Die Tsantsa-Memoiren

Buchseite und Rezensionen zu 'Die Tsantsa-Memoiren' von Jan Koneffke
NAN
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Inhaltsangabe zu "Die Tsantsa-Memoiren"

Autor:
Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:560
EAN:9783869711775
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Keltische Märchen und Sagen

Buchseite und Rezensionen zu 'Keltische Märchen und Sagen' von Erich Ackermann
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Keltische Märchen und Sagen"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:320
Verlag:
EAN:9783730609682
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Rezensionen zu "Keltische Märchen und Sagen"

  1. Oh, ich liebe solche Sammlungen einfach.

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 29. Mär 2021 

    Märchen, Sagen, Mythen, Fabeln, Legenden – immer her damit, aus allen Ecken der Welt, aus allen Zeiten. Ich liebe solche Geschichten.
    Hier nun haben wir also eine Sammlung von Märchen und Sagen aus dem Keltischen Raum. Es wäre jedoch müßig, hier jetzt eine Diskussion loszutreten, was denn „keltisch“ sei und was alles als „Keltischer Siedlungsraum“ anzusehen ist. Das Nachwort des Herausgebers ist dazu sehr gelungen. Jedenfalls werden hier konkret Märchen und Sagen aus Irland, Wales, Cornwall, Schottland und der Bretagne gesammelt. Sie zeichnen ein lebhaftes, historisches Bild. Manchmal treffen wir auf Fabelwesen, nicht selten ist der christliche Glaube ein zentrales Element.
    Der Hauptgrund, warum mir solche Geschichten eigentlich immer gut gefallen, ist, dass diese meist sehr kreativ und individuell sind, untypisch für einen modernen Leser und gerade deshalb so spannend. In diesem Sinne enttäuscht die vorliegende Sammlung nicht, speziell als Nachtkästchenlektüre.
    Fazit: Empfehlenswert.

 

The Devil and the Dark Water: The mind-blowing new murder mystery from the Sunday Times bestselling author

Buchseite und Rezensionen zu 'The Devil and the Dark Water: The mind-blowing new murder mystery from the Sunday Times bestselling author' von Stuart Turton
NAN
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Inhaltsangabe zu "The Devil and the Dark Water: The mind-blowing new murder mystery from the Sunday Times bestselling author"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:576
Verlag: Raven Books
EAN:9781408889640
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Das Volk der Raben: Der Aufstieg

Buchseite und Rezensionen zu 'Das Volk der Raben: Der Aufstieg' von Klaus D. Kuhlmann
3
3 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Das Volk der Raben: Der Aufstieg"

Format:Taschenbuch
Seiten:444
Verlag:
EAN:9783943413236
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Rezensionen zu "Das Volk der Raben: Der Aufstieg"

  1. Ein tapferes und intelligentes Volk zwischen Tradition und Moder

    bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 29. Mär 2021 

    Titel: Das Volk der Raben - Der Aufstieg
    Autor: Klaus D. Kuhlmann

    Klappentext:
    Dies ist die Geschichte eines Volkes auf seinem Weg durch die Zeiten. Von den Ursprüngen vor fast 3000 Jahren bis heute. Sie kamen vom Unterlauf der Donau, bauten Städte und Häfen rund ums Mittelmeer und wurden allseits geachtete Handelspartner, aber auch gefürchtete Gegner und zuverlässige Freunde. Aber vor allem waren sie Raben, ein Volk mit eigener Religion und strengen Regeln. Ihre Überlieferungen weichen sehr stark von der heute allgemein als richtig anerkannten Geschichtsschreibung ab, weshalb sie weitestgehend unbekannt geblieben sind. Große und mächtige Reiche entstanden und zerfielen, Religionen entstanden und veränderten sich. Die Raben aber blieben ein gesundes Volk im Verborgenen.

    Rezension:

    Kurzfassung

    Vor 3000 Jahren treffen zwei Männer namens Rabo und Welgo mitten in der Wüste auf einen alten, hilflosen und verängstigten Mann namens Elias. Sie bieten ihm ihre Hilfe an und erhalten von ihm dafür eine Prophezeiung: sie und ihre Nachkommen haben eine große Zukunft vor sich, wenn sie stets zusammenhalten und sich auf die eigene Kraft und Bedeutung besinnen. Nach Jahren des Reisens und des Handelns in aller Herren Länder, kehren die beiden Blutsbrüder sodann in ihre Heimat zurück und begründen aufgrund ihrer mitgebrachten Erfahrungen und der Prophezeiung des Elias eine neue Gesellschaftsordnung mit strengen Regeln und einem eigenen Glauben: das Volk der Raben.

