Transatlantik

Buchseite und Rezensionen zu 'Transatlantik' von Colum McCann
NAN
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Inhaltsangabe zu "Transatlantik"

Neufundland, 1919: Die beiden Flieger Jack Alcock und Arthur Brown unternehmen den ersten Nonstopflug über den Atlantik mit Kurs Irland.
Dublin, 1845: Der schwarzamerikanische Abolitionist Frederick Douglass reist durch das von Hungersnot gepeinigte Irland, wo die Leute schlimmer leiden als unter der Sklaverei.
New York, 1998: US-Senator George Mitchell verlässt seine junge Frau und sein erst wenige Tage altes Baby, um in Belfast die Nordirischen Friedensgespräche zu einem unsicheren Abschluss zu führen.
«Transatlantik» verwebt drei ikonische historische Momente mit dem Schicksal dreier Frauen: Angefangen mit der irischen Hausmagd Lily Duggan, in der Frederick Douglass die Liebe zur Freiheit weckt, folgt der Roman ihrer Tochter Emily und ihrer Enkelin Lottie in die USA und, später, zurück auf die Insel. Ihr Leben spiegelt den Verlauf der bewegten Nationalgeschichte Irlands und Amerikas. Dabei spielt ein vergessener, über drei Generationen nicht geöffneter Brief eine entscheidende Rolle.
«Transatlantik» ist ein kraftvolles Epos über die Kollision von Geschichte und persönlichem Schicksal – geschrieben mit unvergleichlicher dichterischer Intensität, mit leuchtenden Szenen und klingender Sprache.

Autor:
Format:Taschenbuch
Seiten:384
EAN:9783499257483

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Beinahe Alaska

Buchseite und Rezensionen zu 'Beinahe Alaska' von  Arezu Weitholz
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Beinahe Alaska"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:192
EAN:9783866486409

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Rezensionen zu "Beinahe Alaska"

  1. Ein stilles und poetisches Buch, das den Horizont erweitert...

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 15. Mai 2021 

    Die Ich-Erzählerin, eine Mittvierzigerin und Fotografin aus Berlin, begibt sich auf den Weg nach Alaska.

    Sie soll für einen Verlag Bilder von der Arktis machen und darauf die dortige Atmosphäre einfangen.

    Sie sitzt zunächst im Flugzeug über den Gletschern Grönlands und denkt an ihre Verluste, die sie in ihrem bisherigen Leben verkraften musste.

    Nach der Landung in „Nasser Sack“, einem kleinen Ort an der Südspitze Grönlands, geht sie über die Gangway an Bord des Passagierschiffes MS Svalbard, das sie und die anderen Kreuzfahrtteilnehmer in zweieinhalb Wochen nach Alaska bringen soll.

    Sie beobachtet die anderen Passagiere und lernt den ein oder anderen, darunter auch nervtötenden, Gesprächspartner kennen.

    „Sie drücken einen mit ihren luftdichten Wörtern und nahtlos aneinandergefügten Sätzen förmlich zu Boden, man kam nicht hoch, man konnte sich nicht rühren, keine Chance. Kein aber, kein ach, man hätte husten, röcheln, an Atemnot verenden können, sie hätten zumindest den Satz noch zu Ende geredet und einen dann vorwurfsvoll angesehen.“ (S. 52)

    Der ca. 70-jährige akkurate Herr Mücke war vor seiner Pensionierung Uhrmacher und Lehrer und ist seit dem Tod seiner Frau fast ständig auf Reisen.

    Lewis hat Krebs und wird bald sterben.

    George hatte schon drei Schlaganfälle und seine Frau Agnes legt Wert auf Butterkuchen um vier. Die Kreuzfahrt bekamen sie von ihren Kindern zum Hochzeitstag geschenkt. Kinder seien wirklich alles, betont George… und da war es wieder: das Kinderthema.

    Die Ich-Erzählerin wünscht sich, dass der eiskalte Wind an Deck ihren Schmerz und die quälenden Erinnerungen davonbläst.

    Schon bald steht der erste von vielen Landausflügen an.

    Mit einem Tenderboot geht’s, begleitet von Expeditionsleitern, zu mehr oder weniger bekannten, geschichtsträchtigen oder verlassenen, kargen, freundlichen oder unwirtlichen Orten.

    Zwischendurch geht’s mit dem Schiff immer weiter Richtung Alaska.

    Wir lernen weitere Kreuzfahrttouristen kennen, erleben Ausschnitte von Vorträgen über die Arktis oder die Inuit mit und lauschen Gesprächen zwischen Expeditionsteilnehmern.

    Wir haben Teil an den Gedanken und Beobachtungen der Ich-Erzählerin, entdecken Krabbentaucher, Schneegänse und Eissturmvögel und nähern uns so der Arktis.

