Geheime Quellen: Commissario Brunettis neunundzwanzigster Fall

Rezensionen zu "Geheime Quellen: Commissario Brunettis neunundzwanzigster Fall"

  1. Etwas anders als die Vorgänger-Romane

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 01. Jun 2020 

    Plätscherten die letzten Brunetti-Romane Donna Leons lange vor sich hin, bevor sich so etwas wie ein Fall entwickelte, so kommt die Autorin dieses Mal schnell zur Sache. Der Commissario und seine Kollegin Griffoni werden in Hospiz gebeten, wo ihnen eine todkranke Frau offenbart, dass ihr kurz zuvor verstorbener Mann nicht das Opfer eines Motoradunfalls gewesen sei, sondern das eines Mordes. Zudem spricht sie von von schmutzigem Geld, das dieser vor seinem Tod erworben habe. Brunetti verspricht der Sterbenden, alles zu tun, um die Wahrheit ans Licht zu bringen. Doch die Faktenlage erweist sich als äußerst dünn, Brunnetti und Griffoni ermitteln mit tatkräftiger Unterstützung der ephemeren Senora Elletra und ihrer Computerkenntnisse und stoßen dabei auf Unregelmäßigkeiten bei Messungen von Wasserqualität, von denen der Ermordete offensichtlich Kenntnis hatte. Doch ist das ein ausreichendes Mordmotiv? Am Ende muss Brunetti einen teuflischen Deal eingehen, um es auf trumpisch zu sagen, der ihm zwar den Mörder liefert, aber ein vielleicht viel schlimmeres Täter Verbrechen ungeahndet bleiben lässt.

    Wie gesagt, anders als die Vorgänger nimmt dieser Roman rasch an Fahrt auf. Dennoch muss der geneigte Leser nicht auf die üblichen Gedanken Brunettis (oder Donna Leons) über den Zustand der italienischen Gesellschaft verzichten, ebenso wenig auf die Darstellung des wohltuend harmonischen Familienlebens der Brunettis. Lediglich das Essen kommt dieses Mal etwa kurz, aber wer vermisst das schon?

 

Geheime Quellen: Commissario Brunettis neunundzwanzigster Fall

Rezensionen zu "Geheime Quellen: Commissario Brunettis neunundzwanzigster Fall"

  1. Etwas anders als die Vorgänger-Romane

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 01. Jun 2020 

    Plätscherten die letzten Brunetti-Romane Donna Leons lange vor sich hin, bevor sich so etwas wie ein Fall entwickelte, so kommt die Autorin dieses Mal schnell zur Sache. Der Commissario und seine Kollegin Griffoni werden in Hospiz gebeten, wo ihnen eine todkranke Frau offenbart, dass ihr kurz zuvor verstorbener Mann nicht das Opfer eines Motoradunfalls gewesen sei, sondern das eines Mordes. Zudem spricht sie von von schmutzigem Geld, das dieser vor seinem Tod erworben habe. Brunetti verspricht der Sterbenden, alles zu tun, um die Wahrheit ans Licht zu bringen. Doch die Faktenlage erweist sich als äußerst dünn, Brunnetti und Griffoni ermitteln mit tatkräftiger Unterstützung der ephemeren Senora Elletra und ihrer Computerkenntnisse und stoßen dabei auf Unregelmäßigkeiten bei Messungen von Wasserqualität, von denen der Ermordete offensichtlich Kenntnis hatte. Doch ist das ein ausreichendes Mordmotiv? Am Ende muss Brunetti einen teuflischen Deal eingehen, um es auf trumpisch zu sagen, der ihm zwar den Mörder liefert, aber ein vielleicht viel schlimmeres Täter Verbrechen ungeahndet bleiben lässt.

    Wie gesagt, anders als die Vorgänger nimmt dieser Roman rasch an Fahrt auf. Dennoch muss der geneigte Leser nicht auf die üblichen Gedanken Brunettis (oder Donna Leons) über den Zustand der italienischen Gesellschaft verzichten, ebenso wenig auf die Darstellung des wohltuend harmonischen Familienlebens der Brunettis. Lediglich das Essen kommt dieses Mal etwa kurz, aber wer vermisst das schon?

