Todesfalter (David Stein 7)

Buchseite und Rezensionen zu 'Todesfalter (David Stein 7)' von B.C. Schiller
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Todesfalter (David Stein 7)"

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:267
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Rezensionen zu "Todesfalter (David Stein 7)"

  1. Ein packender Thriller und ein brisantes Thema

    5
    (5 von 5 *)
     - 21. Okt 2020 

    „Die Vergangenheit holt mich immer wieder ein, dachte David und spürte mit einem Mal die aufputschende Wirkung des Adrenalins, die er so lange verleugnet hatte.“ (Zitat Pos. 210)

    Inhalt
    Der Hundeflüsterer David Stein lebt mit Leyla Khan auf Mallorca und hat mit seinen Einsätzen als ehemaliger BND Agent abgeschlossen. Doch dann bittet ihn Hanna Svenson, die Schwester seiner vor zehn Jahren bei einem Attentat ums Leben gekommenen ersten Frau Jana verzweifelt um Hilfe. Maja, ihre Tochter, arbeitet für Safe World, eine internationale Umweltorganisation, und hat zusammen mit ihrem Freund Jonas brisante Beweise gegen das Unternehmen FuturX in Riga gesammelt. FuturX entwickelt Nuklearbatterien für Elektroautos, unter Verwendung von hoch radioaktiven Brennstäben. Nun ist Jonas tot, ermordet, und Maja auf der Flucht vor Geheimdiensten und noch weit gefährlicheren Gegnern. In wenigen Tagen soll die EU-Zulassung für die Elektrofahrzeuge von FuturX erfolgen und nur Maja kann dies noch verhindern. Doch dazu muss David sie erst sicher und rechtzeitig aus Riga nach Les Deux Alpes bringen.

    Thema und Genre
    In diesem Thriller, dem Band 7 um den Ex-BND Agenten David Stein, geht es um das große Geschäft unter dem Deckmantel des Umweltgedankens, um Forschung, Umweltschutz, Politik und Geheimdienste.

    Charaktere
    David Stein und Leyla Khan freuen sich auf ihr erstes Baby, und doch kann er sich ein dauerhaft ruhiges Leben als Hundeflüsterer noch nicht wirklich vorstellen. Er sagt sofort zu, Maja zu helfen. Maja ist eine sehr mutige, entschlossene junge Frau, die diesen gigantischen Umweltskandal auch unter Einsatz ihres Lebens an die Öffentlichkeit bringen will. Auch die weiteren Protagonisten wie Leyla, Robyn, die IT Spezialistin des BND, die David von früher kennt, sowie der geheimnisvolle „Nachtfalter“, sind mit ihrer persönlichen Geschichte, ihren Eigenheiten und Handlungsweisen sehr gut und stimmig entwickelt.

    Handlung und Schreibstil
    Der straffe Zeitrahmen sorgt durchgehende Spannung, die unterschiedlichen Orte der Handlung von Riga über Berlin und Genf bis in die französischen Alpen machen, wie auch das brisante, aktuelle Thema, die Geschichte sehr interessant. Zusätzliche Spannungsmomente bringen die Ereignisse rund um den Besuch von Leyla in Beirut, der parallel zu Davids Einsatz stattfindet. Die Sprache ist so rasant und packend zu lesen, wie man es sich in diesem Genre erhofft.

    Fazit
    Ein brisantes, aktuelles Thema, ein Thriller mit einer sehr spannenden, aber realistischen und glaubhaften Handlung, dazu sympathische Charaktere: dies ergibt in der Summe ein sehr packendes, überzeugendes Lesevergnügen.

 

Das Tartarus-Projekt

Buchseite und Rezensionen zu 'Das Tartarus-Projekt' von Gerd Schilddorfer
4
4 von 5 (3 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Das Tartarus-Projekt"

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:299
Verlag:
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Rezensionen zu "Das Tartarus-Projekt"

  1. Höllenritt

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 20. Okt 2020 

    Der Industrielle Gregory Winter wird kurz nachdem er sein Unternehmen sehr erfolgreich verkauft hat brutal ermordet. Es geschah nach einer Party, zu der auch der momentan nicht ganz so erfolgreiche Autor Michael Landorff eingeladen war. Dessen neue Agentin Melissa, die manchmal zu dem Schluss kommt, nur ein toter Autor könne für Auflagen sorgen, gibt Landorff den Auftrag, Nachforschungen zu dem Mord anzustellen und dann ein Buch darüber zu schreiben. Landorff, der überrascht war, auf der Gästeliste zu stehen, weiß zunächst nicht, wo er anfangen soll. Wie auch ein Polizist beginnen würde, sucht er die Menschen aus dem näheren Umfeld des Toten auf.

