Der Tote in der Black Swan Lane

Buchseite und Rezensionen zu 'Der Tote in der Black Swan Lane' von Andrea Penrose
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Der Tote in der Black Swan Lane"

Der Earl von Wrexford verfügt über einen brillanten Verstand, aber Langeweile und Stolz verführen ihn regelmäßig zu rücksichtslosem Verhalten. Als der aufgeblasene Reverend Josiah Holworthy ihn öffentlich anprangert, schlägt Wrexford zurück. Ihr Wortgefecht eskaliert und Londons populärster satirischer Karikaturist A.J. Quill macht beide zum Mittelpunkt seiner neuesten Karikatur. Dann wird der Geistliche tot in einer Kirche aufgefunden – sein Gesicht von Chemikalien verbrannt, seine Kehle von Ohr zu Ohr aufgeschlitzt – und Wrexford findet sich als Hauptverdächtiger wieder. Die eigenständige Künstlerin Charlotte Sloane ist heimlich in die Rolle ihres verstorbenen Ehemannes geschlüpft, indem sie dessen Pseudonym A.J. Quill benutzt. Als Wrexford ihre wahre Identität herausfindet, fürchtet sie, dass dies ihr Verderben sein könnte. Doch stattdessen schließen sich Lord Wrexford und die mysteriöse Mrs. Sloane zusammen, um einen gerissenen Gegner in die Falle zu locken – bevor ein neues Opfer folgt.

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:430
Verlag:
EAN:

Diskussionen zu "Die Schatten von Westminster (Sebastian St. Cyr-Reihe 1)"

read more

Rezensionen zu "Der Tote in der Black Swan Lane"

  1. Ein Krimi der im historischen London spielt

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 26. Mär 2021 

    Graf von Wrexford soll angeblich den Pfarrer von London brutal ermordet haben unter anderem mit Säure . Als Mann der Wissenschaft unterhält der Graf selbst ein Labor deshalb deutet alles darauf hin . Mit Charlotte Sloane , einer Karikaturistin , nimmt er die Spur auf und die zwei verfolgen gemeinsam den Mörder . Aber auch Charlotte hat ihr Geheimnis .

    Zu Beginn hatte ich etwas Schwierigkeiten in das Buch zu kommen . Aber Seite für Seite wurde es besser . Der Schreibstil ist etwas dichter , flüssig und gut zu lesen . Die Protagonisten sind zum Teil komplex und passen sehr gut zu diesem historischen Krimi . Wobei aus den verschiedenen Sichtweisen erzählt wird .Der Spannungsbogen verläuft so wie er sein sollte . Zur Mitte des Buches hin zieht er nochmals an .

    Fazit : Als erstes ist mir das Cover aufgefallen . Es ist etwas unheimlich und sehr schön gestaltet . Ich kam mit den damaligen Chemielabore und den chemischen Abläufen in Berührung . Vor allem mit Quecksilber das im Mittelpunkt steht . Auch wurde ich durch ganz London mitgenommen und da kam der Flair des vergangenen Jahrhunderts zu Tage . Die Autorin hat dies sehr gut umgesetzt . Auch deshalb weil sie sehr detailgetreu schreibt . Spannend empfand ich welches Geheimnis Charlotte umgibt . Ob ich es lüften konnte ? Es wird nicht verraten . Je mehr ich las umso sympathischer wurden mir die Charakteren . Die Mörderjagd ist aufregend und interessant dazu . Zwischendurch wird es auch mal blutig aber nicht so dass es richtig eklig wurde . In dieser Epoche sind die hygienischen Untersuchungen ja noch im Anfangsstadium , wenn überhaupt vorhanden . Der Krimi ist in sich abgeschlossen aber vielleicht gibt es noch zweites Band . Wer sich für historische Krimis interessiert , dem kann ich dieses Buch auf jeden Fall empfehlen .

 

Geheimakte Atlantis

Buchseite und Rezensionen zu 'Geheimakte Atlantis' von André Milewski
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Geheimakte Atlantis"

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:402
Verlag:
EAN:

Diskussionen zu "Die Schatten von Westminster (Sebastian St. Cyr-Reihe 1)"

read more

Rezensionen zu "Geheimakte Atlantis"

  1. Ein packender Abenteuerroman

    5
    (5 von 5 *)
     - 02. Feb 2021 

    „Mein alter Mentor, Sir William Rutherford, hat ein Stück Metall gefunden, von dem er sicher glaubt, dass es sich um Orichalcum handelt, das legendäre Metall, das den Atlantern ebenso wertvoll wie Gold gewesen sein soll und aus dem sie eine riesige Schutzmauer um ihre Hauptstadt errichtet hatten.“ (Zitat Seite 51)

