Sind die Medien noch zu retten?

Rezensionen zu "Sind die Medien noch zu retten?"

  1. bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 23. Jun 2017 

    Sind die Medien noch zu retten?

    Thilo Baum / Frank Eckert
    Sind die Medien noch zu retten?
    Midas Management

    Autor: Thilo Baum (* 1970) und Frank Eckert (* 1967) sind Journalisten und kennen den Medienbetrieb von innen. Sie analysieren den derzeitigen Zustand der Publizistik und erinnern an die elementaren Regeln des redaktionellen Arbeitens. (Quelle: Midas Management)

    Anmerkung: Aufgrund der Tatsache, dass es sich bei dem Buch um eines aus dem Bereich “Sachbuch” handelt, gibt es an dieser Stelle nicht wie üblich, eine Inhaltsangabe. Das Buch folgt keiner Story, welche zusammengefasst werden könnte.

    Das Buch ist in 9 Großkapitel (plus Vorwort und Nachwort) geteilt. Diese Großkapitel sind jeweils noch mal in Unterkapitel unterteilt, die wiederum auch Zwischenüberschriften besitzen. Beim Aufschlagen steht sofort ein Zitat, welches zeigt, dass das behandelte Thema keinesfalls nur ein Problem der Neuzeit ist. Das Thema, über welches die Autoren schreiben, wird in der heutigen Medienwelt sehr oft benutzt (nach dem Lesen des Buches wird einem klar, dass dies oft auch falsch benutzt wird). Ein Wort, das dabei heraussticht ist “Lügenpresse”. Die Autoren verdeutlichen an mehr oder weniger aktuellen Themen, wie der Umgang von und mit den Medien aussieht. Jedes der Beispiele ist dabei mit einer Quelle versehen, sodass man als Leser alles selbstständig nochmals nachschlagen kann. Am Ende des Buches befindet sich auch nochmals eine Angabe der Literatur. Dabei wird Kritik seitens der Autoren großgeschrieben (und das auch gegenüber den Journalisten). Einseitigkeit lässt sich also nicht feststellen. Wer nur mal eben quer lesen möchte oder aber zu einem bestimmten Thema, der kann auf das Schlagwortverzeichnis zurückgreifen. Beim Lesen begegnen einem oftmals Einschübe bzw. Kommentare, die dick gedruckt sind und sich somit gut vom Text abheben. Eine sehr gute Idee, nur leider manchmal hätten diese auch wegbleiben können, da sie fast 1:1 aus dem Text stammen.

    Cover: Das Cover ist in der Grundfarbe in einem schlichten Weiß gehalten. Der Titel steht in Rot auf der der Vorderseite, womit er sich perfekt vom Hintergrund abhebt. Außerdem sehen wir auf der Vorderseite noch einige Abbildungen, die zum Thema “Medien” passen (Hände mit Rekordern, Mikrofone, …).

    Fazit: Ein Buch das ich hauptsächlich jedem empfehlen kann, der etwas veröffentlicht (Blogger, Forenbetreiber, usw.). Da das behandelte Thema aber in aller Munde ist, kann auch dem ein oder anderen das Buch gefallen. Nicht unbedingt ein Buch das man in einem Wisch durchliest aber das muss man auch nicht zwingend. Von mir bekommt das Buch 4/5 Sternen.

    Klappentext: Immer mehr Menschen beklagen, was sie sehen, hören und lesen und die Medienkritik nimmt zu – bis hin zum Vorwurf der »Lügenpresse«. Doch welche Kritik ist berechtigt, und welche nicht?
    Dieses Buch zeigt:
    • wie Medien mit ihrem Verhalten das Publikum vertreiben, und
    • wie Medien ungewollt zum Rechtsruck in Deutschland beitragen.
    Ein Großteil der Kritik argumentiert politisch: Medien würden bestimmte Strömungen verschweigen, andere dagegen fördern. Trifft dieser Vorwurf wirklich zu oder gibt es noch andere Gründe, weshalb Medien immer mehr an Reichweite verlieren? Dieses Buch geht den Gründen für die aktuelle Vertrauenskrise nach und stellt fest, dass viele Fehler und Defizite gar keine komplizierten Ursachen haben, sondern auf mangelhafter Kenntnis und Anwendung des journalistischen Handwerks beruhen: Medien verkaufen Meinungen als Tatsachen, schmieden aus Eitelkeit Kampagnen oder halten sich nicht an rechtsstaatliche Prinzipien.
    Die beiden Autoren legen den Finger in die Wunde und unterbreiten konkrete Vorschläge, was Medien liefern sollten, um glaubwürdig zu sein:
    • Journalismus statt Politik,
    • sachliche Berichte statt Polemik und
    • Kommunikation auf Augenhöhe statt von oben herab.
    Ein Buch für Medienmacher und Mediennutzer – und alle politisch Interessierten dazu.
    Denn guter Journalismus ist heute so wichtig wie kaum zuvor. (Quelle: Midas Management)

