Amundsens letzte Reise

Buchseite und Rezensionen zu 'Amundsens letzte Reise' von Monica Kristensen
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4 von 5 (1 Bewertungen)

Am 18. Juni 1928 besteigt Roald Amundsen in Tromsö ein französisches Flugboot, eine Latham 47, mit Ziel Spitzbergen. Der Bezwinger des Südpols und norwegische Nationalheld macht sich auf, den italienischen Polarforscher Umberto Nobile zu retten, mit dem er zwei Jahre zuvor in einer spektakulären Fahrt den Nordpol angeflogen hatte. Nobiles Luftschiff ist bei einer neuerlichen Arktis-Expedition abgestürzt, seit Tagen treiben er und ein Teil seiner Mannschaft hilflos auf einer Eisscholle. Nobile wird einige Zeit später gerettet - jedoch nicht von Amundsen: Gegen 18.00 Uhr geht an jenem Tag ein Funkspruch von der Latham 47 ein – es sind die letzten Lebenszeichen Amundsens und der Crew. Bis heute fehlt jede Spur von ihnen. Was ist damals tatsächlich passiert? Warum musste ein Mann sterben, der als besonnen und überaus gründlich galt? Wusste er, welches Risiko er einging?

Basierend auf zum Teil bisher unveröffentlichten Quellen zeichnet die norwegische Polarforscherin und Schriftstellerin Monica Kristensen ein ebenso bewegendes wie scharfsichtiges Porträt Amundsens und erzählt zugleich eine höchst dramatische und unglaubliche Geschichte aus dem ewigen Eis.

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:465
Verlag: btb Verlag
EAN:
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Rezensionen zu "Amundsens letzte Reise"

  1. bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 02. Mai 2019 

    Das rätselhafte Ende eines großen Polarhelden

    Der Ruhm dieses legendären Entdeckungsreisenden ist noch lange nicht verhallt, seine Taten und Erfolge bleiben unvergessen. In Norwegen ist er ein wahrer Volksheld, der schon längst zu einem Teil der nationalen Identität wurde: Jedes Kind kennt seinen Namen, Statuen und Plaketten in verschiedenen Städten beweisen, dass Norwegen seinen berühmten Sohn noch immer in Ehren hält.

    Roald Engelbregt Gravning Amundsen war ein Polarforscher, der auf seinen Expeditionen ein ruhmreiches Ziel nach dem anderen erreichte. So durchfuhr er als Erster die Nordwestpassage, erreichte als Erster den geographischen Südpol und war mit hoher Wahrscheinlichkeit der erste Mensch, der den Nordpol mit dem Flugzeug erreichte.

    Kurz gesagt war Amundsen ein Mensch wie einem Roman von Jules Verne entsprungen: wagemutig, entschlossen, ein Held alter Schule.
    Und so liest sich auch dieser Bericht seiner letzten Reise wie eine Abenteuergeschichte – fast zu abenteuerlich, um wahr zu sein.

    Erzählt werden die Umstände der Rettungsexpedition, die tragischer Weise zu Amundsens Schwanengesang wurde, von Monica Kristensen. Manchen Lesern ist sie vielleicht als Autorin von Kriminalromanen bekannt, die auf Spitzbergen spielen – wo viele der Ereignisse dieses Buches angesiedelt sind.

    Was Kristensen jedoch als geradezu perfekte Autorin für dieses Sachbuch empfiehlt, sind zwei Polarexpeditionen, die sie 1986/87 und 1993 leitete, um Amundsens Reise zum Südpol nachzuverfolgen. Wandelte sie auf diesen Experditionen noch im wahrsten Sinne des Worte auf Amundsens Spuren, zeichnet sie in “Amundsens letzte Reise” ein sehr vielschichtiges literarisches Porträt des Polarforschers und gibt einen ungemein detaillierten Einblick in die Umstände seines Verschwindens.

