Das Haus in der Claremont Street: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Das Haus in der Claremont Street: Roman' von Wiebke von Carolsfeld
3
3 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Das Haus in der Claremont Street: Roman"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:368
Verlag:
EAN:9783462054750
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Rezensionen zu "Das Haus in der Claremont Street: Roman"

  1. Wie eine Tragödie eine Familie vereint

    bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 10. Sep 2020 

    Sonya die nach einem schweren Schicksalsschlag den traumatisierten neunjährigen Sohn ihrer Schwester bei sich aufnimmt , hat es nicht leicht . Er redet nicht und schweigt beharrlich . Sie weiß sich bald nicht mehr zu helfen ... Durch Tom findet ihre ganze Familie wieder zusammen .

    Die Kapitel wechseln sich zwischen den einzelnen Charakteren ab . Die wiederum passen sehr gut in die Geschichte , sind glaubwürdig und jeder auf seine ganz besondere Art sympathisch . Der Schreib - und Erzählstil ist fast schon poetisch ,ruhig und hat für mich einen etwas traurigen Klang . Die Spannung in diesem Familienroman hält sich im Hintergrund . Es ist eher das nachdenkliche was bei mir im Vordergrund steht . Es gibt immer wieder Rückblicke wie es vor dem Schicksalsschlag war . Davon hätte ich mir allerdings etwas mehr gewünscht . Die Handlung spielt sich hauptsächlich in der Innenstadt von Toronto ab .

    Fazit : Zu Beginn hatte ich etwas Schwierigkeiten in das Buch hineinzukommen . Es ist eher eine Erzählung mit einem traurigen Thema . Umso schöner und positiver wird er dagegen zum Schluss . Es ist ein berührender Familienroman der mich leider nicht richtig fesseln konnte .

 

Der steinerne Engel: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Der steinerne Engel: Roman' von Margaret Laurence
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Der steinerne Engel: Roman"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:352
Verlag:
EAN:9783961610921
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Rezensionen zu "Der steinerne Engel: Roman"

  1. Ein Highlight! Die alte Hagar und der Silberfaden.

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 14. Sep 2020 

    Gleich vorab: Wer diesen Roman nicht liest, hat etwas verpasst.

    Die kanadische Autorin Margaret Laurence ist mir vor der Lektüre des „steinernen Engels“ noch nie begegnet.
    Margaret Laurence wurde 1926 geboren und wuchs als Waise bei ihrer Tante in der kanadischen Prärieprovinz Manitoba auf, studierte, arbeitete als Journalistin und zog später mit ihrem Mann für einige Jahre nach Afrika.
    Nach ihrer Scheidung pendelte sie zwischen England und Kanada hin und her.
    Die Schriftstellerin war auch in der Lehre tätig und engagierte sich in der Politik.
    Zeitlebens kämpfte sie wohl mit Depressionen und Alkohol.
    Nach der Diagnosestellung Lungenkrebs beging sie 1987 Selbstmord.

    „Der steinerne Engel“ spielt in den 1960-er Jahren in Kanada.

    Gleich zu Beginn erfahren wir, dass es sich beim steinernen Engel um den Grabstein von Hagar Shipleys Mutter handelt, die bei der Geburt ihrer Tochter verstorben ist.
    Er steht auf dem Friedhof in Manawaka, dem fiktiven Städtchen in Kanada, in dem Hagar aufgewachsen ist.

    Die inzwischen 90-jährige Ich-Erzählerin Hagar Shipley lässt uns in dem Roman an ihren Gedanken und Erinnerungen sowie an ihrem gegenwärtigen Alltag teilhaben.

    Hagar, die seit 17 Jahren mit ihrem Sohn Marvin und dessen Frau Doris zusammenlebt und sich vor zehn Jahren aus Langeweile das Rauchen angewöhnt hat, erzählt abwechselnd Anekdoten aus ihrer Vergangenheit und gewährt uns Einblicke in die Geschehnisse der Gegenwart.

