Wir Sklaven von Suriname

Buchseite und Rezensionen zu 'Wir Sklaven von Suriname' von Anton de Kom
NAN
(0 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Wir Sklaven von Suriname"

Autor:
Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:220
Verlag:
EAN:9783887473839

Diskussionen zu "Wir Sklaven von Suriname"

read more
 

Afrikas Kampf um seine Kunst

Buchseite und Rezensionen zu 'Afrikas Kampf um seine Kunst' von Bénédicte Savoy
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Afrikas Kampf um seine Kunst"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:256
Verlag: Beck C. H.
EAN:9783406766961

Diskussionen zu "Wir Sklaven von Suriname"

read more

Rezensionen zu "Afrikas Kampf um seine Kunst"

  1. Wem gehört die Kunst?

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 11. Mai 2021 

    Klappentext:

    „Schon vor 50 Jahren kämpfte Afrika um seine Kunst, die während der Kolonialzeit massenweise in europäische Museen gelangt war. Und es fand durchaus Unterstützung im Westen. Am Ende jedoch war der Kampf nicht nur vergebens, er wurde auch erfolgreich vergessen gemacht. Auf der Grundlage von unzähligen unbekannten Quellen aus Europa und Afrika erzählt Bénédicte Savoy die gespenstische Geschichte einer verpassten Chance, einer Niederlage, die heute mit umso größerer Wucht auf uns zurückschlägt.

    Afrikas Bemühungen um seine in der Kolonialzeit nach Europa verbrachte Kunst sind keineswegs neu. Schon bald nach 1960, als 18 ehemalige Kolonien die Unabhängigkeit erlangten, wurde von afrikanischen Intellektuellen, Politikern und Museumsleuten eine ungeheure Dynamik in Gang gesetzt. In ganz Europa suchten daraufhin Politikerinnen und Politiker, Journalisten, Akademiker und einige Musemsleute einen Weg, afrikanische Kulturgüter im Sinne einer postkolonialen und postrassistischen Solidarität zurückzugeben. Die Argumente aber, mit denen andere versuchten, die Forderungen aus Afrika zu entkräften und Lösungen zu verhindern, ähneln auf frappierende Weise denen von heute. Schließlich verlief alles im Sand. Bénédicte Savoy verfolgt den postkolonialen Aufbruch und sein Ersticken und fragt, welche Akteure, Strukturen und Ideologien damals dafür sorgten, dass das Projekt einer geordneten, fairen Rückgabe von Kulturgütern traurig scheiterte.“

    In der aktuellen Zeit kommt genau dieses Thema extrem präsent, mal wieder, zu Wort und das ist auch gut so. Autor Bénédicte Savoy nimmt hier das Thema sehr genau unter die Lupe und verdeutlicht dem Leser sehr interessant und, teils sogar spannend, was es heißt, Kunst zu schaffen, diese für sich sprechen zu lassen und diese als geistiges Eigentum anzuerkennen. Leider viel die Kunst Afrikas immer unter einen gewissen Mantel der Zensur, aber das ist nur ein kleiner und recht naiver Ausdruck dafür. Savoy beleuchtet hier alles und ich meine wirklich alles zu diesem Thema und es stellt sich die Frage: Wem gehört die Kunst? Er geht hier teils psychologische, teils emotional, teils sachlich aber auch auch klar vor und dem Leser eröffnet sich ein ganz neues Spektrum zu diesem Thema. Hier geht es nicht um die Kunstgegenstände, die man an den Straßenränder in Afrika kaufen kann, oder doch?! Ist es doch eigentlich auch Kunst....Doch die Kolonialzeit in Afrika war eine andere, eine extrem prägende Zeit, die sehr viel veränderte und das was unter anderem blieb, ist neben den Grenzen eben auch die Kunst. Der heiß-umkämpfende Streit ist bis heute Thema - eigentlich nicht mehr nachvollziehbar, warum um die Kunst eines Landes gestritten wird, wenn der Besitzer doch der eigentliche geistige Eigentümer der Umsetzung ist/war....Sie merken schon, hier steckt viel mehr drin und ich kann dieses Buch wirklich nur wärmstens empfehlen! 4 von 5 Sterne!

