Klima: Thriller

Buchseite und Rezensionen zu 'Klima: Thriller' von David Klass
4.5
4.5 von 5 (2 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Klima: Thriller"

Autor:
Format:Broschiert
Seiten:416
Verlag: Goldmann TB
EAN:9783442491803
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Rezensionen zu "Klima: Thriller"

  1. Aktuelles Thema verpackt in einen Pageturner

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 06. Apr 2021 

    Seit zwei Jahren versucht das FBI, Green Man zu fassen. Er verübt Anschläge auf für die Umwelt schädliche Machenschaften. Man kann die Ermittlungen des FBI verfolgen, wie es ein Profil vom Täter erstellt, Informationen gewinnt und diese anschließend analysiert. Hochspannend und nah dran an der Story, wird deutlich, dass es nicht so einfach ist, jemanden zu erwischen, der sehr vorsichtig, präzise und gründliche vorgeht. Tom Smith scheint zu ahnen, wie Green Man denkt, wie er lebt, wie er vorgeht. Der junge, erst mit dem Studium fertig gewordene Datenanalyst, der aufgrund der guten Beziehungen seines Vaters zur Spezialeinheit kommt, scheint schlauer zu sein, als eine mehrere hundert starke Spezialeinheit des FBI. Das hat mich beim Lesen ab und zu gestört, ist aber der einzige Kritikpunkt an dem Thriller. Trotz dessen war mir Tom nicht unsympathisch, da er als tiefgehender Charakter dargestellt wird, der eine schwierige Beziehung zu seinem Vater hat.

    Parallel dazu verfolgt man Green Man, wie er seine Anschläge plant und durchführt. Und wie er vom schlechten Gewissen und Schlafstörungen geplagt wird, weil er unschuldige Menschen tötet. Sein Ziel ist, die Erde zu retten, indem er den Menschen den Ernst der Lage verdeutlicht und sie zum Handeln bewegen will.

    Durch die häufigen Perspektivwechsel ergibt sich ein äußerst spannender Pageturner, den ich nicht mehr weglegen konnte. Innerhalb kürzester Zeit hatte ich ihn durch und habe mich immer wieder gefragt, wie weit ich für meine Ziele gehen würde. Immer wieder tauchte in der Geschichte die Frage auf, ob es moralisch vertretbar ist, dass Green Man unschuldige und unbeteiligte Menschen, sogar Kinder, tötet, um die Menschheit aufzuwecken und für ein nachhaltiges Leben zu mobilisieren, um den Klimawandel aufzuhalten.

    Fazit:

    Ein Pageturner mit aktuellem Thema, der einerseits unterhält und andererseits für den Umweltschutz aufruft. Durch die Perspektivwechsel ist der Thriller hochspannend, dass ich ihn nicht mehr aus der Hand legen konnte. Ich kann eine uneingeschränkte Leseempfehlung aussprechen.

  1. Green Man

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 18. Mär 2021 

    Er kämpft für die Umwelt und er hat einen Plan. Der Terrorist, der von allen Green Man genannt wird, hat einen Plan. Denen, die die Umwelt zerstören, seien es nun Kraftwerksbetreiber oder Industrielle, muss ihr schädliches Handeln deutlich vor Augen geführt werden, um sie oder auch die Regierung zur Umkehr zu bewegen. Seine Ziele dokumentiert mit Bekennerschreiben, die ihm etliche Anhänger einbringen. Dagegen versuchen die Ermittler des FBI alles, um weitere Anschläge zu verhindern. Tom Smith, der wirklich so heißt, kommt aus einer Familie von Polizisten. Gerade weil er noch nicht sehr lange beim FBI tätig ist, bringt er neue Ansätze in die Untersuchung.

    Dieser junge FBI Agent kann den Green Man in Teilbereichen sogar verstehen, trotzdem will und muss er weitere Anschläge verhindern, denn der Green Man nimmt in Kauf, dass Menschen sterben. Und da ist dann eine Grenze erreicht, an der Tom Smiths Verständnis aufhört. Allerdings handelt der Green Man äußerst klug und planvoll und bisher hat er kaum verwertbare Spuren hinterlassen oder den geringsten Fehler gemacht. Smith versucht sich in den Täter hineinzuversetzen. Was würde er an seiner Stelle tun?

