Schwarzbuch Corona

Buchseite und Rezensionen zu 'Schwarzbuch Corona' von Jens Berger
NAN
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Inhaltsangabe zu "Schwarzbuch Corona"

Autor:
Format:Broschiert
Seiten:208
Verlag: Westend
EAN:9783864893438

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Mutter werden. Mutter sein. - Autorinnen über die ärgste Sache der Welt

Buchseite und Rezensionen zu 'Mutter werden. Mutter sein. - Autorinnen über die ärgste Sache der Welt' von  Barbara Rieger (Hg.)
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Mutter werden. Mutter sein. - Autorinnen über die ärgste Sache der Welt"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:216
Verlag:
EAN:9783701181971

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Rezensionen zu "Mutter werden. Mutter sein. - Autorinnen über die ärgste Sache der Welt"

  1. Positionen neu überdenken

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 17. Aug 2021 

    Ich bin eine immer noch engagierte Mutter zweier erwachsener Kinder und bei meiner Tochter, meiner Schwiegertochter erlebe ich hautnah mit, was es heißt, heutzutage Mutter zu sein. Allein deshalb hat mich dieses Buch angesprochen
    ( das Cover war es sicherlich nicht!).
    Die Herausgeberin Barbara Rieger versammelt hier die Texte von fünfzehn weiteren deutschsprachigen Autorinnen ; die Jüngste ist Jahrgang 1986, die älteste Jahrgang 1963. Alle setzen sich auf ihre ganz spezielle Weise mit dem Thema „ Mutterschaft“ auseinander. Es gibt fiktionale Texte, aber auch Essays, Briefe, Autobiographisches usw. Im Anhang werden alle Autorinnen kurz vorgestellt.
    Ganz aktuell beschäftigt sich eine Schwangere kurz vor der Geburt nicht nur mit den üblichen Fragen und Zweifeln, sondern muss sich auch mit der derzeitigen Bedrohung durch das Virus auseinandersetzen.
    Franziska Hauser macht sich in ihrem lesenswerten Aufsatz „ Wechseljahre treffen auf Pubertät, treffen auf Lockdown und erinnern an Mauerfall“ Gedanken über die Unterschiede zwischen Ost und West. In der ehemaligen DDR bekam man Kinder, oft relativ früh, ohne über die Frage nachzudenken, ob man sich diese leisten könne. Denn: „ Das Existieren war billig, der Luxus teuer. Seit der Wende ist es umgekehrt.“ Danach musste sie sich überlegen, wie sie ihren Kindern klarmachen sollte, dass überall greifbarer Luxus nicht zu haben ist, weil nach Abzug von Miete und Essen kaum was übrig bleibt.
    Teresa Bücker stellt die provokante Frage: „ Ist es radikal, ein Kind ohne Partner zu bekommen?“ Welche Möglichkeiten haben Frauen mit Kinderwunsch ( 74% der deutschen Single- Frauen ), wenn sie auf Männer treffen, die keine Kinder möchten ( 67% der deutschen Single- Männer ) ? Warten auf bessere Zeiten ? Mit dem Risiko, dass sie bis dahin zu alt sind, um ihren Kinderwunsch zu realisieren. Oder soll sie sich für das Kind und gegen den Mann entscheiden? Wenn ja, braucht es dafür das richtige Umfeld , „… um gemeinsam das Dorf zu bauen, das die Kleinfamilie aus zwei müden Erwachsenen niemals war und sein kann.“
    Gleich drei Autorinnen beschäftigen sich mit den Problemen, vor denen schreibende Mütter stehen. Als Gegenbeispiel führt Sandra Gugic einen Jung- Autor an, der seine Schreibkrise überwunden hat, indem er von morgens früh um 8 Uhr bis nachts um 1 Uhr an einem sog. Tagebuch schrieb , „…mit einer Nachmittagspause für die Familie….Ich muss lachen. Ich stelle mir vor, wie seine Partnerin den geplagten Autor von den alltäglichen Unterbrechungen abgeschirmt haben muss, die jedes Familienleben mit sich bringt,…, wie schon Jahrzehnte, Jahrhunderte vor ihr Frauen Raum und Zeit geschaffen haben für die Kreativität ihrer Partner.“
    Und die diesjährige Bachmann- Preisträgerin Nava Ebrahimi schreibt : „ Mutter sein und schreiben, das heißt immer an einer Stelle wund zu sein. Entweder es fehlen die Aufträge und Lesungen, oder es fehlt die Zeit mit den Kindern.“ Trotzdem ist es wichtig zu schreiben, auch über Muttersein, denn : „ Kinder haben mein Denken verändert, meinen Blick auf die Welt , auf meine eigene Kindheit, auf meine Eltern, auf Beziehungen insgesamt.“
    Gertrud Klemm beleuchtet das Thema Adoption. Sie selbst hat zwei Adoptivkinder, die sie mit fünf und elf Monaten aus Südafrika adoptiert hat. Sie erinnert an den beschwerlichen Weg, von dem langsamen und schmerzhaften Aktzeptieren der eigenen Unfruchtbarkeit über das mühselige Adoptionsverfahren bis zu dem Tag,wo man die Kinder in Empfang nehmen darf.
    Das Buch endet mit einem Manifest der Mütter, nicht mehr zu schweigen, sondern ihre Forderungen lauthals zu stellen.
    Wie in jeder Anthologie gibt es Texte, die einem sofort ansprechen, andere, die erkämpft werden wollen und solche, die einem ( im Moment ? ) nichts sagen. Doch „ Mutter werden. Mutter sein“ ist ein wichtiges, ein lesenswertes Buch, für alle Mütter, für alle Väter und für alle ohne Kinder. Denn es lädt dazu ein, Positionen neu zu überdenken und zu hinterfragen, Probleme zu erkennen und nach Lösungen zu suchen. Denn die Rolle, die Mütter in der Gesellschaft einnehmen, sagt viel über die jeweilige Gesellschaft aus.