 

Das Festmahl der Eroberer

Buchseite und Rezensionen zu 'Das Festmahl der Eroberer' von  Drew Smith
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Das Festmahl der Eroberer"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:224
Verlag: wbg Theiss
EAN:9783806240290

Diskussionen zu "Wir Sklaven von Suriname"

read more

Rezensionen zu "Das Festmahl der Eroberer"

  1. Aus einer fremden Welt

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 11. Apr 2021 

    Klappentext:

    „Kartoffeln, Tomaten, Mais und Kakao - ohne diese Produkte sähe unser Speiseplan heute völlig anders aus. Als Christoph Kolumbus 1492 Amerika entdeckte, wurden Nahrungsmittel, die uns heute selbstverständlich erscheinen, über den Atlantik in die Alte Welt verschifft. Zugleich gelangten Reis, Blumenkohl, Wein und Zucker in die Neue Welt. Kolumbus hatte einen Sturm der Veränderung entfesselt!

    Als Konsequenz veränderten sich die Essgewohnheiten aller Länder und Kontinente. Speisekammern füllten sich mit exotischen Nahrungsmitteln und neue Rezepte gingen um die Welt. Der Kulturwissenschaftler und preisgekrönte Gastronomiekritiker Drew Smith erzählt die faszinierende Geschichte eines beispiellosen kulturellen Wandels....“

    In diesem äußerst faszinierenden Buch von Autor Drew Smith lernen wir ein bisschen mehr als nur das Wissen wo Kartoffel und Kakao ihren Ursprung her haben. Hier geht es auch darum wie man Lebensmittel und ähnliches für lange Überfahrten auf See haltbar macht und da rede ich nicht nur vom pökeln von Fleisch oder Fisch. Wir erfahren, wie die Welt sich verändert hat durch den Austausch anderer, neuer Lebensmittel und auch wie wir mittlerweile ohne Gewürze und Co. gar nicht mehr leben wollen. Aber, und auch das war interessant, erfahren wir wie die Seemänner sich damals versorgt haben und auch beispielsweise Krankheiten versorgt oder vorgebeugt haben.

    Ein umfassendes und spezielles Buch, das übersichtlich mit Texten und Bildern aufgemacht ist und viel Wissen für uns bereit hält. Drew hat einen angenehmen und auch fesselnden Schreibstil. Er sprudelt regelrecht vor Wissen und das kommt dem Leser geballt entgegen. Hierfür gibt es eine Leseempfehlung von mir und 4 von 5 Sterne!

 

Geschichte der Sklaverei

Buchseite und Rezensionen zu 'Geschichte der Sklaverei' von Andreas Eckert
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Geschichte der Sklaverei"

Format:Taschenbuch
Seiten:128
Verlag: Beck C. H.
EAN:9783406765391

Diskussionen zu "Wir Sklaven von Suriname"

read more

Rezensionen zu "Geschichte der Sklaverei"

  1. Ein gutes Buch über das wohl wichtigste Kapitel der Geschichte.

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 15. Mär 2021 

    Sklaverei gibt es in irgendeiner Form schon seit der Sesshaftwerdung des Menschen und war eine Konstante der Geschichte bis in die Gegenwart. Tatsächlich befinden sich heute mehr Menschen in einem Sklavenverhältnis als zu jedem anderen Zeitpunkt der Vergangenheit, nämlich ca. 40 Millionen. Dieses Buch präsentiert auf gelungene Weise eine globale Perspektive der Sklaverei von den Anfängen bis in die Gegenwart.
    Wenn wir heute das Wort „Sklave“ hören, denken wir entweder ans Römische Reich oder an die USA. Diese haben nun mal die größte Medienpräsenz und werden auch in der Schule am intensivsten besprochen. Doch kaum eine Weltregion hatte keine Sklaven, kaum eine Epoche verging ohne Sklaverei. Deswegen ist dieses Büchlein eben so interessant, weil es nicht schon wieder den Fokus auf Altbekanntes legt, sondern auch China, Indien, Brasilien und so viele weitere Gegenden behandelt.
    Fazit: Sehr zu empfehlen für eigentlich jeden.