    Dieser Thriller des Autors, der mit seinen Drehbüchern und Jugendbüchern bekannt ist, behandelt eine brandaktuelle Thematik. Eindringlich macht er auf die Umweltzerstörung aufmerksam, die durch Menschen gemacht ist. An Beispielen wird anschaulich dargestellt, dass der Profitgier vieles unterworfen wird und Natur und Klima dabei auf der Strecke bleiben. Es ist fünf vor zwölf und der Klimawandel ist kaum noch aufzuhalten. Letztlich kann er wohl nur noch abgemildert werden. Mit teilweise schon wissenschaftlichen Erläuterungen wartet der Autor dabei auf. Als Leser ist man dann etwas hin und her gerissen, weil diesen Erläuterungen doch einiges an Spannung geopfert wird. Dennoch weiß dieser Thriller zu überzeugen, denn mit ihm wird ein brisantes Thema angepackt. Man beschäftigt sich durchaus noch länger mit dem Inhalt dieses Romans und wünscht sich eine bessere Welt.

 

Identitti: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Identitti: Roman' von Mithu M. Sanyal
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Identitti: Roman"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:432
EAN:9783446269217
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Rezensionen zu "Identitti: Roman"

  1. Minikosmos. Parallelwelten.

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 06. Feb 2021 

    Mithu Sanyal hat sich mit ihrem ersten Roman auf das Thema „Identität“ konzentriert. Vorher hat sie feministische Sachbücher geschrieben, die ich nicht kenne, die aber vom Titel her nach Feminismus klingen „Vulva. Das unsichtbare Geschlecht“, 2009 und 2016 „Vergewaltigung. Aspekte eines Verbrechens“.

    Story: Nivedita ist eine junge Studentin mit Migrationshintergrund. Sie ist in Deutschland geboren und hat zu ihrem Kummer eine nur allzu deutsche Mutter, das ist Gisela und einen indischen Vater, der bei ihrer Erziehung weder großartig in Erscheinung trat noch ins Gewicht fiel. Warum sie sich mehr indisch als deutsch fühlt/e und warum es ihr etwas ausmachte, außen braun und innen weiß zu sein, als Coconut wurde sie in ihrer zarten Jugend von ihrer Cousine in Birmingham beschimpft, ist mir auch nach der Lektüre des Romans nicht klar geworden.

    Nivedita führt jedenfalls einen provokanten Blog namens „Identitti“ in dem sie sich sowohl dem Feminismus widmet wie auch den Genderthemen der Zeit (transsexuell, transgender, quivergender, polygender, etc.) und daraus resultierend, etwas allgemeiner gefasst, der menschlichen Identität. Was macht uns zu dem, was wir sind. Unser Erbe. Unsere Umgebung. Unsere Hautfarbe. Unsere Ethnie. Texture of Hair. Wie geht es Persons of Colour in einer überwiegend weißen Gesellschaft. Warum brauchen wir dafür einen englischen Begriff? Vielleicht ist das Deutsche tatsächlich nicht griffig. Mir würde bunte Menschen gefallen, aber das klingt nach buntem Hund oder Menschen mit Farbe. Gut, solange nichts Besseres vorhanden ist, also PoCs. Warum müssen wir Hautfarbe überhaupt benennen, frage ich mich.

    Was macht uns überhaupt zu Menschen, kommt in dem Roman allerdings nicht vor.

    Als Nivedita die Kurse einer farbigen Professorin, Fach Postkolonialismus, besucht, die Kurse der inzwischen berühmten und berüchtigten Professorin Saraswati, ist sie fasziniert und wird deren Vorzeigestudentin. Die erste Lehrstunde bei Saraswati bestand darin, zu fragen, wer „weiß“ wäre und diese Studenten des Saales zu verweisen. Eine sehr anschauliche Demonstration in punkto Diskriminierung.

