Hündin: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Hündin: Roman' von Pilar Quintana
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Hündin: Roman"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:151
EAN:9783351038236
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Rezensionen zu "Hündin: Roman"

  1. Wünsche

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 30. Dez 2020 

    Ein intensives und schmerzhaftes Leseerlebnis ist das Buch "Hündin"! Die 1972 geborene Pilar Quintana, eine kolumbianische Autorin, scheint eine höchst interessante Stimme Lateinamerikas zu sein. Denn die Intensität, die sie mit diesem kleinen Büchlein erreicht, ist bewundernswert! Es geht um Wünsche und deren verzerrte Erfüllung. Gleichzeitig ist dieses Buch auch ein Portrait der ärmeren und bildungsferneren Schichten Kolumbiens und bietet damit Einblicke in eine ferne Welt. Interessant gemacht ist dieses Buch!

    Wir befinden uns in einem kleinen Dorf an der Pazifikküste Kolumbiens. Eine wirklich weit entfernte Welt. Eine tropische Welt. Urwald. Meer. Strand. Verlockend. Und dazu die Armut in dem kleinen Dorf. Weniger verlockend. Die Gefahr, die in der Armut liegt. Und die Gefahr, die in der tropischen Natur liegt. Beängstigend.

    Damaris, eine schwarze Frau in den Vierzigern lebt mit Rogelio zusammen. Mehr schlecht als recht kommen sie klar. Ihr Zusammenleben prägt neben den wirtschaftlichen Sorgen auch ein starker Kinderwunsch von Damaris und ebenso wird klar, dass es zwischen beiden Eheleuten schon eine gewisse Distanz gibt. Schon Schamanen wurden zur Erfüllung des Kinderwunsches konsultiert, aber nichts half bisher. Eine Nähe zu den indigenen Gedankenwelten ist damit auch gegeben. Das ist etwas, was in Lateinamerika oft vorkommt. Dann erhält Damaris die Möglichkeit einen Hundewelpen aufzuziehen und projiziert in dieses Wesen ihre Wünsche. Sie nennt das Tier wie ihr ungeborenes Kind. Doch das Tier kann die Wünsche von Damaris nicht bedienen und eine tiefe Enttäuschung baut sich auf. Eine Enttäuschung, die ein Ventil braucht und findet.

    Es ist erstaunlich was Pilar Quintana alles auf diesen wenigen Seiten unterbringt. Sicher ist sie eine Autorin, von der noch einiges kommen wird. Ich warte darauf!

 

Heldentage: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Heldentage: Roman' von Sabine Raml
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Heldentage: Roman"

Autor:
Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:304
Verlag: Heyne
EAN:9783453269606
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Rezensionen zu "Heldentage: Roman"

  1. Sehr spannend.

    5
    (5 von 5 *)
     - 08. Jul 2020 

    Anhand des Klappentextes dachte ich mir, es sei ein spanneder Roman und malte mir vor, das es irgend wie um die Volljährigkeit, doch was dann kam, war sehr überraschend. Der Klappentext hat für mich sehr neugierig auf mehr gemacht und ich hatte schon gewisse Erwartungen gehabt.

    Das Buchcover ist sehr schön gestaltet. Sehr bunt und schöne Farben. Ich hätte es sofort in den Warenkorb getan ohne zu wissen worum es geht, was ich ja immer tue.

    Es geht um Lea, die 15 ist und sich sehnlichst darauf wartet, endlich erwachsen zu werden um endlich aus ein Haus abzuhauen. Sie hat eine beste Freundin Pola und Lea ist verknallt in ihrem Typen. Doch ihre Mutter hat Probleme, die Lea sich kümmert und nicht um ihre Teenager zeit geniesst.

    Jeder braucht diese eine Freundin, die aus der scheisse raus ziehen lässt und für einen da ist, wenn man nicht glücklich ist. Lea hat totale Probleme mit ihrer Mutter und hatte angst ihre Freundin, die Wahrheit zu sagen. Sie ist überfordert und Mutter ist Alkoholkrank. Die Geschichte ist aus der Sicht von Lea geschrieben, in der Ichperspektive und es ist sehr flüssig. Geschrieben.

    Ich hatte natürlich andere Erwartungen, die nicht erfüllt wurden sind, was aber nicht schlimm war, denn so lernte man Lea besser kennen und erfährt wie sie tickt und denkt und fühlt. Alles in allem eine sehr traurige Geschichte.

 

Porzellankind: Thriller

Buchseite und Rezensionen zu 'Porzellankind: Thriller' von Myriane Angelowski
NAN
(0 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Porzellankind: Thriller"

Ellis ist ein phantasievolles Kind. Leise und einsam bewegt sie sich durch die Villa der Eltern. Denn ihre Mutter erträgt keine Nähe. Und keinen Lärm. Ellis’ Bruder ist ein Schreikind. Sein Gebrüll wird zur familiären Belastung – bis er schließlich für immer verstummt. Was ist geschehen? Schritt für Schritt entwickelt sich zwischen Ellis und ihrer Mutter ein verstörendes Intrigenspiel, bis Ellis erkennt, dass es mehr als eine Wahrheit gibt. Sie beschließt, abzurechnen. Bedingungslos ...

Format:Taschenbuch
Seiten:288
Verlag: Emons Verlag
EAN:9783740806071
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Becoming

Buchseite und Rezensionen zu 'Becoming' von Michelle Obama
NAN
(0 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Becoming"

An intimate, powerful, and inspiring memoir by the former First Lady of the United States.