 

Palmen am Nordpol: Alles über den Klimawandel

Rezensionen zu "Palmen am Nordpol: Alles über den Klimawandel"

  1. Super informativ und perfekt für Kinder

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 04. Mai 2020 

    „Palmen am Nordpo - Alles über den Klimawandel“ von Marc ter Horst mit den Illustrationen von Wendy Panders ist am 18.01.2020 beim Thieneman-Esslinger Verlag erschienen. Es ist ein Sachbuch für Kinder ab 10 Jahren. Hier erfahren die Kinder nicht nur alles über den aktuellen Klimawandel und dessen Auswirkungen, sondern lernen die Erde und das Klima von Anbeginn der Zeit kennen. Es beginnt damit, wie die Erde entstanden ist. Es geht auch um die verschiedenen Zeiten wie zum Beispiel die Eiszeit. Die Auswirkungen des Klimawandels auf Menschen und Tiere wird auch ausführlich besprochen. Wir lernen viel über die Energiequellen und was wir selbst tun können. Das ganze wird mit schönen und anschaulichen Illustrationen unterstützt.

    Fazit: Ein sehr schönes Buch für Kinder und die Eltern! Für unter 10 jährige ist es nur begrenzt etwas, da hier schon ein bisschen Verständnis gebraucht wird und auch ein paar schwierigere Themen so gut wie möglich kindgerecht erklärt wird. Definitiv eins der besten Kindersachbücher zum Thema Klimawandel.

 

Histaminintoleranz aus einem völlig neuen Blickwinkel

Buchseite und Rezensionen zu 'Histaminintoleranz aus einem völlig neuen Blickwinkel' von Schweigler, Dirk
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Format:Taschenbuch
Seiten:174
EAN:9783750452664
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Rezensionen zu "Histaminintoleranz aus einem völlig neuen Blickwinkel"

  1. Ein wertvoller Ratgeber

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 03. Mai 2020 

    Mit diesem wertvollen Ratgeber gibt der Autor Dirk Schweigler fundierte und wichtige Einblicke in das Thema Histaminintoleranz. Neue und verschiedene Blickwinkel auf das Thema Histamin zeigen mögliche Ursachen und Heilungswege auf.
    Das Buch ist sinnvoll gegliedert in vier Kapitel, die jeweils noch unterteilt sind. Man erfährt, was Histamin ist, was man trotz einer Histaminintoleranz essen darf, welche Diagnosen und Therapien es gibt sowie tolle Tipps und Tricks für den Alltag.
    Der Schreibstil ist leicht verständlich und interessant. Ich fühlte mich durch die vielen Informationen bestens aufgeklärt, alles wurde auch für Laien prima beschrieben.
    Ich habe das Buch voller Interesse gelesen, obwohl bei mir keine Histaminintoleranz diagnostiziert ist. Doch das Wissen darum ist für Jedermann interessant, insbesondere wenn man vielleicht unter manchen körperlichen Reaktionen nach dem Essen leidet.
    Sehr spannend fand ich z.B. die Beschreibungen der unterschiedlichen Symptome oder auch die verschiedenen Wege der Diagnose. Das Augenmerk wurde hierbei auf die Ursachen gelegt, anstatt nur die Symptome zu lindern.

    Ein wertvoller Ratgeber zu einem wichtigen gesundheitlichen Thema. Ich vergebe 5 von 5 Sternen.

 

#klimaretten: Jetzt Politik und Leben ändern

Rezensionen zu "#klimaretten: Jetzt Politik und Leben ändern"

