Weit wie der Horizont: Die große Australien-Saga - Band 1: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Weit wie der Horizont: Die große Australien-Saga - Band 1: Roman' von Peter Watt
3
3 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Weit wie der Horizont: Die große Australien-Saga - Band 1: Roman"

Autor:
Format:Kindle Ausgabe
Seiten:572
Verlag:
EAN:
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Rezensionen zu "Weit wie der Horizont: Die große Australien-Saga - Band 1: Roman"

  1. Brennende Seele

    bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 19. Feb 2021 

    Die Geschichte der Macintoshs und der Duffys beginnt. Allerdings ist dieser Beginn für die Familien nicht so leicht zu ertragen. Im Jahr 1863 will Donald Macintosh, dass die australischen Eingeborenen verdrängt werden. Dazu sind ihm übelste Mittel recht. Als Patrick Duffy sich dem Grundbesitzer Macintosh entgegenstellt, lässt dieser ihn von seinen Schergen umbringen. In der Stadt lernen sich derweil Macintoshs Tochter Fiona und Michael Duffy kennen. Sie verlieben sich, was insbesondere der Familie Macintosh nicht recht ist. Die knospende Beziehung der Beiden wird hintertrieben und auch andere Mitglieder der beiden Familie pflegen die gegenseitige Feindschaft.

    Bei diesem Roman handelt es sich um den ersten Band der Australien-Saga, von der im englischen Original bereits mehr als zehn Bände erschienen sind. Neben der Fehde zwischen den Familien Duffy und Macintosh geht es hauptsächlich um die frühe Geschichte Australiens nachdem die ersten Generationen der weißen Siedler eingewandert sind. Diese versuchen sich ihr Leben und ein Einkommen aufzubauen. Wenig Rücksicht nehmen die Weißen dabei auf die Ureinwohner. Sie beanspruchen deren angestammtes Land für ihre eigenen Farmen. Gnadenlos werden die Aborigines verjagt oder hingemetzelt.

    Dieser historische Roman, der im Australien des 19. Jahrhunderts angesiedelt ist, gibt ein realistischeres Bild über das Land als man es anhand des Klappentextes vermuten könnte. Das Leben in diesem Land war hart, die Eingeborenen wurden unterdrückt, vertrieben oder vernichtet. Nicht einmal eine Liebesgeschichte ist süß. Auch wollen einem in diesem Buch nur wenige Akteure sympathisch erscheinen. Deren Leben ist allerdings häufig in Gefahr. Langlebiger wirken die Bösewichte, die einem gerechten Schicksal immer wieder entwischen. Und so tut man sich angelockt von der großen Liebesgeschichte, die der Klappentext verspricht, etwas schwer mit dem Roman, in dem eben diese Liebesgeschichte kaum vorkommt. Dafür bekommt man die harte Realität, raues Land, Mord, Intrigen und diesen Zwist zwischen den Familien Macintosh und Duffy. Dennoch ist der Roman spannend und zeigt einen anderen weniger verklärten Blickwinkel auf die Geschichte Australiens.

 

Geheimakte Midas

Buchseite und Rezensionen zu 'Geheimakte Midas' von André Milewski
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Geheimakte Midas"

Format:Taschenbuch
Seiten:384
Verlag:
EAN:9783752974010
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Rezensionen zu "Geheimakte Midas"

  1. Ein packender archäologischer Abenteuerroman

    5
    (5 von 5 *)
     - 15. Feb 2021 

    „Vor der Vergangenheit kannst du nicht davonlaufen. Sie wird immer ein Teil von dir sein.“ (Zitat Seite 25)

    Inhalt
    Max Falkenburg steht kurz vor dem Abschluss seines Archäologie-Studiums, als er und seine Studienfreunde Patrick O’Malley und Joseph Carter den japanischen Archäologen Professor Morita im Juni 1955 auf ein Symposium nach Athen begleiten darf. Zu seiner Überraschung erhält sein verstorbener Vater Carl Falkenburg, einen Ehrenpreis für seine herausragenden Leistungen als Ägyptologe, den nun Max als Sohn entgegennimmt. Mehrere Archäologen treten an Max heran und fragen nach Aufzeichnungen und einem Tagebuch seines Vaters, der neue Hinweise auf das Goldene Vlies gefunden haben soll. Obwohl er davon nichts weiß, wird er mit dem Ruf seines Vaters erpresst und entführt. Doch Professor Morita, Joe und Patrick fliegen nicht ohne Max zurück in die USA, sie folgen seiner Spur und damit beginnt ein gefährliches Abenteuer.

    Thema und Genre
    Dieser archäologische Abenteuerroman spielt in Griechenland und in der Türkei und diesmal geht es um den mythologischen König Midas und das Goldene Vlies.

    Charaktere
    Max Falkenburg hat sich endgültig für die Archäologie entschieden und sein Fachwissen hilft ihm in Verbindung mit seinem Mut, auch scheinbar aussichtslose Situationen zu meistern. So unterschiedlich die Hauptcharaktere sind, so sympathisch sind sie und sie halten in jeder Situation zusammen.