    Es gibt auch viel Interessantes zu erfahren, wie zum Beispiel: „Perlerorneq – so nennen die Inuit die Winterdepression. Das Wort bedeutet: vom Gewicht des Lebens erdrückt werden.“ (S. 77)

    Und immer wieder begleiten wir die Ich-Erzählerin auf Exkursionen.

    Mit dem Boot vom Schiff aus durchs Meer zu beeindruckenden archaischen Orten wie Dundas Harbour oder Beechey Island, die ich natürlich googeln „musste“, weil Arezu Weitholz mich so neugierig gemacht hat.

    Und dann wurde das Eis zu dick, um weiter zu fahren…

    Arezu Weiholz formuliert in „Beinahe Alaska“ äußerst interessante Gedanken.

    Sie hinterfragt z. B. gängige Bezeichnungen: „Wieso überhaupt alleinstehend? Wieso nicht alleingehend oder alleinliegend oder alleinlaufend? Als stünde man die ganze Zeit herum, so alleine. Zu einem Paar würde ja auch keiner sagen: „Ach, Sie sind wohl zusammenstehend.“…“ (S. 16)

    Immer wieder stößt man auf wunderschöne, bildhafte und poetische Formulierungen:

    „Leise zog das Schiff durch den Fjord, wie ein Messer durch weiche Butter.“ (S.18)

    „Da war ein Glitzern und Funkeln, das die Sonne auf das Blau warf, Abertausend Diamanten, die das Meer in einen gigantischen Lurexteppich verwandelten.“ (S. 30)

    „An Deck klatschte mir eiskalter Wind wie ein feuchter Lappen ins Gesicht.“ (S. 38)

    Mir gefiel die eindrückliche Sprache der Autorin und ich staunte immer wieder über die schönen Bilder:

    „Es war unmöglich, über ein Manuskript zu reden. Wenn man darüber sprach, fiel es in sich zusammen wie ein Soufflé, das man zu früh aus dem Ofen genommen hatte. Ideen waren besonders zarte und zerbrechliche Geschöpfe.“ (S. 59)

    „Beinahe Alaska“ ist ein nur 186-seitiges ruhiges und tiefgründiges Werk, das weder mit Ernsthaftigkeit noch mit leisem Humor geizt und zum Mit- und Nachdenken anregt.

    Arezu Weitholz ist eine präzise Beobachterin und talentierte Erzählerin.

    Aufgrund der detaillierten und eindrücklichen Naturbeschreibungen sieht man die Landschaft vor sich und spürt die Kälte.

    Das leuchtende Weiß, die gefleckten und marmorierten Felswände, beeindruckende Wasserfälle, grellgrün leuchtendes Moos, Eisberge mit türkisen Streifen…

    Darüber hinaus war „Beinahe Alaska“ für mich eine lehrreiche Lektüre, denn ich entdeckte viel Neues und konnte es nicht lassen, immer wieder parallel dazu zu googeln.

    Ich empfehle diese „Reisebeschreibung“, in der es nicht in erster Linie um das Außen, sondern um das Innen geht, sehr gerne weiter.

    Es macht Freude, den Gedanken der Ich-Erzählerin zu dem, was sie auf der Expeditionskreuzfahrt sieht und erlebt, zu lauschen.

 

Die Unschuldigen: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Die Unschuldigen: Roman' von Michael Crummey
NAN
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Inhaltsangabe zu "Die Unschuldigen: Roman"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:352
EAN:9783847900528

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Hexensaat: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Hexensaat: Roman' von Margaret Atwood
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Hexensaat: Roman"

Format:Taschenbuch
Seiten:320
EAN:9783328103363

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Rezensionen zu "Hexensaat: Roman"

  1. Rache

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 29. Dez 2020 

    Dieses Buch ist das erste Buch aus dem Hogarth Shakespeare Projekt, welches mir vor die Augen kommt. Im Hogarth Shakespeare Projekt erzählen bekannte Autoren Werke von Shakespeare in einem neuen Gewand nach. Und in "Hexensaat" erzählt Margaret Atwood "Der Sturm" nach. Ich habe "Hexensaat" sehr gern gelesen, habe aber leider auch etwas die Schärfe der Margaret Atwood vermisst, die in anderen Büchern dieser wunderbaren Autorin besser zum Vorschein kommt und auch diese Geschichte noch etwas mehr gewürzt hätte. Denn eine Prise Chili fehlt hier. Dennoch ist diese Geschichte über Rache ein wirklich gelungenes Buch. Vielleicht ist es auch schwer ein Bühnenstück in eine literarische Form zu bringen, gewisse Vorgaben sind ja einzuhalten. Ich habe ja noch einige Bücher aus diesem Projekt vor mir. Mal sehen, wie diese so vor meinen Augen abschneiden werden.

