Sein Name war Annabel: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Sein Name war Annabel: Roman' von Kathleen Winter
NAN
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Inhaltsangabe zu "Sein Name war Annabel: Roman"

Croydon Harbour, ein verschlafener kleiner Ort an der Küste Labradors, 1968. Die Aufbruch- und Proteststimmung der Zeit ist nicht bis in diese abgelegene Gegend vorgedrungen, als ein freudig erwartetes Baby zur Welt kommt. Doch dieses Kind ist anders: nicht ganz Junge und auch nicht ganz Mädchen. Die Eltern – in erster Linie jedoch der Vater – entscheiden, es als Jungen aufwachsen zu lassen. Aber das männliche Rollenbild, verhaftet in alten Traditionen und bestimmt durch Jagen und Fischen, bleibt dem Jungen fremd. Und er sucht einen Weg, um zu sich selbst zu finden und selbstbestimmt leben zu können. Zur Seite steht ihm dabei eine gute Freundin der Eltern, die um sein Geheimnis weiß.

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:448
Verlag: Btb
EAN:9783442757725
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Transatlantik

Buchseite und Rezensionen zu 'Transatlantik' von Colum McCann
NAN
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Inhaltsangabe zu "Transatlantik"

Neufundland, 1919: Die beiden Flieger Jack Alcock und Arthur Brown unternehmen den ersten Nonstopflug über den Atlantik mit Kurs Irland.
Dublin, 1845: Der schwarzamerikanische Abolitionist Frederick Douglass reist durch das von Hungersnot gepeinigte Irland, wo die Leute schlimmer leiden als unter der Sklaverei.
New York, 1998: US-Senator George Mitchell verlässt seine junge Frau und sein erst wenige Tage altes Baby, um in Belfast die Nordirischen Friedensgespräche zu einem unsicheren Abschluss zu führen.
«Transatlantik» verwebt drei ikonische historische Momente mit dem Schicksal dreier Frauen: Angefangen mit der irischen Hausmagd Lily Duggan, in der Frederick Douglass die Liebe zur Freiheit weckt, folgt der Roman ihrer Tochter Emily und ihrer Enkelin Lottie in die USA und, später, zurück auf die Insel. Ihr Leben spiegelt den Verlauf der bewegten Nationalgeschichte Irlands und Amerikas. Dabei spielt ein vergessener, über drei Generationen nicht geöffneter Brief eine entscheidende Rolle.
«Transatlantik» ist ein kraftvolles Epos über die Kollision von Geschichte und persönlichem Schicksal – geschrieben mit unvergleichlicher dichterischer Intensität, mit leuchtenden Szenen und klingender Sprache.

Autor:
Format:Taschenbuch
Seiten:384
EAN:9783499257483
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Beinahe Alaska

Buchseite und Rezensionen zu 'Beinahe Alaska' von  Arezu Weitholz
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Beinahe Alaska"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:192
EAN:9783866486409
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Rezensionen zu "Beinahe Alaska"

  1. Ein stilles und poetisches Buch, das den Horizont erweitert...

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 15. Mai 2021 

    Die Ich-Erzählerin, eine Mittvierzigerin und Fotografin aus Berlin, begibt sich auf den Weg nach Alaska.

    Sie soll für einen Verlag Bilder von der Arktis machen und darauf die dortige Atmosphäre einfangen.

    Sie sitzt zunächst im Flugzeug über den Gletschern Grönlands und denkt an ihre Verluste, die sie in ihrem bisherigen Leben verkraften musste.

    Nach der Landung in „Nasser Sack“, einem kleinen Ort an der Südspitze Grönlands, geht sie über die Gangway an Bord des Passagierschiffes MS Svalbard, das sie und die anderen Kreuzfahrtteilnehmer in zweieinhalb Wochen nach Alaska bringen soll.

    Sie beobachtet die anderen Passagiere und lernt den ein oder anderen, darunter auch nervtötenden, Gesprächspartner kennen.

    „Sie drücken einen mit ihren luftdichten Wörtern und nahtlos aneinandergefügten Sätzen förmlich zu Boden, man kam nicht hoch, man konnte sich nicht rühren, keine Chance. Kein aber, kein ach, man hätte husten, röcheln, an Atemnot verenden können, sie hätten zumindest den Satz noch zu Ende geredet und einen dann vorwurfsvoll angesehen.“ (S. 52)

    Der ca. 70-jährige akkurate Herr Mücke war vor seiner Pensionierung Uhrmacher und Lehrer und ist seit dem Tod seiner Frau fast ständig auf Reisen.

    Lewis hat Krebs und wird bald sterben.

