Die Lazarus Verschwörung: SteamPunk 6

Buchseite und Rezensionen zu 'Die Lazarus Verschwörung: SteamPunk 6' von Ladina Bordoli
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Die Lazarus Verschwörung: SteamPunk 6"

Format:Taschenbuch
Seiten:200
Verlag: Fabylon
EAN:9783927071674

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Rezensionen zu "Die Lazarus Verschwörung: SteamPunk 6"

  1. Ein mörderisches Rennen

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 12. Dez 2016 

    Klappentext:
    Großbritannien, Ende 19. Jahrhundert. Der bedeutende „Lazarus-Moment“, eine besondere Mondfinsternis, steht bevor. Alle 18 Jahre kann ein Todkranker während dieses Ereignisses geheilt werden.
    Doch immer nur einem einzigen Todgeweihten wird die Erlösung zuteil – dem Sieger eines mörderischen Dampfmaschinen-Wagenrennens, bei dem nicht nur die beste Maschine, sondern auch der Verstand durch Lösung von Rätseln und Bewältigung tödlicher Gefahren gefordert ist.
    Bisher hat die adlige Oberschicht auf skrupellose Weise für ihren Sieg gesorgt und plant auch diesmal eine Verschwörung gegen alle Konkurrenten.
    Doch im Geheimen ist ein Kind mit einer besonderen Seele geboren worden, das durch seine Wiederkehr als mystischer König dazu ausersehen ist, Großbritannien vor dem drohenden Krieg zu bewahren.
    Aber das Neugeborene ist von einer tödlichen Krankheit gezeichnet. Nur die Energie des Lazarus-Momentes kann es retten – und damit auch Großbritannien.
    Dafür braucht es ein besonderes Team ... und eine wandelbare Maschine

    Rezension:
    Nachdem Daisy, Tochter aus gutem Hause, einen der begehrtesten Junggesellen des Königreichs bei dessen Annäherungsversuch einfach mit dem Schirm abgewehrt hat – ein Skandal sonders gleichen –, wird sie von ihren Eltern kurzerhand ins Kloster abgeschoben. Doch eines Tages wird sie dort von einem fremden Mann abgeholt. Aldaric sieht sich als Poet und Troubadour. Andere würden ihn kurzerhand als Spinner bezeichnen. Als er – wiedermal – aus Liebeskummer kurz vor einem Selbstmordversuch steht, wird auch er von dem Fremden aufgelesen. Ben, ein Historiker, und Cliff, ein erfolgloser Erfinder, lieben es, sich öffentlich zu streiten. Mitten während einer dieser ‚Diskussionen‘ werden auch sie kurzerhand eingesammelt. Am Ziel ihrer ‚Entführung‘ erfahren alle diese Leute von einem alten Mann, dass sie und ihre jeweiligen persönlichen Fähigkeiten gebraucht werden, um ein ganz besonderes Baby zu retten.
    Die Steampunk-typischen Gentlemen wird der Leser hier eher vermissen. Dafür schickt Ladina Bordoli ihre Leser auf der Seite einer mehr oder weniger weltfremden Verlierertruppe in ein verrücktes Rennen, an dessen Ziel nicht nur die Rettung eines kleinen Kindes steht. Dabei wird der Steampunk in Hinblick auf bestimmte Personen mit einer Portion Fantasy gewürzt. Bei der Lösung dieses Rätsels kann der aufmerksame und Legenden-kundige Leser den Hauptprotagonisten jedoch deutlich zuvorkommen.
    Das Buch liest sich angenehm flüssig. Speziell zu Beginn wären einige ergänzende Informationen jedoch hilfreich, um die Beweggründe der verschiedenen Personen besser verstehen zu können. Richtig in Fahrt kommt die Story, wenn es dann ans eigentliche Rennen geht. Zu jedem der Kapitel gibt es eine typische Steampunk-Illustration als Kapitelbild. Einen erheblichen Teil des Reizes dieser Geschichte machen die seht unterschiedlichen Charaktere aus, die der Leser im Laufe der Handlung immer besser kennenlernt.

    Fazit:
    Ein Steampunk-Abenteuer mit einer Portion Fantasy und interessanten Charakteren, die von Genre-typischen abweichen.

