Als wir vergessen waren: Zweite Nornenzeit

Buchseite und Rezensionen zu 'Als wir vergessen waren: Zweite Nornenzeit' von Rena Koopmann
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Als wir vergessen waren: Zweite Nornenzeit"

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:380
Verlag:
EAN:

Diskussionen zu "Als wir vergessen waren: Zweite Nornenzeit"

read more

Rezensionen zu "Als wir vergessen waren: Zweite Nornenzeit"

  1. Gretas Schicksal und Erlebnisse in Kriegszeiten

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 19. Okt 2020 

    "Wir müssen bereit sein, uns von dem Leben zu lösen, das wir geplant haben, damit wir das Leben finden, das auf uns wartet." (Oscar Wilde)
    Fast drei Jahre sind inzwischen vergangen, dass Greta und Anni mit den Zeitreiseketten in die Vergangenheit katapultiert wurden. Nach ihrem Streit geht jeder seinen eigenen Weg. Greta, die inzwischen in Chemnitz arbeitet und lebt, bekommt eines Tages den Befehl als Schreibkraft für ein Lazarett in Russland. Keine schönen Aussichten, besonders wenn man wie Greta weiß, dass der Krieg in Russland hart wird. Der extreme Alltag in Russland fordert dann sein Übriges. Als sie durch Zufall von einem Paket erfährt, das an sie gerichtet war, ist ihr klar, dass es nur die Ketten sein können. Bei dem Versuch, das Paket zu finden, wird sie schwer verletzt. Nur die Hilfe eines Soldaten rettet ihr das Leben. Gerade dieser Soldat bringt sie wieder zu den Ketten und auf eine Spur. Ist er wirklich der Soldat, den sie aus dem Tagebuch kennt, das sie an dem letzten Abend vor ihrer Zeitreise gelesen haben? Wird sie an die Ketten kommen und Annie finden, damit sie wieder in die Zukunft zurückkehren dürfen?

    Meine Meinung:
    Das wundervolle Cover mit der glitzernden Taschenuhr passt hervorragend zum zweiten Band der vierteiligen Nornenzeit Reihe. Der Schreibstil ist lebendig, flüssig, unterhaltsam und spannend in kurze Kapitel eingeteilt. In diesem Buch geht es hauptsächlich um Gretas Leben in der Vergangenheit. Dabei laufen beide Handlungsstränge aus Vergangenheit und Gegenwart gut zusammen. In der Gegenwart glaubt inzwischen keiner mehr daran, das Annie und Greta nach fast 3 Jahren noch leben. Doch Sebastian findet zufällig den Brief, den Annie an ihn geschrieben hat. Was er darin liest, kann er kaum glauben, so unfassbar ist es. Erst als er selbst die dritte Kette ausprobiert, erkennt er die Wahrheit und möchte den beiden Frauen helfen. Währenddessen hat sich Greta ihr Leben in der Vergangenheit eingerichtet, trotzdem hofft sie immer noch, dass sie diese Ketten wiederfindet. Viel Spannendes und Abenteuerliches präsentiert die Autorin in ihrem zweiten Buch. Ich bin unglaublich fasziniert, was sie über die Zeit des Krieges berichtet und wie sie dies alles recherchiert hat. Dass sie die Liebesgeschichte zeitgemäß eher flach und zurückhalten präsentiert, gefiel mir gut, da es genau zu dieser Zeit passte. Oft hatte ich beim Lesen den Eindruck, als hätte die Autorin diese Zeit selbst miterlebt, so realitätsnah wurden die Szenen beschrieben. Dabei habe ich alles bildhaft vor Augen und leide förmlich mit Greta mit, die so viel Elend und Schreckliches miterleben muss. Ich frage mich, ob und wie sie das alles jemals wegstecken wird, falls sie wieder in die Zukunft zurückkehrt? Wahrscheinlich werden Greta und Annie nicht mehr dieselben Frauen sein wie zuvor. Positiv überrascht bin ich von Sebastians Mut und seinen Plänen zur Umsetzung, um den beiden zu helfen. Denn gerade als Mann geht er in Kriegszeiten ein großes Risiko ein, gefasst zu werden. Gretas Mut, Ausdauer, Be­herzt­heit und Entschlossenheit sind hier unfassbar groß. Ihre natürliche, zuverlässige Art gefällt mir noch besser als in Band eins. Gut gefallen hat mir Konrad, der mit seiner zurückhaltenden bayrischen Art neuen Wind in die Geschichte brachte. Dass er eine große Rolle bei Greta und in der Geschichte spielt, hat mich gefreut. Ob daraus wohl noch was folgen wird? Ich muss sagen Gretas Erlebnisse haben mich total begeistert und gefesselt. Und so bin ich in Anbetracht auf Band drei gespannt, dass vielleicht Annies Erlebnisse hier aufgezeigt werden. Chapeau, Rena Koopmann hat sich hier wirklich eine beeindruckende Reihe ausgedacht. Ich kann es kaum glauben, dass es erst ihr zweites Buch ist, das sie geschrieben hat. Von mir gibt es 5 von 5 Sterne für diese bemerkenswerte Reihe, die ich empfehlen und jedem ans Herz legen möchte.

