Brave Mädchen schweigen still (Libby Whitman 2)

Rezensionen zu "Brave Mädchen schweigen still (Libby Whitman 2)"

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 16. Mär 2020 

    Die Machenschaften der FLDS, fordern Libbys ganzes Können

    "Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was er will, sondern, dass er nicht tun muss, was er nicht will." (Jean-Jacques Rousseau)
    Libby Whitman ist endlich am Ziel ihrer Träume, nämlich in der Academy des FBI in Quantico ihre Ausbildung als Profilerin zu absolvieren. Zum Glück tröstet Julies Anwesenheit sie ein wenig darüber hinweg, das sie ihren ehemaligen Kollegen Owen in Kalifornien zurücklassen musste. Dass sie mehr als freundschaftliche Gefühle für ihn hegt, wird ihr erst jetzt so richtig klar, seit sie Meilen von ihm entfernt ist. Als er dann überraschend vor ihr steht und seine Liebe gesteht, ist Libby froh. Doch dann setzt ihr das FBI die Pistole auf die Brust den sie möchten, das Libby nach Utah geht, um dort gegen ihre ehemaligen Sekte der FLDS zu ermitteln. Um ihren Traum Profilerin zu werden zu verwirklichen, bleibt der geschockten Libby keine andere Wahl. Dass sie nach 10 Jahren die ehemalige Heimat wiedersehen würde, hatte Libby nicht erwartet. So reist sie mit gemischten Gefühlen voller Zweifel und Ängste nach Utah, ohne zu wissen, was auf sie zukommt.

    Meine Meinung:
    Der zweite Band der Libby-Whitman-Reihe beschert mir wieder einmal einen Einblick in die Machenschaften der fundamentalistischen Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage (FLDS). Eine abgespaltene Gruppierung der Mormonen die vor allem durch die Polygynie (Vielehe) und der daraus resultierenden Inzucht auffallen und die es nach wie vor immer gibt. Ebenso geht es bei Libbys Fall wieder einmal um die Zwangsehe der 16-jährigen Rosie, wie sie selbst damals fast mit ihrem Onkel eingehen musste. Das dabei viele alte Erinnerungen bei ihr hochkommen konnte ich sehr gut verstehen. Schön fand ich das Libby seelische Unterstützung und Halt von Sadie, Matt und von Owen bekommt. Die Örtlichkeiten von Short Creek, wo die FLDS sich sehr abgeschieden niedergelassen hat und sie selbst heute noch leben, fand ich sehr gut beschrieben. Ebenso die Machenschaften die Dania hier außerordentlich detailliert in den Fall mit eingespinnt. Zwar kenne ich die FLDS schon von einem ehemaligen Fall bei Sadie Whitman, bei der Libby von dort geflohen ist. Doch diesmal hat sich die Autorin inhaltlich weitaus mehr mit der Geschichte dieser Gemeinschaft befasst. Ich bekam eine regelrechte Wut zu erfahren, wie sie im allgemeinen mit Frauen umgehen. Besonders erschreckend empfinde ich, dass die FLDS noch immer existieren und selbst die Polizei oft machtlos gegen sie sind. Minderjährige werden zwangsverheiratet, teils sogar vergewaltigt alles im Namen der FLDS, weshalb man den Anführer Warren Jeffs 2011 für mehrere Vergehen zu einer lebenslangen Haft verurteilt hat. Interessant ist auch die Geschichte von Rosies Bruder David, der aus der Sekte zwangskommuniziert wurde. Libby soll nun eine junge Frau dazu bringen gegen Mitglieder der Sekte und ihrem eigenen Mann auszusagen. Leider wurde zuvor ihre Schwester Rosie entführt und niemand weiß, wo sie steckt. Für Libby beginnt nun die Suche und ein lebensgefährlicher Einsatz gegen ihre ehemalige Sekte. Eindrucksvolle und informative Recherchen, mit ein paar romantischen Szenen zwischen Libby und Owen machen diesen Fall für mich zu einem besonderen Erlebnis. Dabei brilliert die toughe Libby wieder einzigartig und mit ganzem Einsatz. So intensiv ausgearbeitet und dargestellt kenne ich bisher nur Fälle von Dania Dicken. Hier spürt man wieder einmal ihre große Erfahrung und Potenzial als Thriller Autorin. Da sich die Bücher der Reihe ineinander aufbauen, vor allem im Privatleben der Ermittler, wäre es gut sie von Anfang an zu beginnen. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 5 von 5 Sterne für dieses Buch.

 

Das verlassene Haus: Der dritte Fall für Gamache (Ein Fall für Gamache 3)

Rezensionen zu "Das verlassene Haus: Der dritte Fall für Gamache (Ein Fall für Gamache 3)"

  1. bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 14. Mär 2020 

    Wie gehabt

    Im letzten Quartal habe ich die beiden ersten Romane aus der Reihe um den Inspector Armand Gamache von der Sûreté Québec gelesen. Der erste gefiel mir gut, so dass ich am Ball blieb. Der zweite fiel schon etwas ab, aber eröffnete eine Nebenhandlung, die, so ließ es der Klappentext des dritten vermuten, aufgelöst würde. Doch meine Hoffnung wurde nicht erfüllt, dazu später.

    Im dritten Fall geht es um eine allseits beliebte Frau, die auf eine raffinierte art und Weise ermordet wird. Das beschauliche Three Pines bekommt Besuch von einem Medium, Anlass für zahlreiche aus dem Vorgängerroman bekannte Figuren an einer Sèance teilzunehmen. Verläuft die erste noch mit harmlosen schaudern, so beschließen die Teilnehmer eine Wiederholung im berüchtigten Hadley-Haus, dem Schauplatz der Morde in den Vorgängerromanen. Doch aus dem Spaß wird Ernst, denn bei dieser Sitzung stirbt Madleine Favreau, die oben erwähnte allseits beliebte Frau. Doch kann man an einem Schreck sterben? Gamache und sein Team finden heraus, dass das Opfer herzkrank war, mit Tabletten vergiftet wurde, so dass der Schreck nur noch der letzte Baustein zum herbeigeführten Tod war. Doch wußte angeblich keiner von der Herzschwäche, auch war der Bseuch des Mediums nicht planbar, außerdem scheint niemand ein Motiv für die Tat zu haben. Es bedarf einiger Recherchen Gamaches und seiner Leute in der Vergangenheit des Opfers und der übrigen Teilnehmer der Séance, um mögliche Motive (die es dann zuhauf gibt) und den Täter zu ermitteln.

    Dabei kommt nun die Nebenhandlung ins Spiel. Gamache, der vor Jahren einen kriminellen Vorgesetzen in der Sûreté überführt hatte und deshalb dort karrieremäßig stagniert sowie zahlreiche Feinde hat, gerät in den Fokus der Medien, die ihn selbst als korrupt und kriminell hinstellen und auch nicht davor zurückschrecken, seine Familie mit in den Sumpf zu ziehen. Doch Gamache, der mit dieser Auseinandersetzung rechnen musste und gerechnet hat, ist nicht unvorbereitet. Doch selbst wird überrascht, als sich der Hintermann der Intrige zu erkennen gibt, der aus einer ganz anderen Ecke als aus der erwarteten kommt. Und damit bin ich bei meiner Kritik. Offensichtlich wird die oben erwähnte Nebenhandlung weiter fortgeführt, was ich als Leser auf Dauer ermüdend finde, vor allem deshalb, weil die eigentlichen Fälle ausreichen, um den Leser zu unterhalten. Außerdem findet auch in diesem Roman das pseudo-philosophische und -religiöse Gequatsche seinen Fortgang, auch darauf kann ich gut verzichten. Ich habe noch einen weiteren, deutlich späteren Gamache-Roman auf meinem Lesetisch, den ich sicherlich auch irgendwann lesen werde, aber vorest ist ersteinmal Pause, was diese Reihe betrifft.

