Nachricht aus dem Jenseits 2.0 | Bestseller-Autor und Medium Pascal Voggenhuber berichtet: Warum geht es allen Verstorbenen gut? Wie kommuniziere ich mit Toten? Trost und Kraft in Zeiten der Trauer

Buchseite und Rezensionen zu 'Nachricht aus dem Jenseits 2.0 | Bestseller-Autor und Medium Pascal Voggenhuber berichtet: Warum geht es allen Verstorbenen gut? Wie kommuniziere ich mit Toten? Trost und Kraft in Zeiten der Trauer' von Pascal Voggenhuber
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Inhaltsangabe zu "Nachricht aus dem Jenseits 2.0 | Bestseller-Autor und Medium Pascal Voggenhuber berichtet: Warum geht es allen Verstorbenen gut? Wie kommuniziere ich mit Toten? Trost und Kraft in Zeiten der Trauer"

Format:Broschiert
Seiten:200
EAN:9783906872834
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Über die Grenze

Buchseite und Rezensionen zu 'Über die Grenze' von Maja Lunde
4.5
4.5 von 5 (2 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Über die Grenze"

Autor:
Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:192
Verlag: Urachhaus
EAN:9783825151515
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Rezensionen zu "Über die Grenze"

  1. Ernstes Thema kindgerecht erzählt

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 17. Nov 2019 

    "Über die Grenze" erzählt die Geschichte der zehnjährigen Gerda, die 1942 zusammen mit ihrem zwei Jahre älteren Bruder Otto zwei jüdische Geschwister Daniel und Sarah von Norwegen über die Grenze nach Schweden bringen möchte, wo deren Vater auf sie wartet.

    Die vier Kinder sind lebensecht dargestellt und handeln wie Kinder dieses Alters. Manchmal sind sie zu vertrauensseelig, auf der anderen Seite aber nicht voreingenomen wie manche Erwachsene, sondern gehen offen durch die Welt. Die Charaktere Gerda, Otto und Daniel sind dreidimensional beschrieben und sehr verschieden. Während Gerda quirlig, abenteuerlustig und mutig ist, verhält sich ihr Bruder zurückhaltend und ist sehr schlau.

    Die Flucht ist spannend. Immer wieder geraten die Vier in Gefahr und müssen verschiedene Schwierigkeiten bewältigen. Einfühlsam und kindgerecht stellt Maja Lunde das Thema Judenverfolgung dar. Man erlebt, was es heißt, auf der Flucht zu sein und um sein Leben oder das anderer zu fürchten.

    Die Sprache ist einfach und bildhaft, sodass Kinder ab neun Jahren der Geschichte gut folgen können. Schöne und einfach gehaltene Illustrationen durchbrechen den Textfluss.

    Fazit:

    Einfühlsam und kindgerecht erzählt die Bestsellerautorin Maja Lunde von vier Kindern, die von Norwegen nach Schweden flüchten, und dabei so einigen Gefahren trotzen müssen.

  1. Glaub an dich selbst und du kannst alles schaffen!

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 31. Okt 2019 

    Maja Lunde kennt man ja eher von ihren Erwachsenenbüchern, die auf den Zustand des Klimas aufmerksam machen. Hier schlägt sie einen ganz anderen Weg ein, was mir richtig gut gefiel.

    In der Geschichte geht es um Gerda, die Abenteuergeschichten über alles liebt. Doch dann erwartet sie ein echtes Abenteuer, denn Sarah und Daniel sind Juden und brauchen ihre Hilfe. Gemeinsam begeben die Kinder sich auf die Flucht, doch werden sie diese waghalsige Aktion wirklich meistern können?

    Gerda fungiert in der Geschichte als Ich- Erzählerin und schildert ihr Leben, welches sie mit ihrem älteren Bruder Otto führt. An ihr hat mir vor allem ihr Mut und ihre Abenteuerlust gefallen. Sie geht gerne Risiken ein, um ihre Ziele zu erreichen. Ihren Bruder Otto, der das genaue Gegenteil ist, kann sie nicht so gut leiden.

    Mir hat richtig gut gefallen, dass der Fokus nicht nur allein auf der Flucht lag, sondern dass auch die Streitereien zwischen den Geschwistern beleuchtet werden, denn dadurch wirkt die Handlung noch realer. Ansonsten wird die Flucht spannend geschildert, so dass man nicht weiß, ob der Plan wirklich gelingt.

    Besonders empfand ich zudem, dass die Geschichte mal nicht in Deutschland spielt wie so viele andere, sondern im besetzten Norwegen. Schnell vergisst man, dass zu der Zeit der rechte Terror in vielen Ländern herrschte und die Juden auf der Flucht waren.

