Das Festmahl der Eroberer. Eine Geschichte der Entdeckungen in zwölf Zutaten. Wie Kartoffeln, Mais und Schokolade die Welt veränderten: Reich illustrierter Band zur Kulturgeschichte der Ernährung

Buchseite und Rezensionen zu 'Das Festmahl der Eroberer. Eine Geschichte der Entdeckungen in zwölf Zutaten. Wie Kartoffeln, Mais und Schokolade die Welt veränderten: Reich illustrierter Band zur Kulturgeschichte der Ernährung' von  Drew Smith
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Inhaltsangabe zu "Das Festmahl der Eroberer. Eine Geschichte der Entdeckungen in zwölf Zutaten. Wie Kartoffeln, Mais und Schokolade die Welt veränderten: Reich illustrierter Band zur Kulturgeschichte der Ernährung"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:224
Verlag: wbg Theiss
EAN:9783806240290

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Rezensionen zu "Das Festmahl der Eroberer. Eine Geschichte der Entdeckungen in zwölf Zutaten. Wie Kartoffeln, Mais und Schokolade die Welt veränderten: Reich illustrierter Band zur Kulturgeschichte der Ernährung"

  1. Aus einer fremden Welt

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 11. Apr 2021 

    Klappentext:

    „Kartoffeln, Tomaten, Mais und Kakao - ohne diese Produkte sähe unser Speiseplan heute völlig anders aus. Als Christoph Kolumbus 1492 Amerika entdeckte, wurden Nahrungsmittel, die uns heute selbstverständlich erscheinen, über den Atlantik in die Alte Welt verschifft. Zugleich gelangten Reis, Blumenkohl, Wein und Zucker in die Neue Welt. Kolumbus hatte einen Sturm der Veränderung entfesselt!

    Als Konsequenz veränderten sich die Essgewohnheiten aller Länder und Kontinente. Speisekammern füllten sich mit exotischen Nahrungsmitteln und neue Rezepte gingen um die Welt. Der Kulturwissenschaftler und preisgekrönte Gastronomiekritiker Drew Smith erzählt die faszinierende Geschichte eines beispiellosen kulturellen Wandels....“

    In diesem äußerst faszinierenden Buch von Autor Drew Smith lernen wir ein bisschen mehr als nur das Wissen wo Kartoffel und Kakao ihren Ursprung her haben. Hier geht es auch darum wie man Lebensmittel und ähnliches für lange Überfahrten auf See haltbar macht und da rede ich nicht nur vom pökeln von Fleisch oder Fisch. Wir erfahren, wie die Welt sich verändert hat durch den Austausch anderer, neuer Lebensmittel und auch wie wir mittlerweile ohne Gewürze und Co. gar nicht mehr leben wollen. Aber, und auch das war interessant, erfahren wir wie die Seemänner sich damals versorgt haben und auch beispielsweise Krankheiten versorgt oder vorgebeugt haben.

    Ein umfassendes und spezielles Buch, das übersichtlich mit Texten und Bildern aufgemacht ist und viel Wissen für uns bereit hält. Drew hat einen angenehmen und auch fesselnden Schreibstil. Er sprudelt regelrecht vor Wissen und das kommt dem Leser geballt entgegen. Hierfür gibt es eine Leseempfehlung von mir und 4 von 5 Sterne!

 

Der Untergang des Osmanischen Reichs. Der Erste Weltkrieg im Nahen Osten 1914-1920. Vom Kriegseintritt bis zur Neuordnung des Nahen und Mittleren Ostens: Neubewertung einer wenig verstandenen Front.

Buchseite und Rezensionen zu 'Der Untergang des Osmanischen Reichs. Der Erste Weltkrieg im Nahen Osten 1914-1920. Vom Kriegseintritt bis zur Neuordnung des Nahen und Mittleren Ostens: Neubewertung einer wenig verstandenen Front.' von  Eugene Rogan
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Inhaltsangabe zu "Der Untergang des Osmanischen Reichs. Der Erste Weltkrieg im Nahen Osten 1914-1920. Vom Kriegseintritt bis zur Neuordnung des Nahen und Mittleren Ostens: Neubewertung einer wenig verstandenen Front."