 

Der Preis des Lebens: Kriminalroman

Buchseite und Rezensionen zu 'Der Preis des Lebens: Kriminalroman' von Bernhard Kreutner
4
4 von 5 (2 Bewertungen)

Dieser Krimi geht an die Nieren!
…oder an Herz, Lunge oder ein anderes Organ, das ein finanzkräftiger Patient gerade benötigt. Dr. André Keller und Dr. Eva Vekete sind spezialisiert auf Organtransplantationen – besser gesagt: Organraub.
Der österreichische Autor Bernhard Kreutner taucht tief in die Welt des organisierten Verbrechens ein: Überwachung und Datenklau, Auftragsmord und illegaler Organhandel, alles unter der schützenden Hand einer korrupten Politik.
Für ihre Kunden, die allesamt vermögend und über jeden moralischen Zweifel erhaben sind, besorgen die beiden Ärzte mit ihrem Team aus ehemaligen Söldnern jedes gewünschte Organ. Alles verläuft reibungslos, bis am Wiener Zentralfriedhof ein Fauxpas passiert und zwei strafversetzte Polizisten einer Wiener Sondereinheit zu ermitteln beginnen.

- "Dein Organ für mein Leben": hochbrisantes Thema Organhandel und Transplantations-Missbrauch
- Big Data, Digitalisierung und Social Media: Wie gläsern sind wir wirklich?
- Schauplatz Wien: lokale Besonderheiten und echte Typen mit Wiener Charme
- Unkonventionelles Ermittler-Duo: Michael Lenhart, der geradlinige Analytiker mit einer Vorliebe für Aristoteles, und Sabine Preiss, eine starke Frau mit einer Mischung aus Schönheit, Intellekt und Härte
- Fesselnder Regionalkrimi mit Nervenkitzel-Garantie!

Was ist ein Leben wert? Spannender Thriller mit einer Portion Gesellschaftskritik
"Big Brother macht es möglich. Sie und ich als lebende Ersatzteillager für jene, die meinen, über dem Gesetz zu stehen." Wer über genug Geld und Einfluss verfügt, muss sich nicht mit Transplantationslisten und Wartezeiten für ein dringend benötigtes Organ aufhalten. Die beiden Wiener Ermittler decken nach und nach ein internationales Verbrecher-Netzwerk auf, das bis in die höchsten EU-Kreise reicht.
Morbide, schaurig-spannend und bestens unterhaltsam – Bernhard Kreutner beweist in "Der Preis des Lebens" feines Gespür für seine skurril-charmanten Figuren und die Wiener Kulisse. Seine Detailkenntnis für die politisch-medizinischen Hintergründe verleiht seinem Krimi eine gesellschaftskritische Dimension.
Ein packender Krimi aus Österreich, der Lust auf eine Fortsetzung macht!

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:320
Verlag: Benevento
EAN:
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Rezensionen zu "Der Preis des Lebens: Kriminalroman"

  1. 5
    (5 von 5 *)
     - 20. Mär 2020 

    Spannendes, aktuelles Lesevergnügen mit Charme

    „Um Himmels Willen, wie viele Züge planst du voraus? Ganz abgesehen davon: deine Rechnung hätte sich auch als falsch erweisen können.“ (Zitat Seite 22)

    Inhalt
    Der unangepasste, brillante Ermittler Hauptmann Dr. phil. Michael Lenhart und Leutnant Sabine Preiss, gutaussehend, bestens ausgebildet, clever, von Vorgesetzten als „echte Nervensäge“ bezeichnet, bilden ab sofort die neue, von der EU geforderte Sonderabteilung für ungeklärte und ungewöhnliche Gewaltverbrechen. Was als Strafversetzung gedacht war, wird innerhalb weniger Stunden zu einer undercover ermittelnden, von Spezialisten unterstützten, Sondereinheit, als die Mordkommission um Unterstützung ansucht. Bei einer Beerdigung auf dem Wiener Zentralfriedhof ist ein Sarg zu Boden gefallen, in dem sich nicht nur eine tote alte Dame liegt, sondern auch ein ebenfalls toter junger Mann, dem die Leber fachmännisch entfernt worden war.

    Thema und Genre
    In diesem spannenden Kriminalroman mit Regionalbezug und Wiener Charme geht es um aktuelle Themen wie die technischen Möglichkeiten der globalen Überwachung, um internationalen Organhandel als höchst lukrative Einnahmequelle. Es geht um die Frage, wie weit vermögende Menschen zu gehen bereit sind, um ihr eigenes Leben oder das eines lieben Menschen zu retten. Auch die Politik, Medien und Korruption spielen eine Rolle.

    Charaktere
    Dr. phil. Michael Lenhart, zuerst Polizist eher durch Zufall, dann aus Überzeugung, ist ein erfahrener, hervorragender Analytiker mit Wiener Charme, der seine Vorgehensweise manchmal gedanklich mit Aristoteles und Sunzi abstimmt. Zwischen ihm und der toughen, attraktiven Sabine Preiss, der aufmerksamen Ermittlerin mit militärischer Ausbildung, stimmt die Chemie und sie bilden ein starkes Team, das sich nicht aufhalten lässt. Diese beiden Hauptprotagonisten, wie auch alle anderen Charaktere, sind detailliert, mit einer guten Prise Humor und in ihren unterschiedlichen Facetten absolut glaubhaft geschildert.

    Handlung und Schreibstil
    Die Geschichte spielt in einem straffen Zeitrahmen, was die Spannung erhöht und dem Geschehen Realität verleiht. Die einzelnen Kapitel tragen als Überschrift Tag, Uhrzeit und Ort der Handlung. Die erklärenden Beschreibungen zeigen, wie genau und umfassend recherchiert wurde. Auch wenn die Handlung fiktiv ist, liegen die Fakten und Ereignisse durchaus im Bereich des Möglichen, was diesen Kriminalroman zu einer fesselnden Lektüre macht, aber auch nachdenklich stimmt. Die Sprache passt zum Genre, Humor und charmante Leichtigkeit verbinden sich mit spannender Action, interessanten strategischen Plänen, sachlichen Beschreibungen und etwas Philosophie zu einem unterhaltsam zu lesenden Ganzen.
    Ein Glück, dass ich ein neues Buch niemals nach dem Cover, sondern stets nach Klappentext und Leseprobe auswähle, denn sonst wäre mir dieses spannende Lesevergnügen entgangen. Das Coverbild sollte wohl kreativ-witzig werden, meiner Meinung nach ist es grenzwertig-geschmacklos.

    Fazit
    Ein spannender Kriminalroman mit brisanten aktuellen Themen, Wiener Charme und einem unangepassten, aber erfreulich normalen Ermittlerteam. Ein unterhaltsames Lesevergnügen, das auf eine Fortsetzung hoffen lässt.

