The Chelsea Girls: A Novel

Buchseite und Rezensionen zu 'The Chelsea Girls: A Novel' von Fiona Davis
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "The Chelsea Girls: A Novel"

Autor:
Format:Taschenbuch
Seiten:400
Verlag: Dutton
EAN:9781524744601
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Rezensionen zu "The Chelsea Girls: A Novel"

  1. Was wäre wenn

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 16. Jan 2022 

    Im zweiten Weltkrieg geht Hazel Ripley auf Tour nach Europa. Die junge Schauspielerin trifft auf eine Truppe, die den Soldaten etwas Unterhaltung bieten soll. Dort lernt sie die energische Maxine kennen. Zwar schweißen die gemeinsamen Erlebnisse zusammen, doch zurück in Amerika verliert sich der Kontakt. Nach einigen Jahren, Hazel hat inzwischen ein Zimmer im Chelsea Hotel bezogen, taucht Maxine ein wenig aufgelöst in New York auf. Für die beiden Frauen beginnt eine Zeit in der Welt des des Broadways, in der Hazel erfolgreich ihr Stück platzieren kann. Nach einem intensiven Vorsprechen gibt sie Maxinie die weibliche Hauptrolle gerne.

    Hauptsächlich in den 1950ern und 1960ern ist dieser Roman angesiedelt. Es beginnt die Zeit der Hexenjagd auf linke Gruppierungen. Auch die Kriese der Künstler, Schriftsteller und Schauspieler sind davon betroffen. Selbst geringfügige Begebenheiten wurden registriert oder denunziert. Auch Hazel und ihre Truppe sind davon betroffen. Selbst ihr Stück scheint in Gefahr zu sein. Die Mitglieder der Theatergruppe müssen sehr auf der Hut sein und doch muss Hazel eine schwierige Befragung überstehen. Doch die meist gut gelaunte Maxine, versucht die Stimmung hochzuhalten. Schließlich ist Hazel damals eine der ersten weiblichen Autorinnen und Regisseurinnen, ihr Stück muss unbedingt auf die Bühne kommen.

    Nach der Lektüre des Buches beginnt man, über das Chelsea nachzulesen. Zwar ist das Hotel leider nicht in seinem ursprünglichen Zustand erhalten, aber es existiert noch. Und so kann man einordnen, dass dieser interessante Roman eine große Authentizität aufweist. Die Schicksale von Hazel und Maxine fesseln auf ganz unterschiedliche Art. Beginnt Hazel als eher erfolglose Schauspielerin, erweist sie sich dann als durchsetzungsfähige Autorin, während Maxine immer schon das Stargen in sich trägt und noch einiges anderes. Man fühlt sich mitgenommen von den Ereignissen. Auch zeitgeschichtlich gibt der Roman einen fesselnden Einblick in die beginnende McCarthy-Ära. Man wieder ist man angefasst über die Art, wie Menschen behandelt werden, von denen nur vermutet wird, dass sie sich nicht unbedingt der gewollten Meinung anschließen.

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Was rot war

Buchseite und Rezensionen zu 'Was rot war' von Enrico Ippolito
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Was rot war"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:288
EAN:9783463000091
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Rezensionen zu "Was rot war"

  1. Liebe

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 06. Jan 2022 

    "Was rot war" ist ein Buch über zwei Frauen, ein Buch über eine innige Freundschaft, ein Buch über eine Liebe, ein Buch über die Geschichte der Kommunistischen Parteien Italiens und ein Buch über ein queeres Leben. Ein interessantes Buch. Ein berührendes Buch.

    Aber auch ein etwas zu nüchternes Buch, in dem man immer wieder in kleinen Abschnitten einen richtigen Sog, eine warme Intensität wahrnehmen kann, nur leider halten sich diese Empfindungen meist nicht lange und das etwas zu trockene Erzählen kehrt zurück.