 

MATTHEW CORBETT in den Fängen des Kraken: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'MATTHEW CORBETT in den Fängen des Kraken: Roman' von Robert McCammon
NAN
(0 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "MATTHEW CORBETT in den Fängen des Kraken: Roman"

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:491
Verlag:
EAN:

Diskussionen zu "Als wir vergessen waren: Zweite Nornenzeit"

Lesern von "MATTHEW CORBETT in den Fängen des Kraken: Roman" gefiel auch

read more
 

Pilger und Mörder: Odo und Lupus, Kommissare Karls des Großen - Fünfter Roman (Odo und Lupus: Kommissare Karls des Grossen 5)

Buchseite und Rezensionen zu 'Pilger und Mörder: Odo und Lupus, Kommissare Karls des Großen - Fünfter Roman (Odo und Lupus: Kommissare Karls des Grossen 5)' von Robert Gordian
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Pilger und Mörder: Odo und Lupus, Kommissare Karls des Großen - Fünfter Roman (Odo und Lupus: Kommissare Karls des Grossen 5)"

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:197
Verlag:
EAN:

Diskussionen zu "Als wir vergessen waren: Zweite Nornenzeit"

Lesern von "Pilger und Mörder: Odo und Lupus, Kommissare Karls des Großen - Fünfter Roman (Odo und Lupus: Kommissare Karls des Grossen 5)" gefiel auch

read more

Rezensionen zu "Pilger und Mörder: Odo und Lupus, Kommissare Karls des Großen - Fünfter Roman (Odo und Lupus: Kommissare Karls des Grossen 5)"

  1. Robert Gordian - Pilger und Mörder

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 24. Sep 2020 

    Robert Gordian
    Pilger und Mörder
    dotbooks

    Autor: Robert Gordian (1938–2017), geboren in Oebisfelde, studierte Journalistik und Geschichte und arbeitete als Fernsehredakteur, Theaterdramaturg, Hörspiel- und TV-Autor, vorwiegend mit historischen Themen. Seit den neunziger Jahren verfasste er historische Romane und Erzählungen. (Quelle: dotbooks Verlag)

    Als Odo und Lupus den Ort ihres neuen Auftrages erreichen, müssen sie feststellen, dass Bischof Pappolus ermordet wurde. Diesen sollten die zwei eigentlich aufsuchen, da er sich nicht bischöflich verhalten haben soll. Unter Verdacht, den Mord begangen zu haben, steht der jüdische Kaufmann Tobias. Interessiert mischen sich Odo und Lupus unter die Zuschauer und verfolgen die Verhandlung. Auch das Urteil, obwohl für beide klar ist, dass es nicht stimmen kann, nehmen beide so hin. Nach der Verhandlung beziehen Odo und Lupus das Heim des Getöteten und erleben dort einen Streit zwischen den Angestellten.