    Handlung

    Im Buch "Das Volk der Raben - Der Aufstieg" beschreibt Klaus D. Kuhlmann die Reise des Rabenvolkes von seiner Gründung und Entstehung in der Frühzeit bis zu der Zeit der Kreuzigung Jesus. Er erzählt die Chronik eines Volkes, das nach festen Regeln und Traditionen lebt, großes handwerkliches Geschick beweist, Handel mit zahlreichen Völkern treibt und fortschrittliche zivilisatorische Ideen verfolgt, um den eigenen Bestand zu sichern. Ob nun durch Krankheiten, Glaubenskriege, Umweltkatastrophen, immer wieder ist das Volk der Raben gezwungen, sich neu zu erfinden, sich zu entwickeln, ja sogar neue Heimaten zu erobern, ohne dabei die eigenen Wurzeln zu vergessen. Im Laufe der Jahrhunderte zeigen sich zwei grundlegende Problemfelder, die die Entwicklung des Rabenvolkes wiederkehrend beeinflussen: zum einen die Gefahr von außen, durch sich verändernde globale Machtverhältnisse (unverschuldet) zwischen die Fronten zu geraten und dabei eventuell zugrunde zu gehen, und zum anderen die Gefahr von innen, durch den permanenten Zwiespalt zwischen dem Festhalten an Traditionen und der (notwendigen?) Anpassung an die Moderne, Teile der Gesellschaft bis hin zur eigenen (Volks)Identität zu verlieren.

    Charaktere

    Im Laufe der Chronik des Rabenvolkes begegnen dem Leser eine Vielzahl von Charakteren, deren Bedeutung für den Fortgang der Geschichte nicht immer sofort erkennbar ist. Es bleiben jeweils nur wenige Seiten, um die punktuell herausgegriffenen Ereignisse aus über 3000 Jahren zu schildern, was naturgemäß dazu führt, dass die Entwicklung der Charaktere kaum stattfinden kann. Kaum hat man sich in einem Zeitalter mit den geschichtlichen und religiösen Umständen vertraut gemacht und die bestimmenden Charaktere dieser Epoche kennengelernt, schon folgt ein Zeitsprung und die Protagonisten des letzten Kapitels sind nicht mehr als eine Randnotiz oder ein Verweis in den Annalen der Vergangenheit. Dieser Umstand macht es unheimlich schwer, sich in die Handlung der Geschichte einzufühlen oder sich gar mit dem Erleben der Handelnden zu identifizieren. Die Protagonisten sind, geschuldet dem schieren Umfang der zu erzählenden Jahre, nur sehr oberflächlich gestaltet, es bleibt einfach nicht genug Raum, ihnen Eigenheiten wie Ecken und Kanten zu verleihen. Genau das ist für mich einer der Schwachstellen dieses Buches: die Charaktere sind austauschbar und nehmen mich selten mit. Selbst für die Geschichte des Volkes der Raben so prägende Charaktere wie die Begründer des Volkes Rabo und Welgo oder auch der Prophet Elias haben für mich keinen Wiedererkennungswert. Ihr Erleben, ihre Wünsche, ihre Ängste, ihre Träume, ihre Gefühle, all das bleibt verborgen, und die jeweiligen Protagonisten damit eindimensional.

    Schreibstil

    Die Erzählweise in "Das Volk der Raben" ist sehr wechselhaft. Manche Kapitel haben mich durch eine lebhafte Gestaltung begeistert mitgerissen, andere hingegen wirkten auf mich sehr ermüdend. Vor allem wenn seitenweise globale Entwicklungen durch das Benutzen von indirekter Rede geschildert wurden, um die Erzählung auf dem Zeitstrahl der Geschichte voranzutreiben, fühlte ich mich als Leserin wenig abgeholt oder mitgenommen. So mancher Dialog wirkte seltsam hölzern, die Handlungsmotive einzelner Protagonisten wurden mir nicht präzise genug herausgearbeitet, Kausalketten nicht deutlich genug dargestellt.

