Bündnis der Hoffnung (Wendepunkt der Zeiten 2)

Buchseite und Rezensionen zu 'Bündnis der Hoffnung (Wendepunkt der Zeiten 2)' von Sibel Daniel
NAN
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Inhaltsangabe zu "Bündnis der Hoffnung (Wendepunkt der Zeiten 2)"

Autor:
Format:Kindle Ausgabe
Seiten:440
Verlag:
EAN:

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Freiflug: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Freiflug: Roman' von Christine Drews
4
4 von 5 (3 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Freiflug: Roman"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:352
Verlag:
EAN:9783832181307

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Rezensionen zu "Freiflug: Roman"

  1. Frauenbewegung

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 07. Mai 2021 

    Köln in den siebziger Jahren. Katharina hat gegen den Wunsch ihres Vaters Jura studiert und arbeitet in einer renommierten Kanzlei. Doch macht ihr die Arbeit in diesem Umfeld oft keinen Spaß, da sie als Frau diskriminiert und belästigt wird. Und auch die Gewinnmaximierung, auch auf Kosten der Mandanten, geht ihr mehr und mehr gegen den Strich. Daher macht sie sich selbstständig.

    Rita hat sich ihren Lebenstraum erfüllt und ist Pilotin geworden. Jetzt hat sie sich bei der Lufthansa beworben und hofft auf eine Zusage. Als ihr die Stelle jedoch mit dem Hinweis, dass die Lufthansa aus Prinzip keine Frauen einstellt, verweigert wird, beschließt sie zu kämpfen und reicht mit Hilfe von Katharina Klage ein.

    Die Geschichte basiert auf der wahren Geschichte von Rita Maiburg, die als erste Linienflugkapitänin der Welt in die Geschichte einging, dann aber ob ihres frühen Tods schnell vergessen wurde.

    Christine Drews gelingt es in ihrem Buch den Geist der siebziger Jahre perfekt einzufangen. Die Alltagsdiskriminierung der Frauen, der steigende Drogenkonsum und das Erwachen der Frauenbewegung spielen eine große Rolle. Was mich selbst zwischendrin immer wieder hat wütend werden lassen war, wie sehr Frauen in dieser Zeit noch systematisch und teilweise auch per Gesetz klein gehalten wurden. Und wie normal es war, sich abfällig über Frauen zu äußern. Die Sprüche, die da kamen, klangen teilweise so, wie sie auch siebzig Jahre früher üblich waren. Ich war teilweise wirklich fassungslos, wie normal das in meiner eigenen Kindheit noch war und wieviel sich seitdem doch glücklicherweise geändert hat.

    Ich kann dieses Buch nur empfehlen, es liest sich flüssig, interessant und spannend. Und man ist am Ende froh, wie sehr sich doch vieles zum Besseren entwickelt hat.

  1. Ein Roman über die erste Linienflugkapitänin der Welt

    4
    (4 von 5 *)
     - 14. Mär 2021 

    „Sehr geehrte Frau Maiburg, vielen Dank für Ihr Schreiben vom 2. Mai 1974 und ihr Interesse an unserem Unternehmen. Da weibliche Flugzeugführerinnen in unserer Gesellschaft aus grundsätzlichen Erwägungen nicht zum Einsatz kommen, müssen wir Ihre Bewerbung leider ablehnen.“ (Zitat Pos. 840)

    Inhalt
    Katharina Berner ist Anwältin aus Überzeugung, sie will Menschen helfen. In der bekannten Kanzlei in Köln, für die sie tätig ist, liegt der Schwerpunkt auf den finanziellen Erfolgen und als Frau wird sie von den männlichen Kollegen nur bedingt ernst genommen. Sie will ihre eigene Kanzlei eröffnen, andererseits will sie keinesfalls ihre vermögenden Eltern um finanzielle Hilfe bitten, denn ihre Familie hat kein Verständnis dafür, dass sie Anwältin werden wollte, statt zu heiraten und für Mann und Kinder zu sorgen. Rita Maiburg, ist mit erst zweiundzwanzig Jahren eine ausgebildete Pilotin mit hervorragenden Abschlüssen. Als das kleine Unternehmen, für das sie tätig ist, in Konkurs geht, bewirbt sie sich bei der Lufthansa als Linienpilotin. Als die Lufthansa ihre Bewerbung ablehnt, weil sie grundsätzlich keine Frauen als Piloten anstellt, wird ihr von Freunden Katharina Berner empfohlen. Als die Anwältin kurz darauf ihr eigenes Büro eröffnen kann, nimmt sie den Fall an und die beiden Frauen beschließen, gegen die Lufthansa und damit auch gegen ihre Haupteignerin, die Bundesrepublik Deutschland, auf Umsetzung des Artikel 3, Grundgesetz zu klagen. Wenn sie gewinnen, wäre dies ein neuer, sehr wichtiger Präzedenzfall.