  1. bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 21. Feb 2020 

    SoKo Dachgeschoss

    Was kostet ein Menschenleben? Nichts ist umsonst, nicht einmal der Tod, denn der kostet das Leben.
    Zwei Leichen in einem Sarg am Wiener Zentralfriedhof. Eine davon war eigentlich nicht für die Beerdigung vorgesehen. Dem jungen Toten, zu Lebzeiten kerngesund, fehlt die Leber, welche fachgerecht entfernt wurde. Polizeihauptmann Michael Lenhart und Leutnant Sabine Preiss, die erst eine Sonderkommission gebildet haben, ermitteln gegen professionell agierende internationale Organhändler.
    Der österreichische Philosoph und Autor Bernhard Kreutner, versucht sich an seinem ersten Kriminalroman. Morbides Wiener Flair steht einer unglaublich kalt kalkulierendem Bösartigkeit der kriminellen Organhändler gegenüber. Dr. Michael Lenhart ist kein typischer Polizeibeamter. Stets eine Zitat von Aristoteles auf den Lippen ist der Quer- und Vorausdenker bei seinen Vorgesetzten nicht immer sehr beliebt. Gerade noch kann er einen Rausschmiss verhindern und wird zum Hauptmann degradiert. Gemeinsam mit Sabine Preiss wird er zu eine Sonderkommission für ungeklärte sowie ungewöhnliche Gewaltverbrechen eingeteilt und in die unliebsamen Räume des Trakt-D im Dachgeschoss des Innenministeriums gesteckt. Mit Geschick und Charme, und dem richtigen Draht nach oben (der Ministerin) und unten (der Sekretärin des Brigadiers) wird aber aus dem vermeintlichen Abstellgleis eine hochfunktionale Einheit, die sich dem organisierten Verbrechen in den Weg stellt.
    Der eigentliche Kriminalfall des organsierten Organhandels ist politisch brisant und aktuell, die medizinischen Hintergründe gut recherchiert. Ein bisschen blass bleibt der Fall. Was mir aber richtig gut gefallen hat, war das Taktieren und die unkonventionelle Ermittlungsarbeit der beiden Protagonisten, sowie das philosphische Geplänkel.
    Schaumamal, ob der skurril sympathische Lenhart Zeug zum Serienermittler hat.

 

Der Preis des Lebens: Kriminalroman

Buchseite und Rezensionen zu 'Der Preis des Lebens: Kriminalroman' von Bernhard Kreutner
4
4 von 5 (2 Bewertungen)

Dieser Krimi geht an die Nieren!
…oder an Herz, Lunge oder ein anderes Organ, das ein finanzkräftiger Patient gerade benötigt. Dr. André Keller und Dr. Eva Vekete sind spezialisiert auf Organtransplantationen – besser gesagt: Organraub.
Der österreichische Autor Bernhard Kreutner taucht tief in die Welt des organisierten Verbrechens ein: Überwachung und Datenklau, Auftragsmord und illegaler Organhandel, alles unter der schützenden Hand einer korrupten Politik.
Für ihre Kunden, die allesamt vermögend und über jeden moralischen Zweifel erhaben sind, besorgen die beiden Ärzte mit ihrem Team aus ehemaligen Söldnern jedes gewünschte Organ. Alles verläuft reibungslos, bis am Wiener Zentralfriedhof ein Fauxpas passiert und zwei strafversetzte Polizisten einer Wiener Sondereinheit zu ermitteln beginnen.

- "Dein Organ für mein Leben": hochbrisantes Thema Organhandel und Transplantations-Missbrauch
- Big Data, Digitalisierung und Social Media: Wie gläsern sind wir wirklich?
- Schauplatz Wien: lokale Besonderheiten und echte Typen mit Wiener Charme
- Unkonventionelles Ermittler-Duo: Michael Lenhart, der geradlinige Analytiker mit einer Vorliebe für Aristoteles, und Sabine Preiss, eine starke Frau mit einer Mischung aus Schönheit, Intellekt und Härte
- Fesselnder Regionalkrimi mit Nervenkitzel-Garantie!

Was ist ein Leben wert? Spannender Thriller mit einer Portion Gesellschaftskritik
"Big Brother macht es möglich. Sie und ich als lebende Ersatzteillager für jene, die meinen, über dem Gesetz zu stehen." Wer über genug Geld und Einfluss verfügt, muss sich nicht mit Transplantationslisten und Wartezeiten für ein dringend benötigtes Organ aufhalten. Die beiden Wiener Ermittler decken nach und nach ein internationales Verbrecher-Netzwerk auf, das bis in die höchsten EU-Kreise reicht.
Morbide, schaurig-spannend und bestens unterhaltsam – Bernhard Kreutner beweist in "Der Preis des Lebens" feines Gespür für seine skurril-charmanten Figuren und die Wiener Kulisse. Seine Detailkenntnis für die politisch-medizinischen Hintergründe verleiht seinem Krimi eine gesellschaftskritische Dimension.
Ein packender Krimi aus Österreich, der Lust auf eine Fortsetzung macht!

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:320
Verlag: Benevento
EAN:
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Rezensionen zu "Der Preis des Lebens: Kriminalroman"

  1. 5
    (5 von 5 *)
     - 20. Mär 2020 

    Spannendes, aktuelles Lesevergnügen mit Charme

    „Um Himmels Willen, wie viele Züge planst du voraus? Ganz abgesehen davon: deine Rechnung hätte sich auch als falsch erweisen können.“ (Zitat Seite 22)

    Inhalt
    Der unangepasste, brillante Ermittler Hauptmann Dr. phil. Michael Lenhart und Leutnant Sabine Preiss, gutaussehend, bestens ausgebildet, clever, von Vorgesetzten als „echte Nervensäge“ bezeichnet, bilden ab sofort die neue, von der EU geforderte Sonderabteilung für ungeklärte und ungewöhnliche Gewaltverbrechen. Was als Strafversetzung gedacht war, wird innerhalb weniger Stunden zu einer undercover ermittelnden, von Spezialisten unterstützten, Sondereinheit, als die Mordkommission um Unterstützung ansucht. Bei einer Beerdigung auf dem Wiener Zentralfriedhof ist ein Sarg zu Boden gefallen, in dem sich nicht nur eine tote alte Dame liegt, sondern auch ein ebenfalls toter junger Mann, dem die Leber fachmännisch entfernt worden war.

    Thema und Genre
    In diesem spannenden Kriminalroman mit Regionalbezug und Wiener Charme geht es um aktuelle Themen wie die technischen Möglichkeiten der globalen Überwachung, um internationalen Organhandel als höchst lukrative Einnahmequelle. Es geht um die Frage, wie weit vermögende Menschen zu gehen bereit sind, um ihr eigenes Leben oder das eines lieben Menschen zu retten. Auch die Politik, Medien und Korruption spielen eine Rolle.

    Charaktere
    Dr. phil. Michael Lenhart, zuerst Polizist eher durch Zufall, dann aus Überzeugung, ist ein erfahrener, hervorragender Analytiker mit Wiener Charme, der seine Vorgehensweise manchmal gedanklich mit Aristoteles und Sunzi abstimmt. Zwischen ihm und der toughen, attraktiven Sabine Preiss, der aufmerksamen Ermittlerin mit militärischer Ausbildung, stimmt die Chemie und sie bilden ein starkes Team, das sich nicht aufhalten lässt. Diese beiden Hauptprotagonisten, wie auch alle anderen Charaktere, sind detailliert, mit einer guten Prise Humor und in ihren unterschiedlichen Facetten absolut glaubhaft geschildert.

    Handlung und Schreibstil
    Die Geschichte spielt in einem straffen Zeitrahmen, was die Spannung erhöht und dem Geschehen Realität verleiht. Die einzelnen Kapitel tragen als Überschrift Tag, Uhrzeit und Ort der Handlung. Die erklärenden Beschreibungen zeigen, wie genau und umfassend recherchiert wurde. Auch wenn die Handlung fiktiv ist, liegen die Fakten und Ereignisse durchaus im Bereich des Möglichen, was diesen Kriminalroman zu einer fesselnden Lektüre macht, aber auch nachdenklich stimmt. Die Sprache passt zum Genre, Humor und charmante Leichtigkeit verbinden sich mit spannender Action, interessanten strategischen Plänen, sachlichen Beschreibungen und etwas Philosophie zu einem unterhaltsam zu lesenden Ganzen.
    Ein Glück, dass ich ein neues Buch niemals nach dem Cover, sondern stets nach Klappentext und Leseprobe auswähle, denn sonst wäre mir dieses spannende Lesevergnügen entgangen. Das Coverbild sollte wohl kreativ-witzig werden, meiner Meinung nach ist es grenzwertig-geschmacklos.

    Fazit
    Ein spannender Kriminalroman mit brisanten aktuellen Themen, Wiener Charme und einem unangepassten, aber erfreulich normalen Ermittlerteam. Ein unterhaltsames Lesevergnügen, das auf eine Fortsetzung hoffen lässt.