    Fazit

    Beim Lesen dieses Buches merkt man sofort: Klaus D. Kuhlmann hat sich intensiv mit Themen wie Religionsgeschichte und der Geschichte der Zivilisation beschäftigt. Diese immens großen Themen in ein Buch zu packen, ist unbestritten eine Herausforderung. Und um ganz ehrlich zu sein: der Funke ist bei mir nicht immer übergesprungen. Ob es nun an meinem mangelnden Hintergrundwissen lag, oder ob der Autor wirklich ein zu großes Faktenwissen voraussetzt: ich musste mich phasenweise wirklich zwingen, das Buch weiterzulesen. Allzu oft verlor ich die Orientierung zwischen Saduzzäern, Babyloniern, Griechen, Römern und Phöniziern. Oft wusste ich nicht mehr, wer Feind oder Freund war oder wer gerade wen aus welchen Gründen hinterging. Oft fehlten mir die Entwicklung von Charakteren oder das Zeichnen von lebensnahen und farbenfrohen Bildern vor meinem geistigen Auge, die ein Mitfiebern oder Mitleiden mit dem Volk der Raben erst ermöglicht hätten. In den vielen Kapiteln jedoch, in denen es Klaus D. Kuhlmann gelingt, Emotionen zu wecken und Geschichte lebendig werden zu lassen, ist "Das Volk der Raben - Der Aufstieg" eine tolle Lektüre, die Lust macht, den zweiten Teil dieser Chronik zu lesen, um den Kampf dieses tapferen Volkes um das Fortbestehen seiner Traditionen und Werte beizuwohnen. Nicht zuletzt die schon jetzt im Buch auftauchenden Zeitsprünge in die Gegenwart lassen noch spannende Ereignisse erwarten.

 

Das Haus der tausend Räume: Roman.

Buchseite und Rezensionen zu 'Das Haus der tausend Räume: Roman.' von Diana Wynne Jones
NAN
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Inhaltsangabe zu "Das Haus der tausend Räume: Roman."

Charmain Baker hätte es wirklich besser wissen müssen: Es kann keine einfache Aufgabe sein, das Haus eines Zauberers zu hüten! Seit sie die Tür zur scheinbar winzigen Hütte ihres Onkels geöffnet hat, stolpert Charmain von einer Katastrophe in die nächste. Ein extrem magischer streunender Hund, ein verwirrter Zauberlehrling und ein erboster Clan von kleinen blauen Kreaturen sind ihre geringsten Probleme, als der König eine wahrhaft furchterregende Zauberin zu Hilfe ruft, um einen sagenumwobenen Schatz zu finden: Denn wo die mächtige Sophie auftaucht, sind der Zauberer Howl und der Feuerdämon Calcifer nicht weit, das weiß jeder. Was Howl und Sophie allerdings schließlich entdecken, überrascht niemanden mehr als Charmain.

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:252
Verlag:
EAN:
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Die Bücherfrauen: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Die Bücherfrauen: Roman' von Romalyn Tilghman
2.65
2.7 von 5 (3 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Die Bücherfrauen: Roman"

Mit ihrer Liebe zu Büchern schenken drei mutige Frauen einer zerstörten Kleinstadt neue Hoffnung In Prairie Hill, einer Kleinstadt irgendwo in Kansas, steht nach einem Tornado nur noch die Fassade der Bibliothek. Angelina kehrt für ihre Doktorarbeit zurück an den magischen Ort ihrer Kindheit. Ihre Liebe zum Lesen erbte sie von ihrer Großmutter Amanda. Frauen wie Amanda, die zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts Kultur in die entlegensten Winkel des Landes brachten, widmet Angelina ihre Studien. In Kansas begegnet sie zwei Frauen, die wie sie an einem Wendepunkt stehen. Gemeinsam entwickeln sie eine Schaffenskraft, die der Kleinstadt neue Hoffnung gibt. Am Ende der Welt finden die drei Frauen einen neuen Lebenssinn und ihr ganz persönliches Glück.

