Als die Welt uns gehörte

Buchseite und Rezensionen zu 'Als die Welt uns gehörte' von Liz Kessler
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Als die Welt uns gehörte"

Autor:
Format:Audio CD
Seiten:0
EAN:9783839844038
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Rezensionen zu "Als die Welt uns gehörte"

  1. Liz Kessler - Als die Welt uns gehörte/When the world was ours

    Klappentext von der Verlagsseite:

    Eine kraftvolle, herzzerreißende und unvergessliche Geschichte

    Wien, 1936. Die drei Freunde Leo, Elsa und Max verbringen einen perfekten Tag im Prater. Vom Riesenrad aus betrachtet scheint die ganze Welt ihnen zu gehören. Doch bald darauf versinkt diese Welt um sie herum in Dunkelheit und der Krieg reißt sie grausam auseinander. In dieser Zeit der Angst und Verfolgung ist nicht sicher, wer von ihnen überleben wird.

    Inspiriert durch die Geschichte ihres Großvaters, erzählt Bestsellerautorin Liz Kessler in ihrem bisher persönlichsten Buch, wie Freundschaft, Familie und Liebe auch im Angesicht von Flucht und Tod den Glauben an das Gute im Menschen aufrechterhalten.

    Autoreninfo von der Verlagsseite:

    Liz Kessler hat als Lehrerin und Journalistin gearbeitet und wollte Schriftstellerin werden, seit sie im Alter von neun Jahren ihr erstes Gedicht veröffentlichte. Zehn Jahre lang lebte sie auf einem Hausboot. Inzwischen wohnt sie in einem wunderschönen kleinen Haus in Manchester und gibt Schreibkurse für Autoren. Ihre Kinderbücher über das Meermädchen “Emily” wurden zu internationalen Bestsellern.

    Sprecherinfo von der Verlagsseite:

    Julian Greis, Jahrgang 1983, wirkte in zahlreichen Theater-, TV- und Hörbuchproduktionen mit, u. a. in der erfolgreichen Hörspielvertonung von Wolfgang Herrndorfs Roman “Tschick”.

    Fritzi Haberlandt wird als eine der wichtigsten Charakterdarstellerinnen Deutschlands gefeiert. Für ihre zahlreichen Film- und Theaterrollen gewann sie u.a. den Deutschen Filmpreis und wurde mehrfach zur Nachwuchsschauspielerin des Jahres gewählt.

    Walter Kreye studierte an der Schauspielschule Bochum und spielte am Hamburger Thalia Theater, das Schauspielhaus sowie an der Schaubühne Berlin und an den Staatstheatern von Hannover und Stuttgart.
    Seit Ende der 1980er Jahre ist Walter Kreye vor allem durch zahlreiche Rollen in Fernsehkrimis berühmt geworden, u. a. übernahm er 2007 die Titelrolle der erfolgreichen ZDF-Serie “Der Alte”. Zudem ist er die Stimme der Simenon-Hörbücher.

    Friedhelm Ptok ist Schauspieler und Synchronsprecher. Seiner klassischen, sonoren Erzählerstimme folgt man gern in jedes Abenteuer.

    Erster Satz:

    Mein Vater war acht Jahre alt, als er 1939 mit seinen Eltern Frank und Annie Kessler die von den Nazis besetzte Tschechoslowakei verlässt..

    Meinung:

    Bücher oder auch Hörbücher, die das Thema “Holocaust” und “Zweiter Weltkrieg” behandeln, sprechen mich einfach an. So musste ich auch unbedingt “Als die Welt uns gehörte” von Liz Kessler, in diesem Fall, hören.

    Allein der Inhalt, der aus der Sicht der drei Kinder Leo, Elsa und Max geschildert wird, ist heftig für ein Jugendbuch und es lässt einen auch nach Tagen des Hörens nicht mehr los. Ein jedes Jahr des Holocaust und des Zweiten Weltkriegs wird jeweils aus der Sicht eines Kindes erzählt und jedes Mal stockte mir wieder der Atem beim Hören. Denn Greis, Ptok, Kreye und Haberlandt sprechen die Geschichte von Liz Kessler grandios. Ich musste es öfters unterbrechen, da ich mich wieder sammeln musste, und das ein oder andere Mal liefen mir die Tränen über die Wangen.

