Die Kelten – Geschichte, Kultur und Sprache: Ein Studienbuch

Buchseite und Rezensionen zu 'Die Kelten – Geschichte, Kultur und Sprache: Ein Studienbuch' von Maier, Bernhard
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Die Kelten – Geschichte, Kultur und Sprache: Ein Studienbuch"

Format:Taschenbuch
Seiten:181
Verlag: Utb; Francke
EAN:9783825243548
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Rezensionen zu "Die Kelten – Geschichte, Kultur und Sprache: Ein Studienbuch"

  1. Gute Monographie, die mit so manchem Vorurteil hart ins Gericht

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 27. Feb 2020 

    Bernhard Maier ist ein ausgewiesener Kenner der keltischen Geschichte. In seiner Monoraphie "Die Kelten. Ihre Geschichte von den Anfängen bis zur Gegenwart", erschienen im Münchener Beck-Verlag beweist er dies durch eine fundierte und gut lesbare Darstellung dieses Völkerkonglomerat, das in seinen Ursprüngen nur schwer greifbar ist. Das fängt schon bei der Definition des Begriffes an, den die antiken Quellen erweisen sich diesbezüglich nicht als hilfreich. Ähnlich wie der Begriff Germane ist das Wort Kelte ein Sammelbegriff der Griechen und Römer für fremde Völker, der eher zur Selbstvergewisserung als zur tatsächlichen Tatsachenvermittlung taugt. Am ehesten lässt sich der Begriff durch die Sprachverwandtschaft begründen, was dann em ehesten die Verbreitung dieses Volksstammes vermittelt. Im weiteren folgt Maier der klassischen Einteilung der Geschichtsepochen in Antike, Mittelalter und Neuzeit, um jeweils die historischen und die kulturellen Entwicklungen dieses Volkes zu vermitteln, wobei mit vielen Vorurteilen, auch positiven, aufgeräumt wird. Die Renaissance des Keldtentums, der Druiden etc ist wohl eher einer Flucht der Gegenwart entsprungen als tatsächlicher historischer Faktizität, und manches, was dabei herauskommt, ist unfreiwillig komisch/peinlich. Als Beispiel sei hier der Film "Bravehart" genannt. Die Kilts, die die schottischen Kämpfer dort traghen, sind ein Produkt späterer Zeiten, die Kriegsbemalung entspricht der der antiken Picten und Scoten, aber keineswegs der dargestellten Zeit. Aber die Sehnsucht anch der guten alten (Kelten-)Welt machts möglich. Und auch heutige Bestrebungen in Irland, Schottland,Wales und in der Bretangne an vermeintliche oder tatsächliche keltische Traditionen anzuknüpfen, erweisen sich bei genauerem Hinschauen als eher bedenkliche Produkte eines Nationalismus, der sich von der Sprache und Kultur der Mehrheitsgesellschaft abzugrenzen versucht, also eigentlich eher reaktionär. Aber die selbsternannten Keltologen wird es nicht stören.

 

Im Bann der Seelenhändler

Buchseite und Rezensionen zu 'Im Bann der Seelenhändler' von Lavea Thoren
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Im Bann der Seelenhändler"

Autor:
Format:Taschenbuch
Seiten:367
EAN:9781074927370
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Rezensionen zu "Im Bann der Seelenhändler"

  1. Göttliche Streitigkeiten in unserer Nachbarschaft

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 14. Aug 2019 

    In diesem Urban Fantasy Roman geht es um nordische Götter, die sich in der heutigen Zeit immer noch auf der Erde herumtreiben und ihre Streitigkeiten untereinander austragen. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen Seelenhändler und eine Meerjungfrau, die das Gedächtnis verloren hat. Das Buch ist ein lesenswerter Ausflug in die Sagenwelt, in dem mit fundiertem Wissen der Autorin die alten Geschichten bis zur Neuzeit weiter gesponnen werden.

    Inhalt:
    Die 19jährige Madelaine erwacht nach eine Unfall ohne Erinnerungen. Erst als der Seelenhändler Grimnir auftaucht und ihr seine Hilfe gegen ihren Cousin Thiazi anbietet wird ihr klar, dass sie keine normale junge Frau ist. Langsam erfährt sie mehr über Asgard, den göttlichen Kampf um die Krone der Götter und ihre Rolle inmitten der Streitigkeiten. Doch wem soll sie trauen, wer will ihr wirklich helfen und welche Pläne hat ihre wahre Mutter in den Tiefen des Meeres. Das Tauziehen um sie beginnt und der Ausgang ist ziemlich ungewiss, solange sie selbst nicht weiß, was sie alles vergessen hat.

    Cover:
    Das Cover ist toll designt, zeigt schöne Verzierungen an den Ecken, das Schiff der Seelenhändler, zwei starrende Augen, ein angedeuteter Schmetterling und vermittelt dank des Feuers und des Dämmerungslichtes eine sehr bedrohliche Stimmung. Gefallen hat mir auch die Schrift der Kurzbeschreibung auf der Rückseite, sehr passend. Das einzige, was mir nicht so gefällt ist die Haptik des Papiers, das an Butterbrotpapier erinnert.

    Setting und Stil:
    Die Welt von Asgard, die nordischen Götter, ihre verwandschaftlichen Beziehungen und der nicht gerade nette Umgang untereinander und mit anderen Sagengestalten dürfte fast allen mehr oder weniger bekannt sein. So findet man hier auch viele Namen wieder, die man schon einmal gehört hat. Ergänzt wurde diese Welt durch die Autorin mit den Seelenhändlern, die sich allerdings hervorragend in die Sagenwelt einfügen. Auch der Sprung in die Neuzeit gelingt hervorragend. Eine was wäre wenn Geschichte, die perfekt ins Urban Fantasy Setting passt.
    Die Handlung wird aus Madelaines Ich-Perspektive erzählt und so kann man als Leser hautnah miterleben, wie sie langsam entdeckt, in was für Streitigkeiten sie hineingeraten ist. Die Geschichte ist in drei Bücher aufgeteilt, die sich in viele kleine Abschnitte aufgliedern.