    Ihr Langzeitgedächtnis funktioniert prima; was kürzlich passiert ist, vergisst sie immer öfter.
    Aber was diese Lücken anbelangt, werden wir u. a. vom Sohn und von der Schwiegertochter aufs Laufende gebracht.

    Wir bewegen uns fließend zwischen zwei Zeitebenen hin und her und verfolgen zwei Handlungsstränge.

    Der eine Strang:
    Hagar wuchs mit ihren beiden älteren Brüdern Matt und Dan bei ihrem Vater, einem nicht gerade zimperlichen und eher wortkargen Ladenbesitzer und dem verwitweten Dienstmädchen Tante Doll in Manawaka in Kanada auf.
    Hagar muss nicht nur mit dem Verlust ihrer Mutter klarkommen und den Tod ihres Bruders Dan verkraften, sondern auch noch ihren Wunsch, Lehrerin zu werden, begraben, um die Buchhaltung im Gemischtwarenladen ihres Vaters zu erledigen.
    Trotzdem oder gerade deswegen wird sie eine selbstbewusste und couragierte Frau. Sie bezeichnet sich selbst als „stramm und kräftig wie ein Ochse“ (S. 70)
    Und dann, mit 24 Jahren, lernt sie auf einem Tanzabend ihren späteren Ehemann Bram Shipley kennen...

    Der andere Strang:
    Einen Sturz Hagars halten Marvin und Doris für den idealen Anlass, um der scharfzüngigen und eigenwilligen 90-Jährigen, die hilfsbedürftig ist, schon mal was vergisst und auch öfter mal gedanklich abdriftet, mitzuteilen, dass sie das Haus, in dem sie zu dritt leben, verkaufen wollen.

    Als die alte Dame jedoch nicht sofort in ihrem Sinne reagiert, setzen Sie den Pastor auf Sie an.

    Kurze Zeit später entdeckt Hagar per Zufall einen Zeitungsartikel und ihr wird klar: sie soll im Seniorenheim Silberfaden untergebracht werden.
    Das will die dickköpfige und ruppige Hagar nicht so einfach hinnehmen...

    Umso weiter der Roman fortschreitet, desto unsympathischer wird einem die Protagonistin. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund und hat ständig spöttische, ironische, sarkastische oder zynische Kommentare auf Lager.
    Gehässigkeiten und Abfälligkeiten sind keine Seltenheit.
    Manchmal blitzt zwar ein bisschen Einsicht in ihr auf, jedoch nur, um im nächsten Moment von der nächsten Bosheit abgelöst zu werden.

    Beide Stränge, die nicht streng getrennt voneinander verlaufen, sondern fließend ineinander übergehen, verfolgte ich äußerst gerne weiter.

    Es war interessant und amüsant, manchmal auch empörend, traurig, unfassbar, erschütternd und spannend, einerseits in Hagars bewegte Biographie einzutauchen und andererseits zu erfahren, wie es in der Gegenwart weiterging.

    Hagars Vergangenheit verfolgte ich interessiert, ihre Gegenwart gespannt und besorgt.

    Die Lektüre war keine Minute langweilig und löste die ganze Palette der Gefühle bei mir aus, obwohl, oder gerade weil die Autorin überwiegend recht nüchtern und trocken, aber durchgehend flott schreibt.

    Sie erzählt einerseits amüsant und unterhaltsam, andererseits sehr ernst und tiefgründig.
    An Witz und Humor lässt sie es nicht fehlen.
    Dabei driftet sie niemals ins Kitschige, Schnulzige oder Seichte ab.

    Ich bewunderte im Verlauf der Lektüre zunehmend die sprachgewaltige Ausdrucksweise und die eindrücklichen Bilder von Margaret Laurence.

    Man kann sich unschwer die Szenerien und Figuren vorstellen und hat das Gefühl mittendrin zu sein.

    Laurence erzählt derart feinfühlig, ungeschönt, respektvoll, glaubhaft und authentisch. Chapeau!

