Der Ring des Generals: Die Löwenskölds 1

Buchseite und Rezensionen zu 'Der Ring des Generals: Die Löwenskölds 1' von  Selma Lagerlöf
NAN
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Inhaltsangabe zu "Der Ring des Generals: Die Löwenskölds 1"

Format:Audible Hörbuch
Seiten:0
Verlag: SAGA Egmont
EAN:
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Kleine Dinge wie diese

Buchseite und Rezensionen zu 'Kleine Dinge wie diese' von Claire Keegan
5
5 von 5 (2 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Kleine Dinge wie diese"

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:94
Verlag: Steidl Verlag
EAN:
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Rezensionen zu "Kleine Dinge wie diese"

  1. Die Entscheidung

    Wegschauen und schweigen oder aktiv werden und etwas gegen die Missstände tun? Vor dieser Entscheidung steht kurz vor Weihnachten 1985 der irische Kohle- und Holzhändler Bill Furlong, als er in New Ross bei einer Lieferung mit den Missständen im Kloster, das über diesen Ort thront, konfrontiert wird. Die Nonnen vom Guten Hirten, betrieben nicht nur eine Lehranstalt für Mädchen, sondern auch eine Wäscherei. Über letztere wird einiges gemunkelt!

    Die katholische Kirche ist zu dieser Zeit in Irland eine große und despotische Institution mit wirtschaftlicher Macht. Mit ihr ist nicht zu spaßen! Und in Irland kämpfen viele Menschen ums Überleben: viele Firmen waren geschlossen worden, viele Iren waren arbeitslos, Junge wanderten aus, um dem Elend zu entgehen.

    Furlong hatte bisher in seinem Leben Glück: entgegen der üblichen Handhabung beschäftigte die Arbeitgeberin Mrs. Wilson seine Mutter weiterhin im Haushalt, obwohl diese mit 16 Jahren schwanger wurde – Vater unbekannt. (Ihre Verwandtschaft wollte keinen Kontakt mehr mit ihr.) Bill hatte somit mit seiner Mutter ein Zuhause, erhielt sogar Bildung, vermisste aber einen Vater. Inzwischen ist er verheiratet mit Eileen und sie haben fünf Töchter, die sich gut entwickeln.

    Furlong ist ein arbeitsamer, herzensguter Mensch, der auch sehr sozial eingestellt ist: er behandelt seine Arbeiter fair und sein Kleingeld, das er einstecken hat, verschenkt er meistens an Notdürftige.
    Durch die Jahre unseres Sohnes in Irland habe ich eine besondere Beziehung zu diesem herrlichen Land. Und so kamen viele lebhafte Erinnerungen auf – auch dank der bildhaften Beschreibungen. Ich fieberte stark mit Furlong mit und war gespannt auf seine Entscheidung!

    Diese Geschichte, die nur 112 Seiten umfasst, berührte mein Herz sehr! Es tat unheimlich gut, von einem Menschen zu lesen, bei dem Egoismus und Raffgier nicht im Vordergrund stehen, sondern ein liebevolles und wertschätzendes Miteinander. Sehr gut könnte ich mir hier eine Verfilmung zu einer Weihnachtsgeschichte vorstellen.

    Nachhaltige Sätze wie z.B. „……fragte er sich, ob es überhaupt einen Sinn hatte, am Leben zu sein, wenn man einander nicht half. War es möglich, all die Jahre, die Jahrzehnte, ein ganzes Leben lang weiterzumachen, ohne wenigstens einmal den Mut aufzubringen, gegen die Gegebenheiten anzugehen, und sich dennoch Christ zu nennen und sich im Spiegel anzuschauen?“ werden lange in mir nachhallen.

    Fünf Sterne vergebe ich diesem inhaltsstarken Buch und ich wünsche ihm von ganzem Herzen viele Leser!

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  1. Aus der Nähe betrachtet

    Dieser kleine, nur 112 Seiten starke, Roman ist es wert, etwas genauer betrachtet und vorgestellt zu werden. Schauplatz ist das Städtchen New Ross, im Südosten der Republik Irland gelegen. Man schreibt das Jahr 1985, ein kalter Winter steht bevor und der Kohlenhändler Bill Furlong hat alle Hände voll zu tun. Fünf Töchter hat er, die bislang gut einschlagen, Musikinstrumente erlernen, im Kirchenchor singen und in der angesehenen Schule St. Margarets unterrichtet werden, die Seite an Seite und in Verbindung zum Nonnenkloster steht, das Furlong regelmäßig mit Brennmaterial beliefert. Furlong ist zu jedermann freundlich, verschenkt zum Verdruss seiner Frau gerne das Kleingeld in seinen Taschen, er hat eine soziale Ader.