 

Kleiner Laden, große Gefühle

Buchseite und Rezensionen zu 'Kleiner Laden, große Gefühle' von Nicola May
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Kleiner Laden, große Gefühle"

Autor:
Format:Taschenbuch
Seiten:350
Verlag:
EAN:9782496707342

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Rezensionen zu "Kleiner Laden, große Gefühle"

  1. Ein toller Roman in dem immer etwas los ist

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 10. Aug 2021 

    Rosa Larkin wird überraschend durch eine Erbschaft Besitzerin eines Ladens in Cockleberry Bay.Wäre er nur nicht so heruntergekommen.Rosa muss sich ganz schön ins Zeug legen um den Laden wieder auf Vordermann zu bringen.Da Rosa keine Familie hat und sie den Verstorbenen nicht kannte hat sie zudem noch ein Rätsel zu lösen.und dann ist da ja auch noch Luke der Klempner...

    Der Schreibstil ist sehr flüssig und locker geschrieben so dass ich recht zügig durch die Geschichte kam. Die Protagonisten sind sehr sympathisch und liebenswert dargestellt.Die Spannung steigert sich langsam und bleibt dann lange Zeit auf einem Level stehen.

    Fazit:Der Roman spielt sich um Weihnachten herum ab.Dazu der kleine Laden mit den Erkerfenstern,einfach himmlisch romantisch.Das war für mich Weihnachtsfeeling pur.Aber nur am Anfang und auf den ersten Kapiteln dann wird es zusehends spannender. Rosa die fast immer einen lockeren Spruch auf ihren Lippen hat,hat mir sehr gefallen.Außerdem sind Dorftratsch und Klatsch inbegriffen.Da waren dann einige Charaktere komplex angelegt.Cockleberry Bay ist halt nicht London. In diesem Städchen ist immer was los. So auch die Story:Mal chaotisch,mal romantisch,mal erotisch,mal dramatisch,mal witzig und frech so präsentierte sich mir dieses Buch. Es geht aber auch um ernstere Themen.Ob es dabei ein Happy End gibt werde ich nicht verraten. Das Buch ist ein Liebesroman und zugleich verbirgt sich ein Familiengeheimnis dahinter. Es ist eine gelungene Mischung die Spaß macht zu lesen.Dies ist der erste Band einer Reihe.