    Inhalt
    Vor Jahren hatte Dr. Jody Wellesley am Trinity College bei Sir William Rutherford studiert. Nun führt eine Reise den bekannten Archäologen in die Vereinigten Staaten und er besucht seine frühere Studentin in Boston. Bei einem gemeinsamen Abendessen zeigt er ihr ein ungewöhnlich schweres Stück Metall. Es kann sich nur um das legendäre Orichalcum handeln und er will Jody und ihren Freund Max Falkenburg überreden, ihn auf eine Expedition zu begleiten und ihn bei seiner Suche nach Atlantis zu unterstützen. Am nächsten Tag ist Sir William verschwunden und Max ist überzeugt, dass der Archäologe entführt worden ist. Sie folgen seinen Spuren und erkennen rasch, wer ihre mächtigen Gegner sind. Diese Gruppe von Männern weiß genau, dass in dem verschwundenen Inselreich Atlantis die kostbarste, mächtigste Substanz der Alchemie verborgen ist.

    Thema und Genre
    Dieser spannende Roman handelt von der Suche nach dem legendären Atlantis, wobei der Autor genau recherchierte Fakten und wissenschaftliche Hintergründe mit einem fiktiven Abenteuer verbindet.

    Charaktere
    Alle Charaktere sind sehr anschaulich geschildert, ihre Beweggründe sind nachvollziehbar. Max, Jody, Joe und Professor Crichton suchen konzentriert und intensiv und geben nicht auf, auch als mächtige Gegner ihr Leben bedrohen. Sie treffen auf alte Bekannte, Freunde, Feinde und nicht immer ist der Unterschied klar erkennbar.

    Handlung und Schreibstil
    Nach einem kurzen Prolog, einem Ereignis, das beinahe zweihundert Jahre zurückliegt, beginnt die aktuelle Handlung, die im Jahr 1963 spielt. In kurzen Kapiteln, die zwischen den handelnden Personen und Orten wechseln, wird die Geschichte rasant erzählt. Die Handlung führt von Amerika nach Europa, von New York nach Paris, Athen, an die spanische Küste und dann nach Marokko. Humorvolle Dialoge, Informationen über wissenschaftliche Details und lebhafte Schilderungen der unterschiedlichen Örtlichkeiten wechseln einander mit spannenden Actionszenen ab. Es spielt keine Rolle, wenn man die bisherigen neun Geheimakte-Romane der Serie nicht gelesen hat. Es gibt zwar einige Hinweise auf vorhergehende Fälle, es tauchen alte Bekannte auf, aber dem Autor gelingt es, hier nur auf jene Details zu verweisen, welche für diese aktuelle Geschichte wichtig sind, ohne dabei zu viel zu verraten und dadurch die Spannung zu nehmen, im Gegenteil, es macht neugierig, auch die anderen Abenteuer zu lesen.

    Fazit
    Dieser packende Roman, in dessen Mittelpunkt die Suche nach dem mythischen Inselreich Atlantis steht, schildert das neueste Abenteuer des sympathischen Archäologenpaares Jody Wellesley und Max Falkenburg. Geschichtliche Fakten, interessante Informationen und spannende Action machen auch dieses zehnte Buch der Geheimakte-Serie zu einem Pageturner.

 

Das doppelte Gesicht: Ein Fall für Emil Graf

Buchseite und Rezensionen zu 'Das doppelte Gesicht: Ein Fall für Emil Graf' von Heidi Rehn
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Das doppelte Gesicht: Ein Fall für Emil Graf"

München, August 1945. Der Krieg ist zu Ende, die Stadt versinkt im Chaos. Die Reporterin Billa Löwenfeld, eine aus dem Exil zurückgekehrte Jüdin, soll den Kriegsheimkehrer Viktor von Dietlitz interviewen – und findet ihn erschossen auf. Der junge und noch unerfahrene Ermittler Emil Graf soll den vermeintlichen Routinefall aufklären. Schon bald geschehen zwei weitere Morde nach demselben Muster. Und Emil findet heraus, dass ausgerechnet Billa die gesuchte Verbindung zwischen den drei Opfern sein könnte … Ein hervorragend recherchierter Kriminalroman im München der Nachkriegszeit über die Frage, was einen Menschen zum Täter macht

Autor:
Format:Taschenbuch
Seiten:352
EAN:9783746637075

Diskussionen zu "Die Schatten von Westminster (Sebastian St. Cyr-Reihe 1)"

read more

Rezensionen zu "Das doppelte Gesicht: Ein Fall für Emil Graf"

  1. Gelungener Startband einer Krimireihe...

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 26. Dez 2020 

    Frau Rehn konnte mich bereits mit zahlreichen Büchern begeistern, einen Krimi hatte ich bis dato noch nicht von ihr gelesen. Gespannt begann ich zu lesen, um mich im Nachkriegs-München wiederzufinden.