    Felix Philips ist ein hervorragender Mensch des Theaters, er lebt für seinen Beruf, hat auch schon durch seinen Anspruch an seinen Beruf Schläge einstecken müssen. Dennoch brennt er für seine Arbeit. Seine Inszenierungen sind legendär, opulent und einzigartig. Doch eine fiese Intrige engster Mitarbeiter lässt ihn seinen Beruf/seine Stellung verlieren, gerade als er kurz vor der Premiere von "Der Sturm" stand. Er zieht sich Wunden leckend zurück und sinnt auf Rache. Auf seine Chance auf Rache. Er wartet. Und diese Chance wird ihm Jahre später geboten. In einer weiteren Inszenierung von "Der Sturm", auf einer anderen Bühne, an einem anderen Ort.

    Die Geschichte ist gut erzählt, kommt aber vor meinen Augen leider nicht an "Der Report der Magd" oder an "Der blinde Mörder" heran. Aber vielleicht liegt das auch an mir und meiner Interpretation beider Bücher. :-)

 

Was dir bleibt: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Was dir bleibt: Roman' von Jocelyne Saucier
3
3 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Was dir bleibt: Roman"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:253
Verlag:
EAN:9783458178781

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Rezensionen zu "Was dir bleibt: Roman"

  1. Eine letzte Reise?

    bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 22. Okt 2020 

    Da Kanada Partner der Frankfurter Buchmesse 2020 ist, wollte ich auch mal etwas aus einer kanadischen Feder lesen und bin auf diesen Roman gestoßen.

    In der Geschichte geht es um einen namenlosen Ich- Erzähler, der sich auf die Spuren der verschwundenen Gladys begibt. Wer wird ihm auf seiner Reise begegnen? Was wird er herausfinden?

    Das Besondere an dem Roman ist, dass wir über Gladys und ihr Leben durch Dritte erfahren. Der Ich- Erzähler spricht mit diversen Menschen aus ihrem Leben und bekommt so etwas über sie erzählt.

    Gladys hat es nie einfach gehabt im Leben und scheint trotzdem glücklich zu sein, was ich sehr bewundere. Besonders ihre Fürsorge für Tochter Lisana hat mich berührt.

    Sprachlich ist der Roman einfach wundervoll. Da gibt es diverse Sätze, die man auch als Lebensweisheit benutzen könnte.

    Das Schwierige für mich an dem Roman war, dass ich keinen wirklichen roten Faden erkennen konnte und was uns die Autorin eigentlich damit sagen wollte. Ging es ihr mehr um Gladys, um den Ich- Erzähler oder um das Reisen an sich?

    Spannend fand ich die Thematik mit den School Trains in Kanada, denn davon hatte ich vorher noch nie etwas gehört. So bekommen auch Menschen an entlegenen Orten Bildung. Auch die Faszination für Züge kam gut rüber.

    Gut hätte mir gefallen, wenn nicht so viel offen geblieben wäre, sondern mehr von den Erzählsträngen auch aufgelöst worden wären. So bleibt dem Leser sehr viel Interpretationsspielraum.

    Fazit: Mal ein etwas anderer Stil und sprachlich angenehm. Es wäre noch Luft nach oben gewesen, daher kann ich nur bedingt eine Empfehlung aussprechen.

 

Die Chance

Buchseite und Rezensionen zu 'Die Chance' von Stewart O'Nan
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Die Chance"

Gemeinsam machen Marion und Art Fowler eine Pauschal-Busreise zu den Niagarafällen, wohin sie dreißig Jahre zuvor auch ihre Hochzeitsreise führte. Im Gepäck befindet sich ihr gesamtes Barvermögen, denn Art glaubt zu wissen, wie man beim Roulette gewinnen kann. Sie schmuggeln das Geld nach Kanada ein, wechseln es in Jetons und beziehen in einem Casino eine teure Hochzeitssuite, die sie sich leisten, weil es ja ohnehin egal ist. Arbeitslos und verschuldet, wie sie sind, haben sie nichts mehr zu verlieren. Das Haus, in dem ihre Kinder groß geworden sind, muss verkauft werden, ihre Ehe, von Seitensprüngen untergraben, steht vor dem Aus.
Also greifen sie nach dem letzten Strohhalm: tagsüber beim Sightseeing an den spektakulären Wasserfällen, vor allem aber abends, im Casino. Sie spielen am ersten Abend und am zweiten. Und setzen alles auf eine Karte.
Ein heiterer, sogar tröstlicher Roman über Zuversicht, Verzeihen und letzte Chancen, der eindringlich vor Augen führt, dass Liebe – wie das Leben selbst – mitunter ein Glücksspiel ist.