  1. Teilweise aufschlussreich, andererseits sehr ermüdend geschriebe

    bewertet:
    2
    (2 von 5 *)
     - 31. Mai 2020 

    Ich fange mal mit dem Positiven an. Es gibt einige interessante Aspekte in dem Buch, vor allem wenn der Autor Zahlen nennt und man eine Ahnung von den Größenordnungen bekommt. Das war manchmal überraschend und sehr aufschlussreich. Wie etwa der beispielhafte Vergleich der gesamten CO2-Emissionen eines Diesel-Autos und eines Elektro-Autos. Grießhammer beschreibt in #klimaretten vor allem die aktuelle Situation bezüglich der Energienutzung, -gewinnung, des Verkehrs und der Ernährung und geht auf die erwünschten Veränderungen ein. Oft wird nicht nur das Ziel eines klimaneutraleren Lebens genannt, sondern auch Vorschläge zu dem Weg dorthin gegeben. Vieles kann jeder Einzelne ändern, aber es wird auch klar, dass vieles von Gesetzen, Bestimmungen, Subventionen/Förderungen abhängt, was nur die Politik ändern kann.
    Oft sind in den Kapiteln Links zum Weiterinformieren aufgezählt. Am Ende sind in einem Glossar Definitionen und physikalische Einheiten zu finden. Ein Stichwortverzeichnis erleichtert das Finden bestimmter Themen.

    Jetzt zum Negativen. Die Einleitung, die fast ein Viertel des gesamten Buches ausmacht, war durch viele Wiederholungen sehr langweilig. Zudem ist der Autor hier sehr wertend, aber dies nicht auf eine sachliche, sondern sehr vorwurfsvollen und anklagenden Art. So verbittert, dass man sich fragt, wieso er nicht selbst in die Politik geht und etwas ändert, statt nur alles zu kritisieren. Rainer Grießhammer ist Professor für Nachhaltige Produkte an der Universität Freiburg, war langjähriger Geschäftsführer des Öko-Instituts und Mitglied im "Wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung für globale Umweltänderungen". Lassen wir das mal so stehen.

    Manchmal werden Behauptungen aufgestellt, dass etwas so sei, aber nicht erklärt wieso das so sein soll oder es werden sehr allgemein gehaltene Formulierungen verwendet mit denen man nichts anfangen kann. Auch kommt es vor, dass von falschen Informationen ausgegangen wird, dass z. B. etwas überall so sei. An anderen Stellen wird mir zu viel dramatisiert und Effekthascherei betrieben. Wenn man zu oft "(!)" in den Text einbaut, verliert es seine Wirkung. Auch wenn man eine Zahl in Ziffern nochmals ausschreibt unterstreicht das nicht die große schockierende Erkenntnis, wie hoch die Zahl doch ist. Eher hatte ich das Gefühl, dass der Autor mich für zu blöd hält, diese Zahl aussprechen bzw. lesen zu können. Vielleicht hat Grießhammer das auch bemerkt, denn weiter hinten im Buch wird nicht mehr zu diesen Mitteln gegriffen.

    Manchmal bedient er sich der Schönrednerei oder fokussiert sich auf die Vorteile, wobei er die Nachteile unter den Tisch fallen lässt. Denn was bringt zum Beispiel die Tatsache, dass nicht nur die Bahn, sondern auch der Flugverkehr oft Verspätung hat? Wie viele Menschen fliegen denn jeden Tag zur Arbeit und wie viele sind jeden Tag ohne Auto auf die Bahn angewiesen?

    Was mich am meisten genervt hat und wodurch ich nur sehr widerwilig zum Buch gegriffen habe, ja micht fast schon zwingen musste, sind die vielen, vielen Wiederholungen. Mal innerhalb eines Kapitels, mal von vielen Seiten zuvor. Das Lesen wird dadruch sehr anstrengend und ermüdend. Wenn es nicht ein Buch über die Maßnahmen zum Aufhalten der Klimaerwärmung gewesen wäre und ich mich nicht dafür interessieren würde, hätte ich es längst abgebrochen. Des Öfteren treten Rechtschreib- bzw. Tippfehler auf. Nicht übermäßig oft, aber doch so häufig, dass sie gestört haben und ich mich fragte, ob der Autor das Geschriebene nochmals durchgelesen hat. Das würde auch die sehr, sehr vielen Wiederholungen erklären.
    Und zu guter Letzt muss ich noch erwähnen, dass ich beim Lesen immer wieder über die gendergerechte Schreibweise gestolpert bin. Ist wohl Geschmackssache, aber mich stört es immer ungemein im Lesefluss.

