Militärgeschichte des Mittelalters

Buchseite und Rezensionen zu 'Militärgeschichte des Mittelalters' von Martin Clauss
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2 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Militärgeschichte des Mittelalters"

Format:Taschenbuch
Seiten:128
Verlag:
EAN:9783406757525
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Rezensionen zu "Militärgeschichte des Mittelalters"

  1. Leider nicht, was ich erwartet hatte.

    bewertet:
    2
    (2 von 5 *)
     - 21. Sep 2020 

    Dieses Buch ist ein gutes Beispiel dafür, dass auch der fantastischen Beck-Wissen-Reihe manchmal Fehlgriffe passieren. Was mich hier am meisten stört, ist, dass dieses Büchlein eigentlich nur eine Ereignisgeschichte mit Fokus auf der Abfolge von Schlachten, Kämpfen und Kriegen ist, während hingegen Militärtechnik, Strategien, Logistik und all die anderen Dinge viel zu kurz kommen. Meine persönliche Erwartungshaltung wurde somit nicht erfüllt, aber vielleicht gibt es ja Leser, die genau das wollen.
    Mein zweiter Kritikpunkt betrifft die geographische Eingrenzung. Ich finde es sehr schade, dass der Fokus auf Frankreich, England, Deutschland und Italien beschränkt wurde, wobei England und Italien auch noch sehr kurz kommen. Statt einer trockenen Ereignisgeschichte hätte ich mir einen größeren geographischen Blickwinkel gewünscht mit eben der militärischen Differenzierung. So aber habe ich das alles als relativ uninteressant empfunden.
    Fazit: Nicht zu empfehlen, außer man interessiert sich für genau dieses spezielle Thema.

 

Der Pakt: Stalin, Hitler und die Geschichte einer mörderischen Allianz

Buchseite und Rezensionen zu 'Der Pakt: Stalin, Hitler und die Geschichte einer mörderischen Allianz' von Claudia Weber
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Der Pakt: Stalin, Hitler und die Geschichte einer mörderischen Allianz"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:276
Verlag: Beck
EAN:9783406735318

Lesern von "Der Pakt: Stalin, Hitler und die Geschichte einer mörderischen Allianz" gefiel auch

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Rezensionen zu "Der Pakt: Stalin, Hitler und die Geschichte einer mörderischen Allianz"

