Und die Seele blüht auf: Gedanken zum Wohlfühlen (Edizione)

Buchseite und Rezensionen zu 'Und die Seele blüht auf: Gedanken zum Wohlfühlen (Edizione)' von Kristina Schaefer
NAN
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Inhaltsangabe zu "Und die Seele blüht auf: Gedanken zum Wohlfühlen (Edizione)"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:160
Verlag: Coppenrath F
EAN:9783649616603
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Der Staubwedel muss mit: Prosa

Buchseite und Rezensionen zu 'Der Staubwedel muss mit: Prosa' von Christoph Schwyzer
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Der Staubwedel muss mit: Prosa"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:192
Verlag:
EAN:9783857918759
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Rezensionen zu "Der Staubwedel muss mit: Prosa"

  1. Alltägliche Geschichten aus einem Schweizer Altersheim.

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 20. Mär 2021 

    Christoph Schwyzer nimmt uns in ein Schweizer Altersheim mit und stellt uns nach und nach seine Bewohner vor.

    Sepp empört sich gleich zu Beginn darüber, dass er zu seinem 90-sten Geburtstag statt der erwarteten Wein- oder Schnapsflasche nur ein Anti-Schuppen-Shampoo bekommen hat.

    Für Frau Bebiers Herz ist die nachmittägliche Fernsehsendung „Sturm der Liebe“ genauso überlebenswichtig wie die morgendlichen Tabletten.

    Glücklicherweise hat Frau Herger ihren Kummer, der sie regelmäßig besucht, um ihr Gesellschaft zu leisten.

    Elvira und Arnoldo bekommen sich beim Mittagessen immer wieder wegen den lästigen Fliegen in die Haare.

    Viola hütet ihre Sammlung aus aufwändig bestickten, kunstvoll bedruckten und zierlich umhäkelten Stofftaschentüchern wie einen Schatz und jedes Mal, wenn ihr Sohn sie besucht, schenkt sie ihm eine dieser Kosbarkeiten.

    Frau Neuweg erzählt, wie sie ihren bereits verstorbenen Ehemann kennengelernt hat und ist der Meinung, dass Liebe kein Gefühl, sondern eine Haltung und eine Frage des Willens ist.

    Freu Groß erinnert sich an ihre schlagfertige Mutter, die immer das letzte Wort hatte und Alois erzählt, dass er einmal ein kleines miauendes Kätzchen aus einem Abfallcontainer befreit hat.

    Das sind nur einige wenige Beispiele für die Bekanntschaften , die wir während der Lektüre machen.

    Wir lauschen den Erinnerungen und erfahren Anekdoten aus dem Leben vieler verschiedener Senioren. Manche der Alten sind schroff und barsch, andere freundlich und liebevoll.
    Manche sind noch sehr klar, andere schon schon etwas verwirrt bzw. mehr oder weniger dement.
    Viele sind schwerhörig, manche hören das Gras wachsen.
    Manche sind zynisch, ironisch oder sarkastisch.

    Es ist, als spaziere man als stummer Beobachter durch das Heim.
    Währenddessen darf man Blicke in die Zimmer der Bewohner werfen und erfährt man so manches aus ihrem Alltag, aus ihrer Vergangenheit und aus ihrer Gedanken- und Gefühlswelt.

    Manche Zimmer sind kahl, manche voll gestellt mit Erinnerungsstücken. Aus manchen Zimmern dringt ohrenbetäubender Lärm vom Fernseher, in anderen ist es mucksmäuschenstill.
    Wir dürfen sogar einen Blick in das Tagebuch von Rita werfen.

    Christoph Schwyzer reiht Portrait an Portrait, Geschichte an Geschichte, Anekdote an Anekdote.
    Er erzählt lebendig, kurzweilig und bildhaft.

    Manches ist rührend und berührend, manches humorvoll, amüsant und schräg, anderes ist ironisch, ernst, tragikomisch, wehmütig, traurig oder deprimierend.
    Manches auch empörend.
    Aber nie wird es kitschig.
    Der Autor macht sich niemals lustig, sondern beschreibt den Alltag und die Bewohner eines Altenheims offen, ehrlich und mit Respekt

    Viele der Texte gefielen mir außerordentlich gut, mache „musste“ ich sogar zweimal lesen.
    Es gab natürlich auch Texte, die mich gar nicht erreichten und mit denen ich nichts anfangen konnte. Das ist aber bei dieser Vielzahl an Portraits auch gar nicht anders zu erwarten.

