Die exzentrische Lebensgeschichte des Künstlers und Verbrechers Benvenuto Cellini. Bildhauer, Goldschmied und Mörder: das Leben des Enfant terrible der italienischen Renaissance

Buchseite und Rezensionen zu 'Die exzentrische Lebensgeschichte des Künstlers und Verbrechers Benvenuto Cellini. Bildhauer, Goldschmied und Mörder: das Leben des Enfant terrible der italienischen Renaissance' von  Uwe Neumahr
1
1 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Die exzentrische Lebensgeschichte des Künstlers und Verbrechers Benvenuto Cellini. Bildhauer, Goldschmied und Mörder: das Leben des Enfant terrible der italienischen Renaissance"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:320
Verlag: wbg Theiss
EAN:9783806241471

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Rezensionen zu "Die exzentrische Lebensgeschichte des Künstlers und Verbrechers Benvenuto Cellini. Bildhauer, Goldschmied und Mörder: das Leben des Enfant terrible der italienischen Renaissance"

  1. Cellini würde dieses Buch vernichten

    bewertet:
    1
    (1 von 5 *)
     - 10. Apr 2021 

    Klappentext:
    „Er gilt als einer der größten Bildhauer der Nachantike und als einer der wichtigsten Künstler des Manierismus: Benvenuto Cellini, ein typischer "uomo universale" der italienischen Renaissance. Sein Leben war jedoch nicht nur auf künstlerischer Ebene vielseitig und aufregend. Cellini wurde mehr als einmal des Mordes angeklagt, eingekerkert und sogar zum Tode verurteilt. In seiner Autobiografie berichtete er von zahlreichen Abenteuern und übertrieb es manchmal mit der künstlerischen Freiheit. Dr. Uwe Neumahr hat sich auf Spurensuche begeben und die Biografie eines Künstlers verfasst, dessen spannender Lebensweg keiner Übertreibung bedarf....“

    Eine Biografie über Cellini - wie interessant! Aber um es kurz zu machen: es war eine Katastrophe. Der Ausdruck, die Grammatik...waren einfach nur umständlich, verworren, schwerfällig und langweilig. Dieser Künstler war damals schon und auch bis heute ein Exzentriker und sein Leben ist nunmal ein sehr spannendes und besonders gewesen, da macht eine Biografie schon Sinn. Aber diese Biografie hier, war einfach ein Flop und ich habe mich wirklich durch alle Seiten gequält. Da nützen auch die Bilder nichts mehr oder die Quellenangaben...wobei die mit Sicherheit eine spannendere Aufzeichnung gegeben hätten als diese Bio hier. Cellini wäre ausgeflippt bei diesem Buch über sich und hätte es in de Luft zerrissen. 1 von 5 Sterne.

 

Die Wikinger - Seeräuber und Krieger im Licht der Archäologie. Wie war das Leben in der Wikingerzeit wirklich? Was archäologische Funde in Siedlungen und Gräbern erzählen. Mit vielen Fotos.

Buchseite und Rezensionen zu 'Die Wikinger - Seeräuber und Krieger im Licht der Archäologie. Wie war das Leben in der Wikingerzeit wirklich? Was archäologische Funde in Siedlungen und Gräbern erzählen. Mit vielen Fotos.' von  Matthias Toplak
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Die Wikinger - Seeräuber und Krieger im Licht der Archäologie. Wie war das Leben in der Wikingerzeit wirklich? Was archäologische Funde in Siedlungen und Gräbern erzählen. Mit vielen Fotos."

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:136
Verlag: wbg Theiss
EAN:9783806242904

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  1. Wikinger

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 07. Apr 2021 

    Klappentext:

    „...Die Wikinger gelten als wilde, barbarische Seekrieger, die im Mittelalter aus Skandinavien über die Dörfer und Städte Europas hereinbrachen. Sie raubten der Bevölkerung ihren Besitz und plünderten Kirchen und Klöster. Doch das ist nur ein Teil der Wahrheit....“

    Wenn man im Norden wohnt, begegnen einem die Vermächtnisse immer wieder, manchmal sieht man sie, manchmal nicht. Die Zeichen der Wikinger sind überall verstreut. In diesem Buch von Archäologe Matthias Toplak erfahren wir Leser kurz und bündig auf wenigen Seiten das Wichtigste was wir wissen müssen zum Thema. Toplak untermalt sehr viel mit Bildern und lässt seine Worte damit wunderbar aufzeigen. Schnell merkt man aber, das Toplak viele Dinge hinterfragt und er als Forscher die Dinge gern auch aufklären und belegen will. Zudem nimmt er sich den Mythos vor, Wikinger seien die „bösen Männer aus dem Norden“, grobschlächtig, gewaltbereit und furchteinflößend. Was ist dran?