In a life filled with meaning and accomplishment, Michelle Obama has emerged as one of the most iconic and compelling women of our era. As First Lady of the United States of America - the first African American to serve in that role - she helped create the most welcoming and inclusive White House in history while also establishing herself as a powerful advocate for women and girls in the United States and around the world, dramatically changing the ways that families pursue healthier and more active lives and standing with her husband as he led America through some of its most harrowing moments. Along the way, she showed us a few dance moves, crushed Carpool Karaoke, and raised two down-to-earth daughters under an unforgiving media glare. 

In her memoir, a work of deep reflection and mesmerizing storytelling, Michelle Obama invites listeners into her world, chronicling the experiences that have shaped her - from her childhood on the South Side of Chicago to her years as an executive balancing the demands of motherhood and work to her time spent at the world's most famous address. With unerring honesty and lively wit, she describes her triumphs and her disappointments, both public and private, telling her full story as she has lived it - in her own words and on her own terms. Warm, wise, and revelatory, Becoming is the deeply personal reckoning of a woman of soul and substance who has steadily defied expectations - and whose story inspires us to do the same. 

Format:Hörbuch-Download
Seiten:0
EAN:
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Heiße Milch: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Heiße Milch: Roman' von Deborah Levy
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Heiße Milch: Roman"

Shortlist des Man Booker Prize - die psychologisch faszinierende Geschichte einer Mutter-Tochter-Beziehung.Eine junge Frau begleitet ihre Mutter nach Spanien, wo diese in einer Spezialklinik behandelt werden soll, da die Beine ihr den Dienst versagen. Doch ist das Leiden der Mutter wirklich physischer Natur, oder versucht sie, ihre Tochter an sich zu binden?Dr. Gomez gilt als Koryphäe, deshalb reisen die beiden Engländerinnen nach Andalusien, wo sich Rose in Behandlung begibt. Sofia, deren griechischer Vater die Familie vor Jahren verließ, versucht zu ergründen, woran ihre Mutter erkrankt ist und wo sie selbst steht. Beim Schwimmen im Meer, das voller Medusen ist, in Gesprächen mit Dr. Gomez oder dessen Tochter wird ihr immer klarer, dass sie sich von ihrer Mutter befreien muss. Als sie die Deutsche Ingrid kennenlernt, die selbstbewusst und unkonventionell ihr Leben lebt, trifft Sofia Entscheidungen.Ein Roman über eine allzu enge Mutter-Tochter-Beziehung, über Abhängigkeit und Emanzipation und über die Suche nach Identität, ein Buch, das wie ein Quallenbiss brennt und noch lange nachwirkt. Deborah Levy, die Autorin von "Heim schwimmen", wurde für diesen Roman mehrfach ausgezeichnet und für den Man Booker Prize nominiert."Ein Roman, der in seiner Klarheit an Virginia Woolf erinnert" The Guardian

Autor:
Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:288
EAN:9783462049770
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Rezensionen zu "Heiße Milch: Roman"

  1. Emanzipation und Identitätssuche

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 13. Feb 2019 

    Deborah Levy beweist mit dem Roman "Heiße Milch" ihren Spaß an der Sprache. Dafür gebührt ihr ein großes Lob, genauso auch der Übersetzerin Barbara Schaden. Dieses Buch besitzt durch seine Art der Sprache, durch das Spiel mit der Sprache, dieser Lust an der Sprache, diesem Tanz mit den Wörtern eine Einzigartigkeit. Diese Arbeit mit den im Kopf erzeugten Bildern, mit Metaphern und Umschreibungen ist wunderschön, aber teilweise auch nicht ganz so einfach zu lesen. Auch die Geschichte an sich hat etwas Unwirkliches/Surreales. Ansonsten kann man noch eine gehörige Portion schwarzen Humors der Autorin lobend erwähnen. Alles in allem hat mir das Buch gefallen.

    Zum Inhalt: Die 64-jährige Rose und die 25-jährige Sofia, Mutter und Tochter, haben beide durch gewisse Entwicklungen in ihrem Leben eine normale Beziehung zueinander verloren. Das Kind Sofia lernt schon sehr frühzeitig sein Leben nach den Befindlichkeiten der Mutter zu richten. "wenn man bedenkt, dass ich den Symptomen meiner Mutter nachgespürt habe, solange ich zurückdenken kann. Meine Ermittlungen haben rund zwanzig meiner fünfundzwanzig Lebensjahre in Anspruch genommen." Als Sofia 14 Jahre alt ist, muss sie auch die Trennung der Mutter von ihrem griechischen Mann Christos hinnehmen, wächst somit vaterlos auf. Das Ganze gipfelt schließlich darin, dass die Tochter ihr Anthropologie Studium hinschmeißt. als sie gerade am Verfassen ihrer Doktorarbeit ist, weil ihre Mutter Symptomatik um Symptomatik entwickelt und nicht mehr allein leben kann/will. Es entwickelt sich eine krankhafte Mutter/Tochter-Beziehung. Als letzten Ausweg für die verschiedenen Symptomatiken der Mutter sehen beide nur noch eine Klinik in Südspanien. Und hier kommen dann in der Geschichte einige skurrile Personen zum Tragen, die dem Ganzen noch eine gehörige Portion Würze verleihen. Da haben wir einmal Dr. Gomez und Schwester Sonnenschein, die durch geschickte Fragestellungen die Patientin Rose und auch ihre Tochter Sofia geschickt triggern. Die Begegnungen mit der eigenwilligen Berlinerin Ingrid und mit dem spanischen Studenten Juan bringen eine gewisse Emanzipation von Sofia. Und nach und nach setzt sich eine gewisse Veränderung durch. Der ganze Roman zeichnet sich durch eine intensive Betrachtung von Beziehungen und Rollenbildern aus und man kann beim Lesen schon etwas Sinnieren.