    Ich kann nicht umhin, zwei Beispiele für wunderschöne und anschauliche Formulierungen zu erwähnen:
    „Mein Gedächtnis, das unglücklicherweise jetzt klar wie Quellwasser ist, steigt kalt blubbernd an die Oberfläche.“ (S. 283)

    „Ich werde aus dem Schlaf gezogen wie ein Fisch in einem Netz.“ (S. 292)

    Während ich eine äußerst unterhaltsame Geschichte verfolgte, wurde ich mit brisanten Gedanken zum Thema Altern konfrontiert und zum Nachdenken angeregt:

    Die zunehmende Vergesslichkeit und das wiederholte Abdriften in die Vergangenheit.
    Immer wieder Stürze und körperliche Gebrechen.
    Das Gefühl, nicht mehr ernst genommen, entmündigt und bemuttert zu werden.
    Der Versuch, dagegen aufzubegehren.
    Sich hilflos und ausgeliefert fühlen.
    Die Anfangsphase seiner Demenz bewusst mitzuerleben - absolut klare und helle Phasen, die unterbrochen werden von Momenten der Vergesslichkeit und des Abdriftens.
    Momente, die man versucht zu verschleiern.

    Ich kann mir den Roman unschwer als Tragikomödie verfilmt vorstellen.

    Ich empfehle den circa 350-seitigen bewegenden und fesselnden Roman mit der zugegebenermaßen unsympathischen, dickköpfigen Protagonistin Hagar sehr gerne weiter.
    Warum sie so geworden ist, kann man nachvollziehen, aber mögen kann man sie nicht. Manchmal blitzt eine Prise Mitgefühl für sie auf, aber sie schafft es regelmäßig, den Hauch dieser Prise wieder zu vertreiben.

    Bei mir wird „Der steinerne Engel“ einen dauerhaften Platz im Regal bekommen. Er hat mich nachhaltig beeindruckt.

    https://lieslos.blog/romane/laurence-margaret-der-steinerne-engel/

 

Ein komplizierter Akt der Liebe: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Ein komplizierter Akt der Liebe: Roman' von Miriam Toews
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Autor:
Format:Taschenbuch
Seiten:304
Verlag:
EAN:9783455006759
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Der eisige Schlaf: Das Schicksal der Franklin-Expedition

Buchseite und Rezensionen zu 'Der eisige Schlaf: Das Schicksal der Franklin-Expedition' von Owen Beattie
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Autor:
Format:Taschenbuch
Seiten:240
EAN:9783492405935
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Die Hummerschwestern: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Die Hummerschwestern: Roman' von Beverly Jensen
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Format:Taschenbuch
Seiten:480
Verlag: btb Verlag
EAN:9783442744039
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BECOMING: Meine Geschichte

Buchseite und Rezensionen zu 'BECOMING: Meine Geschichte' von Michelle Obama
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "BECOMING: Meine Geschichte"

Meine Geschichte
Gebundenes Buch
Die kraftvolle und inspirierende Autobiografie der ehemaligen First Lady der USA

Michelle Obama ist eine der überzeugendsten und beeindruckendsten Frauen der Gegenwart. Als erste afro-amerikanische First Lady der USA trug sie maßgeblich dazu bei, das gastfreundlichste und offenste Weiße Haus zu schaffen, das es je gab. Sie wurde zu einer energischen Fürsprecherin für die Rechte von Frauen und Mädchen in der ganzen Welt, setzte sich für einen dringend notwendigen gesellschaftlichen Wandel hin zu einem gesünderen und aktiveren Leben ein und stärkte außerdem ihrem Ehemann den Rücken, während dieser die USA durch einige der schmerzlichsten Momente des Landes führte. Ganz nebenbei zeigte sie uns noch ein paar lässige Dance-Moves, glänzte beim "Carpool Karaoke" und schaffte es obendrein auch, zwei bodenständige Töchter zu erziehen - mitten im gnadenlosen Blitzlichtgewitter der Medien.