    Das sehr ernste Thema wird in meinen Augen sehr kindgerecht erzählt, so dass die Vergangenheit auch für die Generation Smartphone greifbar und verständlich ist.

    An jedem Kapitelanfang sorgen Zeichnungen zur Handlung für zusätzliche Unterhaltung, denn so können sich die Kinder das Gelesene noch besser vorstellen.

    Fazit: Für geschichtsinteressierte Kinder und Leseratten genau das Richtige. Lesemuffel werden das Buch wahrscheinlich als zu langweilig empfinden, da man schon Interesse an der Thematik mitbringen sollte.

 

Frau Magnussons Kunst, die letzten Dinge des Lebens zu ordnen

Buchseite und Rezensionen zu 'Frau Magnussons Kunst, die letzten Dinge des Lebens zu ordnen' von Margareta Magnusson
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Frau Magnussons Kunst, die letzten Dinge des Lebens zu ordnen"

Wenn man darüber nachdenkt, was einmal bleiben soll, kommt das Leben jetzt in Ordnung. Frau Magnusson zeigt wie!

In Schweden gibt es eine Tradition, die sich Döstädning nennt - die Kunst die Dinge des Lebens zu ordnen. Es geht darum, Wesentliches von Unwesentlichem zu trennen, darüber nachzudenken, was man bewahren und weitergeben möchte. Keiner weiß darüber mehr als die über achtzigjährige Margareta Magnusson. Sie hat für sich bewusst entschieden, was sie weitergeben will und was dem Vergessen anheimfallen soll und dies in ihrem Buch "Frau Magnussons Kunst, die letzten Dinge des Lebens zu ordnen" festgehalten. Ob es sich um Erbstücke, Familiengeheimnisse oder den Facebook-Account handelt, sie weiß, wie man damit umgehen muss. Egal in welchem Alter man sich befindet, Frau Magnusson hilft uns lebensklug und charmant. Sie weiß, wie wir uns das Leben einfacher machen können. Denn wenn man an das denkt, was über den Tod hinaus bleiben soll, kommt überraschenderweise das Leben in Ordnung.

"Voll mit positiven und praktischen Anregungen - dieses kleine Buch kann Ihr Leben verändern" Juliet Stevenson

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:160
Verlag: S. FISCHER
EAN:9783103973235
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Rezensionen zu "Frau Magnussons Kunst, die letzten Dinge des Lebens zu ordnen"

  1. Praktisch, einfühlsam und humorvoll

    5
    (5 von 5 *)
     - 17. Mai 2019 

    „Manchmal muss man sich von liebgewonnenen Dingen trennen und kann nur hoffen, dass sie bei jemandem landen, der bald eigene schöne Erinnerungen damit verbindet.“
    (Zitat Seite 57)

    Inhalt:

    Die Schweden haben ein eigenes Wort dafür: döstädning, das Aufräumen des Lebens. Genau darum geht es in diesem Buch.
    Wir Menschen neigen dazu, nicht nur Erinnerungen, sondern auch Dinge zu sammeln, aufzubewahren. Wir alle tun dies, einerseits, weil wir vermuten, einen Gegenstand, der noch in Ordnung ist, vielleicht doch irgendwann wieder brauchen zu können, andererseits, weil uns etwas gefällt, wir es gerne in unserem Wohnraum haben, um uns daran zu erfreuen. Im Laufe des Lebens sammelt sich da vieles an, Hausrat, Erinnerungsstücke und auch Dachboden, Keller, Garage und Werkzeugschuppen füllen sich.
    Genau über diese Situation machte sich die Autorin Gedanken und begann mit dem Sortieren und Aufräumen. Ihre Erfahrungen und Tipps hat sie in diesem Buch gesammelt.

    Thema:

    In diesem Buch geht es darum, wie wir besser Ordnung halten können und was man speziell mit fortschreitenden Alter tun kann, um den Nachkommen eines Tages ein langwieriges Auflösen des Haushaltes zu ersparen oder dies wenigstens zu erleichtern.
    Eine Möglichkeit dazu ergibt sich, wenn man ohnedies aus einer großen Wohnung oder Haus in eine kleinere Wohnung zieht. Doch im Grunde ist es jederzeit sinnvoll, den persönlichen Besitz in Ruhe durchzusehen, sich zu erinnern und dann loszulassen – oder den einen oder anderen Gegenstand bewusst zu behalten.
    In kurzen, übersichtlichen Kapiteln spannt die Autorin den Bogen ihrer Themen, vom Möbelstück über Bücher bis zu Küchenutensilien in mehrfacher Ausführung. Auch Haustiere sind ein Thema. Viele unterschiedliche Anregungen und Tipps sorgen dafür, dass Leserinnern und Leser die jeweils für die persönliche Situation passenden Ideen und Vorschläge finden.
    Anders als bei diesem Thema vielleicht vermutet, handelt es sich hier keineswegs um ein trauriges Buch, sondern die Autorin schreibt mit viel Einfühlungsvermögen, lebensbejahend und humorvoll.