    Und es geht nicht nur um Amundsen, sondern allgemein um die verschiedenen Expeditionen und Aktionen, die 1928 zur Rettung von Umberto Nobile organisiert wurden.

    Die Unterzeichnung des Spitzbergenvertrags, der Norwegen die Souveränität über Spitzbergen einräumte, war erst wenige Jahre her, und diverse Länder, wie Italien, Schweden, Finnland und Russland, hatten ein Interesse daran, sich als nicht zu unterschätzende Macht im Polargebiet zu etablieren.

    Die Rettung Umberto Nobiles wurde daher quasi zu einem Wettlauf, in dem es nicht mehr ausschließlich um die Rettung von Menschenleben ging – zu einer Zurschaustellung der besten Pilote und Kapitäne, der arktistauglichsten Schiffe und Flugzeuge.

    Monica Kristensen stützt sich auf zahlreiche Quellen in diversen Sprachen, um ein möglichst umfassendes Bild zu zeichnen und das gelingt ihr zweifellos.

    Manchmal wäre für die Lesbarkeit weniger vielleicht mehr gewesen.
    Es wirkt in manchen Passagen etwas ermüdend, dass alles bis ins kleinste Detail aufgelistet wird: technische Spezifikationen der Schiffe und Flugzeuge, Funkfrequenzen, mitgeführter Proviant, die Namen zahlreicher Menschen, die in irgendeiner Form beteiligt waren… Da ist nicht immer einfach, das Gesamtbild im Blick zu behalten.

    Andererseits möchte ich die Gründlichkeit der Darstellung grundsätzlich nicht missen – diese ermöglicht es jedem Leser, so tief in die Materie einzutauchen, wie er das wünscht, denn im Zweifelsfall kann man über Einiges, was einen persönlich nicht interessiert, auch hinweglesen. Besonders interessant fand ich Monica Kristensens Einschätzung und Bewertung der bekannten Tatsachen.

    Die Person Amundsens gerät dahinter jedoch nie verloren.
    Man gewinnt als Leser den Eindruck, dass Amundsens Stern damals bereits im Sinken begriffen war, dass sein Tod möglicherweise sogar den Abstieg in das Vergessenwerden verhinderte. Bewog ihn das dazu, sein Leben für Nobile zu riskieren, mit dem er sich unbestritten verfeindet hatte? Seine Persönlichkeit ist schwer zu erfassen, aber was einen starken Nachhall in mir hervorrief, war seine unbestreitbare große Liebe zur Arktis.

    »Oh! Wenn Sie nur wüssten, wie großartig es dort oben ist! Dort wünsche ich zu sterben, aber ich möchte, dass der Tod auf eine ritterliche Art und Weise zu mir kommt, dass er mich bei der Erfüllung einer großen Aufgabe holt, schnell und ohne viel zu leiden.«

    [ Ausschnitt aus dem letzten Interview, das Amundsen gab. Diese Aussage wird ihm oft als Todessehnsucht ausgelegt, da sich dieser Wunsch nur wenig später erfüllte, als er auf der Suche nach Nobile im ewigen Eis sein Leben ließ. ]

    Auch ansonsten behält Monica Kristensen die menschlichen Tragödien und Triumphe im Blick. Es ist unglaublich, was Menschen alles ertragen und überleben können, und die verschiedenen Schicksale haben mich geradezu ans Buch gefesselt.

    FAZIT

    Monica Kristensen erzählt eine wahre Geschichte, wie sie auch in einem Abenteuerroman von Jules Verne nicht fehl am Platz wäre:

    Edle Forscher, wagemutige Piloten, und als der italienische Polarforscher Umberto Nobile im Eis verschollen geht, wird dies zum Auftakt für eine Reihe von spektakulären Rettungsaktionen, in deren Verlauf der norwegische Volksheld Roald Amundsen, eigentlich ein Rivale von Nobile, sein Leben riskiert – und verliert.