  1. bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 21. Feb 2020 

    SoKo Dachgeschoss

    Was kostet ein Menschenleben? Nichts ist umsonst, nicht einmal der Tod, denn der kostet das Leben.
    Zwei Leichen in einem Sarg am Wiener Zentralfriedhof. Eine davon war eigentlich nicht für die Beerdigung vorgesehen. Dem jungen Toten, zu Lebzeiten kerngesund, fehlt die Leber, welche fachgerecht entfernt wurde. Polizeihauptmann Michael Lenhart und Leutnant Sabine Preiss, die erst eine Sonderkommission gebildet haben, ermitteln gegen professionell agierende internationale Organhändler.
    Der österreichische Philosoph und Autor Bernhard Kreutner, versucht sich an seinem ersten Kriminalroman. Morbides Wiener Flair steht einer unglaublich kalt kalkulierendem Bösartigkeit der kriminellen Organhändler gegenüber. Dr. Michael Lenhart ist kein typischer Polizeibeamter. Stets eine Zitat von Aristoteles auf den Lippen ist der Quer- und Vorausdenker bei seinen Vorgesetzten nicht immer sehr beliebt. Gerade noch kann er einen Rausschmiss verhindern und wird zum Hauptmann degradiert. Gemeinsam mit Sabine Preiss wird er zu eine Sonderkommission für ungeklärte sowie ungewöhnliche Gewaltverbrechen eingeteilt und in die unliebsamen Räume des Trakt-D im Dachgeschoss des Innenministeriums gesteckt. Mit Geschick und Charme, und dem richtigen Draht nach oben (der Ministerin) und unten (der Sekretärin des Brigadiers) wird aber aus dem vermeintlichen Abstellgleis eine hochfunktionale Einheit, die sich dem organisierten Verbrechen in den Weg stellt.
    Der eigentliche Kriminalfall des organsierten Organhandels ist politisch brisant und aktuell, die medizinischen Hintergründe gut recherchiert. Ein bisschen blass bleibt der Fall. Was mir aber richtig gut gefallen hat, war das Taktieren und die unkonventionelle Ermittlungsarbeit der beiden Protagonisten, sowie das philosphische Geplänkel.
    Schaumamal, ob der skurril sympathische Lenhart Zeug zum Serienermittler hat.

 

Der Preis des Lebens: Kriminalroman

Buchseite und Rezensionen zu 'Der Preis des Lebens: Kriminalroman' von Bernhard Kreutner
4
4 von 5 (2 Bewertungen)

Dieser Krimi geht an die Nieren!
…oder an Herz, Lunge oder ein anderes Organ, das ein finanzkräftiger Patient gerade benötigt. Dr. André Keller und Dr. Eva Vekete sind spezialisiert auf Organtransplantationen – besser gesagt: Organraub.
Der österreichische Autor Bernhard Kreutner taucht tief in die Welt des organisierten Verbrechens ein: Überwachung und Datenklau, Auftragsmord und illegaler Organhandel, alles unter der schützenden Hand einer korrupten Politik.
Für ihre Kunden, die allesamt vermögend und über jeden moralischen Zweifel erhaben sind, besorgen die beiden Ärzte mit ihrem Team aus ehemaligen Söldnern jedes gewünschte Organ. Alles verläuft reibungslos, bis am Wiener Zentralfriedhof ein Fauxpas passiert und zwei strafversetzte Polizisten einer Wiener Sondereinheit zu ermitteln beginnen.

- "Dein Organ für mein Leben": hochbrisantes Thema Organhandel und Transplantations-Missbrauch
- Big Data, Digitalisierung und Social Media: Wie gläsern sind wir wirklich?
- Schauplatz Wien: lokale Besonderheiten und echte Typen mit Wiener Charme
- Unkonventionelles Ermittler-Duo: Michael Lenhart, der geradlinige Analytiker mit einer Vorliebe für Aristoteles, und Sabine Preiss, eine starke Frau mit einer Mischung aus Schönheit, Intellekt und Härte
- Fesselnder Regionalkrimi mit Nervenkitzel-Garantie!

Was ist ein Leben wert? Spannender Thriller mit einer Portion Gesellschaftskritik
"Big Brother macht es möglich. Sie und ich als lebende Ersatzteillager für jene, die meinen, über dem Gesetz zu stehen." Wer über genug Geld und Einfluss verfügt, muss sich nicht mit Transplantationslisten und Wartezeiten für ein dringend benötigtes Organ aufhalten. Die beiden Wiener Ermittler decken nach und nach ein internationales Verbrecher-Netzwerk auf, das bis in die höchsten EU-Kreise reicht.
Morbide, schaurig-spannend und bestens unterhaltsam – Bernhard Kreutner beweist in "Der Preis des Lebens" feines Gespür für seine skurril-charmanten Figuren und die Wiener Kulisse. Seine Detailkenntnis für die politisch-medizinischen Hintergründe verleiht seinem Krimi eine gesellschaftskritische Dimension.
Ein packender Krimi aus Österreich, der Lust auf eine Fortsetzung macht!

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:320
Verlag: Benevento
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Rezensionen zu "Der Preis des Lebens: Kriminalroman"

  1. 5
    (5 von 5 *)
     - 20. Mär 2020 

    Spannendes, aktuelles Lesevergnügen mit Charme

    „Um Himmels Willen, wie viele Züge planst du voraus? Ganz abgesehen davon: deine Rechnung hätte sich auch als falsch erweisen können.“ (Zitat Seite 22)

    Inhalt
    Der unangepasste, brillante Ermittler Hauptmann Dr. phil. Michael Lenhart und Leutnant Sabine Preiss, gutaussehend, bestens ausgebildet, clever, von Vorgesetzten als „echte Nervensäge“ bezeichnet, bilden ab sofort die neue, von der EU geforderte Sonderabteilung für ungeklärte und ungewöhnliche Gewaltverbrechen. Was als Strafversetzung gedacht war, wird innerhalb weniger Stunden zu einer undercover ermittelnden, von Spezialisten unterstützten, Sondereinheit, als die Mordkommission um Unterstützung ansucht. Bei einer Beerdigung auf dem Wiener Zentralfriedhof ist ein Sarg zu Boden gefallen, in dem sich nicht nur eine tote alte Dame liegt, sondern auch ein ebenfalls toter junger Mann, dem die Leber fachmännisch entfernt worden war.

    Thema und Genre
    In diesem spannenden Kriminalroman mit Regionalbezug und Wiener Charme geht es um aktuelle Themen wie die technischen Möglichkeiten der globalen Überwachung, um internationalen Organhandel als höchst lukrative Einnahmequelle. Es geht um die Frage, wie weit vermögende Menschen zu gehen bereit sind, um ihr eigenes Leben oder das eines lieben Menschen zu retten. Auch die Politik, Medien und Korruption spielen eine Rolle.

    Charaktere
    Dr. phil. Michael Lenhart, zuerst Polizist eher durch Zufall, dann aus Überzeugung, ist ein erfahrener, hervorragender Analytiker mit Wiener Charme, der seine Vorgehensweise manchmal gedanklich mit Aristoteles und Sunzi abstimmt. Zwischen ihm und der toughen, attraktiven Sabine Preiss, der aufmerksamen Ermittlerin mit militärischer Ausbildung, stimmt die Chemie und sie bilden ein starkes Team, das sich nicht aufhalten lässt. Diese beiden Hauptprotagonisten, wie auch alle anderen Charaktere, sind detailliert, mit einer guten Prise Humor und in ihren unterschiedlichen Facetten absolut glaubhaft geschildert.