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:384
Verlag: FISCHER, S.
EAN:9783103970807
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Rezensionen zu "Die Bücherfrauen: Roman"

  1. Angelina, Traci und Gayle

    bewertet:
    2
    (2 von 5 *)
     - 15. Apr 2021 

    Klappentext:
    „In Prairie Hill, einer Kleinstadt irgendwo in Kansas, steht nach einem Tornado nur noch die Fassade der Bibliothek.
    Angelina kehrt für ihre Doktorarbeit zurück an den magischen Ort ihrer Kindheit. Ihre Liebe zum Lesen erbte sie von ihrer Großmutter Amanda. Frauen wie Amanda, die zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts Kultur in die entlegensten Winkel des Landes brachten, widmet Angelina ihre Studien. In Kansas begegnet sie zwei Frauen, die wie sie an einem Wendepunkt stehen. Gemeinsam entwickeln sie eine Schaffenskraft, die der Kleinstadt neue Hoffnung gibt. Am Ende der Welt finden die drei Frauen einen neuen Lebenssinn und ihr ganz persönliches Glück.“

    Allein am Klappentext merken Sie schon: hier geht es um Zusammenhalt und gegenseitige Hilfe. Das kam im Buch von Romalyn Tilgham auch sehr gut rüber aber, und nun kommt das aber, der Schreibstil war alles andere als rund, jedenfalls für meinen Geschmack. Die eine Story um Angelina (die eine von 3 Frauen) und Amanda hatte etwas rührendes, etwas feinfühliges und zartes, aber Tilgham hat es für mich nicht so umgesetzt wie ich es erhofft hatte. Der rote Faden vertüdelt sich zu oft, Tilgham verzettelt sich in zu vielen Phrasen und dadurch wirkt alles unrund und nicht so ganz greifbar wie man es gerne hätte. Im Buch geht es aber nicht nur um Angelina, es geht auch um Traci und Gayle - diese drei Frauen bilden schlussendlich das eigentliche 3er-Gespann. Die Story um Traci und Gayle erschienen mir weniger greifbar im Vergleich zu Angelina (keine Ahnung warum) aber auch im großen Ganzen war der Verlauf der Geschichten flach, trocken und oft auch zäh. Hier und da habe ich quer gelesen - kein gutes Zeichen bei mir für ein gutes Buch. Vielleicht lag es am ständigen Personen/Perspektiv-Wechsel der Kapitel...Ich fand es ermüdend und anstrengend zu lesen. Und ganz ehrlich: der Buchtitel sowie der Klappentext verwirren schon arg. Man bekommt als Interessent andere Fakten vorgelegt und ist dann überrascht was man da eigentlich liest.
    Ich glaube entweder liebt man dieses Buch oder man findet keinen Zugang dazu. Da ich zur letzteren Gruppe gehöre vergebe ich auch nur 2 von 5 Sterne.

  1. Drei Frauen und ein Neuanfang

    bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 03. Apr 2021 

    Drei Frauen und ein Neuanfang. Traci verlässt New York recht überstürzt um in New Hope im Kulturzentrum als Dozentin anzufangen. Angelina kehrt zurück, um ihre Doktorarbeit über Andrew Carnegie zu beenden und ihrer verstorbenen Großmutter nah zu sein. Und Gayle hat im Nachbarort Prairie Hill alles verloren, als ein Tornado den ganzen Ort der Erde gleich gemacht hat.

    Der Leser begleitet die drei Frauen durch ihre Geschichte. Mit jedem Kapitel wechselt die Perspektive und eine andere erzählt von ihrem Leben. An sich lässt sich das gut lesen, allerdings kann man am Ton nicht erkennen, wen man gerade begleitet. Irgendwie fehlt den Frauen da die eigene Stimme. Gayle kommt von der Länge der Kapitel her auch deutlich schlechter weg, als Angelina und Traci und bleibt daher auch ziemlich blass.

    Was mich ein wenig gestört hat war tatsächlich der deutsche Titel. Die einzige mit einer wahren Leidenschaft für Bücher ist eigentlich Angelina, die ja auch zur Entstehung der Carnegie Bibliotheken in Kansas forscht. Traci ist mehr Künstlerin und Gayle muss erst einmal versuchen ihr Leben wieder auf die Reihe zu bekommen und zu entscheiden, wie es für sie weitergehen soll. Bindeglied ist dabei das Kulturzentrum in New Hope, in dem sich die drei kennenlernen und Freundschaft schließen.

    Leider sind der Autorin auch einige Recherchepatzer passiert, Wer im Jahr 1971 geboren ist feiert sicher nicht im Jahr 2008 seinen vierzigsten Geburtstag. Auch die Lebensdaten von Angelinas Vater und Großmutter waren für mich nicht schlüssig. In meiner Familie (ich bin Jahrgang 1972) hätten die Daten eher zur Urgroßmutter und Großmutter gepasst.