    Monica Kristensen beschreibt die Ereignisse sehr ausführlich und detailliert, und dennoch bleibt dieses Sachbuch sehr spannend.

 

Die Romanows: Glanz und Untergang der Zarendynastie 1613-1918

Buchseite und Rezensionen zu 'Die Romanows: Glanz und Untergang der Zarendynastie 1613-1918' von Simon Sebag Montefiore
NAN
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»Exzellent! Dagegen ist >Game of Thrones< das reinste Kaffeekränzchen.« Antony Beevor



Die prunkvolle und blutige Geschichte der sagenumwobenen Dynastie der Romanows, die Russland jahrhundertelang bescherrschte und bis heute prägt.



Wie kein anderes Adelsgeschlecht sind die Romanows der Inbegriff von schillerndem Prunk, Macht, Dekadenz und Grausamkeit. Über 300 Jahre dominierten sie das Russische Reich, mehr als 20 Zaren und Zarinnen gingen aus dem Geschlecht hervor, allesamt getrieben von unbändigem Machthunger und rücksichtslosem Willen zu herrschen - einige dem Wahnsinn näher als dem Genie. Simon Sebag Montefiore erzählt die Saga dieser unglaublichen Familie, in der Rivalität, Giftmorde und sexuelle Exzesse regelrecht auf der Tagesordnung standen. Basierend auf neuester Forschung und unbekanntem Archivmaterial zeichnet er die Schicksale und politischen Verwicklungen nach. Weder zuvor noch danach gab es ein so gewaltiges Reich, in dem sich Glanz und Grausamkeit auf unheilvolle Weise verbündeten.

Mit zahlreichen Abbildungen, prächtige Ausstattung.



»Eine außergewöhnliche und packende Geschichte, voll von schmutzigen Machtkämpfen, Gewalt und Brutalität, großartigen Monstern, bedauernswerten Opfern und grotesken Heiligen ... entsetzlich, urkomisch und bewegend, aber auch unendlich tragisch.« Adam Zamoyski, Autor der Bestseller >1812< und >1815<

Format:Taschenbuch
Seiten:1040
EAN:9783596176328
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Die Romanows: Glanz und Untergang der Zarendynastie 1613-1918

Buchseite und Rezensionen zu 'Die Romanows: Glanz und Untergang der Zarendynastie 1613-1918' von Simon Sebag Montefiore
NAN
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"Exzellent! Dagegen ist 'Game of Thrones' das reinste Kaffeekränzchen." Antony Beevor

Die prunkvolle und blutige Geschichte der sagenumwobenen Dynastie der Romanows, die Russland jahrhundertelang bescherrschte und bis heute prägt.

Wie kein anderes Adelsgeschlecht sind die Romanows der Inbegriff von schillerndem Prunk, Macht, Dekadenz und Grausamkeit. Über 300 Jahre dominierten sie das russische Reich, mehr als 20 Zaren und Zarinnen gingen aus dem Geschlecht hervor, allesamt getrieben von unbändigem Machthunger und rücksichtslosem Willen zu herrschen - einige dem Wahnsinn näher als dem Genie. Simon Sebag Montefiore erzählt die Saga dieser unglaublichen Familie, in der Rivalität, Giftmorde und sexuelle Exzesse regelrecht auf der Tagesordnung standen. Basierend auf neuester Forschung und unbekanntem Archivmaterial zeichnet er die Schicksale und politischen Verwicklungen nach. Weder zuvor noch danach gab es ein so gewaltiges Reich, in dem sich Glanz und Grausamkeit auf unheilvolle Weise verbündeten.
Mit zahlreichen Abbildungen, prächtige Ausstattung.