    Nach dem überstandenen Krieg herrschen immer noch Unruhen in München. Als Kriegsheimkehrer auf seltsame Weise sterben, soll der junge Ermittler Emil Graf diese Fälle untersuchen. Als Zeugin stolpert ihm die amerikanische Reporterin Billa in den Weg. Was steckt hinter den Fällen? Und warum verliert Emil beinahe immer seine Sprache, wenn Billa in seiner Gegenwart ist?

    Richtig gut gelungen ist, dass man sich das zerstörte München bildlich vorstellen kann. Jeder hat die schrecklichen Taten an Menschen im Kopf, wenn er an Krieg denkt, nie aber die zerstörten Häuser und Kulturgüter. Man wandelt regeltrecht durch die Häuserschluchten mit einer Gänsehaut.

    Sehr interessant fand ich es mal über eine amerikanisch besetzte Zone zu lesen und auch über das Schicksal von Displaced Persons mehr zu erfahren.

    Der Fall an sich weist genug Puzzleteile auf, dass man als Leser gern miträtselt, was eigentlich dahinter steckt. Es gibt zahlreiche Überraschungen und man tappt des Öfteren im Dunkeln.

    Emil Graf ist einfach ein Schatz als Hauptfigur. Seine schüchterne Art hat mir sehr gefallen. Und dennoch weiß er sich durchzusetzen, kann er als Ermittler doch auch Erfolge verzeichnen.

    Billa Löwenfeld ist das genaue Gegenteil zu Emil. Mit ihr konnte ich mich gut identifizieren, weil sie sehr temperamentvoll ist und auch mal über die Stränge schlägt. Ich mochte, dass sie sich um andere kümmert und nicht nachgibt, wenn sie etwas herausfinden möchte.

    Das Knistern zwischen Emil und Billa ist immer mal wieder zu spüren, steht aber nie im Fokus, so dass keiner Angst haben muss, dass es irgendwann kitschig wird. Es ist die perfekte Dosis Liebe in rauen Zeiten.

    Die Auflösung des Falls habe ich lange nicht erahnt und fand sie schlüssig und nachvollziehbar.

    Fazit: Ein guter erster Band, der zu begeistern weiß. Ich freue mich jetzt schon auf mehr Stoff von den Beiden. Unbedingt lesen!

 

MATTHEW CORBETT in den Fängen des Kraken: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'MATTHEW CORBETT in den Fängen des Kraken: Roman' von Robert McCammon
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "MATTHEW CORBETT in den Fängen des Kraken: Roman"

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:491
Verlag:
EAN:

Diskussionen zu "Die Schatten von Westminster (Sebastian St. Cyr-Reihe 1)"

read more

Rezensionen zu "MATTHEW CORBETT in den Fängen des Kraken: Roman"

  1. Matthew Corbett Band 6

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 30. Okt 2020 

    Durch eine Challenge habe ich ein Buch kennengelernt, welches mich in einer abenteuerlichen und auch etwas phantastischen Weise unterhalten hat. Wunderbar! Gerade in den jetzigen etwas eigenwilligen Zeiten, ist dieses Buch für mich ein Buch, wo ich wunderbar abschalten konnte. Und da dieses Buch einer Reihe von Büchern um Matthew Corbett angehört, weiß ich, dass mir diese Reihe sicher eine dringend benötigte Ablenkung in den kommenden Monaten bieten wird.

    Doch um was geht es. Zeitlich ist die Handlung des Buches in das frühe 18. Jahrhundert zu verordnen, die Geschichte spielt im frühen New York und auf den Bermudas. Merkwürdige Brandsätze erschüttern das junge New York und Matthew Corbett, ein Ermittler, wird von Professor Fell gerufen. Denn dieser kriminelle Professor benötigt Corbetts Hilfe. Eine Menge an eigenwilligen Figure bevölkern Robert McCammons Geschichte, Figuren, die den Leser begeistern und auch verzaubern können. Ich fühlte mich etwas an Johnny Depp in "Sleepy Hollow" erinnert, aber auch die Karibik-Serie lässt etwas grüßen. Auf jeden Fall ist dieses Buch wunderbar unterhaltsam und ich freue mich schon auf weitere Bücher der Reihe, die auch noch besser sein sollen als dieses hier. Denn diese Bücher bieten durch ihre interessante und spannende Geschichte eine Ablenkung, die wir alle in diesen etwas dunklen Zeiten gebrauchen können.