    Am liebsten mochte ich die Geschichten von Frau Stähli und ihrem Seelsorger, vom ehemaligen Metzger Kari und seinen Gedanken zum Tod, von Herrn Meyer, der mit zwölf zum Vegetarier wurde, von Frau Künzli, die eines Tages ihre Filzfinken zerschnitt, von Frau Schwegler auf ihrer Insel und von Herrn Kalbermatten und seinen Büchern!

    Christoph Schwyzer hat ein äußerst vielseitiges und buntes Bild gemalt, das sämtliche Empfindungen beim Leser hervorruft und der Realität eines Seniorenheims absolut entspricht.

    „Der Staubwedel muss mit“ ist ein unterhaltsames und zum Nachdenken anregendes, lesenswertes Lesevergnügen, das auf einer originellen Idee, nämlich der Aneinanderreihung von Portraits, beruht.

    Für mich war es kurzweiliger und nachhaltiger, immer mal wieder ein paar kurze Texte zwischendurch, als sehr viele Seiten am Stück zu lesen, damit die Portraits nicht ineinander verschwimmen und Aufnahmefähigkeit und Freude an der Lektüre nicht nachlassen.

    Zum Abschluss meiner Rezension möchte ich das Porträt von Herrn Kalbermatten zitieren, das Buchliebhabern und Lesebegeisterten gefallen wird:
    „Lückenlos verschwinden die Wände hinter Büchergestellen. Ohne Bücher wäre sein Zimmer ein Sarg und er kein Mensch, sondern nur ein frierender Körper. Bücher sind Wärmespeicher. Buch reiht sich an Buch. Bücher quer in jeden noch so kleinen Schlitz geschoben, in jede Lücke, in jede Ritze gesteckt; Bücher tragen die Decke, tragen durch das Leben. Bücher bringen Bücher zur Welt. Jedes trägt einen Namen, beginnt, wenn er es aus dem Regal zieht und aufschlägt, ihm seine Aufmerksamkeit schenkt, zu sprechen. Bücher führen ihn in die Höhe, zu den schönsten Aussichtspunkten, sie halten ihn in Bewegung; Satz für Satz entfaltet sich eine Kraft, die ihn antreibt, über das Geschriebene hinauszugehen und seine eigene Wahrheit zu finden. Denn die Wärmekraft eines Buches ist immer das, was zurückbleibt, wenn das Buch zugeschlagen wieder im Regal steht – und er in einer Atmosphäre des Schweigens dem Gelesenen nachspürt.“ (S. 59)

 

Wer alles weiß, hat keine Ahnung

Buchseite und Rezensionen zu 'Wer alles weiß, hat keine Ahnung' von Horst Evers
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Inhaltsangabe zu "Wer alles weiß, hat keine Ahnung"

Horst Evers erzählt mitten aus dem Hier und Jetzt: Erlebnisse, Vorfälle und Beobachtungen, in denen er liebevoll, mit viel Witz und einer Prise Weisheit unseren Alltag, unsere zunehmend verstörende Gegenwart ins Komische verklärt. Geschichten, die weit davon entfernt sind, auch nur einen einzigen Ratschlag zu erteilen, und trotzdem helfen – sei es bei Gesundheit und Ernährung («Veganfreie Wurst»), an der Imbissbude («Kaffee zum Weglaufen»), beim Arztbesuch («Da hammse aber hoffentlich ordentlich Zeit mitgebracht») oder bei der Erziehung («Solange ihr euren Tisch über meine Füße stellt»). Evers lässt sich von höflichen Alarmanlagen beraten und verhandelt im Internet mit herrenlosen, marodierenden Algorithmen-Gangs. Auch wird er zu seiner eigenen Überraschung zum weltberühmten Ballettstar. Erlebnisse, die am Ende die Frage aufwerfen: Sind wir wirklich klüger geworden, seit wir quasi ununterbrochen Zugriff auf das gesamte Wissen der Menschheit haben? Oder kommen wir nicht bei uns und anderen vielmehr zu dem Schluss: «Wer alles weiß, hat keine Ahnung»? Wenngleich das natürlich nur eine Vermutung sein kann.