    Die Handlung des historischen Krimis “Pilger und Mörder” umfasst insgesamt 12 Kapitel und lässt sich, wie für diese Reihe üblich, wie ein Bericht lesen. Die Kapitelüberschriften sind dabei neutral gehalten. Hier wäre schön gewesen, wenn man die Information über Ort und Zeit mit hinzugefügt hätte. Im Buch gibt es nämlich durchaus Zeitsprünge, die allerdings auch aus dem Text heraus zu erkennen sind, wodurch das Zeitgefühl zu keiner Zeit verloren geht.
    Der Autor nimmt sich nicht besonders viel Zeit und kommt direkt zu dem, was den Leser das ganze Buch über beschäftigen wird, dem Mordfall. Hier wird selbst dem ungeübtesten Krimileser schnell klar, dass der erste Verdacht keinesfalls stimmen kann. Hier hangelt sich das Buch von Robert Gordian dann, die gesamte Handlung von Verdächtigen zu verdächtigen. Alle Beweggründe hierfür werden gut und schlüssig im Laufe des Buches erklärt. Die Fülle an Verdächtigen bedeutet allerdings auch, dass einem im Laufe der Handlung so einige Charaktere begegnen werden. Hier findet man allerdings am Ende des Buches ein kleines Verzeichnis, dass alle Charaktere und eventuell auftauchende Fremdwörter übersichtlich erklärt. So kann man immer mal wieder schnell nachlesen, falls man jemanden vergessen haben sollte.
    Man wird schnell merken, dass, obwohl eigentlich zwei Protagonisten vorhanden sind, einer der Protagonisten mehr Zeit in der Handlung bekommt und hauptsächlich versucht, den Fall zu lösen. Denn die gesamte Story über übernimmt Lupus einen Großteil der Ermittlungen. Dies wird aus der Handlung heraus allerdings recht gut erklärt, weshalb man sich an keinem Punkt darüber wundert, dass Odo nicht sonderlich viel beiträgt.
    Wie oben schon erwähnt, kommt die Erzählung nicht ohne Zeitsprünge aus (sind es anfangs noch Tage, werden es zum Ende hin sogar Wochen). Nach einem der Zeitsprünge wird die Ermittlung, nachdem sie scheinbar einige Zeit geruht hat, wie aus dem Nichts wieder aufgenommen. Hier hätte alles ruhig etwas “runder” ablaufen und beschrieben werden dürfen.
    Das Ende des Buches wird nicht für jeden Leser sonderlich zufriedenstellend sein. Gerade im Hinblick darauf, dass es um Mord geht. Auch die Stimmung ändert sich hier wieder und wird versöhnlicher und ein wenig humorvoller.

    Cover: Schon beim ersten Blick auf das Cover von “Pilger und Mörder” fällt auf, dass es gestaltungstechnisch zu den anderen Covern der Reihe passt. Die Hintergrundfarbe bei diesem Band ist allerdings blau. Auf diesem Hintergrund befindet sich der Titel des Buches, welcher zur Epoche passend gestaltet ist.
    Unter diesem Bereich befindet sich ein Bild, das die beiden Protagonisten des Buches zeigt. Außerdem sehen wir im Hintergrund der beiden ein Gebäude, das an eine Stadt oder ein Kloster erinnert. Beides würde zu Handlungsorten im Buch passen.
    Das Cover macht auf mich einen stimmigen Eindruck und reiht sich gut in die bisherigen Bücher ein.

    Fazit: Insgesamt ist “Pilger und Mörder” das fünfte Buch der Reihe um Odo und Lupus. Für mich persönlich war dieses Buch das zweite, dass ich aus der Reihe gelesen habe. Dem Autoren gelingt es, den Leser in die damalige Zeit zu versetzen. Zusammen mit den Protagonisten löst man dann einen Mordfall, der leider an manchen Stellen recht vorhersehbar ist. Am Ende kommt es allerdings, wie für einen Krimi wichtig zu einem schlüssigen Ende.
    Von mir bekommt “Pilger und Mörder” 4/5 Sterne.

    Klappentext: Das Frankenreich im späten 8. Jahrhundert. Zunächst sieht alles so aus, als wäre es nur ein harmloser Auftrag für Odo und Lupus. Die Kommissare Karls des Großen sollen einen Bischof aufsuchen, dessen Lebenswandel wenig gottgefällig zu sein scheint. Doch sie kommen zu spät: Der Würdenträger ist ermordet worden. Verdächtigt wird ein jüdischer Kaufmann, der bereits so gut wie verurteilt ist. Während Odo sich einer gefährlichen Liebschaft widmet, kommen Lupus Zweifel an der Schuld des Angeklagten – und mit seinen Ermittlungen löst er eine Lawine aus … (Quelle: dotbooks Verlag)