    Autor: Thilo Baum / Frank Eckert
    Titel: Sind die Medien noch zu retten?
    Verlag: Midas Management
    Genre: Sachbuch
    Seiten: 422
    Preis: 17,90
    ISBN: 978-3907100882

    http://wurm200.blogspot.de/

 

Sind die Medien noch zu retten?

Rezensionen zu "Sind die Medien noch zu retten?"

  1. bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 23. Jun 2017 

    Sind die Medien noch zu retten?

    Thilo Baum / Frank Eckert
    Sind die Medien noch zu retten?
    Midas Management

    Autor: Thilo Baum (* 1970) und Frank Eckert (* 1967) sind Journalisten und kennen den Medienbetrieb von innen. Sie analysieren den derzeitigen Zustand der Publizistik und erinnern an die elementaren Regeln des redaktionellen Arbeitens. (Quelle: Midas Management)

    Anmerkung: Aufgrund der Tatsache, dass es sich bei dem Buch um eines aus dem Bereich “Sachbuch” handelt, gibt es an dieser Stelle nicht wie üblich, eine Inhaltsangabe. Das Buch folgt keiner Story, welche zusammengefasst werden könnte.

    Das Buch ist in 9 Großkapitel (plus Vorwort und Nachwort) geteilt. Diese Großkapitel sind jeweils noch mal in Unterkapitel unterteilt, die wiederum auch Zwischenüberschriften besitzen. Beim Aufschlagen steht sofort ein Zitat, welches zeigt, dass das behandelte Thema keinesfalls nur ein Problem der Neuzeit ist. Das Thema, über welches die Autoren schreiben, wird in der heutigen Medienwelt sehr oft benutzt (nach dem Lesen des Buches wird einem klar, dass dies oft auch falsch benutzt wird). Ein Wort, das dabei heraussticht ist “Lügenpresse”. Die Autoren verdeutlichen an mehr oder weniger aktuellen Themen, wie der Umgang von und mit den Medien aussieht. Jedes der Beispiele ist dabei mit einer Quelle versehen, sodass man als Leser alles selbstständig nochmals nachschlagen kann. Am Ende des Buches befindet sich auch nochmals eine Angabe der Literatur. Dabei wird Kritik seitens der Autoren großgeschrieben (und das auch gegenüber den Journalisten). Einseitigkeit lässt sich also nicht feststellen. Wer nur mal eben quer lesen möchte oder aber zu einem bestimmten Thema, der kann auf das Schlagwortverzeichnis zurückgreifen. Beim Lesen begegnen einem oftmals Einschübe bzw. Kommentare, die dick gedruckt sind und sich somit gut vom Text abheben. Eine sehr gute Idee, nur leider manchmal hätten diese auch wegbleiben können, da sie fast 1:1 aus dem Text stammen.

    Cover: Das Cover ist in der Grundfarbe in einem schlichten Weiß gehalten. Der Titel steht in Rot auf der der Vorderseite, womit er sich perfekt vom Hintergrund abhebt. Außerdem sehen wir auf der Vorderseite noch einige Abbildungen, die zum Thema “Medien” passen (Hände mit Rekordern, Mikrofone, …).

    Fazit: Ein Buch das ich hauptsächlich jedem empfehlen kann, der etwas veröffentlicht (Blogger, Forenbetreiber, usw.). Da das behandelte Thema aber in aller Munde ist, kann auch dem ein oder anderen das Buch gefallen. Nicht unbedingt ein Buch das man in einem Wisch durchliest aber das muss man auch nicht zwingend. Von mir bekommt das Buch 4/5 Sternen.