    Fazit:

    „Nach ihrem Tod wird niemand seine kostbare Zeit damit verschwenden müssen, den Krempel zu entsorgen, den Sie schon jetzt nicht mehr benötigen.“ (Zitat Seite 155). Dieses praktische, humorvolle Buch ist für alle Leser, die diese Ansicht teilen.

 

Sterben: Eine Erfahrung: 4 CDs

Buchseite und Rezensionen zu 'Sterben: Eine Erfahrung: 4 CDs' von Cory Taylor
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Inhaltsangabe zu "Sterben: Eine Erfahrung: 4 CDs"

Eine Erfahrung. Lesung. 248 Min.
Audio CD
2015 erfährt Cory Taylor, dass sie nicht mehr lange zu leben hat. In nur wenigen Wochen hat sie ihre Memoiren verfasst, die kurz vor ihrem Tod im Juli 2016 erschienen. Auf bemerkenswerte Weise reflektiert sie über den Sinn der Zeit, die ihr noch bleibt. Sie lässt uns teilhaben an ihrer Erfahrung, was das Sterben sie gelehrt hat. Der universellen Frage über ein Leben nach dem Tod begegnet sie als nicht-religiöser Mensch in einer für sie selbst überraschenden spirituellen Form. Ergreifend und zutiefst weise sind ihre Gedanken über das Sterben, die zugleich eine Hymne an das Leben sind.

Autor:
Format:Audio CD
Seiten:0
EAN:9783957130747
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Sechs Jahre: Der Abschied von meiner Schwester

Buchseite und Rezensionen zu 'Sechs Jahre: Der Abschied von meiner Schwester' von Charlotte Link
5
5 von 5 (2 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Sechs Jahre: Der Abschied von meiner Schwester"

Das persönlichste Buch von Charlotte Link


Auf eindringliche Weise berichtet Bestsellerautorin Charlotte Link von der Krankheit und dem Sterben ihrer Schwester Franziska. Es ist nicht nur das persönlichste Werk der Schriftstellerin, voller Einblicke in ihr eigenes Leben, sondern auch die berührende Schilderung der jahrelang ständig präsenten Angst, einen über alles geliebten Menschen verlieren zu müssen. Charlotte Link beschreibt den Klinikalltag in Deutschland, dem sich Krebspatienten und mit ihnen ihre Angehörigen ausgesetzt sehen, das Zusammentreffen mit großartigen, engagierten Ärzten, aber auch mit solchen, deren Verhalten schaudern lässt und Angst macht. Und sie plädiert dafür, die Hoffnung nie aufzugeben – denn nur sie verleiht die Kraft zu kämpfen.


Ein subtiles, anrührendes Plädoyer für mehr Menschlichkeit. Ein Buch, das Kraft gibt, nicht aufzugeben und um das Leben zu kämpfen.


Format:Taschenbuch
Seiten:320
EAN:9783734102554
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Rezensionen zu "Sechs Jahre: Der Abschied von meiner Schwester"

  1. Ein Buch über den Abschied, die Liebe und eine unendliche Geduld

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 28. Jun 2017 

    Die für ihre Kriminalromane bekannte Schriftstellerin Charlotte Link hat sich mit dem Buch Sechs Jahre auf ein ihr bislang völlig fremdes Terrain gewagt - vor allem, weil sie es ihrer Schwester versprochen hatte.

    Anfang 2006 wird bei Charlotte Links Schwester Franziska im Alter von 41 Jahren Darmkrebs diagnostiziert. Die Situation wird von den Ärzten als kritisch eingeschätzt: Sie befürchten, dass bereits die Lymphknoten und das Bauchfell befallen sein könnten. Die Behandlung mit Chemotherapie, Bestrahlung und anschließender Operation beginnt praktisch sofort. Was jetzt so wirken mag, als hätte Charlotte Link das Wechselspiel der unterschiedlichen Therapieformen auf ein ganzes Buch ausgedehnt, ist falsch. Das Schreiben ist ihr Weg, sich mit dem langsamen Sterben ihrer ihr sehr nahestehenden Schwester auseinanderzusetzen und den Verlust zu verarbeiten.