In diesem Buch erzählt sie nun erstmals ihre Geschichte - in ihren eigenen Worten und auf ihre ganz eigene Art. Sie nimmt uns mit in ihre Welt und berichtet von all den Erfahrungen, die sie zu der starken Frau gemacht haben, die sie heute ist. Warmherzig, weise und unverblümt erzählt sie von ihrer Kindheit an der Chicagoer South Side, von den Jahren als Anwältin und leitende Angestellte, von der nicht immer einfachen Zeit als berufstätige Mutter sowie von ihrem Leben an Baracks Seite und dem Leben ihrer Familie im Weißen Haus. Gnadenlos ehrlich und voller Esprit schreibt sie sowohl über große Erfolge als auch über bittere Enttäuschungen, den privaten wie den öffentlichen. Dieses Buch ist mehr als eine Autobiografie. Es enthält die ungewöhnlich intimen Erinnerungen einer Frau mit Herz und Substanz, deren Geschichte uns zeigt, wie wichtig es ist, seiner eigenen Stimme zu folgen.

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:544
EAN:9783442314874
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Rezensionen zu "BECOMING: Meine Geschichte"

  1. Werden, eine ewige Reise

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 03. Mär 2019 

    Michelle Obama war von 2009 bis 2017 First Lady der Vereinigten Staaten von Amerika. Man kann sich jetzt natürlich fragen, muss jeder, der einmal eine gewisse Prominenz erlangt hat, gleich eine Biografie schreiben. Müssen? Nein. Können ja. MAN muss sie ja auch nicht lesen, können ja. Und ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen.
    In ihrer Biografie schreibt Michelle Obama von ihrer Kindheit und Jugend in der Southside von Chicago. Aufgewachsen in einer Arbeiterfamilie war Bildung und Ausbildung ihren Eltern sehr wichtig. Ehrgeizig und zielstrebig schafft es die junge Frau nach Princeton, studiert Rechtswissenschaften, wird Anwältin.
    Immer wieder fragt sie sich: „Bin ich gut genug?“, unbeirrbar auf Leistung fokussiert. In einer renommierten Kanzlei in Chicago tätig wird sie Mentorin für einen jungen Studenten, wird dessen Mentorin, verliebt sich in ihn. Auch heute noch ist die durch und durch organisierte Frau mit dem Typen zusammen, der seine Klamotten einfach gerne in Häufchen auf dem Boden liegen lässt. Dieser Typ - Barack Obama - wurde 2009 als erster Schwarzer Präsident der vereinigten Staaten. Auf dem weg dorthin erleidet Michelle Obama ein Schicksal, das sie mit vielen Frauen (auch weniger erfolgreicher, engagierter Männer)teilt: „Alleinerzieherin mit Mann“, Beruf, Kinder, Haushalt bringt sie unter einen Hut, während Barack Obama politisch erfolgreich zunächst für den Senat von Illinois, später für den Senat der Vereinigten Staaten kandidiert.
    Michelle Obama hinterfragt ständig ihr Leben: „Was für ein Mensch möchte ich sein? Auf welche Weise kann ich auf der Welt etwas beitragen?“ Auch ihre eigene berufliche Veränderung stellt sie unter diese Prämisse. Der Beruf als Anwältin befriedigt sie nicht, wechselt ins Büro des Bürgermeisters von Chicago, gründet später die Chicagoer Sektion von „Public Allies“, einer Organisation, die jungen Menschen auf den Eintritt ins Berufsleben im öffentlichen Dienst vorbereitet.
    Als First Lady kann sie sich nur vielen Themen widmen, die ihr wichtig sind, Bildung, Gesundheit, Ernährung, Bewegung. Dabei tritt sie vor allem für Mädchen ein, die gegen die Unsichtbarkeit anzukämpfen haben, die mit den Merkmalen „arm“, „weiblich“, „andere Hautfarbe“ einhergehen.
    Sie selbst steht dabei unter strenger Beobachtung, von der Presse, der politischen Gegenseite. Kleidung, Mimik, Gestik, ein falsches Wort, ein Lächeln zu viel oder zu wenig, wird interpretiert. Ständig unter Bewachung durch den Secret Service versucht sie ihren Kindern weitestgehend ein normales Aufwachsen zu ermöglichen. Keine leichte Aufgabe, wenn bei jeder Einladung der Background der Schulfreunde durchleuchtet werden muss.
    Michelle Obamas Botschaft, vor allem an junge Menschen ist: Nutze die Schule, nutze Bildung, seid solidarisch! Wenn Sie selbst auf die Berufsberaterin gehört hätte, sie sei kein „Material für Princeton“, wer weiß wie anders ihr bisheriges Leben verlaufen wäre. Auf die Frage „Bin ich gut genug?“ kann die Antwort immer nur lauten: „Ja, das bin ich!“
    Becoming: Was willst du werden, wenn du groß bist?“. Diese Frage hat wohl jedes Kind schon einmal gehört. „Als ob das Werden ein Ende hätte.“
    „Werden“ ist kein Ziel das es zu erreichen gilt, es ist eine Reise, die nicht endet. Man darf gespannt sein, wohin die Reise Michelle Obama noch hinführen wird.