    Fazit:

    Es gibt viele interessante und aufschlussreiche Aspekte über die aktuelle Situation. Neben dem gewünschten Ziel eines klimaneutraleren Lebens werden auch Vorschläge für die Umsetzung gegeben. Allerdings sind die Vorschläge nicht an allen Stellen durchdacht und durch die sehr vielen Wiederholungen liest man nur sehr widerwillig weiter. Wenn man sich für das Thema interessiert, findet man bestimmt Bücher, die besser geschrieben sind als dieses.
    Oft tritt die Aufforderung "frag/sag deine(n) Eltern" auf, weswegen Jugendliche (speziell die Fridays For Future-Aktivisten) die Zielgruppe sind, was für mich weniger ansprechend war.

  1. Jeder kann zum #klimaretten etwas beitragen

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 04. Mai 2020 

    „#klimaretten“ von Rainer Grießhammer ist am 6.02.2019 bei Lambertus erschienen. Wie der Titel des Buches schon verrät geht es um den Klimawandel und was wir dafür tun können. Dass wir etwas gegen den Klimawandel tun müssen, ist mittlerweile den meisten Menschen bewusst oder zumindest bekannt. In diesem Buch findet man nochmal sehr viele Informationen dazu. Ich hatte mir ein bisschen was anderes von diesem Buch erhofft. Hier werden hauptsächliche viele trockene Zahlen und Fakten aufgezählt. Natürlich ist das auch wichtig zu wissen, aber mir war es ein bisschen zu viel. Ziemlich hart für einem der Autor, was alles zum Klimawandel dazu gehört und das die meisten Menschen ihr Denken und Handeln umstellen müssen. Dazu gehört zum Beispiel auch der Fleischkonsum. Er zeigt einem, dass viel mehr als die offensichtlichen Dinge zum Klimawandel beibringen und dass sich das schleunigst zu ändern hat.
    Fazit: Wer mehr über den Klimawandel und die harten Fakten und Zahlen wissen möchte, ist hier genau richtig. Jeder kann noch an sich arbeiten und bekommt dies auch deutlich im Buch aufgezeigt.

