In eisigem Wasser: Island-Krimi

Buchseite und Rezensionen zu 'In eisigem Wasser: Island-Krimi' von Quentin Bates
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Inhaltsangabe zu "In eisigem Wasser: Island-Krimi"

Hvalvík ist eine verschlafene Kleinstadt nördlich von Reykavík. Außer ein paar Verkehrsdelikten musste Kommissarin Gunna Gunnhildur hier noch nicht viel aufklären. Bis im Hafen die Leiche eines Mannes entdeckt wird. Gunnhildur glaubt nicht an einen Unfall - steht mit dieser Ansicht aber nicht nur allein da, außer ihr scheint auch niemand daran interessiert zu sein, den Mord aufzuklären. Doch Gunnhildur bleibt hartnäckig. Wer wollte sichergehen, dass ein junger Mann hundert Kilometer von seiner Heimat in stockdunkler Nacht ertrinkt? Und warum? Schon bald sticht die Kommissarin bei ihren Ermittlungen in ein Wespennest aus gewalttätigen Geschäftsleuten und korrupten Politikern ...

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:481
Verlag:
EAN:

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Der Reisende: Island Krimi

Buchseite und Rezensionen zu 'Der Reisende: Island Krimi' von Arnaldur Indriðason
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Inhaltsangabe zu "Der Reisende: Island Krimi"

Reykjavík, 1942. Ein Handelsreisender wird in einer Wohnung in der Innenstadt ermordet. Der gezielte Schuss in den Kopf erinnert an eine Hinrichtung. Der Verdacht der Polizei fällt sofort auf die ausländischen Soldaten, die während der Kriegsjahre die Straßen Reykjavíks bevölkern. Thorson, kanadischer Soldat mit isländischen Wurzeln, und Flóvent von der Reykjavíker Polizei nehmen die Ermittlungen auf. Steht der Mord mit Spionagetätigkeiten auf Island in Verbindung? - Ein Fünf-Sterne-Island-Krimi

Format:Taschenbuch
Seiten:416
Verlag: Lbbe
EAN:9783404178247

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Das Mädchen an der Brücke: Island Krimi

Buchseite und Rezensionen zu 'Das Mädchen an der Brücke: Island Krimi' von Arnaldur Indriðason
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Es ist nie zu spät, einem toten Kind Gerechtigkeit widerfahren zu lassen ... Eine junge Frau ist spurlos verschwunden. Verzweifelt wenden sich ihre Großeltern an den pensionierten Kommissar Konráð, den sie von früher kennen. Sie wissen, dass ihre Enkelin Drogen geschmuggelt hat, und nun ist sie unauffindbar. Eigentlich hat Konráð mit seiner beruflichen Vergangenheit abgeschlossen und widmet sich vor allem seiner eigenen Familiengeschichte. Doch als er bei seinen Recherchen auf ein kleines Mädchen stößt, das vor Jahrzehnten im Reykjavíker Stadtsee Tjörnin ertrunken ist, will er die Wahrheit unbedingt ans Licht zu bringen. War der Tod des Mädchens wirklich nur ein tragischer Unfall? Und gibt es eine Verbindung zum Verschwinden der jungen Frau?

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:384
Verlag: Lbbe
EAN:9783785727119

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Die Schlinge: Ein Reykjavík-Krimi

Buchseite und Rezensionen zu 'Die Schlinge: Ein Reykjavík-Krimi ' von Lilja Sigurðardóttir
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Die junge Mutter Sonja glaubt, dass sie endlich dem Netz entkommen ist, in das sie von skrupellosen Drogenbaronen gelockt wurde. Im fernen Florida ist sie mit ihrem kleinen Sohn Tómas untergetaucht. Doch das Glück währt nur kurz: In einem unachtsamen Moment verschwindet Tómas. Sonja ist sich sicher, dass ihr Ex-Mann dahintersteckt, und macht sich verzweifelt auf den Weg nach Reykjavík, zurück in die Welt der Kriminalität. Sie schwört sich: Diesmal wird sie nicht nur alles tun, um ihren Sohn zurückzubekommen, sondern sich auch an denen rächen, die ihr das Leben zur Hölle machen. Diesmal ist sie zu allem bereit. Auf die Unterstützung ihrer Freundin Agla, die selbst in kriminelle Machenschaften verstrickt ist, wagt sie nicht zu hoffen. Doch auch Bragi, ihr unerwarteter Komplize vom Flughafenzoll, ist hochnervös und beginnt, daran zu zweifeln, ob seine Allianz mit Sonja eine gute Idee war. Die Nerven liegen blank, und es scheint unmöglich, dass das Trio diesmal ungestraft davonkommt …

Format:Taschenbuch
Seiten:350
EAN:9783832165208

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Das dunkle Flüstern der Schneeflocken

Buchseite und Rezensionen zu 'Das dunkle Flüstern der Schneeflocken' von  Loewe Jugendbücher
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Inhaltsangabe zu "Das dunkle Flüstern der Schneeflocken"

Hannah Eiríksdottir freut sich überhaupt nicht, in den kalten Norden zu ziehen. Doch das Praktikum bei der Tageszeitung entpuppt sich als spannende Gelegenheit, die erfolgreiche Influencerin Imogen Collins kennenzulernen – und schnell ist Hannah sehr beeindruckt von ihr. Als kurze Zeit später eine Leiche in einem Lavafeld gefunden wird, sprechen alle Indizien gegen Imogen und sie wird verhaftet. Ist Imogen Collins wirklich eine Mörderin und ihr perfekter Instagram-Feed nur eine gut getarnte Fassade? Hannah beginnt, eigenmächtig zu ermitteln und gerät dabei an den Rand der Legalität …

Format:Broschiert
Seiten:432
EAN:9783743207219

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NEBEL: Thriller

Buchseite und Rezensionen zu 'NEBEL: Thriller' von Ragnar Jónasson
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "NEBEL: Thriller"

Hulda Hermannsdóttir, Kommissarin bei der Polizei Reykjavík, kehrt nach einem Schicksalsschlag gerade wieder in ihren Beruf zurück. Um sie bei der Wiederaufnahme der Arbeit zu unterstützen, wird Hulda von ihrem Chef mit einem neuen Fall betraut: Mehrere Leichen wurden in einem abgelegenen Bauernhaus im Osten des Landes gefunden, und alles deutet darauf hin, dass sie dort schon seit einigen Wochen liegen. Was ist während der Weihnachtstage geschehen, als das Bauernhaus durch einen Schneesturm vom Rest der Welt abgeschnitten war? Und gibt es ein Entkommen vor der eigenen Schuld?