    Leo und Elsa sind jüdische Kinder und wohnen in Wien. Max Vater ist strenger Nationalsozialist und so hat es Max nicht leicht, wenn er mit seinen Freunden Leo und Elsa den Nachmittag verbringen möchte. Der unterschwellige Hass gegen alles andere fängt langsam an, man spürt wie es anfängt, mit den Reden von Max Vater, das Abwenden von Menschen nach Österreichs Anschluss ans Dritte Reich und wie immer mehr Max indoktriniert wird durch die Hitler Jugend. Man spürt auch immer wieder, wie er sich innerlich dagegen wehrt und man ist einfach fassungslos.

    Fassungslos ist man auch, wenn man Elsas Weg von der Flucht bis ins KZ verfolgt. Es erschreckt und Kessler hat mit der Grundlage durch ihren Jugendroman “Als die Welt uns gehört” den Sprechern einen starken Text vorgelegt, der zum einen fesselnd von Eva Riekert übersetzt wurde, als auch von den vier Sprechern grandios vertont wurde.

    Jedes einzelne, sehr kurze Kapitel berührt einen. Der erste so glückliche Moment mit dem Riesenrad zu Beginn bis zum packenden Ende mit Leo in London. Das Hörbuch lässt einen nicht los und es wirkt immer noch nach.

    Fazit

    “Als die Welt uns gehörte” von Liz Kessler ist ein packender, fordernder Jugendroman, der unbedingt entweder gelesen oder gehört werden muss. Er fesselt von der ersten bis zur letzten Minute und lässt einen nachdenklich und traurig zurück, mit dem dringenden Wunsch: Nie wieder!

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Verraten

Buchseite und Rezensionen zu 'Verraten' von Grit Poppe
3
3 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Verraten"

Autor:
Format:Taschenbuch
Seiten:336
Verlag: Dressler
EAN:9783791501642
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Rezensionen zu "Verraten"

  1. 3
    09. Mär 2017 

    Spezialkommando

    Zufällig befindet sich Luk Krieger, Mitglied einer Einheit zur Terrorbekämpfung, vor Ort als in einem Berliner Lokal eine Bombe gezündet wird. Sofort beginnen Spezialeinheiten der Polizei mit den Ermittlungen. Dabei wollen sie den Terrorismusexperten Krieger zunächst nicht dabeihaben. Krieger überzeugt die Leitende Kommissarin Cole mit seinen treffenden Analysen. Und schon bald führt eine Spur nach Köln. Das Entsetzliche kann jedoch nicht verhindert werden, in Köln geht eine zweite Bombe hoch. Man hofft allerdings, dem Täter auf der Spur zu sein, doch dieser wirkt sehr gut organisiert und informiert.

    Dieser actionreiche Thriller ist ausgesprochen spannungsgeladen, kurze Kapitel, schnelle Szenenwechsel, man weiß manchmal nicht wo einem der Kopf steht. Fast schon überhöht wirken die beiden zentralen Ermittler Luk Krieger und Anna Cole, einfach zu perfekt vom Aussehen her, von dem Geschick bei den Ermittlungen, von ihrer Charakterstärke und den fehlenden Schwächen. Mit der Schilderung der Anschläge wurde nach Auskunft des Autors eine Idee umgesetzt, die bereits im Jahr 2011 entstanden war und die natürlich vor dem Hintergrund der inzwischen tatsächlich verübten Anschläge eine besondere Aktualität erhalten hat. Die Ereignisse geben dem Buch einen unerwarteten Realitätsbezug. Krieger und Cole machen sich auf den Weg durch Deutschland, um den Attentäter zu stellen und möglicherweise noch Schlimmeres zu verhindern.

    Die Schilderungen des Autors zeichnen sich durch Detailkenntnis aus, die Art und Weise, wie in Behörden gearbeitet wird, erfährt eine Beschreibung, die von einem Insider kommen könnte. Zwar vermisst man manchmal die Aufklärung einiger Hintergründe oder auch eine Information darüber, wie gewisse Dinge durchgeführt wurden. Auch entwicklen die Personen eben weil sie so perfekt sind, nicht so viel Authentizität. Doch viel wird von dem rasanten Fortgang der Entwicklung aufgewogen ebenso von der Unterbreitung einer unerwarteten Wendung, bei der man sich gar keine Gedanken machen möchte, ob Ähnliches auch in der realen Welt geschehen könnte. Man traut einigen zwar einiges zu, aber man wünscht, dass es doch noch ein paar Grenzen geben möge.
    3,5 Sterne

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Der Codex Mendoza.