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:592
Verlag: wbg Theiss
EAN:9783806243079

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  1. Der Zerfall eines Reichs

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 03. Apr 2021 

    Klappentext:
    „1914 - aus einem europäischen Krieg wird ein Weltkrieg

    Der überraschende Kriegseintritt der Osmanen auf Seiten Deutschlands und Österreich-Ungarns hat mehr als jedes andere historische Ereignis dafür gesorgt, dass der europäische Konflikt zu einem Weltkrieg wurde. Auf einmal verläuft im Mittleren Osten die neben der Westfront wichtigste, aber wenig verstandene Front. So gut wie jeder moderne arabische Staat wird in den Krieg hineingezogen. Obwohl die Invasion der Briten und Franzosen bei Gallipoli scheitert, ist die Niederlage gegen die Entente-Mächte unausweichlich. Das Osmanische Reich muss den Weg frei machen für die Schaffung einer neuen Ordnung im Nahen Osten, die bis heute nachwirkt....“

    Die meisten kennen bei dem eigentlichen Verlauf des Ersten Weltkrieges immer nur eine Sichtweise, aber das die Osmanen ebenfalls mit daran beteiligt waren, wissen die Wenigsten. In diesem Buch von Eugene Rogan wird diese Seite genau beleuchtet und untersucht. Von Seite zu Seite erfahren wir Leser erschreckende und unfassbare Dinge wie beispielsweise der erste Genozid der modernen Zeit, nämlich dem Völkermord an den Armeniern oder der Beginn des Dschihad mit seinen Osmanischen Kriegszügen im Kaukasus und im Sinai, aber das sind nur einige von sehr wichtigen und informativen Details.
    Schnell wird klar, dass das Osmanische Reich einen sehr wichtigen Punkt in der Weltgeschichte spielte und eine der globalen Geschichten der Weltpolitik formte. Die Zerstörung bzw. der Zerfall des Osmanischen Reiches begann schon sehr früh und zog sich über Jahrhunderte hin. Rogan geht sehr detailliert aber verständlich beim Leser vor und überfordert nicht, sondern belegt viel mit Quellen oder sogar Bildern, Fotos und Zeichnungen. Dieses gebündelte Wissen ist sehr gut lesbar und verständlich verfasst.
    Lesenswert und genau dafür erhält dieses Buch 4 von 5 Sterne.

 

Geschichte der Sklaverei: Von der Antike bis ins 21. Jahrhundert (Beck'sche Reihe)

Buchseite und Rezensionen zu 'Geschichte der Sklaverei: Von der Antike bis ins 21. Jahrhundert (Beck'sche Reihe)' von Andreas Eckert
5
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Inhaltsangabe zu "Geschichte der Sklaverei: Von der Antike bis ins 21. Jahrhundert (Beck'sche Reihe)"

Format:Taschenbuch
Seiten:128
Verlag: Beck C. H.
EAN:9783406765391

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Triumph der Macht: Das römische Imperium von Hadrian bis Konstantin

Buchseite und Rezensionen zu 'Triumph der Macht: Das römische Imperium von Hadrian bis Konstantin' von  Michael Kulikowski
5
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Inhaltsangabe zu "Triumph der Macht: Das römische Imperium von Hadrian bis Konstantin"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:488
Verlag: wbg Theiss
EAN:9783806236699

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Rezensionen zu "Triumph der Macht: Das römische Imperium von Hadrian bis Konstantin"