  1. Hervorragende Studie über den Zynismus der Macht

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 23. Aug 2020 

    "Nach wie vor wird die historische Bedeutung, die der Hitler-Stalin-Pakt für die ersten Jahre des Zweiten Weltkriegs besitzt, unterschätzt". So beschreibt die Autorin Claudia Weber auf der Seite 12 ihrer Studie "Der Pakt. Stalin, Hitler und die Geschichte einer mörderischen Allianz" offensichtlich ein Movens, dass zu ihrer Auseinandersetzung mit diesem verbrecherischen Vertrag bildete. Darüber ließe sich trefflich und wahrscheinlich fruchtlos streiten, denn eigentlich ist mir kaum ein ernst zu nehmender Historiker bekannt, der das Gewicht dieser Vereinbarung zwischen zwei der größten Verbrecher der Menschheitsgeschichte verkennt. Sie stellt eben nicht nur den Auftakt zum Zweiten Weltkrieg, sondern auch zu einer gewaltigen und dauerhaften Veränderung Südosteuropas dar, verbunden mit den denkbar fürchterlichsten Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Doch Frau Weber gebührt das Verdienst, mit ihrer Studie die Vorgeschichte und die Dauer dieses zynischen Paktes ausführlich und gut lesbar darzustellen. Dabei wird deutlich, dass in diesem Pokerspiel offensichtlich Stalin der "bessere" war, denn er nutzte Hitlers Zwangslage des öfteren aus. Dieser wollte den Krieg gegen Polen, fürchtete aber den Zweifrontenkrieg. So schenkte er Stalin im geheimen Zusatzprotokoll, dessen Existenz vom Unterzeichner Molotow noch vor dessen Tod 1980 stets geleugnet wurde, all das, was ihm die England und Frankreich, die sich ebenfalls um die Sowjetunion als Verbündetem bemühten, verweigerten/verweigern mussten, nämlich die Vorherrschaft in Osteuropa. Diese war aus seiner Sicht notwendig, um ein Glacis gegen den durch das Abkommen nur mühsam kaschierten Antibolschewismus der Nationalsozialisten. Auch wenn der Reichsaußenminister Ribbentrop, Architekt des Pakts auf deutscher Seite, in seinem antibritischen Affekt ernsthaft an eine Dauerhaftigkeit des Vertrags setzte, war diese aufgrund der ideologischen Gegensätze utopisch. Es hätte eines völlig anderen Hitlers bedurft, um sich darauf einzulassen. Interessant ist, dass Stalin mit dem verzögerten Einmarsch seiner Truppen in "seinen" Teil Polens dem Odium des Aggressors entging. Die folgenden zwei Jahre waren geprägt durch das Nebeneinander von Zusammenarbeit und Misstrauen: Einerseits kamen die Sowjets ihren Verpflichtungen zur Lieferung von Wirtschaftsgütern nach, was sicherlich nicht unerheblich zu den Erfolgen der Deutschen Wehrmacht in den folgenden Blitzkriegen beitrug, andererseits taten sich die Deutschen naturgemäß schwer, die zugesagten Kompensationen in Form von Maschinen und modernem Kriegsgerät einzuhalten, denn dies stärkte ja den eigentlichen Gegener, den es für die Erweiterung des Lebensraums im Osten zu überwinden galt. Ebenso ambivalent war die Zusammenarbeit auf einem anderen Gebiet. Durch die Aufteilung der gegenseitigen Interessenspären wurden gigantische Bevölkerungsverschiebungen nötig, so sollten sogenannte Volksdeutsche aus dem nunmehr sowjetischen Machtbereich heim ins Reich geholt werden, Weißrussen und Ukrainer aus den nun deutsch kontrollierten Bereichen Polens in die Sowjetunion abgeschoben werden. Stalin nutzte die Chance, die für ihn potentiell unzuverlässige deutschen Minderheiten loszuwerden, an den aus ideologischen Gründen abgelehnten eigenen Volksangehörigen hatte er dagegen wenig Interesse. So kam es dazu, dass Volksdeutsche in nennenswerter Zahl in den Westen gingen, die Gegenbewegung blieb dagenn gering, zumal auch wenige Menschen ernsthaft ein Interesse daran hatten, in Stalins Machtbereich zu leben. Die für die Vorbereitung dieses Bevölkerungsaustausches im jeweils anderen Machtbereich eingesetzten Kommissionen wurden argwöhnisch beobachtet, waren sie doch auch potentielle Spionage-Einrichtungen. Ganz schlimm traf es allerdings die Völker, an denen keiner der beiden Diktatoren ein Interesse hatte.Polen aus den Gebieten, die nun dem Deutschen Reich angegliedert wurden, wurden ins Generalgouvernement abgeschoben, für die Esten, Letten und Litaueer bedeutete der Pakt das Ende ihrer Unabhängigkeit und den Beginn jahrzehntelanger Unterdrückung. Und die Juden wollte keiner, so kam es zu Situationen, bei denen sie von den deutschen Besatzern - der Holocaust war noch in Vorbereitung - Richtung sowjetische Grenze getrieben wurden, wo sie mit Maschinengewehrfeuer vom Grenzübertritt abehalten wurden. Kleine, beinahe zynische Begebenheit am Rande: einige Juden entkamen der Vernichtung, weil sie als Ukrainer oder Weißrussen zu denen gehörten, die in der Sowjetunion aufgenommen wurden, allerdings begann mit der Aufnahme auch der Weg in den Gulag.