 

Schüssler und die verschwundenen Mädchen

Buchseite und Rezensionen zu 'Schüssler und die verschwundenen Mädchen' von Viktor Glass
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Schüssler und die verschwundenen Mädchen"

Autor:
Format:Kindle Ausgabe
Seiten:296
Verlag:
EAN:

Diskussionen zu "Die Schatten von Westminster (Sebastian St. Cyr-Reihe 1)"

read more

Rezensionen zu "Schüssler und die verschwundenen Mädchen"

  1. Spannender Krimi im Augsburg von 1890

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 26. Sep 2020 

    Ludwig Schüssler hat eine Ausbildung bei der Polizei absolviert. Heute ist er allerdings Fachmann für spezielle Ermittlungen. Er wird von Firmenchefs angeheuert, um Diebstähle aufzudecken und er hat vor kurzem erst erfolgreich ein kleines, entlaufenes Mädchen zu seinen Eltern zurückgebracht. Letzteres hat ihm einigen Ruhm eingebracht. Gerne sitzt Ludwig Bier trinkend und Zigarre rauchend in seiner Stammkneipe „Zum Lahmen Hasen“. Eines Abends kommt der junge Soldat Augustin Hipp zu ihm, um seine Dienste in Anspruch zu nehmen. Hipp vermisst seine Verlobte Luise, die als Hausmädchen in Stellung war und plötzlich ohne Absage an ihn nicht mehr aufzufinden ist. Die Zeiten für die einfachen Frauen sind schwer in Augsburg: Durch die zunehmende Industrialisierung werden laufend weniger weibliche Arbeitskräfte gebraucht, die Not ist groß. Immer wieder kommt es vor, dass sich junge Frauen in ihrer Hoffnungslosigkeit das Leben nehmen oder in anderen Gegenden ihr Glück suchen.

    Trotzdem nimmt Ludwig den Fall an. Als Leser begleitet man den mittelalten, etwas schrulligen Ermittler durch die Altstadt Augsburgs, man spürt die Atmosphäre der alten Gassen, man sieht das bunte Publikum der Kneipen vor dem inneren Auge, alles ist sehr bildlich dargestellt. Man ist bei Schüsslers Ermittlung im Textilgeschäft dabei, als er einer gerissenen Diebesbande das Handwerk legt. Dort lernt er auch die couragierte Caroline Geiger kennen, die in einem Kloster angestellt ist und sich dort um vier alte Damen kümmert. Dadurch kann sie ohne Ehemann eigenständig leben. Caroline ist fasziniert von Ludwigs Arbeit. Die beiden befreunden sich schnell und fangen an, im Team zu arbeiten. Beide sind sehr aufmerksame und gute Beobachter. Mit ihrem detektivischen Talent können sie verschiedene Sachverhalte miteinander verknüpfen, gerne kommt ihnen auch der Zufall zur Hilfe. So wird bald klar, dass nicht nur Luise verschwunden ist, sondern noch weitere junge Mädchen. Offensichtlich standen sie alle mit einem Maler Berwanger in Verbindung. Als dann auch noch kompromittierende Fotos der Vermissten auftauchen, wird klar, dass es sich hier um ein organisiertes Verbrechen handeln muss, für das mehrere Täter verantwortlich sind…

    Von Beginn an hat mir das Buch gut gefallen. In einzelnen Episoden werden die Figuren und ihr Umfeld sorgfältig vorgestellt. Man erfährt einiges über die Besonderheiten Augsburgs, über die schwierige Zeit und das Leben der einfachen Leute im ausgehenden 19. Jahrhundert. Zunächst hat der eigentliche Kriminalfall fast eine untergeordnete Bedeutung, erst mit der Zeit spürt man, wie sich die einzelnen Kapitel verzahnen. Ziemlich geradlinig kommt das Ermittlerduo dabei vorwärts, kann seine Erkenntnisse verknüpfen und liegt immer richtig dabei. Die Guten und die Bösen sind relativ leicht zu durchschauen. Das hat mich bestens unterhalten. Es muss nicht immer kompliziert sein. Einziger Kritikpunkt: Das Ausmaß des letztendlich aufgedeckten Verbrechens ist so immens, dass die geschilderte Tragweite für die Opfer fast verharmlost wird. Vielleicht muss man das aber auch vor dem Hintergrund der Zeit sehen. Die Persönlichkeit des Einzelnen, noch dazu die von Frauen, hatte vermutlich keine Bedeutung. Man musste einfach nur funktionieren.

    Insofern empfehle ich diesen Roman sehr gerne weiter. Für mich, als ungeübte Krimileserin, war er spannend, unterhaltsam und durch das historische Setting lehrreich. Ich bin gespannt, ob es noch weitere Krimis mit dem Ermittlerduo geben wird.