"Eine außergewöhnliche und packende Geschichte, voll von schmutzigen Machtkämpfen, Gewalt und Brutalität, großartigen Monstern, bedauernswerten Opfern und grotesken Heiligen ... entsetzlich, urkomisch und bewegend, aber auch unendlich tragisch." Adam Zamoyski, Autor der Bestseller '1812' und '1815'

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:1032
Verlag: S. FISCHER
EAN:9783100506108
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Die Toten vom Djatlow-Pass: Eines der letzten Geheimnisse des Kalten Krieges

Rezensionen zu "Die Toten vom Djatlow-Pass: Eines der letzten Geheimnisse des Kalten Krieges"

  1. bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 02. Apr 2019 

    Akribische Rekonstruktion eines Dramas

    Sowjetunion, Februar 1959. Eine Gruppe junger Leute macht sich auf eine Wandertour im eisigen, unwirtlichen Ural. Keiner der neun Wanderer wird von dieser Tour zurückkommen. Ihr Tod ist eines der letzten Rätsel des kalten Krieges.

    Es sind junge Studenten und Ingenieure, die sich im Winter 1959 zu einer Schiwanderung im Otorten Gebirge aufmachen. Sie alle sind bester Gesundheit, gut ausgebildet und ausgerüstet. Doch als am vereinbarten Tag die Meldung der Gruppe ausbleibt, werden Suchtrupps ausgeschickt. Nach und nach können alle Beteiligten der Wandergruppe nur mehr tot geborgen werden. Es sind mysteriöse Umstände. Die Körper der Toten befinden sich an unterschiedlichen Orten, tragen zahlreiche Verletzungen, sind zum Teil unzureichend gekleidet. Das Lager ist verwüstet, das Zelt zerschnitten.

    In einer unglaublich detaillierten Recherche beginnt der Autor Alexej Rakitin – er schreibt unter einem Pseudonym – die ungeklärten Umstände zu analysieren. In den lang geheim gehaltenen Unterlagen finden sich umfangreiche Autopsieberichte, Beweisaufnahmen, Ermittlungsakte.

    „Im Großen und Ganzen trafen die Moskauer Experten überaus vorsichtige, um nicht zu sagen ausweichende Aussagen. Sie schrieben niemandem die Schuld an der Tragödie zu und enthielten sich eindeutiger Wertungen. In ihren Formulierungen spürt man den Geist der Bürokratie, der potenziell gefährliche Inhalte meidet.“

    Es gibt hunderte Theorien, die zu den tragischen Todesfällen herumschwirren. Natürliche, wie ein Lawinenunglück, kriminelle oder metaphysische Ursachen kursieren durch diverse Gemeinschaften von Verschwörungstheoretikern- Man merkt nahezu mit welchem spöttischen Lächeln der Autor, die meisten davon hinwegfegt
    Denn als der Autor in den Akten auf Hinweis für Radioaktivität stößt, beginnt er ein spannendes und durchaus nachvollziehbares Szenario von Spionage und Gegenspionage zu konstruieren.

    Um dieses Buch zu verstehen, muss man sich in die damalige Zeit der Sowjetunion, des Kalten Krieges hineinversetzen. Die Machthaber agierten hinter verschlossenen Türen, Kriminalität existierte offiziell nicht. Die atomare Bedrohung aus dem Westen schwebte über allem wie ein Damoklesschwert.

    Rakitins Überlegungen lesen sich durchaus schlüssig, wenn man die Geduld aufbringen konnte, sämtlichen Ausführungen zu folgen und die Flut an Informationen aufzunehmen. Im Grunde liest es sich wie eine (populär)wissenschaftliche Arbeit und man muss höllisch aufpassen, den Anschluss nicht zu verlieren. Für diese äußerst akribische Arbeit kann man den Autor durchaus loben. Ob sich alles so zugetragen hat, wie er schreibt, oder ob es sich nur um eine weitere von vielen Spekulationen handelt? Wer weiß das schon.