    Thema und Inhalt
    Dieser Roman mit biografischem Hintergrund spielt in den Siebzigerjahren und Themen sind die Ungleichbehandlung der Frauen, der Wunsch nach Eigenständigkeit als Gegensatz zu den konservativen Werten, Familie und Beziehungen.

    Charaktere
    Rita Maiburg wurde 1976 als erste Frau zur Linienflugkapitänin befördert und dieser Roman orientiert sich an ihrer Biografie. Obwohl Rita Maiburg damals von einer Anwältin vertreten wurde, ist die Figur der Katharina Berner fiktiv. Die vermögende Unternehmerfamilie, aus der sie stammt, steht für ein damals noch geltendes traditionelles Rollenbild der Frau, während Ritas Freunde für die Freiheit der Hippiezeit stehen.

    Handlung und Schreibstil
    Die Handlung spielt in den Jahren 1974 bis 1976. Dieser Zeitraum umfasst die Dauer des Verfahrens gegen die Lufthansa und wird durch einen Epilog und Prolog 1977 umschlossen. Die einzelnen Kapitel zeigen als Überschrift das genaue Datum und die personale Erzählform stellt jeweils Katharina oder Rita in den Mittelpunkt. Der Schwerpunkt der Geschichte liegt weniger auf diesem interessanten Klageverfahren, sondern in den persönlichen Beziehungen und Konflikten im Freundes- und Familienkreis.

    Fazit
    Ein Roman, der die Schwierigkeiten jener Frauen aufzeigt, die ihren Weg und Ziele in einer damals noch Männern vorbehaltenen Berufswelt sehen. Ich hatte damit gerechnet, dass der Schwerpunkt auf dieser gesellschaftspolitisch so wichtigen Klage liegt, mir mehr Informationen und Details erhofft. In dieser Geschichte stehen jedoch Familie, Freundschaft, Liebe im Mittelpunkt, es ist ein unterhaltsam zu lesender Frauenroman.

  1. Beginnende Emanzipation in der BRD

    bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 13. Mär 2021 

    Kurzmeinung: Hier hätte man sich fokusieren müssen auf den Prozeß. So ist es eben nur ein "nettes Buch" geworden.

    Die Autorin hat sich ein spannendes Thema vorgenommen, einer ausgebildeten Pilotin wird mit der Begründung, man habe noch nie eine Frau eingestellt, die Anstellung bei der Deutschen Lufthansa verwehrt - und taucht dazu tief in die 1970er ein. Damit ist ihr Roman sozusagen schon ein historischer Roman, obwohl erst schlappe fünfzig Jahre vergangen sind.

    Es begegnen einem folgerichtig 70erJahreSpielzeug: Prilblumen, Palmolive, in das man seine Finger taucht, um sie zu pflegen, Schlaghosen und Ernte 23, der skandalträchtige Minirock, die Bravo, die Illustrierte Quick, die alle schon vergessen haben, und das Waschmittel Semil, das im Hause Bernau, der Unternehmersfamilie, in der wir romanmässig zuhause sind, produziert und verkauft wird. Semil soll wohl das gute alte Persil sein. Oder? Hätte es juristische Probleme gegeben, wenn man Semil Persil genannt hätte? Immerhin sagt die Autorin leise: Umweltverschmutzung.

    Man unterhält sich im Hause Bernau, das ist das Elternhaus der Rechtsanwältin, die später die Pilotin im Rechtsstreit "Rita Maiburg gegen die BRD als Hauptanteilseignerin der Lufthansa" vertreten wird, über nichts Privates, jedoch über alles Politische, obwohl man sehr konservativ ist und CDU wählt. Die jüngste Tochter Katharina hat einen richtigen Beruf ergriffen, das war keineswegs üblich im Hause Bernau, denn man hat es nicht nötig, dass die Frauen auch arbeiten, und will sich als Rechtsanwältin selbständig machen. Es werden am Mittagstisch Themen der Strafrechtsreform (Resozialisierung statt Schuld-Sühne-Prinzip) ebenso verhandelt wie Willy Brandts unrühmlicher Abtritt nach der Guillaume Affaire. Katharina steht dabei immer in scharfem Kontrast zum Rest der Familie.