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Fangboys Abenteuer

Buchseite und Rezensionen zu 'Fangboys Abenteuer' von Jeff Strand
NAN
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Inhaltsangabe zu "Fangboys Abenteuer"

Autor:
Format:Taschenbuch
Seiten:312
Verlag: Voodoo Press
EAN:9783902802347

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Revolver Tarot

Buchseite und Rezensionen zu 'Revolver Tarot' von R. S. Belcher
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Revolver Tarot"

Format:Taschenbuch
Seiten:512
EAN:9783944544304

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Rezensionen zu "Revolver Tarot"

  1. Der große Wurm im Silber-Berg

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 02. Dez 2016 

    Klappentext:
    Nevada, 1869: Am Rand der gnadenlosen Vierzigmeilenwüste liegt Golgotha, eine kleine Stadt, in der hinter verschlossenen Türen große Geheimnisse verborgen liegen. Der Sheriff trägt die Narben des Stricks am Hals und manche sagen, er sei ein toter Mann, dessen Zeit noch nicht gekommen ist. Golgotha ist der Ort, an dem sich die Gesegneten und die Verdammten sammeln. Schwärze flutet über die Welt und wenn der Sheriff und seine Leute sie nicht aufhalten, hat Golgotha seinen letzten Sonnenaufgang gesehen … und mit ihr die gesamte Schöpfung.
    Ein außergewöhnliches Abenteuer zwischen Western, Steampunk und Fantasy, das die Leben verschiedenster Persönlichkeiten auf einen gemeinsamen Kampf zuführt, dessen Wurzeln viel tiefer liegen, als sie sich vorstellen können.

    Rezension:
    Jim ist 15 – und auf der Flucht, weil er steckbrieflich gesucht wird. Mitten in der Wüste scheint die Flucht zu Ende zu sein, als ihm und seinem Pferd das Wasser ausgeht. Der Halbindianer Mutt, Deputy in der einsamen Stadt Golgotha inmitten des Wilden Westens, findet beide gerade noch rechtzeitig. Doch in dieser Stadt gehen eigenartige Dinge vor sich. Unheimliches geschieht hier, wird von den meisten Einwohnern jedoch aus Gewohnheit ignoriert. Fast jeder hier scheint Geheimnisse zu haben.
    Der Autor dieses Fantasy-Westerns, R. S. Belcher, lässt dich zunächst recht viel Zeit, die wichtigen Charaktere vorzustellen und auch deren Vergangenheit gründlich zu durchleuchten. Neben Jim lernt der Leser auf diese Weise auch verschiedene Einwohner Golgothas näher kennen – und erfährt so manches, was auch deren engste Freunde und Nachbarn nicht ahnen. Bis hier behält eindeutig das Westernelement die Oberhand, bevor im weiteren Verlauf die Fantasy in den Vordergrund tritt. Viele Handlungsstränge, die bisher nichts gemeinsam zu haben scheinen, treffen jetzt zusammen. Im Finale geht es um nichts Geringeres als die weitere Existenz nicht nur Golgothas, sondern des ganzen Universums. Diese Erzählweise kann durchaus begeistern, erschließen sich dem Leser die Zusammenhänge so doch sehr eindrucksvoll und überraschen logisch.
    Der Klappentext spricht von einem Abenteuer aus Western, Steampunk und Fantasy. Während Western und Fantasy in der Handlung jedoch tragende Rollen spielen, kommen Steampunkelemente praktisch überhaupt nicht vor. Im ganzen Buch kommt kein einziges Gerät vor, dass per Dampfkraft angetrieben wird. Lediglich ein einziges Gerät, das für die eigentliche Handlung jedoch keine nennenswerte Rolle spielt, könnte man zumindest ansatzweise in Richtung der Steampunk-Kultur deuten. Reine Steampunk-Fans sind hier also nicht gut aufgehoben. Lesern, deren Interesse primär auf außergewöhnlichen Fantasy-Geschichten liegt, kann „Revolver Tarot“ dafür um so mehr empfohlen werden.

    Fazit:
    Fanrasy im Wilden Westen – für Genre-Interessierte bekommt „Revolver Tarot“ eine eindeutige Leseempfehlung.