    Bei der Italienerin Cruzi klopft die schmerzhafte Vergangenheit an, Cruzi ereilt in Köln die Nachricht vom Tod ihrer italienischen Freundin Lucia. Was sie schwer trifft. Sie möchte zur Beerdigung nach Italien reisen. Ihr Sohn Rocco wird sie begleiten, reist aus Berlin an, bringt einen Generationenkonflikt gleich mit, der sich auch aus einer fehlenden Kommunikation zwischen dem Sohn und der Mutter herausgebildet hat. Aber nicht nur Rocco hat seiner Mutter wenig von seinem Leben erzählt. Auch Rocco weiß wenig von dem früheren Leben seiner Mutter Cruzi, weiß wenig von ihrem früheren politischen Leben, dem Kennenlernen der drei Hauptprotagonisten Cruzi, Antonio und Lucia in der Funktionärsschule Frattocchie in Rom, ihrem späteren politischen Werdegang, den feministischen Zielen von Cruzi und Lucia und dem kläglichen Scheitern der weiblichen Ideale am Machismo Italiens, weiß wenig von dem Dreiergespann Cruzi, Antonio und Lucia, weiß nichts über den Verrat und dessen Ursachen, weiß nichts über eine alte Schuld, lernt seine Mutter vollkommen neu kennen.

    Dieser Roman erzählt von dem Leben der drei früheren Kommunisten, ihren Träumen und ihren Lebensentscheidungen und den daraus resultierenden Folgen für das Leben der drei Protagonisten und Rocco fängt an seine Eltern aus anderen Augen zu sehen.

    Aber dieser Roman erzählt auch vom queeren Leben von Rocco, einer fehlenden Kommunikation, einer Angst vor der Ablehnung. Einem Minderwertigkeitsgefühl, das jeder Grundlage entbehrt, das aber von der Umgebung bewusst und unbewusst erzeugt wird, das irgendwann einmal verschwinden wird und hoffentlich einem Stolz weichen wird. Denn jeder Mensch hat nur ein Leben. Und es wäre sehr schade es wegen der Angst vor einer Ablehnung zu vergeuden.

    Enrico Ippolito schreibt dabei interessant und auch fesselnd, nur ein kleines Fitzelchen fehlt für mich hier zu einem 5-Sterne-Roman. Immer wieder frage ich mich bei der Lektüre wie viel Autobiographie diesem Buch zugrunde liegt.

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Kein Isländer ist auch keine Lösung: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Kein Isländer ist auch keine Lösung: Roman' von Karin Müller
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Kein Isländer ist auch keine Lösung: Roman"

Format:Taschenbuch
Seiten:432
EAN:9783328107330
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Rezensionen zu "Kein Isländer ist auch keine Lösung: Roman"

  1. Eine Seereise mit Hindernissen

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 07. Jan 2022 

    Merle und Steffi haben im November eine Seereise über den Nordatlantik gebucht.Das Ziel ist ihr Lieblingsland Island. Es ist eine kleine Gruppenreise für Krimifans.Als Steffi auch noch Hannes,Merle's isländischer Chatpartner,heimlich auf das Schiff einlädt ist das Chaos perfekt inklusive Seekrankheit und einer recht stürmischen Überfahrt auf einer kleinen Fähre.

    Der Schreibstil ist sehr leicht,zeitweise locker und bildhaft.Die Protagonisten passen hervorragend in diesen Roman hinein.Die Spannung erhöht sich langsam aber kontinuierlich.

    Fazit:Die ersten Kapitel zogen sich etwas hin aber dann nahm der Roman für mich an Fahrt auf. Es wird richtig spannend denn Merle sucht auf dem Schiff nach Hannes aber er taucht immer nur wie ein Schatten auf.Auch ich war die ganze Zeit am raten wer er sein könnte.Jemand von der Schiffscrew? Ein Tourist?Oder doch jemand von den Krimidarstellern?Es gibt viele chaotische Szenen bei denen ich schmunzeln musste.Zudem ist die Story zwischendurch romantisch mit viel Gefühlschaos.Es ist eine gute Geschichte aber für mich war sie zum Teil absehbar und vorhersehbar.Dieser humorvolle (Liebes)Roman ist als Urlaubslektüre bestens geeignet und hat mir kurzweilige Lesestunden beschert außerdem weiß ich jetzt auch wer Hannes ist aber das werde ich euch natürlich nicht verraten!