    Am Anfang habe ich mir schwer getan mit dem Buch, es hat mich nicht wirklich gefesselt. Gegen Ende wurde die Geschichte dann aber flüssiger, die drei Geschichten fanden zueinander und es wurden einige Geheimnisse gelüftet, was das Ganze nochmal etwas spannender gemacht hat. Von daher habe ich das Buch dann halbwegs versöhnt beendet.

  1. Drei Frauen und ihre Liebe zu Büchern

    bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 24. Feb 2021 

    Prairie Hill und New Hope in Kansas sind, bzw waren kleine, unbedeutende Örtchen in Kansas. Prairie Hill hat nach einem Tornado aufgehört zu existieren und Gayle sucht in den wenigen Resten ihres früheren Heims nach Erinnerungsstücken.

    Angelina will nach 10 Jahren Unterbrechung endlich ihre Doktorarbeit beenden. Sie plant eine Arbeit über die Bedeutung der von Carnegie gestifteten Büchereien für das kulturelle Leben auf dem platten Land. Als Kind verbrachte sie einmal einen unvergesslichen Monat auf der Farm ihrer Großmutter und die örtliche Carnegie Bibliothek legte den Grundstein für ihre Liebe zur Literatur.

    Traci ist eine junge Künstlerin aus New York, die dringend einen Job braucht und möglichst weit weg von ihrem Vermieter und der verwanzten kleinen Wohnung. Das Angebot als Gastkünstlerin ein Jahr im Kulturzentrum von New Hope zu arbeiten, ist eine Chance für sie.

    So begegnen sich drei unterschiedliche Frauen und müssen sich den Herausforderungen stellen. Das Leben in amerikanischen Kleinstädten kennt man in ihrer Gleichförmigkeit aus vielen Filmen und genau diese Bilder lässt die Autorin entstehen. Bibelfest und voller Gottvertrauen, konservativ und nach anfänglichem Misstrauen doch offen für Neues, so zeigen sich vor allem die Frauen. In denen scheint das Gen der Siedlerfrauen zu stecken. Jede Schwierigkeit wird angegangen und immer findet sich ein Weg, wenn man nur zusammenhält und aufeinander achtet.

    Die Personenzeichnung von Romalyn Tilghman fand ich ziemlich stereotyp. Richtig nah kommt man den Frauen nicht und auch die Handlung hat etwas von der Landschaft: Gleichförmig und vorhersehbar. So ist auch die Erzählweise sehr konventionell, fast ein wenig hölzern, was möglicherweise der Übersetzung geschuldet sein könnte. Der Blickwechsel auf die drei Hauptpersonen brachte auch nicht viel Spannung in die Handlung, auch wenn ein paar Familiengeheimnisse dafür sorgen sollten. Stellenweise erinnerte mich die Erzählweise an den Stil der 50iger/60iger Jahren. Ich hatte mir nach der Verlagswerbung etwas Anspruchsvolleres, Literarisches erhofft, aber so bleibt es beim Eindruck eines nett zu lesenden, aber beliebigen Frauenromans, der so typisch den amerikanischen Mittelwesten beschreibt, Coca-Cola-Marshmallow-Torte inklusive.

    Schade, dass das Thema der Carnegie-Büchereien dabei in den Hintergrund geriet.

    Wohlwollende drei Sterne.

 

Geheimakte Midas

Buchseite und Rezensionen zu 'Geheimakte Midas' von André Milewski
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Geheimakte Midas"

Format:Taschenbuch
Seiten:384
Verlag:
EAN:9783752974010
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Rezensionen zu "Geheimakte Midas"

  1. Ein packender archäologischer Abenteuerroman

    5
    (5 von 5 *)
     - 15. Feb 2021 

    „Vor der Vergangenheit kannst du nicht davonlaufen. Sie wird immer ein Teil von dir sein.“ (Zitat Seite 25)

    Inhalt
    Max Falkenburg steht kurz vor dem Abschluss seines Archäologie-Studiums, als er und seine Studienfreunde Patrick O’Malley und Joseph Carter den japanischen Archäologen Professor Morita im Juni 1955 auf ein Symposium nach Athen begleiten darf. Zu seiner Überraschung erhält sein verstorbener Vater Carl Falkenburg, einen Ehrenpreis für seine herausragenden Leistungen als Ägyptologe, den nun Max als Sohn entgegennimmt. Mehrere Archäologen treten an Max heran und fragen nach Aufzeichnungen und einem Tagebuch seines Vaters, der neue Hinweise auf das Goldene Vlies gefunden haben soll. Obwohl er davon nichts weiß, wird er mit dem Ruf seines Vaters erpresst und entführt. Doch Professor Morita, Joe und Patrick fliegen nicht ohne Max zurück in die USA, sie folgen seiner Spur und damit beginnt ein gefährliches Abenteuer.