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Funtastik: Funtastische Kurzgeschichten

Buchseite und Rezensionen zu 'Funtastik: Funtastische Kurzgeschichten' von Ju Honisch
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Funtastik: Funtastische Kurzgeschichten"

Ist eine unwahrscheinliche Wahrscheinlichkeit schlimmer als eine wahrscheinliche Unwahrscheinlichkeit?
Was passiert, wenn sich das Motiv eines Gemäldes selbstständig macht?
Kann man den Kampf gegen einen Drachen delegiert?
Kann eine gesetzestreue Invasion eines Planeten gelingen?
Was passiert nach einer katastrophal falschen Lagerung von Eiern?
Und sind gute Abenteuer planbar?

Vielleicht werden sie Teile der Antworten verunsichern, mit Sicherheit aber belustigen. Dass Fantasy und SF nicht nur ernst sein muss, das zeigen die Autoren in diesem skurilen, krankhaft aberwitzigen Buch.

Mit wahrlich funtastischen Geschichten von Ju Honisch, Michael Edelbrock, Lea Baumgart, Reneé Engel, Marie Braun, Thomas Heidemann, Jürgen Höreth, Alisha Pilenko, Christian Reul, Patricia Rieger, Frank Sawielijew, Corinna Schattauer, Martina Schiller-Rall und Christina Wuttke.

Autor:
Format:Kindle Edition
Seiten:360
EAN:

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Rezensionen zu "Funtastik: Funtastische Kurzgeschichten"

  1. Mit Fun in andere Welten

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 25. Nov 2016 

    Klappentext:
    Ist eine unwahrscheinliche Wahrscheinlichkeit schlimmer als eine wahrscheinliche Unwahrscheinlichkeit? Was passiert, wenn sich das Motiv eines Gemäldes selbstständig macht? Kann man den Kampf gegen einen Drachen delegiert? Kann eine gesetzestreue Invasion eines Planeten gelingen? Was passiert nach einer katastrophal falschen Lagerung von Eiern? Und sind gute Abenteuer planbar?
    Vielleicht werden sie Teile der Antworten verunsichern, mit Sicherheit aber belustigen. Dass Fantasy und SF nicht nur ernst sein muss, das zeigen die Autoren in diesem skurilen, krankhaft aberwitzigen Buch.
    Mit wahrlich funtastischen Geschichten von Ju Honisch, Michael Edelbrock, Lea Baumgart, Reneé Engel, Marie Braun, Thomas Heidemann, Jürgen Höreth, Alisha Pilenko, Christian Reul, Patricia Rieger, Frank Sawielijew, Corinna Schattauer, Martina Schiller-Rall und Christina Wuttke.

    Rezension:
    Enthaltene Geschichten:
    Lea Baumgart: Das Herz des Drachen
    Michael Edelbrock: Ordnung muss sein
    Renée Enge: Blumentöpfe und ähnliche Missverständnisse
    Marie Braun: Zombielein ging allein …
    Thomas Heidemann: Das Feuersturm-Fiasko – Schwer gestört und gut frisiert
    Jürgen Höreth: Der Tod, die Steuern und noch viel mehr Scherereien
    Ju Honisch: Die Prophezeiung
    Alisha Pilenko: Ein (fast) perfekter Plan
    Christian Reul: Die beeindruckenden Uhrgeheuer des Meistermechanikers Lord Rumknut
    Patricia Rieger: Die Omega-Strategie
    Frank Sawielijew: Abenteuermangel im Abenteuerland
    Corinna Schattauer: Schrödingers Vampir
    Martina Schiller-Rall: Speckled Eggs - oder wie gefleckte Eierschalen eine Welt verändern können
    Christina Wuttke: Schön oder nicht schön, das ist hier die Frage