    Autor: Robert Gordian
    Titel: Pilger und Mörder, Odo und Lupus, Kommissare Karls des Großen
    Verlag: dotbooks
    Genre: Krimi
    Seiten: 224
    Preis: eBook: 5,99
    Erstveröffentlichung: 1997
    ISBN: 978-3955202583

 

Die Tinktur des Todes: Roman (Die Morde von Edinburgh, Band 1)

Buchseite und Rezensionen zu 'Die Tinktur des Todes: Roman (Die Morde von Edinburgh, Band 1)' von Ambrose Parry
4
4 von 5 (2 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Die Tinktur des Todes: Roman (Die Morde von Edinburgh, Band 1)"

Format:Broschiert
Seiten:464
Verlag:
EAN:9783866124721

Diskussionen zu "Als wir vergessen waren: Zweite Nornenzeit"

Lesern von "Die Tinktur des Todes: Roman (Die Morde von Edinburgh, Band 1)" gefiel auch

read more

Rezensionen zu "Die Tinktur des Todes: Roman (Die Morde von Edinburgh, Band 1)"

  1. Der schaurige Schrecken früher Medizin

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 06. Sep 2020 

    Edinburgh im Jahre 1847: der junge Wilberforce Raven, genannt Will, wird Famulus bei dem renommierten Arzt Dr. Simpson in der Queen Street. Eine glückliche Fügung für Will. Denn er hofft damit, nicht nur sein Medizinstudium erfolgreich zu absolvieren, sondern will damit auch dem Geldverleiher Flint entkommen, dessen brutalen Eintreiber ihm auf den Fersen sind. Doch was Will noch mehr beschäftigt als die Medizin, ist der rätselhafte Todesfall der Prostituierten Evie, die augenscheinlich qualvoll an einem unbekannten Gift verstarb.
    „Die Tinktur des Todes“ ist ein schaurig schöner historischer Kriminalroman des schottischen Autoren-Ehepaars Christopher Brookmyre und Marisa Haetzman, die unter dem Pseudonym Ambrose Parry auftreten. Während Brookmyre schon als Schriftsteller zahlreicher Thriller erfolgreich war, hat vor allem die Arbeit von Marisa Haetzman, ihres Zeichens Anästhesistin und Medizinhistorikerin, das Paar zu dem vorliegenden Buch animiert.
    „Eine gute Geschichte sollte nicht mit einer toten Dirne beginnen – dafür bitte ich um Verzeihung – schließlich handelt es sich nicht um ein Thema mit dem achtbare Menschen sich gern zu befassen pflegen.“
    Der Roman ist gespickt mit historisch relevanten Informationen und Erwähnungen, wie der chemisch-pharmazeutischen Manufaktur Duncan and Flockhart oder der Pionierin der Fotografie Jessie Mann. Das historische Ambiente ist ausgezeichnet gewählt. Das Buch lebt von den äußerst plastischen Schilderungen der Schrecken der frühen Medizin. Es sind keine sehr angenehmen Einblicke in die damalige Chirurgie und Geburtshilfe. Wenn Dr. Simpson und seine honorigen Kollegen die ersten Versuche mit medizinischer Betäubung durch Äther oder Chloroform wagen, kann man nur froh sein, dass einem das Schicksal der damaligen Patienten erspart blieb.
    „Ist die Medizin eine Kunst, dann ist sie oft eine dunkle, dachte Raven, doch diese Beobachtung behielt er lieber für sich.“
    Die eigentliche Kriminalhandlung hinkt hier etwas hinterher. Die Morde von Edinburgh sind wohl rätselhaft, aber in ihrer Auflösung nicht besonders aufregend. Will Raven ist ein liebenswerter Antiheld, der ohne die Unterstützung der beherzten, wissbegierigen und klugen Sarah, die als Hausmädchen bei Dr. Simpson beschäftigt ist, aufgeschmissen wäre. Eigentlich ist Sarah die bessere Medizinstudentin, wenn ihr nicht ein entscheidendes Attribut fehlen würde: die Männlichkeit.
    Alls in allem ist „Die Tinktur des Todes“ ein solides Lesevergnügen mit besonderem Augenmerk auf den historischen Kontext.

