Das Geheimnis von Westbury Hall: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Das Geheimnis von Westbury Hall: Roman' von Rachel Hore
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5 von 5 (1 Bewertungen)

1938. Nach dem Tod ihres Vaters kehren Sarah, ihre Mutter und ihre Schwester aus Indien ins englische Norfolk zurück. Es ist kalt und unwohnlich, und es fällt Sarah schwer, sich wieder heimisch zu fühlen - bis sie Freundschaft mit Paul schließt, einem jungen Deutschen, der als Gärtnergehilfe auf dem benachbarten Westbury Hall arbeitet.

70 Jahre später stößt Briony während eines Urlaubs auf Filmaufnahmen aus dem Zweiten Weltkrieg. Einer der Männer ähnelt verblüffend ihrem Bruder. Könnte es sich bei ihm um ihren lange verstorbenen Großvater handeln? Die junge Historikerin ist fasziniert. Bei ihren Recherchen findet sie Briefe von Sarah und Paul - und enthüllt damit ein Geheimnis, das noch immer sorgfältig gehütet wird ...

Ein wunderbarer Roman auf zwei Zeitebenen, mit bezaubernden Schauplätzen und einer romantischen Liebesgeschichte

Autor:
Format:Kindle Ausgabe
Seiten:497
EAN:
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Rezensionen zu "Das Geheimnis von Westbury Hall: Roman"

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 29. Dez 2019 

    Interessante Familiengeschichte

    Briony, eine erfolgreiche Historikerin, Buchautorin und Dozentin an der Universität, braucht nach einem Shitstorm im Internet einfach nur noch Ruhe. Zu sehr haben ihr die Vorwürfe und Anfeindungen im Internet nach einer Talkshow zugesetzt. Gemeinsam mit ihrer Freundin Aruna und weiteren Bekannten fährt sie nach Tuana in Italien und genießt das Wetter und die Ruhe. Bei einem Ausflug entdecken Briony, Aruna und deren Freund Tom eine verlassene Villa. Das dieses Haus einmal ein Prachtbau war, ist schnell zu erkennen. Bei der Erkundung finden sie in dem Gebäude durch Zufall eine alte Schachtel mit Fotos, offensichtlich aus dem 2. Weltkrieg. und alten Briefen. Noch verwirrender wird es als sie von einer alten Italienerin, mit der sie über die Villa sprachen, alte Filmaufnahmen aus dem Krieg finden. Beim Durchsehen der Fotos und beim Ansehen der alten Filme entdeckt Briony das einer der Soldaten große Ähnlichkeit mit ihrem Bruder hat. Könnte es sich eventuell um ihren Großvater Harry Andrews handeln? Doch was haben die alten Briefe zu bedeuten, zwischen Sarah und Paul? Warum lagen diese in der Villa?

    Auf der Suche nach Spuren befragt Briony natürlich zuerst ihre Familie. Jedoch ist ihr Großvater schon einige Jahre tot. Auch seine Tochter, ihre Mutter, verstarb sehr früh an einer Krebserkrankung. Es gibt lediglich einige persönliche Erinnerungsstücke. Und doch gelingt es Briony erste Spuren zu Sarah und Paul und auch zu ihrem Großvater zu finden.

    Wie es mit der Spurensuche von Briony ausgeht, lest es selbst.

    Briony, als Protagonistin, habe ich anfänglich als ein zwiespältige Persönlichkeit kennengelernt. Bedingt durch ihre persönlichen Erlebnisse wirkt sie anfänglich auf mich sehr unsicher, es hat einen Moment gedauert bis ich mit ihre warmgeworden bin. Einige ihrer Handlungen habe ich nicht verstanden. Aber das veränderte sich im Laufe der Handlung, mit der sie sich zunehmend veränderte. Absolut spannend fand ich die Suche nach Spuren ihrer Familie, die nach so langer Zeit nicht einfach war.

    Mir hat diese gut ausbalancierte Mischung aus Familiengeschichte, Spannung und Historie absolut gut gefallen. Die interessanten Charaktere und eine fesselnden Handlung überzeugen und bilden ein rundum mitreißendes Leseerlebnis. Von mir gibt es eine unbedingte Leseempfehlung und verdiente fünf Lesesterne.