Buchseite und Rezensionen zu 'Der Codex Mendoza. ' von  Stefan Rinke
5
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Inhaltsangabe zu "Der Codex Mendoza. "

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:240
Verlag: wbg Edition
EAN:9783534273553
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Rezensionen zu "Der Codex Mendoza. "

  1. Ein Meisterwerk!

    Klappentext:

    „Er ist ein faszinierendes Zeugnis und ermöglicht uns tiefe Einblicke in die Geschichte, Kultur und Religion der Azteken: der Codex Mendoza, die wohl bekannteste Bilderhandschrift der frühen Kolonialzeit. Angefertigt wurde er um das Jahr 1541 für Karl V., König von Spanien und Kaiser des Heiligen Römischen Reichs. Heute befindet sich die wertvolle Handschrift, die in aztekischer Glyphenschrift verfasst und in Nahuatl, der traditionellen von spanischen Missionaren verschriftlichten Sprache, und in Spanisch kommentiert wurde, in der Bodleian Library in Oxford….

    Der Codex Mendoza präsentiert nicht nur die Geschichte der aztekischen Herrscherdynastie von 1325, dem Jahr der Gründung der Hauptstadt Tenochtitlán, bis zur vernichtenden Niederlage gegen Hernán Cortés 1521. Auch das Arbeits- und Alltagsleben des aztekischen Volkes, religiöse Zeremonien und sogar die Kindererziehung werden detailliert geschildert.“

    Diese besondere Ausgabe aus dem Hause wbg-Edition ist ein echtes Schmuckstück und ein großer Wissensschatz zugleich! Erstmals gibt es eine deutsche Übersetzung dieses Werkes und die hat es in sich!

    Als Leser staunen wir nicht nur über Zeichnungen und Bilder (Originalgröße!) sondern auch über die Texte und deren Inhalt. Neben wissenschaftlichen Texten, Erzählungen etc. erleben wir Leser hier auch die Übersetzung aztekischer Hieroglyphen und spanischer Kommentare. Sie tauchen als Leser komplett in das Leben der alten Azteken ein und erleben ein neues Zeitalter der damaligen Geschichte - Kolonialisierung, Machtübernahmen, die Stimme der Autoren ohne Namen…ein Codex eben.

    Die Optik und Haptik ist hier perfekt gelungen: die Bindung und Heftung ist stark und sauber, die Seiten haben eine tolle Stärke, die Bilder und Texte sind brillant und genau gedruckt. Ein Schuber schütz das gewaltige Buch vor äußeren Einflüssen. Dieses Buch sollte man, auf Grund seines Gewichts (fast 3,5 kg), auf einem Lesepult oder Tisch mit Handschuhen lesen. Die Frage nach dem Preis ist somit beantwortet. Dieses Werk hat diese Umsetzung komplett verdient und ist es auch wert so präsentiert zu werden.

    Ein Meisterstück! 5 von 5 Sterne!

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King George II.

Buchseite und Rezensionen zu 'King George II. ' von Norman Davies
5
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Inhaltsangabe zu "King George II. "

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:208
EAN:9783806243109
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Rezensionen zu "King George II. "

  1. Ein Deutscher auf dem britischen Thron

    Klappentext:

    „Mit seinen Bediensteten sprach er Deutsch, in der Familie vorzugsweise Französisch. Georg II. August, der zum ersten Mal mit 31 Jahren nach England kam, herrschte 33 Jahre als kritisch beäugter „Ausländer“ über das britische Empire. Zugleich war Georg August Kurfürst seiner Heimat Braunschweig-Lüneburg. Mit leichter Hand portraitiert der britische Historiker Norman Davies dieses barocke Schwergewicht und zieht alle Register stilistischer Eleganz und britischer Ironie.“

    Autor Norman Davies hat es doch tatsächlich geschafft eine Biografie zu verfassen, die nicht nur Wissen, sondern auch gewissen Witz und Charme enthält. Seine Worte und Gedanken zu Georg II. sind sehr bildhaft und flüssig geschrieben. Er lässt eine alte Zeit wieder aufleben und schnell wird klar, welche Rolle Georg August Kurfürst von Braunschweig-Lüneburg damals inne hatte: er war ein gewisser schwarzer Fleck in der Optik, wenn auch ein dicker, denn der britische Thron hatte dies vorher noch nie inne, einen Ausländer zum König. Heute würde man von Integration sprechen, damals war es frevelhaft zumindest hinter vorgehaltener Hand, aber es war nunmal so vorgesehen und der arme Kerl konnte ja nichts dafür das er aus Deutschland kam…so etwas sucht sich ja bekanntlich niemand aus ob er den Thron besteigen will oder nicht. Wie gesagt, die bildhaften und ausschweifenden Beschreibungen über die Person und die damalige Zeit sind sehr gelungen und man erschrickt schon manches Mal wenn man an die heutige Zeit denkt und dies mal reflektiert.