 

Buchliste: Kolonialismus

Bücher, die den Kolonialismus behandeln - mal mehr, mal weniger kritisch. Romane, die in den ehemaligen Kolonien spielen oder von der Christianisierung handeln.
Suchbegriff
  1. [title_1] von [field_author]
    3.9
    3.9 von 5 (12 Bewertungen)
  2. [title_1] von [field_author]
    5
    5 von 5 (1 Bewertung)
  3. [title_1] von [field_author]
    4
    4 von 5 (3 Bewertungen)
    Die Familienerzählungen, die vom ländlichen Bayern an die Südsee führten, waren so behaftet mit Unglück und Nostalgie, dass sie, die Nachgeborene, sie stets von sich wies. Zumal die Großeltern auf der falschen Seite standen: Sie waren Kolonialisten...
  4. [title_1] von [field_author]
    5
    5 von 5 (2 Bewertungen)
    In seinem Debütroman »Tage in Burma« zeichnet George Orwell ein verheerendes Bild der britischen Kolonialherrschaft. Er beschreibt Korruption und imperiale Bigotterie in einer Gesellschaft, in der »immerhin Eingeborene Eingeborene waren interessant...
  5. [title_1] von [field_author]
    NAN
    (0 Bewertungen)
  6. [title_1] von [field_author]
    NAN
    (0 Bewertungen)
  7. [title_1] von [field_author]
    4.4
    4.4 von 5 (10 Bewertungen)
    Ein großer Abenteuerroman und ein unvergesslicher Held Bartholomäus ist ein Waisenjunge aus Bombay, er ist mindestens zwölf Jahre alt und spricht fast ebenso viele Sprachen. Als Übersetzer für die deutschen Brüder Schlagintweit, die 1854 mit...
  8. [title_1] von [field_author]
    4.15
    4.2 von 5 (12 Bewertungen)
    Deutsch-Südwestafrika, 1904. Beginn eines erbarmungslosen Kolonialkrieges, den das Deutsche Kaiserreich gegen die aufständischen Herero und Hottentotten führt. An der Spitze der für ihre Freiheit kämpfenden Schwarzen steht Jakob Morenga, ein...
  9. [title_1] von [field_author]
    5
    5 von 5 (1 Bewertung)
  10. [title_1] von [field_author]
    5
    5 von 5 (1 Bewertung)
    Britisch-Malaya in den 1930er-Jahren. Zwischen Dschungel und Kolonialvillen lauert eine tödliche Gefahr … Der chinesische Houseboy Ren ist in geheimem Auftrag unterwegs: Er soll den amputierten Finger seines Herrn finden, um ihn mit dem Toten zu...
  11. [title_1] von [field_author]
    4
    4 von 5 (2 Bewertungen)
    Gebundenes BuchDer junge Arzt Norton Perina kehrt mit einer unfassbaren Entdeckung von der Insel Ivu'ivu zurück: Hat er wirklich ein Mittel gegen die Sterblichkeit gefunden? Eine uralte Schildkrötenart soll die Formel des ewigen Lebens bergen. So...
  12. [title_1] von [field_author]
    3
    3 von 5 (1 Bewertung)
    Eine unglaubliche, doch wahre Geschichte: 1913 beauftragt Kaiser Wilhelm II. drei norddeutsche Werftarbeiter, ein Dampfschiff in seine Einzelteile zu zerlegen und am Tanganikasee südlich des Kilimandscharo wieder zusammenzusetzen. Der Monarch will...
  13. [title_1] von [field_author]
    2
    2 von 5 (1 Bewertung)