Format:Taschenbuch
Seiten:224
Verlag: Rowohlt Tb.
EAN:9783499258732

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Rezensionen zu "Die Chance"

  1. Wahrscheinlichkeiten

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 21. Sep 2016 

    Während der Immobilienkrise sind Art und Marion in Schwierigkeiten geraten. Beide haben ihren Job verloren, das Haus ist viel zu hoch belastet, als Ausweg bleiben nur noch Insolvenz und Scheidung. Bevor es soweit ist fahren die beiden zu einem letzten gemeinsamen Wochenende an die Niagara Fälle, dorthin wo sie ihre Hochzeitsreise vor dreißig Jahren verbracht haben. Ein letztes Mal noch wollen sie die Zeit zurückdrehen und unbeschwert sein. Wenigstens ihre Kinder sind versorgt, sie konnten ihnen das Studium ermöglichen, Art und Marion stehen jedoch vor dem aus. Doch sie haben einen Plan, mit dem letzten Bargeld, das sie zusammenkratzen konnten, wollen sie im Casino das große Geld gewinnen.

    Da stehen sie vor den Scherben ihres Lebens, ein viel zu großes Haus, mit Krediten finanziert, die sie kaum bedienen konnten. Reserven eingesetzt, die eigentlich für die Altersversorgung gedacht waren. Die Jobs verloren, Affären gehabt. Und nun kommt auch noch das Haus unter den Hammer, wahrscheinlich lässt es sich wenn überhaupt nur mit Verlust verkaufen. Genau genommen haben sich Marion und Art nicht mehr viel zu sagen. Dieses Wochenende ist der letzte Rettungsversuch. Tagsüber flanieren sie durch die touristischen Sehenswürdigkeiten und schwelgen in Erinnerungen und abends versuchen sie im Casino einen Gewinn herauszuschlagen.

    Jedem Kapitel ist eine Wahrscheinlichkeit vorangestellt, etwa wie groß die Wahrscheinlichkeit ist,dass ein Ehepaar seinen 25. Hochzeitstag erreicht (1:6). Das gilt wahrscheinlich für die USA. Irgendwie passt dann der Inhalt auch zu den Überschriften, die von Wahrscheinlichkeiten, auf die man nicht so viel Wert legt (Übelkeit im Urlaub), immer mehr zu solchen wechselt, die einem viel netter vorkommen (Frühstück im Bett). Und so geht es auch mit der Geschichte von Art und Marion, die sich zunächst mehr oder weniger anzicken und dann doch wieder annähern, je mehr Zeit sie in diesen gemeinsamen Tagen verbringen. Ob sie ihr Hab und Gut retten können, scheint immer unwichtiger zu werden je mehr sie es schaffen, die Zeit zu genießen. Mit klugen Worten unterbreitet Steward O’Nan das Angebot einen sehr positiven kleinen Roman lesen zu können. Ein Angebot, dass man unbedingt annehmen sollte.

    Welches die schönste Wahrscheinlichkeit ist, muss natürlich jeder selbst entscheiden. Aber schön ist es doch, dass die Wahrscheinlichkeit, dass am Morgen die Sonne aufgeht bei 1:1 (also 100%) liegt. Das ist doch mal was, auf das man sich verlassen kann.

 

Das Haus in der Claremont Street: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Das Haus in der Claremont Street: Roman' von Wiebke von Carolsfeld
3
3 von 5 (2 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Das Haus in der Claremont Street: Roman"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:368
Verlag:
EAN:9783462054750

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Rezensionen zu "Das Haus in der Claremont Street: Roman"