 

Die Botanik der Begierde

Buchseite und Rezensionen zu 'Die Botanik der Begierde' von Martina Tichy
NAN
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Wir Menschen sind daran gewöhnt, uns "die Erde untertan" zu machen, und die wohl geordneten Reihen optimierter Kulturpflanzen scheinen unsere Macht über die Natur besonders gut zu demonstrieren. Doch ist dies nicht nur eine Seite der Geschichte? Steht nicht eigentlich der Mensch im Dienste dieser Pflanzen, die ihn durch bestimmte Strategien dazu anhalten, für ihre Verbreitung zu sorgen?

Diese originelle These bildet den Eingang zu Michael Pollans Weltbetrachtung aus der Sicht von vier Pflanzen. So wie eine Biene die von ihr bestäubten Blumen wohl ausschließlich als Nahrungsquelle bezeichnen würde, so wähnt sich auch der Gärtner als der wahre Beherrscher seiner Schützlinge -- und übersieht dabei, dass er von ihnen auf geradezu geniale Weise manipuliert wurde, bienenfleißig all sein Streben daran zu setzen, für ihre Erhaltung und Verbreitung zu sorgen.

Vier Pflanzen beschreibt Pollman exemplarisch für unsere Begierden, die sie seit Jahrtausenden für ihre Zwecke auszunutzen wissen. Da ist zum einen der Apfel, der uns mit Süße lockt. Die Tulpe protzt mit Blütenpracht, und unser Hang zur Schönheit treibt uns Jahr um Jahr auf's Neue, ihre Zwiebeln im Erdreich zu verteilen. Die Marihuanapflanze verführt durch ihre berauschende Wirkung und die Kartoffel wird durch den hohen Stärkegehalt und Ertrag geradezu zum Machtinstrument. Am letzten Beispiel allerdings diskutiert Pollman auch eine gänzlich neue Dimension in unserer Beziehung zur Pflanzenwelt: Durch Genmanipulation domestizieren wir das Erbgut selbst. An die Stelle einer wechselseitigen Beziehung, einer Koevolution zweier Arten, tritt nun die willkürliche Herrschaft der einen Seite über die andere.

Der Journalist und Hobbygärtner Pollmann bietet eine kleine Kulturgeschichte der Pflanzenzucht -- mit viel Liebe zu historischen Zusammenhängen und mit zahllosen Anekdoten aus seinem eigenen gärtnerischen Alltag. Hinreißend komisch sind seine eigenen Erfahrungen im Marihuanaanbau. Intelligente Gedankengänge und eine gehörige Portion "Erde an den Händen" machen dieses Buch zu einer ebenso unterhaltsamen wie faszinierenden Lektüre -- und öffnen die Augen für eine erfrischend andere Sicht der Welt. --Birgit Will

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:0
EAN:9783546003094
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Bäume verstehen: Was uns Bäume erzählen, wie wir sie naturgemäß pflegen

Buchseite und Rezensionen zu 'Bäume verstehen: Was uns Bäume erzählen, wie wir sie naturgemäß pflegen' von Peter Wohlleben
NAN
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Was uns Bäume erzählen, wie wir sie naturgemäß pflegen
Gebundenes Buch
Willkommen zu einem Sprachkurs der etwas anderen Art! Bäume stehen nur scheinbar still und stumm in unseren Wäldern und Gärten. Sie kommunizieren nicht nur untereinander, sondern auch mit uns - wenn wir ihre Sprache lernen.
Wer besser versteht, wie ein Baum 'tickt', wer an seinem Wuchs und am Zustand der Blätter oder der Rinde erkennt, wie es ihm geht, wird langfristig mehr Freude an ihm haben. Das Buch erlaubt überraschende Einblicke in das Innenleben und die 'Gefühlswelt' von Buche, Birke und Co. und verhilft so zu einer neuen Sichtweise. Die Wahl des richtigen Hausbaumes, Pflanzen und Schneiden von Laubbaum, Obstbaum und Hecke oder der Umgang mit Totholz: Das profunde Wissen des Autors über das Wesen der Bäume sowie über naturwissenschaftliche Hintergründe und ökologische Zusammenhänge hilft bei der naturgemäßen Pflege.
Nach der Lektüre des Buches wird auch verständlich, warum sich heimische Buchen besser auf den Klimawandel einstellen können als Fichten und welche Folgen der Bioenergieboom und die rücksichtslose Ausbeutung der Wälder mit sich bringen.