    Klappentext: Immer mehr Menschen beklagen, was sie sehen, hören und lesen und die Medienkritik nimmt zu – bis hin zum Vorwurf der »Lügenpresse«. Doch welche Kritik ist berechtigt, und welche nicht?
    Dieses Buch zeigt:
    • wie Medien mit ihrem Verhalten das Publikum vertreiben, und
    • wie Medien ungewollt zum Rechtsruck in Deutschland beitragen.
    Ein Großteil der Kritik argumentiert politisch: Medien würden bestimmte Strömungen verschweigen, andere dagegen fördern. Trifft dieser Vorwurf wirklich zu oder gibt es noch andere Gründe, weshalb Medien immer mehr an Reichweite verlieren? Dieses Buch geht den Gründen für die aktuelle Vertrauenskrise nach und stellt fest, dass viele Fehler und Defizite gar keine komplizierten Ursachen haben, sondern auf mangelhafter Kenntnis und Anwendung des journalistischen Handwerks beruhen: Medien verkaufen Meinungen als Tatsachen, schmieden aus Eitelkeit Kampagnen oder halten sich nicht an rechtsstaatliche Prinzipien.
    Die beiden Autoren legen den Finger in die Wunde und unterbreiten konkrete Vorschläge, was Medien liefern sollten, um glaubwürdig zu sein:
    • Journalismus statt Politik,
    • sachliche Berichte statt Polemik und
    • Kommunikation auf Augenhöhe statt von oben herab.
    Ein Buch für Medienmacher und Mediennutzer – und alle politisch Interessierten dazu.
    Denn guter Journalismus ist heute so wichtig wie kaum zuvor. (Quelle: Midas Management)

    Autor: Thilo Baum / Frank Eckert
    Titel: Sind die Medien noch zu retten?
    Verlag: Midas Management
    Genre: Sachbuch
    Seiten: 422
    Preis: 17,90
    ISBN: 978-3907100882

    http://wurm200.blogspot.de/

 

Über das Fernsehen

Buchseite und Rezensionen zu 'Über das Fernsehen' von Pierre Bourdieu
NAN
(0 Bewertungen)

Die Geschichte dieses Buchs ist ein Lehrstück angewandter Medientheorie: 1996 hält Pierre Bourdieu, einer der renommiertesten Soziologen Frankreichs, vor Studenten am Collège de France zwei Vorträge über das Fernsehen. Er kritisiert, daß das Medium immer mehr zur reinen Unterhaltungsmaschinerie wird. Er weist auf verborgene institutionelle Zwänge des TV-Journalismus hin. Er warnt vor der blinden Anbetung der Einschaltquoten.

Keine seiner Thesen ist besonders aufsehenerregend. Keines seiner Argumente ist völlig neu. Und doch gelingt es ihm, die Aufmerksamkeit einer breiten Öffentlichkeit zu gewinnen. Bourdieus Vorträge werden nämlich ihrerseits in dem von ihm kritisierten Medium Fernsehen ausgestrahlt; und da er mit seiner Kritik nicht nur im allgemeinen bleibt, sondern ein paar bekannte Namen nennt, gerät, was ansonsten wohl ein akademisches Glasperlenspiel geblieben wäre, zu einer erbittert geführten, öffentlichen Debatte mit Leitartikeln, Leserbriefen, Darstellungen und Gegendarstellungen. Die Vortragstexte, in Buchform veröffentlicht, sind monatelang in den Bestsellerlisten zu finden. Daß das Buch und sein Thema die Öffentlichkeit also letztlich über eine Medienposse erreichten, bestätigt gerade damit einige von Bourdieus Thesen.

Über das Fernsehen ist ein angenehm knapp, präzise und pointiert formulierter Einführungskurs in aktuelle Fragestellungen der Medientheorie. Es richtet sich ausdrücklich nicht an Spezialisten, sondern an ein breites Publikum, dem es die problematischsten Entwicklungen und strukturellen Probleme des Fernsehens (und nebenbei auch der Presse) kompetent und überzeugend vorstellt. Obwohl es sich ausdrücklich auf die französische Medienlandschaft bezieht, lassen sich die Argumente und Beispiele im allgemeinen ohne weiteres auch auf deutsche Verhältnisse übertragen. Das kurze, kommentierte Personenregister ist da eine sinnvolle Orientierungshilfe. Für die Buchfassung sind den Vortragstexten einige kurze Artikel Bourdieus zum gleichen Thema beigefügt, darunter auch ein Postskriptum zur aufgeregten Debatte um die Vorträge, in dem er zu den Angriffen gegen ihn Stellung nimmt und einzelne seiner Kritikpunkte noch einmal genauer erläutert. --Christian Demand