    Die Story beginnt mit einem Interview beim Deutschlandfunk, in dem Nivedita ihre allzeit zur Provokation bereite Professorin über den grünen Klee lobt, ohne zu ahnen, dass quasi beinahe zeitgleich die Enttarnung der Professorin als „Weiße“ stattgefunden hat. Nun muss sich Nivedita vielen Fragen stellen und sich mancherlei Anfeindungen erwehren, als sie in Saraswatis Haus zieht, um herauszufinden, was hinter allem stecken mag. (Wer zieht in das Haus seiner Professorin? Strange).

    Der Kommentar:
    In diesem Roman, der zeitweise einfach aus Auszügen aus Niveditas Blog besteht, aus Twitternachrichten, etc. ist die Schreibweise „Leser*innen“, etc. völlig angebracht, da die Thematik des Buches es erfordert.

    Nivedita und ihre Kommilitonen leben freilich in einer Parallelwelt. Sie beschäftigen sich mit nichts anderem mehr als mit echter und vermeintlicher Diskriminierung wegen ihrer Hautfarbe, ihres Hintergrunds, etc. Es wird ausführlich erläutert, wie sehr sie es satthat (satthaben) danach gefragt zu werden, woher sie kommt. Aus dem Internet, sagt sie schnippisch. Oder wie schrecklich sie es findet, wenn jemand sagt, dass sie gut deutsch kann. Warum sie nicht einfach sagt. Du auch! habe ich nicht begriffen. Was im ganzen Buch nicht einmal zur Sprache kommt, ist, dass Diskriminierung überall ist in der Gesellschaft und sich eben NICHT auf die Diskriminierung von PoCs beschränkt. Warum ist dies wichtig? Weil man sich sonst in einen Kokon der Einmaligkeit verpuppen kann und nicht mehr herausfindet vor lauter Selbstmitleid.

    Der Roman ist schnippisch, was gefällt, ironisch, sexistisch, was nicht gefällt, nimmt sich teilweise auch selber auf die Schippe, verliert, meines Erachtens aber nie den anklagenden Unterton. Der arme „Weiße“ kann nichts richtig machen. Am obigen Beispiel. Fragt man interessiert nach, ist man ein patriarchalisches Subjekt, fragt man nicht nach, ist man ein interesseloses, empathieloses Subjekt. (Subjekt steht hier als Platzhalter für unser beliebtestes anales Schimpfwort). Anpassung wird als Unterwerfung verkauft.

    Aus dem Roman habe ich einiges gelernt und verstanden, aber dennoch drängt sich mir als Resultat auf, dass man sich auch selber auf die Opferschiene bugsieren kann und der Zug erst in der Orientierungslosigkeit, im Selbstmitleid und der Abschottung zum Stillstand kommt. Und Studenten leben oft in einer Blase. Sie müssen erwachsen werden und Kompromisse machen. Wie wir alle.

    Fazit: Lesenswertes Experiment mit kleinen sprachlichen Schwächen, die dem ModernseinwollenumjedenPreis geschuldet sind.

    Kategorie: Anspruchsvoller Roman
    Verlag: Suhrkamp 2021

 

Kissing Lessons (KISS, LOVE & HEART-Trilogie, Band 1)

Buchseite und Rezensionen zu 'Kissing Lessons (KISS, LOVE & HEART-Trilogie, Band 1)' von Helen Hoang
NAN
(0 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Kissing Lessons (KISS, LOVE & HEART-Trilogie, Band 1)"

Autor:
Format:Broschiert
Seiten:416
EAN:9783499275364
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Sweet like you (Honey-Springs-Reihe, Band 1)

Buchseite und Rezensionen zu 'Sweet like you (Honey-Springs-Reihe, Band 1)' von Robyn Neeley
NAN
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Inhaltsangabe zu "Sweet like you (Honey-Springs-Reihe, Band 1)"

Autor:
Format:Broschiert
Seiten:336
EAN:9783499005046
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Die kleine Bäckerei in Brooklyn (Romantic Escapes, Band 2)