 

Irgendwo ist immer irgendwer verliebt (dtv bold)

Buchseite und Rezensionen zu 'Irgendwo ist immer irgendwer verliebt (dtv bold)' von Jenn McKinlay
3
3 von 5 (1 Bewertungen)

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Format:Taschenbuch
Seiten:416
EAN:9783423230285

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  1. Auf der Suche nach dem Glück

    bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 27. Jul 2021 

    Die 29-jährige Chelsea ist Single und erfolgreich in ihrem Job. Doch glücklich ist sie nicht, denn etwas fehlt in ihrem Leben. Aber das wird ihr erst bewusst, als der Vater ihr mitteilt, dass er wieder heiraten möchte. Seit dem Tod ihrer Mutter vor Jahren hat sie ihr Privatleben vernachlässigt. Das letzte Mal war sie auf einer Europareise wirklich glücklich, denn dort hat sie das Leben ausgekostet. Nun will sie in Europa ihr Glück wiederfinden und macht sich auf den Weg.
    Die Geschichte ist aus Chelseas Sicht erzählt. Daher konnte ich ihre Gefühle hautnah miterleben. Trotzdem bin ich mir ihr nicht ganz warm geworden. Ihre Handlungsweise war mir manchmal zu fremd. Wer macht sich schon nach Jahren auf, um die unterschiedlichen Liebhaber aufzusuchen? Auch die Beziehung zu Jason, dem verhassten Kollegen, konnte ich nicht so nachvollziehen.
    Das Ende der Geschichte ist ziemlich vorhersehbar. Auch wenn es ein paar dramatische Momente gab, so hat mich der Verlauf der Story nicht überrascht. Kann man lesen, muss es aber nicht.

 

Der kleine Teeladen in Tokio

Buchseite und Rezensionen zu 'Der kleine Teeladen in Tokio' von Julie Caplin
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Der kleine Teeladen in Tokio"

Autor:
Format:Taschenbuch
Seiten:400
EAN:9783499006296

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Rezensionen zu "Der kleine Teeladen in Tokio"

  1. Eine Liebe in Tokio

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 18. Jul 2021 

    Die Bloggerin und Fotografin Fiona hat ein Stipendium erhalten, damit sie sich in Tokio weiterbilden kann. Als I-Tüpfelchen gibt es nachher noch eine Ausstellung ihrer Bilder in einer angesehenen Londoner Galerie. Doch in Tokio trifft sie fast der Schlag, denn statt Professor Kobashi, der verhindert ist, soll sich Gabriel Burnett als Tutor um Fiona kümmern. Das erinnert Fiona an eine peinliche Situation in der Vergangenheit, doch Gabe scheint sich daran nicht zu erinnern. Er zeigt aber auch wenig Interesse daran, seine Tutor-Aufgaben wahrzunehmen. Doch Fiona ist bei einer Familie untergekommen, die Fiona sehr freundlich aufnimmt und ihr die japanische Kultur näherbringt.
    Julia Caplin hat einen wundervollen leichten Schreibstil. Ich habe mich sehr wohl gefühlt in Japan, denn sie beschreibt die Handlungsorte sehr atmosphärisch. In Japan stößt modernes hektisches Leben immer wieder auf Tradition.
    Die Charaktere sind einfach toll dargestellt. Fiona ist mit viel Enthusiasmus nach Tokio aufgebrochen, auch wenn ihre nervende Mutter das gar nicht gut fand. Aber sie hatte auch erwartet, dass ihr Tutor sie unterstützt. Doch Gabe hat keine Lust und zeigt das deutlich. Er ist ein begabter Fotograf, der sich aber auf seinem Weg etwas verirrt hat. Das lässt er dann an anderen aus. Obwohl Fiona auf den ersten Blick ziemlich unsicher wirkt, gibt sie Gabe kontra. Die viele Reibereien zwischen den Beiden waren unterhaltsam. Dass es dann immer mehr auf ein Happyend zusteuert, war ja vorhersehbar. Fionas Gastgeber haben mir gut gefallen, sie sorgen dafür, dass sich Fiona wohlfühlen kann und viel über Japan lernt. Das gibt Fiona die Möglichkeit sich weiterzuentwickeln, so dass sie am Ende der Reise selbstbewusst ist.
    Ich bin eigentlich nicht so der Fan von Liebesgeschichten, aber ich reise sehr gerne und diese buchmäßige Reise nach Tokio war einfach toll.