    Bei seinen Untersuchungen trifft Landorff auf die professionelle Pokerspielerin Alexandra Buschmann. Beide waren zu der Party eingeladen, obwohl sie keinen Bezug zu dem Gastgeber hatten. Wurde ihr Zusammentreffen absichtlich herbeigeführt. Jedenfalls ergänzen sich Landorffs journalistische Fähigkeiten mit der exakten Beobachtungsgabe und dem analytischen Denken Buschmanns, die immerhin von ihrem Spiel leben kann. Michael Landorffs Traum von einer großen Veröffentlichung, kann in Erfüllung gehen, wenn er und Alexandra es schaffen, die Suche nach dem Täter lebend zu überstehen. Das stellt sich als schwieriger heraus als geahnt, denn es gibt Beteiligte, die ihre Motive um jeden Preis verdecken wollen.

    Ein Abenteuer mit ordentlich Thrill. Wenn man andere Bücher des Autors kennt, weiß man, das beste Unterhaltung garantiert ist. Es fängt recht harmlos an, da der Protagonist erstmal eingeführt wird. Ein Autor, der um die nächste Veröffentlichung kämpft und es dabei nicht leicht hat. Und eben dieser Autor gerät in eine brisante Ermittlung, bei der der Todesfall nur der Ausgangspunkt zu einer größeren Sache ist. Mit seinen neuen Hauptpersonen Michael Landorff und Alexandra Buschmann hat der Autor ein sympathisches Team zusammengebracht, deren abenteuerliche Ermittlung ausgesprochen packend ist. Noch im Laufe der Lektüre ist man geneigt, so einige der verwendeten Ausdrücke nachzuschlagen, um mit Erstaunen und Erschauern festzustellen, dass etliche Ansätze nicht so sehr weit hergeholt sind. Das Abenteuer nimmt seinen überraschenden Lauf und das rasant erzählte Finale lässt keine Wünsche offen.
    4,5 Sterne

  1. Gelungener Thriller-Reihen-Startschuss mit kleinen Irritationen

    bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 05. Okt 2020 

    Der erste visuelle Eindruck: das Cover ist auf den ersten Blick eher unauffällig.
    Bei näherem Hinsehen erkennt man eine Drohne, das erweckt: Neugier. Gut gemacht!
    Die Bedeutung des griechischen "Tartaros: personifizierter Teil der Unterwelt (https://de.wikipedia.org/wiki/Tartaros) weißt den Leser auf die mögliche Gefahr, durch elektronische Geräte hin.

    Inhalt:
    Das Thema: Spionage, Verschwörung, elektronische Raffinesse & die teilweise vereitelten Ermittlungen, ist absolut zeitnah und sehr gut getroffen.
    Schon nach einigen Zeilen fällt der auffällige "Österreich-Touch" in & zwischen den Zeilen auf.
    Der Schriftsteller hat in Sprache und Ausdruck viel von seiner Heimat einfließen lassen. Leider ist mir das nach einigen Kapiteln zu viel "Wiener Schmä", im Sprachgebrauch und Szenenaufbau.

    Leider konnte mich die Ausarbeitung dieses, so brisanten Thrillers, nicht überzeugen.
    Es war sehr anstrengend, die teilweise sehr langatmigen Ausführungen des Autors zu lesen. Aufgrund dieses Schreibstils gingen Details & Lesefluss verloren.
    Der eigenwillige Humor im Sprachgebrauch & das "Heimatkrimi-Couleur" ließ den Ernst des Themas verloren gehen.
    Der Ansatz: ein Schriftsteller & eine Profipokerspielerin gemeinsam auf "Mörderjagd" ist ungewöhnlich, hätte aber super klappen können.

    Fazit: Ein sehr interessantes Thema.
    Eine heimatbegeisterte Leserschaft, mit Hang zu Mundartromanen, könnte diesen Roman sehr wohl schätzen.
    Für die Leser, die rasante, spannende, Thriller mit schneller Abfolge & unvorhersehbaren Wendungen lieben, könnte diese Lektüre enttäuschen.