Format:Broschiert
Seiten:352
Verlag:
EAN:9783442758623

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Rezensionen zu "NEBEL: Thriller"

  1. Ein überzeugender Abschluss einer packenden Trilogie

    5
    (5 von 5 *)
     - 12. Okt 2020 

    „Immerhin, jeder kleine Sieg verschaffte ihr eine gewisse Befriedigung. Wenigstens konnte sie selbst stolz darauf sein, gute Arbeit geleistet zu haben, auch wenn es sonst niemand erwähnenswert fand.“ (Zitat Seite 329)

    Inhalt
    Dieses Weihnachten 1987 im kalten, tief verschneiten Island verändert das Leben von Hulda Hermannsdóttir, Kommissarin bei der Polizei Reykjavík, unwiderruflich. Doch es ist ihr wichtig, nach einem Sonderurlaub rasch in ihren Beruf zurückzukehren. Ihr Chef betreut sie mit einem sehr speziellen neuen Fall. Die Bewohner eines einsamen Bauernhauses im abgelegenen Osten Islands, ein altes Ehepaar, wurden tot aufgefunden. Sie waren nicht friedlich verstorben und es musste bereits während der Weihnachtstage passiert sein. Gleichzeitig lässt Hulda das nach wie vor ungeklärte, spurlose Verschwinden einer jungen Frau während der Sommermonate keine Ruhe.

    Thema und Genre
    In diesem Thriller, dem dritten und letzten Band der Serie um die Ermittlerin Hulda geht es um Familie, Verlust, Schuld und Verantwortung. Auch psychologische Elemente spielen eine wichtige Rolle.

    Charaktere
    Hulda muss mit einem persönlichen Schicksalsschlag fertig werden, für den sie sich mitverantwortlich fühlt. Teilweise sind ihre Gedanken dadurch abgelenkt, gerade deshalb übernimmt sie diesen neuen Fall bewusst und vertieft sich in die Ermittlungen. Sie ist eine sehr genaue, erfolgreiche Kriminalbeamtin, doch sie weiß auch, dass sie mit ihren vierzig Jahren beruflich wesentlich weiter wäre, wäre sie in Mann. Umso mehr ist sie entschlossen, immer einfach ihr Bestes zu geben.

    Handlung und Schreibstil
    Die Ereignisse werden in zwei paralellen Geschichten geschildert, die in den Weihnachtstagen 1987 und Februar 1988 spielen. Ein ergänzender dritter Handlungsstrang führt zurück in den Sommer 1987. Der Winter in Island ist düster und kalt und gerade deshalb sind die Traditionen des Weihnachtsfestes für die Menschen so wichtig. Doch in diesen gemütlichen Beschreibungen über das typische Festessen und Bücher, die als Geschenk unbedingt zu einem isländischen Weihnachtsfest gehören und die man auch sofort mit Vorfreude zu lesen beginnt, schwingen rasch Beklemmung und Ängste mit. Vermutungen ergeben sofort einen besonderen Sog in diese packende Geschichte und überraschende Wendungen sorgen für zusätzliche Spannung. Der Autor spielt mit der Sprache und fängt die unterschiedlichen Stimmungen eindrücklich ein und versetzt uns beim Lesen sofort in das einsame winterliche Island.

    Fazit
    Weihnachten im kalten, tief verschneiten Island wird besonders gemütlich und traditionell gefeiert, doch manchmal trügt der Schein und was zuerst in der Dunkelheit nur mitschwingt, tritt immer deutlicher hervor. Ein vielschichtiger, sehr spannender Nordic Noir Thriller, ein gelungener Höhepunkt zum Abschluss dieser Serie. Auch die gewählte Form, diese Trilogie im Zeitablauf rückwärts zu erzählen ist ebenso ungewöhnlich wie genial und packend, ich würde, obwohl nun ja alle drei Bände erschienen sind, genau die vom Autor gewollte Reihenfolge DUNKEL – INSEL – NEBEL einhalten.

 

INSEL: Thriller

Buchseite und Rezensionen zu 'INSEL: Thriller' von Ragnar Jónasson
5
5 von 5 (2 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "INSEL: Thriller"

Hulda Hermannsdóttir, Kommissarin bei der Polizei Reykjavík, ist auf dem Höhepunkt ihrer Karriere und wird zu einer abgelegenen Insel geschickt. Was ist dort in dem Haus geschehen, das von der Bevölkerung als das isolierteste Haus Islands bezeichnet wird? Huldas Ermittlungen kreuzen Vergangenheit und Gegenwart – und plötzlich ist sie einem Mörder auf der Spur, der möglicherweise nicht nur ein Leben auf dem Gewissen hat …

Format:Broschiert
Seiten:384
Verlag:
EAN:9783442758616

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Rezensionen zu "INSEL: Thriller"

  1. Huldas zweiter Fall

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 26. Mär 2021 

    Eine einsame Insel, vier Freunde und ein Todesfall:

    Vor zehn Jahren war die Clique von fünf Jugendlichen unzertrennlich. Doch dann wurde eine von ihnen Opfer eines Mordes. Mit dem Erwachsenwerden ging jeder von den übrigen seine eigenen Wege. Doch auch nach dieser langen Zeit ist das Wiedersehen noch immer von den damaligen Ereignissen überschattet und wieder kommt es zu einer tödlichen Auseinandersetzung.

    Hulda Hermannsdottir, Kommissarin bei der isländischen Kriminalpolizei, wird eher zufällig zu den Ermittlungen hinzugezogen und beginnt Zusammenhänge zu erkennen und unangenehme Fragen zu stellen.