 

Über uns Stille (Ravensburger Taschenbücher)

Buchseite und Rezensionen zu 'Über uns Stille (Ravensburger Taschenbücher)' von Morton Rhue
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Inhaltsangabe zu "Über uns Stille (Ravensburger Taschenbücher)"

Autor:
Format:Taschenbuch
Seiten:256
EAN:9783473584529
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In Todesangst: 5 CDs

Buchseite und Rezensionen zu 'In Todesangst: 5 CDs' von Linwood Barclay
3
3 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "In Todesangst: 5 CDs"

Format:Audio CD
Seiten:0
EAN:9783899036770
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Rezensionen zu "In Todesangst: 5 CDs"

  1. Solider Thriller für Jugendliche, jedoch völlig Überladen

    bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 23. Aug 2018 

    "In Todesangst" ist ein solider Thriller für Jugendliche, der mich jetzt zwar nicht wirklich vom Hocker gefegt, mich aber dennoch sechs Hörstunden lang gut unterhalten hat.

    Es geht um eine wie vom Erdboden verschwundene 17jährige. Und was zu Beginn anmutet wie die Trotzreaktion eines pubertierenden Teenagers, entwickelt sich nach und nach zu einem handfesten Kriminalfall, randvoll illegaler Handlungen.

    Randvoll ist hierbei auch die treffende Beschreibung: Denn der Autor hat es meiner Meinung nach ETWAS zu gut gemeint. Linwood Barclay hat seine Story mit so vielen verschiedenen Themen regelrecht vollgestopft, dass es schon fast absurd wirkt. Jugendkriminalität, Drogen, Menschenhandel, Mord, geheime Familienverstrickungen und Eifersüchteleien, eine Lebensabschnittsgefährtin mit Verfolgungswahn .... von jedem wurde - wie bei einem völlig verwürztem Rezept - jeweils eine viel zu große Prise genommen. Weniger ist eben doch meistens mehr!

    Ich habe mir diesen Roman von Walter Kreye vorlesen lassen und das war auch absolut in Ordnung so. Man kann das Hörbuch völlig entspannt nebenher plätschern lassen und bekommt doch alles mit.
    In gedruckter Form hätte ich das Buch jedoch sehr wahrscheinlich frühzeitig wieder aus der Hand gelegt, weil mich die Story nicht wirklich fesseln konnte.

 

Ich beobachte dich: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Ich beobachte dich: Roman' von Chevy Stevens
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Ich beobachte dich: Roman"

Broschiertes Buch
Du hast ihn geliebt.
Du hast ihm vertraut.
Deshalb weißt du, wie gefährlich er ist.
Aber deine Tochter glaubt dir nicht.
Denn er ist ihr Vater.