 

Die große Heuchelei: Wie Politik und Medien unsere Werte verraten

Rezensionen zu "Die große Heuchelei: Wie Politik und Medien unsere Werte verraten"

  1. 5
    (5 von 5 *)
     - 18. Mär 2019 

    Umfassend recherchiert und tief beeindruckend

    „Wenn die Menschen des Westens die volle Wahrheit über die Kriege ihrer Regierungen erfahren würden, wären Kriege nicht mehr möglich. … Genau deshalb schreibe ich meine Bücher.“ (Zitat Seite 73).

    Inhalt und Thema:
    In seinem neuesten Buch führt der Autor den Leser zunächst zurück nach Mossul, zwei Jahren nach dem Besuch, über den „Inside IS“ berichtet. Weitere Kapitel beschäftigen sich mit den geschichtlichen Wurzeln dieser Krisen und Kriege, der Aufstieg des Islams wird ebenso dokumentiert, wie der Aufstieg der USA.

    Kernstück sind jedoch die einzelnen Berichte über Recherchen vor Ort. Der Autor besucht seit Jahrzehnten immer wieder die großen Krisengebiete. Ein umfassendes Kapitel beschäftigt sich mit der Situation im Jemen, doch auch Gaza, Afghanistan, Syrien, Myanmar sind sind ein ausführliches Thema, ebenso wie die Rolle, die Saudi-Arabien und der Iran im Krisengebiet Mittlerer Osten spielen.

    Doch der Autor zeigt nicht nur auf, macht nicht nur mit vielen Details auf die Situation aufmerksam, mit fundiertem Fachwissen und vor allem, immer als Resultat seiner eigenen Erfahrungen und Recherchen im jeweiligen Gebiet, seiner Gespräche mit den betroffenen Menschen, sondern setzt sich in der Folge auch mit der Rolle der Politik und der Medien auseinander.

    Abschließend legt er seine Einschätzung der Situation dar, widerspricht sehr eindringlich weiteren Waffenlieferungen und zeigt auf, dass Frieden möglich wäre, würden alle beteiligten mächtigen Nationen es wirklich wollen und dass auch ein friedliches Miteinander aller Weltreligionen keine Utopie ist. Das letzte Kapitel dieses einprägsam geschriebenen Sachbuches zeigt die Flucht eines Jungen aus Baschika, einer kleinen Stadt im Nordirak, zuerst mit seiner Familie, doch dann alleine, mit dem Ziel, Deutschland zu erreichen, was ihm 2015 auch gelungen ist.

    Fazit:
    Jürgen und Frederic Todenhöfer zeigen mit diesem interssanten Sachbuch die Ursachen für die nicht enden wollenden Anschläge und Kämpfe in den Krisengebieten auf und mögliche Schritte auf dem Weg zum Frieden. Die Schilderungen sind deshalb so beeindruckend und lassen den Leser nicht mehr los, weil es sich um Tatsachenberichte handelt, persönliche Eindrücke und zahlreiche Interviews mit betroffenen Menschen vor Ort. Die Autoren nahmen manchmal nicht vorher abwägbare Gefahren auf sich, um sich ein eigenes Bild machen zu können und dieses auch zu dokumentieren. Schonungslos weisen sie auf die globalen Zusammenhänge aus Machtdenken, Waffengeschäften und Wirtschaftsinteressen hin, und die verlogene Ausrede, Menschen befreien zu wollen. Hochinteressant, hochbrisant und sehr spannend geschrieben – ein engagierter Aufruf, endlich etwas zu tun, die Waffenlieferungen zu stoppen und sich für Friedensgespräche einzusetzen.

 

Plötzlich Pakistan: Mein Leben im gefährlichsten Land der Welt

Buchseite und Rezensionen zu 'Plötzlich Pakistan: Mein Leben im gefährlichsten Land der Welt' von Hasnain Kazim
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Burka und Minirock


Als Korrespondent für den ›Spiegel‹ trifft Haznain Kazim in Islamabad auf gewaltige Probleme einer Gesellschaft ohne Perspektive. Er spricht mit Geistlichen, Politikern, Waffenhändlern, Prostituierten und mit dem Henker von Pakistan und erlebt ein Land voller Widersprüche: Wie tickt diese Atommacht, in der eine Hochglanzsociety für viele tausend Dollar Feste feiert, während Arbeiterfamilien unter sklavenähnlichen Bedingungen leben? Ein faszinierender Bericht.