  1. Zu viele Nebenschauplätze

    bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 25. Sep 2020 

    Tom ist acht Jahre alt, als sein Vater Russell Mona, Toms Mutter, erschlägt und sich danach selbst tötet. Seither hat Tom kein Wort mehr gesprochen. Das traumatisierte Kind kommt zunächst zu seiner kinderlosen Tante Sonya, die aber bald mit dessen Betreuung überfordert ist. So zieht Tom zu Tante Rose und Onkel Will in die Claremont Street, wo er endlich ein Zuhause finden soll. Nur sehr langsam findet sich Tom in seiner neuen Normalität zurecht.
    „Das Haus in der Claremont Street“ ist der Debütroman von Wiebke von Carolsfeld. Ihr beruflicher Werdegang führte die Autorin über die Verlagswelt in Deutschland nach Kanada, wo sie als Filmemacherin tätig ist.
    Es ist grundsätzlich ein berührendes Setting, um das es in diesem Buch geht. Der Prolog ist eindringlich, geht unter die Haut. Ein kleiner Junge verliert „auf einen Schlag“ alles, Mutter, Vater, das Zuhause. Tom zieht sich in seiner Trauer in Schweigen zurück, fühlt sich am Tod der Mutter mitschuldig, weil er ihr nicht helfen könnte. Monas Tod ist aber für die gesamte Familie eine ungeheure Zerreißprobe. Denn genaugenommen schwelen schon immer in dieser Familie unausgesprochene Konflikte.
    Da ist Sonya, die Perfektionistin in ihrer kleinen sauberen, organisierten Welt. Doch sie leidet an ihrem unerfüllten Kinderwunsch, will Tom zu ihrem „Projekt“ machen an dem sie scheitert.
    „Nicht einmal in ihren schlimmsten Albträumen hätte sie sich ausgemalt, dass sie einmal hier enden würde, in dieser Speisekammer, mit diesem Jungen, der kein einziges Wort sprach und nicht weinte, ja der sich nicht einmal berühren lassen wollte. Ein Junge, für den sie von jetzt an verantwortlich war. Ein eigenes Kind, von jetzt auf gleich.“
    Rose hingegen kämpft an allen Fronten einer Alleinerzieherin: Geldmangel, Zeitmangel, der Sohn ein Pubertist, das Haus eine Bruchbude. Und zu allem Überfluss muss sie auch nicht mit Will, ihrem Bruder, klarkommen, der sich vor jeder Verantwortung drückt, wo er nur kann.
    Das ganze Familiengefüge droht auseinanderzubrechen:
    „Was uns nicht umbringt, macht uns stark. Das kann man doch nicht in Gegenwart eines Kindes sagen, das so traumatisiert ist wie Tom!....Und es stimmt nicht einmal. Tom ist nicht stärker, weil er überlebt hat. Keiner von uns ist stärker geworden. Und Mona ist tot. Manchmal bringt einen so eine Scheiße einfach um. Und Tatsache ist, dass keiner von uns irgendetwas unternommen hat, um das zu verhindern.“

    Doch anstatt Tom in den Mittelpunkt der Erzählung zu rücken, und damit eine tiefere Beziehung zu dem kleinen Protagonisten aufzubauen, ergeht sich die Geschichte am täglichen Kleinkrieg zwischen den Erwachsenen. Mit derselben Energie, die Rose auf ihre verstopfte Küchenspüle aufwendet, widmet sich die Autorin Nebenschauplätzen der Befindlichkeiten der Geschwister.

    „…, dass einem Familie nicht immer Sicherheit bietet…Das sollten Sie doch wohl wissen.“

    Hier meine ich, will die Autorin zu viel an Themen unterbringen und verliert dabei an Relevanz. Was ich schade finde.

  1. Wie eine Tragödie eine Familie vereint

    bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 10. Sep 2020 

    Sonya die nach einem schweren Schicksalsschlag den traumatisierten neunjährigen Sohn ihrer Schwester bei sich aufnimmt , hat es nicht leicht . Er redet nicht und schweigt beharrlich . Sie weiß sich bald nicht mehr zu helfen ... Durch Tom findet ihre ganze Familie wieder zusammen .

    Die Kapitel wechseln sich zwischen den einzelnen Charakteren ab . Die wiederum passen sehr gut in die Geschichte , sind glaubwürdig und jeder auf seine ganz besondere Art sympathisch . Der Schreib - und Erzählstil ist fast schon poetisch ,ruhig und hat für mich einen etwas traurigen Klang . Die Spannung in diesem Familienroman hält sich im Hintergrund . Es ist eher das nachdenkliche was bei mir im Vordergrund steht . Es gibt immer wieder Rückblicke wie es vor dem Schicksalsschlag war . Davon hätte ich mir allerdings etwas mehr gewünscht . Die Handlung spielt sich hauptsächlich in der Innenstadt von Toronto ab .

    Fazit : Zu Beginn hatte ich etwas Schwierigkeiten in das Buch hineinzukommen . Es ist eher eine Erzählung mit einem traurigen Thema . Umso schöner und positiver wird er dagegen zum Schluss . Es ist ein berührender Familienroman der mich leider nicht richtig fesseln konnte .

 

Der steinerne Engel: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Der steinerne Engel: Roman' von Margaret Laurence
4.5
4.5 von 5 (2 Bewertungen)

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Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:352
Verlag:
EAN:9783961610921

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Rezensionen zu "Der steinerne Engel: Roman"

  1. Rückblick auf das Leben einer eisernen Lady

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 25. Mai 2021 

    Der vorliegende Roman erschien bereits 1965 in deutscher Sprache, gilt als kanadischer Klassiker und wurde nun vom Eisele-Verlag wiederentdeckt und neu übersetzt. Margaret Laurence ist neben Margaret Atwood und Alice Munro eine bedeutende Autorin Kanadas.