    INSEL ist der zweite Teil der Rückwärtstrilogie um Hulda Hermannsdottir. Aus dem ersten Teil kennen wir Huldas Geschichte, kennen einen Teil ihrer Vergangenheit, aber auch ihrer Zukunft. Die „jüngere“ Hulda, die uns Ragnar Jónasson hier präsentiert ist noch nicht ganz so emotional distanziert, wie wir sie später erlebt haben werden. Die 40-jährige ist am „Höhepunkt“ ihrer Karriere, sie erkennt, dass sie nicht mehr viel weiter kommen wird in ihrem Job. Dass sie trotz ihrer Kompetenz in dem von Männern dominierenden Berufsstand auf der Stille tritt. Dennoch bleibt sie hartnäckig, hat keine Scheu auch weit hinter die Fassade zu blicken und Missstände in den eigenen Reihen aufzudecken.

    „Einen Moment lang dachte sie an ihre eigene Zukunft. Was wäre mit ihr in zwanzig, fünfundzwanzig Jahren? Würde sie immer noch allein sein? Gequält von Schuld und Reue? Würde sie enden wie dieser gebrochene Mann? Würde sie je ihre eigenen Sünden beichten?“

    Hulda ist eine eigenwillige Protagonistin, die ich sehr gerne lese. Daneben legt Ragnar Jónasson auch den Fokus auf eine stimmige Atmosphäre, wo Spannung, Charaktere und Beschreibungen perfekt aufeinander abgestimmt sind. Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen und das ist ein unbedingtes Kompliment für das Buch!

  1. Ein packender, großartiger Pageturner

    5
    (5 von 5 *)
     - 15. Jul 2020 

    „Ihre eigene Arbeit hatte sich im Laufe der Jahre immer weiter spezialisiert, sodass sie mittlerweile fast ausschließlich mit Gewaltverbrechen beschäftigt war, eine Kategorie, unter die auch ungeklärte Todesfälle fielen, die in Island allerdings relativ selten waren. Hulda wusste, dass sie gut war in dem, was sie tat.“ (Zitat Seite 185)

    Inhalt
    Vor zehn Jahren war ihr bei der Beförderung ein Kollege vorgezogen worden, der nun ihr direkter Vorgesetzter ist und Hulda Hermannsdóttir, Kommissarin bei der Polizei Reykjavík, hat inzwischen das Gefühl, mit Ende vierzig schon an der Spitze ihrer Karrieremöglichkeiten angelangt zu sein. Ebenfalls vor zehn Jahren ist ihre Tochter Dimma gestorben und zwei Jahr später ihr Ehemann Jón. Seither gibt es für Hulda nur mehr ihre Arbeit und sie spezialisiert sich auf ungeklärte Verbrechen. Als ihr ein eigenartiger Todesfall auf einer entlegenen kleinen Insel gemeldet wird, übernimmt sie den Fall selbst. Plötzlich stößt sie bei den Ermittlungen auf einen direkten Zusammenhang mit einem Mordfall in der Vergangenheit, der damals rasch aufgeklärt worden war – oder doch nicht?

    Thema und Genre
    In diesem packenden isländischen Thriller geht es um Familie, Verluste, vor allem aber um nachhaltend prägende Ereignisse, die das weitere Leben beeinflussen.

    Charaktere
    Nach dem Tod ihrer jungen Tochter und dem späteren Verlust ihres Ehemannes rettet Hulda Hermannsdóttir sich in ihre Arbeit. Da keine Familie mehr auf sie wartet, gibt es für sie auch keine Bürozeiten in ihren Ermittlungen, nichts lenkt sie ab. Ihre Erfahrung lässt sie prinzipiell auch angebliche Fakten und Beweise hinterfragen und hartnäckig sucht sie nach der Wahrheit.

    Handlung und Schreibstil
    Der Aufbau umfasst einen Prolog, einen Teil I, der im Jahr 1987 spielt und den Hauptteil, Teil II, der zehn Jahre später, 1997, stattfindet. Ein kurzer Epilog ergänzt fehlende Details. In Teil I untersucht Kommissar Lýður, später Huldas Vorgesetzter, einen Mordfall. In Teil II ermittelt Hulda. In einigen Kapiteln steht, abwechselnd mit Hulda, auch jeweils eine Person des Freundeskreises, um den es bei den Ereignissen auf der Insel geht, im Mittelpunkt: Dagur, Klara, Benedikt, Alexandra. So erhält man beim Lesen unterschiedliche, zusätzliche Informationen, die Hulda nicht wissen kann und dies sorgt gekonnt für ein sehr packendes Lesevergnügen, realistisch und nachvollziehbar. Dieser zweite Band der Hidden Iceland Trilogie beginnt die Lücke zu schließen, zwischen dem ersten Band, der im Zeitablauf der letzte ist, und dem noch nicht erschienenen dritten Band, der am weitesten in die Vergangenheit zurückreicht.

    Fazit
    Zwei Ereignisse in einsamen, abgeschiedenen Gegenden Islands, mitten in der ungezähmten Landschaft, dazu eine erfahrene, menschlich sehr sympathische Ermittlerin. Zusammen ergibt das einen sehr spannenden Nordic Noir Thriller, einen Pageturner, der nächtliche Lesestunden garantiert.

 

Das Netz: Ein Reykjavik-Krimi

Buchseite und Rezensionen zu 'Das Netz: Ein Reykjavik-Krimi' von Lilja Sigurdardottir
4.5
4.5 von 5 (2 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Das Netz: Ein Reykjavik-Krimi"