 

Die Tiermagierin – Sturmseele

Buchseite und Rezensionen zu 'Die Tiermagierin – Sturmseele' von Maxym M. Martineau
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Die Tiermagierin – Sturmseele"

Format:Broschiert
Seiten:480
EAN:9783499005237

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Rezensionen zu "Die Tiermagierin – Sturmseele"

  1. Wundervolle Fortsetzung

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 17. Jul 2021 

    „Sturmseele“ ist der zweite Teil der Tiermagier Trilogie von Maxym M. Martineau. Ich habe den ersten Band geliebt und konnte es daher nicht erwarten, den zweiten Teil in die Finger zu bekommen. Die Geschichte setzt da an, wo der erste Teil aufgehört hat. Leena und Noc sind verzweifelt, da einer den Tod finden muss um den anderen zu retten. Noc verliert nach und nach den Verstand und verfällt zusehends der Stimme in seinem Kopf, die Leena Tod sehen will. Eine Hoffnung gibt es aber noch: Ein magisches Tierwesen, dass den Fluch lösen kann. Die beiden und ihre Assassinen-Freunde machen sich auf die gefährliche Reise das Tierwesen aufzuspüren.
    Genau wie Band 1 hat mich auch dieser Teil mitgerissen. Der Stil von Martineau die Stimmungen und Umgebung zu beschreiben ist einfach klasse. Oft wirkt der 2. Band einer Trilogie ja wie eine Überleitung zu Band 3, dem ist hier nicht so. Klar, es gibt auch einen Cliffhanger zum 3. Part, aber man kommt hier voll auf seine Kosten.
    Ich habe richtig gemerkt, wie tief und innig die Beziehung zwischen Noc und Leena geworden ist. Unter anderem stand in diesem Band das gegenseitige Vertrauen im Fokus, da wesentliche Geheimnisse aus Band 1 gelüftet werden. Jetzt weiß man wer Noc wirklich ist und ich war sehr überrascht. Super fand ich auch dass es Sequenzen gab, vor seiner Zeit als Assassine und wie er zu einem wurde.
    Alles in allem kann ich dem Buch nur 5 Sterne geben und hoffen, dass ich in der Zeit bis zu Band 3 nicht verrückt werde.

 

Im Park der prächtigen Schwestern

Buchseite und Rezensionen zu 'Im Park der prächtigen Schwestern' von Camila Sosa Villada
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Im Park der prächtigen Schwestern"

Format:Broschiert
Seiten:220
EAN:9783518471180

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Rezensionen zu "Im Park der prächtigen Schwestern"

  1. Dieser Roman gibt den argentinischen trans Frauen einen Namen

    5
    (5 von 5 *)
     - 14. Jul 2021 

    „Meine Freundinnen, die trans Frauen, die meine Familie bildeten, konnten nicht nachvollziehen, wie ich die Zurschaustellung aushielt, das Tageslicht, den heterosexuellen Blick auf mich, wie ich in der Lage war, Kurse zu besuchen und Prüfungen abzulegen bei Dozenten, die von meinem nächtlichen Dasein nichts ahnten.“ (Zitat Seite 126)

    Inhalt
    Zu Hause ist er Cristian, der Sohn. Mit fünfzehn Jahren näht er sich selbst Frauenkleidung, schleicht sich aus dem Haus, ist nun Camila, die tanzen geht. Früh zieht sie nach Córdoba, am Tag Student, in der Nacht schützt sie die Anonymität der Stadt, sie kann sein, wer sie wirklich ist, die trans Frau Camila. Im Park Sarmiento lernt sie eines Nachts eine bunte, fröhliche Gruppe von jungen trans Frauen kennen und die alterslose Tía Encarna, die sie alle in ihrem Haus aufnimmt und sich um sie kümmert. Sie alle sind Geschöpfe der Nacht, führen ein geheimes, gefährliches Leben, sie lachen, sie weinen, sie streiten, sie feiern und sie halten zusammen. In einer argentinischen Gesellschaft, die sie verachtet und verfolgt, träumen sie den Traum von einem freien, selbstbestimmten Leben als trans Frau.