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Fräulein Gold

Buchseite und Rezensionen zu 'Fräulein Gold' von Anne Stern
4.65
4.7 von 5 (3 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Fräulein Gold"

Berlin, 1925: Hulda Gold ist in der Frauenklinik in Berlin-Mitte zur leitenden Hebamme aufgestiegen. Gegen die Übermacht der männlichen Ärzte kämpft sie für das Wohlergehen der Schwangeren. Nur zu dem jungen Arzt Johann Wenckow hat sie großes Vertrauen. Zwischen ihnen entsteht ein zartes Band – obwohl er aus der wohlhabenden Villengegend Frohnau stammt und seine Eltern nicht gerade begeistert sind von der Verbindung ihres vielversprechenden Sohns mit der unabhängigen, starrsinnigen Hebamme. Hulda selbst fühlt sich zwischen den Welten hin- und hergerissen. Zum einen ist da das quirlige Viertel in Schöneberg, wo sie immer noch «Fräulein Hulda» ist, zum anderen die reiche Villenkolonie an der Havel mit all ihren Erwartungen und ihrer strengen Etikette. Aber wo Glanz ist, ist auch Schatten. Und schon bald merkt Hulda, dass ein Leben wenig zählt, wenn es darum geht, die Traditionen aufrechtzuerhalten.

Autor:
Format:Broschiert
Seiten:464
EAN:9783499006524
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Rezensionen zu "Fräulein Gold"

  1. Die Frauen und ihr Schicksal...

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 18. Dez 2021 

    Als Fan der Reihe habe ich das Erscheinen des vierten Bandes regelrecht herbei gesehnt und kaum hatte ich ihn in den Händen, war ich in Berlin des Jahres 1925.

    Alle Leser, die die Reihe um Hulda Gold nicht kennen, sollten in meinen Augen für ein besseres Verstehen erst die anderen Bände gelesen haben, da sonst durchaus Wissen fehlt.

    Wieder ist ein Jahr vergangen und Hulda hat nun nach Karl North endlich wieder wen gefunden, der sie umschwärmt. Doch ist Johann aus besseren Kreisen wirklich der richtige Mann für sie? Kann sie wirklich in der besseren Gesellschaft Fuß fassen oder wird sie dort immer eine Aussätzige sein?

    Anders als in den anderen Bänden bekommt der neugierige Leser keinen raumgreifenden Kriminalfall, denn dieser nimmt nur wenig Platz in der Handlung ein, sondern erlebt eine enorme Entwicklung von Hulda und stößt auf gesellschaftliche Missstände, die auch noch fast hundert Jahre später bestehen. Mir hat dies gut gefallen.

    Das Thema Schwangerschaftsabbruch ist nach wie vor ein so enormes Tabu, dass ich es wichtig finde, dass immer wieder drüber gesprochen oder geschrieben wird, wie hier. Zudem beleuchtet Frau Stern sehr gut die Rolle der Frau der damaligen Zeit und welche Erwartungen an sie gehegt werden und wie abhängig sie dennoch stets von den Männern ist.

    Während wir im Großteil des Romans viel über die Entwicklung von Hulda mitbekommen, was sich spannend liest und einen wohlfühlen lässt, hat der Schluss eine Keule für den Leser parat. Ich habe es geahnt und bin der Autorin dennoch böse, dass sie Hulda und uns so leiden lässt. Wer mehr dazu erfahren möchte, der sollte schleunigst zu diesem Buch greifen. Meine Kinnlade war jedenfalls weit unten nach der Offenbarung und ich war geschockt.

    Fazit: Wieder eine gelungene Fortsetzung der Reihe, die ich gern gelesen habe. Ich kann das Erscheinen von Teil 5 kaum erwarten und kann für diesen Band nur eine Empfehlung aussprechen. Klasse!

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  1. Eine eindrucksvolle Geschichte