    Wir verfolgen Furlongs Gedankengänge, haben Anteil an seinem arbeitsreichen Alltag und seinen Begegnungen mit anderen Menschen. Bill Furlong ist ein guter, christlich geprägter Charakter, der zu schätzen weiß, was er erreicht hat, der aber auch weiß, dass nicht jedem Menschen ein so glückliches Schicksal beschieden ist. „Furlong war aus dem Nichts gekommen. Aus weniger als dem Nichts, könnte man sagen.“ Sein Werdegang hätte ganz anders verlaufen können, wenn nicht die gut situierte Mrs. Wilson seine damals 16- jährige schwangere Mutter weiter in ihrem Haushalt beschäftigt hätte, anstatt sie, wie seinerzeit üblich, als moralisch verworfenes Mädchen fortzujagen. Über seinen Vater weiß Furlong nichts, seine Sehnsucht nach Identität und Wurzeln ist jedoch unverkennbar.

    Über dem Ort thront das Kloster. Man erzählt sich seltsame Geschichten darüber, denen Furlong zunächst aber keinen rechten Glauben schenkt. Junge „gefallene“ Mädchen sollen dort unter unwürdigen Bedingungen leben und als Arbeitskräfte in der angeschlossenen Wäscherei Buße tun. Die allgemeine Empörung hält sich in Grenzen, da die Kirche Einfluss und Macht besitzt. Eine gute Portion Doppelmoral hört man heraus - was hinter den dicken Mauern passiert, ist nicht von Interesse.

    Weihnachten steht vor der Tür. Bei einer weiteren Kohlelieferung zum Kloster macht Furlong Entdeckungen, die ihn zutiefst verstören. Er fühlt sich hin und her gerissen zwischen den Verpflichtungen seiner Familie gegenüber und jenen als Christenmensch. Was soll er tun?

    Das schmale Buch liest sich wie eine Parabel, entwickelt dabei große Intensität. Der Schreibstil ist ruhig, aber sehr atmosphärisch. Man kann sich die Winterkälte, den Nebel, die leeren Straßen mit den frierenden Menschen bildlich sehr gut vorstellen. Insbesondere lernt man Bill Furlong sehr gut kennen, der immer wieder feststellt, dass auch kleine Dinge aus der Nähe betrachtet ganz anders wirken als aus der Ferne. Die Geschichte hätte das Zeug zum Weihnachtsklassiker, wenn auch der komplette Verlauf nichts Märchenhaftes an sich hat, sondern sehr realistisch gehalten ist, wie uns die Autorin in ihrem kurzen Nachwort belegt.

    Wenn der Steidl Verlag sagt: „Mit wenigen Worten erschafft Claire Keegan eine ganze Welt“, möchte ich ihm uneingeschränkt zustimmen. Riesige Lese-Empfehlung!

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Unsre verschwundenen Herzen

Buchseite und Rezensionen zu 'Unsre verschwundenen Herzen' von  Celeste Ng
NAN
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Inhaltsangabe zu "Unsre verschwundenen Herzen"

Format:Audible Hörbuch
Seiten:0
EAN:
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Vladimir: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Vladimir: Roman' von Julia May Jonas
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Vladimir: Roman"

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:298
EAN:
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Rezensionen zu "Vladimir: Roman"

  1. Leidenschaft einer alternden Frau

    ch musste lange überlegen, wie ich das Buch bewerten soll und kam zum einer fünf- Sterne Bewertung. Aber Warnung das Buch polarisiert. Entweder man lehnt das Ende total ab oder man kann darüber hinwegsehen, da es wirklich gut geschrieben ist. Bei mir ist das Letzte der Fall. Es hat mich nach dem Lesen auch wirklich beschäftigt und egal wie man die Handlungen dieser Frau bewertet oder sieht es ist wirklich sehr gute Literatur!!

    Inhalt:

    Eine 58- jährige Professorin verliebt sich in einen 40 jährigen Jungprofessor Vladimir. Er ist sexy, durchtrainiert und sie spürt eine totale Verbindung zu ihm. Ihre sexuellen Fantasien umkreisen ihn.

    Ich denke es ist auch eine Übersprungshandlung, denn ihr Mann wurde als Professor der Literatur suspendiert. Er hatte Sex mit Studentinnen, als dies noch erlaubt war. Man wirft ihm Vergewaltigung oder zumindest einen Missbrauch seiner Macht vor.

    Auf jeden Fall flirten die 58 jähirge Protagonistin mit Vladimir und umgekehrt und als sie sich zu zweit verabreden, nun ja ich würde es als hochgradig gestörtes Verhalten der Protagonistin einstufen:

    Ich hätte nach diesem Höhepunkt und dem gestörten Verhalten der Frau das Buch empört in die Ecke geschmissen. Aber das Ende und der tiefe Fall der Frau + ihrem Mann hat mich irgendwie wieder ausgesöhnt.