    Thema und Genre
    Dieser archäologische Abenteuerroman spielt in Griechenland und in der Türkei und diesmal geht es um den mythologischen König Midas und das Goldene Vlies.

    Charaktere
    Max Falkenburg hat sich endgültig für die Archäologie entschieden und sein Fachwissen hilft ihm in Verbindung mit seinem Mut, auch scheinbar aussichtslose Situationen zu meistern. So unterschiedlich die Hauptcharaktere sind, so sympathisch sind sie und sie halten in jeder Situation zusammen.

    Handlung
    Der Weg führt Max Falkenburg diesmal über Izmir zu den Tumulus-Gräbern von Gordion, der antiken Hauptstadt des Phrygerreiches und nach Midasstadt im anatolischen Hochland. Weiter folgen sie dem mythischen Vlies bis nach Kolchis im heutigen Georgien. „Du hast ein Talent dafür, immer irgendwelche Spinner anzuziehen“, kommentierte Joe trocken mit Blick auf den Deutschen. (Zitat Seite 174) Damit hat Joe absolut Recht. Denn auch die Alchemisten sind auf der Suche nach dem Goldenen Vlies, welches als Stein der Weisen gilt. Es sind Zweckgemeinschaften mit unterschiedlichen Interessen, die sich auf die Spuren von Max Falkenburg und seine Entführer geheftet haben und sie schrecken vor Mord nicht zurück. Die Geschichte ist eine gekonnt inszenierte Mischung aus interessanten Fakten, zum Beispiel die Ausgrabungen von Gordion betreffend, und spannender Fiktion. Die Sprache passt ins Genre, liest sich flüssig, rasant in den Actionszenen und nimmt sich dennoch Zeit für Erläuterungen und lebhafte Beschreibungen. Humorvolle Dialoge runden das Gesamtbild ab.

    Fazit
    Ein packendes archäologisches Abenteuer zwischen Fakten und Fiktion, zwischen Wissenschaft und Action.

 

Geheimakte Atlantis

Buchseite und Rezensionen zu 'Geheimakte Atlantis' von André Milewski
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Geheimakte Atlantis"

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:402
Verlag:
EAN:
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Rezensionen zu "Geheimakte Atlantis"

  1. Ein packender Abenteuerroman

    5
    (5 von 5 *)
     - 02. Feb 2021 

    „Mein alter Mentor, Sir William Rutherford, hat ein Stück Metall gefunden, von dem er sicher glaubt, dass es sich um Orichalcum handelt, das legendäre Metall, das den Atlantern ebenso wertvoll wie Gold gewesen sein soll und aus dem sie eine riesige Schutzmauer um ihre Hauptstadt errichtet hatten.“ (Zitat Seite 51)

    Inhalt
    Vor Jahren hatte Dr. Jody Wellesley am Trinity College bei Sir William Rutherford studiert. Nun führt eine Reise den bekannten Archäologen in die Vereinigten Staaten und er besucht seine frühere Studentin in Boston. Bei einem gemeinsamen Abendessen zeigt er ihr ein ungewöhnlich schweres Stück Metall. Es kann sich nur um das legendäre Orichalcum handeln und er will Jody und ihren Freund Max Falkenburg überreden, ihn auf eine Expedition zu begleiten und ihn bei seiner Suche nach Atlantis zu unterstützen. Am nächsten Tag ist Sir William verschwunden und Max ist überzeugt, dass der Archäologe entführt worden ist. Sie folgen seinen Spuren und erkennen rasch, wer ihre mächtigen Gegner sind. Diese Gruppe von Männern weiß genau, dass in dem verschwundenen Inselreich Atlantis die kostbarste, mächtigste Substanz der Alchemie verborgen ist.

    Thema und Genre
    Dieser spannende Roman handelt von der Suche nach dem legendären Atlantis, wobei der Autor genau recherchierte Fakten und wissenschaftliche Hintergründe mit einem fiktiven Abenteuer verbindet.