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 07. Jul 2021 

    Im Berlin der zwanziger Jahre sind die Auswirkungen des großen Krieges noch zu spüren und die politische Lage ist alles andere als stabil. Im Viertel um den Winterfeldtplatz arbeitet die Hebamme Hulda Gold. Sie liebt ihren Job und tut für die Frauen mehr als sie müsste. Bei der Betreuung einer Schwangeren im Elendsviertel Bülowbogen erfährt sie von dem tragischen Tod der fixen Rita, die eine Nachbarin der Schwangeren war. Kriminalkommissar Karl North ermittelt in diesem Fall, doch er scheint von Selbstmord auszugehen und kein großes Interesse an der Klärung zu haben. Doch Hulda geht der Fall nicht aus dem Kopf und sie geht auf eigene Faust der Sache nach und bringt sich damit in Gefahr.
    Schon das Cover hat mich angezogen, denn ich mag solch schwarz-weiße Bilder sehr gerne. Aber auch die Geschichte ist interessant und spannend und Schreibstil ungemein packend.
    In Berlin liegen Licht und Schatten eng beieinander. Während die einen das bunte Leben in der Stadt genießen, leiden die anderen große Not. Die ein Dach über dem Kopf haben, können sich noch glücklich schätzen, denn viele müssen sehen, wo sie unterkommen.
    Die sympathische 26-jährige Hulda ist eigentlich ein spätes Mädchen. Doch sie liebt ihre Unabhängigkeit, auch wenn die Angst mitspielt, denn sie hat das Bild ihrer Mutter vor Augen. Das hindert sie auch, sich an Felix zu binden, der ihrer Meinung nach zu gut für sie ist. Hulda geht mit offenen Augen durch die Welt und sieht die Not in ihrem Viertel. Sie hat ein großes Herz und hilft oft. Daher kann sie auch den Fall von Rita nicht einfach beiseitelassen. Die Herangehensweise von North ärgert sie, so dass sie Risiken eingeht, um die Sache aufzuklären. Allerdings geistert North ständig durch ihre Gedanken. Karl North verhält sich sehr seltsam, was mit seiner Vergangenheit zu tun hat, die ihn einfach nicht loslässt und ihn im Fall Rita besonders belastet. Gut gefallen hat mir auch Bert, der Mann aus dem Kiosk, der viel weiß, sich aber nicht aufdrängt, doch Hulda bekommt schon mal ungefragt Ratschläge.
    Im Laufe der Geschichte lernen wir Ritas Schicksal kennen. Es ist wirklich tragisch, was diese Frau erleben musste. Tragisch und unendlich grausam ist aber auch das Schicksal der Menschen, die als Irre oder Siechen weggesperrt und therapiert werden.
    Die Charaktere in dieser Geschichte sind lebendig und authentisch dargestellt. Genauso authentisch aber zeigt sich das Leben im Berlin zwischen großer Not und schillerndem Nachtleben.
    Mich hat dieses Buch wirklich gefesselt und ich bin gespannt, wie es weitergeht mit Hulda.

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  1. Einblicke in das Berlin der 20er...

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 11. Aug 2020 

    Der Klappentext hatte mich so sehr angesprochen, dass ich dieses Buch unbedingt lesen wollte und ich habe es nicht bereut.

    In der Geschichte geht es um die Hebamme Hulda Gold, die im Armenviertel der Hauptstadt ihre Dienste anbietet. In diesem Beruf sind Freud und Leid nah beieinander. Als dann eine Frau spurlos verschwindet, lässt sie das nicht kalt und beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. Wird sie sich damit nicht in Schwierigkeiten bringen?

    Das Buch ist in zwei Abschnitte unterteilt, denn mal begleiten wir Hulda bei ihrem Tun im Sommer 1922 und mal lesen wir Notizbucheinträge von Rita Schönbrunn über die Jahre davor.

    Mir gefällt bei dem Roman der Mix aus Krimi und historischem Roman.

    Hulda ist eine Figur, die ich direkt mochte, da sie zwar so ihre Makel hat, damit aber hervorragend umgehen kann und zudem einfach nur herzensgut ist. Ich mochte ihren Mut und ihre Durchsetzungskraft.

    Bei Kriminalkommissar Karl North fand ich die Entwicklung der Figur richtig gelungen, denn zu Beginn mochte ich ihn so gar nicht und mit der Zeit stellt sich dann heraus, dass es Gründe für sein etwas merkwürdiges Verhalten gibt.

    Der Kriminalfall war immer im Fokus der Handlung und wirklich bis zur letzten Seite spannend. Da denkt man schon alles zu wissen und dann kommt noch ein Knaller.

    Richtig gut war außerdem, dass die Autorin ein sehr authentisches Bild vom Berlin der 20er zeichnet. Die Gefühlskälte der Menschen spürte man beim Lesen beinahe am eigenen Leib.

    Fazit: Gelungener erster Band, der mich sehr gut unterhalten hat. Gern spreche ich eine Leseempfehlung aus und die weiteren Bände werde ich in jedem Fall auch lesen. Klasse!