    Dieses Buch beinhaltet sehr viel Wissen über Waffen, Schiffbau und Co. und wenn man sich die Fundorte verschiedener Dinge genauer betrachtet, lohnt eine Reise in die dortigen Museen um ein weiteres.

    Die Wikinger waren ein „Völkchen“ für sich und Toplak zerpflückt dieses Volk sehr unterhaltsam und kurzweilig - ein sehr informatives Buch in dem nur ein begrenzter Teil Wissen steckt, dieser aber dafür wunderbar recherchiert. Ich vergebe 4 von 5 Sterne!

 

Das Römische Reich von Tiberius bis Nero (Geschichte kompakt)

Buchseite und Rezensionen zu 'Das Römische Reich von Tiberius bis Nero (Geschichte kompakt)' von Babett Edelmann-Singer
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Das Römische Reich von Tiberius bis Nero (Geschichte kompakt)"

Format:Taschenbuch
Seiten:176
Verlag: wbg academic
EAN:9783534268764
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Rezensionen zu "Das Römische Reich von Tiberius bis Nero (Geschichte kompakt)"

  1. Knapp, aber höchst informativ

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 05. Apr 2021 

    Barbara Edelmann-Singers "Das Römische Reich von Tiberuis bis Nero" bietet eine knappe, aber gute Darstellung der ersten vier Nachfolger Augustus' aus dem julisch-claudischen Kaiserhaus. Angeregt durch die Biographie des Tiberius, die ich letztens gelesen habe, bin ich auf dieses Buch aus der Reihe "Geschichte kompakt" der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft Darmstadt gestoßen und habe den Kauf nicht bereut. Die Reihe verspricht "Studienwissen kompakt" mittels einer übersichtlichen und lesbaren Darstellung und einem kommentierten Literaturverzeichnis, was zumindest für diesen Band auch zutrifft. Der Leser findet Kurzbiographien der vier Kaiser Tiberius, Caligula, Claudius und Nero, die alle auf irgendeine Art und Weise mit Augustus verwandt waren, ein deutliches Indiz dafür, dass die Erblichkeit des Princeps-Amtes von diesem durchdacht vorbereitet war, denn jedesmal, wenn ein Kaiser starb, kamen nur Kandidaten aus dieser Familie in Betracht, was Augustus' ständiger Beteuerung, sich nur als "primus inter pares" zu sehen, der die Gesetze der römischen Republik achte, zu reiner Kaschierung seines Machtanspruchs macht. Nun gut, das ist beileibe keine neue Erkenntnis, wird aber eben noch einmal gebündelt feilgeboten.

    Interssant ist, dass alle Nachfolger, die es per se schwer hatten, aus dem Schatten ihres prominenten Vorfahren herauszutreten, von den wenigen überlieferten Quellen in ein eindeutig negatives Licht gerückt werden, einerseits deshalb, weil die Autoren der Quellen entweder dem faktisch entmachteten Senatorenstand entstammten oder sich andererseits als Speichellecker der folgenden Kaiser ihre Meriten, sprich ihr Ein- und Auskommen sichern wollten. So ist selbst das völlig einseitige Nero-Bild, das bis ins 20.Jahrhundert hinein auch durch Filme wie "Quo vadis?" tradiert worden ist, berechtigterweise in Frage zu stellen. Dass der Brand Roms wohl kaum auf seine Verantwortung geht, ist mittlerweile unumstritten, ja selbst die drakonischen Strafen, die sich gegen die Christen als "Bauernopfer" richteten, waren die im antiken Rom üblichen für Brandstiftung und Aufruhr.