Format:Kindle Edition
Seiten:281
EAN:
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Rezensionen zu "Plötzlich Pakistan: Mein Leben im gefährlichsten Land der Welt"

  1. bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 06. Mär 2019 

    Plötzlich Pakistan

    Plötzlich Pakistan, dass trifft es irgendwie genau. Was wusste ich den alles über Pakistan? Am ehesten kannte ich wohl die pakistanische Küche, dann dass sie verfeindet sind mit Indien. Warum und wieso, davon hatte ich keine Ahnung.

    Ich gebe es ja gerne zu, aber Pakistan das war eigentlich ein Land welches ich nie wirklich beachtet habe. Und wo ich eigentlich einen großen Bogen drum gemacht habe. Also fand ich es wirklich interessant, mal etwas darüber zu lesen und mich so weiterzubilden.

    Es ist wohl wirklich eines der gefährlichsten Länder der Welt, ob es nun das gefährlichste ist? Dies mag ich nun nicht beurteilen, kann es mir aber aufgrund der Beschreibungen von Herrn Kazim sehr gut vorstellen.

    Dieses Buch hat 280 Seiten und jede Seite davon habe ich einfach verschlungen. Was zum einen an meinem Wissensdurst liegt und auch daran, dass der Autor es schafft einen in dieses gefährliche Land mitzunehmen, indem er einem einfach am Anfang gleich erklärt, dass er doch lieber gleich nach Indien reisen möchte, um dort als Korrespondent zu arbeiten, er aber aufgrund eines Formfehlers nicht nach Indien einreisen darf. Da er eine pakistanische Familie hat, kann er aber sofort nach Pakistan einreisen, um von dort aus zu arbeiten.

    Es wird in groben aber verständlichen Zügen, die Entstehung von Pakistan erklärt. Und man kann mal wieder sagen, es war ein guter Gedanke nur die Ausführung ist leider Mangelhaft.

    Der Autor beschreibt wie wichtig das Militär und der Geheimdienst für Pakistan ist und dies nicht nur, da das Militär gerne Putscht nein, es ist auch ein Weg sich hochzuarbeiten in einem so armen Land.

    Das von den westlichen Staaten im Besonderen der USA zu einem Monster gemacht wurde. Auch wird die Moral des Landes gut aufgezeigt, ob dies nun die Transsexuellen sind oder die Prostitution, oder wie Sie zu einer Atommacht geworden sind und warum.

    All dies und noch viel mehr, wird auf den 280 Seiten schnell und flüssig erklärt ohne jemanden zu überfordern, der noch nicht viel von diesem Land erfahren hat.

    Aber sicherlich ist es auch gut für Menschen, die sich mit diesem Land schon mehr aus einander gesetzt haben. Dieses Buch hat einiges an Kritik an diesem Land, aber es hat trotz allem auch Seiten, wo man merkt wie liebenswert dieses Land doch eigentlich ist.

    Es zeigt sich immer wieder, dass man auch in einem armen Land gastfreundlich ist, und man überall doch auch etwas Liebenswertes findet.

    Dieses Buch eignet sich für alle Leser, die gerne einmal etwas über andere Länder erfahren und über den Tellerrand hinweg sehen wollen.