    Thema und Genre
    Dieser moderne Roman beschreibt autobiografisch zwischen Fakten, Fiktion, Realität und märchenhaften Mythen das Leben der trans Frauen in Südamerika mit den Gewalterlebnissen, Drogen, Armut, Sehnsucht und Liebe und ihrer intensiven Lebensfreude, denn sie alle feiern das Leben.

    Charaktere
    Die Kindheitserinnerungen an den gewalttätigen Vater machen es Camila unmöglich, als Mann zu leben. Sehr einfühlsam beschreibt die Autorin die prächtigen Schwestern mit ihren Eigenheiten, ihren Lebensläufen und dem gemeinsamen intensiven Wunsch, als trans Frau akzeptiert zu werden.

    Handlung und Schreibstil
    Die Handlung ist nicht immer chronologisch, es sind einzelne Episoden, Erlebnisse, Fragmente, besondere Situationen, fröhliche, ausgelassene Feiern, die Camila als Ich-Erzählerin schildert, und auch bittere Momente des totalen Zusammenbruchs. Wir erfahren Details aus den Lebensgeschichten der einzelnen trans Frauen, der Freier und exzessiv gelebten Nächte. Den Kern bildet die Geschichte der, wie sie selbst sagt, einhundertachtundsiebzig Jahre alten Tía Encarna und des Babys, das in einer kalten Winternacht im Park ausgesetzt worden war, um zu sterben. Sie nimmt den Jungen mit in ihr Haus, wo er aufwächst. Die Sprache umfasst das gesamte Spektrum zwischen der harten Realität der Prostitution, den mit einfühlsamer Wärme beschriebenen einzelnen Figuren und märchenhafter Poesie.

    Fazit
    Ein moderner, realistischer Roman, ein Bericht über die Lebensumstände der trans Frauen in Argentinien und zugleich eine eindrückliche Geschichte über Menschen, die das Leben trotz allem ausgelassen feiern und die einfach nur frei leben wollen, wie es ihnen gefällt. „Wir, die Vergessenen, wir sind schon ohne Namen. Als wären wir nie da gewesen“. (Zitat Romanende, Seite 220). Dieser Roman gibt den trans Frauen Namen.

 

Kate in Waiting

Buchseite und Rezensionen zu 'Kate in Waiting' von Becky Albertalli
4
4 von 5 (3 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Kate in Waiting"

Format:Broschiert
Seiten:352
Verlag:
EAN:9783426527962

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Rezensionen zu "Kate in Waiting"

  1. süß für Heranwachsende

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 31. Aug 2021 

    Kate und Anderson sind schon lange beste Freunde. Sie teilen einfach alles, vor allem die Liebe zu Musicals. Als Matt im Theater-Kurs auftaucht, bekommt diese Freundschaft einen kleinen Knick. Denn er ist talentiert und super attraktiv und somit genau Kates Typ. Doch auch Anderson ist hin und weg...

    Ich habe dieses Buch als Hörbuch gehört. Die Sprecherin Dagmar Bittner hat einen sehr guten Job gemacht. Ich habe mich sehr unterhalten gefühlt, da sie sehr viel Farbe in der Stimme hat und auch hin und wieder die Stimme verstellt hat.
    Ich mochte es sehr, dass die Kapitel nicht Kapitel heißen, sondern der Prolog Overtüre und die folgenden Kapitel Szenen. Also super passend zur ganzen Thematik des Theaters und Musicals.
    Durch das Buch habe ich einen guten Eindruck bekommen, wie es so in einer Schulaufführung abläuft. Ich konnte mich auch super hineinversetzen.
    Allgemein war ich nun Alterstechnisch nicht gerade in der Zielgruppe weshalb ich es hin und wieder etwas kindisch fand. Und ich hatte auch recht schnell durchschaut in welche Richtung es gehen und wie es enden wird.
    Aber ich glaube für die richtige Gruppe ist es auf jeden Fall ein gelungenes Buch. Ich kanns weiter empfehlen.