    Wer hätte gedacht das eine Biografie so erhellend sein kann?!

    Die Aufmachung ist ebenfalls sehr gelungen: Bilder und Texte sind harmonisch zusammen gesetzt und untermalen diese gekonnt.

    Ein ganz besonderes Buch über eine besondere Person: 5 von 5 Sterne!

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Atlas der maritimen Geschichten und Legenden

Buchseite und Rezensionen zu 'Atlas der maritimen Geschichten und Legenden' von Cyril Hofstein
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Atlas der maritimen Geschichten und Legenden"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:136
EAN:9783832169015
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Rezensionen zu "Atlas der maritimen Geschichten und Legenden"

  1. Welch schönes Buch!

    Klappentext:

    „Das Meer ist Schauplatz großer Entdeckungen und Abenteuer, unerlässlicher Transportweg für Reisende und Handel, ein Ort, an dem Menschen Neues gewagt haben und über sich hinausgewachsen sind. Dieser Band erzählt von wahren Begebenheiten, die sich auf den Weltmeeren ereignet haben, ebenso wie von Legenden und Sagen, die Seeleute bis heute auf ihren Überfahrten begleiten.

    Die Geschichten reichen vom Atlantischen bis zum Pazifischen Ozean, von der Ostsee bis zur Karibik und von der Antike bis zur Gegenwart. Sie wurden über Jahrhunderte von Hafen zu Hafen weitergetragen und handeln von mutigen Seglern, modernen Piraten, Meerjungfrauen und Pharaonen. Einige bekanntere unter ihnen wie etwa die Sage vom Fliegenden Holländer gehören längst zum maritimen Kulturerbe, während andere über die Zeit in Vergessenheit geraten sind, adaptiert oder sogar verzerrt wurden, und nur darauf warten, wie ein verlorener Schatz aus den Tiefen geborgen und neu entdeckt zu werden.“

    Autor Cyril Hofstein hat mit diesem Buch viel Wissen in ein schmales Büchlein gesteckt welches komplett begeistert. Sein flüssiger Schreibstil und die Art, die Geschichten so auch zu beschreiben ist sehr gelungen. Man merkt ihm seine Begeisterung für diese Sparte komplett an und dies überzeugt durch authentische Wortwahl. Wir erleben hier Klassiker aber auch neue Geschichten, die vielleicht nicht jedem bekannt sein dürften. Die Texte sind sehr harmonisch angeordnet und hier und da mit kleinen Karten untermalt für die bessere Übersicht. Generell ist die Optik und Haptik hier sehr elegant und geschmackvoll gelöst. Dieses Buch ist kein Märchenbuch aber eben auch kein reines Sachbuch. Da ich selbst lange zur See gefahren bin, kann ich nur klar sagen: ein tolles und lesenswertes Buch, egal ob Landratte oder Seemann. Ich vergebe 5 von 5 Sterne!

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Die Grenze

Buchseite und Rezensionen zu 'Die Grenze' von Erika Fatland
NAN
(0 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Die Grenze"

Format:Broschiert
Seiten:623
EAN:9783518469743
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Biografie einer Eiche

Buchseite und Rezensionen zu 'Biografie einer Eiche' von James Canton
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Biografie einer Eiche"

Autor:
Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:208
Verlag:
EAN:9783832180034
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Rezensionen zu "Biografie einer Eiche"

  1. Mein Freund der Baum

    Klappentext:
    „James Canton besucht die achthundert Jahre alte Honywood-Eiche in Essex. Sie war ein Schössling, als die Magna Carta unterzeichnet wurde und König Johann England regierte. Heute bildet sie ein eigenes Ökosystem, in dem unzählige Insekten, Vögel und Fledermäuse, Moose, Farne und Pilze leben. Eichen sind zu Mythen und Legenden geworden. In vielen Religionen spielen sie eine besondere Rolle, und für die Entwicklung der menschlichen Zivilisation waren und sind sie von großer Bedeutung. Wir bauten unsere Häuser und Schiffe aus ihrem Holz, schürten unsere Feuer damit und mahlten ihre Eicheln in Zeiten der Hungersnot zu Mehl. ›Biografie einer Eiche‹ ist ein Buch über die Lehren, die wir aus der Natur ziehen können, wenn wir nur langsam genug zuhören.“