    Handlung und Schreibstil
    Die Geschichte spielt in einem straffen Zeitrahmen, was die Spannung erhöht und dem Geschehen Realität verleiht. Die einzelnen Kapitel tragen als Überschrift Tag, Uhrzeit und Ort der Handlung. Die erklärenden Beschreibungen zeigen, wie genau und umfassend recherchiert wurde. Auch wenn die Handlung fiktiv ist, liegen die Fakten und Ereignisse durchaus im Bereich des Möglichen, was diesen Kriminalroman zu einer fesselnden Lektüre macht, aber auch nachdenklich stimmt. Die Sprache passt zum Genre, Humor und charmante Leichtigkeit verbinden sich mit spannender Action, interessanten strategischen Plänen, sachlichen Beschreibungen und etwas Philosophie zu einem unterhaltsam zu lesenden Ganzen.
    Ein Glück, dass ich ein neues Buch niemals nach dem Cover, sondern stets nach Klappentext und Leseprobe auswähle, denn sonst wäre mir dieses spannende Lesevergnügen entgangen. Das Coverbild sollte wohl kreativ-witzig werden, meiner Meinung nach ist es grenzwertig-geschmacklos.

    Fazit
    Ein spannender Kriminalroman mit brisanten aktuellen Themen, Wiener Charme und einem unangepassten, aber erfreulich normalen Ermittlerteam. Ein unterhaltsames Lesevergnügen, das auf eine Fortsetzung hoffen lässt.

  1. bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 21. Feb 2020 

    SoKo Dachgeschoss

    Was kostet ein Menschenleben? Nichts ist umsonst, nicht einmal der Tod, denn der kostet das Leben.
    Zwei Leichen in einem Sarg am Wiener Zentralfriedhof. Eine davon war eigentlich nicht für die Beerdigung vorgesehen. Dem jungen Toten, zu Lebzeiten kerngesund, fehlt die Leber, welche fachgerecht entfernt wurde. Polizeihauptmann Michael Lenhart und Leutnant Sabine Preiss, die erst eine Sonderkommission gebildet haben, ermitteln gegen professionell agierende internationale Organhändler.
    Der österreichische Philosoph und Autor Bernhard Kreutner, versucht sich an seinem ersten Kriminalroman. Morbides Wiener Flair steht einer unglaublich kalt kalkulierendem Bösartigkeit der kriminellen Organhändler gegenüber. Dr. Michael Lenhart ist kein typischer Polizeibeamter. Stets eine Zitat von Aristoteles auf den Lippen ist der Quer- und Vorausdenker bei seinen Vorgesetzten nicht immer sehr beliebt. Gerade noch kann er einen Rausschmiss verhindern und wird zum Hauptmann degradiert. Gemeinsam mit Sabine Preiss wird er zu eine Sonderkommission für ungeklärte sowie ungewöhnliche Gewaltverbrechen eingeteilt und in die unliebsamen Räume des Trakt-D im Dachgeschoss des Innenministeriums gesteckt. Mit Geschick und Charme, und dem richtigen Draht nach oben (der Ministerin) und unten (der Sekretärin des Brigadiers) wird aber aus dem vermeintlichen Abstellgleis eine hochfunktionale Einheit, die sich dem organisierten Verbrechen in den Weg stellt.
    Der eigentliche Kriminalfall des organsierten Organhandels ist politisch brisant und aktuell, die medizinischen Hintergründe gut recherchiert. Ein bisschen blass bleibt der Fall. Was mir aber richtig gut gefallen hat, war das Taktieren und die unkonventionelle Ermittlungsarbeit der beiden Protagonisten, sowie das philosphische Geplänkel.
    Schaumamal, ob der skurril sympathische Lenhart Zeug zum Serienermittler hat.

 

Der Preis des Lebens: Kriminalroman

Buchseite und Rezensionen zu 'Der Preis des Lebens: Kriminalroman' von Bernhard Kreutner
4
4 von 5 (2 Bewertungen)

Dieser Krimi geht an die Nieren!
…oder an Herz, Lunge oder ein anderes Organ, das ein finanzkräftiger Patient gerade benötigt. Dr. André Keller und Dr. Eva Vekete sind spezialisiert auf Organtransplantationen – besser gesagt: Organraub.
Der österreichische Autor Bernhard Kreutner taucht tief in die Welt des organisierten Verbrechens ein: Überwachung und Datenklau, Auftragsmord und illegaler Organhandel, alles unter der schützenden Hand einer korrupten Politik.
Für ihre Kunden, die allesamt vermögend und über jeden moralischen Zweifel erhaben sind, besorgen die beiden Ärzte mit ihrem Team aus ehemaligen Söldnern jedes gewünschte Organ. Alles verläuft reibungslos, bis am Wiener Zentralfriedhof ein Fauxpas passiert und zwei strafversetzte Polizisten einer Wiener Sondereinheit zu ermitteln beginnen.

- "Dein Organ für mein Leben": hochbrisantes Thema Organhandel und Transplantations-Missbrauch
- Big Data, Digitalisierung und Social Media: Wie gläsern sind wir wirklich?
- Schauplatz Wien: lokale Besonderheiten und echte Typen mit Wiener Charme
- Unkonventionelles Ermittler-Duo: Michael Lenhart, der geradlinige Analytiker mit einer Vorliebe für Aristoteles, und Sabine Preiss, eine starke Frau mit einer Mischung aus Schönheit, Intellekt und Härte
- Fesselnder Regionalkrimi mit Nervenkitzel-Garantie!

Was ist ein Leben wert? Spannender Thriller mit einer Portion Gesellschaftskritik
"Big Brother macht es möglich. Sie und ich als lebende Ersatzteillager für jene, die meinen, über dem Gesetz zu stehen." Wer über genug Geld und Einfluss verfügt, muss sich nicht mit Transplantationslisten und Wartezeiten für ein dringend benötigtes Organ aufhalten. Die beiden Wiener Ermittler decken nach und nach ein internationales Verbrecher-Netzwerk auf, das bis in die höchsten EU-Kreise reicht.
Morbide, schaurig-spannend und bestens unterhaltsam – Bernhard Kreutner beweist in "Der Preis des Lebens" feines Gespür für seine skurril-charmanten Figuren und die Wiener Kulisse. Seine Detailkenntnis für die politisch-medizinischen Hintergründe verleiht seinem Krimi eine gesellschaftskritische Dimension.
Ein packender Krimi aus Österreich, der Lust auf eine Fortsetzung macht!

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:320
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  1. 5
    (5 von 5 *)
     - 20. Mär 2020 

    Spannendes, aktuelles Lesevergnügen mit Charme

    „Um Himmels Willen, wie viele Züge planst du voraus? Ganz abgesehen davon: deine Rechnung hätte sich auch als falsch erweisen können.“ (Zitat Seite 22)

    Inhalt
    Der unangepasste, brillante Ermittler Hauptmann Dr. phil. Michael Lenhart und Leutnant Sabine Preiss, gutaussehend, bestens ausgebildet, clever, von Vorgesetzten als „echte Nervensäge“ bezeichnet, bilden ab sofort die neue, von der EU geforderte Sonderabteilung für ungeklärte und ungewöhnliche Gewaltverbrechen. Was als Strafversetzung gedacht war, wird innerhalb weniger Stunden zu einer undercover ermittelnden, von Spezialisten unterstützten, Sondereinheit, als die Mordkommission um Unterstützung ansucht. Bei einer Beerdigung auf dem Wiener Zentralfriedhof ist ein Sarg zu Boden gefallen, in dem sich nicht nur eine tote alte Dame liegt, sondern auch ein ebenfalls toter junger Mann, dem die Leber fachmännisch entfernt worden war.

    Thema und Genre
    In diesem spannenden Kriminalroman mit Regionalbezug und Wiener Charme geht es um aktuelle Themen wie die technischen Möglichkeiten der globalen Überwachung, um internationalen Organhandel als höchst lukrative Einnahmequelle. Es geht um die Frage, wie weit vermögende Menschen zu gehen bereit sind, um ihr eigenes Leben oder das eines lieben Menschen zu retten. Auch die Politik, Medien und Korruption spielen eine Rolle.