    Bereits als junge Frau war Franziska zum ersten Mal an Krebs erkrankt: Sie litt unter Morbus Hodgkin, einer sehr seltenen Erkrankung des lympathischen Systems, die mithilfe von Chemo- und Strahlentherapie gut heilbar ist, wenn sie früh erkannt wird. So war es auch bei Franziska: 17 Jahre lang galt sie als krebsfrei, doch der dann auftretende Darmkrebs soll nicht zu ihrem Hauptproblem werden. Was ihr in den nächsten Jahren zu schaffen machen wird, sind die Vernarbungen auf der Lunge, die Jahrzehnte zuvor im Zuge der Morbus-Hodgkin-Therapie entstanden sind: Sie beginnen, sich auszubreiten und die Lungenkapazitäten allmählich dramatisch zu reduzieren. Franziska wird sechs Jahre mit allen nur erdenklichen Höhen und Tiefen, mit Hoffnungen und Enttäuschungen erleben. Sie klammert sich an ihr Leben und will sehen können, wie ihre Kinder aufwachsen.

    nnerhalb des ersten dieser sechs schweren Jahre stellen drei Ärzte unabhängig vomeinander Diagnosen, die alle mit Prognosen über Franziskas noch zu erwartende Lebenszeit einhergehen und sich später als falsch erweisen. Diese Diagnosen werden mit Attributen wie "Sie leben Ende des Jahres nicht mehr" oder "Nichts zu machen!" versehen und zum Teil so gefühlskalt und gnadenlos vorgetragen, dass sie in der Patientin schwere seelische Erschütterungen hervorrufen. Für psychisch labilere Menschen als es Charlotte Links Schwester war, können solche Situationen der Anlass für einen Suizid sein. Doch auch das Verhalten des Pflegepersonals in einer der beschriebenen Kliniken eignet sich nicht dazu, Menschen die Angst vor dem Klinikaufenthalt zu nehmen.

    Die Familie trifft jedoch bei ihrer Suche nach geeigneten Behandlungsmethoden auch auf sehr gute Mediziner, die so sind, wie sie sich jeder Patient wünscht: kompetent, geduldig und einfühlsam. In den Krankenhäusern, in denen sie tätig sind, geht auch das Pflegepersonal sehr fürsorglich mit den Patienten um. Möglicherweise gibt es hier einen Zusammenhang.

    Ich habe vereinzelte Rezensionen gelesen, in denen Charlotte Link vorgeworfen wurde, das Schicksal der Schwester und damit der ganzen Familie für ihr Buch auszuschlachten. Auch, dass es noch viele andere Menschen gibt, die genauso leiden wie Franziska, aber deren Schicksal nicht öffentlich wird, weil sie nicht prominent sind, wurde kritisiert. Prominenz hat jedoch hier einen großen Voteil: Die Stimme einer bekannten Person wird gehört, sie kann ihren Einfluss in der Öffentlichkeit und auf Entscheidungsträger nutzen. So war es auch hier: Noch während sie ihr Buch schrieb, wurde Charlotte Link bereits von zwei Kliniken um Lesungen gebeten. Den beiden Krankenhäusern ging es um den Umgang mit Schwerstkranken bzw. die Spätfolgen der Strahlentherapie. Die Medizin hat in den letzten Jahren das Dilemma einer klassischen Krebstherapie erkannt: Auch wenn die Erkrankung bei einem Patienten besiegt werden kann, kann er sich auch nach vielen Jahren seines Lebens nicht sicher sein.

    Sechs Jahre ist ein - naturgemäß - sehr emotionales Buch, das die Hilflosigkeit, in der unzählige Schwerstkranke und ihre Angehörigen stecken, zeigt. Es ist aber auch ein Buch voller Hoffnung und der Botschaft, in einer schweren Situation erst dann aufzugeben, wenn alle Möglichkeiten erschöpft sind. Es ist kein Buch, bei dem man nach dem Lesen der letzten Zeile nahtlos zum Tagesgeschehen zurückkehren kann.

  1. Charlotte Link: Sechs Jahre -

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 25. Jun 2016 

    Charlotte Link: Sechs Jahre - Der Abschied von meiner Schwester

    Von Charlotte Link habe ich "Das Haus der Schwestern" und "Die Rosenzüchterin" gelesen. Das ist schon sehr lange her. Und da ich damals noch kein Lesetagebuch führte, wollte ich die Bücher irgendwann noch einmal lesen. Bis heute bin ich nicht dazu gekommen, obwohl ich "Das Haus der Schwestern" zwischenzeitlich auch schon gehört habe.