Buchseite und Rezensionen zu 'Die kleine Bäckerei in Brooklyn (Romantic Escapes, Band 2)' von Julie Caplin
NAN
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Inhaltsangabe zu "Die kleine Bäckerei in Brooklyn (Romantic Escapes, Band 2)"

Autor:
Format:Taschenbuch
Seiten:464
EAN:9783499275524
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The Jetsetters: A Novel

Buchseite und Rezensionen zu 'The Jetsetters: A Novel' von Amanda Eyre Ward
NAN
(0 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "The Jetsetters: A Novel"

Format:Taschenbuch
Seiten:352
EAN:9781984820181
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Das kleine Hotel auf Island (Romantic Escapes, Band 4)

Buchseite und Rezensionen zu 'Das kleine Hotel auf Island (Romantic Escapes, Band 4)' von Julie Caplin
NAN
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Inhaltsangabe zu "Das kleine Hotel auf Island (Romantic Escapes, Band 4)"

Autor:
Format:Taschenbuch
Seiten:432
EAN:9783499003134
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Wild like a River: Roman (Kanada, Band 1)

Buchseite und Rezensionen zu 'Wild like a River: Roman (Kanada, Band 1)' von Kira Mohn
3
3 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Wild like a River: Roman (Kanada, Band 1)"

Autor:
Format:Broschiert
Seiten:400
EAN:9783499003998
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Rezensionen zu "Wild like a River: Roman (Kanada, Band 1)"

  1. Leider nicht wie erwartet

    bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 12. Jan 2021 

    Haven lebt, zusammen mit ihrem Vater, in einem kanadischen Nationalpark und ist trotz der Wildnis und gelegentlichen Einsamkeit glücklich mit ihrem Leben. Als jedoch Jackson nach einem misslungenen Ausflug mit einem Freund in eben dieses Leben tritt, führt das dazu, dass Haven so einiges in Frage stellt.
    Die Idee zu diesem Buch hat mir gut gefallen, finde ich doch die Vorstellung, in einem Nationalpark zu leben, richtig spannend. Daher habe ich den Beginn des Buches wirklich gern gelesen und ich fand es recht amüsant, mitzuerleben, wie sich Jackson als Städter so in dieser Umgebung macht.
    Leider entschließt sich Haven jedoch zu einem Tapetenwechsel und beschließt, zumindest für eine Weile, in die Stadt zu ziehen, in der auch Jackson lebt. Und ich muss gestehen, ab hier hat mich die Protagonistin ziemlich verloren. Jackson fand ich wirklich sympathisch, aber mit Haven wurde ich nicht mehr warm. Ihre Entscheidungen und ihre Denkweise sind teilweise übertrieben naiv und wenig nachvollziehbar. Es gab einige Situationen, da konnte ich wirklich kaum „hinsehen“. Auch einige Entwicklungen wirkten etwas konstruiert.
    Mein Fazit: Ich denke, dass ich leider falsche Erwartungen an das Buch hatte und davon ausgegangen war, dass sich ein Großteil der Geschichte draußen in der Natur abspielt und man Haven und Jackson abseits des „normalen Alltags“ begleitet. Leider konnten mich auch die Charaktere nicht überzeugen, so dass ich das Buch doch recht enttäuscht beendet habe.

 

When We Left Cuba

Buchseite und Rezensionen zu 'When We Left Cuba' von Chanel Cleeton
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "When We Left Cuba"

Format:Taschenbuch
Seiten:368
Verlag: Berkley
EAN:9780451490865
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Rezensionen zu "When We Left Cuba"

  1. Till we meet again

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 31. Dez 2020 

    November 2016: Endlich ist Fidel Castro tot. Beatriz Perez, deren Familie im Rahmen der Revolution aus Kuba fliehen musste, ist froh und erleichtert. Sie erinnert sich an ihre Ankunft in Florida. Immer wollte sie den Tod ihres Bruders rächen, Castros Leute waren Schuld daran, obwohl der Bruder doch auch gegen Batista war. Die Familie Perez möchte in Florida ähnlich weitermachen wie in Kuba, besonders der Vater möchte seinen Töchtern eine gesicherte Zukunft bieten. In der Saison 1960 gehören die Perez’ nur am Rande zur Gesellschaft, aber auch sie bei einigen Feiern dabei. Und Beatriz erlebt die Party ihres Lebens.