 

"Mein vielbewegtes Leben": Ein biographisches Porträt präsentiert von Frank Holl (Foliobände der Anderen Bibliothek, Band 19)

Buchseite und Rezensionen zu '"Mein vielbewegtes Leben": Ein biographisches Porträt präsentiert von Frank Holl (Foliobände der Anderen Bibliothek, Band 19)' von Alexander von Humboldt
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Gebundenes Buch
"Humboldt überschüttet uns mit geistigen Schätzen." Johann Wolfgang von Goethe

Er ist die herausragende Person des Geisteslebens des 18. und 19. Jahrhunderts, von seinen Erkenntnissen zehren wir bis heute: Alexander von Humboldts Errungenschaften auf dem Gebiet der Naturwissenschaften sind das Ergebnis seiner unzähligen Entdeckungsreisen. Frank Holl führt uns durch ein rastloses, "vielbewegtes Leben". Ob Physik, Zoologie, Botanik, Ethnologie, Geologie, Mineralogie oder Astronomie - Alexander von Humboldts Werk umfasste alle bekannten Bereiche der Naturwissenschaft und bildete die Grundlage neuer Disziplinen. Universal gelehrt wurde er vor allem durch seine Reisen, die ihn gleichermaßen nach Lateinamerika sowie quer durch Russland und Sibirien führten; die dort gewonnenen Einsichten über klimatische Zusammenhänge und die geologische Gestalt der Erde gingen ein in sein Lebenswerk: Kosmos - Entwurf einer physischen Weltbeschreibung. Sein Forscherwissen ist das Ergebnis eines Lebensin Bewegung, das Frank Holl in seinem biographischen Porträt nachzeichnet.

Der Band ist eine komplett neu gestaltete, völlig überarbeitete und um 100 Seiten und 70 Abbildungen erweiterte Neuausgabe des Werkes aus dem Jahr 2009.

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:384
EAN:9783847700197
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Homo Deus: Eine Geschichte von Morgen

 

21 Lektionen für das 21. Jahrhundert

Buchseite und Rezensionen zu '21 Lektionen für das 21. Jahrhundert' von Yuval Noah Harari
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Gebundenes Buch
In "Eine kurze Geschichte der Menschheit" erzählte er vom Aufstieg des Homo Sapiens zum Herrn der Welt. In "Homo Deus" ging es um die Zukunft unserer Spezies. Mit seinem neuen Buch schaut Yuval Noah Harari, einer der aufregendsten Denker der Gegenwart, nun auf das Hier und Jetzt und stellt die drängenden Fragen unserer Zeit. Warum ist die liberale Demokratie in der Krise? Ist Gott zurück? Soll Europa offen bleiben für Zuwanderer? Kann der Nationalismus eine Antwort geben auf Klimawandel und soziale Ungleichheit? Was sollen wir unseren Kindern beibringen? Und können wir die Welt überhaupt noch verstehen, die wir erschaffen haben?
Yuval Noah Harari hat Millionen Leser auf der ganzen Welt in seinen Bann geschlagen. In seinem neuen Buch lädt er dazu ein, über Werte, Bedeutung und persönliches Engagement in einer Zeit voller Lärm und Ungewissheit nachzudenken. In einer Welt, die überschwemmt wird mit bedeutungslosen Informationen, ist Klarheit Macht. Doch Milliarden von uns können sich kaum den Luxus leisten, sich mit den drängenden Fragen der Gegenwart zu beschäftigen, weil wir Dringenderes zu erledigen haben. Leider gewährt die Geschichte keinen Rabatt. Wenn über die Zukunft der Menschheit in unserer Abwesenheit entschieden wird, weil wir zu sehr damit beschäftigt sind, unsere Kinder zu ernähren und mit Kleidung zu versorgen, werden wir und sie dennoch nicht von den Folgen verschont bleiben. Dieses Buch versorgt die Menschen nicht mit Kleidung oder Nahrung. Aber es kann helfen, die Dinge ein wenig klarer zu sehen, und damit das globale Spielfeld etwas einebnen. Wenn es auch nur ein paar mehr von uns in die Lage versetzt, sich an der Diskussion über die Zukunft unserer Spezies zu beteiligen, so hat es seine Aufgabe erfüllt.

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:459
Verlag: C.H.Beck
EAN:9783406727788
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