    Zusammenfassend kann man für den behandelten Zeitraum festhalten, dass in den ersten gut 70 Jahren nach der Zeitenwende wichtige Grundlagen für das Fortdauern des Imperium Romanum gelegt wurden, seien es die eingeführten Regelungen zur Verwaltung der Provinzen, zur Vergöttlichung der Herrscher, des Einflusses von bisher in der römischen Geschichte eher bedeutungslos gebliebenen Frauen oder die Bedeutung der Herrscherfamilie (die nachfolgenden Kaiserhäuser erhielten sich durch die Adoption fähiger Militärführer) gelegt worden sind.

 

Alles, was wir wissen und was nicht. Raketen, Vulkane, Mumien, Bienen, Kriege, das Gehirn und unsere Zukunft. Für Wissensdurstige in jedem Alter: Wissenschaft spannend verpackt & anschaulich erklärt.

Buchseite und Rezensionen zu 'Alles, was wir wissen und was nicht. Raketen, Vulkane, Mumien, Bienen, Kriege, das Gehirn und unsere Zukunft. Für Wissensdurstige in jedem Alter: Wissenschaft spannend verpackt & anschaulich erklärt.' von  Christopher Lloyd
5
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Inhaltsangabe zu "Alles, was wir wissen und was nicht. Raketen, Vulkane, Mumien, Bienen, Kriege, das Gehirn und unsere Zukunft. Für Wissensdurstige in jedem Alter: Wissenschaft spannend verpackt & anschaulich erklärt."

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:384
Verlag: wbg Theiss
EAN:9783806243116

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  1. Wissen für Alle!

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 04. Apr 2021 

    Klappentext:
    „...Woraus bestehen Sterne? Wie schaffen es Pflanzen und Tiere, in der Wüste zu überleben? Wovon hängt es ab, wie ähnlich Kinder ihren Eltern sehen? Die Welt und das Universum sind voller Dinge, die es zu entdecken und vor allem zu bestaunen gilt. Wissenschaftsjournalist Christopher Lloyd hat für Wissensdurstige jeglichen Alters kurze Artikel zu abwechslungsreichen Themen zusammengetragen. Seine Enzyklopädie schenkt der ganzen Familie Lesespaß mit Aha-Erlebnissen!...“

    Ich habe als Kind schon immer mein Lexikon geliebt und kannte es irgendwann gefühlt auswendig. Autor Christopher Lloyd hat mit diesem Buch die Lücke eines aktuellen Lexika der anderen Art geschlossen, denn hier werden in 8 Themengebieten alles abgehandelt, was man eben wissen sollte. Allgemeinbildung eben. Neben kurzweiligen und informativen, zum Teil auch witzigen, Erläuterungen und Erklärungen sind unheimlich viele Grafiken, Bilder und Co. hier mit im Fokus. Sie untermalen die Texte bzw. wirken durch ihre Fülle auch manchmal ganz allein als Erklärung. Bei der gewählten Wortwahl fällt auf, dass Lloyd Groß und Klein gleichermaßen anspricht. Er ist sachlich und fachlich immer korrekt und erklärt wahrlich verständlich. Auch wenn dieses Buch auf den ersten Blick eher als Kinderbuch deklariert werden könnte, kann ich Ihnen versichern, das dieses Buch ein Buch für alle Altersklassen gleichermaßen ist, denn Wissen macht vor niemanden halt und das ist auch gut so!
    5 von 5 Sterne sowie eine klare Leseempfehlung!

  1. Für mich die beste Enzyklopädie seit langem

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 26. Mär 2021 

    „Alles, was wir wissen und was nicht“ von Christopher Loyd ist ein kunterbuntes Lexikon schmökern. Entgegen der gängigen Enzyklopädien wurden die Inhalte mit über 1000 Illustrationen untermauert. Durch die besondere Komposition der Seiten und die vielen Bilder wirkt das Buch manchmal wie eine Zeitschrift. Mir hat das sehr gut gefallen, weil man die wesentlichen Informationen auf einen Blick vorfindet. Insbesondere für jugendliche finde ich das Nachschlagewerk total klasse. Aber auch als Erwachsene kann man hier noch viel lernen. Der Autor widmet sich auf 375 Seiten den unterschiedlichsten Themen der Weltgeschichte. Von der Entstehung des Universums bis in die heutige Zeit. Auf diesem Weg begegnet dem Leser - wie der Titel schon vermuten lässt – vielen was man noch nicht wusste und was einen in Erstaunen versetzt. Besonders hervorheben möchte ich, dass es richtig Spaß macht in diesem Buch zu Blättern. Natürlich ist es nicht möglich auf den 375 Seiten jedes noch so kleine Detail darzustellen, aber ich habe die für mich wichtigen Infos alle finden können. Ich würde das Buch zudem weniger als Nachschlagewerk für konkrete Themen empfehlen, sondern eher zum schmökern und entdecken. Ich finde es total klasse und möchte es gerne empfehlen. Für mich die beste Enzyklopädie seit langem.