    Charaktere
    Dr. phil. Michael Lenhart, zuerst Polizist eher durch Zufall, dann aus Überzeugung, ist ein erfahrener, hervorragender Analytiker mit Wiener Charme, der seine Vorgehensweise manchmal gedanklich mit Aristoteles und Sunzi abstimmt. Zwischen ihm und der toughen, attraktiven Sabine Preiss, der aufmerksamen Ermittlerin mit militärischer Ausbildung, stimmt die Chemie und sie bilden ein starkes Team, das sich nicht aufhalten lässt. Diese beiden Hauptprotagonisten, wie auch alle anderen Charaktere, sind detailliert, mit einer guten Prise Humor und in ihren unterschiedlichen Facetten absolut glaubhaft geschildert.

    Handlung und Schreibstil
    Die Geschichte spielt in einem straffen Zeitrahmen, was die Spannung erhöht und dem Geschehen Realität verleiht. Die einzelnen Kapitel tragen als Überschrift Tag, Uhrzeit und Ort der Handlung. Die erklärenden Beschreibungen zeigen, wie genau und umfassend recherchiert wurde. Auch wenn die Handlung fiktiv ist, liegen die Fakten und Ereignisse durchaus im Bereich des Möglichen, was diesen Kriminalroman zu einer fesselnden Lektüre macht, aber auch nachdenklich stimmt. Die Sprache passt zum Genre, Humor und charmante Leichtigkeit verbinden sich mit spannender Action, interessanten strategischen Plänen, sachlichen Beschreibungen und etwas Philosophie zu einem unterhaltsam zu lesenden Ganzen.
    Ein Glück, dass ich ein neues Buch niemals nach dem Cover, sondern stets nach Klappentext und Leseprobe auswähle, denn sonst wäre mir dieses spannende Lesevergnügen entgangen. Das Coverbild sollte wohl kreativ-witzig werden, meiner Meinung nach ist es grenzwertig-geschmacklos.

    Fazit
    Ein spannender Kriminalroman mit brisanten aktuellen Themen, Wiener Charme und einem unangepassten, aber erfreulich normalen Ermittlerteam. Ein unterhaltsames Lesevergnügen, das auf eine Fortsetzung hoffen lässt.

  1. bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 21. Feb 2020 

    SoKo Dachgeschoss

    Was kostet ein Menschenleben? Nichts ist umsonst, nicht einmal der Tod, denn der kostet das Leben.
    Zwei Leichen in einem Sarg am Wiener Zentralfriedhof. Eine davon war eigentlich nicht für die Beerdigung vorgesehen. Dem jungen Toten, zu Lebzeiten kerngesund, fehlt die Leber, welche fachgerecht entfernt wurde. Polizeihauptmann Michael Lenhart und Leutnant Sabine Preiss, die erst eine Sonderkommission gebildet haben, ermitteln gegen professionell agierende internationale Organhändler.
    Der österreichische Philosoph und Autor Bernhard Kreutner, versucht sich an seinem ersten Kriminalroman. Morbides Wiener Flair steht einer unglaublich kalt kalkulierendem Bösartigkeit der kriminellen Organhändler gegenüber. Dr. Michael Lenhart ist kein typischer Polizeibeamter. Stets eine Zitat von Aristoteles auf den Lippen ist der Quer- und Vorausdenker bei seinen Vorgesetzten nicht immer sehr beliebt. Gerade noch kann er einen Rausschmiss verhindern und wird zum Hauptmann degradiert. Gemeinsam mit Sabine Preiss wird er zu eine Sonderkommission für ungeklärte sowie ungewöhnliche Gewaltverbrechen eingeteilt und in die unliebsamen Räume des Trakt-D im Dachgeschoss des Innenministeriums gesteckt. Mit Geschick und Charme, und dem richtigen Draht nach oben (der Ministerin) und unten (der Sekretärin des Brigadiers) wird aber aus dem vermeintlichen Abstellgleis eine hochfunktionale Einheit, die sich dem organisierten Verbrechen in den Weg stellt.
    Der eigentliche Kriminalfall des organsierten Organhandels ist politisch brisant und aktuell, die medizinischen Hintergründe gut recherchiert. Ein bisschen blass bleibt der Fall. Was mir aber richtig gut gefallen hat, war das Taktieren und die unkonventionelle Ermittlungsarbeit der beiden Protagonisten, sowie das philosphische Geplänkel.
    Schaumamal, ob der skurril sympathische Lenhart Zeug zum Serienermittler hat.

 

Der Preis des Lebens: Kriminalroman

Buchseite und Rezensionen zu 'Der Preis des Lebens: Kriminalroman' von Bernhard Kreutner
4
4 von 5 (2 Bewertungen)

Dieser Krimi geht an die Nieren!
…oder an Herz, Lunge oder ein anderes Organ, das ein finanzkräftiger Patient gerade benötigt. Dr. André Keller und Dr. Eva Vekete sind spezialisiert auf Organtransplantationen – besser gesagt: Organraub.
Der österreichische Autor Bernhard Kreutner taucht tief in die Welt des organisierten Verbrechens ein: Überwachung und Datenklau, Auftragsmord und illegaler Organhandel, alles unter der schützenden Hand einer korrupten Politik.
Für ihre Kunden, die allesamt vermögend und über jeden moralischen Zweifel erhaben sind, besorgen die beiden Ärzte mit ihrem Team aus ehemaligen Söldnern jedes gewünschte Organ. Alles verläuft reibungslos, bis am Wiener Zentralfriedhof ein Fauxpas passiert und zwei strafversetzte Polizisten einer Wiener Sondereinheit zu ermitteln beginnen.

- "Dein Organ für mein Leben": hochbrisantes Thema Organhandel und Transplantations-Missbrauch
- Big Data, Digitalisierung und Social Media: Wie gläsern sind wir wirklich?
- Schauplatz Wien: lokale Besonderheiten und echte Typen mit Wiener Charme
- Unkonventionelles Ermittler-Duo: Michael Lenhart, der geradlinige Analytiker mit einer Vorliebe für Aristoteles, und Sabine Preiss, eine starke Frau mit einer Mischung aus Schönheit, Intellekt und Härte
- Fesselnder Regionalkrimi mit Nervenkitzel-Garantie!

Was ist ein Leben wert? Spannender Thriller mit einer Portion Gesellschaftskritik
"Big Brother macht es möglich. Sie und ich als lebende Ersatzteillager für jene, die meinen, über dem Gesetz zu stehen." Wer über genug Geld und Einfluss verfügt, muss sich nicht mit Transplantationslisten und Wartezeiten für ein dringend benötigtes Organ aufhalten. Die beiden Wiener Ermittler decken nach und nach ein internationales Verbrecher-Netzwerk auf, das bis in die höchsten EU-Kreise reicht.
Morbide, schaurig-spannend und bestens unterhaltsam – Bernhard Kreutner beweist in "Der Preis des Lebens" feines Gespür für seine skurril-charmanten Figuren und die Wiener Kulisse. Seine Detailkenntnis für die politisch-medizinischen Hintergründe verleiht seinem Krimi eine gesellschaftskritische Dimension.
Ein packender Krimi aus Österreich, der Lust auf eine Fortsetzung macht!