    Beatriz Perez ist hin und hergerissen zwischen ihrer großen Liebe zu einem Amerikaner und der Verpflichtung, die sie ihrem Herkunftsland gegenüber empfindet. Beatriz ist eine Frau, die ihrer Zeit voraus ist. Sie will nicht nur als Anhängsel einer Familie oder eines Ehemannes gesehen werden. Sie will selbst etwas erreichen. Ihr Geliebter hat da traditionellere Vorstellungen, was ihre Beziehung nicht einfacher macht. Irgendwann muss Beatriz sich entscheiden. Doch in den frühen 1960er Jahren ist der Konflikt zwischen Amerika und Kuba immer präsent. Ein Jugendfreund von Beatriz hat inzwischen Kontakt zum Geheimdienst. Wird damit der Weg zu ihrem großen Ziel bereitet?

    Mit diesem zweiten Roman über die Familie Perez, die aus Kuba flüchten und sich in Amerika zurechtfinden musste, versteht es die Autorin ihre Leser zu fesseln. Beatriz’ Geschichte hat etwas ganz eigenes. Sie ist sehr modern, was ihr Probleme mit der Familie einbringt. Sie ist mutig, was sie in Gefahr bringt, und sie kann warten, bis Castro stirbt. Kuba und Amerika, so nah und doch so fern. Weniger als 200 km liegen in der kürzesten Strecke zwischen den beiden Ländern und doch könnten sie kaum weiter weg sein. Die beiden unterschiedlichen Systeme stehen sich diametral gegenüber. Man kann einiges über die Geschichte erfahren, die die Länder trennt und doch verbindet. Dazu kommt eine emotionale Liebesgeschichte, die einen berührt. Ein sehr schöner zeitgeschichtlicher Roman, den man gerne verfilmt sehen möchte.

 

Alle sind so ernst geworden

Buchseite und Rezensionen zu 'Alle sind so ernst geworden' von Martin Suter
1
1 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Alle sind so ernst geworden"

Martin Suter und Benjamin von Stuckrad-Barre unterhalten sich über: Badehosen, Glitzer, Äähm, Hochzeiten, LSD, Teufel, Gott, Madonna, Arbeit, Ibiza, Kochen, Rechnungen, Siri, Fotos, Mundharmonika, Geldscheine, Verliebtheit, Wiedersehen.

Autor:
Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:272
EAN:9783257071542
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Rezensionen zu "Alle sind so ernst geworden"

  1. Hält nicht, was die Werbung versprach

    bewertet:
    1
    (1 von 5 *)
     - 27. Dez 2020 

    Das Beste an diesem Buch war die originelle Werbekampagne. Das Buch selbst ist ein Dialog. Zwei Autoren mit Esprit und Humor unterhalten sich, verströmen Esprit und Humor und beweisen, dass auch geniale Autoren nicht einfach so Geniales aus dem Ärmel schütteln.

    Es ist ganz nett, wenn sich zwei kluge, originelle Herren über Banalitäten unterhalten und auch aus einfachsten Dingen Philosophisches ableiten, nur möchte ich dann am Ende entweder eine Pointe oder eine Moral von der Geschicht. Diese zwei Herren plappern und erwarten, dass das reicht, die Menschheit zu unterhalten, dabei weiß die Menschheit, sie hätten uns mehr zu sagen, ach täten sie es doch.

    Dabei glänzt Herr Suter noch gelegentlich mit Ironie, während Herrn von Stuckrad-Barres Versuche, gleichzeitig witzig und gescheit zu sein, in nahezu dramatischer Weise scheitern. Am Ende wäre mir ein Monolog fast lieber gewesen.

    Also: ein schlechtes Buch und in Verbindung mit der aufgeblasenen Werbekampagne eine Frechheit.

 

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