    George hatte schon drei Schlaganfälle und seine Frau Agnes legt Wert auf Butterkuchen um vier. Die Kreuzfahrt bekamen sie von ihren Kindern zum Hochzeitstag geschenkt. Kinder seien wirklich alles, betont George… und da war es wieder: das Kinderthema.

    Die Ich-Erzählerin wünscht sich, dass der eiskalte Wind an Deck ihren Schmerz und die quälenden Erinnerungen davonbläst.

    Schon bald steht der erste von vielen Landausflügen an.

    Mit einem Tenderboot geht’s, begleitet von Expeditionsleitern, zu mehr oder weniger bekannten, geschichtsträchtigen oder verlassenen, kargen, freundlichen oder unwirtlichen Orten.

    Zwischendurch geht’s mit dem Schiff immer weiter Richtung Alaska.

    Wir lernen weitere Kreuzfahrttouristen kennen, erleben Ausschnitte von Vorträgen über die Arktis oder die Inuit mit und lauschen Gesprächen zwischen Expeditionsteilnehmern.

    Wir haben Teil an den Gedanken und Beobachtungen der Ich-Erzählerin, entdecken Krabbentaucher, Schneegänse und Eissturmvögel und nähern uns so der Arktis.

    Es gibt auch viel Interessantes zu erfahren, wie zum Beispiel: „Perlerorneq – so nennen die Inuit die Winterdepression. Das Wort bedeutet: vom Gewicht des Lebens erdrückt werden.“ (S. 77)

    Und immer wieder begleiten wir die Ich-Erzählerin auf Exkursionen.

    Mit dem Boot vom Schiff aus durchs Meer zu beeindruckenden archaischen Orten wie Dundas Harbour oder Beechey Island, die ich natürlich googeln „musste“, weil Arezu Weitholz mich so neugierig gemacht hat.

    Und dann wurde das Eis zu dick, um weiter zu fahren…

    Arezu Weiholz formuliert in „Beinahe Alaska“ äußerst interessante Gedanken.

    Sie hinterfragt z. B. gängige Bezeichnungen: „Wieso überhaupt alleinstehend? Wieso nicht alleingehend oder alleinliegend oder alleinlaufend? Als stünde man die ganze Zeit herum, so alleine. Zu einem Paar würde ja auch keiner sagen: „Ach, Sie sind wohl zusammenstehend.“…“ (S. 16)

    Immer wieder stößt man auf wunderschöne, bildhafte und poetische Formulierungen:

    „Leise zog das Schiff durch den Fjord, wie ein Messer durch weiche Butter.“ (S.18)

    „Da war ein Glitzern und Funkeln, das die Sonne auf das Blau warf, Abertausend Diamanten, die das Meer in einen gigantischen Lurexteppich verwandelten.“ (S. 30)

    „An Deck klatschte mir eiskalter Wind wie ein feuchter Lappen ins Gesicht.“ (S. 38)

    Mir gefiel die eindrückliche Sprache der Autorin und ich staunte immer wieder über die schönen Bilder:

    „Es war unmöglich, über ein Manuskript zu reden. Wenn man darüber sprach, fiel es in sich zusammen wie ein Soufflé, das man zu früh aus dem Ofen genommen hatte. Ideen waren besonders zarte und zerbrechliche Geschöpfe.“ (S. 59)

    „Beinahe Alaska“ ist ein nur 186-seitiges ruhiges und tiefgründiges Werk, das weder mit Ernsthaftigkeit noch mit leisem Humor geizt und zum Mit- und Nachdenken anregt.

    Arezu Weitholz ist eine präzise Beobachterin und talentierte Erzählerin.

    Aufgrund der detaillierten und eindrücklichen Naturbeschreibungen sieht man die Landschaft vor sich und spürt die Kälte.

    Das leuchtende Weiß, die gefleckten und marmorierten Felswände, beeindruckende Wasserfälle, grellgrün leuchtendes Moos, Eisberge mit türkisen Streifen…

    Darüber hinaus war „Beinahe Alaska“ für mich eine lehrreiche Lektüre, denn ich entdeckte viel Neues und konnte es nicht lassen, immer wieder parallel dazu zu googeln.

    Ich empfehle diese „Reisebeschreibung“, in der es nicht in erster Linie um das Außen, sondern um das Innen geht, sehr gerne weiter.

    Es macht Freude, den Gedanken der Ich-Erzählerin zu dem, was sie auf der Expeditionskreuzfahrt sieht und erlebt, zu lauschen.