"Chevy Stevens schlägt einen völlig in Bann." Karin Slaughter
"Ihre Geschichten sind packend und unvergesslich." Gillian Flynn

Tief und kalt ist der Ozean an der kanadischen Westküste, weit und rau das Land. Hier lebt Lindsey mit ihrer 17-jährigen Tochter Sophie. Vor elf Jahren ist sie in letzter Minute ihrem gewalttätigen Ehemann Andrew entkommen. Er musste ins Gefängnis. Lindsey hat alle Spuren verwischt und für sich und Sophie ein neues Leben aufgebaut. Doch nun kommt Andrew frei.

Format:Broschiert
Seiten:480
EAN:9783651025523
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Rezensionen zu "Ich beobachte dich: Roman"

  1. Wenn deine einstige große Liebe zu deinem schlimmsten Feind wird

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 03. Jun 2018 

    Ich habe schon ewig keinen Thriller mehr gelesen und da ich es nicht mehr so übermäßig blutig mag, erschien mir dieser Psychothriller genau richtig, um wieder in das Metier einzutauchen.

    In der Geschichte geht es um Lindsay und ihre Tochter Sophie, die einst vor dem gewalttätigen Andrew fliehen mussten. Doch jetzt kommt Lindsays Exmann aus dem Gefängnis frei und zack taucht er wieder in ihrem Leben auf. Was hat er nur vor? Will er beenden, was er einst geplant hatte? Lindsay zu töten...

    Die Handlung wird uns über einen Ich- Erzähler nahe gebracht, mal ist dies Tochter Sophie, mal Mutter Lindsay. Die Perspektivwahl gefiel mir richtig gut, da so Angst und Schrecken beider Frauen und auch ihre gemachten Erfahrungen sehr gut zur Geltung kommen.

    Zudem spielt die Handlung teilweise auch in der Vergangenheit, so dass wir erleben können wie langsam aber sicher sich Andrew zum Negativen entwickelt hat.

    Das gesamte Buch über herrscht eine ungemein düstere und vor allem angespannte Stimmung und ich denke, dass ein Thriller sich genauso anfühlen muss.

    Die eingestreuten Wendungen der Autorin gefielen mir richtig gut und mit der Auflösung und dem temporeichen Schluss, ein wahrer Showdown, hatte ich so gar nicht gerechnet.

    Zwischendurch hatte ich das Gefühl, dass ein paar Aktionen unlogisch waren oder nicht so ganz in der Realität stattfinden könnten wie z.B. dass Lindsay von heute auf morgen nicht mehr arbeiten geht, obwohl sie ständig knapp bei Kasse ist. Wovon hat sie dann in der Zeit gelebt?

    Lindsay und Sophie sind beides Charaktere, in die man sich gut hineinversetzen konnte. Man versteht ihre Ängste und Sorgen nur zu gut. Gerade für Lindsay muss es echt schwer sein wieder neu anzufangen, wenn sie dauernd an solche üblen Typen gerät, die es nicht gut mit ihr meinen. Sophies erste Erfahrungen mit der Liebe waren sehr realistisch beschrieben, das Klammern, der erste Sex und die ersten Zweifel, ob das alles so richtig ist.

    Fazit: Gute Unterhaltung, die einige Gänsehautmomente zu bieten hatte. Lesenswert und auf jeden Fall spannend.

 

Winterjagd

Buchseite und Rezensionen zu 'Winterjagd' von Loreth Anne White
NAN
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Inhaltsangabe zu "Winterjagd"

Vor zwölf Jahren wurde Sarah Baker vom sogenannten Watt-Lake-Killer entführt und vergewaltigt. Monatelang wurde sie gefangen gehalten, bis ihr endlich die Flucht gelang. Der Mörder wurde gefasst, doch Sarah hat alles verloren.

Sie ändert ihren Namen in Olivia West und findet auf der Broken-Bar-Ranch einen Unterschlupf. Endlich beginnen ihre Narben zu heilen, doch dann wird die Leiche einer erst kürzlich ermordeten Frau gefunden. Als sich der eisige Winter um die Ranch schließt und sie von der Außenwelt abschneidet, muss Olivia sich der Frage stellen: Könnte der Killer zurück sein, um sein Werk zu beenden?

Format:Kindle Edition
Seiten:498
Verlag: Edition M
EAN:
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