 

Der Petticoat-Mörder

Buchseite und Rezensionen zu 'Der Petticoat-Mörder' von Leonard Bell
4.35
4.4 von 5 (3 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Der Petticoat-Mörder"

Autor:
Format:Kindle Ausgabe
Seiten:356
Verlag:
EAN:

Diskussionen zu "Die Schatten von Westminster (Sebastian St. Cyr-Reihe 1)"

read more

Rezensionen zu "Der Petticoat-Mörder"

  1. Vielversprechender Reihenauftakt

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 23. Nov 2020 

    1958 kommt der junge Fred Lemke zur Berliner Kriminalpolizei. Obwohl er den Lehrgang sehr schlecht abgeschlossen hat, ist der Personalmangel so groß, dass er eine Stelle als Assistent im Morddezernat bekommt. Eine zweite Quereinsteigerin fängt gleichzeitig mit ihm an. Die geheimnisvolle Ellen von Stain, für die besondere Regeln zu gelten scheinen. Offensichtlich hält jemand mit Einfluss seine schützende Hand über sie.

    Fred bekommt es in den ersten Tagen sofort mit einem Tötungsdelikt zu tun, ein Mann wurde erschossen am Ufer eines Sees aufgefunden. Sein Chef findet die Deklaration als Raubmord sehr schlüssig und weil es vage Verdächtigen gibt, möchte er den Fall schnell abschließen. So hat man es vor anderthalb Jahrzehnten auch gemacht und ist nach seiner Meinung nicht schlecht dabei gefahren. Aber das kann Fred nicht hinnehmen, sein Ehrgeiz ist geweckt und mit einem Fundstück, aus Tatortnähe, einem befleckten Petticoat, macht er sich auf eigene Spurensuche. Die Ehefrau des Opfers, genau wie die Geliebte, scheinen nicht allzu betrübt über den Tod und als Lemke auch noch von dessen NS-Vergangenheit erfährt, ergeben sich ganz neue Ansätze.

    Mit diesem ersten Roman um den jungen, nicht angepassten Fred Lemke, möchte der Autor eine Reihe etablieren. Die späten 50iger und frühen 60iger sind ja auch ein interessanter Hintergrund, bereits historisch, aber noch nicht allzu fern in unserem Gedächtnis. Der Kriminalroman ist in Berlin angesiedelt und das ist sehr farbig und detailreich erzählt. Die Stadt zeigt noch deutliche Trümmerwunden, aber auch das Wirtschaftswunder ist schon zu spüren. Immer mehr Automobile bevölkern die Stadt und jede Menge Leute mit Vermögen machen ihre Geschäfte. Das wirkt sehr gut recherchiert und das Buch bekommt dadurch viel Authentizität. Auch das Opfer gehörte zu den Gewinnern der Nachkriegszeit. An vielen Schaltstellen der Behörden und der Wirtschaft, ja auch bei der Polizei sitzen noch genügend Ewiggestrige, für die der verlorene Krieg nur ein Unfall war. In diese Kategorie gehört auch Freds Chef.

    Ich fand die Story spannend erzählt, es verführte zwar nicht zum Nägelknabbern, hatte aber eine eigene Dynamik. Als Reihenauftakt geplant, ist natürlich der Hintergrund von Fred Lemke und Ellen von Stain besonders ausgeleuchtet worden, was dem Krimi ein wenig Tempo nahm. Der Kriminalfall selbst entwickelte sich eher langsam, aber immer sehr schlüssig. Als Leser war ich immer auf Wissens- und Augenhöhe von Fred Lemke.

    Mir hat dieser gut geschriebene Krimi sehr gefallen und auf eine Fortsetzung bin ich schon gespannt. Die Epoche bietet noch viel Stoff für weitere Fälle des sympathischen jungen Ermittlers, denn er hat – genau wie die geplante Serie – eine Menge Potential.

  1. Ein leiser Reihen-Auftakt...

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 22. Nov 2020 

    Berlin 1958 – Fred Lemke, ehemals Laternenanzünder, jetzt Quereinsteiger bei der akut unterbesetzten Berliner Kriminalpolizei, wird mit seinem ersten Mordfall betraut. Am Ufer des Fennsees wurde eine männliche Leiche gefunden. Sein Kollege würde den Fall am liebsten als Raubmord klassifizieren und zu den Akten legen, doch Lemke sieht die Sache anders. Zuerst geraten Ehefrau, Haushälterin und Geliebte des Toten ins Visier, doch dann erfährt er mehr über die Vergangenheit des Opfers und über dessen Verstrickungen in den Nationalsozialismus. In einem Berlin, in dem aus den Kellern zerbombter Häuser Rockmusik dringt, und wo sich die jungen Leute auf den Straßen kleiden wie die großen amerikanischen Stars, ermittelt Fred Lemke gemeinsam mit seiner Kollegin, der selbstbewusst-schillernden Baronesse Ellen von Stain. Und sie stoßen dabei auf Widerstände, die zeigen, wie viel Macht die alten Kader noch immer haben.