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Die Unschuldigen: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Die Unschuldigen: Roman' von Michael Crummey
NAN
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Inhaltsangabe zu "Die Unschuldigen: Roman"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:352
EAN:9783847900528
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Hexensaat: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Hexensaat: Roman' von Margaret Atwood
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Hexensaat: Roman"

Format:Taschenbuch
Seiten:320
EAN:9783328103363
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Rezensionen zu "Hexensaat: Roman"

  1. Rache

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 29. Dez 2020 

    Dieses Buch ist das erste Buch aus dem Hogarth Shakespeare Projekt, welches mir vor die Augen kommt. Im Hogarth Shakespeare Projekt erzählen bekannte Autoren Werke von Shakespeare in einem neuen Gewand nach. Und in "Hexensaat" erzählt Margaret Atwood "Der Sturm" nach. Ich habe "Hexensaat" sehr gern gelesen, habe aber leider auch etwas die Schärfe der Margaret Atwood vermisst, die in anderen Büchern dieser wunderbaren Autorin besser zum Vorschein kommt und auch diese Geschichte noch etwas mehr gewürzt hätte. Denn eine Prise Chili fehlt hier. Dennoch ist diese Geschichte über Rache ein wirklich gelungenes Buch. Vielleicht ist es auch schwer ein Bühnenstück in eine literarische Form zu bringen, gewisse Vorgaben sind ja einzuhalten. Ich habe ja noch einige Bücher aus diesem Projekt vor mir. Mal sehen, wie diese so vor meinen Augen abschneiden werden.

    Felix Philips ist ein hervorragender Mensch des Theaters, er lebt für seinen Beruf, hat auch schon durch seinen Anspruch an seinen Beruf Schläge einstecken müssen. Dennoch brennt er für seine Arbeit. Seine Inszenierungen sind legendär, opulent und einzigartig. Doch eine fiese Intrige engster Mitarbeiter lässt ihn seinen Beruf/seine Stellung verlieren, gerade als er kurz vor der Premiere von "Der Sturm" stand. Er zieht sich Wunden leckend zurück und sinnt auf Rache. Auf seine Chance auf Rache. Er wartet. Und diese Chance wird ihm Jahre später geboten. In einer weiteren Inszenierung von "Der Sturm", auf einer anderen Bühne, an einem anderen Ort.

    Die Geschichte ist gut erzählt, kommt aber vor meinen Augen leider nicht an "Der Report der Magd" oder an "Der blinde Mörder" heran. Aber vielleicht liegt das auch an mir und meiner Interpretation beider Bücher. :-)

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Was dir bleibt: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Was dir bleibt: Roman' von Jocelyne Saucier
3
3 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Was dir bleibt: Roman"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:253
Verlag:
EAN:9783458178781
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Rezensionen zu "Was dir bleibt: Roman"

  1. Eine letzte Reise?

    bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 22. Okt 2020 

    Da Kanada Partner der Frankfurter Buchmesse 2020 ist, wollte ich auch mal etwas aus einer kanadischen Feder lesen und bin auf diesen Roman gestoßen.

    In der Geschichte geht es um einen namenlosen Ich- Erzähler, der sich auf die Spuren der verschwundenen Gladys begibt. Wer wird ihm auf seiner Reise begegnen? Was wird er herausfinden?

    Das Besondere an dem Roman ist, dass wir über Gladys und ihr Leben durch Dritte erfahren. Der Ich- Erzähler spricht mit diversen Menschen aus ihrem Leben und bekommt so etwas über sie erzählt.

    Gladys hat es nie einfach gehabt im Leben und scheint trotzdem glücklich zu sein, was ich sehr bewundere. Besonders ihre Fürsorge für Tochter Lisana hat mich berührt.

    Sprachlich ist der Roman einfach wundervoll. Da gibt es diverse Sätze, die man auch als Lebensweisheit benutzen könnte.

    Das Schwierige für mich an dem Roman war, dass ich keinen wirklichen roten Faden erkennen konnte und was uns die Autorin eigentlich damit sagen wollte. Ging es ihr mehr um Gladys, um den Ich- Erzähler oder um das Reisen an sich?

    Spannend fand ich die Thematik mit den School Trains in Kanada, denn davon hatte ich vorher noch nie etwas gehört. So bekommen auch Menschen an entlegenen Orten Bildung. Auch die Faszination für Züge kam gut rüber.

    Gut hätte mir gefallen, wenn nicht so viel offen geblieben wäre, sondern mehr von den Erzählsträngen auch aufgelöst worden wären. So bleibt dem Leser sehr viel Interpretationsspielraum.

    Fazit: Mal ein etwas anderer Stil und sprachlich angenehm. Es wäre noch Luft nach oben gewesen, daher kann ich nur bedingt eine Empfehlung aussprechen.

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