    Gebundenes BuchChina, Mitte des 19. Jahrhunderts. Eine christliche Aufstandsbewegung überzieht das Kaiserreich mit Terror und Zerstörung. Ein junger deutscher Missionar, der bei der Modernisierung des riesigen Reiches helfen will, reist voller...
  14. [title_1] von [field_author]
    3.1
    3.1 von 5 (9 Bewertungen)
    Als Hans Roth wurde er 1849 in einem Bergdorf geboren, als Louis de Montesanto – Weltreisender, Bestsellerautor und Hochstapler – stirbt er 1921 in London. 13-jährig floh er in die Welt: Mit einer Schauspielerin wohnte er in Paris, in London wurde...
  15. [title_1] von [field_author]
    NAN
    (0 Bewertungen)
    In ihrem Bestsellerroman ›Der Gott der kleinen Dinge‹ erzählt Arundhati Roy die schillernde Geschichte einer Familie, die an einer verbotenen Liebe zerbricht. Als die 31-jährige Rahel nach vielen Jahren zurückkehrt in ihr Heimatdorf im südindischen...
  16. [title_1] von [field_author]
    4.5
    4.5 von 5 (2 Bewertungen)
    Gebundenes Buch"Die Großmächtigen birgt in sich den Zündstoff einer ganzen Epoche. Ein großer Weltroman." Le Monde des Livres 1922 ist die Welt in der maghrebinischen Stadt Nahbès zu aller Zufriedenheit aufgeteilt. Bis ein amerikanisches Filmteam...
  17. [title_1] von [field_author]
    4
    4 von 5 (1 Bewertung)
    Broschiertes BuchGeheimexpedition des Deutschen Reichs an den Hindukusch: Nach einem Plan des Orientkenners Freiherr Max von Oppenheim ziehen zur Zeit des Ersten Weltkriegs sechzig Mann mit der Bagdadbahn, zu Pferd und auf Kamelen 5000 Kilometer...
  18. [title_1] von [field_author]
    5
    5 von 5 (2 Bewertungen)
    Und ewig lockt der Dschungel! Die 26-jährige blonde Dolly hat weder Geld noch ein Dach über dem Kopf. Ihr Problem aber trägt den Namen Bill. Denn die kesse "Gelegenheits-Wahrsagerin" mit hohen Prinzipien strandet mit ihrem zwar gut aussehenden, aber...
  19. [title_1] von [field_author]
    NAN
    (0 Bewertungen)
    In den Abenteuerbüchern Joseph Conrads ist der Dschungel still. Im Herz der Finsternis (1899) etwa schlängelt sich der Kongo lautlos durch die "erhabene Stille des Urwalds": Die Geschichte von Kapitän Marlowe, der sich auf die Suche nach dem...
  20. [title_1] von [field_author]
    NAN
    (0 Bewertungen)
    [Stefanie Zweig: Nirgendwo in Afrika Hardcover (Gut) Weltbild 2004 ]
  21. [title_1] von [field_author]
    NAN
    (0 Bewertungen)
  22. [title_1] von [field_author]
    NAN
    (0 Bewertungen)
  23. [title_1] von [field_author]
    NAN
    (0 Bewertungen)
    «Ich hatte eine Farm in Afrika...» Kaum ein Klassiker des 20. Jahrhunderts strahlt eine ähnlich ungebrochene Faszination aus wie Jenseits von Afrika. Mit ihrer melancholischen Liebeserklärung an Natur und Ureinwohner Ostafrikas schuf Tania Blixen...
  24. [title_1] von [field_author]
    4
    4 von 5 (1 Bewertung)
    Mit feinen, einfachen Strichen und mit klarsichtiger Melancholie entfaltet sich das exotische Panorama des Koloniallebens der zwanziger und dreißiger Jahre. Es beginnt mit dem idyllischen Kinderdasein auf einer Plantage zwischen Herrenhaus und...