    Mit dem ersten Fall des Ermittlerduos Fred Lemke und Ellen von Stain im Berlin der 50er Jahre präsentiert Leonard Bell (ein Pseudonym) einen leisen Reihen-Auftakt. Der 23jährige Fred Lemke kommt frisch aus seiner Polizei-Ausbildung und hat dort als Zweitschlechtester seines Lehrgangs abgeschlossen. Dies liegt weniger an seinem fehlenden Engagement oder Talent als vielmehr an seiner Art, Dinge zu hinterfragen und nicht einfach nur Befehle auszuführen.

    Es hat ihn erstaunt, dass er mit diesem Zeugnis bei der Mordkommission angenommen wurde, und tatsächlich schaut von seinem direkten Vorgesetzten bis hin zum Pförtner zunächst jeder auf ihn herab. Auch die ebenfalls als Berufsanfängerin eingestellte Baronesse Ellen von Stain nimmt anfangs keine Notiz von Fred, benimmt sich aber auch keineswegs wie ein Neuling. Im Gegenteil: Fred stellt schnell fest, dass selbst die Vorgesetzten dieser neuen Kollegin nicht zu widersprechen wagen und dass diese sich viele Freiheiten herausnehmen kann.

    Doch bevor Fred diesem Geheimnis um seine junge Kollegin auf die Spur kommen kann, wird er an einen Tatort gerufen. Während der dienstältere Kollege die Geschehnisse rasch als Raubmord abtut, schaut sich Fred am Tatort genauer um. Es gibt zahlreiche Indizien, die nahelegen, dass ein Raubmord auszuschließen ist - doch der Vorgesetzte will davon nichts hören. Und so beginnt Fred einen zähen Kampf gegen verschlossene Zeugen und Verdächtige, maulfaule Angehörige und widerborstige Kollgen. Ein mühseliges Unterfangen...

    Vor allem als Fred in der Vergangenheit des Ermordeten zu ermitteln beginnt und dessen eindeutige Rolle während des Nationalsozialismus ans Licht kommt, erwacht der Widerstand der älteren Ermittler. Fred wird untersagt, weiter in der Richtung zu ermitteln, und alle Bestrebungen, mögliche Verdächtige in Verbindung mit der Vergangenheit des Opfers herauszufiltern, werden im Keim zu ersticken versucht. Alte Seilschaften ziehen sich bis ins Jahr 1958, und das braune Gedankengut ist keineswegs bereits aus allen Köpfen verschwunden. Im Gegenteil...

    Fred versuchte, seinen Groll über alles, wofür die Nazis standen und was sie angerichtet hatten, zu unterdrücken. Es sind längst andere Zeiten, sagte er sich wie so oft in den letzten Jahren, wohl wissend, dass es nicht ganz der Wahrheit entsprach... (S. 140)

    Der 23jährige Fred Lemke steht im Mittelpunkt der Erzählung, ihn begleitet der Leser bei seinen Ermittlungen sowie in seiner freien Zeit, in der er liest, durch Parks streift oder in seinem Skiff (Einer) rudert. Einzelne Aspekte seiner Vergangenheit fließen im Verlauf ein und runden die Charakterzeichnung ab. Er ist ein einsamer, nachdenklicher junger Mann, dem zu schaffen macht, wie zerstört sein Vater aus der Kriegsgefangenschaft heimkehrte. Fred schließt nicht leicht Freundschaften, sehnt sich gleichzeitig aber nach Kontakt. Er weicht ungern von seinen Prinzipien ab und versucht seinen Weg geradlinig zu verfolgen - auch wenn ein anderer Weg womöglich leichter und weniger schmerzhaft wäre.

    Dem jungen Polizisten zur Seite stellt der Autor vor allem starke Frauenfiguren. Da wäre zum einen die geheimnisumwitterte Ellen von Stain, die sich einen feuchte Kehricht darum schert, was andere von ihr denken könnten, die das Leben zu leben versteht und gewohnt ist, sich zu nehmen, wozu immer sie Lust hat. Zynisch und ironisch begegnet sie Fred häufig, gewährt ihm aber immer wieder auch Deckung und Feuerschutz seinen ihm wenig wohlgesonnenen Vorgesetzten gegenüber. Aber auch die Sekretärin des Polizeichefs sowie Freds Vermieterin sind solch starke Frauenfiguren - ungewöhnlich in einem von Männern dominierten Leben in den 50er Jahren. Diese drei sind alles andere als Nur-Hausfrauen, die dem Mann ein liebes Frauchen sind und ihm ein wohliges Heim bereiten. Mir persönlich hat dieser Aspekt sehr gut gefallen.