    Charaktere:
    Madelaine passt perfekt als Identifikationscharakter. Man kann mit ihr dank des Gedächtnisverlustes alles Neue zeitgleich entdecken und mit ihr das Tauziehen um ihre Person erleben.
    Ihr Cousin Thiazi und der Seelenhändler Grimnir sind die beiden Männer, die je nach Sichtweise das Beste für sie wollen. Dabei hat der Leser bestimmt schnell seinen Favoriten gewählt.
    Spannend sind die Meerjungfrauen/Nixen Abschnitte, die mir besonders gut gefallen haben.
    Es gibt natürlich noch viele andere Charaktere, menschliche Freundinnen und göttliche Widersacher, die alle harmonisch zur Handlung beitragen.

    Geschichte:
    Das Buch zeigt einen etwas anderen Blick auf die nordische Götterwelt, bietet dank den Seelenhändlern ganz tolle neue Möglichkeiten und liefert eine abgeschlossene Handlung mit einem Ende, das vielleicht Möglichkeiten für eine Fortsetzung bietet. Eine spannende, mitreißende Geschichte, die nebenbei noch das Interesse an der nordischen Götterwelt weckt.

    Fazit:
    Lavea Thorens Debütroman kann ich jedem Fan des Genres empfehlen, der sich ein bisschen für Asgard und seine Bewohner interessiert oder gerne das Interesse dafür wecken will. Ein Buch, dass alte Sagen und moderne Handlung gekonnt miteinander verbindet, eine Handlung bietet, die Mitfühlen und -leiden lässt und bei mir die Hoffnung geweckt hat, dass entweder die Handlung fortgeführt, oder zumindest in diesem Umfeld ein weiteres Buch der Autorin spielen wird. Urban Fantasy mit vielen bekannten Namen in etwas anderen Rollen.

 

Luzifer - des Teufels Sünde

Buchseite und Rezensionen zu 'Luzifer - des Teufels Sünde' von Stella Tack
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Luzifer - des Teufels Sünde"

Autor:
Format:Taschenbuch
Seiten:378
EAN:9783960740087
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Rezensionen zu "Luzifer - des Teufels Sünde"

  1. Im Dienste eines Teufels

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 26. Okt 2016 

    Klappentext:
    In einem dunklen Kampf unter den mächtigsten Fürsten der Unterwelt, inmitten zweiköpfiger Höllenhunde, dem paranoiden (und verdammt noch mal sexy) Teufel Luzifer und einem depressiven Zombie, versucht die 599 Jahre junge Hexe Evening eigentlich nur, nicht auf grausame Weise zu sterben!
    Das einzige Hindernis: Sie kann absolut nicht zaubern, Luzifer wird aus der Hölle geworfen und Himmel sowie Hölle versinken ins absolute Chaos, sodass sie nicht nur vor machthungrigen Höllenfürsten und himmlisch angepissten Engeln gejagt werden, sondern auch vom Tod höchstpersönlich, der absolut keinen Sinn für Humor besitzt.

    Rezension:
    1415 erlebt die 19-jährige Bäckerstochter Evening mit, wie in ihrem Heimatdorf die Angst vor Hexen, aber auch vor der Inquisition umgeht. Kurz darauf werden ihre beste Freundin und deren Bruder Erhard, in den Evening verliebt ist, der Hexerei verdächtigt. Doch bald darauf trifft sie auf Luzifer persönlich, der ihr verspricht, sie zu einer Hexe auszubilden.
    600 Jahre später wollen andere Teufel Luzifer stürzen, um selbst die Macht in der Hölle zu übernehmen. Evening, die ihm die ganzen Jahrhunderte über in einer Hass-Liebe verbunden blieb, gefällt das gar nicht. Doch wird sie ihm helfen können, seine Macht zu erhalten? Im Hintergrund sind jedoch Mächte am Wirken, die drohen, Himmel und Hölle ins Chaos zu stürzen.
    Ein Buch über Hölle und Himmel. Aber keine Panik: Christlich ist dieses Buch garantiert nicht. Im Gegenteil; im Mittelalter wäre die Autorin für dieses Buch wahrscheinlich selbst auf dem Scheiterhaufen gelandet. Im steten Wechsel zwischen den beiden Zeitebenen erzählt Stella Tack auf humorvolle und immer wieder unterschwellig erotische Art die Abenteuer Evenings und Luzifers. Politische Unruhen drohen, die Hölle auf den Kopf zu stellen. Nach der Flucht aus der Hölle müssen die beiden ‚Helden‘ feststellen, dass die Verhältnisse im Himmel auch nicht viel besser sind. Selbst der Tod persönlich – mit Vornamen übrigens Adam – und seine Frau Eva blicken nicht mehr durch. Wer hier gut oder böse ist, kann bis zum Ende nicht eindeutig gesagt werden. Der Leser wird dabei schnell derart gefesselt, dass er das Buch fast nicht mehr zur Seite legen kann. Der Schreibstil nimmt ihn einfach mit. Und schließlich will er doch wissen, wie das ganze Chaos endet! Das ganze Buch schäumt einfach über vor gänzlich unerwarteten Einfällen.

    Fazit:
    Ein humorvoll-erotischen Höllentrip, wie man ihn noch nicht gelesen hat. Alle Daumen hoch!

    Alle meine Rezensionen auch zentral im Eisenacher Rezi-Center: rezicenter.wordpress.com