  1. #augenöffnend

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 16. Mär 2020 

    In dem Buch #klimaretten von Rainer Grießhammer geht es um die Klimakrise, insbesondere welche stringenten Maßnahmen notwendig sind, um die Klimaerwärmung und ihre Folgen zu stoppen. Neben einer ausführlichen Einleitung rund um aktuelle Umweltschutzbewegungen (z.B. Fridays for Future) und politische Rahmenbedingungen und Maßnahmenpakete, geht der Autor auch auf die Verantwortung jedes einzelnen Bürgers ein. Fokussiert werden dabei die Bereiche Energie, Verkehr & Mobilität, Landwirtschaft & Ernährung und Wohnen. Zu jedem Bereich werden umfassende Hintergrundinformationen zur Verfügung gestellt und die aktuellen politischen Rahmenbedingungen beleuchtet und in Frage gestellt. Darüber hinaus findet sich zu jedem Thema ein Abschnitt im Buch, in dem man seine eigene klima(un)freundlichkeit messen bzw. testen kann. Für besonders engagierte Klimaretter*innen werden Argumente zur Verfügung gestellt, mit denen man nicht nur sich selber, sondern auch sein Umfeld überzeugen kann sich klimafreundlicher zu verhalten.
    Ich finde das Buch sehr gelungen. Der Schreibstil ist sehr gut zu lesen und zu komplexeren Themen werden Tabellen und oder Grafiken zur Verfügung gestellt. Ich selber habe immer angenommen mich sehr klimafreundlich zu verhalten und gut informiert zu sein. Das Buch hat mich eines Besseren belehrt. Zum einen waren mir die aktuellen politischen Diskussionen und Stand der Technik nicht annähernd in dieser Tiefe bekannt, wie sie im Buch zu finden sind. Zum anderen stellt Herr Grießhammer einige Vergleiche an, die einem durchaus zu denken geben können. Zum Beispiel, dass eine Fernreise nach Australien etwa 500.000 verbrannten Plastiktüten entspricht. Ich glaube das ist den wenigsten bewusst! Mir war es das zumindest nicht. Auch sehr gut fand ich, dass es bestimmte Themen gab, die in extra Blöcken und grün markiert unabhängig vom Rest gelesen werden können. Dort gab es meist Tipps, wie man sein eigenes Verhalten oder Rahmenbedingungen einfach verbessern kann. Bei Änderungen bei denen Investitionskosten anfallen, rechnet Rainer Grießhammer dem Leser freundlicherweise schon die mittelfristige bis langfristigen Einsparpotenziale vor. Das ein oder andere ist sicherlich gut umzusetzen, bei manchen Tipps musste ich schmunzeln. Beispielsweise beim Thema Wohnraum. Die pro Kopf qm Wohnfläche hat sich seit 2060 mehr als verdoppelt (damals etwa 20 qm und heute etwa 45 qm pro Kopf) und viele Leute pendeln sehr weit, was hohe Emissionen verursacht. Grießhammer rät dazu, seinen Wohnraum zu reduzieren, in einem Passivhaus zu wohnen und nah an den Arbeitsort zu ziehen, oder zumindest an einen Ort mit guter ÖPNV Anbindung, damit man autolos zur Arbeit kann (noch besser Fahrrad). Da musste ich echt schmunzeln. Fachlich sicherlich richtig und sinnvoll, für jemanden der im Großraum Frankfurt, Berlin oder München arbeitet aber leider schwer möglich, außer man ist reich. Zudem hat sich aus meiner Sicht der Wohnraum pro Kopf nicht nur wegen des rasanten Konsumanstiegs erhöht, sondern auch weil Wohnräume heutzutage anders genutzt werden. 1960 gab es beispielsweise nicht die Notwenigkeit ein Arbeitszimmer einzurichten, heutzutage ist das Gang und gebe und eine Möglichkeit für Homeoffice oder Telearbeit wird erwartet. An der Stelle hätte ich mir noch etwas mehr Tiefgang des Buches gewünscht. Insbesondere wäre es interessant gewesen was besser wäre: Fahren ins Office oder größere Wohnung wegen Arbeitszimmer?
    Schön fand ich die konkreten Tipps und Infos zum Thema Umwelt und Ernährung. Unter anderem wurden bestimmte Apps, Communities und Instagram-Profile empfohlen, die ich mir postwendend angesehen habe. Das ein oder andere werde ich gerne unterstützen. Auch das ganze Thema Sozialverträglichkeit und Umweltschutz hat der Auto wirklich gut erklärt und aus meiner Sicht auch überzeugend dargestellt, wie das funktionieren kann. Was mir noch nicht 100% klar ist, bzw. wo man meines Erachtens noch mal einen schärferen Blick hätte setzen können, ist unser Wirtschaftssystem an sich. Grießhammer mahnt zur nachhaltigen Lebensweise, Dinge benutzen bis sie kaputtgehen, weniger Konsum etc. Wie passt das denn zum Mähr des ewigen Wachstums und Produktivität? Steht das nicht im direkten Konflikt?
    Alles in allem gibt es von mir eine klare Kaufempfehlung. Es hat richtig Spaß gemacht mich von Kapitel zu Kapitel zu hangeln und ich habe viel dazu gelernt. Insbesondere nimmt Rainer Grießhammer nicht nur die Politik bezüglich der Rahmenbedingungen in die Pflicht, sondern JEDEN einzelnen. Das finde ich nur gut und richtig. Aus meiner Sicht sollten mehr Leute dieses Buch lesen und sich vor Augen führen lassen, was sie vielleicht alles noch nicht für die Umwelt tun, aber leicht ändern könnten. #kaufen

 

Die goldene Stadt

Rezensionen zu "Die goldene Stadt"