    Immer wieder geht Frau Weber auch auf den Spagat ein, der den kommunistischen Parteien durch diesen Pakt abverlangt wurde. Gesteuert durch die Internationale mit Sitz in Moskau, also von Stalin, mussten etwa deutsche Kommunisten, die ersten Opfer Hitlers, dessen angeblich positive Aspekte anpreisen, die französichen Kommunisten sollten sich sogar zur Kollaboration mit den deutschen Besatzern bereit erklären. Dies führte zu Verrenkungen, die nach dem Krieg nur all zu gern verschwiegen wurden.

    Alles in allem eine interessante und lehrreiche Studie über den Zynismus der Macht, die, nebenbei gesagt, zumindest in Nordrhein-Westfalen zu einem kleinen Preis (Zwei Euro Anteil an den Versandkosten) über die Landeszentrale für politische Bildung zu beziehen ist.

 

Der Preis des Ruhms: Eine Weltgeschichte des Siebenjährigen Krieges

Buchseite und Rezensionen zu 'Der Preis des Ruhms: Eine Weltgeschichte des Siebenjährigen Krieges' von Füssel, Marian
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Inhaltsangabe zu "Der Preis des Ruhms: Eine Weltgeschichte des Siebenjährigen Krieges"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:656
Verlag: Beck
EAN:9783406740053
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Rezensionen zu "Der Preis des Ruhms: Eine Weltgeschichte des Siebenjährigen Krieges"

  1. Lesenswerte Studie zum siebenhährigen Krieg

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 31. Mai 2020 

    Mit "Der Preis des Ruhms. Eine Weltgeschichte des Siebenjährigen Krieges" von Marian Füssel, erschienen im C.H.Beck Verlag (656 S, 32 €), habe ich eine private Bildungslücke geschlossen. Weder im Studium noch in meiner beruflichen Tätigkeit hatte ich es mit dieser Phase der Geschichte zu tun. Insofern besaß ich vor der Lektüre dieser Studie lediglich Oberflächenwissen über diesen Krieg, der von 1756 bis 1763 dauerte. Mir war geläufig, dass dieser Krieg neben den bekannten Schauplätzen in Mitteleuropa (so auch in meiner Heimat Ostwestfalen-Lippe, ja sogar direkt im Umfeld meiner kleinen Heimatstadt) auch in Nordamerika stattfand, dass er aber auch Indien, die Karibik, Südamerika und Afrika erfasste, war mir neu. Gerade diese globalen Auswirkungen bringen den Klappentext dazu, von einem Weltkrieg zu sprechen, einen Begriff, den der Autor Füssel in seiner Studie selbst gewaltig relativiert. Doch die Ausgangslage Großbritannien im Bündnis mit Preußen, später auch Portugal, gegen Frankreich im Bündnis mit Österreich und den meisten Reichsfürsten, Russland und Schweden,später Spanien, hatte eben globale Auswirkungen mit Folgen. Kanada wurde endgültig britisch, gleichzeitig stieg das Selbstbewusstsein der britischen Siedler in Nordamerika, was sicherlich zur Gründung der Vereinigten Staaten von Amerika beitrug. Indien wurde nach der weitgehenden Verdrängung der Franzosen zunehmend Teil des britischen Empire. Somit hatte der Krieg mit Großbritannien einen eindeutigen Sieger, das verbündete Preußen ging vergleichsweise leer aus, was aber bei der ursprünglichen Ausgangslage beinahe einem Sieg gleichkam. Einer Übermacht von Gegnern ausgesetzt, gelang es Preußen unter der Führung Friederichs sich zu beahupten und das kurz zuvor von Österreich geraubte Schlesien zu behalten. Allerdings setzte der König mehrfach dabei alles aufs Spiel, gewann aber. Doch der Preis des Ruhms war ein hoher. Lassen wir hier ein Zitat des Zeitgenossen Graf von Lehndorff sprechen, das Füssel am Ende seiner Darstellung eingebaut hat: "Somit (mit dem Friedensschluss) hat all unsere Not ein Ende. Wenn man aber nun einmal bedenkt, welche unzähligen Opfer dieser Krieg gefordert hat, wie viele Provinzen verwüstet, wie viele Familien ruiniert worden sind, und das alles, um die Herrscher in dem status quo ante zu sehen, so möchte ich über den Wahnwitz laut aufschreien" (S.522). Das gilt sicher nicht nur für diesen Krieg, aber eben auch für ihn.