    Irgendwie hat das Buch und das Ende sehr beschäftig und aus diesem Grund stufe ich das Buch als 5 Sterne Buch ein.

    Positiv:

    Es ist gut geschrieben, tolle Erzählstimme, als Leser lebt man richtig in diesem Universitätscampus, sehr intensives Leseerlebnis mit allen Gefühlen, die es so gibt, viele Gespräche über Literatur,

    Negativ:

    Die Protagonistin hat ein sehr schlechtes Selbstbild, sie fühlt sich als Opfer von ihrem Mann und seinem Fremdgehen, obwohl sie es ihm erlaubt hat mit anderen Frauen zu schlafen und auch sie ist ihm fremd gegangen,, sie betont immer wieder wie alt und faltig sie sei und macht sich dadurch selbst lächerlich mit ihren Schönheitsversuchen,, gestörtes Verführungsverhalten der Protagonistn, sie musste erst ihr "Lust" Objekt mit Psychopharmaka betäuben, da er sonst in ihren Augen nicht "willig" ist.

    Fazit:

    Obwohl das negative Verhalten der Protagonistin das Ende negativ beschattet, muss ich sagen, dass ich selten ein so gut komponierten und konstruierten Roman gelesen habe. Es hat mich beschäftigt, geärgert und das Ende hat mich dann ausgesöhnt!

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Ferne Gestade

Buchseite und Rezensionen zu 'Ferne Gestade' von Abdulrazak Gurnah
3
3 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Ferne Gestade"

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:417
EAN:
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Rezensionen zu "Ferne Gestade"

  1. 3 Sterne

    Klappentext:
    „Es ist ein später Novembernachmittag, als Saleh Omar auf dem Flughafen Gatwick landet. In einer kleinen Tasche, dem einzigen Gepäck, das der Mann aus Sansibar bei sich trägt, liegt sein wertvollster Besitz: eine Mahagonischachtel mit Weihrauch. Eben noch war Omar Inhaber eines Geschäftes, er besaß ein Haus, war Ehemann und Vater. Jetzt ist er ein Asylbewerber, und Schweigen ist sein einziger Schutz. Während Omar von einem Beamten ins Verhör genommen wird, lebt nicht weit entfernt, zurückgezogen in seiner Londoner Wohnung, Latif Mahmud. Auch er stammt aus Sansibar, hatte jedoch bei der Flucht aus seiner Heimat einst den Weg über den »sozialistischen Bruderstaat« DDR gewählt. Als Mahmud und Omar Jahre später in einem englischen Küstenort aufeinandertreffen, entrollt sich beider Vergangenheit: eine Geschichte von Liebe und Verrat, von Verführung und Besessenheit, und von Menschen, die inmitten unserer wechselvollen Zeit Sicherheit und Halt suchen.“

    Dies war mein erstes Buch von Schriftsteller Abdulrazak Gurnah. Die Geschichten rund um Saleh Omar und Latif Mahmud haben ihre gewisse Spannung und ihre Faszination aber dennoch konnten sie mich nicht so einnehmen wie erhofft. Vieles blieb unausgesprochen, vieles blieb unvollendet, vieles war zum wirr und unglaubwürdig und so einige Dinge liesen mich einfach ratlos zurück. Auch wenn die Geschichte bereits 2002 veröffentlich wurde, hat sie an Aktualität nichts verloren. Der Autor nimmt einen auf besondere Weise an die Hand und führt uns in eine andere Welt. Richtig wohl fühlt man sich dort nicht und genau das ist der Punkt. Omar und Mahmud müssen genau dies und man versucht ihnen zu folgen. Dies wird leider nur nicht immer leicht für den Leser, da zu viele verschachtelte Sätze das Lesen etwas erschweren. Zur Story an sich will ich gar keine weiteren Inhaltsangaben machen - die muss man einfach selbst erlesen. Jeder wird hier andere, für sich wichtige, Punkte finden die entweder für oder gegen das Buch sprechen.
    Die Geschichte hat den gewissen Biss aber Abdulrazak Gurnah verzettelt sich in zu vielen Nebensächlichkeiten und Personen, dass es schwer fällt, hier am Ball zu bleiben. Die Geschichte ist gut (3 Sterne) aber mehr auch nicht.

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Yarima

Buchseite und Rezensionen zu 'Yarima' von Kenneth Good
NAN
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Inhaltsangabe zu "Yarima"

Autor:
Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:416
Verlag: Lübbe
EAN:9783785706459
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