    Charaktere
    Alle Charaktere sind sehr anschaulich geschildert, ihre Beweggründe sind nachvollziehbar. Max, Jody, Joe und Professor Crichton suchen konzentriert und intensiv und geben nicht auf, auch als mächtige Gegner ihr Leben bedrohen. Sie treffen auf alte Bekannte, Freunde, Feinde und nicht immer ist der Unterschied klar erkennbar.

    Handlung und Schreibstil
    Nach einem kurzen Prolog, einem Ereignis, das beinahe zweihundert Jahre zurückliegt, beginnt die aktuelle Handlung, die im Jahr 1963 spielt. In kurzen Kapiteln, die zwischen den handelnden Personen und Orten wechseln, wird die Geschichte rasant erzählt. Die Handlung führt von Amerika nach Europa, von New York nach Paris, Athen, an die spanische Küste und dann nach Marokko. Humorvolle Dialoge, Informationen über wissenschaftliche Details und lebhafte Schilderungen der unterschiedlichen Örtlichkeiten wechseln einander mit spannenden Actionszenen ab. Es spielt keine Rolle, wenn man die bisherigen neun Geheimakte-Romane der Serie nicht gelesen hat. Es gibt zwar einige Hinweise auf vorhergehende Fälle, es tauchen alte Bekannte auf, aber dem Autor gelingt es, hier nur auf jene Details zu verweisen, welche für diese aktuelle Geschichte wichtig sind, ohne dabei zu viel zu verraten und dadurch die Spannung zu nehmen, im Gegenteil, es macht neugierig, auch die anderen Abenteuer zu lesen.

    Fazit
    Dieser packende Roman, in dessen Mittelpunkt die Suche nach dem mythischen Inselreich Atlantis steht, schildert das neueste Abenteuer des sympathischen Archäologenpaares Jody Wellesley und Max Falkenburg. Geschichtliche Fakten, interessante Informationen und spannende Action machen auch dieses zehnte Buch der Geheimakte-Serie zu einem Pageturner.

 

Die Päpstin: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Die Päpstin: Roman' von Donna W. Cross
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Inhaltsangabe zu "Die Päpstin: Roman"

Im bitterkalten Winter des Jahres 814 bringt die heidnische Frau des Dorfpriesters ein Mädchen zur Welt: Johanna. Sie wächst in einer Welt düsteren Aberglaubens auf, gegen den ihr Vater grausam zu Felde zieht; er läßt sogar die Hebamme des Ortes als Hexe verfolgen. Ein Mensch erkennt bei Johanna besondere Gaben: Aeskulapius, der Pädagoge aus dem fernen Byzanz, weist sie als einziges Mädchen in die Lehren der Philosophie und Logik ein. Doch beinahe wird Johanna ihr Wissensdurst zum Verhängnis. Nur der Ritter Gerold, ihr Freund und späterer Liebhaber, vermag sie vor dem grausamen Magister Odo zu bewahren. Nach einem verheerenden Feldzug der Normannen weiß sie endgültig: Frauen wie sie überleben in dieser Welt nicht. So geht sie als Mönch verkleidet ins Kloster Fulda. Als Medicus betritt sie Jahre später Rom, die Stadt des Papstes - wo die Wechselfälle des Schicksals sie schließlich selbst auf den heiligen Stuhl bringen.

Format:Taschenbuch
Seiten:567
EAN:9783352009518
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Der Buchspazierer: Roman

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Rezensionen zu "Der Buchspazierer: Roman"

  1. Gemeinschaft

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 30. Jan 2021 

    Ein tolles Buch über die Liebe zu Büchern und die Verbundenheit von Lesern.

    Carl Kollhoff war sein Leben lang Buchhändler und ist nun mit seinen 72 Jahren in seiner alten Buchhandlung für das Ausliefern bestellter Bücher zuständig. Dabei genießt er den Gang durch seine Stadt, seinen Kunden gibt er eigene Namen und er ist bekannt dafür, für jeden das wirklich richtige Buch zu finden.

    Eines Tages taucht Schascha auf, ein neunjähriges Mädchen, das beschlossen hat, ihn auf seinen Wegen zu begleiten. Schascha lässt sich nicht von ihm abwimmeln und so gewöhnt er und seine Kunden sich schnell daran, dass das aufgeweckte Mädchen ihn begleitet.

    Schascha ist dann auch mit ein Grund, warum sich sein Leben noch einmal verändert, als er es am wenigsten geglaubt hat.