Bei einer schmutzigen Scheidung verliert die junge Mutter Sonja das Sorgerecht für ihren Sohn. Verzweifelt setzt sie alles daran, ihn zurückzubekommen, kann sich aber keinen teuren Anwalt leisten. Mit dem Rücken zur Wand lässt sie sich darauf ein, Kokain nach Island zu schmuggeln. Nur bis sie genug Geld hat, um für ihren Sohn zu sorgen, sagt sie sich. Doch schon bald merkt sie, dass es keinen einfachen Ausstieg aus dem rücksichtslosen Drogengeschäft gibt. Während sie dennoch verzweifelt nach einem Ausweg sucht, nimmt sie der Zollbeamte Bragi, den sie auf ihrer Schmuggelroute regelmäßig am Flughafen passiert, ins Visier. Denn er beginnt zu ahnen, dass Sonjas makelloses Auftreten eine allzu perfekte Fassade ist. Verkompliziert wird die ohnehin schon hochdramatische Situation durch die Tatsache, dass Sonja seit Neuestem in einer Beziehung mit Agla ist. Einst eine hochrangige Bankangestellte, findet sich Agla nach dem isländischen Finanzcrash in einen Skandal verwickelt und wird strafrechtlich verfolgt. Schon bald entspinnt sich zwischen Sonja, Bragi und Agla ein komplexes Netz der Kriminalität. Und viel zu spät erst bemerken sie, dass jeder Versuch, sich daraus zu befreien, sie nur noch tiefer darin verstrickt …

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:360
Verlag:
EAN:

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Rezensionen zu "Das Netz: Ein Reykjavik-Krimi"

  1. Das Netz

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 04. Mai 2021 

    Klappentext:
    „Bei einer schmutzigen Scheidung verliert die junge Mutter Sonja das Sorgerecht für ihren Sohn. Verzweifelt setzt sie alles daran, ihn zurückzubekommen, kann sich aber keinen teuren Anwalt leisten. Mit dem Rücken zur Wand lässt sie sich darauf ein, Kokain nach Island zu schmuggeln. Nur bis sie genug Geld hat, um für ihren Sohn zu sorgen, sagt sie sich. Doch schon bald merkt sie, dass es keinen einfachen Ausstieg aus dem rücksichtslosen Drogengeschäft gibt. Während sie dennoch verzweifelt nach einem Ausweg sucht, nimmt sie der Zollbeamte Bragi, den sie auf ihrer Schmuggelroute regelmäßig am Flughafen passiert, ins Visier. Denn er beginnt zu ahnen, dass Sonjas makelloses Auftreten eine allzu perfekte Fassade ist. Verkompliziert wird die ohnehin schon hochdramatische Situation durch die Tatsache, dass Sonja seit Neuestem in einer Beziehung mit Agla ist. Einst eine hochrangige Bankangestellte, findet sich Agla nach dem isländischen Finanzcrash in einen Skandal verwickelt und wird strafrechtlich verfolgt. Schon bald entspinnt sich zwischen Sonja, Bragi und Agla ein komplexes Netz der Kriminalität. Und viel zu spät erst bemerken sie, dass jeder Versuch, sich daraus zu befreien, sie nur noch tiefer darin verstrickt …“

    Lilja Sigurðardóttir hat mit ihrem Roman „Das Netz“ einen richtigen spannenden und mal so ganz anderen Roman geschaffen als sonst. Es war für mich eine gekonnte Mischung aus Roman und Krimi zugleich, der uns durch viele unterschiedliche Perspektiven eine gewisse netzartige Struktur verleiht. Wir lesen schwimmen natürlich recht lange im trüben und die Vermutungen werden immer stärker, aber dennoch wird es manchmal auch kompliziert und undurchsichtig, durch das Netz hindurchzusehen. Die Geschichte um Sonja ist verzwickt und man stellt sich die Frage wie man selbst handeln würde, wenn man so mit dem Rücken zur Wand steht. Die Fünge des Drogengeschäfts sind wie ein Krake und wenn sie dich ein Mal in ihren Fängen hat, kommt man nicht wieder heraus oder nur, wenn man den Arm kappt. Sonja merkt dies schneller als ihr lieb ist und so geht das Mitfiebern in besondere Runden. Durch ihre Art bindet man sich schnell an sie und würde ihr gern eigentlich helfen, sie aus diesem Sumpf wieder rausholen aber das werden andere übernehmen, sie versuchen es zumindest. Es ist ein Kampf gegen ein riesiges Monster und Autorin Lilja Sigurðardóttir hat hier nicht nur durch die genialen Landschaftsbeschreibungen einen wirklich lesenswerten Krimi geschaffen, sondern auch durch die Figuren und den ausgeklügelten Plot der Story - 4 von 5 Sterne!

  1. Ein Thriller, so rau wie das Land

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 24. Aug 2020 

    Handlung:

    Alles fängt damit an, dass Sonja von ihrem Mann Adam in flagranti beim Ehebruch erwischt wird. Mit einer Frau – und noch dazu einer, die ihm beileibe keine Unbekannte ist.

    Sonja kann sich keinen Anwalt leisten, verliert das Sorgerecht. Darüber hinaus braucht sie Geld, um sich eine stabile Existenz einzurichten, bevor sie versucht, ihren Sohn zurückzubekommen. Da wirft ihr jemand einen finanziellen Rettungsring zu, und sie soll dafür nur etwas ausliefern – alles ganz harmlos, alles ganz normal. Bevor Sonja sich versieht, ist sie rettungslos in den Kokainschmuggel verstrickt.

    Der alte Zollbeamte Bragi hat Sonja schon im Visier, obwohl er noch nichts gegen sie in der Hand hat, und auch ihre Beziehung zu ihrer Geliebten Agla sorgt für zusätzlichen Stress. Denn erstens ist diese selber in zwielichtige Geschäfte involviert, zweitens reagiert sie mit explosiver Wut auf die leiseste Andeutung, sie sei vielleicht lesbisch, ist gleichzeitig aber obsessiv besitzergreifend.

    Meine Meinung:

    Die Handlung ist komplex, sehr geschickt und vielschichtig konstruiert. Eine düstere Atmosphäre der Hoffnungslosigkeit durchzieht dass ganze Buch – es spielt kurz nach dem katastrophalen Finanzcrash in Island, und das führt dazu, dass Unschuldige in die Kriminalität abrutschen und bereits Kriminelle sich noch tiefer darin verstricken. Eine perfekte Grundlage für einen Krimi der Zwischentöne und Abgründe.

    Die Charaktere sind zwiespältig, wären auch in einem Film Noir nicht fehl am Platz. Nicht nur, dass jeder durchaus gravierende Probleme und Sorgen mit sich herumschleppt – nein, sie haben zusammengenommen auch eine erstaunliche kriminelle Energie. Mir ging es oft so, dass ich Sonja oder Agla die Daumen drückte, mit ihnen mitfieberte, nur um mir dann plötzlich zu denken: Moment mal, sie ist hier doch gar nicht die Gute...?