  1. Entdecker im fernen Peru

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 13. Feb 2020 

    Im 19. Jahrhundert wächst in Uerdingen August Berns als Sohn eines Weinhändlers auf und merkt schon im Kindesalter, dass es ihn aus der engen Welt des Niederrheins in ganz andere Welten zieht. Die Gold und noch viele Entdeckungen verheißende Welt von Peru hält ihn in Gedanken gefangen und kann ihn seinen als allzu trüb empfundenen Alltag nur mit Mühsal überstehen lassen. Sobald sich eine Gelegenheit ergibt, begibt er sich dann wirklich auf die abenteuerliche Reise in das verheißungsvolle Land. In Peru angekommen, lässt er sich komplett auf diese neue Heimat ein, arbeitet in der Armee und beim Eisenbahnbau, immer aber bleibt er getrieben von seinem Bestreben, in unbekannte Gefilde aufzubrechen, an Orte, an denen er die goldene, vergessene Stadt der Inkas vermutet.
    Durch intensive historische Recherche, Kombinationsgabe und Intuition findet er tatsächlich auf gefährlichen Missionen und meist auf sich allein gestellt die Ruinenstadt, die wir heute als Machu Picchu kennen. Aber auch der Weg von der Entdeckung der Ruinen bis zur „Erschließung“ dieser großartigen Stätte bleibt ein steiniger und gerade für einen Einzelgänger wie Berns ungemein herausfordernder Weg. Und so bleibt Berns Entdeckung und Berns als Entdecker noch lange unbekannt und unbeachtet. Als Entdecker der Inkastadt in der unzugänglichen Bergwelt der Anden gilt deshalb auch gemeinhin Hiram Bingham, der die Stadt sehr viel später (noch einmal) finden sollte, und nicht der Deutsche August Berns.
    Sabrina Janesch hat 2017 einen Roman geschrieben, in dem die wahre Geschichte der Entdeckung (durch August Berns) geschildert wird und dem Leben dieses Entdeckers von seiner Kindheit in Uerdingen bis zu seinen peruanischen Abenteuern nachgespürt wird. Eine umfangreiche Recherchearbeit von Solingen bis Peru und Panama steckt in diesem Roman, der ein sehr lebendiges Bild von den Herausforderungen des Reisens ins Unbekannte in diesen Zeiten vermitteln kann. Sabrina Janesch schafft es mit dem Roman, den Leser die mit der Entdeckung Maccu Picchus verbundenen Abenteuer nachspüren zu lassen. Es ist ein Leseabenteuer, das den Leser mitnimmt auf die Höhenzüge der Anden, in die vom Dschungel überwachsenen Ruinen und die unzugänglichen, feuchtheißen Dschungelgegenden.
    Eine wirkliche Lesereise, die glaubwürdig ein unglaubliches Leben erzählt und die von mir gern 4- bis 5 Sterne erhält.

 

Wir sind das Klima!: Wie wir unseren Planeten schon beim Frühstück retten können

Buchseite und Rezensionen zu 'Wir sind das Klima!: Wie wir unseren Planeten schon beim Frühstück retten können' von Jonathan Safran Foer
NAN
(0 Bewertungen)

Wie wir unseren Planeten schon beim Frühstück retten können
Gebundenes Buch
Jonathan Safran Foer schafft es erneut, uns ein komplexes Thema wie die Klimakrise so nahe zu bringen wie niemand sonst. Und das Beste: Einen Lösungsansatz liefert er gleich mit.
Mit seinem Bestseller "Tiere essen" hat Jonathan Safran Foer weltweit Furore gemacht: Viele seiner Leser wurden nach der Lektüre Vegetarier oder haben zumindest ihre Ernährung überdacht. Nun nimmt Foer sich des größten Themas unserer Zeit an: dem Klimawandel. Der Klimawandel ist zu abstrakt, deshalb lässt er uns kalt. Foer erinnert an die Kraft und Notwendigkeit gemeinsamen Handelns und führt dazu anschaulich viele gelungene Beispiele an, die uns als Ansporn dienen sollen. Wir können die Welt nicht retten, ohne einem der größten CO2- und Methangas-Produzenten zu Leibe zu rücken, der Massentierhaltung. Foer zeigt einen Lösungsansatz auf, der niemandem viel abverlangt, aber extrem wirkungsvoll ist: tierische Produkte nur einmal täglich zur Hauptmahlzeit.
Foer nähert sich diesem wichtigen Thema eloquent, überzeugend, sehr persönlich und mit wachem Blick und großem Herz für die menschliche Unzulänglichkeit. Und das Beste: Seinen Lösungsansatz können Sie gleich in die Tat umsetzen.

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:336
EAN:9783462053210
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