    Was macht man, wenn man an den Schatz der Drachen kommen möchte, sich aber nicht traut, sich denen offen zu stellen? Wie verhält man sich, wenn plötzlich ein höchst lebendiger Prinz aus einem Gemälde klettert? Wie bestreitet ein Auftragskiller seinen Lebensunterhalt, wenn er unter Auftragsmangel leidet? Wie überlebt man, wenn man unter dem Fluch geboren wurde, dass einem immer das Unwahrscheinlichste zustößt? Diese und einige nicht minder interessante andere Fragen bekommt der Leser in dieser Anthologie beantwortet.
    Anthologien haben meist das Problem, dass nicht alle enthaltenen Geschichten gleich gut sind. Ganz kommt auch diese Sammlung von humorvollen Kurzgeschichten aus dem phantastischen Bereich nicht um dieses Dilemma herum. In diesem Fall muss man jedoch feststellen, dass es fast keine negativen Ausrutscher gibt. Eigentlich kann sogar gesagt werden, dass „Ordnung muss sein“ die einzige Story ist, die man als solchen bezeichnen könnte, da sie nicht viel mehr als eine Aneinanderreihung mehr oder weniger guter Gags darstellt. Aber selbst das ist natürlich Geschmackssache.
    Höhepunkte gibt es dafür einige. Besonders herausheben kann man in dieser Richtung wohl „Schrödingers Vampir“, worin die Abenteuer eines Mannes erzählt werden, dem immer das Unwahrscheinlichste zustößt. Während der Reiz der meisten anderen Geschichten im Dialogwitz liegt, ist es hier die Handlung an sich, die den Humor transportiert. Auch „Das Feuersturm-Fiasko – Schwer gestört und gut frisiert“ kann in besonderem Maß überzeugen. Hier finden die aberwitzigen Abenteuer einer Raumschiff-Crew eine wohl von niemanden vorherzuahnende Auflösung.
    Insgesamt gesehen kann man diese Anthologie allen Fans humorvoller Fantasy und SciFi guten Gewissens empfehlen.

    Fazit:
    Fans humorvoller Fantasy und SciFi werden den Kauf dieser Kurzgeschichtensammlung nicht bereuen.

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Buchland Tischkalender

Buchseite und Rezensionen zu 'Buchland Tischkalender' von Markus Walther
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Lassen Sie sich verzaubern von einer unendlichen Bibliothek. Lassen Sie sich entführen in ein Land voller Bücher. Zwölf ausgesuchte Aquarelle von Markus Walther erzählen in Wort und Bild aus seinem ersten Band der Buchland-Trilogie.

Format:Kalender
Seiten:14
Verlag: Calvendo
EAN:9783665324957

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Rynestig: Glaskugelliebe

Buchseite und Rezensionen zu 'Rynestig: Glaskugelliebe' von Margarethe Alb
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Rynestig: Glaskugelliebe"

Eigentlich hatten sich der Glasmacher Gallus und seine Haushälterin einfach nur ineinander verliebt. Aber Sybilla wollte ihm einfach nicht in dessen ferne Heimat folgen. Dann verschwandt die geheimnissvolle Magie, welche unter dem Glasmacherhaus tief im Berg hauste. Jene Zauberkraft, welche einem solch fürchterlichen Wesen gehörte, dass es nicht nur die magische Welt des Rynestig, sondern auch die Dörfer der Menschen vernichten würde, wäre es einmal den Fesseln entsprungen. Einmal mehr müssen Elfen, Mondwölfe und all die anderen Wesen der anderen Welt zusammenkämpfen. Und nebenbei der Liebe einen Weg bahnen.

Format:Kindle Edition
Seiten:53
Verlag: BoD E-Short
EAN:

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Rezensionen zu "Rynestig: Glaskugelliebe"

  1. Das Ungeheuer aus dem Inselsberg

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 11. Nov 2016 

    Klappentext:
    Eigentlich hatten sich der Glasmacher Gallus und seine Haushälterin einfach nur ineinander verliebt. Aber Sybilla wollte ihm einfach nicht in dessen ferne Heimat folgen. Dann verschwandt die geheimnissvolle Magie, welche unter dem Glasmacherhaus tief im Berg hauste. Jene Zauberkraft, welche einem solch fürchterlichen Wesen gehörte, dass es nicht nur die magische Welt des Rynestig, sondern auch die Dörfer der Menschen vernichten würde, wäre es einmal den Fesseln entsprungen. Einmal mehr müssen Elfen, Mondwölfe und all die anderen Wesen der anderen Welt zusammenkämpfen. Und nebenbei der Liebe einen Weg bahnen.