    Die BRD ist ganz langsam im Wandel und die Gleichberechtigung der Frau in der Gesellschaft greift allmählich Platz. Jedoch ist noch viel Widerstand zu überwinden. Das merkt auch Rita Maiburg, die von Katharina vertreten, die Bundesrepublik als Inhaberin oder Teilhaberin der Deutschen Lufthansa verklagt, weil diese sich weigert, Frauen als Pilotinnen einzustellen.

    Der Roman liest sich leicht, weil das Thema einfach interessant ist: der Aufsehen erregende Prozeß gegen die Lufthansa beziehungsweise gegen die BRD und die Gleichberechtigung der Frau in der Gesellschaft. Auch Juristinnen sind noch nicht selbstverständlich. Allerdings muten die Dialoge naiv an. Da geht noch was.

    Die Anlaufzeit der Autorin bevor sie endlich zum springenden Punkt kommt, ist jedoch unendlich lang. Der Familienaufstellung im Hause Bernau wird immens viel Zeit und Raum geschenkt, dabei ist dieser Handlungsstrang von wenig Interesse und Bedeutung, zumal die Damen und Herren der Familie stereotyp abgehandelt werden, einschließlich von Familiengeheimnissen. Das ist langweilig und wirkt konstruiert. Alle Klischeevorstellungen, die man über die 70er hat, zusammenwürfeln und in das Buch stecken. Das funktioniert nicht. Man bräuchte Charaktere. Authentizität. Geistreiches und Scharfzüngiges. Gibt es nicht. Die Schreibweise ist schlicht und mit vielen Floskeln durchsetzt.

    Banalitäten. Stereotypen. Das ist schade, denn es hat zu allen Zeiten Originale gegeben!

    Auch die Informationspolitik der Autorin ist, zumindest in diesem Roman, zu durchschaubar, die Dialoge sind doch nur geschrieben, um den Leser zu informieren, man tut sich schwer, sie als echte Interaktion gelten zu lassen. Nur hin und wieder, wenn Katharina sich über die Ungerechtigkeiten, die Frauen ertragen müssen, empört, wird das Buch ein bisschen lebendig.

    Endlich kommt es zum Prozeß.

    Fazit: Als Film funktioniert „Freiflug“ sicherlich hervorragend, wenn man ihn mit den richtigen Schauspielern besetzt.

    Um ein richtig gutes Buch zu sein, müsste man jedoch an der Sprache feilen. Eine Charakterstudie bringen, sich von Banalitäten entfernen. Etwas zu sagen haben. Nicht bloß Allzubekanntes herunterspulen!

    Es wäre sicher auch hilfreich gewesen, aus der personalen Erzählweise auszusteigen, um übergeordnet erzählen, und vor allem, um denken und werten zu können. So wirken viele Dinge, Dialoge, Figuren, sogar das Zeitkolorit mit seiner Produktpalette platt. Das ist schade, weil das Thema eigentlich schon eine Bank ist. Darum bleiben trotz simpler Schreibe noch drei Punkte.

    Fazit: Merke: ein Roman ist kein Drehbuch!

    Kategorie: Unterhaltung.
    Verlag Dumont 2021

 

Tollkirschenjahre: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Tollkirschenjahre: Roman' von Paula Leonhardt
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Tollkirschenjahre: Roman"

Format:Broschiert
Seiten:320
Verlag:
EAN:9783864931222

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Rezensionen zu "Tollkirschenjahre: Roman"