  1. Brisant und spannend

    5
    (5 von 5 *)
     - 01. Okt 2020 

    „Da war etwas, das im Hintergrund blieb, sich versteckte, wie unter einem Tarnmäntelchen, und sich ins Fäustchen lachte. Und Landorff hatte keine Ahnung, was es war.“ (Zitat Seite 84)

    Inhalt
    Natürlich geht der Journalist und Autor Michael Landorff auf die exklusive Party des erfolgreichen Unternehmers und Milliardärs Gregory Winter, auch wenn er keine Ahnung hat, warum er auf der Einladungsliste steht. Schon des großartigen Buffets wegen, denn obwohl seine Thriller die Leser begeistern, fehlt ihm noch immer ein Verlag. Dies will seine langjährige Bekannte Melissa Warttemberg ändern, die mit ihrer Agentur professionelle Kampagnen für bekannte internationale Großkonzerne durchführt. Als Gregory Winter am Morgen nach der Party grausam ermordet aufgefunden wird, sieht Melissa für Landorff als erfahrenen Journalisten eine einmalige Chance: er muss sofort mit der Suche nach dem Mörder beginnen, den Fall vor der Polizei aufklären und gleichzeitig darüber ein Buch schreiben. Bei der Durchsicht der Gästeliste trifft er auf Alexandra Buschmann, eine professionelle Pokerspielerin, die ebenfalls eingeladen war, ohne Gregory Winter zu kennen. Gemeinsam beginnen sie zu recherchieren, und dies wird binnen kürzester Zeit lebensgefährlich. Umgeben von Geheimdiensten mit unterschiedlichen Interessen und skrupellosen Gegnern, finden sie heraus, worum es eigentlich geht: um ein brisantes Forschungsprojekt mit dem Namen „Tartarus“, das die Welt verändern wird.

    Thema und Genre
    In diesem packenden Wissenschafts- und Politthriller geht es um die Forschungsbereiche KI, Drohnen als Kampfroboter, modernste Steuerungstechnik, Geheimdienste, Politik und internationale Wirtschaftsinteressen.

    Charaktere
    Michael Landorff ist Autor, doch er ist auch ein erfahrener Journalist mit einem entsprechenden Netzwerk. Die ersten Recherchen zeigen, dass wesentlich mehr hinter diesem Mordfall steckt, als zunächst angenommen. Jede Antwort wirft neue Fragen auf, doch er gibt nicht auf, obwohl er rasch erkennt, dass sein Einsatz sein Leben ist, denn bald weiß er zu viel. Alexandra Buschmann, studierte Mathematikerin und Wirtschaftswissenschaftlerin, recherchiert mit ihm, denn plötzlich erkennt sie ihre Verbindung zum Unternehmen des Ermordeten.

    Handlung und Schreibstil
    Ein Journalist und eine Pokerspielerin: die spannende Recherche führt die beiden Hauptfiguren von München aus durch Bayern bis nach Wien, und über Umwege wieder zurück, mit Gegnern aus aller Welt, die ihren Spuren folgen. Die Handlung wird in einer straffen Zeitspanne geschildert, Rückblenden ergänzen mit Details.
    Man erkennt die genaue Recherche und das Fachwissen des Autors, die Geschichte ist realistisch und nachvollziehbar. Seine Geburtsstadt Wien schildert Gerd Schilddorfer, eingebunden in spannende, gefährliche Situationen, mit Charme und Schmäh abseits der Touristenrouten – wer Wien kennt, liest dies mit einem Lächeln, Wien-Neulinge finden hier ganz sicher Ideen für den nächsten Wienbesuch. Die Sprache passt perfekt zum Genre, spannend, mit einer guten Prise Humor. Die wissenschaftlichen Erklärungen sind gekonnt in lockere Dialoge eingebaut, sodass sie verständlich und interessant zu lesen sind.

    Fazit
    Ein packender Thriller mit brisanten Themen und unvorhersehbaren Wendungen. Wem können wir überhaupt noch trauen?, fragen sich nicht nur die beiden sympathischen Hauptfiguren, sondern auch wir Leser*innen, denn es gibt immer wieder Überraschungen. Ein spannender Pageturner, der vergnügte Lesestunden bietet.