Expeditionen eines englischen Gentleman

Buchseite und Rezensionen zu 'Expeditionen eines englischen Gentleman' von Evelyn Waugh
NAN
(0 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Expeditionen eines englischen Gentleman"

Buch mit Leinen-Einband
Die Krönung von Haile Selassie zog 1930 ein schillerndes Publikum nach Addis Abeba. Mitten unter ihnen: Times-Sonderkorrespondent Evelyn Waugh. Es ist ein Anlass wie geschaffen für die satirische Feder des Engländers. Er mokiert sich über europäische Diplomaten und ihre Entourage und liefert das Porträt einer vergnügungssüchtigen Gesellschaft, die weit weg von zu Hause, in Abessinien, ihre ausgelassenen und pompösen Feste feiert.

Autor:
Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:336
Verlag: Diogenes
EAN:9783257070262

Diskussionen zu "Wir Sklaven von Suriname"

read more
 

Die Konquistadoren

Buchseite und Rezensionen zu 'Die Konquistadoren' von Vitus Huber
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Die Konquistadoren"

Autor:
Format:Taschenbuch
Seiten:128
Verlag: C.H.Beck
EAN:9783406734298

Diskussionen zu "Wir Sklaven von Suriname"

read more

Rezensionen zu "Die Konquistadoren"

  1. Interessantes Buch!

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 13. Mai 2019 

    Normalerweise liest man Bücher über die Geschichte der Azteken oder Inka und erfährt dann im letzten Kapitel, wie dieses Volk durch die Konquistadoren Cortés, bzw. Pizarro in den Untergang getrieben wurde. Aber Amerika ist ein großer Doppelkontinent mit zahlreichen weiteren Völkern, Stämmen und Politischen Gefügen, neben diesen beiden Reichen. Und eben die Conquista in ihrer Gesamtheit, nicht nur mit dem Fokus auf die beiden berühmtesten Begebenheiten, wird in diesem Buch präsentiert. Ich habe es sehr interessant gefunden zu lesen, wie das alles Zustande kam. Wie das Kolonialreich eigentlich nur zufällig entstanden ist, weil die Konquistadoren sich zwecks Legitimation freiwillig der Krone unterworfen haben; Wie Teile der indigenen Bevölkerung auch davon profitierten; Warum Nordamerika nicht spanisch wurde; Dass auch viele Conquista-Züge erfolglos endeten. Alltag, Motivation und Folgen werden hier einfach und spannend erläutert. Das Buch wirft Licht auf eine der wichtigsten Begebenheiten der Weltgeschichte und macht dies auf sehr anschauliche Weise.
    Fazit: Empfehlenswert.

 

Zartbittertod

Buchseite und Rezensionen zu 'Zartbittertod' von Elisabeth Herrmann
5
5 von 5 (2 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Zartbittertod"

21.5 cm x 13.5 cm München 480 Seiten [Neuwertig und ungelesen, als Geschenk geeignet Kinder- und Jugendliteratur ]

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:480
Verlag: cbj
EAN:9783570165133

Diskussionen zu "Wir Sklaven von Suriname"

read more

Rezensionen zu "Zartbittertod"

  1. Wenn die süßeste Versuchung zur Gefahr wird...

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 29. Jun 2018 

    Elisabeth Herrmann ist mir natürlich von ihren Büchern für Erwachsene ein Begriff und auch mit dem Jugendbuch "Seefeuer" konnte sie mich begeistern, so dass ich gespannt mit der Lektüre startete.

    In der Geschichte geht es um Mia, die für ihre Bewerbung an der Journalistenschule eine knallhart recherchierte Story benötigt. Was würde sich da besser eignen als die ominöse Herkunftsgeschichte ihres Urgroßvaters, der einst aus Namibia unter mysteriösen Umständen nach Deutschland kam? Bei der Recherche stößt Mia auf ein Geheimnis und plötzlich stirbt jemand. Doch bald ist auch ihr Leben in Gefahr, was nur geht da vor?

    Die spannende Handlung wird uns über einen Erzähler nahe gebracht, der alle handelnden Protagonisten etwas näher beleuchtet.

    Hier ist vor allem die Hauptakteurin Mia im Vordergrund. Mia hat mir als Protagonistin sehr gut gefallen. Auf eine sympathische Art ist sie selbstbewusst, aber nicht zu übertrieben. Zudem ist sie nicht an ihrem eigenen Vorteil interessiert, sondern wirklich nur daran die Geschichte ihrer Vorfahren zu lüften und die hat es wirklich in sich.

    Doch auch Will, den man als Sohn reicher Eltern erstmal argwöhnisch betrachtet, konnte im Verlauf der Geschehnisse meine Sympathie gewinnen. Mich hat nicht gestört, dass sich da zwischendurch etwas anbahnt zwischen ihm und unserer zukünftigen Journalistin.

    Mir gefällt gut, dass die Autorin die Geschichte der Herero und die Kolionalisierung Namibias durch die Deutschen thematisiert, denn ich muss gestehen, dass ich davon wenig bis gar nichts wusste und dieses Kapitel deutscher Geschichte im schulischen Geschichtsunterricht nie Gegenstand war, so dass man als Leser in jedem Fall noch dazu lernt.

    Die dargestellte Geschichte startet noch recht gemächlich und wird mit der Zeit immer spannender. Die Dramatik der Geschichte spitzt sich immer mehr zu und je mehr man liest, desto mehr bekommt man Herzklopfen. Zum Schluss liest man wirklich atemlos, denn man möchte endlich das Geheimnis lüften und zudem wissen, wer denn nun hinter allem steckt.