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Die vier Winde: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Die vier Winde: Roman' von Kristin Hannah
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Die vier Winde: Roman"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:516
EAN:9783352009433
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Rezensionen zu "Die vier Winde: Roman"

  1. Kampf ums Überleben

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 16. Dez 2021 

    Texas, 1934: Elsa Martinelli hatte nie ein leichtes Leben. Obwohl sie aus gutem Hause stammt, erfährt sie in der Familie nur Herabsetzung. Sie heiratet dann einen Mann und lebt mit ihm und seinen Eltern auf einem Hof. Es ist ein hartes Leben, das die Familie hier fristet. Die Böden geben nicht viel her und Dürre und Sandstürme machen alles noch schlimmer. Das was sie ernten reicht kaum zum Überleben. Nachdem ihr Mann sie verlässt, muss Elsa eine schwere Entscheidung treffen. Soll sie mit ihren Kindern – wie so viele andere – die Gegend verlassen und im Westen neu anzufangen. Es wird eine gefahrvolle Flucht nach Kalifornien, die aber mit vielen Hoffnungen verbunden ist.
    Kristin Hannah begeistert mich immer wieder mit ihren Romanen und das ist ihr auch Mit „Die vier Winde“ gelungen. Ihr Schreibstil ist einfach unvergleichlich. Sie schildert die Verhältnisse zur Zeit der Weltwirtschaftskrise sehr gut, als die Arbeitslosigkeit ungeheuer hoch ist. Aber auch das harte Leben der Bauern und die schwierige Stellung der Frauen beschreibt sie sehr authentisch.
    Es ist eine schwere Zeit und die Menschen wissen kaum, wie sie überleben sollen. Ihnen bleibt im Grunde genommen keine Wahl. Sie machen sich auf den Weg Richtung Westen. Dieser Weg ist gefährlich, ganz besonders für allein reisende Frauen wie Elsa. Auch damals schon will niemand die Flüchtenden unterstützen und bei sich haben. Häufig wird ihre Not ausgenutzt
    Elsa ist eine starke Frau, die den Kampf aufnehmen muss, wenn sie sich und ihre Kinder durchbringen will. Dabei macht es ihr die pubertierende Tochter auch nicht leicht. Ich habe mitgehofft und mitgelitten
    Kristin Hannah erzählt diese berührende Geschichte mit sehr viel Einfühlungsvermögen. Für mich war es ein absolutes Lesehighlight.

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The Modern Library

Buchseite und Rezensionen zu 'The Modern Library' von Carmen Callil
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "The Modern Library"

Format:Taschenbuch
Seiten:304
Verlag: Robinson
EAN:9781849016766
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Rezensionen zu "The Modern Library"

  1. Interessant und unterhalsam

    5
    (5 von 5 *)
     - 14. Nov 2021 

    Durch die Leserunde von "Der Zauberer" von Colm Tóibín habe ich mich näher mit diesem Autor beschäftigt. Zufällig bin ich auf dieses Buch gestoßen, das er gemeinsam mit der Autorin Carmen Callil 1999 herausgebracht hat, die letzte Ausgabe erfolgte 2019. Es ist eine Sammlung der nach der persönlichen Meinung der beiden Autoren besten Romane, die in den damals letzten fünfzig Jahren, also ab 1950, in englischer Sprache erschienen sind.
    Einer Einleitung folgen die einzelnen Titel, in alphabetischer Reihenfolge der Autorennamen, die Beschreibung zu jedem Titel umfasst jeweils eine ganze Seite, am Seitenende findet sich eine kurze Information zum jeweiligen Autor bzw. Autorin. Es ist eine sehr persönliche Liste, die sich bewusst an keine Einteilung in "literarische" Romane und Populärliteratur hält. Diesem Hauptteil folgen Listen mit Titeln von Autobiografien, Biografien, literarischen Biografien, Lyrik und Preisträgern von Booker Prize bis zu kleineren Novel Awards. Ein Titelindex schließt dieses interessant und unterhaltsam wie ein Roman zu lesende Buch ab, auf dem sich Bücher finden, die auch wir längst gelesen haben, aber auch bisher unbekannte Romane, deren Beschreibung neugierig macht und die sofort auf der persönlichen Wunschliste landen.

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Unsere Hälfte des Himmels

Buchseite und Rezensionen zu 'Unsere Hälfte des Himmels' von  Christiane Lind
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Unsere Hälfte des Himmels"

Format:Taschenbuch
Seiten:436
EAN:9783985950140
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Rezensionen zu "Unsere Hälfte des Himmels"

  1. Der Traum vom Fliegen-Himmelsstürmerinnen

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 29. Okt 2021 

    Kassel 1971:Lieselotte bekommt die Nachricht dass ihre Mutter Amelie durch einen Autounfall im Koma liegt.Da es um Lieselotte's Ehe nicht zum besten steht macht sie sich auf nach Frankfurt um ihrer Mutter beizustehen.Bei der Durchforstung von Amelie's Papieren wird Lieselotte mit der Vergangenheit ihrer Mutter konfrontiert.Amelie hatte 1935 mit ihrer Freundin Johanna nur einen Wunsch:Fliegerinnen zu werden.