 

Vergiss die Vergangenheit

Buchseite und Rezensionen zu 'Vergiss die Vergangenheit' von Mary Kuniz
NAN
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Inhaltsangabe zu "Vergiss die Vergangenheit"

Autor:
Format:Kindle Ausgabe
Seiten:366
Verlag:
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Die Tote im Stadl: Ein Bad-Kleinkirchheim-Krimi (Servus Krimi)

Buchseite und Rezensionen zu 'Die Tote im Stadl: Ein Bad-Kleinkirchheim-Krimi (Servus Krimi)' von Stefan Maiwald
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Die Tote im Stadl: Ein Bad-Kleinkirchheim-Krimi (Servus Krimi)"

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:214
Verlag:
EAN:

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Rezensionen zu "Die Tote im Stadl: Ein Bad-Kleinkirchheim-Krimi (Servus Krimi)"

  1. Saisonbeginn

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 03. Okt 2020 

    Chefinspektor Wendelin Kerschbaumer macht Urlaub. Nach seiner Scheidung hat er sich Kummerspeck angefuttert und nun soll ein Sport- und Kururlaub mitsamt Diät es richten. So begeistert ist er allerdings nicht und so kommt es ihm eher recht, dass er um Mithilfe bei Ermittlungen in einem ungeklärten Todesfall gebeten wird. Eine junge Hotelbedienstete wurde erstochen in der Nähe der Skipiste gefunden. Sie war unter ihren Kollegen beliebt und es ist zunächst rätselhaft, weshalb ihr jemand nach dem Leben getrachtet haben soll. Könnte es etwas mit ihrem Arbeitsplatz zu tun haben oder liegt das Motiv eher in der Familie?

    Dankbar ist Kerschbaumer für jede Ausrede, mit der er seine Diät unterbrechen kann. Die angebotenen kulinarischen Genüsse in Bad Kleinkirchheim sind einfach zu verlockend. Und nicht dass er dem örtlichen Polizeichef, der nach einem Skiunfall im Krankenhaus liegt, etwas will, aber insgeheim ist der Wendelin froh, dass er die Arbeit übernehmen kann. Auch wenn die Wache recht antiquiert wirkt, sind die Kollegen doch umgänglich und besonders Hilde auch der neuen Technik gegenüber aufgeschlossen und ein wenig aufgeschlossen auch gegenüber Wendelin Kerschbaumer. Obwohl sie mit geeinter Kraft loslegen, verlaufen die ersten Befragungen am Arbeitsplatz der Toten eher zäh.

    Der sympathische Chefinspektor Kerschbaumer bekommt es in seinem ersten Fall gleich mit einem verzwickten Fall zu tun. Als Wiener muss er sich in dem idyllischen Bad Kleinkirchheim, wo tatsächlich schon Ski-Weltcup-Rennen stattgefunden haben, erstmal zurechtfinden. Durch die liebevollen und detailreichen Beschreibungen des Autors gelingt das sowohl dem Ermittler als auch dem Leser recht schnell. Gerade in der heutigen Zeit, in der man sich genau überlegt, ob man in Urlaub fährt, lassen einen die mit Humor und Hingewandtheit zum Ort des Geschehens geschriebenen Lokalkrimis einen kleinen Ersatzurlaub erleben. Wenn zu diesem schönen Rahmen noch ein spannender Fall kommt, der verzwickt, aber nicht allzu blutig ist, dann schlägt das Leserherz schon höher. Für Wendelin Kerschbaumer ist es ein gelungener Start, der auf etliche weitere Fälle für den gewitzten Ermittler hoffen lässt.

 

MATTHEW CORBETT in den Fängen des Kraken: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'MATTHEW CORBETT in den Fängen des Kraken: Roman' von Robert McCammon
NAN
(0 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "MATTHEW CORBETT in den Fängen des Kraken: Roman"

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:491
Verlag:
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Pilger und Mörder: Odo und Lupus, Kommissare Karls des Großen - Fünfter Roman (Odo und Lupus: Kommissare Karls des Grossen 5)

Buchseite und Rezensionen zu 'Pilger und Mörder: Odo und Lupus, Kommissare Karls des Großen - Fünfter Roman (Odo und Lupus: Kommissare Karls des Grossen 5)' von Robert Gordian
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Pilger und Mörder: Odo und Lupus, Kommissare Karls des Großen - Fünfter Roman (Odo und Lupus: Kommissare Karls des Grossen 5)"