    Die Auflösung kam für mich dann doch sehr überraschend, hatte ich als Täter jemanden von der Familie Herder selbst im Visier.

    Besonders gern gelesen und regelrecht herbeigesehnt habe ich die Textauszüge aus Briefen und den Schriftstücken aus der Zeit um 1904. Hier wurde sehr deutlich, was die Kolonisten von den Farbigen hielten.

    Einziger Nachteil am Buch: wenn man dauernd von den Leckereien liest, die Mia und ihre Familie so zaubern können, da musste die ein oder andere Tafel Schokolade beim Lesen dran glauben.

    Fazit: Ein Jugendroman, der seinesgleichen sucht. Wer Spannung liebt und Geschichte etwas abgewinnen kann, der wird hier wie ich absolut begeistert sein. Klare Leseempfehlung, klasse!

  1. Schuld und Sühne

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 29. Apr 2018 

    Inhalt:
    Mias Eltern betreiben eine Chocolaterie in Meißen, dort hängt schon immer ein Bild von ihrem Urgroßvater Jakob als Kind und seinem Lehrherrn. Daneben ein Schokoladen-Nashorn und genau dazu möchte Mia nun, für eine Aufnahmeprüfung an der Journalistenschule,  die Geschichte herausfinden. Wie kam ihr Urgroßvater als schwarzes Kind mit seinem weißen Lehrherrn nach Deutschland und warum. Ihre Recherche führt sie in die Kolonialzeit und zu den Herders, wo sie mit ihren Fragen für ganz schön viel Wirbel sorgt.

    Meine Meinung:
    Ich liebe Schokolade und ich lese sehr gerne die Jugendbücher von Elisabeth Herrmann. So war es nur ein logischer Schluss dass ich Zartbittertod lesen wollte.

    Die Schokolade wird aber recht schnell nebensächlich, denn es geht um alte Schuld, die Kolonialzeit und die Zukunft von Mia. Ganz schön viel auf einmal. aber total spannend und fesselnd und das von Beginn an.

    Elisabeth Herrmann schafft es wiedermal mit ihrem Schreibstil zu überzeugen und mich als Leser direkt in den Bann der Geschichte zu ziehen. Es gibt keine große Einleitung und genau das ist gut so. Als Leser ist man fast so unwissend wie Mia selbst und so bleibt vieles ein Rätsel.
    Zugleich wird ein Thema behandelt, dass heute noch aktuell ist, denn auch heute noch werden Länder ausgebeutet um für uns billig zu produzieren und das nicht nur bei Kakao. So geht es hier nicht nur um spannende Unterhaltung, sondern auch ein wenig um Moral. Eine Geschichte die im nachhinein noch zum nachdenken und vielleicht auch umdenken anregen soll. Ob das bei der Zielgruppe sinnvoll ist, sei dahin gestellt. Es wäre aber wünschenswert.

    Die Kapitel haben eine angenehme Länge und sind gespickt mit Seiten aus einem Tagebuch. Die Geschichte ist frei erfunden, hat aber geschichtliche Bezüge und kommt einem so schon Nahe. Sie spielt in der Gegenwart, zeigt aber das schon vor der Nazi-Zeit nicht alles in Ordnung war.

    Die Figuren sind recht überschaubar. Es gibt Mias Eltern, eine Namibische Delegation, Die Herders und ihr Personal, dazu noch Ermittler. Alles in allem kann man die Figuren aber gut auseinander halten. Ich kam nie durcheinander, selbst bei den Nebenfiguren nicht.
    Mia ist neben Will die Hauptfigur der Geschichte. Sie möchte mehr über ihre Familiengeschichte herausfinden und hätte nie gedacht was sie damit auslöst. Sie wirkt manchmal klein und schwach und empfindet sich wohl auch selber so, doch eigentlich ist sie recht stark und mutig.
    Will ist zwar der Sohn der großen Herders, doch wer hier ein arrogantes Papasöhnchen erwartet liegt falsch. Er hat mich in der Geschichte wirklich überrascht.

    Am Ende geht es um die Begleichung von Schuld, um das Aufzeigen von Dingen, die auch heute noch falsch Laufen, um Moral und Ausbeutung.
    All das zusammengefasst in einer sehr spannenden Geschichte um die Aufklärung einer Vergangenheit, die manche Leute lieber unter den Tisch kehren würden.