  1. Anregend und fundiert

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 09. Jan 2021 

    Generell bin ich grundsätzlich immer etwas skeptisch bei historischen Studien amerikanischer Historiker. Zu oft schon habe ich eher reißerische, aber wissenschaftlich wenig fundierte Darstellungen in den Fingern gehabt, wobei sich diese zumeist auf die Zeitgeschichte bezogen. Nun wurde von der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft Michael Kulikowskis "Triumph der Macht" angeboten und ich habe mir das Buch, ehrlicherweise zugegeben, auus Mangel an Alternativen zu Weihnachten schenken lassen. Doch dieses Mal wurde ich positiv überrascht. Der Historiker, der an der PennStat University lehrt, erweist sich als wissenschaftlich solide arbeitender profunder Kenner der römischen Kaiserzeit. Er beschreibt in seiner Studie den die ca 200 Jahr zwischen Kaiser Hadrian (117-131) und Constantius II (gest. 361), einen, historisch betrachtet relativ kurzen Zeitraum, in dem sich aber im römischen Imperium so einiges veränderte. Stand Hadrian, noch in der Tradition der von Augustus geschaffenen Staatsordnung, so entwickelte sich unter seinen Nachfolgern das römische Reich gravierend. Innenpolitisch wurde das Bürgerrecht letztendlich auf alle Bewohner ausgeweitet, was natürlich einen weitaus größrenen Verwaltungsaufwand und -apparat mit sich brachte. Dieser Apparat führte zur Ausbildung des neuen Ritterstandes (Fachleute aus vermögenden Familien, oft mit militärischen Anfängen), der nach und nach den Einfluss der alten Senatorenfamilien zurückdrängte. So ist es auch nicht überraschend, dass in der Transformationsphase auch Kaiser aus dieser gesellschaftlichen Schicht entstammten. Sie hatten sich als militärische Fachleute in den zahlreichen Abwehrkämpfen an den Grenzen des Reiches bewährt und wurden von ihren Armeen in gewisser Weise hochgeputscht. Um den Koloss des Riesenreichs überhaupt noch regieren zu können und um die zahlreichen Bürgerkriege zu beenden, schuf der Soldatenkaiser Diokletian die Tetrarchie, ein System mit zwei Augustie (einen für den Westen, einen für den Osten), denen jeweils ein Caesar (eine Art Juniorkaiser) zur Seite stand, wiederum mit Aufgaben an den bedrohten Grenzen versehen. Dieses System wiederum brachte dann Konstantin an die Macht, der dann das Fundament für die nächsten Jahrhunderte römisch-griechischer Geschichte bis zum Untergang Konstantinopels schuf. Nicht nur, dass er zu einer eher traditionellen Besetzung der Tetrarchie zurückkehrte (nach der Ausschaltung seiner ursprünglichen Mitkaiser ersetzte er sie durch seine Söhne), bekanntlicherweise machte er ja auch das Christentum zur Staatsreligion und leitete spätestens damit die Spätantike ein.

    All diese Entwicklungen schildert Kulikowski anregend und fundiert. In gewisser Weise ist das Buch eine gute Ergänzung zu der im letzten Jahr von mir gelesenen Studie Mischa Meiers zur Völkerwanderung.

 

Im Schatten der Entdecker: Indigene Begleiter europäischer Forschungsreisender

Buchseite und Rezensionen zu 'Im Schatten der Entdecker: Indigene Begleiter europäischer Forschungsreisender' von Volker Matthies
NAN
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Inhaltsangabe zu "Im Schatten der Entdecker: Indigene Begleiter europäischer Forschungsreisender"

Indigene Begleiter europäischer Forschungsreisender
Broschiertes Buch
Alexander von Humboldt erforschte Südamerika - hat er den Weg allein gefunden? Bis heute hält sich das Bild, die berühmten Entdecker und Forschungsreisenden seien völlig auf sich gestellt durch fremde Länder gezogen oder über Ozeane gesegelt. Doch ob James Cook, David Livingstone oder Sven Hedin - sie alle hatten Helfer vor Ort, die zum Erfolg der Unternehmungen beitrugen. Wer waren diese Menschen?
Hier werden sie zum ersten Mal in den Blick genommen: die Führer und Dolmetscher, Informanten und Transporteure. Nicht selten waren sie sogar die eigentlichen Leiter der Expeditionen. Anhand von Beispielen aus allen außereuropäischen Kontinenten rückt Volker Matthies ihren Beitrag zur Vermessung der Welt ins rechte Licht.