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:197
Verlag:
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Rezensionen zu "Pilger und Mörder: Odo und Lupus, Kommissare Karls des Großen - Fünfter Roman (Odo und Lupus: Kommissare Karls des Grossen 5)"

  1. Robert Gordian - Pilger und Mörder

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 24. Sep 2020 

    Robert Gordian
    Pilger und Mörder
    dotbooks

    Autor: Robert Gordian (1938–2017), geboren in Oebisfelde, studierte Journalistik und Geschichte und arbeitete als Fernsehredakteur, Theaterdramaturg, Hörspiel- und TV-Autor, vorwiegend mit historischen Themen. Seit den neunziger Jahren verfasste er historische Romane und Erzählungen. (Quelle: dotbooks Verlag)

    Als Odo und Lupus den Ort ihres neuen Auftrages erreichen, müssen sie feststellen, dass Bischof Pappolus ermordet wurde. Diesen sollten die zwei eigentlich aufsuchen, da er sich nicht bischöflich verhalten haben soll. Unter Verdacht, den Mord begangen zu haben, steht der jüdische Kaufmann Tobias. Interessiert mischen sich Odo und Lupus unter die Zuschauer und verfolgen die Verhandlung. Auch das Urteil, obwohl für beide klar ist, dass es nicht stimmen kann, nehmen beide so hin. Nach der Verhandlung beziehen Odo und Lupus das Heim des Getöteten und erleben dort einen Streit zwischen den Angestellten.

    Die Handlung des historischen Krimis “Pilger und Mörder” umfasst insgesamt 12 Kapitel und lässt sich, wie für diese Reihe üblich, wie ein Bericht lesen. Die Kapitelüberschriften sind dabei neutral gehalten. Hier wäre schön gewesen, wenn man die Information über Ort und Zeit mit hinzugefügt hätte. Im Buch gibt es nämlich durchaus Zeitsprünge, die allerdings auch aus dem Text heraus zu erkennen sind, wodurch das Zeitgefühl zu keiner Zeit verloren geht.
    Der Autor nimmt sich nicht besonders viel Zeit und kommt direkt zu dem, was den Leser das ganze Buch über beschäftigen wird, dem Mordfall. Hier wird selbst dem ungeübtesten Krimileser schnell klar, dass der erste Verdacht keinesfalls stimmen kann. Hier hangelt sich das Buch von Robert Gordian dann, die gesamte Handlung von Verdächtigen zu verdächtigen. Alle Beweggründe hierfür werden gut und schlüssig im Laufe des Buches erklärt. Die Fülle an Verdächtigen bedeutet allerdings auch, dass einem im Laufe der Handlung so einige Charaktere begegnen werden. Hier findet man allerdings am Ende des Buches ein kleines Verzeichnis, dass alle Charaktere und eventuell auftauchende Fremdwörter übersichtlich erklärt. So kann man immer mal wieder schnell nachlesen, falls man jemanden vergessen haben sollte.
    Man wird schnell merken, dass, obwohl eigentlich zwei Protagonisten vorhanden sind, einer der Protagonisten mehr Zeit in der Handlung bekommt und hauptsächlich versucht, den Fall zu lösen. Denn die gesamte Story über übernimmt Lupus einen Großteil der Ermittlungen. Dies wird aus der Handlung heraus allerdings recht gut erklärt, weshalb man sich an keinem Punkt darüber wundert, dass Odo nicht sonderlich viel beiträgt.
    Wie oben schon erwähnt, kommt die Erzählung nicht ohne Zeitsprünge aus (sind es anfangs noch Tage, werden es zum Ende hin sogar Wochen). Nach einem der Zeitsprünge wird die Ermittlung, nachdem sie scheinbar einige Zeit geruht hat, wie aus dem Nichts wieder aufgenommen. Hier hätte alles ruhig etwas “runder” ablaufen und beschrieben werden dürfen.
    Das Ende des Buches wird nicht für jeden Leser sonderlich zufriedenstellend sein. Gerade im Hinblick darauf, dass es um Mord geht. Auch die Stimmung ändert sich hier wieder und wird versöhnlicher und ein wenig humorvoller.