Autor:
Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:240
EAN:9783737100991
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Die Wahrheit über das Lügen: Zehn Geschichten aus zehn Jahren (detebe)

Buchseite und Rezensionen zu 'Die Wahrheit über das Lügen: Zehn Geschichten aus zehn Jahren (detebe)' von Benedict Wells
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Inhaltsangabe zu "Die Wahrheit über das Lügen: Zehn Geschichten aus zehn Jahren (detebe)"

Format:Taschenbuch
Seiten:256
EAN:9783257245240

Lesern von "Die Wahrheit über das Lügen: Zehn Geschichten aus zehn Jahren (detebe)" gefiel auch

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Ein Stadtmensch im Wald

Buchseite und Rezensionen zu 'Ein Stadtmensch im Wald' von H.D. Walden
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Inhaltsangabe zu "Ein Stadtmensch im Wald"

Ein großes Waldgebiet, eine einsam gelegene Hütte und in ihr: ein Naturbanause aus der Stadt. H. D. Waldens Bericht über seinen unverhofften Neuanfang mit der Natur. Ein Schriftsteller zieht sich allein in eine Hütte zurück, irgendwo im Ruppiner Waldgebiet. Die Gegend ist so verlassen, dass seine Freundin behauptet, die Waldtiere wüssten nicht, was Menschen sind und würden meinen, es handele sich um verrückte Kühe. Doch auch der Schriftsteller muss sich eingestehen, dass er nicht besser Bescheid weiß als die Tiere: Vögel beispielsweise sehen für ihn alle gleich aus. Ein Stadtmensch eben. Da er sonst nichts zu tun hat, beginnt er mit Hilfe einer Vogelbestimmungs-App und Vogelfutter sich der Angelegenheit zu nähern. Und tatsächlich, sie kommen alle angeschwirrt: Kohlmeisen, Kleiber, Dompfaffen – wie er nun lernt. Und sie unterscheiden sich charakterlich stark: die Mönchsgrasmücke benimmt sich draufgängerisch wie Tom Cruise, während die Kleiber so überdreht wie Kokainisten wirken. Überhaupt: Von wegen nicht viel los im Wald. Jede Nacht, exakt um dieselbe Uhrzeit, knackt ein Waschbär sehr geschickt die Vogelfutterkiste auf, und ist auch sonst ziemlich dreist. Eine Maus macht Lärm für zehn. Und ein Fuchs hat ein echtes Problem. Und dann ist da noch der Igel-Hüne. Je länger der Autor die Tiere beobachtet und das wilde Fremde wie das nahe Vertraute in ihnen erkennt, desto stärker verändert sich seine ganze Wahrnehmung, sein Gefühl für Zeit, ja sogar das für Geborgenheit.

Autor:
Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:112
EAN:9783869712420
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Vom Mann, der mit zwei Flaschen Whiskey den Untergang der Titanic überlebte: In kuriosen Anekdoten durch die Weltgeschichte

Buchseite und Rezensionen zu 'Vom Mann, der mit zwei Flaschen Whiskey den Untergang der Titanic überlebte: In kuriosen Anekdoten durch die Weltgeschichte' von Giles Milton
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Inhaltsangabe zu "Vom Mann, der mit zwei Flaschen Whiskey den Untergang der Titanic überlebte: In kuriosen Anekdoten durch die Weltgeschichte"

Autor:
Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:292
Verlag: Benevento
EAN:9783710900778

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Erste Person Singular

Buchseite und Rezensionen zu 'Erste Person Singular' von Haruki Murakami
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Inhaltsangabe zu "Erste Person Singular"

Frauen, die verschwinden, eine fiktive Bossa-Nova-Platte von Charlie Parker, ein sprechender Affe und ein Mann, der sich fragt, wie er wurde, was er ist: Die Rätsel um die Menschen, Dinge, Wesen und Momente, die uns für immer prägen, beschäftigen die Ich-Erzähler der acht Geschichten in ›Erste Person Singular‹. Es sind klassische Murakami-Erzähler, die uns in eine Welt aus nostalgischen Jugenderinnerungen, vergangenen Liebschaften, philosophischen Betrachtungen, Literatur, Musik und Baseball entführen. Melancholisch, bestechend intelligent und tragikomisch im allerbesten Wortsinn sind diese Geschichten, die wie beiläufig mit der Grenze zwischen Fiktion und Realität spielen und immer wieder den Verdacht nahelegen, dass Autor und Ich-Erzähler mehr als nur ein paar Gemeinsamkeiten haben.

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:224
EAN:9783832181574
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