  1. Ein schönes, wichtiges Jugendbuch mit Schwächen

    bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 12. Jul 2021 

    Kate und Anderson sind seit Ewigkeiten die allerbesten Freunde. Und da Andy schwul ist, können sie sich sogar miteinander über Jungs unterhalten und gemeinsam für sie schwärmen. Denn, wenn man ehrlich ist: bisher ist bei keinem der beiden jemals eine Beziehung zustande gekommen, kein Problem also. Dann ändert sich jedoch plötzlich alles, als sie in den Ferien in ein Camp fahren, in dem sie ihrem gemeinsamen großen Hobby, den Musicals, nachgehen. Denn natürlich lernen sie im Camp Matt kennen, der nicht nur großartig aussieht und toll schauspielert, sondern auch noch wirklich nett ist. Und als wäre es Schicksal, taucht ausgerechnet Matt nach den Sommerferien als neuer Schüler an ihrer High School auf und Kate und Anderson treffen ihn beinahe täglich bei den Musical-Proben...

    Insgesamt mochte ich das Buch. Es ist unterhaltsam geschrieben und spricht, wie auch schon "Love, Simon", ein wichtiges Thema an: Homosexualität und Coming-Out Jugendicher. Diesbezüglich hat mir die Umsetzung auch gut gefallen.

    Etwas gefehlt hat mir dagegen die Ausarbeitung der Nebencharaktere. Kate und auch Andy lernt man gut kennen, aber beispielsweise über ihre Freundinnen Brandie und Reina erfährt man kaum etwas, auch wenn die vier recht viel Zeit miteinander verbringen. Die restlichen Nebenfiguren bleiben ebenso blass. Dazu kommt, das das ganze Buch ein bisschen überdreht auf mich gewirkt hat, mir war es etwas zu "hyperaktiv", etwas zu viel typisches High-School-Klischee und dafür zu wenig ernsthaft. Von daher denke ich, dass es sich eher für jüngere Leser eignet.

    Leider fand ich es auch ab einem bestimmten (recht frühen) Punkt sehr vorhersehbar, wie die Gschichte ausgeht; sowas ist immer ein bisschen schade, weil die Spannung dann weniger im WAS sondern mehr im WANN besteht und dann natürlich auch nicht mehr ganz so groß ist.

    Abgesehen von diesen Kritikpunkten habe ich "Kate in Waiting" aber gerne gelesen, wenn es für mich auch nicht an "Love, Simon" heranreicht. Das Gefühl von Freundschaft, die Probleme eines gemeinsamen Schwarms, die Angst, dabei den besten Freund zu verletzen - all das wird gut transportiert.

    Ich finde es wichtig, dass Themen wie Coming-Out und sexuelle Orientierung so auch Jüngeren zugänglich gemacht werden. Das, und auch das Verständnis dafür, sollte heutzutage ganz normal sein, ist es aber leider irgendwie immer noch nicht. Vielleicht kann dieses Buch ja ein kleines bisschen dazu beitragen?

  1. Beste Unterhaltung in sympathischer Besetzung

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 11. Jul 2021 

    Kate und Anderson verbindet eine enge Freundschaft – und der gleiche Geschmack was Jungs angeht. Leider taucht der aus der Ferne angehimmelte Sommercamp-Schwarm der beiden nach den Ferien an ihrer Highschool auf und sorgt schon bald für reichlich Spannungen.