    Die Ermittlungen selbst liefen etwas schleppend und - naja - anfängerfehlerbehaftet. So oft, wie Fred sich Beulen und Blessuren eingefangen hat und von den Vorschriften bei den Ermittlungen abgewichen ist - erstaunlich. Das fand ich nicht immer überzeugend, aber zugegebenermaßen hatte der junge Polizist auch niemand Erfahrenen zur Unterstützung an seiner Seite. Um dem Mordfall wirklich auf den Grund zu gehen, war Fred auf sich allein angewiesen - und so brachte er sich und andere ein ums andere Mal in Gefahr.

    Was mir dagegen sehr gut gefallen hat, das war die authentische Atmosphäre sowie das detaillierte Bild der Stadt Berlin (West) in den 50er Jahren. Seien es die Straßenzüge, geprägt von Lücken und Ruinen auf der einen Seite, hässlich-funktionalen Bauten auf der anderen, dem aufkommenden Aufschwung mit der krassen Änderung in Mode und Musik, dem zunehmenden Autoverkehr, dem Verschwinden der Gaslaternen, den Folgen der Besetzung der Stadt durch die Siegermächte, die zunehmende Trennung von Ost und West, die Nachwehen des Krieges und des Nationalsozialismus u.v.m. Da kann ich nur sagen: wow, eine tolle Recherche, die da in beinahe jeder Zeile ersichtlich wird.

    Alles in allem habe ich den jungen Polizisten Fred Lemke gerne bei seinem ersten Fall begleitet und hoffe auf mehr! Ein Charakter, der sich entwickeln kann... Für Fans historischer Krimis: empfehlenswert!

    © Parden

  1. Rezension zu Der Petticoat-Mörder

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 16. Sep 2020 

    Berlin 1958
    Fred Lemke, ein ehemaliger Laternenanzünder, wird als Kriminalassistent der Kreuzberger Kriminalpolizei zugeteilt und bekommt es direkt mit einem Mordfall zu tun. Am Ufer des Rixdorfer Teiches wurde eine Leiche gefunden, sein Vorgesetzter möchte es am liebsten als Raubmord direkt zu den Akten legen, aber bei Lemke erwacht der Ermittlerinstinkt. Schnell scheint ein Tatverdächtiger festzustehen, aber Lemke will den Fall weiteruntersuchen und so geraten auch die Ehefrau und die Geliebte erstmal ins Visier. Seine Nachforschungen führen ihn auch in die Zeit des Nationalsozialismus zurück, denn das Opfer scheint nicht so unbescholten zu sein, wie es nach außen scheint. Mit seiner Kollegin Ellen von Stain, stößt er auf massive Widerstände, die zeigen wieviel Macht und Einfluss die alten Kader noch haben.

    Der Petticoat-Mörder ist der erste Teil der Lemke –und-von Stain-Reihe und stammt aus der Feder von Leonard Bell.

    Nachkriegsdeutschland – Fred Lemke, darf nach seiner Ausbildung direkt bei der Abteilung Delikte am Menschen in Berlin anfangen, und das obwohl er der zweitschlechteste seines Jahrganges war. Sein erster Fall ist auch direkt ein Mordfall, den er zusammen mit seinen Kollegen untersuchen soll. Dieser möchte es direkt als Raubmord abtun, aber Fred Lemke sieht das anders und stößt damit direkt auf wenig Gegenliebe bei seinen Kollegen.

    Fred Lemke ist ein junger Mann, der mit seinen 23 Jahren noch nicht wirklich in der Welt angekommen ist. Sein neuer Beruf und die Menschen die er dadurch kennenlernt zeigen ihm eine neue Welt in Berlin und nur langsam kann er sich darauf einlassen. Als Ermittler scheint er aber die richtige Spürnase zu haben, denn trotz aller Widerstände lässt er nicht locker, was mir wirklich gut gefallen hat. Als Charakter mag ich Lemke eigentlich, auch wenn er manchmal ein wenig weltfremd wirkt, hat er das Herz auf dem richtigen Fleck.

    Ellen von Stain, seine Kollegin, ist schwerer zu fassen, man erfährt so einiges aus der familiären Vergangenheit, allerdings bleibt sie in vielen Bereichen undurchsichtig und geheimnisvoll, was für mich aber ein zusätzlicher Reiz darstellte, denn ich wollte die ganze Zeit immer wissen was es mit ihr auf sich hat.

    Der Fall selbst ist interessant und spannend, die Verstrickungen des Opfers in der Nazizeit lassen einen nur erschauern und ehrlich gesagt auch wenig Mitleid mit ihm aufkommen. Mir persönlich hat der Schauplatz im Nachkriegsdeutschland sehr gut gefallen, so langsam wird wieder gelebt, aber auf der anderen Seite haben immer noch viele Menschen Einfluss die schon im Naziregime was zu sagen hatten. Auch die Polizeiarbeit wirkt aus heutiger Sicht teils erschreckend, natürlich gab es viele Ermittlungsmethoden noch nicht, aber wie ermittelt wird und teils mit welchen Methoden Menschen in Verhören unter Druck gesetzt wurden nur um das gewünschte Ergebnis zu bekommen, ob es wahr ist oder nicht, wirkt schon sehr abschreckend.