    Nun bin ich über ein sehr privates Buch der Autorin gestolpert: "Sechs Jahre - Der Abschied von meiner Schwester".
    Schon im Vorwort lese ich, was mich in diesem Buch erwartet und dass es keine leichte Kost ist. Sechs Jahre lang kämpfen Charlotte Link und ihre Familie an der Seite ihrer Schwester Franziska gegen den Krebs, um am Ende doch zu verlieren. Franziska stirbt am 7. Februar 2012 mit sechsundvierzig Jahren nach sechsjährigem Kampf an dieser Krankheit. Sie nahm Charlotte vorher das Versprechen ab, darüber zu schreiben.

    Zwischen den Schwestern bestand seit ihrer Kindheit eine unheimlich enge Verbindung. Charlotte verlor mit dem Tod ihrer Schwester den wichtigsten Menschen ihres Lebens. Dieses Buch zu schreiben, war wohl auch ein Stück Trauerbewältigung.

    Doch nicht nur das. Sie war der Meinung, dass das, was sie in diesen sechs Jahren in Krankenhäusern erlebt haben, öffentlich gemacht werden sollte. Auf die Missstände sollte so lange hingewiesen werden, bis sich etwas Entscheidendes ändert.

    Als man im Februar 2006 bei Franziska Metastasen findet und auf die Suche nach dem Tumor gehen will, ist sie noch ganz ruhig. Sie war von den beiden Schwestern immer die sachlich und rational Agierende. Noch dazu war ihr die Situation vertraut. Achtzehn Jahre zuvor hat sie das schon einmal erlebt.
    An einem Vormittag hatte sie einen Termin bei einer Onkologin, zu dem sie noch ganz zuversichtlich ging. Innerhalb einer halben Stunde hat diese Onkologin dafür gesorgt, dass ein Psychologe Franziska wenig später eine tiefe Traumatisierung bescheinigt.
    Diese Onkologin sagte Franziska auf den Kopf zu, dass es für sie absolut keine Hoffnung gibt. Mit einer Chemo-/Strahlentherapie und der Entfernung des Tumors wird sie höchstens noch bis zum Ende des Jahres zu leben haben. Sie solle doch über den Verlauf ihres Sterbens ein Fotoalbum anlegen, damit ihre Kinder etwas hätten, das sie sich dann immer wieder anschauen können.

    Fehldiagnosen wird Franziska noch so einige bekommen. Zumeist negative, die sich dann doch nicht einstellen. Aber diese Erfahrungen macht es unmöglich an positive Diagnosen zu glauben.
    Noch eine Erfahrung, die die Familie in diversen Krankenhäusern gemacht hat: Sobald der Patient mit zwei Dingen zu kämpfen hat, die es nötig machen würden, stationsübergreifend zu arbeiten, ist er aufgeschmissen. Dazu scheinen die meisten Krankenhäuser nicht in der Lage zu sein. In einer Lungenklinik zum Beispiel wird überhaupt nicht darauf reagiert, dass Franziska nichts essen kann. Man stellt ihr das Tablett hin und holt es abends wieder ab. Ohne darauf zu reagieren, dass sie gar nichts zu sich nimmt. Wenn die Familie nicht Essen mitgebracht hätte, wäre sie dort einfach verhungert.

    Das Verhalten vieler Ärzte machte Charlotte Link sprachlos und mich als Leserin wütend. Sie fragte sich, warum ein Arzt einen helfenden Beruf ergreift,

    "wenn er gleichzeitig so menschenverachtend, rücksichtslos und fast feindselig mit Menschen umgeht, die sich in einer wehrlosen Situation befinden".

    Und wie kann es sein, dass solche Ärzte für ihr Tun nicht bestraft werden. Dass sie sich für Fehldiagnosen in rauen Mengen nicht entschuldigen und schon gar nicht verantworten müssen.

    Es hat sicherlich rechtliche Gründe, aber ich finde es äußerst schade, dass diese "Ärzte" hier nicht mit Namen genannt wurden.

    Glücklicherweise haben sie aber auch andere Ärzte und Klinikpersonal kennengelernt. Sie haben erlebt, dass man sich auch in einem Krankenhaus geborgen fühlen kann, wenn Ärzte und Schwestern mit den todkranken Patienten respektvoll und freundlich umgehen.

    Das Buch ist nicht leicht zu lesen. Wie schon am Titel zu erkennen, gibt es kein Happy end. Trotzdem macht es ein bisschen Mut, die Hoffnung nicht zu schnell aufzugeben.
    Zwei Jahre wurden Franziska anfangs noch gegeben. Sechs Jahre hat sie noch geschafft. Sechs Jahre, die sicher nicht leicht waren, die sich die Familie aber noch gehabt hat.