    Im Mittelpunkt des Romans steht Ich-Erzählerin Hagar Shipley, eine 90-jährige alte Dame, die seit etlichen Jahren bei ihrem Sohn Marvin und Schwiegertochter Doris lebt, die sich um sie kümmern. Das Alter hat sie doch recht hinfällig werden lassen. Eigen- und Fremdwahrnehmung gehen dabei stark auseinander: Während ihre Angehörigen sich durch die Pflege der alten Dame an ihre Grenzen geführt sehen, fühlt sich Hagar schlecht behandelt und ist der Meinung, die beiden trachteten nur nach ihrem Vermögen und wollten sie abschieben. Zunächst nimmt man das der Erzählerin auch ab, zunehmend häufen sich allerdings die Indizien, dass Hagar die Opferrolle gar nicht so gut steht – diese sich entwickelnde Diskrepanz war für mich eine bemerkenswerte Lese - Erfahrung.

    Die Handlung findet auf zwei Ebenen statt: Die besagte Gegenwart der alten Dame, die zunächst überwiegend in ihrem Zimmer stattfindet, in dem sie viel Zeit zum Nachdenken hat. Kleine Denkanstöße oder Anlässe führen sie in die Vergangenheit, die zweite Ebene des Romans: Hagar wird als Tochter eines Gemischtwarenhändlers im fiktiven Prärieort Manawaka geboren. Ihre Mutter verstirbt früh, die beiden Brüder können die Hoffnungen des strengen Vaters nicht erfüllen, Hagar darf es aufgrund ihres Geschlechts nicht. Aus Opposition und einer Laune heraus heiratet sie den liederlichen Farmer Bram Shipley. An seiner Seite muss sie ein arbeits- und entbehrungsreiches Leben führen, zumal ihr Vater sie mit aller Konsequenz enterbt. Sie bekommt zwei Söhne, einen davon liebt sie mehr als den anderen…

    Hagar schaut sehr ehrlich auf die Stationen ihres Lebens zurück. Sie schildert ihre persönliche Sicht auf das Erlebte ohne Sentimentalität. Man nimmt sie stets als starke, unnachgiebige und resolute Frau wahr, die immer weiß, was sie will. Als Mutter ist sie hart, übernimmt unbewusst die Fehler ihres Vaters, indem sie ihre Kinder bevormundet und ihnen ihren Weg vorzuschreiben versucht – was fatale Folgen hat. Sie kann arbeiten bis zum Umfallen, kommt gegen ihren Ehemann aber nicht an. Auch in der Liebe verhindert ihr Stolz eine erfüllte Zweierbeziehung. Hagar hat nicht viel für die Gefühle anderer Menschen übrig. Sie empfindet Verachtung für all jene, die erfolgreicher durchs Leben gehen als sie. Sie kann die Überheblichkeit und Arroganz ihrer wohlhabenden Kindertage nie richtig überwinden. Sie hat niemals Freunde, hohe Ansprüche an andere und grundsätzlich wenig Verständnis.

    Aus diesen Gedankenströmen wird man als Leser immer wieder in die Gegenwart zurückgeholt. Die Schwiegertochter möchte, dass Hagar ins Altersheim Silberfaden übersiedelt. Die alte Frau ist weit hinfälliger, als sie zugibt, außerdem leidet sie an einer beginnenden Demenzerkrankung. Doris schafft die Pflege nicht mehr. All das will Hagar nicht wahrhaben. Sie revoltiert und bricht zu einem gewagten Ausflug an einen Ort auf, an dem sie früher einmal glücklich war. Bereits zum zweiten Mal will sie ihrem Leben eine entscheidende Wendung geben – eine Unternehmung, die durchaus gefährlich für sie ausgehen kann…

    Der Roman beginnt gemächlich, besticht aber von Beginn an durch wunderschöne Formulierungen und einen höchst angenehmen Sprachfluss. Beide Handlungsebenen haben mich gleichermaßen gefesselt. Hagar ist zu keinem Zeitpunkt eine sympathische Protagonistin. Dafür hat sie zu viele Ecken und Kanten, behandelt ihr Umfeld zynisch und empathielos. Trotzdem bekommt man im Zuge der Geschichte Verständnis für sie. Man beginnt zu verstehen, wie sie zu der Frau geworden ist, die sie ist. Man erkennt, dass sie Schicksalsschläge hat einstecken müssen, die ihr Leben geprägt und sie verhärtet haben. Es dauert sehr lange, bis sie sich ihren Fehlern und Lebenslügen stellen kann und sie für den Leser auch versöhnliche Züge bekommt. Doch mit der Versöhnlichkeit hat Hagar größte Schwierigkeiten: Selbst wenn der Geist willig ist, ist das Fleisch oft schwach und die nächste verbale Entgleisung hat ihren Mund schon verlassen, bevor sie es verhindern kann. Dadurch wird manchen Situationen auch etwas (Tragi-)Komisches verliehen.