    Eine Biografie über einen Baum schreiben? Jepp, das ist möglich und Autor James Canton erzählt sie uns. Es scheint schon schier unglaublich wenn man den Worten von Canton folgt, was und wie er diese Biografie verpackt. Scheint es doch eher so, dass wir ein Buch über Geschichte lesen?! Aber genau das ist es: diese Eiche in Essex (die Fotos im Netz dazu sind unglaublich wenn man sie in aller Ruhe betrachtet!) hat sage und schreibe 8 Jahrhunderte auf dem Buckel und so viel Geschichte erlebt wie manche Kirche, Klöster oder Abtei nicht. „Dieser Baum müsste sprechen können!“ - genau das kommt einem beim lesen immer wieder in den Sinn. Es ist einfach so faszinierend und speziell zugleich, denn Canton zeigt uns auf, wie so ein Baum gewachsen ist, wie er Lebensraum für die Natur selbst wurde und immer noch ist. Das es dann auch noch eine Eiche ist, die hier genauer beleuchtet wird, macht uns James Canton auch noch auf eine sehr sympathische Weise klarer, denn Eichen sind ganz besondere Bäume.
    Dieses Buch ist vollgestopft mit geschichtlichem Wissen, Naturkunde, Mythologie und ganz viel Liebe und vor allem Respekt gegenüber der Natur. Cantons Worte sind nicht nur lehrend, sondern auch verdammt eindringlich und bewegend. Ich hätte nicht gedacht, dass so ein Buch mich mal so fesseln und bewegen könnte - dafür gibt es eine klare Leseempfehlung und selbstredend 5 von 5 Sterne!

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Die Gärten der Künstler

Buchseite und Rezensionen zu 'Die Gärten der Künstler' von Jackie Bennett
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Die Gärten der Künstler"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:224
EAN:9783836921671
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Rezensionen zu "Die Gärten der Künstler"

  1. Jeder Garten hat seinen Künstler

    Klappentext:

    „Dieses Buch zeigt über 20 Gärten, die geheimer Rückzugsort, Inspirationsquelle, Heim und Freiluftatelier weltberühmter Künstler waren. Blumen und Gärten waren für Künstler häufig ein überaus wichtiges Motiv. Bestes Beispiel ist der Garten von Claude Monet in Giverny, den der Impressionist in Hunderten von herrlichen Gemälden festhielt. Zuweilen wurden Dörfer zum Anziehungspunkt für Künstlerkolonien, etwa das bayerische Murnau oder Skagen im Norden Dänemarks. Die hier präsentierten Gärten und Häuser können heute noch besichtigt werden.“

    Dieses Buch ist allein optisch und haptisch ein echter Genuss. Der Einband und die generelle Aufmachung (Buchseiten, Aufteilung von Wort und Bild) gehen komplett in die Sparte Coffetable-Book und auch der Inhalt brilliert mit seiner ganz Bandbreite an Optik. Hier dürfen wir Leser ganz intensiv in die Gärten der Künstler eintauchen. Nicht überall ist der Zugang für Besucher offen, oder der Weg zu weit, aber genau dafür schafft dieses Buch gekonnt Abhilfe. Der Garten von Frida Kahlo zum Beispiel wird sehr gut in Szene gesetzt und zeigt den inneren Spiegel der Künstlerin wieder auf, aber das ist nur win Beispiel.

    Die Bilder bezaubernd den Leser ganz allein, aber selbstverständlich sind die Texte zwingend notwendig und sehr gut arrangiert. Gärten werden erläutert, genau wie die Intention dahinter, diesen so anzulegen wie er jetzt eben ist.

    Dieses Buch ist ein echter Lesegenuss und bezaubert auf ganzer Linie jeden Hobbygärtner. Man erhält Anregungen, Ideen…und genau dafür bekommt es auch 5 von 5 Sterne!