    Handlung
    Der Weg führt Max Falkenburg diesmal über Izmir zu den Tumulus-Gräbern von Gordion, der antiken Hauptstadt des Phrygerreiches und nach Midasstadt im anatolischen Hochland. Weiter folgen sie dem mythischen Vlies bis nach Kolchis im heutigen Georgien. „Du hast ein Talent dafür, immer irgendwelche Spinner anzuziehen“, kommentierte Joe trocken mit Blick auf den Deutschen. (Zitat Seite 174) Damit hat Joe absolut Recht. Denn auch die Alchemisten sind auf der Suche nach dem Goldenen Vlies, welches als Stein der Weisen gilt. Es sind Zweckgemeinschaften mit unterschiedlichen Interessen, die sich auf die Spuren von Max Falkenburg und seine Entführer geheftet haben und sie schrecken vor Mord nicht zurück. Die Geschichte ist eine gekonnt inszenierte Mischung aus interessanten Fakten, zum Beispiel die Ausgrabungen von Gordion betreffend, und spannender Fiktion. Die Sprache passt ins Genre, liest sich flüssig, rasant in den Actionszenen und nimmt sich dennoch Zeit für Erläuterungen und lebhafte Beschreibungen. Humorvolle Dialoge runden das Gesamtbild ab.

    Fazit
    Ein packendes archäologisches Abenteuer zwischen Fakten und Fiktion, zwischen Wissenschaft und Action.

 

Letzte Fahrt nach Königsberg: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Letzte Fahrt nach Königsberg: Roman' von Ulrich Trebbin
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Letzte Fahrt nach Königsberg: Roman"

Format:Taschenbuch
Seiten:352
EAN:9783442716203
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Rezensionen zu "Letzte Fahrt nach Königsberg: Roman"

  1. Verlorene Heimat

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 30. Apr 2018 

    Ella Aschmoneit ist in Königsberg aufgewachsen. Ihre Kindheit und Jugend ist behütet. Das Elternhaus großbürgerlich. Doch Ellas geliebter Vater stirbt viel zu früh und die in geschäftlichen Dingen völlig überforderte Mutter muss den Weinhandel und die Villa aus Geldnot verkaufen. Ein erster Einschnitt in Ellas Leben, sie kann nicht weiter die Schule besuchen und ein Medizinstudium ist nun aus finanziellen Gründen ausgeschlossen. Doch das wird nicht der letzte Einschnitt in ihr Leben bleiben. In den noch unbeschwerten frühen 30iger Jahren ist schon das kommende Unheil zu spüren.
    Der Roman ist von der Familiengeschichte des Autors inspiriert. Die Hauptfigur Ella ist eine lebenslustige sympathische Frau, die ein-zweimal in ihrem Leben eine falsche Entscheidung getroffen hat. Das eine ist die Heirat mit Heinrich, einen älteren, gebildeten Mann, der nicht ihre große Liebe ist, von dem sie sich aber Unabhängigkeit und Sicherheit verspricht. Ella ist sehr gut gezeichnet, ihre Entwicklung von der aufmüpfigen Schülerin bis zur durch das Schicksal gereiften Frau hat mich sehr berührt.
    Ulrich Trebbins „Letzte Fahrt nach Königsberg“ spielt auf zwei Ebenen, in Rückblicken erleben wir Ellas Jugend, ihre Freunde, erste Liebeleien und unbeschwerte Ausflüge ins Samland und auf die Kurische Nehrung. Die zweite Zeitebene ist in hauptsächlich 1945 in Potsdam angesiedelt. Von dort aus unternimmt Ella auch die waghalsige, titelgebende letzte Fahrt nach Königsberg, um der hungernden Familie noch die eingekochten Vorräte aus dem heimischen Keller zu retten.
    Die Rückblicke in die Vergangenheit werden von einer sommerlichen Heiterkeit getragen, sie sind ausführlich erzählt, manchmal schleichen sich auch Wiederholungen und etwas zu ab- und ausschweifende Begebenheit ein. Das hat aber mein Lesevergnügen nur unwesentlich geschmälert. Sie bringen in ihrer Unbeschwertheit die nachfolgenden dramatischen Ereignisse in den letzten Kriegsmonaten erst richtig zur Geltung. Der Treck aus dem Osten in die noch unbesetzten Westgebiete, Dauerbombardement, Hunger und Entbehrungen. Ella und ihre Familie teilen das Schicksal vieler Vertriebener und Heimatloser. Dazu immer in Hintergrund Ellas Trauer um ihre erste große Liebe.
    Ich habe den Roman ausgesprochen gern gelesen, ein persönliches Schicksal bringt mir das Zeitgeschehen näher, als es einem Sachbuch möglich wäre. Dazu hat sicher auch der wahre Kern der Geschichte beigetragen. Die Figuren und ihre Schicksale wirken authentisch, genauso wie die Beschreibung des alten Königsbergs und der ostpreußischen Landschaft. Mir scheint sehr genau recherchiert zu sein und tatsächlich erstand mir ein farbiges Bild vor Augen.

 

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