    Sonja ist vielleicht aus Naivität und Verzweiflung abgerutscht in den Kokainschmuggel, aber sie steckt dennoch viel Planung in ihre Touren, lässt Skrupel nicht zu, tut schreckliche Dinge, damit das Geld weiter fließt. Kaum ein Gedanke an die Menschen, denen die Sucht das Leben zerstört. Ja, sie will raus, sie will sich aus dem Netz befreien – aber das ist zu einem großen Teil Eigennutz, mit nur einem kleinen Anteil echter Reue. Eigentlich verspürt sie beim Schmuggeln sogar ein angenehmes Prickeln, einen echten Kick.

    Dennoch hat es mir erstaunlich viel Spaß gemacht, zu verfolgen, auf welche kreativen Ideen sie kommt, um kiloweise Kokain ins Land zu schmuggeln. Das grenzt schon an Genie! Ich habe mich zwischendurch unbehaglich gefragt, ob das Buch nicht sogar als Lehrbuch für angehende Schmuggler dienen könnte...

    Ex-Bankerin Agla ist bissig, aggressiv, launisch – und eine Meisterin der Selbstverleugnung. Sie ist bis über beide Ohren verliebt in Sonja, in fast schon krankhafter Intensität, aber sie besteht darauf, das sei nur eine Ausnahme, sie sei "keine von denen". Ich hätte sie oft schütteln können, denn ihre Beziehung zu Sonja ist toxisch, pures Gift für beide, und das eigentlich nur, weil Agla sich für ihre Sexualität selber verachtet. Außerdem entpuppt sie sich nach und nach als Mensch mit fragwürdigen Prinzipien, je weiter der Prozess voranschreitet, der kriminelle Deals der Bank aufdecken soll. Auch sie kennt keine Reue, bereut nur, dass jetzt wahrscheinlich alles auffliegt.

    Bei ihr gilt wirklich: Geld bewegt die Welt. Und sie säuft sich im Grunde langsam ins Grab, denn die Leber wächst nun mal nicht mit ihren Aufgaben...

    Der alte Zollbeamte Bragi ist fast schon ein Lichtblick, verglichen mit Sonja und Agla. Er scheint ein aufrechter Mensch zu sein, geht auf in seiner Arbeit, liebt seine demente Frau innig. Und dieser Teil der Geschichte ist unglaublich tragisch, denn er kann sich keine gute Betreuung leisten, muss hilflos mitansehen, wie sich seine geliebte Frau im Heim rätselhafte blaue Flecken zuzieht... Aber auch Bragi ist keineswegs eindimensional, zeigt im Laufe der Geschichte überraschende Seiten.

    Man muss der Spannung Zeit geben, sich aufzubauen. Selbst dann sorgt der langsame Abstieg in den gesellschaftlichen Morast eher für unterschwelliges Unbehagen als kribbelndes Adrenalin – der dumpfe Schmerz eines verrotteten Zahns, den die Autorin für einen Großteil des Buches nicht ziehen will.

    Es sind vor allem die Charaktere, die dafür sorgen, dass man weiterlesen will, obwohl sie keine typischen Sympathieträger sind. Agla mochte ich zum Beispiel nicht einmal, wollte aber dennoch wissen, wie es mit ihr weitergeht.

    Der Schluss enttäuschte mich zunächst – bis mir klar wurde, dass es sich hier um den ersten Band einer Trilogie handelt! Dinge, über die ich gerne mehr erfahren hätte, die noch nicht schlüssig aufgeklärt wurden, werden dann wohl im zweiten Band wieder aufgegriffen.

  1. Spannender Beginn einer Island-Serie

    4
    (4 von 5 *)
     - 19. Jun 2020 

    „Wenn Sie Macht haben wollen, brauchen Sie Sicht nach oben.“ (Zitat Pos. 2873)

    Inhalt
    Sonja Gunnarsdóttir träumt davon, endlich ihren Sohn Tómas zu sich nehmen zu können, der bei der Scheidung dem Vater zugesprochen worden war. Doch dafür braucht sie genügend Geld für ein finanziell unabhängiges und abgesichertes Leben.
    Gegen die bisher sehr erfolgreiche Investmentbankerin Agla Margeirsdóttir, mit Sonja in einer Liebesbeziehung, laufen Ermittlungen im Zusammenhang mit dem isländischen Bankenskandal.
    Bragi ist ein erfahrener Zollbeamter kurz vor der Pensionierung. Sein Dienstort ist der Flughafen von Reykjavik. Schon mehrmals ist ihm eine gut aussehende, gepflegte Frau aufgefallen, wohl eine Geschäftsfrau. Doch dann sieht er zufällig in einer Zeitschrift Modevorschläge für die erfolgreiche Frau im Beruf und plötzlich fällt es ihm ein. Die fremde Frau war stets genau nach diesen Bildern gekleidet, perfekt bis ins kleinste Detail - zu perfekt. Was ist ihr Geheimnis?

    Thema und Genre
    Dieser Kriminalroman ist der erste Band einer Trilogie aus Island. Ein typischer Roman noir, der zur Gänze in der Grauzone zwischen Gut und Böse spielt. Es geht um kriminelle Handlungen und ihre Beweggründe, wobei die Schuldfrage aus unterschiedlichen Gesichtspunkten zu betrachten ist.

    Charaktere
    Die drei Hauptfiguren Sonja, Bragi und Agla sind gut beschrieben, ihre Situation ist glaubhaft und ihre Entscheidungen nachvollziehbar. Dennoch bleiben sie irgendwie auf Distanz, man verfolgt interessiert und mit Spannung was sie tun, wie sie sich verhalten, was passiert, ohne jedoch um das Schicksal der einzelnen Charaktere zu bangen. Sonja und Agla kämpfen um die Dinge, die ihnen wichtig sind, aber sie reagieren, statt zu agieren. Die Zeit, in Ruhe über mögliche Hintergründe nachzudenken, nehmen sie sich nicht, dadurch handeln sie für ihre Gegner vorhersehbar und sind leicht zu manipulieren.

