischen Gesellschaft verzichten, ebenso wenig auf die Darstellung des wohltuend harmonischen Familienlebens der Brunettis. Lediglich das Essen kommt dieses Mal etwa kurz, aber wer vermisst das schon?

 

Geheime Quellen: Commissario Brunettis neunundzwanzigster Fall

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Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:320
Verlag:
EAN:9783257070996

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  1. Etwas anders als die Vorgänger-Romane

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 01. Jun 2020 

    Plätscherten die letzten Brunetti-Romane Donna Leons lange vor sich hin, bevor sich so etwas wie ein Fall entwickelte, so kommt die Autorin dieses Mal schnell zur Sache. Der Commissario und seine Kollegin Griffoni werden in Hospiz gebeten, wo ihnen eine todkranke Frau offenbart, dass ihr kurz zuvor verstorbener Mann nicht das Opfer eines Motoradunfalls gewesen sei, sondern das eines Mordes. Zudem spricht sie von von schmutzigem Geld, das dieser vor seinem Tod erworben habe. Brunetti verspricht der Sterbenden, alles zu tun, um die Wahrheit ans Licht zu bringen. Doch die Faktenlage erweist sich als äußerst dünn, Brunnetti und Griffoni ermitteln mit tatkräftiger Unterstützung der ephemeren Senora Elletra und ihrer Computerkenntnisse und stoßen dabei auf Unregelmäßigkeiten bei Messungen von Wasserqualität, von denen der Ermordete offensichtlich Kenntnis hatte. Doch ist das ein ausreichendes Mordmotiv? Am Ende muss Brunetti einen teuflischen Deal eingehen, um es auf trumpisch zu sagen, der ihm zwar den Mörder liefert, aber ein vielleicht viel schlimmeres Täter Verbrechen ungeahndet bleiben lässt.

    Wie gesagt, anders als die Vorgänger nimmt dieser Roman rasch an Fahrt auf. Dennoch muss der geneigte Leser nicht auf die üblichen Gedanken Brunettis (oder Donna Leons) über den Zustand der italienischen Gesellschaft verzichten, ebenso wenig auf die Darstellung des wohltuend harmonischen Familienlebens der Brunettis. Lediglich das Essen kommt dieses Mal etwa kurz, aber wer vermisst das schon?

 

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