  1. Dagegen ist kein Kraut gewachsen...oder doch?

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 05. Mai 2021 

    Klappentext:
    „Eine Frau sucht ihre Erfüllung und entdeckt eine neue Heilkunst
    Paris 1872: Die aus Lübeck stammende Selma lebt seit einigen Jahren als Malerin an der Seine. Doch sie strebt nach mehr und glaubt, ihren Sinn im Leben noch nicht gefunden zu haben. Zudem wird sie immer wieder von starken Kopfschmerzattacken geplagt, gegen die bisher kein Arzt ein Mittel gefunden hat. Ihre letzte Rettung scheint der deutsche Homöopath Julius Beermann zu sein, dessen Behandlungsart sie sofort beeindruckt. Als Selma kurz darauf zurück nach Lübeck reist, lernt sie dort den charismatischen Gustav kennen und verliebt sich in ihn. Doch Gustav ist bereits verlobt. Selma flieht zurück nach Paris, wo sie bei Beermann eine Ausbildung beginnt. Schon bald beginnen die Leute über den alten Mann mit der jungen Assistentin herzuziehen, und Selma kann Gustav einfach nicht vergessen…“

    Mein erste Roman von Paula Leonhardt und ich muss sagen, ich wurde wahrlich gut und spannend unterhalten. Ihre Protagonistin Selma war gleich von Beginn an bildhaft vor dem inneren Auge sichtbar, genau wie das schöne Lübeck und auch Paris. Die Geschichte um Gustav klingt erstmal sie eine „normale“ Liebesgeschichte, ist es auch, aber es steckt hier noch so viel mehr drin, denn es könnte nicht verzwickter sein als hier. Als Leser erfahren wir aber eben auch viel über das Wissen und die Anerkennung der Homöopathie zur damaligen Zeit durch den Homöopathen Julius Beermann. Das Selma davon begeistert ist, wie er mit Pflanzen, Tinkturen und Kräutern umgeht ist kein Wunder, denn die Autorin weiß sehr gekonnt dieses Thema zu beleuchten. Selmas Verliebtheit zu Gustav lässt aber nicht nach, denn dagegen ist kein Kraut der Welt gewachsen und es wird ein harter Kampf, einerseits um die Liebe zu erobern, aber auch sich in dieser Branche einen Namen zu machen....auch als Frau. Julius ist ihr dabei ein äußerst guter Lehrer aber den Rest muss Selma schon allein schaffen...
    Ein schöner Roman mit einem spannenden Thema - 4 von 5 Sterne!

 

Das Mädchen im Nordwind: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Das Mädchen im Nordwind: Roman' von Karin Baldvinsson
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Das Mädchen im Nordwind: Roman"

Deutschland, 1936. Luise, Tochter eines jüdischen Kaufmanns, lebt mit ihrer Familie in Lüneburg. In der Hitze des Sommers lernt sie den charismatischen Isländer Jónas kennen. Eine Liebe, die nichts und niemand trennen kann, nimmt ihren Anfang. Doch das Leben in Deutschland wird für Juden immer gefährlicher, und Luise ahnt, dass sie ihre Heimat verlassen muss. Als sie feststellt, dass sie von Jónas schwanger ist, planen sie die Flucht nach Island. Doch Luise müsste ihre Eltern zurücklassen. Sie gibt die Hoffnung nicht auf, dass es ihr mit Jónas' Hilfe gelingt, sie alle zu retten, bevor es zu spät ist... Island, 2019: Nach einem Schicksalsschlag nimmt sich Sofie Berger eine Auszeit in Island, wo die gelernte Tischlerin ein Haus restauriert. Dabei entdeckt sie die Aufzeichnungen von Luise und nimmt teil an einer dramatischen Geschichte und ihren Auswirkungen auf die folgenden Generationen. Als sie einen der Nachkommen, den verschlossenen Björgvin kennenlernt, will sie versuchen, zur Versöhnung beizutragen...

Format:Taschenbuch
Seiten:576
Verlag:
EAN:9783548062945

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Rezensionen zu "Das Mädchen im Nordwind: Roman"

  1. Ein Lesehighlight!

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 02. Mai 2021 

    !ein Lesehighlight 2021!

    Klappentext:
    „Deutschland, 1936. Luise, Tochter eines jüdischen Kaufmanns, lebt mit ihrer Familie in Lüneburg. In der Hitze des Sommers lernt sie den charismatischen Isländer Jónas kennen. Eine Liebe, die nichts und niemand trennen kann, nimmt ihren Anfang.
    Doch das Leben in Deutschland wird für Juden immer gefährlicher, und Luise ahnt, dass sie ihre Heimat verlassen muss. Als sie feststellt, dass sie von Jónas schwanger ist, planen sie die Flucht nach Island. Doch Luise müsste ihre Eltern zurücklassen. Sie gibt die Hoffnung nicht auf, dass es ihr mit Jónas' Hilfe gelingt, sie alle zu retten, bevor es zu spät ist...
    Island, 2019: Nach einem Schicksalsschlag nimmt sich Sofie Berger eine Auszeit in Island, wo die gelernte Tischlerin ein Haus restauriert. Dabei entdeckt sie die Aufzeichnungen von Luise und nimmt teil an einer dramatischen Geschichte und ihren Auswirkungen auf die folgenden Generationen. Als sie einen der Nachkommen, den verschlossenen Björgvin kennenlernt, will sie versuchen, zur Versöhnung beizutragen...“