Format:Taschenbuch
Seiten:248
EAN:9783861539896

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Die Konquistadoren

Buchseite und Rezensionen zu 'Die Konquistadoren' von Vitus Huber
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Inhaltsangabe zu "Die Konquistadoren"

Autor:
Format:Taschenbuch
Seiten:128
Verlag: C.H.Beck
EAN:9783406734298

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Rezensionen zu "Die Konquistadoren"

  1. Interessantes Buch!

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 13. Mai 2019 

    Normalerweise liest man Bücher über die Geschichte der Azteken oder Inka und erfährt dann im letzten Kapitel, wie dieses Volk durch die Konquistadoren Cortés, bzw. Pizarro in den Untergang getrieben wurde. Aber Amerika ist ein großer Doppelkontinent mit zahlreichen weiteren Völkern, Stämmen und Politischen Gefügen, neben diesen beiden Reichen. Und eben die Conquista in ihrer Gesamtheit, nicht nur mit dem Fokus auf die beiden berühmtesten Begebenheiten, wird in diesem Buch präsentiert. Ich habe es sehr interessant gefunden zu lesen, wie das alles Zustande kam. Wie das Kolonialreich eigentlich nur zufällig entstanden ist, weil die Konquistadoren sich zwecks Legitimation freiwillig der Krone unterworfen haben; Wie Teile der indigenen Bevölkerung auch davon profitierten; Warum Nordamerika nicht spanisch wurde; Dass auch viele Conquista-Züge erfolglos endeten. Alltag, Motivation und Folgen werden hier einfach und spannend erläutert. Das Buch wirft Licht auf eine der wichtigsten Begebenheiten der Weltgeschichte und macht dies auf sehr anschauliche Weise.
    Fazit: Empfehlenswert.

 

Frauen in den deutschen Kolonien

Buchseite und Rezensionen zu 'Frauen in den deutschen Kolonien' von Marianne Bechhaus-Gerst
NAN
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Inhaltsangabe zu "Frauen in den deutschen Kolonien"

Format:Taschenbuch
Seiten:288
EAN:9783861535263

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Eiszeit: Wie Russland dämonisiert wird und warum das so gefährlich ist

Buchseite und Rezensionen zu 'Eiszeit: Wie Russland dämonisiert wird und warum das so gefährlich ist' von Gabriele Krone-Schmalz
NAN
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Inhaltsangabe zu "Eiszeit: Wie Russland dämonisiert wird und warum das so gefährlich ist"

Wie Russland dämonisiert wird und warum das so gefährlich ist
Broschiertes Buch
Zwischen Russland und dem Westen herrscht Eiszeit. Es vergeht kaum ein Tag ohne eine neue Horrornachricht aus dem "Reich des Bösen". Warum ist das so? Geht es wirklich nur um Menschenrechte und westliche Werte? Wie kommt es eigentlich, dass immer gerade die Staaten ins Visier geraten, die den Westen geostrategisch herausfordern?

In ihrem neuen Buch warnt Gabriele Krone-Schmalz vor einem Rückfall in die einfachen Denkmuster und klaren Feindbilder des Kalten Krieges. Wladimir Putins Ziele seien expansiv, wird behauptet, er bedrohe Polen und das Baltikum. Doch auf welcher Grundlage werden diese Schlussfolgerungen eigentlich gezogen? Könnte es nicht auch sein, dass Russland aus der strategischen Defensive heraus handelt und versucht, bestehende Einflusszonen zu halten? Wer agiert, wer reagiert? Und welche Politik sollten wir daher gegenüber Russland verfolgen: Eindämmung durch Abschreckung oder Wandel durch Annäherung? Eigentlich müsste über diese Fragen offen gestritten werden. Stattdessen werden Abweichler als Russlandversteher diffamiert und ausgegrenzt. Und das obwohl es um die wichtigste Frage überhaupt geht: das friedliche Zusammenleben mit unseren Nachbarn.