    Ich habe die Lektüre als ein sehr positives Leseerlebnis empfunden, man nimmt automatisch Anteil an Hagars Leben im ländlichen Kanada. Die wechselnden Perspektiven lösen einander völlig stimmig und selbstverständlich ab. Man hat nie Schwierigkeiten, den Faden wieder aufzunehmen. Auch bekommt man intensive Einblicke in die Malaisen des Alters, aber auch dies ohne Schwermut und Bitterkeit. Hagar ist hart im Nehmen. Was sie von anderen erwartet, leistet sie auch selbst. Der steinerne Engel dürfte eine Metapher sein, denn ein solcher steht auf dem Familiengrab im Manawaka und hat gewisse Ähnlichkeiten mit der Protagonistin.

    Ich bin sicher, dass dieser Roman breiten Leserschichten gefallen wird. Er bietet eine vielschichtige und interessante Lebensgeschichte einer alten Frau, die im Heute Schwierigkeiten hat, sich mit den Folgen des Alters abzufinden.

  1. Ein Highlight! Die alte Hagar und der Silberfaden.

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 14. Sep 2020 

    Gleich vorab: Wer diesen Roman nicht liest, hat etwas verpasst.

    Die kanadische Autorin Margaret Laurence ist mir vor der Lektüre des „steinernen Engels“ noch nie begegnet.
    Margaret Laurence wurde 1926 geboren und wuchs als Waise bei ihrer Tante in der kanadischen Prärieprovinz Manitoba auf, studierte, arbeitete als Journalistin und zog später mit ihrem Mann für einige Jahre nach Afrika.
    Nach ihrer Scheidung pendelte sie zwischen England und Kanada hin und her.
    Die Schriftstellerin war auch in der Lehre tätig und engagierte sich in der Politik.
    Zeitlebens kämpfte sie wohl mit Depressionen und Alkohol.
    Nach der Diagnosestellung Lungenkrebs beging sie 1987 Selbstmord.

    „Der steinerne Engel“ spielt in den 1960-er Jahren in Kanada.

    Gleich zu Beginn erfahren wir, dass es sich beim steinernen Engel um den Grabstein von Hagar Shipleys Mutter handelt, die bei der Geburt ihrer Tochter verstorben ist.
    Er steht auf dem Friedhof in Manawaka, dem fiktiven Städtchen in Kanada, in dem Hagar aufgewachsen ist.

    Die inzwischen 90-jährige Ich-Erzählerin Hagar Shipley lässt uns in dem Roman an ihren Gedanken und Erinnerungen sowie an ihrem gegenwärtigen Alltag teilhaben.

    Hagar, die seit 17 Jahren mit ihrem Sohn Marvin und dessen Frau Doris zusammenlebt und sich vor zehn Jahren aus Langeweile das Rauchen angewöhnt hat, erzählt abwechselnd Anekdoten aus ihrer Vergangenheit und gewährt uns Einblicke in die Geschehnisse der Gegenwart.

    Ihr Langzeitgedächtnis funktioniert prima; was kürzlich passiert ist, vergisst sie immer öfter.
    Aber was diese Lücken anbelangt, werden wir u. a. vom Sohn und von der Schwiegertochter aufs Laufende gebracht.

    Wir bewegen uns fließend zwischen zwei Zeitebenen hin und her und verfolgen zwei Handlungsstränge.

    Der eine Strang:
    Hagar wuchs mit ihren beiden älteren Brüdern Matt und Dan bei ihrem Vater, einem nicht gerade zimperlichen und eher wortkargen Ladenbesitzer und dem verwitweten Dienstmädchen Tante Doll in Manawaka in Kanada auf.
    Hagar muss nicht nur mit dem Verlust ihrer Mutter klarkommen und den Tod ihres Bruders Dan verkraften, sondern auch noch ihren Wunsch, Lehrerin zu werden, begraben, um die Buchhaltung im Gemischtwarenladen ihres Vaters zu erledigen.
    Trotzdem oder gerade deswegen wird sie eine selbstbewusste und couragierte Frau. Sie bezeichnet sich selbst als „stramm und kräftig wie ein Ochse“ (S. 70)
    Und dann, mit 24 Jahren, lernt sie auf einem Tanzabend ihren späteren Ehemann Bram Shipley kennen...