 

Wie schwer ein Menschenleben wiegt: Sophie Scholl

Buchseite und Rezensionen zu 'Wie schwer ein Menschenleben wiegt: Sophie Scholl' von Maren Gottschalk
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Wie schwer ein Menschenleben wiegt: Sophie Scholl"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:347
Verlag: Beck C. H.
EAN:9783406768552
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Rezensionen zu "Wie schwer ein Menschenleben wiegt: Sophie Scholl"

  1. Eine mutige junge Frau

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 26. Feb 2021 

    Die deutsche Journalistin und Historikerin Maren Gottschalk zeigt in diesem Buch den Lebensweg der Galionsfigur des kaum vorhandenen Widerstands während der Nazizeit nach. Mit vielen Tagebucheinträgen und Briefen zeigt sie uns ein Bild der jungen Sophie Scholl, die sich zunächst auch von der Nazipropaganda einfangen lässt und ein begeistertes und engagiertes Mitglied der deutschen Hitlerjugend, bzw. dem weiblichen Pendant Bund Deutscher Mädel wird. Auch ihr Bruder Hans, ebenfalls Mitglied der "Weißen Rose", war zu Beginn ein überzeugtes HJ-Mitglied und Gruppenführer. Aber so nach und nach rebellieren die Geschwister gegen diese starre und unnachgiebige Autorität, die selbstständiges Denken und Handeln unterdrücken möchte. Spätestens mit dem Beginn des Zweiten Weltkriegs geht Sophie Scholl in die Meinungsopposition, auch wenn sie diese zunächst nur im engsten Freundes- und Familienkreis äußert. Aber ihre inneren Widerstände gegen das Unterdrückungsregime werden immer größer und so zögert sie kaum, der Gruppe der "Weißen Rose" um ihren Bruder Hans beizutreten und sie tatkräftig zu unterstützen. Die "Weiße Rose" war keine militante Widerstandsgruppe, sie hatte nur versucht, eine andere Meinung oder Wahrheit zu verbreiten, in der Hoffnung viele Menschen zu motivieren es ihnen gleichzutun. Es erforderte viel Mut aller Beteiligten und leider haben sechs junge Menschen diese Kühnheit mit ihrem Leben bezahlen müssen.

    Der Schreibstil des Buchs ist sehr nüchtern und sachbuchartig, aber trotzdem konnte ich es zum Ende hin kaum aus der Hand legen, obwohl mir der Ausgang der Geschichte natürlich schon bekannt war.

    Am 9. Mai 2021 wäre Sophie Scholl 100 Jahre alt geworden. Sie wurde im Alter von 21 Jahren von den Nazis ermordet, weil sie so mutig war, in dieser Zeit der Unterdrückung und Gewalt, ihre Meinung laut zu äußern. Wir sollten Sie und ihre Mitstreiter niemals vergessen!

 

Triumph der Macht: Das römische Imperium von Hadrian bis Konstantin

Buchseite und Rezensionen zu 'Triumph der Macht: Das römische Imperium von Hadrian bis Konstantin' von  Michael Kulikowski
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Triumph der Macht: Das römische Imperium von Hadrian bis Konstantin"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:488
Verlag: wbg Theiss
EAN:9783806236699
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Rezensionen zu "Triumph der Macht: Das römische Imperium von Hadrian bis Konstantin"