    Carsten Henn ist mit Der Buchspazierer ein wunderbares Buch für Buchliebhaber gelungen. Man fühlt sich sofort mit dem etwas schrulligen Carl verbunden und Schascha kann man sowieso nicht widerstehen. Dabei bietet die Handlung jede Menge Abwechslung, nach ganz wunderbaren, heimeligen Szenen folgen auch immer wieder welche, in denen man gerne in die Handlung eingreifen würde, um manch einen zu schütteln oder ihn von seinen Taten abzuhalten. Es ist immer wieder sehr schön, aber auch manchmal sehr traurig.

    Am Ende schließt man dieses Buch leicht wehmütig. Es hat ein gutes Ende, aber ich hätte noch lange weiterlesen können, so schön war es darin abzutauchen.

    Von mir daher eine volle Leseempfehlung!

  1. Poetisches Lesevergnügen, nicht nur für Bücherwürmer

    5
    (5 von 5 *)
     - 09. Nov 2020 

    „Wenn er die Bettdecke über sich zog, tat er es in dem Bewusstsein, dass er am nächsten Tag wieder ein paar ganz besondere Bücher zu einem ganz besonderen Kunden bringen durfte.“ (Pos. 307)

    Inhalt
    Carl Kollhoff ist zweiundsiebzig Jahre alt, doch sein Beruf als Buchhändler ist nach wie vor ein wichtiger Teil seines Lebens. Täglich macht er seine abendliche Runde und bringt bestellte Bücher persönlich bei seinen besonderen Kunden vorbei. Es sind Menschen, die schon auf ihn und das neue Buch warten. Oft stößt unterwegs „Hund“ zu ihm, eine streunende Katze, die sich aber Carls Meinung nach wie ein Hund benimmt. Dann plötzlich taucht auch Schascha auf, neun Jahre alt, neugierig, ein Mädchen, das sich viele Gedanken macht und beschlossen hat, Carl ab sofort auf seinem Spaziergang zu begleiten. Doch wie lange noch? Denn Sabine Gruber, die Tochter seines ehemaligen, langjährigen Chefs, hat die Buchhandlung „Am Stadttor“ übernommen und will den Auslieferungsservice einstellen.

    Thema und Genre
    In diesem Roman geht es um Bücher und ihre magische Kraft, Menschen zu verbinden. Themen sind Einsamkeit, Alter, Schicksale, Freundschaft und die spontane Kreativität von Kindern.

    Charaktere
    Carl Kollhoff lebt zurückgezogen mit seinen Büchern in einem durch seine Spaziergänge definierten Umfeld. „Du bist der Buchspazierer. So nenne ich dich.“ (Schascha, Pos. 356). Seine Kunden brauchen ihn und seine Besuche ebenso, wie er sie. Doch erst durch die aufgeweckte, Schascha, die sehr genau beobachtet und sich viele Gedanken macht, lernt auch Carl, genauer hinzuschauen, hinter das Offensichtliche. Doch nicht nur diese beiden Hauptfiguren schließt man sofort ins Herz, auch die Menschen, die Carl besucht, schrullige Einzelgänger mit ihren eigenen Themen, nehmen uns beim Lesen sofort für sich ein.

    Handlung und Schreibstil
    Es ist eine ruhige Geschichte, der Autor nimmt sich Zeit, die einzelnen Figuren zu schildern, ihr Leben, ihre Gefühle, Erinnerungen. Carls Umfeld wird ausführlich und eindrücklich beschrieben, seine Wege, die er täglich zurücklegt, die dennoch nie eintönig sind. Dann tritt Schascha in die Geschichte, stört die einsame Ruhe, die Carl so schätzt und zunächst auf keinen Fall aufgeben will. Zuerst neugierig beobachtend, beginnt sie zunächst leise, aber hartnäckig, die Routine zu verändern, weil sie mit ihren neun Jahren manche Dinge anders sieht und lose Fäden erkennt, die sich verknüpfen lassen.

    Fazit
    Eine einfühlsame, poetische Geschichte über die Magie von Büchern, aber ebenso über Einsamkeit und Probleme, für die sich erst durch Hinschauen und Zuhören Lösungen finden lassen. Auch sprachlich überzeugt dieser leise Roman über einen alten, ruhigen Buchhändler mit einer großen Liebe zu Büchern und ein neugieriges, aufgewecktes Mädchen, das sagt, was es sieht und denkt. Lesevergnügen, das nicht nur Bücherwürmer verzaubern wird.

 

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