    Autorin Karin Baldvinsson hat den Roman „Das Mädchen im Nordwind“ geschrieben und mir damit ein echtes Lesehighlight der besonderen Art beschert. Ich hätte nicht gedacht, das diese Geschichte so fesselt und geschmackvoll hochwertig gestaltet ist, aber ich wurde eines besseren belehrt. Die Story ist geteilt in zwei Zeiten und jede Zeit ist für sich allein eine ganz besondere und doch kreuzen sich die Wege extrem gekonnt miteinander. Luise in der Vergangenheit muss mit Angst in die Zukunft blicken und Sofie aus der Gegenwart blickt durch die Briefe Luises in die Zeit zurück. Diese beiden Sichtweisen sind wahrlich bemerkenswert gut mit einander verwoben und „Island“ wird zum imaginären roten Faden der Geschichte. Die Figuren zeichnet Baldvinsson sehr realitätsnah und gefühlvoll ohne Kitsch oder Klamauk. Die Story wirkt beflissen und sehr gut konstruiert ohne dabei in irgendein Klischee abzurutschen. Zudem ist der Schreibstil wirklich rund und flüssig, man kann nicht aufhören zu lesen, auch die Wortwahl ist sehr geschmackvoll gewählt. Die Charaktere erhalten Tiefe und dürfen ihre Emotionen zeigen. Auch wenn das Cover etwas kitschig erscheint, täuscht das auf ganzer Linie, denn hier hinter verbirgt sich ein bildhafter und glaubwürdiger Roman. Wer jemals auf Island war, wir die Insel hier wiedererkennen und träumen. Dieser Roman ist wunderbar vielseitig und spricht so viele Themen an, das er aktueller nicht sein könnte. Sofie ist natürlich mit ihrer Neugier und ihrem Drang, die Familie von Luise wieder näher zu bringen, forsch und ungestüm,aber genau so jemand kann dies nur tun. Es scheint ein wenig ihre Berufung zu sein, denn ihr Wille ist besonders.
    Ein wirklich empfehlenswerter Roman mit Gefühl, Geschichte, Geschmack und realitätsnahen Figuren - so geht das richtig und deshalb gibt es von mir auch 5 von 5 Sterne!

 

Fanny: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Fanny: Roman' von Erica Jong
NAN
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Inhaltsangabe zu "Fanny: Roman"

Autor:
Format:Taschenbuch
Seiten:512
Verlag:
EAN:9783596280452

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Doktor Shiwago: Roman (Fischer Klassik)

Buchseite und Rezensionen zu 'Doktor Shiwago: Roman (Fischer Klassik)' von Boris Pasternak
NAN
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Inhaltsangabe zu "Doktor Shiwago: Roman (Fischer Klassik)"

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:700
Verlag:
EAN:

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Ein neuer Anfang für die Liebe

Buchseite und Rezensionen zu 'Ein neuer Anfang für die Liebe' von Susan Anne Mason
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Ein neuer Anfang für die Liebe"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:384
EAN:9783765507632

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Rezensionen zu "Ein neuer Anfang für die Liebe"

  1. Vertraue Gott gerade in schweren Zeiten

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 28. Apr 2021 

    "Manchmal lernen wir die wichtigsten Dinge im Leben nur, wenn wir schwere Zeiten durchmachen." (Joyce Meyer)
    London 1919: Quinten (Quinn) Aspinell stellt nach dem Krieg fest, das seine Mutter todkrank im Armenhaus liegt und seine Geschwister nach Kanada verschifft wurden. Sofort macht er sich auf die Reise in der Hoffnung, seine drei Geschwister Rebekka, Cecil und Harrison wiederzufinden. Und von seinem Arbeitgeber bekommt Quinn einen weiteren Auftrag. Er soll seine Nichte Julia finden, die ebenfalls nach Kanada gereist ist und die er im Zwist aus dem Haus gejagt hat. Das Quinn für ihr Auffinden eine Belohnung erhält, verschweigt er ihr lieber erst mal. Den Quinn ist entsetzt, unter welchen Bedingungen Julia inzwischen leben muss. Allerdings wird die Suche nach den Geschwistern ebenfalls schwieriger, wie er gedacht hat. Nur gut das ihm dabei Julia, Mrs. Chamberlain und einige andere dabei behilflich sind.