Format:Taschenbuch
Seiten:144
EAN:9783518120545

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Breaking News

Buchseite und Rezensionen zu 'Breaking News' von Frank Schätzing
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Tom Hagen, gefeierter Star unter den Krisenberichterstattern, ist nicht zimperlich, wenn es um eine gute Story geht. Die Länder des Nahen Ostens sind sein Spezialgebiet, seine Reportagen Berichte aus der Hölle. Doch in Afghanistan verlässt ihn sein Glück. Eine nächtliche Geiselbefreiung endet im Desaster. Hagens Ruf ist ruiniert, verzweifelt kämpft er um sein Comeback. Drei Jahre später bietet sich die Gelegenheit in Tel Aviv, als ihm Daten des israelischen Inlandgeheimdienstes zugespielt werden. Hagen ergreift die Chance - und setzt ungewollt eine tödliche Kettenreaktion in Gang...
Breaking News ist ein mitreißender Thriller vor dem Hintergrund einer epischen Saga. Zwei Familien wandern Ende der zwanziger Jahre nach Palästina ein – in eine von Legenden, Kämpfen und Hoffnungen beherrschte neue Welt, wo Juden, Araber und britische Kolonialherren erbittert um die Vorherrschaft ringen. Bis in die Gegenwart, über Generationen hinweg, spiegeln und prägen beide Familien Israels atemlose Entwicklung.
Als Hagen in der jungen Ärztin Yael Kahn eine unerwartete Verbündete findet, erkennt er, dass auch sein Schicksal eng mit der Geschichte des Landes verbunden ist. Doch mit Yael an seiner Seite gehen die Probleme erst richtig los.

Format:Taschenbuch
Seiten:976
EAN:9783596296958
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Rezensionen zu "Breaking News"

  1. bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 07. Okt 2014 

    Investigative Recherche

    Der investigative Reporter Tom Hagen erlebt in Afghanistan sein persönliches Fiasko. Eine Operation, die eigentlich nicht stattfinden sollte, geht gründlich schief und einige Unschuldige finden dabei den Tod. Danach ist es vorbei mit Toms Karriere. Er stürzt fürchterlich ab, Aufträge bleiben aus, da er seine Ruf ruiniert hat. Erst Jahre später bekommt er in Israel so etwas wie eine zweite Chance. Doch Hagen scheint in alte Verhaltensmuster hinein zu rutschen, womit er die falschen Leute auf sich aufmerksam macht. Und wieder gibt es Todesfälle, doch diesmal versucht Tom alles, um größeres Unheil zu verhindern und deckt dabei ein ganz unglaubliches Komplott auf, dessen Wurzeln schon seit der Gründung des Staates Israel zu wachsen scheinen.

    Wieder einmal holt der Autor weit aus, um seiner Geschichte einen Hintergrund zu geben, der sich als sehr interessant erweist. Die Geschichte des Staates Israel und zweier Siedlerfamilien der ersten Stunde ist gerade am Anfang sehr fesselnd, während später die politischen Verwicklungen etwas kompliziert scheinen, was allerdings auch an der nur rudimentären Kenntnis des Lesers von den tatsächlichen Ereignissen liegen kann. Dagegen gewinnt der Teil, der die gegenwärtige Situation des Journalisten Tom Hagen beschreibt im Verlauf der Handlung immer mehr an Fahrt. Geradezu atemberaubend Hagens Flucht, seine Chuzpe, auf der Suche nach einer Story nicht vor Tricks zurückschreckend. Dass er dabei eher zufällig in ein Wespennest sticht, ist schon Ironie des Schicksals.

    Kann man Geheimdiensten wirklich alles zutrauen? Sind Politiker immer skrupellos, oder Reporter. Jedenfalls scheint es nur wenige Grenzen zu geben. Familie, Freundschaft, Liebe, Vertrauen tragen nichts dazu bei, von übergeordneten Zielen abzuweichen. Zu viele in langen Jahren teilweise über Generationen gewachsene Ressentiments finden ihren Höhepunkt in einem perfiden Plan, den Hagen zu enthüllen droht. Durch die Kombination der beiden Handlungsstränge entfaltet sich vor dem Leser ein in weiten Teilen rasant erzählter Roman, der einen interessanten Einblick in die inneren Abläufe des israelischen Staates gibt.