  1. Forschergeist

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 31. Aug 2020 

    Nur so eben ist Will Raven, der Schulden hat, seinen Häschern entkommen. Leicht ramponiert tritt er seine Stelle als Famulus bei dem namhaften Dr. Simpson an. Raven will unbedingt Arzt werden und so erhofft er sich, in dieser angesehen Praxis Erfahrungen sammeln zu können. Insgeheim wünscht er sich, das Rätsel um den Tod seiner Freundin Evie lösen zu können. Dass es da möglicherweise noch mehr zu erfahren gibt, merkt Will als er zufällig von dem grausamen Tod einer weiteren jungen Frau erfährt. Obwohl das Hausmädchen der Simpsons zunächst nichts von Raven wissen will, hilft sie ihm mit ihren frechen und klugen Sprüchen.

    Im Jahr 1847 ist dieser Roman angesiedelt. Die Forschung über die moderne Anästhesie hat gerade zu ersten Ergebnissen geführt, die es den Kranken leichter machen sollen, eine Operation zu überstehen. Äther ist das Mittel der Wahl. Doch nicht immer geht alles gut. Es passiert, dass Patienten einfach nicht mehr aufwachen. Und so suchen die Ärzte nach der richtigen Dosis oder dem optimalen Mittel. Als Frauenheilkundiger ist Dr. Simpson sehr bewandert und er lässt es sich nicht nehmen, bei bedürftigen Patientinnen auch mal auf sein Honorar zu verzichten. Will Raven ist häufig an seiner Seite, immer begierig etwas zu lernen.

    Mit diesem historischen Kriminalroman kann man etwas über die Anfänge der heutigen Medizin lernen. Das stellt sich als sehr fesselnd heraus. Manchmal sind die Schilderungen nicht ganz leicht zu ertragen, denn Ärzte müssen manchmal recht ruppig sein, um erfolgreiche Behandlungen durchzuführen. Da kann man froh sein, wenn man gnädig in Narkose gelegt wird und nichts mitbekommt. Dass Will Raven dazu noch in einen Kriminalfall verwickelt wird, macht die Sache noch interessanter. Wie verzweifelt muss seine Evie gewesen sein? Gut verständlich, dass Will Raven herausfinden will, wieso so sie sterben musste. Was er dabei herausfindet, spricht für ein grausames Verbrechen. Dieser Kriminalroman punktet durch den mitreißend und deutlich geschilderten Stand der Medizin. Die sympathischen Protagonisten tragen ein Übriges dazu bei, dass man froh ist, dieses Buch in der Hand zu halten.

 

The Curious Case of the Copper Corpse: A Flavia de Luce Story (Kindle Single) (English Edition)

Buchseite und Rezensionen zu 'The Curious Case of the Copper Corpse: A Flavia de Luce Story (Kindle Single) (English Edition)' von Alan Bradley
NAN
(0 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "The Curious Case of the Copper Corpse: A Flavia de Luce Story (Kindle Single) (English Edition)"

Autor:
Format:Kindle Ausgabe
Seiten:28
Verlag:
EAN:

Diskussionen zu "Als wir vergessen waren: Zweite Nornenzeit"

read more
 

Heldenflucht: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Heldenflucht: Roman' von Kilman, Jan
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Heldenflucht: Roman"

Autor:
Format:Taschenbuch
Seiten:512
Verlag:
EAN:9783453438378

Diskussionen zu "Als wir vergessen waren: Zweite Nornenzeit"

read more

Rezensionen zu "Heldenflucht: Roman"

  1. Nach dem Krieg

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 02. Mai 2020 

    Dezember 1918 - der Krieg ist vorbei. Doch in dem kleinen Eifeldorf Kirchbach sind die Kriegsfolgen deutlich zu spüren. Viele der jungen Männer sind gefallen oder vermisst, die Heimkehrer sind nicht mehr so wie sie waren. Agnes Papen, die als Kriegsberichterstatterin an der Front war, besucht ihren erkrankten Onkel. Sie sehnt sich in die Stadt zurück und sucht nach einem Job als Fotojournalistin. Der junge Franz hat noch etwas von einem Abenteurer und als er in der Nähe des Ortes eine Leiche findet, will er unbedingt erforschen, was weiter mit dem Toten geschieht, deshalb behalt er seinen Fund für sich.