    Meine Meinung:
    Das bezaubernde Cover versetzt einen so gleich in die Vergangenheit. Der Schreibstil ist flüssig, unterhaltsam und interessant. Hätte ich nicht erst kürzlich ein Buch über die Kinderverschiffung Kanadas gelesen, wäre die Thematik für mich noch interessanter gewesen. Allerdings muss ich sagen, dass die Thematik der Kinderverschiffung hier fast ein bisschen zu kurz kommt. Die Autorin hätte das Thema ruhig ein bisschen intensiver darstellen können. Hier jedoch liegt der Fokus eindeutig mehr auf die Liebesgeschichte. Zwar erfahre ich von den Missständen, die es sowohl in England bei den Heimen des Dr. Barnardos gibt. Wo man Eltern einfach das Recht wegnimmt, sobald sie ihre Kinder dort abgeben. Und genauso von den Problemen bei den Farmern im Kanada, bei denen die meisten nur Waisenkinder bei sich aufnehmen, um billige Arbeitskräfte zu erhalten. Das dabei nur einmal jährlich kontrolliert wird, wie es den armen Kindern dort geht, ist mehr als sträflich. Allerdings ergreift es mich diesmal weitaus weniger als bei dem Buch "Weiter als der Ozean", wo diese Thematik noch gravierender dargestellt wird. Ein bisschen erinnern mich die unwürdigen, brutalen Situationen dieser Kinder an die Schwabenkinder. Die wurden ebenfalls zum Arbeiten an Bauern verkauft und wurden dort oft menschenunwürdig behandelt. Dass diese Begebenheiten beide wahr sind, macht das Ganze für mich einfach so unfassbar traurig. Doch der Autorin geht es meiner Ansicht nach hier eher um einen Liebesroman, den man eben mit einem Thema noch etwas verziert. Das Hauptaugenmerk liegt hier eindeutig auf die komplizierte Liebe von Julia und Quinn. Diese wird nämlich von gesellschaftlichen Problemen geprägt. Als Kammerdiener ihres Onkels hätte Quinn in England niemals die Chance, eine so standesgemäße Frau wie Julia zu lieben. Allerdings scheint mir Kanada doch um Jahre voraus zu sein. Das Quinn hier viele Probleme erwarten, konnte ich mir vorstellen. Gerade bei seiner Suche nach Julia und den Geschwistern wird er mir zusätzlich immer sympatischer. Seine liebenswerte, aufopfernde Art sind hier schon prägend, allerdings sieht er sich als Ältester nach dem Tod des Vaters auch verantwortlich für seine Familie. Der christliche Glaube von ihm und Julia machen diesen Roman wieder zu etwas Speziellem. Ebenso wie die herzliche Art einer Mrs. Chamberlain und einem Pastor Burke, die selbst in Kanada viel mitgemacht und erlebt haben. Die eingefügten Gebete und Gedanken der einzelnen Charaktere an Gott machen dieses Buch bezeichnend zu einem christlichen Roman. Das diese Geschichte schon der dritte Band über Kanada ist, habe ich erst später entdeckt. Allerdings lässt er sich unabhängig von den anderen lesen. Die Protagonisten der beiden Vorgängerbände werden hier lediglich kurz erwähnt. Was mir allerdings weniger gefallen hat, ist zum einen die komplizierte Liebe von Julia und Quinn, die ich schon zu genüge von anderen Romanen kenne. Außerdem das Ende, bei dem ich die Umkehr von Dr. Hawkins und Julias Onkel Lord Brentwood fast ein bisschen zu kitschig und unrealistisch fand. Trotzdem konnte mich die ausführliche Liebesgeschichte größtenteils überzeugen, deshalb 4 von 5 Sterne dafür.

 

Mercuria

Buchseite und Rezensionen zu 'Mercuria' von Michael Römling
NAN
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Inhaltsangabe zu "Mercuria"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:512
EAN:9783498001285

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