    Der andere Strang:
    Einen Sturz Hagars halten Marvin und Doris für den idealen Anlass, um der scharfzüngigen und eigenwilligen 90-Jährigen, die hilfsbedürftig ist, schon mal was vergisst und auch öfter mal gedanklich abdriftet, mitzuteilen, dass sie das Haus, in dem sie zu dritt leben, verkaufen wollen.

    Als die alte Dame jedoch nicht sofort in ihrem Sinne reagiert, setzen Sie den Pastor auf Sie an.

    Kurze Zeit später entdeckt Hagar per Zufall einen Zeitungsartikel und ihr wird klar: sie soll im Seniorenheim Silberfaden untergebracht werden.
    Das will die dickköpfige und ruppige Hagar nicht so einfach hinnehmen...

    Umso weiter der Roman fortschreitet, desto unsympathischer wird einem die Protagonistin. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund und hat ständig spöttische, ironische, sarkastische oder zynische Kommentare auf Lager.
    Gehässigkeiten und Abfälligkeiten sind keine Seltenheit.
    Manchmal blitzt zwar ein bisschen Einsicht in ihr auf, jedoch nur, um im nächsten Moment von der nächsten Bosheit abgelöst zu werden.

    Beide Stränge, die nicht streng getrennt voneinander verlaufen, sondern fließend ineinander übergehen, verfolgte ich äußerst gerne weiter.

    Es war interessant und amüsant, manchmal auch empörend, traurig, unfassbar, erschütternd und spannend, einerseits in Hagars bewegte Biographie einzutauchen und andererseits zu erfahren, wie es in der Gegenwart weiterging.

    Hagars Vergangenheit verfolgte ich interessiert, ihre Gegenwart gespannt und besorgt.

    Die Lektüre war keine Minute langweilig und löste die ganze Palette der Gefühle bei mir aus, obwohl, oder gerade weil die Autorin überwiegend recht nüchtern und trocken, aber durchgehend flott schreibt.

    Sie erzählt einerseits amüsant und unterhaltsam, andererseits sehr ernst und tiefgründig.
    An Witz und Humor lässt sie es nicht fehlen.
    Dabei driftet sie niemals ins Kitschige, Schnulzige oder Seichte ab.

    Ich bewunderte im Verlauf der Lektüre zunehmend die sprachgewaltige Ausdrucksweise und die eindrücklichen Bilder von Margaret Laurence.

    Man kann sich unschwer die Szenerien und Figuren vorstellen und hat das Gefühl mittendrin zu sein.

    Laurence erzählt derart feinfühlig, ungeschönt, respektvoll, glaubhaft und authentisch. Chapeau!

    Ich kann nicht umhin, zwei Beispiele für wunderschöne und anschauliche Formulierungen zu erwähnen:
    „Mein Gedächtnis, das unglücklicherweise jetzt klar wie Quellwasser ist, steigt kalt blubbernd an die Oberfläche.“ (S. 283)

    „Ich werde aus dem Schlaf gezogen wie ein Fisch in einem Netz.“ (S. 292)

    Während ich eine äußerst unterhaltsame Geschichte verfolgte, wurde ich mit brisanten Gedanken zum Thema Altern konfrontiert und zum Nachdenken angeregt:

    Die zunehmende Vergesslichkeit und das wiederholte Abdriften in die Vergangenheit.
    Immer wieder Stürze und körperliche Gebrechen.
    Das Gefühl, nicht mehr ernst genommen, entmündigt und bemuttert zu werden.
    Der Versuch, dagegen aufzubegehren.
    Sich hilflos und ausgeliefert fühlen.
    Die Anfangsphase seiner Demenz bewusst mitzuerleben - absolut klare und helle Phasen, die unterbrochen werden von Momenten der Vergesslichkeit und des Abdriftens.
    Momente, die man versucht zu verschleiern.

    Ich kann mir den Roman unschwer als Tragikomödie verfilmt vorstellen.

    Ich empfehle den circa 350-seitigen bewegenden und fesselnden Roman mit der zugegebenermaßen unsympathischen, dickköpfigen Protagonistin Hagar sehr gerne weiter.
    Warum sie so geworden ist, kann man nachvollziehen, aber mögen kann man sie nicht. Manchmal blitzt eine Prise Mitgefühl für sie auf, aber sie schafft es regelmäßig, den Hauch dieser Prise wieder zu vertreiben.

    Bei mir wird „Der steinerne Engel“ einen dauerhaften Platz im Regal bekommen. Er hat mich nachhaltig beeindruckt.

    https://lieslos.blog/romane/laurence-margaret-der-steinerne-engel/

 

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