    Cover: Schon beim ersten Blick auf das Cover von “Pilger und Mörder” fällt auf, dass es gestaltungstechnisch zu den anderen Covern der Reihe passt. Die Hintergrundfarbe bei diesem Band ist allerdings blau. Auf diesem Hintergrund befindet sich der Titel des Buches, welcher zur Epoche passend gestaltet ist.
    Unter diesem Bereich befindet sich ein Bild, das die beiden Protagonisten des Buches zeigt. Außerdem sehen wir im Hintergrund der beiden ein Gebäude, das an eine Stadt oder ein Kloster erinnert. Beides würde zu Handlungsorten im Buch passen.
    Das Cover macht auf mich einen stimmigen Eindruck und reiht sich gut in die bisherigen Bücher ein.

    Fazit: Insgesamt ist “Pilger und Mörder” das fünfte Buch der Reihe um Odo und Lupus. Für mich persönlich war dieses Buch das zweite, dass ich aus der Reihe gelesen habe. Dem Autoren gelingt es, den Leser in die damalige Zeit zu versetzen. Zusammen mit den Protagonisten löst man dann einen Mordfall, der leider an manchen Stellen recht vorhersehbar ist. Am Ende kommt es allerdings, wie für einen Krimi wichtig zu einem schlüssigen Ende.
    Von mir bekommt “Pilger und Mörder” 4/5 Sterne.

    Klappentext: Das Frankenreich im späten 8. Jahrhundert. Zunächst sieht alles so aus, als wäre es nur ein harmloser Auftrag für Odo und Lupus. Die Kommissare Karls des Großen sollen einen Bischof aufsuchen, dessen Lebenswandel wenig gottgefällig zu sein scheint. Doch sie kommen zu spät: Der Würdenträger ist ermordet worden. Verdächtigt wird ein jüdischer Kaufmann, der bereits so gut wie verurteilt ist. Während Odo sich einer gefährlichen Liebschaft widmet, kommen Lupus Zweifel an der Schuld des Angeklagten – und mit seinen Ermittlungen löst er eine Lawine aus … (Quelle: dotbooks Verlag)

    Autor: Robert Gordian
    Titel: Pilger und Mörder, Odo und Lupus, Kommissare Karls des Großen
    Verlag: dotbooks
    Genre: Krimi
    Seiten: 224
    Preis: eBook: 5,99
    Erstveröffentlichung: 1997
    ISBN: 978-3955202583

 

Wenn der Postmann nicht mal klingelt

Buchseite und Rezensionen zu 'Wenn der Postmann nicht mal klingelt' von Lotte Minck
3.5
3.5 von 5 (2 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Wenn der Postmann nicht mal klingelt"

Autor:
Format:Kindle Ausgabe
Seiten:305
Verlag:
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Rezensionen zu "Wenn der Postmann nicht mal klingelt"

  1. Die Schauspieler haben alle einen an der Waffel...

    bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 20. Sep 2020 

    Ehe sie in winterlichen Trübsinn verfallen kann, weil Mitbewohnerin Diana zum Liebsten gezogen ist, schneit Loretta Luchs eine aufregende Ablenkung ins Haus: Sie soll Theaterdiva Emily Eichberger für die Rolle einer Sexhotline-Mitarbeiterin in einem Film coachen. Als die Schauspielerin immer wieder von einem anonymen Anrufer bedroht wird, entsteht bei Loretta der Verdacht, dass ein Todesfall in Emilys Umfeld vielleicht doch keine natürliche Ursache hatte. Um der Sache auf den Grund zu gehen, versammelt Loretta die bewährte Einsatztruppe um sich - verstärkt durch einen Fernsehkommissar und Emilys Bruder Pascal, der es Loretta im Übrigen schwermacht, sich aufs Wesentliche zu konzentrieren.

    Bislang (Band 1, 2 und 3) war ich begeistert von der Reihe um Loretta Luchs. Amüsante Krimis mit Ruhrpottschnauze und Herz - herrlich. Ein wesentlicher Unterhaltungsfaktor sind dabei natürlich die (mittlerweile vertrauten) Figuren. Lorettas Freundin Diana beispielsweise, die Kollegin Doris und ihr Mann Erwin, der ehemalige Kommissar, die Freundin Isolde und ihre Lebensgefährtin Maria, und natürlich der derbe Frank und seine große Liebe Bärbel samt ihrer Kinder.