    Handlung und Schreibstil
    Die Geschichte spielt kurz nach dem Bankencrash in Island, zwischen November 2010 und Februar 2011. In drei durchgehenden Erzählsträngen steht entweder Sonja, oder Agla, oder Bragi im Mittelpunkt. Abwechselnd geschildert, geschehen die Ereignisse manchmal gleichzeitig, überschneiden sich, verknüpfen sich. Der straffe Zeitrahmen sorgt für Spannung, obwohl wenn man manche Zusammenhänge bald vermutet. Der Schreibstil ist flüssig zu lesen und entspricht dem Genre.

    Fazit
    Ein nordischer Kriminalroman für Leser*innen, die in erster Linie an einer packenden, guten
    Geschichte interessiert sind und denen die einzelnen Figuren weniger wichtig sind, als das Gesamtbild. Ein Buch für spannende, unterhaltsame Lesestunden.

 

Graue Nächte: Island-Krimi

Buchseite und Rezensionen zu 'Graue Nächte: Island-Krimi' von Arnaldur Indriðason
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Graue Nächte: Island-Krimi"

Frühjahr 1943. In Reykjavík herrscht eine angespannte Stimmung - Island ist von den Amerikanern besetzt. In diesen unruhigen Zeiten wird nahe einer Soldatenkneipe im Stadtzentrum ein Mann brutal erstochen. Kommissar Flóvent und sein kanadischer Kollege Thorson von der Militärpolizei nehmen die Ermittlungen auf, während Flóvent noch mit einem anderen Fall befasst ist: Eine männliche Leiche wurde am Strand der Nautholsvík-Bucht angespült. Stehen die Tode mit den Kriegsereignissen in Zusammenhang? Die Kommissare ermitteln in einem heiklen Umfeld und geraten dabei selbst in Gefahr ...

"Ein weiteres Meisterwerk von Arnaldur Indridason." Morgunblaðið

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:432
EAN:9783785726297

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Rezensionen zu "Graue Nächte: Island-Krimi"

  1. Arnaldur Indriðason - Graue Nächte

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 01. Jan 2019 

    Arnaldur Indriðason
    Graue Nächte
    Bastei Lübbe

    Autor: Arnaldur Indriðason, 1961 geboren, graduierte 1996 in Geschichte an der University of Iceland und war Journalist sowie Filmkritiker bei Islands größter Tageszeitung Morgunbladid. Heute lebt er als freier Autor mit seiner Familie in Reykjavik und veröffentlicht mit sensationellem Erfolg seine Romane. Arnaldur Indriðasons Vater war ebenfalls Schriftsteller. 1995 begann er mit Erlendurs erstem Fall, weil er herausfinden wollte, ob er überhaupt ein Buch schreiben könnte. Seine Krimis belegen allesamt seit Jahren die oberen Ränge der Bestsellerlisten. Seine Kriminalromane "Nordermoor" und "Todeshauch" wurden mit dem "Nordic Crime Novel’s Award" ausgezeichnet, darüber hinaus erhielt der meistverkaufte isländische Autor für "Todeshauch" 2005 den begehrten "Golden Dagger Award" sowie für "Engelsstimme" den "Martin-Beck-Award", für den besten ausländischen Kriminalroman in Schweden. Arnaldur Indriðason ist heute der erfolgreichste Krimiautor Islands. Seine Romane werden in einer Vielzahl von Sprachen übersetzt. Mit ihm hat Island somit einen prominenten Platz auf der europäischen Krimilandkarte eingenommen. (Quelle: Luebbe)

    Fischer finden am Strand eine männliche Leiche. Als Flóvent am Fundort ankommt, stellt sich schnell heraus, dass es sich bei dem Toten um einen Mann handelt, der vor einiger Zeit als vermisst gemeldet wurde. Da sich keine eindeutigen Spuren finden lassen, überstellt Flóvent die Leiche, für eine Obduktion, an die Uniklinik. Dann meldet sich auch noch Thorson bei ihm, da es beim Militär ebenfalls eine, grausam zugerichtete Person gibt, die im Krankenhaus an den Verletzungen gestorben ist. Anfangs ging man davon aus, dabei würde es sich um einen Soldaten handeln. Schnell wurde jedoch klar, es muss ein Einheimischer sein, weshalb Thorson den Fall an Flóvent übergibt.

    Der Krimi von Arnaldur Indriðason wird in insgesamt 63 Kapiteln erzählt. Jeder der Kapitelüberschriften besteht dabei aus der ausgeschriebenen Kapitelnummer. Dies wirkt recht schlicht, jedoch passt es hier zum Setting des Buches.
    Das Buch spielt zu Zeiten des 2. Weltkrieges und das bekommt der/die Leser/-inn auch an vielen Punkten zu sehen. Die gesamte Grundstimmung ist schon recht triste und wenig farbenfroh. Die Charaktere, verhalten sich düster und bleiben oft im Schatten verborgen. Wen wundert es also, dass es dort gleich zwei Morde gibt, die in dem Buch aufgeklärt werden?! Leider wirken diese zwei Mordfälle ziemlich willkürlich und es ist kaum ein Zusammenhang zu erkennen. Im Laufe der Ermittlungen, begegnen einem recht viele Charaktere, die auch manchmal zumindest, recht viel erlebt und zu erzählen haben. Leider bleibt selbst bei den Protagonisten, eine ausschweifende Erzählung über Privatleben und Co aus und der Autor konzentriert sich nur auf das Wesentliche, was das Identifizieren mit den Protagonisten erschwert. Allerdings ist es auch genau die Art, die zu diesem Buch passt. Innerhalb der Storystränge gibt es häufiger Rückblicke, die sich leider nicht von dem restlichen Text unterscheiden. Hier hätte ich mir gewünscht, dass diese Passagen deutlich zu erkennen sind (z. B. Angabe der Jahreszahl). So wird dem/der Leser/-inn erst recht spät und auch nur sehr schwer klar, dass die Story teilweise in zwei unterschiedlichen Jahren spielt. Das Positive daran ist aber, dass es dem Autoren am Ende gelungen ist, die Storystränge zusammenzuführen (so dass es jeder versteht) und auch alles passierte, logisch zu erklären. Die Beschreibungen des Autoren, sind dabei recht detailliert, hätten für meinen Geschmack, gerade bei den Leichen, deutlich detaillierter ausfallen dürfen. Schließlich handelt es sich bei der einen Leiche zumindest, um eine die grausam zugerichtet wurde und das kann man ruhig in den Beschreibungen erkennen.
    Das Ende selbst, ist dann so, wie es kaum passender hätte sein können, zu dieser Zeit, denn ein Happy End bleibt aus. Für alle, die auf moralisch korrekte Enden stehen, wo das Gute immer siegt, wird hier (leider) enttäuscht. Ebenfalls etwas negativ aufgefallen ist die Tatsache, dass das Ende ziemlich plötzlich kommt. Hier hätte man sich ruhig etwas mehr Zeit nehmen können.