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:320
Verlag: Benevento
EAN:
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Rezensionen zu "Der Preis des Lebens: Kriminalroman"

  1. 5
    (5 von 5 *)
     - 20. Mär 2020 

    Spannendes, aktuelles Lesevergnügen mit Charme

    „Um Himmels Willen, wie viele Züge planst du voraus? Ganz abgesehen davon: deine Rechnung hätte sich auch als falsch erweisen können.“ (Zitat Seite 22)

    Inhalt
    Der unangepasste, brillante Ermittler Hauptmann Dr. phil. Michael Lenhart und Leutnant Sabine Preiss, gutaussehend, bestens ausgebildet, clever, von Vorgesetzten als „echte Nervensäge“ bezeichnet, bilden ab sofort die neue, von der EU geforderte Sonderabteilung für ungeklärte und ungewöhnliche Gewaltverbrechen. Was als Strafversetzung gedacht war, wird innerhalb weniger Stunden zu einer undercover ermittelnden, von Spezialisten unterstützten, Sondereinheit, als die Mordkommission um Unterstützung ansucht. Bei einer Beerdigung auf dem Wiener Zentralfriedhof ist ein Sarg zu Boden gefallen, in dem sich nicht nur eine tote alte Dame liegt, sondern auch ein ebenfalls toter junger Mann, dem die Leber fachmännisch entfernt worden war.

    Thema und Genre
    In diesem spannenden Kriminalroman mit Regionalbezug und Wiener Charme geht es um aktuelle Themen wie die technischen Möglichkeiten der globalen Überwachung, um internationalen Organhandel als höchst lukrative Einnahmequelle. Es geht um die Frage, wie weit vermögende Menschen zu gehen bereit sind, um ihr eigenes Leben oder das eines lieben Menschen zu retten. Auch die Politik, Medien und Korruption spielen eine Rolle.

    Charaktere
    Dr. phil. Michael Lenhart, zuerst Polizist eher durch Zufall, dann aus Überzeugung, ist ein erfahrener, hervorragender Analytiker mit Wiener Charme, der seine Vorgehensweise manchmal gedanklich mit Aristoteles und Sunzi abstimmt. Zwischen ihm und der toughen, attraktiven Sabine Preiss, der aufmerksamen Ermittlerin mit militärischer Ausbildung, stimmt die Chemie und sie bilden ein starkes Team, das sich nicht aufhalten lässt. Diese beiden Hauptprotagonisten, wie auch alle anderen Charaktere, sind detailliert, mit einer guten Prise Humor und in ihren unterschiedlichen Facetten absolut glaubhaft geschildert.

    Handlung und Schreibstil
    Die Geschichte spielt in einem straffen Zeitrahmen, was die Spannung erhöht und dem Geschehen Realität verleiht. Die einzelnen Kapitel tragen als Überschrift Tag, Uhrzeit und Ort der Handlung. Die erklärenden Beschreibungen zeigen, wie genau und umfassend recherchiert wurde. Auch wenn die Handlung fiktiv ist, liegen die Fakten und Ereignisse durchaus im Bereich des Möglichen, was diesen Kriminalroman zu einer fesselnden Lektüre macht, aber auch nachdenklich stimmt. Die Sprache passt zum Genre, Humor und charmante Leichtigkeit verbinden sich mit spannender Action, interessanten strategischen Plänen, sachlichen Beschreibungen und etwas Philosophie zu einem unterhaltsam zu lesenden Ganzen.
    Ein Glück, dass ich ein neues Buch niemals nach dem Cover, sondern stets nach Klappentext und Leseprobe auswähle, denn sonst wäre mir dieses spannende Lesevergnügen entgangen. Das Coverbild sollte wohl kreativ-witzig werden, meiner Meinung nach ist es grenzwertig-geschmacklos.

    Fazit
    Ein spannender Kriminalroman mit brisanten aktuellen Themen, Wiener Charme und einem unangepassten, aber erfreulich normalen Ermittlerteam. Ein unterhaltsames Lesevergnügen, das auf eine Fortsetzung hoffen lässt.

  1. bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 21. Feb 2020 

    SoKo Dachgeschoss

    Was kostet ein Menschenleben? Nichts ist umsonst, nicht einmal der Tod, denn der kostet das Leben.
    Zwei Leichen in einem Sarg am Wiener Zentralfriedhof. Eine davon war eigentlich nicht für die Beerdigung vorgesehen. Dem jungen Toten, zu Lebzeiten kerngesund, fehlt die Leber, welche fachgerecht entfernt wurde. Polizeihauptmann Michael Lenhart und Leutnant Sabine Preiss, die erst eine Sonderkommission gebildet haben, ermitteln gegen professionell agierende internationale Organhändler.
    Der österreichische Philosoph und Autor Bernhard Kreutner, versucht sich an seinem ersten Kriminalroman. Morbides Wiener Flair steht einer unglaublich kalt kalkulierendem Bösartigkeit der kriminellen Organhändler gegenüber. Dr. Michael Lenhart ist kein typischer Polizeibeamter. Stets eine Zitat von Aristoteles auf den Lippen ist der Quer- und Vorausdenker bei seinen Vorgesetzten nicht immer sehr beliebt. Gerade noch kann er einen Rausschmiss verhindern und wird zum Hauptmann degradiert. Gemeinsam mit Sabine Preiss wird er zu eine Sonderkommission für ungeklärte sowie ungewöhnliche Gewaltverbrechen eingeteilt und in die unliebsamen Räume des Trakt-D im Dachgeschoss des Innenministeriums gesteckt. Mit Geschick und Charme, und dem richtigen Draht nach oben (der Ministerin) und unten (der Sekretärin des Brigadiers) wird aber aus dem vermeintlichen Abstellgleis eine hochfunktionale Einheit, die sich dem organisierten Verbrechen in den Weg stellt.
    Der eigentliche Kriminalfall des organsierten Organhandels ist politisch brisant und aktuell, die medizinischen Hintergründe gut recherchiert. Ein bisschen blass bleibt der Fall. Was mir aber richtig gut gefallen hat, war das Taktieren und die unkonventionelle Ermittlungsarbeit der beiden Protagonisten, sowie das philosphische Geplänkel.
    Schaumamal, ob der skurril sympathische Lenhart Zeug zum Serienermittler hat.

 

Der Preis des Lebens: Kriminalroman

Buchseite und Rezensionen zu 'Der Preis des Lebens: Kriminalroman' von Bernhard Kreutner
4
4 von 5 (2 Bewertungen)

Dieser Krimi geht an die Nieren!
…oder an Herz, Lunge oder ein anderes Organ, das ein finanzkräftiger Patient gerade benötigt. Dr. André Keller und Dr. Eva Vekete sind spezialisiert auf Organtransplantationen – besser gesagt: Organraub.
Der österreichische Autor Bernhard Kreutner taucht tief in die Welt des organisierten Verbrechens ein: Überwachung und Datenklau, Auftragsmord und illegaler Organhandel, alles unter der schützenden Hand einer korrupten Politik.
Für ihre Kunden, die allesamt vermögend und über jeden moralischen Zweifel erhaben sind, besorgen die beiden Ärzte mit ihrem Team aus ehemaligen Söldnern jedes gewünschte Organ. Alles verläuft reibungslos, bis am Wiener Zentralfriedhof ein Fauxpas passiert und zwei strafversetzte Polizisten einer Wiener Sondereinheit zu ermitteln beginnen.

- "Dein Organ für mein Leben": hochbrisantes Thema Organhandel und Transplantations-Missbrauch
- Big Data, Digitalisierung und Social Media: Wie gläsern sind wir wirklich?
- Schauplatz Wien: lokale Besonderheiten und echte Typen mit Wiener Charme
- Unkonventionelles Ermittler-Duo: Michael Lenhart, der geradlinige Analytiker mit einer Vorliebe für Aristoteles, und Sabine Preiss, eine starke Frau mit einer Mischung aus Schönheit, Intellekt und Härte
- Fesselnder Regionalkrimi mit Nervenkitzel-Garantie!