    Dem Autor ist es für mein Empfinden gut gelungen in diesem historischen Krimi die damalige Zeit einzufangen , das neue Lebensgefühl und die alte Denkweise, die hier auch gerne mal aufeinander prallen.

    Mein Fazit:
    Für mich ein gelungener Serienstart, der Lust auf mehr macht. Ich bin schon auf den nächsten Teil der Reihe gespannt.

 

Der rote Judas (Paul Stainer 1)

Buchseite und Rezensionen zu 'Der rote Judas (Paul Stainer 1)' von Thomas Ziebula
NAN
(0 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Der rote Judas (Paul Stainer 1)"

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:469
Verlag:
EAN:

Diskussionen zu "Die Schatten von Westminster (Sebastian St. Cyr-Reihe 1)"

read more
 

Arrowood - Die Mördergrube: Kriminalroman für Sherlock Holmes Fans

Buchseite und Rezensionen zu 'Arrowood - Die Mördergrube: Kriminalroman für Sherlock Holmes Fans' von Finlay, Mick
3
3 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Arrowood - Die Mördergrube: Kriminalroman für Sherlock Holmes Fans"

Autor:
Format:Kindle Ausgabe
Seiten:432
Verlag:
EAN:

Diskussionen zu "Die Schatten von Westminster (Sebastian St. Cyr-Reihe 1)"

Lesern von "Arrowood - Die Mördergrube: Kriminalroman für Sherlock Holmes Fans" gefiel auch

read more

Rezensionen zu "Arrowood - Die Mördergrube: Kriminalroman für Sherlock Holmes Fans"

  1. Miss Birdie

    bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 27. Feb 2020 

    Wie immer muss William Arrowood neidvoll zugestehen, dass Sherlock Holmes einfach die bessere Presse bekommt. Er ist in die Suche eines jungen Adligen einbezogen. Zu Arrowood kommt dagegen das Ehepaar Barcley. Dieses will herausfinden, wieso ihre Tochter Birdie, die seit ein paar Monaten verheiratet ist, ihre Eltern nicht sehen will. Es ist nicht schwierig, die frisch Verheirateten zu finden. Birdie und ihr Mann leben auf einer Farm. Doch bei einem Treffen ist kaum ein Wort aus Birdie herauszukriegen. Allerdings wirkt sie nicht sehr glücklich. Neugierig geworden, beginnen Arrowood und sein Partner Barnett mit weiteren Nachforschungen.

    Dies ist der zweite Fall, in dem Arrowood und Barnett ermitteln, wobei Arrowoods Konkurrenz zu Sherlock Holmes nur am Rande auftaucht. Zu beschäftigt sind die beiden mit ihrem neuen eigenen Fall, die sie natürlich nicht in gehobenere Kreise führt, sondern eher in die Reihen der weniger Betuchten. Birdie ist dem Anschein nach eine freundliche, aber eher schlichte junge Frau. Sie schafft es nicht, sich aus ihrer Situation zu lösen. Ist sie überhaupt gerne verheiratet? Und was geht sonst noch auf der Farm vor sich? Ein Besuch dort ist unerläßlich und Arrowood erfährt, dass die Farm mehrere Arbeiter beschäftigt, die offensichtlich geistig eingeschränkt sind.

    Nach dem ersten Band, in dem Arrowood wie eine Art armer Verwandter des weithin bekannten Holmes auftaucht und der dadurch seinen Charme bezieht, fehlt diesem zweiten Band diese Überraschung zwangsläufig. Am Beginn entwickelt sich die Geschichte so langsam und betulich, dass man zu der Überlegung kommt, ob man dem Roman sei es auch nur als Hörbuch noch mehr Zeit widmen möchte. Erst recht spät kommt der Autor zu dem eigentlichen Thema, der Behandlung oder eher Misshandlung der geistig Behinderten im ausgehenden 19. Jahrhundert, wobei einige Beschreibungen kaum zu ertragen sind. Doch man beginnt mitzufiebern, ob nicht wenigstens ein paar der bedauernswerten Menschen aus ihrer Lage gerettet werden können und einer besseren Zukunft entgegensehen können. Dass Arrowood, um das ehrenvolle Ziel zu erreichen, teilweise seine schlechteren Seiten zeigen muss, nimmt man ihm nach einigen Erläuterungen nicht allzu übel.

    Angenehm vorgetragen wird dieses Hörbuch, das einiges Durchhaltevermögen einfordert, sich dann aber einen sehr interessanten Thema zuwendet, von Alexis Krüger.
    3,5 Sterne

 

Seiten