    Cover:
    Anmerkung: Da ich das eBook gelesen und rezensiert habe, bezieht sich meine Meinung zum Cover, allein auf die Covervorschau.

    Auf dem Cover sind einige, Nebelverhangene, mit Schnee bedeckte Berge zu sehen. Im Tal dieser Berge steht ein kleines, einsames Häuschen. Aufgrund der Größe und Farbe (Schwarz), springt einem direkt der Autor ins Auge, darunter dann, deutlich kleiner, der Titel des Buches. Dieser Titel ist gut gewählt, schließlich spielt das Buch in einer Zeit, in der es nicht leicht war (2. Weltkrieg).
    Das Cover ist ganz im Stil gestaltet, wie man ihn von Arnaldur Indriðason gewohnt ist. Recht wenig sagend und fast schon idyllisch anzusehen, obwohl es eigentlich ein Krimi ist. Genau das ist aber die Art, die das Cover wirklich gelungen macht.

    Fazit: Ein wirklich grauer Kriminalroman, den Autor Arnaldur Indriðason da zu Papier gebracht hat. Charaktere werden kaum mit Leben gefüllt (zumindest wenn es um privates geht), obwohl es gerade zu dieser Zeit, viel zu erzählen hätte. Der Detailgrad der Erzählung ist top, hätte aber an manchen Stellen ruhig etwas ausgeprägter ausfallen dürfen. Am Ende schafft es der Autor, den/die Leser/-inn mit einem Kopfschütteln das Buch beenden zu lassen. Von mir gibt es 4/5 Sterne.

    Klappentext: Frühjahr 1943. In Reykjavík herrscht eine angespannte Stimmung – Island ist von den Amerikanern besetzt. In diesen unruhigen Zeiten wird nahe einer Soldatenkneipe im Stadtzentrum ein Mann brutal erstochen. Kommissar Flóvent und sein kanadischer Kollege Thorson von der Militärpolizei nehmen die Ermittlungen auf, während Flóvent noch mit einem anderen Fall befasst ist: Eine männliche Leiche wurde am Strand der Nautholsvík-Bucht angespült. Stehen die Tode mit den Kriegsereignissen in Zusammenhang? Die Kommissare ermitteln in einem heiklen Umfeld und geraten dabei selbst in Gefahr … (Quelle: Luebbe)

    Autor: Arnaldur Indriðason
    Titel: Graue Nächte
    Verlag: Bastei Lübbe
    Genre: Krimi
    Seiten: 413
    Preis: Gebunden:22,90 // eBook:16,99
    Erstveröffentlichung: 2018
    ISBN: 978-3-7857-2629-7

 

Das letzte Ritual

Buchseite und Rezensionen zu 'Das letzte Ritual' von Yrsa Sigurdardóttir
4
4 von 5 (2 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Das letzte Ritual"

In der Universität von Reykjavík wird die Leiche eines jungen Deutschen gefunden. Der Geschichtsstudent war fasziniert von alten Hexenkulten, und sein Mörder hat ihm ein merkwürdiges Zeichen in die Haut geritzt. Aber die isländische Polizei glaubt an einen Drogendelikt und verhaftet einen Dealer. Die Eltern des Opfers misstrauen den Ermittlungen: Sie beauftragen die junge Anwältin Dóra Gudmundsdóttir, den Fall noch einmal aufzurollen. Und auf der Suche nach dem wahren Mörder findet Dóra mehr über die dunklen Rituale heraus, als ihr lieb ist …


Format:Taschenbuch
Seiten:384
Verlag: btb Verlag
EAN:9783442714407

Diskussionen zu "In eisigem Wasser: Island-Krimi"

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Rezensionen zu "Das letzte Ritual"

  1. Hexenritual in Island - ein ungewöhnlicher Mordfall

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 12. Apr 2018 

    Nachdem ich im letzten Jahr meinen ersten Roman der Isländerin gelesen habe, Geisterfjord, und mich dieser begeistert hat, steht auch in diesem Jahr mindestens ein Krimi aus dem hohen Norden auf dem Programm. War "Geisterfjord" eher mysteriös mit fantastischen Anteilen, beschäftigt sich "Das letzte Ritual" mit den realen Hexenverbrennungen in Island.

    Worum geht es?
    Ende Oktober 2005 findet Gunnar, Professor und Leiter der Historischen Fakultät der Universität Reykjavík, in einem der Büroräume früh morgens eine entsetzlich verunstaltete Männerleiche.
    Es handelt sich um den deutschen Geschichtesstudenten Harald Guntlieb, der seine Masterarbeit in Island schreiben wollte.

    Eine Woche später wird die Rechtsanwältin Dóra von dessen Mutter kontaktiert:

    "Wir suchen jemanden, der den Fall noch einmal aufrollt, das Beweismaterial begutachtet und die Schlussfolgerungen der Polizei überprüft." (S.19)

    Sollte sie den Auftrag annehmen, stehe ein fürstliches Gehalt in Aussicht, eine Tatsache, die die alleinerziehende Mutter zweier Kinder neben dem ungewöhnlichen Fall überzeugt.