Was ist ein Leben wert? Spannender Thriller mit einer Portion Gesellschaftskritik
"Big Brother macht es möglich. Sie und ich als lebende Ersatzteillager für jene, die meinen, über dem Gesetz zu stehen." Wer über genug Geld und Einfluss verfügt, muss sich nicht mit Transplantationslisten und Wartezeiten für ein dringend benötigtes Organ aufhalten. Die beiden Wiener Ermittler decken nach und nach ein internationales Verbrecher-Netzwerk auf, das bis in die höchsten EU-Kreise reicht.
Morbide, schaurig-spannend und bestens unterhaltsam – Bernhard Kreutner beweist in "Der Preis des Lebens" feines Gespür für seine skurril-charmanten Figuren und die Wiener Kulisse. Seine Detailkenntnis für die politisch-medizinischen Hintergründe verleiht seinem Krimi eine gesellschaftskritische Dimension.
Ein packender Krimi aus Österreich, der Lust auf eine Fortsetzung macht!

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:320
Verlag: Benevento
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Rezensionen zu "Der Preis des Lebens: Kriminalroman"

  1. 5
    (5 von 5 *)
     - 20. Mär 2020 

    Spannendes, aktuelles Lesevergnügen mit Charme

    „Um Himmels Willen, wie viele Züge planst du voraus? Ganz abgesehen davon: deine Rechnung hätte sich auch als falsch erweisen können.“ (Zitat Seite 22)

    Inhalt
    Der unangepasste, brillante Ermittler Hauptmann Dr. phil. Michael Lenhart und Leutnant Sabine Preiss, gutaussehend, bestens ausgebildet, clever, von Vorgesetzten als „echte Nervensäge“ bezeichnet, bilden ab sofort die neue, von der EU geforderte Sonderabteilung für ungeklärte und ungewöhnliche Gewaltverbrechen. Was als Strafversetzung gedacht war, wird innerhalb weniger Stunden zu einer undercover ermittelnden, von Spezialisten unterstützten, Sondereinheit, als die Mordkommission um Unterstützung ansucht. Bei einer Beerdigung auf dem Wiener Zentralfriedhof ist ein Sarg zu Boden gefallen, in dem sich nicht nur eine tote alte Dame liegt, sondern auch ein ebenfalls toter junger Mann, dem die Leber fachmännisch entfernt worden war.

    Thema und Genre
    In diesem spannenden Kriminalroman mit Regionalbezug und Wiener Charme geht es um aktuelle Themen wie die technischen Möglichkeiten der globalen Überwachung, um internationalen Organhandel als höchst lukrative Einnahmequelle. Es geht um die Frage, wie weit vermögende Menschen zu gehen bereit sind, um ihr eigenes Leben oder das eines lieben Menschen zu retten. Auch die Politik, Medien und Korruption spielen eine Rolle.

    Charaktere
    Dr. phil. Michael Lenhart, zuerst Polizist eher durch Zufall, dann aus Überzeugung, ist ein erfahrener, hervorragender Analytiker mit Wiener Charme, der seine Vorgehensweise manchmal gedanklich mit Aristoteles und Sunzi abstimmt. Zwischen ihm und der toughen, attraktiven Sabine Preiss, der aufmerksamen Ermittlerin mit militärischer Ausbildung, stimmt die Chemie und sie bilden ein starkes Team, das sich nicht aufhalten lässt. Diese beiden Hauptprotagonisten, wie auch alle anderen Charaktere, sind detailliert, mit einer guten Prise Humor und in ihren unterschiedlichen Facetten absolut glaubhaft geschildert.

    Handlung und Schreibstil
    Die Geschichte spielt in einem straffen Zeitrahmen, was die Spannung erhöht und dem Geschehen Realität verleiht. Die einzelnen Kapitel tragen als Überschrift Tag, Uhrzeit und Ort der Handlung. Die erklärenden Beschreibungen zeigen, wie genau und umfassend recherchiert wurde. Auch wenn die Handlung fiktiv ist, liegen die Fakten und Ereignisse durchaus im Bereich des Möglichen, was diesen Kriminalroman zu einer fesselnden Lektüre macht, aber auch nachdenklich stimmt. Die Sprache passt zum Genre, Humor und charmante Leichtigkeit verbinden sich mit spannender Action, interessanten strategischen Plänen, sachlichen Beschreibungen und etwas Philosophie zu einem unterhaltsam zu lesenden Ganzen.
    Ein Glück, dass ich ein neues Buch niemals nach dem Cover, sondern stets nach Klappentext und Leseprobe auswähle, denn sonst wäre mir dieses spannende Lesevergnügen entgangen. Das Coverbild sollte wohl kreativ-witzig werden, meiner Meinung nach ist es grenzwertig-geschmacklos.

    Fazit
    Ein spannender Kriminalroman mit brisanten aktuellen Themen, Wiener Charme und einem unangepassten, aber erfreulich normalen Ermittlerteam. Ein unterhaltsames Lesevergnügen, das auf eine Fortsetzung hoffen lässt.

  1. bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 21. Feb 2020 

    SoKo Dachgeschoss

    Was kostet ein Menschenleben? Nichts ist umsonst, nicht einmal der Tod, denn der kostet das Leben.
    Zwei Leichen in einem Sarg am Wiener Zentralfriedhof. Eine davon war eigentlich nicht für die Beerdigung vorgesehen. Dem jungen Toten, zu Lebzeiten kerngesund, fehlt die Leber, welche fachgerecht entfernt wurde. Polizeihauptmann Michael Lenhart und Leutnant Sabine Preiss, die erst eine Sonderkommission gebildet haben, ermitteln gegen professionell agierende internationale Organhändler.
    Der österreichische Philosoph und Autor Bernhard Kreutner, versucht sich an seinem ersten Kriminalroman. Morbides Wiener Flair steht einer unglaublich kalt kalkulierendem Bösartigkeit der kriminellen Organhändler gegenüber. Dr. Michael Lenhart ist kein typischer Polizeibeamter. Stets eine Zitat von Aristoteles auf den Lippen ist der Quer- und Vorausdenker bei seinen Vorgesetzten nicht immer sehr beliebt. Gerade noch kann er einen Rausschmiss verhindern und wird zum Hauptmann degradiert. Gemeinsam mit Sabine Preiss wird er zu eine Sonderkommission für ungeklärte sowie ungewöhnliche Gewaltverbrechen eingeteilt und in die unliebsamen Räume des Trakt-D im Dachgeschoss des Innenministeriums gesteckt. Mit Geschick und Charme, und dem richtigen Draht nach oben (der Ministerin) und unten (der Sekretärin des Brigadiers) wird aber aus dem vermeintlichen Abstellgleis eine hochfunktionale Einheit, die sich dem organisierten Verbrechen in den Weg stellt.
    Der eigentliche Kriminalfall des organsierten Organhandels ist politisch brisant und aktuell, die medizinischen Hintergründe gut recherchiert. Ein bisschen blass bleibt der Fall. Was mir aber richtig gut gefallen hat, war das Taktieren und die unkonventionelle Ermittlungsarbeit der beiden Protagonisten, sowie das philosphische Geplänkel.
    Schaumamal, ob der skurril sympathische Lenhart Zeug zum Serienermittler hat.

 

Abgrund: Thriller (Hannah Jakob ermittelt 6)

Buchseite und Rezensionen zu 'Abgrund: Thriller (Hannah Jakob ermittelt 6)' von Katharina Peters
NAN
(0 Bewertungen)

Die Kriminalpsychologin und ihr schwerster Fall.

Hannah Jacob ist beim BKA eigentlich Expertin für verschwundene Frauen und Kinder. Doch ihr neuer Fall ist vollkommen anders: Ihr Kollegen Daniel Hihmler wird verdächtigt, den Psychologen getötet zu haben, der seine Frau behandelt hat, bevor sie Selbstmord beging. Die Beweislage scheint erdrückend zu sein, doch Hannah hat ihre Zweifel. Dann entdeckt sie, dass es zwei weitere ungeklärte Kriminalfälle gibt, in die der Psychologe verstrickt ist – und dass er mit einem ominösen Verein zu tun hat, der im Verdacht steht, Kinder von der Straße zu holen, um sie zu Straftätern zu machen ...

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:343
EAN:

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