    Fast alle Einwohner des Dorfes sind in irgendeiner Form vom Krieg gezeichnet. Entweder haben sie liebe Menschen verloren oder selbst viel erlitten. Fast glücklich sind beinahe die, die entweder zu jung oder zu alt waren, um direkt in den Krieg gezogen zu werden. Doch auch die Wirtschaft liegt danieder, die Menschen haben nicht viel. Sogar dem Krämer fehlt es an Ware, weil sein Lieferant nicht kommt. Die Stimmung ist gedrückt und wenn es auf einem Hof mal besser gehen könnte, so sind die Besitzer doch missgünstig und geizig. Sie teilen nicht, sondern nehmen sich eher noch Frechheiten heraus gegenüber ihren Untergebenen.

    Es ist eines dieser Bücher, die sehr überzeugend darstellen, dass die Folgen eines Krieges so schwer sind, dass sich niemand einen Krieg wünschen kann. Anhand eines kleinen Dorfes werden die Auswirkungen sehr eindringlich dargestellt. Bei manchen Menschen scheint diese Zeit das Schlechteste hervorgeholt zu haben. Und Heimkehrer leiden unter vielfältigen Störungen, womit die Familien häufig überfordert sind. Da freut man sich schon fast, wenn einige Menschen noch halbwegs normal geblieben sind und einiges an Initiative behalten haben. Es ist zu hoffen, dass ihnen die Zukunft gehört. Gepackt verfolgt man die Ereignisse im Dorf und ist sprachlos ob der teilweise herrschenden Gewalt. Dem Autor ist es wirklich gelungen, die düstere Stimmung nach dem Krieg nachzuzeichnen. Von Erleichterung ist da noch nicht viel zu spüren. Der überraschende Schluss schockiert zusätzlich. Dieser Roman mahnt, Frieden ist ein wertvolles Gut.
    4,5 Sterne

 

Als wir verloren waren: Erste Nornenzeit

Buchseite und Rezensionen zu 'Als wir verloren waren: Erste Nornenzeit' von Koopmann, Rena
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Als wir verloren waren: Erste Nornenzeit"

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:444
Verlag:
EAN:

Diskussionen zu "Als wir vergessen waren: Zweite Nornenzeit"

read more

Rezensionen zu "Als wir verloren waren: Erste Nornenzeit"

  1. Eine Zeitreise in die Ungewissheit der Kriegswirren

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 02. Mai 2020 

    "Wir müssen bereit sein, uns von dem Leben zu lösen, das wir geplant haben, damit wir das Leben finden, das auf uns wartet." (Joseph Campbell)
    Die Begegnung der beiden Freundinnen Greta und Anni, die sich für ein Wochenende in Chemnitz treffen wollten, wird zu großen Überraschungen führen. Nachdem sie im Haus der Familie Faber, auf dem Dachboden eine antike Kette gefunden haben, erwachen sie am nächsten Morgen im Jahr 1939. Beiden ist schnell klar, dass nur die Ketten schuld daran sein können, das sie diese Zeitreise gemacht haben. Eine Hilfe erhoffen sie sich von Hendrik von Kronach, in dessen Haus sie in dieser Zeit gelandet sind. Doch wie sich herausstellt, ist dieser Mann von der Gestapo und er geht nicht gerade zimperlich mit den beiden um. Greta und Anni werden von ihm festgehalten, weil er vermutet, dass sie nicht ohne Grund hier sind. Sie können ihm ja schlecht erzählen, dass sie aus der Zukunft kommen. Mit nichts als ihren Kleidern, die sie tragen, müssen sie fortan leben und tun, was Henrik von Kronach für sie bestimmt hat. Doch können sie beide das Leben in Kriegszeiten überstehen? Und vor allem wo sind die Ketten, damit sie wieder in ihr altes Leben zurückkehren können?