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:192
EAN:9783895663659
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Das Liebesleben der Pflanzen

Buchseite und Rezensionen zu 'Das Liebesleben der Pflanzen' von Fleur Daugey
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5 von 5 (1 Bewertungen)

Warum war die Jungfräulichkeit der Pflanzen seit der Antike so unangefochten und wie entdeckte die Wissenschaft letztlich doch die vorhandene Sexualität der Pflanzen? Heute ist die sexuelle Fortpflanzung der Pflanzen für uns selbstverständlich. Bis zum Ende des 17. Jahrhunderts wurde sie von Botanikern jedoch immer wieder bestritten. Man hielt Pflanzen für jungfräuliche Wesen, die zu ihrer Fortpflanzung keiner Sexualität bedurften. Das Geschlecht der Pflanzen musste entdeckt und bewiesen werden, bevor man es vollständig akzeptierte. Das geschah nach unendlichen Debatten und Widerständen, die dieses Buch hinterfragt und beleuchtet.

Autor:
Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:144
EAN:9783800108114
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Rezensionen zu "Das Liebesleben der Pflanzen"

  1. 5
    (5 von 5 *)
     - 05. Jan 2017 

    Von bezirzenden Blüten und lüsternen Insekten... ;)

    Lange Zeit war die Jungfräulichkeit der Pflanzen unangefochten, wobei der Symbolgehalt der Pflanzen, insbesondere der Blumen, immer zwischen den Extremen der Sexualität schwankte - zwischen jungfräulicher Reinheit und der Wollust.
    Heutzutage ist ihre sexuelle Fortpflanzung hingegen selbstverständlich.
    In ihrem Buch "Das Liebesleben der Pflanzen" befasst sich Fleur Daugey damit, wie sich Pflanzen vermehren, weswegen dies so vehement abgestritten wurde und wie es letztendlich doch zum Durchbruch kam.

    Um eine Basis zu schaffen, auf der sich geschichtliche wie auch symbolische Entwicklungen und Entdeckungen erkennen und begründen lassen, befasst sich das erste Kapitel mit den Fortpflanzungsmechanismen der Pflanzenwelt. Ich war von den detailreichen und höchst informativen Texten schwer beeindruckt, da es der Autorin gelingt viel Wissen, gut verständlich auf wenige Seiten zu bringen. Gestützt wurden die Ausführungen zudem durch zahlreiche Fotografien, Zeichnungen und ähnlichem. So erhält man bereits einen tieferen Einblick in das Liebesleben der Pflanzen - das Erklärte leuchtet ein und wird mithilfe etlicher Fachtermini, auf die man im weiteren Verlauf des Buches größtenteils regelmäßig wieder trifft, untermauert und abgerundet. Dabei sind die Erklärungen auch für absolute Laien geeignet, da vom Grundlegenden ausgegangen wird, sodass ein jeder sein Wissen zu erweitern vermag.
    Sehr interessant ist es zudem, wie viele unterschiedliche Techniken sich als vorteilhaft erwiesen haben und welche Vor- und Nachteile sie bergen.
    Auf diesen Ausführungen aufbauend wird sich den verschiedenen Schritten hin zum aktuellen Stand der Wissenschaft gewidmet. Begonnen mit der Antike, in welcher die sexuelle Fortpflanzung in der Flora undenkbar war, über die Symbolik der Pflanzen im Mittelalter, das Erwachen der Botanik in der Neuzeit bis hin zur Gegenwart, in welcher die Geheimnisse der Bestäubung enthüllt werden. Dieser chronologische Überblick ermöglicht ein gutes Verständnis und Bewusstmachen der immensen Entwicklung, welche im Verständnis der Menschen stattgefunden hat.
    Sehr ansprechend ist, dass die Autorin nicht nur auf wissenschaftliche Schriften und Debatten eingeht, sondern unter anderem auch die Widerstände der Kirche, den Symbolgehalt der Pflanzen, Mythen, Romane, Gedichte, das jeweilige Zeitgeschehen, beziehungsweise neue Errungenschaften oder gesellschaftliche Vorbehalte eingeht. Betrachtet man beispielsweise die weiße Lilie, welche in Zusammenhang mit Maria auftaucht und die Reinheit und Jungfräulichkeit symbolisiert, die sich nun doch sexuell fortpflanzt, hat dies fatale Folgen für die Kirche... Wenn der Vergleich der Jungfräulichkeit in Bezug auf die Blume hinkt, ist dann nicht auch die von Maria anzuzweifeln...?
    Da Fleur Gaugey auf zahlreiche unterschiedliche Quellen zurückgreift und so aus Gedichten, Romanen oder wissenschaftlichen Abhandlungen zitiert, bleibt das Buch stets abwechslungsreich. Auch, dass sich der Blickwinkel immer wieder verändert, lässt die Neugierde beim Lesen nicht abflauen.
    Besonders ansprechend sind die zahlreichen Farbfotografien, Bilder, Darstellungen, Skizzen oder Gemälde. Dieses Werk ist außerordentlich schön illustriert.
    Am Ende des Buches wagt die freie Journalistin mit naturwissenschaftlichem Schwerpunkt einen Blick über den eigenen Tellerrand, denn auch die Sicht auf die Entwicklung der Botanik in der arabischen Welt und der islamischen Kultur sowie in Indien und dem alten China ist vielversprechend spannend und lohnenswert, da sie das umfassende Bild perfekt komplettiert.