    Genau dieser Punkt ist es wohl, der meine Begeisterung diesmal etwas bremste. Die vertrauten Charaktere mutierten oftmals eher zu Randfiguren, die spät oder so gut wie gar nicht auftauchten, allenfalls mal in Telefonkontakten. Das war schade, denn gerade das Zusammenspiel der verrückten Bande habe ich immer als erfrischend erlebt.

    Diesmal dreht sich das Geschehen in erster Linie um zwei Schauspieler*Innen, die die Hauptrollen bei der geplanten Verfilmung von Lorettas bisherigen Abenteuern spielen sollen. Loretta merkt schnell, dass Schauspieler offenbar in erster Linie nur um sich selbst kreisen und ist oft genervt von deren Auftreten. Dem schloss ich mich schnell an, und entsprechend rollte ich bei vielen Szenen mit den Augen. Zudem wussten weder Loretta noch ich, wem man was glauben konnte - wer sagte denn, dass diese Schauspieler nicht auch im 'echten Leben' allen etwas vorspielten?

    Für mich wirkte die Handlung diesmal leider irgendwie zu konstruiert - jemanden z.B. zwei Tage nach dem Kennenlernen schon Asyl anzubieten in der eigenen Wohung: puh. Auch das Ende, naja - es bot eine Auflösung, aber es hatte für mich doch etwas von einer Brechstange. So ganz befriedigend fand ich es nicht.

    Schön ist natürlich, dass sich in Lorettas Leben jetzt unerwartet doch die große Liebe geschlichen hat, die sich hoffentlich auch noch durch die Folge-Bände ziehen wird. Und ich hoffe auch mal, dass die vertrauten Figuren demnächst wieder präsenter sind und durch die witzig-spritzigen Dialoge für die gewohnte Unterhaltung sorgen.

    Jede Reihe hat mal einen Ausreißer - für mich war das hier trotz des süffig-flüssigen Schreibstils der Fall. Das hindert mich aber nicht daran, demnächst Band fünf um Loretta Luchs zu lesen - in der Hoffnung, dass die 'alte Besetzung' wieder mehr zum Zug kommt...

    © Parden

  1. Drehbuch

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 05. Sep 2020 

    Ihre Freundin Diana zieht zu Okko an die Nordsee. Loretta Luchs gönnt ihr das Glück, aber etwas traurig ist sie, etwas sehr. Deshalb ist es eine willkommene Abwechslung als sie die Theaterschauspielerin coachen soll. Isolde hat ein Drehbuch zu einem Fernsehfilm geschrieben, mit dem angelehnt an Lorettas Fälle ein Krimi entstehen soll, in dem eine Sexhotline-Mitarbeiterin durch Zufall in Kriminalfälle stolpert. Emily Eichberger übernimmt die weibliche Hauptrolle und sie hat darum gebeten, mehr über Lorettas Arbeit zu erfahren, um ihre Rolle authentischer gestalten zu können. Bald erfährt Loretta, dass Emily anonyme Anrufe erhält. Ein neuer Fall für Loretta?

    Während ihres Urlaubs an der Nordsee haben Loretta und ihre Freunde den TV-Kommissar Harry Vaske kennengelernt. Und dieser hatte die Idee zu dem Film und er hat auch Emily für die Rolle begeistert. Nun soll es an die Vorbereitungen gehen. Loretta weiß nicht so so recht, was sie Emily erzählen soll und so nimmt sie die Schauspielerin kurzerhand mit zu ihrer Arbeitsstelle. Dort reagiert Emily ein wenig überrascht, dass in einem Callcenter doch nur normale Menschen tätig sind. Schließlich sieht man am Telefon sein Gegenüber normalerweise nicht.

    Auch in ihrem vierten Fall, bei dem es so scheint, als gebe es keinen Fall, taucht eine Leiche auf. Die Umstände des Todesfalls sind für Loretta nicht gerade schön. Der Leser ist dagegen gespannt, wie es mit der Sache weitergeht. Die anonymen Anrufe, ein Todesfall und die Aussicht auf einen Fernsehkrimi, das verspricht eine packende Geschichte, in der wie wir es von Loretta Luchs kennen auch der Humor nicht zu kurz kommt. Lorettas neuer Mitbewohner Baghira weckt sofort Sympathien und auch sonst wissen Loretta und ihre Freunde, den geneigten Leser gut zu unterhalten. Diese turbulente Krimireihe ist immer für ein paar lustige und spannende Lesestunden gut.

 

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