    Überhaupt tragen solche zahlreich eingestreuten Betrachtungen und Berichte von Zeitzeugen aus verschiedenen Ländern und sozialen Schichten zu einem beträchtlichem Wissenszugewinn des historisch interessierten Lesers bei.Also alles in allem eine empfehlenswerte Studie.

 

Fragen, die mir zum Holocaust gestellt werden

Buchseite und Rezensionen zu 'Fragen, die mir zum Holocaust gestellt werden' von Fried, Hédi
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Inhaltsangabe zu "Fragen, die mir zum Holocaust gestellt werden"

Autor:
Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:160
EAN:9783832183929
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Rezensionen zu "Fragen, die mir zum Holocaust gestellt werden"

  1. Fragen und Antworten einer Zeitzeugin

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 30. Mai 2020 

    "Der Sinn des Lebens ist es, Gutes zu tun, gute Taten zu vollbringen, seinem Nächsten zu helfen, denn dann geht es einem selbst auch gut." (Nuruddin Farah)
    Hédi Fried eine Überlebende des Holocaust, erzählt von ihren Erlebnissen und beantwortet seit über 30 Jahren in Schulen und Universitäten Schwedens Fragen rund um den Holocaust, Antisemitismus und Rassismus. Sie ist einer der wenigen noch lebenden Zeitzeugen, die 1944 nach Auschwitz deportiert wurden. Zusammen mit ihrer Schwester und gleichzeitig einzigen Überlebenden ihrer Familie ging sie anschließend nach ihrer Befreiung nach Schweden. Eindringlich und sehr ausführlich beantwortet sie hier Fragen von Schülern, die immer wieder an sie gestellt werden.

    Meine Meinung:
    In diesem recht kurzen Buch werden sehr detaillierte Fragen die von einzelnen Schülern an Hédi Fried gestellt wurden von ihr beantwortet. Das tut sie aber nicht mit einem kurzen Satz, sondern die Autorin beantwortet diese recht ausführlich, wobei sie schon einmal bei einzelnen richtig in die Tiefe geht. Das Wichtigste bei diesen Fragen jedoch ist der Autorin, das die Menschen die Ereignisse der Nazizeit und ihre Gräuel nie vergessen sollen. Denn wie schnell könnten sie vergessen werden und sich alles wiederholen. Hédi Fried wurde 1924 im rumänischen Sighet geboren und aufgewachsen, wo sie bis zur Deportation ihrer Familie ein gutes Leben führten. Die Psychologin hat im Laufe ihres Lebens einige Bücher geschrieben, unter anderem auch die Biografie "Nachschlag für eine Gestorbene: Ein Leben bis Auschwitz und Ein Leben danach". Sie wurde inzwischen mit mehreren Auszeichnungen für ihr Engagement gewürdigt. Ich habe schon sehr viele Bücher über den Holocaust gelesen. Immer wieder erfahre ich etwas Neues, so auch in diesem Buch. Da sich dieses Jahr die Befreiung Auschwitz zum 75-mal jährt, passt dieses Buch sehr gut. Es gibt nicht nur einen Einblick in das Leben der Autorin, sondern auch in vieles Allgemeines. So werden Fragen wie:
    Warum hasste Hitler die Juden?
    Hatten Sie Angst vor dem Tod?
    Gab es nette SS-Soldaten?
    Erkennen Sie sich in den Flüchtlingen von heute wieder?
    ....
    Trotz der Kürze dieses Buches war ich beeindruckt, wie ausführlich und ohne jeglichen Hass gegenüber den Deutschen Hédi Fried hier alle Fragen beantwortet. Manche sind eher kindlich naiv, manche deutlich direkt gestellt, manche mit Interesse zu ihrer Person, andere eher allgemein betreffend und trotzdem nimmt sie alle Fragen sehr ernst. Ein Buch sehr gut für den Geschichtsunterricht das einen Einblick in die grausamen Taten der Nazizeit gibt. Von mir eine Empfehlung und 5 von 5 Sterne.