 

SIZILIEN - Die wahre Kunst des Kochens (italianissimo)

Buchseite und Rezensionen zu 'SIZILIEN - Die wahre Kunst des Kochens (italianissimo)' von Barbara Reishofer
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5 von 5 (1 Bewertungen)


CUCINA ITALIANA aus SIZILIEN - 105 Rezepte direkt von der größten Mittelmeerinsel!


Granita, Caponata, Arancini, Sarde a beccafico, Limoncello, Cannoli alla ricotta, Cassata, Pasta alla Norma ...
Egal ob Sie in kulinarischen italienischen Urlaubserinnerungen schwelgen oder
Lust auf die echte sizilianische Küche haben - dieses Buch ist, was Sie suchen:
105 Rezepte, viele Fotos, sizilianische Lebensmittelkunde und alle regionalen DOC-Weine von A bis Z.

Die Autorin:
«Mehr als zwei Jahrzehnte in Sizilien zu leben, hinterlässt Spuren. Auch im kulinarischen Sinn!
So manche Delikatesse lernte ich auf meinen berufsbedingten Reisen rund um die Insel kennen.
Die Kenntnis vieler Leckerbissen verdanke ich jedoch meinen sizilianischen Familienmitgliedern,
die seit Jahrzehnten kulinarisch tätig sind. Allen voran sind dies die fantastische Köchin Nonna Bettina,
der Hunderte von Kindern ihre Liebe zu Spinat und Artischocken verdanken, und ihr Mann, der Konditormeister Franco,
der noch heute Jung und Alt mit seinen märchenhaften Tortenkreationen, Likörspezialitäten und den besten Arancini
der Provinz Catania verwöhnt.
Doch dieses Buch entstand nicht von heute auf morgen! Denn in manchen Fällen dauerte es Jahre,
bis meiner Hartnäckigkeit nachgegeben und das gastronomische Geheimnis gelüftet wurde.»

Dieses Buch ist nicht nur eine Rezeptsammlung, Sie erfahren auch von regionalen Produkten,
wie masculini di magghia oder fichi d’india und lernen die sizilianischen Qualitätsweine kennen.
Verzaubern Sie ihre Gäste mit einem Antipasti-Buffet, Pasta oder Risotto, Fisch- oder Fleischgerichten,
aber auch mit selbstgemachten Likör, der Schokolade-Arancini oder Orangenbrot begleitet.
Mehr als 100 Rezepte, die seit Generationen eifersüchtig gehütet und innerhalb der Familien überliefert werden,
sind die Garantie für gutes Gelingen!

Dieses Sizilien-Kochbuch aus der Serie italianissimo wurde von der seit Jahrzehnten in Italien
lebenden Bestsellerautorin von Kochbuch-Hits wie "Mediterran & Vegetarisch – Kulinarik für Gemüse-Gourmets“,
"Dolce Italia“ oder "Sonnenküche" geschrieben.

Format:Kindle Edition
Seiten:132
Verlag:
EAN:
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Rezensionen zu "SIZILIEN - Die wahre Kunst des Kochens (italianissimo)"