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Paulus in Ephesus

Buchseite und Rezensionen zu 'Paulus in Ephesus' von Carsten Jochum-Bortfeld
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Paulus in Ephesus"

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:273
Verlag:
EAN:
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Rezensionen zu "Paulus in Ephesus"

  1. Die Paulus-Briefe im historischen Kontext interpretiert

    Cover:
    ---------
    Das Titelbild zeigt die Ruinen des alten Ephesus, in dem Paulus einst für eine bestimmte Zeit lebte und wirkte und stimmt damit optimal auf den Inhalt ein. Es wirkt wie der Eingang in die alte Welt und sehr ansprechend.

    Inhalt:
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    Es gibt viele religiöse Untersuchungen, wie man die Texte der Paulus-Briefe im Neuen Testament deuten und einordnen kann. Der Autor dieses Buches wählt einen anderen Ansatz. Er versucht aus der Geschichte und damaligen Kultur heraus Paulus' Motivation und die seiner Anhänger, der ersten Messiasleute, zu interpretieren. Dabei bedient er sich einer Entdeckungstour durch die antike Stadt Ephesus.

    Mein Eindruck:
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    In der Einleitung steht: "Lange Zeit konzentrierte sich die Auslegung der Paulusbriefe auf die zentralen Glaubensaussagen in den Texten. Sie wurden isoliert für sich betrachtet. Die konkreten Lebensbedingungen der Menschen in den antiken Städten, die diese Briefe geschrieben und gelesen haben, waren nicht im Fokus der Auslegung. Die politischen, wirtschaftlichen und sozialen Strukturen des römischen Reichs sah man für die Interpretation der Bibeltexte als völlige Nebensächlichkeit an."

    Im Kern steht dabei die Frage: "Wie lassen sich diese Texte lesen und verstehen, wenn man sie in eine antike Großstadt wie Ephesus hineinstellt?"

    Dies ist m. E. dem Autor hier sehr gut gelungen. Er untersucht hierbei verschiedene Bereiche des kulturellen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Lebens. Obwohl ich mich mit der Antike bereits befasst habe, habe ich in diesem Buch auch viele neue Aspekte erfahren und bekam neue Erkenntnisse über das Leben in dieser Zeit. Noch wichtiger aber waren mir hier die Rückschlüsse, die man im Bezug auf den christlichen Glauben und das Ausleben des Glaubens hieraus ziehen konnte. Schon in der Vergangenheit hatte ich mich öfter gefragt, wie bestimmte Glaubens-Aspekte mit der damaligen Kultur in Einklang zu bringen sind, wie sich "die ersten Christen" gefühlt haben mögen und welchen Gefahren sie dabei möglicherweise ausgesetzt waren.

    Zur Einstimmung dienen zwei Karten auf den ersten Seiten, die Ephesus' Ruinen als Lageplan und eine Karte des heutigen Ephesus zeigen. Der Autor begleitet dann Paulus und seine Anhänger in Gedanken beim Verweilen bestimmter Orte innerhalb der Stadt und verknüpft dabei in jedem Kapitel einen bestimmten Aspekt des antiken Lebens mit bestimmten Botschaften aus den Paulus-Briefen. So erfährt der Leser unter anderem, wie schwer es war, neben dem gesellschaftlich fast schon überlebensnotwendigen Kult um die Göttin Artemis, den Glauben und die Anbetung eines Gottes auszuleben. Oder warum die christlich angestrebte Geschwisterliebe im Kontrast zum griechischen und römischen Hierarchiedenken stand. Diese Aspekte fand ich sehr spannend, denn sie verdeutlichen, wie revolutionär und schwierig es damals für Paulus und die Messiasleute war. Und dennoch konnte sich diese Bewegung bis in die heutige Zeit durchsetzen und etablieren. Herr Jochum-Bortfeld versteht es, Geschichte lebendig werden zu lassen und einzelne Aspekte des christlichen Glaubens von einer anderen Seite zu beleuchten und mit entsprechenden Quellen zu untermauern. Durch einige Bilder der Ruinen in jedem Kapitel wird das Geschilderte für dem Leser noch anschaulicher. Abgesehen von einigen Wiederholungen sowie Ausschweifungen, bei denen ich zwischenzeitlich den roten Faden verlor, ist das Buch sehr gut verständlich und eindrucksvoll geschrieben. Auch für nicht religiöse Menschen zu empfehlen, die mehr über den Alltag in der Antike erfahren möchten.

    Fazit:
    ---------
    Eine interessante Reise durch das antike Alltagsleben und seine Auswirkung auf Paulus' Botschaft und das Leben der ersten Messiasleute

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