    Matthias Reich, der für die sehr wohlhabende Familie arbeitet, macht Dóra mit den Ermittlungen vertraut und soll ihr beiseite stehen. Er erzählt ihr auch von Haralds Interesse für "Hexenverfolgung. Folter und Hinrichtungen." (27) Seine Masterarbeit beschäftigte sich mit der erst im Vergleich zum Festland spät einsetzenden Hexenverfolgung in Island, dabei taucht immer wieder ein bestimmtes Buch auf: Malleus Maleficarum, "Hexenhammer",

    "eines der berüchtigsten Bücher in der Geschichte der Menschheit. Es wurde erstmals 1486 als Handbuch für Inquisitoren herausgegeben. Diese sollten lernen, Hexen zu erkennen und anzuklagen." (S.46)

    Harald hat sich für die Geschichte dieses Buches interessiert, das im Jahr 1486 in Speyer vom Dominikaner Heinrich Kramer veröffentlicht wurde und bis ins 17.Jahrhundert hinein in mehreren Auflagen erschienen ist. (wikipedia)

    In den Ermittlungsakten, die sie von Matthias erhält, findet Dóra einige Ungereimtheiten:
    Warum hält sich Harald auf Familienfotos immer etwas abseits? Dazu passt auch die unpersönliche Mail Haralds an seinen Vater.
    Welches Verhältnis hatte er zu seiner behinderten Schwester?
    Warum wurde er aus der Bundeswehr nach einem Einsatz im Kosovo entlassen?
    Was hat es mit dem Geschichtsverein "Malleus Maleficarum" auf sich?
    Was sucht ein Zeitungsartikel in den Unterlagen, in dem von sexuellen Würgespielen die Rede ist und davon, dass ein junger Mann dabei ums Leben gekommen ist?
    Für welchen Gegenstand hat Harald 42 000 € bezahlt?

    Es gibt auch Hinweise auf seine besten Freunde, darunter der Medizinstudent Halldór, mit dem er eine besonders enge Beziehung gehabt haben soll, wie sich in weiteren Gesprächen herausstellt.
    Einer der Freunde Hugi sitzt als Tatverdächtiger im Gefängnis, da die beiden am fraglichen Abend gemeinsam eine Party verlassen haben und man Blut an Hugis Kleidern gefunden hat.

    Die größten Rätsel gibt neben der Weigerung der Freunde, irgendetwas preiszugeben, die Leiche selbst auf. Harald wurde erstickt, die Augen wurden nach dem Tod entfernt und ihm wurde eine Schnittwunde in Form einer magischen Rune zugefügt.

    Was hat sie zu bedeuten? Wurde er Opfer eines Hexenrituals? Welche Rolle spielen seine Freunde und das Thema seiner Master-Arbeit? Ist Hugi wirklich unschuldig? Und was hat es mit dem verschwundenen Dokument aus dem dänischen historischen Archiv auf sich, das Harald entwendet haben soll?

    Spannende Fragen!

    Bewertung
    Im Gegensatz zu Geisterfjord taucht trotz der Hexensprüche und magischen Rituale nichts wirklich Mysteriöses auf. Eigentlich schade...
    Statt dessen erfährt man vieles über die Hexenverfolgung in Europa, insbesondere in Island, über jenen berüchtigten "Hexenhammer" und die Wege, die ein solches Buch nehmen kann ;)

    Im Mittelpunkt steht natürlich der ungewöhnliche Kriminialfall sowie die beiden sympathischen Protagonisten - die Rechtsanwältin Dóra und Matthias, die sich ebenfalls zu mögen scheinen. Man erfährt auch einiges über Dóras Familienleben und beim Lesen ist sie mir so ans Herz gewachsen, dass ich recherchieren werde, ob sie auch noch in einem anderen Roman Sigurdardóttirs ermittelt.

    Spannende und interessante Unterhaltung.

  1. Buchseiten

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 19. Feb 2016 

    An der Universität von Reykjavik wird ein Student tot aufgefunden. Es handelt sich um den Deutschen Harald Guntlieb. Ein Täter wird schnell verhaftet. Doch Haralds Eltern wollen sich mit dieser Lösung nicht zufrieden geben. Sie wollen wissen, was wirklich zum Tod ihres Sohnes geführt hat. Sie engagieren die Anwältin Thóra Gudmundsdottir. Diese allein erziehend mit zwei Kindern, etwas chaotisch, aber dennoch voller Wissensdurst. Ihr zur Seite steht Matthias Reich, der von der Familie Guntlieb nach Island geschickt wird. Die beiden versuchen unvoreingenommen an den Fall heranzugehen. Haralds besondere Vorlieben, was seine Aufmachung und auch seinen Studienschwerpunkt anbetrifft, macht die Ermittlungen zu einen Ausflug in eine andere Welt.

    Es geht in die Vergangenheit, die Zeit der Hexenjagden in Europa. Dafür hat sich der Student Harald am meisten interessiert. Er hat sich auf Spurensuche begeben, einen Vergleich zwischen Island und Deutschland wollte er ziehen. Thóra und Matthias folgen seinen Spuren, was hat er gesucht, hat er etwas gefunden. Doch wieso sollten seine Studien etwas mit seinem Tod zu tun haben. Kann nicht eher seine Clique von eigenartigen Freunden ihm den Tod gebracht haben.

    In diesem ersten Fall um die Anwältin Thóra Gudmundsdottir führt die Autorin ihre Leser durch die Landschaften und Städte Islands. Sie beschreibt die Lebensumstände Thóras, ihr witziges Büroumfeld, ihre Kinder und auch ihre Fähigkeit, sich in einen Fall hineinzuknien. Zwar sehr gut recherchiert sind die geschichtlichen Fakten, aber doch ein wenig ausschweifend. Das mag vielleicht eher für die Leser gelten, die dem Thema der Hexenverfolgungen nicht ganz so viel abgewinnen können, dennoch hätte hier eine kleine Straffung nicht geschadet. Die Neugier auf die Entdeckung der Zusammenhänge geht jedoch nie verloren und so liest man diesen Krimi mit immer größer werdender Spannung. Witz gepaart mit einen packenden Fall und sympathischen Protagonisten bieten beste Unterhaltung.

 

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