    Meine Meinung:
    Das neue Cover, das die Autorin inzwischen für ihr Debüt gewählt hat, gefällt mir besser als das etwas unscheinbarer vorherige. Der Schreibstil ist bildhaft, locker, flüssig und überaus unterhaltsam im mehrere Kapitel eingeteilt. Dabei geht es in erster Linie um die beiden ehemaligen Freundinnen Greta und Annie die sich mit der Zeit aus den Augen verloren haben. Jeder der beiden ist inzwischen seine eigenen Wege gegangen. Greta inzwischen verheiratet denkt daran, eine Familie zu gründen, wäre da nur nicht ihr labiler Mann, der noch immer einen Job sucht. Annie hingegen möchte Karriere in der Modebranche machen und am liebsten nach Paris reisen. Man spürt, dass beide sehr unterschiedliche Charaktere sind und bei denen es im Laufe der jetzigen Zeit zu immer mehr Konflikten führt. Was sicher auch durch die nicht gerade angenehme Kriegszeit und die Ungewissheit, ob sie je wieder in ihr altes Leben zurückkehren herrührt. Mit viel Liebe zum Detail nimmt mich die Autorin in eine wahrlich harte Zeit mit, bei denen es die beiden Frauen nicht gerade einfach haben und öfters an ihre Grenzen kommen. Sehr bedrückend und beängstigend müssen sie erleben, dass es sehr wahrscheinlich kein Zurück mehr geben wird. Doch wie soll man das seelisch verkraften, jetzt in einer solch erschreckenden Zeit leben zu müssen und besonders mit dem Wissen, das dieser Krieg noch lange nicht zu Ende ist. Dass die Autorin diese Zeitepoche sehr gut gewählt, eingefangen und beschrieben hat, hat mich durchaus überrascht. Ich konnte mich sehr gut in die beiden Frauen hineinversetzen, die recht unterschiedlich auf diese Zeitreise reagieren. Greta kommt mit dem Ganzen besser klar, sie scheint für mich die Stärkere und Stabilere zu sein. Selbst wenn man mitbekommt, dass es in ihrer Ehe, bzw. ihrem Leben nicht alles so läuft, wie es sein soll. Annie hingegen ist für mich sehr wankelmütig, manchmal denke ich, dass sie gut damit zurechtkommt. Dann wieder habe ich den Eindruck, als ob sie fast seelisch zusammenbricht. Dadurch bekommt dieser Roman jedoch eine sehr eindrucksvolle Dynamik und ich hatte ehrlich gesagt nicht mit dem Cliffhanger am Ende gerechnet. Allerdings macht dieser einen neugierig, wie die Reise der beiden weitergeht und was sie oder jeder Einzelne von ihnen noch erleben wird. Chapeau von mir jedenfalls bekommt dieses Debüt eine Leseempfehlung und 5 von 5 Sterne für die gute Umsetzung.

 

Der rote Judas (Paul Stainer, Band 1)

Buchseite und Rezensionen zu 'Der rote Judas (Paul Stainer, Band 1)' von Thomas Ziebula
5
5 von 5 (2 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Der rote Judas (Paul Stainer, Band 1)"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:480
Verlag: Wunderlich
EAN:9783805200066

Diskussionen zu "Als wir vergessen waren: Zweite Nornenzeit"

read more

Rezensionen zu "Der rote Judas (Paul Stainer, Band 1)"

  1. Sehr atmosphärisch

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 02. Mär 2020 

    Im Jahr 1920 kehrt der Polizist Paul Stainer aus der Kriegsgefangenschaft zurück. Viel Zeit, um das Erlebte zu verarbeiten, bleibt ihm nicht, denn ein aufsehenerregender Fall fordert seine Aufmerksamkeit: In der Villa eines Fabrikanten werden mehrere Menschen erschossen. Zuerst deutet alles auf einen missglückten Einbruch hin. Dann führen die Spuren jedoch zu der „Operation Judas“ und damit zu Männern, die über Leichen gehen, um eigene Verbrechen zu vertuschen.