    Oh, was für ein Spaß! Dieses Buch hat meine Erwartungen definitiv übertroffen und mich bestens unterhalten. Die Ausgangssituation war interessant, die Entwicklung immer wieder spannend und ich musste wirklich oft laut loslachen, weil der Humor bzw. die Situationskomik für mich einfach genau richtig war. Das lag insbesondere an den toll geschriebenen Dialogen, von denen es im Buch wirklich viele gibt. Diese waren immer wieder witzig, nie überflüssig und wirkten vor allem auch sprachlich immer sehr natürlich – was sicherlich auch ein Verdienst der beiden Übersetzerinnen ist.

    Die Hauptfiguren sind allesamt sympathisch, besonders gelungen fand ich aber vor allem deren Beziehungen zueinander. Matt, um den es ja eigentlich geht, bleibt etwas blass, aber das fand ich im Grunde sehr passend, weil er gar nicht wirklich im Fokus der Geschichte steht. Dieser liegt ganz klar auf der Freundschaft zwischen Kate und Anderson. Das fand ich an sich schon klasse, aber die Reaktionen und Entwicklungen der beiden, das Auf und Ab und auch die Missverständnisse, habe ich als sehr authentisch empfunden. Erwähnenswert sind auf jeden Fall auch die beiden Nebencharaktere Kates Bruder Ryan und dessen Kumpel Noah, die beide nicht in die typischen Schablonen passen und das „Ensemble“ perfekt abrunden.

    Wer gut unterhalten werden möchte und außerdem glaubwürdige Charaktere und Entwicklungen zu schätzen weiß, der ist hier genau richtig. Von mir gibt es eine unbedingte Leseempfehlung!

 

Das Glück am Ende der Straße: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Das Glück am Ende der Straße: Roman' von Ulrike Herwig
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Das Glück am Ende der Straße: Roman"

Format:Broschiert
Seiten:256
Verlag:
EAN:9783423262842

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Rezensionen zu "Das Glück am Ende der Straße: Roman"

  1. nettes Buch

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 19. Jun 2021 

    Elli lebt auf der Straße. Sie hat alles verloren und doch auch viel gefunden. Ihr Leben ist hart, aber sie hat Freunde, tagsüber eine Anlaufstelle und derzeit auch nachts eine Schlafstätte.

    Lisa dagegen hat alles, was man sich vom Leben nur wünschen kann. Einen Mann, drei Kinder, einen Job in einer Lifestyle Redaktion und ein großzügiges Haus. Doch ihr Leben ist von Hektik und Termindruck geprägt, so dass sie sich doch manchmal fragt, ob das alles so richtig ist.

    Elli trifft auf Lisas Kinder in dem Park gegenüber dem Haus der Familie. Mit der jüngsten freundet sie sich an und auch den anderen beiden kann sie durch kluge Beobachtung helfen. Doch eines Tages braucht sie dann selbst Hilfe.

    Die Gegensätze in diesem Buch sind wirklich sehr extrem. Ellis Leben auf der Straße ist sehr davon geprägt, dass ihr in irgendeiner Art und Weise geholfen wird. Ob es nun mit Kleiderspenden oder Mahlzeiten ist, oder mit einer kleinen Freundlichkeit, dass man sie einfach mal dort bleiben lässt, wo sie gerade ist, auch wenn das vielleicht nicht so erwünscht ist.

    Lisa dagegen hat wirklich alles und ist trotzdem nicht richtig glücklich. Ihre Freundinnen sind unglaublich snobistisch und schauen eigentlich auf jeden nur herab. Und im Job schreibt sie über Dinge, die auch reichlich überflüssig wirken. Zufrieden scheint sie der Job schon lange nicht mehr zu machen.

    Mir haben beide Handlungstränge gut gefallen, die Geschichte liest sich locker und durch den Perspektivwechsel werden die Unterschiede sehr deutlich. Allerdings hätte ich mir mehr Verknüpfungen zwischen den Handlungssträngen gewünscht, gerade am Ende ging es mir dann etwas zu schnell. Da hätte das Ganze doch noch deutlich ausführlicher werden können.

    Trotzdem war es ein schönes Buch, gut zu lesen und wirklich unterhaltsam.

 

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