 

Die Reiter der Apokalypse: Geschichte des Dreißigjährigen Krieges

Buchseite und Rezensionen zu 'Die Reiter der Apokalypse: Geschichte des Dreißigjährigen Krieges' von Schmidt, Georg
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Inhaltsangabe zu "Die Reiter der Apokalypse: Geschichte des Dreißigjährigen Krieges"

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:810
Verlag:
EAN:
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Rezensionen zu "Die Reiter der Apokalypse: Geschichte des Dreißigjährigen Krieges"

  1. Gelungenen Darstellung des Dreißigjährigen Krieges

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 15. Apr 2020 

    Anlässlich des vierhundertsten Jahrestags des Beginns des Dreißigjährigen Krieges erschienen zahlreiche Werke zu diesem Thema. Nach etwas Überlegung habe ich mich entschieden, aus dieser Auswahl Georg Schmidts "Die Reiter der Apokalypse" aus dem Beck-Verlag für 32 € zu kaufen und zu lesen. Vorweg, ich habe keinen Euro und keine der insgesamt 810 Seite bedauert.

    Schmidt gelingt es, die oftmals verwirrenden Bündnisse und Winkelzüge der Beteiligten anschaulich zu schildern. Dabei wird deutlich, dass dieser Krieg entgegen der landläufigen Auffassung eben kein Religionskrieg, sondern ein in erster Linie politischer Krieg war. Jeder Landesherr suchte seinen persönlichen Vorteil, was zu bisweilen irritierenden Konstellationen führte. Aus Furcht vor dem sich abzeichnenden Sieg des (katholischen) Habsburgerkaisers, der ein stärker monolithisches Deutschland hätte bewirken können, betraten die ausländische Mächte Schweden und Frankreich den Kriegsschauplatz auf Seiten der protestantischen Fürsten, was gerade im fall des katholischen Frankreichs, das gerade selbst heftigst seine Hugenotten verfolgte, etwas überraschend erscheint. Aber getreu dem Motto "Der Feind meines Feindes ist mein Freund" gab es da offensichtlich keine Berührungsängste. Im katholischen Lager suchte der Bayernherzog so lange den Schulterschluss mit dem Kaiser, wie er davon machtpolitische Vorteile hatte (Kurwürde und Gebiet der Kurpfalz), was ihn aber nicht daran hinderte, immer wieder mal mit den Franzosen anzubändeln. Aber auch das evangelische Lager war keineswegs homogen. Gemeinsam waren alle lutherischen Fürsten gegen die calvinistischen eingestellt, weshalb sich die Unterstützung für den "Winterkönig" Friedrich V. in Grenzen hielt, der selbsternannte Führer der Protestanten, der Kurfürst von Sachsen, hielt es gar mit dem Kaiser. Erst das Auftreten des Schwedenkönigs Karl Gustavs als (neuer) selbsternannter Retter der deutschen Protestanten nötigte ihn zum Eingreifen in den Krieg.

    Abgerundet wird das Buch durch eine Bilanzierung der Folgen des Krieges sowie eine Beschreibung der Geschichtsschreibung über den Krieg, die zunehmend zur Rechtfertigung des Aufstiegs Preußen gemacht wurde.

    Alles in Allem: Wer sich über diese Epoche der deutschen Geschichte informieren möchte, wird bestens bedient.

 

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