Format:Taschenbuch
Seiten:304
Verlag: C.H.Beck
EAN:9783406714122

Diskussionen zu "Das Festmahl der Eroberer. Eine Geschichte der Entdeckungen in zwölf Zutaten. Wie Kartoffeln, Mais und Schokolade die Welt veränderten: Reich illustrierter Band zur Kulturgeschichte der Ernährung"

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Zartbittertod

Buchseite und Rezensionen zu 'Zartbittertod' von Elisabeth Herrmann
5
5 von 5 (2 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Zartbittertod"

21.5 cm x 13.5 cm München 480 Seiten [Neuwertig und ungelesen, als Geschenk geeignet Kinder- und Jugendliteratur ]

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:480
Verlag: cbj
EAN:9783570165133

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Rezensionen zu "Zartbittertod"

  1. Wenn die süßeste Versuchung zur Gefahr wird...

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 29. Jun 2018 

    Elisabeth Herrmann ist mir natürlich von ihren Büchern für Erwachsene ein Begriff und auch mit dem Jugendbuch "Seefeuer" konnte sie mich begeistern, so dass ich gespannt mit der Lektüre startete.

    In der Geschichte geht es um Mia, die für ihre Bewerbung an der Journalistenschule eine knallhart recherchierte Story benötigt. Was würde sich da besser eignen als die ominöse Herkunftsgeschichte ihres Urgroßvaters, der einst aus Namibia unter mysteriösen Umständen nach Deutschland kam? Bei der Recherche stößt Mia auf ein Geheimnis und plötzlich stirbt jemand. Doch bald ist auch ihr Leben in Gefahr, was nur geht da vor?

    Die spannende Handlung wird uns über einen Erzähler nahe gebracht, der alle handelnden Protagonisten etwas näher beleuchtet.

    Hier ist vor allem die Hauptakteurin Mia im Vordergrund. Mia hat mir als Protagonistin sehr gut gefallen. Auf eine sympathische Art ist sie selbstbewusst, aber nicht zu übertrieben. Zudem ist sie nicht an ihrem eigenen Vorteil interessiert, sondern wirklich nur daran die Geschichte ihrer Vorfahren zu lüften und die hat es wirklich in sich.

    Doch auch Will, den man als Sohn reicher Eltern erstmal argwöhnisch betrachtet, konnte im Verlauf der Geschehnisse meine Sympathie gewinnen. Mich hat nicht gestört, dass sich da zwischendurch etwas anbahnt zwischen ihm und unserer zukünftigen Journalistin.

    Mir gefällt gut, dass die Autorin die Geschichte der Herero und die Kolionalisierung Namibias durch die Deutschen thematisiert, denn ich muss gestehen, dass ich davon wenig bis gar nichts wusste und dieses Kapitel deutscher Geschichte im schulischen Geschichtsunterricht nie Gegenstand war, so dass man als Leser in jedem Fall noch dazu lernt.

    Die dargestellte Geschichte startet noch recht gemächlich und wird mit der Zeit immer spannender. Die Dramatik der Geschichte spitzt sich immer mehr zu und je mehr man liest, desto mehr bekommt man Herzklopfen. Zum Schluss liest man wirklich atemlos, denn man möchte endlich das Geheimnis lüften und zudem wissen, wer denn nun hinter allem steckt.

    Die Auflösung kam für mich dann doch sehr überraschend, hatte ich als Täter jemanden von der Familie Herder selbst im Visier.

    Besonders gern gelesen und regelrecht herbeigesehnt habe ich die Textauszüge aus Briefen und den Schriftstücken aus der Zeit um 1904. Hier wurde sehr deutlich, was die Kolonisten von den Farbigen hielten.