    Auf diesen Krimi war ich sehr gespannt, da mich die Zeit, in dem er spielte, sehr angesprochen hat. Aber auch die Beschreibung klang spannend und faszinierend, so dass ich voller Vorfreude ins Buch gestartet bin.
    Der Schreibstil ließ sich sehr angenehm und flüssig lesen, so dass ich gleich in die Geschichte eintauchen und folgen konnte. Ich war gleich gefesselt und die Seiten flogen nur so dahin. Ich hatte das Buch sehr schnell fertig gelesen.
    Paul Stainer fand ich von Beginn an sehr sympathisch. Er wurde anschaulich und lebensecht gezeichnet. Gerade seine persönlichen Belastungen aufgrund seiner Erlebnisse ließen mich mit ihm mitfühlen und ich habe ihm gewünscht, dass er die Vergangenheit bewältigen kann. Was ich sehr an ihm mochte, war sein Gespür, das ihm sehr hilfreich bei den Ermittlungen war.
    Der Kriminalfall war spannend und fesselnd, auch wenn es insgesamt eher ruhiger losging und sich dann immer mehr steigerte. Zu Beginn war alles undurchsichtig und ich hatte viele Fragen im Kopf. Das förderte die Spannung zusätzlich und ich hing wirklich gebannt an den Seiten. Am Ende wurde dann alles schlüssig und nachvollziehbar zusammengeführt.
    Was mir hervorragend gefallen hat, war die Atmosphäre der 1920er Jahre. Alles wurde super realistisch beschrieben, so dass ich mich direkt in die damalige Zeit versetzt fühlte. Das Flair kam großartig bei mir an.

    Ein spannender und atmosphärischer Krimi, der mir richtig gut gefallen hat. Ich vergebe 5 von 5 Sternen.

  1. Empfehlenswert

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 24. Feb 2020 

    Mit „Der Rote Judas“ ist Thomas Ziebula ein spannender und kenntnisreicher Kriminalroman gelungen. Er siedelt seine Geschichte in Leipzig kurz nach dem Ersten Weltkrieg an.

    Paul Stainer kehrt aus der französischen Kriegsgefangenschaft zurück. Körperlich hat er die Zeit unverwundet überstanden, aber seine Seele ist beschädigt. Heute würde man wohl eine Posttraumatische Belastungsstörung diagnostizieren. Nicht nur Schlafstörungen und Alpträume machen ihm zu schaffen, auch an den Folgen einer Amnesie leidet er noch. Das alles darf nicht bekannt werden, denn Stainer will und kann zurück in den Polizeidienst. Dumm nur, dass einer der Ärzte aus dem Lazarett jetzt als Pathologe in Leipzig arbeitet.

    Gleich der erste Fall hat es in sich. Ein Suizid erscheint Stainer zweifelhaft und je tiefer er nachforscht, umso sicherer wird er. Er erkennt bald ein Muster bei einen weiteren Selbstmord und immer wieder stößt er auf den Begriff „Roter Judas“. Aber auch privat läuft es nicht rund. Seine Frau Edith hat nach Jahren des Wartens einen neuen Partner und bittet um die Scheidung.

    Im Augenblick sind die Jahre zwischen den Kriegen als Romanhintergrund sehr häufig geworden und meine Erwartungen waren hoch. Ich war von diesem historischen Kriminalroman begeistert. Der Plot ist raffiniert und mehrere Handlungsstränge laufen auf ein sehr spannendes Finale zu. Der zeitgeschichtliche Hintergrund wirkt sehr lebendig und kenntnisreich erzählt. Das Leipzig der Zwanziger Jahre wirkt tatsächlich greifbar

    Außerdem sind die Figuren wirklich sehr vielschichtig und menschlich eingefangen worden. Nicht nur der Hauptprotagonist Paul Steiner, auch Nebenfiguren, wie die Schaffnerin Fine König sind gelungen und runden die Handlung sehr gut ab.
    Ein Kriminalfall aus dieser Zeit kann die Politik nicht ausblenden, das Elend der versehrten Kriegsheimkehrer und die aus der Demütigung des verlorenen Krieges entstandenen Strömungen der Weimarer Republik machen den Kriminalroman auch zu einem Stück Geschichtsunterricht.

    Ein toller historischer Kriminalroman und ich bin sehr auf eine Fortsetzung gespannt.

 

Als wir verloren waren (NORNENZEIT, Band 1)

Buchseite und Rezensionen zu 'Als wir verloren waren (NORNENZEIT, Band 1)' von Rena Koopmann
NAN
(0 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Als wir verloren waren (NORNENZEIT, Band 1)"

Format:Taschenbuch
Seiten:444
EAN:9781707260072

Diskussionen zu "Als wir vergessen waren: Zweite Nornenzeit"

read more
 

Seiten