    Der Schreibstil ist eher ruhig gehalten,bildhaft und zügig zu lesen.Die Protagonisten passen hervorragend in diesen Roman hinein.Der Spannungsbogen umfasst dabei das ganze Buch.

    Fazit:Mit jeder Seite mehr die ich las zog mich dieses Buch in seinen Bann.Die Autorin schrieb diese Geschichte ruhig aber doch so dass sie mich fesselte.Den Flair der 70er Jahre konnte ich mich nicht entziehen.Die Zeitreise zurück geht ins Jahr 1935.Ich bin zwischen den Sprüngen sehr gut mitgekommen weil über jedem Kapitel die Jahreszahl steht. Es sind aufwühlende Zeitepochen mit ihren Um-und Aufbrüchen.Die Themen in diesem Buch fasse ich kurz zusammen: derTraum vom Fliegen,Freiheit,mutige Freundinnen,als Frau eigenständig zu leben bis hin zu Verrat und Vertrauen.Diese Frauenschicksale sind berührend,dramatisch,gefühlvoll und ereignisreich. Es sind zwei Handlungsstränge die beide,jede auf seine Weise, spannend sind.Die Autorin hat diese Geschichte wirklichkeitsnah geschrieben.Ich hatte beim lesen das Gefühl als ob Amelie,Johanna,Lieselotte und Marga wirklich gelebt hatten zudem konnte ich mich sehr gut in die Charaktere hinein versetzen.Diese Geschichte war für mich kurzweilig zu lesen trotz dass dieses Buch über vierhundert Seiten hat.Die Story hat mich so fasziniert dass ich nach der letzten Seite gedacht hatte:Wow was für eine Geschichte!

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Die Frau, die den Himmel eroberte

Buchseite und Rezensionen zu 'Die Frau, die den Himmel eroberte' von Vanessa Giese
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

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Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:400
Verlag: Insel Verlag
EAN:9783458179351
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Rezensionen zu "Die Frau, die den Himmel eroberte"

  1. Die Welt von oben

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 10. Okt 2021 

    Die junge Katharina Paulus ist Näherin in Frankfurt als sie einen Auftritt von Hermann Lattemann sieht, ein Flugkünstler, der mit einem Ballon aufsteigt und dann wagemutig mit einer Art Fallschirm in die Tiefe springt. Das fasziniert sie so sehr, dass sie mit Lattemann die Lüfte erobern will.

    Käte, wie sie sich selbst nennt, wird Hermanns Lebens- und Arbeitsgefährtin. Sie wird eine Attraktion, wenn sie bei den Auftritten mit abspringt. Leider währt das gemeinsame Leben nur kurz, Lattemann verunglückt tödlich, als sich die Leinen des Schirms verheddern und er ungebremst zu Boden stürzt. Aber Käte gibt nicht auf, sie ersinnt immer weitere Verbesserungen und gilt als die Pionierin der Fallschirmentwicklung, der sogar von der Kaiserlichen Armee genutzt wird.

    Wie viele große Frauen und Pionierinnen ist Katharina Paulus in Vergessenheit geraten. Vanessa Giese, Journalistin und Autorin, gibt mit ihrem Roman dieser Frau eine Stimme.

    Es gibt nicht allzu viele Dokumente aus ihrem Leben, deshalb hat die Autorin um die Eckdaten herum einen stimmigen Roman geschrieben. Sie macht das mit viel Gespür für ein Frauenportrait aus dieser Zeit. Käte wird lebendig, man kann sich die mutige Erfinderin und Unternehmerin richtig vorstellen. Käte meistert Lebenskrisen, mausert sich zur Unternehmerin und blickt am Ende ihres Lebens auf eine – trotz aller Widrigkeiten – erfülltes Dasein zurück.

    Die Autorin schreibt sehr spannend, fügt viel Historisches, das sehr genau recherchiert wurde, in ihren Roman ein. Damit wird auch der zeitgeschichtliche Hintergrund sehr lebendig. Mich hat der Roman neugierig gemacht und ich finde es absolut positiv, wenn wieder eine vergessene Frau als Vorbild und Heldin in den Mittelpunkt gerückt wird.

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