  1. Anregend und fundiert

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 09. Jan 2021 

    Generell bin ich grundsätzlich immer etwas skeptisch bei historischen Studien amerikanischer Historiker. Zu oft schon habe ich eher reißerische, aber wissenschaftlich wenig fundierte Darstellungen in den Fingern gehabt, wobei sich diese zumeist auf die Zeitgeschichte bezogen. Nun wurde von der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft Michael Kulikowskis "Triumph der Macht" angeboten und ich habe mir das Buch, ehrlicherweise zugegeben, auus Mangel an Alternativen zu Weihnachten schenken lassen. Doch dieses Mal wurde ich positiv überrascht. Der Historiker, der an der PennStat University lehrt, erweist sich als wissenschaftlich solide arbeitender profunder Kenner der römischen Kaiserzeit. Er beschreibt in seiner Studie den die ca 200 Jahr zwischen Kaiser Hadrian (117-131) und Constantius II (gest. 361), einen, historisch betrachtet relativ kurzen Zeitraum, in dem sich aber im römischen Imperium so einiges veränderte. Stand Hadrian, noch in der Tradition der von Augustus geschaffenen Staatsordnung, so entwickelte sich unter seinen Nachfolgern das römische Reich gravierend. Innenpolitisch wurde das Bürgerrecht letztendlich auf alle Bewohner ausgeweitet, was natürlich einen weitaus größrenen Verwaltungsaufwand und -apparat mit sich brachte. Dieser Apparat führte zur Ausbildung des neuen Ritterstandes (Fachleute aus vermögenden Familien, oft mit militärischen Anfängen), der nach und nach den Einfluss der alten Senatorenfamilien zurückdrängte. So ist es auch nicht überraschend, dass in der Transformationsphase auch Kaiser aus dieser gesellschaftlichen Schicht entstammten. Sie hatten sich als militärische Fachleute in den zahlreichen Abwehrkämpfen an den Grenzen des Reiches bewährt und wurden von ihren Armeen in gewisser Weise hochgeputscht. Um den Koloss des Riesenreichs überhaupt noch regieren zu können und um die zahlreichen Bürgerkriege zu beenden, schuf der Soldatenkaiser Diokletian die Tetrarchie, ein System mit zwei Augustie (einen für den Westen, einen für den Osten), denen jeweils ein Caesar (eine Art Juniorkaiser) zur Seite stand, wiederum mit Aufgaben an den bedrohten Grenzen versehen. Dieses System wiederum brachte dann Konstantin an die Macht, der dann das Fundament für die nächsten Jahrhunderte römisch-griechischer Geschichte bis zum Untergang Konstantinopels schuf. Nicht nur, dass er zu einer eher traditionellen Besetzung der Tetrarchie zurückkehrte (nach der Ausschaltung seiner ursprünglichen Mitkaiser ersetzte er sie durch seine Söhne), bekanntlicherweise machte er ja auch das Christentum zur Staatsreligion und leitete spätestens damit die Spätantike ein.

    All diese Entwicklungen schildert Kulikowski anregend und fundiert. In gewisser Weise ist das Buch eine gute Ergänzung zu der im letzten Jahr von mir gelesenen Studie Mischa Meiers zur Völkerwanderung.

 

Militärgeschichte des Mittelalters

Buchseite und Rezensionen zu 'Militärgeschichte des Mittelalters' von Martin Clauss
2
2 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Militärgeschichte des Mittelalters"

Format:Taschenbuch
Seiten:128
Verlag:
EAN:9783406757525
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Rezensionen zu "Militärgeschichte des Mittelalters"

  1. Leider nicht, was ich erwartet hatte.

    bewertet:
    2
    (2 von 5 *)
     - 21. Sep 2020 

    Dieses Buch ist ein gutes Beispiel dafür, dass auch der fantastischen Beck-Wissen-Reihe manchmal Fehlgriffe passieren. Was mich hier am meisten stört, ist, dass dieses Büchlein eigentlich nur eine Ereignisgeschichte mit Fokus auf der Abfolge von Schlachten, Kämpfen und Kriegen ist, während hingegen Militärtechnik, Strategien, Logistik und all die anderen Dinge viel zu kurz kommen. Meine persönliche Erwartungshaltung wurde somit nicht erfüllt, aber vielleicht gibt es ja Leser, die genau das wollen.
    Mein zweiter Kritikpunkt betrifft die geographische Eingrenzung. Ich finde es sehr schade, dass der Fokus auf Frankreich, England, Deutschland und Italien beschränkt wurde, wobei England und Italien auch noch sehr kurz kommen. Statt einer trockenen Ereignisgeschichte hätte ich mir einen größeren geographischen Blickwinkel gewünscht mit eben der militärischen Differenzierung. So aber habe ich das alles als relativ uninteressant empfunden.
    Fazit: Nicht zu empfehlen, außer man interessiert sich für genau dieses spezielle Thema.

 

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