    Einziger Nachteil am Buch: wenn man dauernd von den Leckereien liest, die Mia und ihre Familie so zaubern können, da musste die ein oder andere Tafel Schokolade beim Lesen dran glauben.

    Fazit: Ein Jugendroman, der seinesgleichen sucht. Wer Spannung liebt und Geschichte etwas abgewinnen kann, der wird hier wie ich absolut begeistert sein. Klare Leseempfehlung, klasse!

  1. Schuld und Sühne

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 29. Apr 2018 

    Inhalt:
    Mias Eltern betreiben eine Chocolaterie in Meißen, dort hängt schon immer ein Bild von ihrem Urgroßvater Jakob als Kind und seinem Lehrherrn. Daneben ein Schokoladen-Nashorn und genau dazu möchte Mia nun, für eine Aufnahmeprüfung an der Journalistenschule,  die Geschichte herausfinden. Wie kam ihr Urgroßvater als schwarzes Kind mit seinem weißen Lehrherrn nach Deutschland und warum. Ihre Recherche führt sie in die Kolonialzeit und zu den Herders, wo sie mit ihren Fragen für ganz schön viel Wirbel sorgt.

    Meine Meinung:
    Ich liebe Schokolade und ich lese sehr gerne die Jugendbücher von Elisabeth Herrmann. So war es nur ein logischer Schluss dass ich Zartbittertod lesen wollte.

    Die Schokolade wird aber recht schnell nebensächlich, denn es geht um alte Schuld, die Kolonialzeit und die Zukunft von Mia. Ganz schön viel auf einmal. aber total spannend und fesselnd und das von Beginn an.

    Elisabeth Herrmann schafft es wiedermal mit ihrem Schreibstil zu überzeugen und mich als Leser direkt in den Bann der Geschichte zu ziehen. Es gibt keine große Einleitung und genau das ist gut so. Als Leser ist man fast so unwissend wie Mia selbst und so bleibt vieles ein Rätsel.
    Zugleich wird ein Thema behandelt, dass heute noch aktuell ist, denn auch heute noch werden Länder ausgebeutet um für uns billig zu produzieren und das nicht nur bei Kakao. So geht es hier nicht nur um spannende Unterhaltung, sondern auch ein wenig um Moral. Eine Geschichte die im nachhinein noch zum nachdenken und vielleicht auch umdenken anregen soll. Ob das bei der Zielgruppe sinnvoll ist, sei dahin gestellt. Es wäre aber wünschenswert.

    Die Kapitel haben eine angenehme Länge und sind gespickt mit Seiten aus einem Tagebuch. Die Geschichte ist frei erfunden, hat aber geschichtliche Bezüge und kommt einem so schon Nahe. Sie spielt in der Gegenwart, zeigt aber das schon vor der Nazi-Zeit nicht alles in Ordnung war.

    Die Figuren sind recht überschaubar. Es gibt Mias Eltern, eine Namibische Delegation, Die Herders und ihr Personal, dazu noch Ermittler. Alles in allem kann man die Figuren aber gut auseinander halten. Ich kam nie durcheinander, selbst bei den Nebenfiguren nicht.
    Mia ist neben Will die Hauptfigur der Geschichte. Sie möchte mehr über ihre Familiengeschichte herausfinden und hätte nie gedacht was sie damit auslöst. Sie wirkt manchmal klein und schwach und empfindet sich wohl auch selber so, doch eigentlich ist sie recht stark und mutig.
    Will ist zwar der Sohn der großen Herders, doch wer hier ein arrogantes Papasöhnchen erwartet liegt falsch. Er hat mich in der Geschichte wirklich überrascht.

    Am Ende geht es um die Begleichung von Schuld, um das Aufzeigen von Dingen, die auch heute noch falsch Laufen, um Moral und Ausbeutung.
    All das zusammengefasst in einer sehr spannenden Geschichte um die Aufklärung einer Vergangenheit, die manche Leute lieber unter den Tisch kehren würden.

 

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