    Ein packendes Polit-Thriller, beeindruckend ausrecherchiert und detailliert beschrieben.

 

Suche. Begeleitbuch zur gleichnamigen Ausstellung

 

With Love, Mary Sue

Rezensionen zu "With Love, Mary Sue"

  1. bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 29. Aug 2016 

    Die Kultur der FanFiction

    Klappentext:
    Es gibt eine Welt, da lebt Professor Snape glücklich verheiratet mit Lily Potter, Thorin Eichenschild ist nie gestorben, und Anakin Skywalker hat sich nie auf die böse Seite der Macht geschlagen. Eine Welt, wo Sherlock Holmes zusammen mit einem geheimnisvollen Timelord merkwürdige Fälle untersucht, Dean Winchester mit der Crew der Serenity fliegt und Loki und Thor mehr als nur Brüder sind.
    Fanfiction, argumentieren manche, gab es schon immer. Schließlich bedienten sich nicht wenige große Autoren an populären Stoffen und verpassten ihnen ein neues Gewand. Andere hingegen sehen Fanfiction kritisch und werfen den Autoren vor, die Ideen anderer zu verfremden.
    Und es soll vorkommen, dass das Schreiben von Fanfiction zum Durchbruch verhilft, wie u.a. "Shades of Grey" zuletzt bewies.
    Aber was ist Fanfiction wirklich? Aus welchem Bedürfnis entsteht sie, und wie weit zurück geht das Phänomen? Welche Genres gibt es, und was sollte man als Fanfiction-Neuling auf jeden Fall wissen, bevor man sich in die zahllosen Archive stürzt?
    Bettina Petrik und Stefanie Zurek nehmen Sie mit auf eine turbulente, augenöffnende, manchmal aufwühlende, aber immer emotionale Reise durch die großartige Welt der Fanfiction.
    Sie werden Ihren Augen nicht trauen.

    Rezension:
    Jeder, der schon einmal eine FanFiction gelesen oder vielleicht sogar selbst verfasst hat, ist den Besonderheiten dieses Literaturzweigs – wenn man es so nennen kann – begegnet. Aber nur Wenigen ist wohl die enorme Bandbreite sowohl in inhaltlicher Hinsicht als auch in den Hintergründen bewusst. Für jeden, der an (mindestens) einem der großen Fandoms interessiert ist, dürfte es demzufolge interessant sein, mehr über dieses Phänomen zu erfahren. Deshalb kann man durchaus davon ausgehen, dass der vorliegende Versuch der beiden (selbst FanFiction-erfahrenen) Autorinnen, die FanFiction-Szene allumfassend zu beleuchten, eine Marktlücke trifft.
    Leider ist das Ergebnis nicht ganz so gelungen, wie man es bei diesem Thema erhoffen könnte. Während die durchaus interessante Betrachtung der geschichtlichen Entwicklung eher (zu) kurz gehalten wird, kehrt der Text alle paar Seiten zur rechtlichen Frage zurück – um immer aufs neue zum Ergebnis zu kommen, dass diese nicht wirklich geklärt ist. Verschiedene FanFiction-Archive im Internet werden sehr ausführlich vorgestellt, was teilweise so sehr ins Detail geht, dass die Menüstruktur des Archivs Punkt für Punkt abgehandelt wird. Ob das dem Leser wirklich hilft, „das Phänomen Fanfiction“ zu verstehen, sei dahingestellt. Ergänzt wird das alles durch Meinungen verschiedener Prominenter – naheliegenderweise überwiegend Autoren – zum Thema und zahlreiche Kommentare FanFiction-Begeisterter.
    Eine stärkere Konzentration auf die Entwicklung der FanFiction-Kultur hätte diesem Buch zweifellos gutgetan.

    Fazit:
    Ein interessanter Einblick in die Weitläufigkeit der FanFiction-Kultur, der leider oft zu Randthemen abschweift.

    Alle meine Rezensionen jetzt auch zentral im Eisenacher Rezi-Center: rezicenter.wordpress.com

 

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