    Rezension:
    Der Venezianer Gallus will in seine Heimat zurückkehren, doch Sybilla, die gleichzeitig seine Geliebte als auch die Hüterin des Feuers ist, möchte ihn nicht in die Fremde begleiten. Niedergeschlagen, wie sie ist, verliert sie die Kontrolle über das Feuer, das sie hütet. Doch damit kommt ein gefährliches Wesen frei. Die Halbelfe Magarethe und ihre Freunde wie die (Werwolf-)Ritter der nahegelegenen Burg und sogar die Zwerge, die nicht wirklich zu ihren Freunden gehören, müssen versuchen, gemeinsam ihre thüringische Heimat zu retten.
    In den Büchern der „Rynestig“-Reihe erzählt die Halbelfe Margarethe Alb höchstpersönlich aus ihrem jahrhundertelangen Leben. Die Autorin, die im wirklichen Leben wohl Osanna Stephan heißt (Quelle: lesen.net), verarbeitet in den Büchern dieser Fantasy-Reihe diverse geographische Gegebenheiten und Legenden der Gegend zwischen Schmalkalden und dem Rennsteig (=Rynestig) zusammen mit überregionalen Fantasy-Elementen wie beispielsweise Werwölfen. Diese Idee ist (meines Wissens) zumindest für den thüringer Raum neu. Für Leser, die diese Gegend kennen, stellt das zusätzlich zum üblichen Fantasy-Feeling einen zusätzlichen Reiz dar.
    Die Autorin erzählt Magarethes Abenteuer in einem gut lesbaren Stil, auch wenn es einige Tippfehler bis ins fertige Buch geschafft haben.

    Fazit:
    Diese historical Urban Fantasy mit thüringer Lokal-Touch macht vor allem für (halbwegs) ortskundige Fantasy-Fans Lust auf mehr.

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Luzifer - des Teufels Sünde

Buchseite und Rezensionen zu 'Luzifer - des Teufels Sünde' von Stella Tack
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

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Autor:
Format:Taschenbuch
Seiten:378
EAN:9783960740087

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Rezensionen zu "Luzifer - des Teufels Sünde"

  1. Im Dienste eines Teufels

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 26. Okt 2016 

    Klappentext:
    In einem dunklen Kampf unter den mächtigsten Fürsten der Unterwelt, inmitten zweiköpfiger Höllenhunde, dem paranoiden (und verdammt noch mal sexy) Teufel Luzifer und einem depressiven Zombie, versucht die 599 Jahre junge Hexe Evening eigentlich nur, nicht auf grausame Weise zu sterben!
    Das einzige Hindernis: Sie kann absolut nicht zaubern, Luzifer wird aus der Hölle geworfen und Himmel sowie Hölle versinken ins absolute Chaos, sodass sie nicht nur vor machthungrigen Höllenfürsten und himmlisch angepissten Engeln gejagt werden, sondern auch vom Tod höchstpersönlich, der absolut keinen Sinn für Humor besitzt.

    Rezension:
    1415 erlebt die 19-jährige Bäckerstochter Evening mit, wie in ihrem Heimatdorf die Angst vor Hexen, aber auch vor der Inquisition umgeht. Kurz darauf werden ihre beste Freundin und deren Bruder Erhard, in den Evening verliebt ist, der Hexerei verdächtigt. Doch bald darauf trifft sie auf Luzifer persönlich, der ihr verspricht, sie zu einer Hexe auszubilden.
    600 Jahre später wollen andere Teufel Luzifer stürzen, um selbst die Macht in der Hölle zu übernehmen. Evening, die ihm die ganzen Jahrhunderte über in einer Hass-Liebe verbunden blieb, gefällt das gar nicht. Doch wird sie ihm helfen können, seine Macht zu erhalten? Im Hintergrund sind jedoch Mächte am Wirken, die drohen, Himmel und Hölle ins Chaos zu stürzen.
    Ein Buch über Hölle und Himmel. Aber keine Panik: Christlich ist dieses Buch garantiert nicht. Im Gegenteil; im Mittelalter wäre die Autorin für dieses Buch wahrscheinlich selbst auf dem Scheiterhaufen gelandet. Im steten Wechsel zwischen den beiden Zeitebenen erzählt Stella Tack auf humorvolle und immer wieder unterschwellig erotische Art die Abenteuer Evenings und Luzifers. Politische Unruhen drohen, die Hölle auf den Kopf zu stellen. Nach der Flucht aus der Hölle müssen die beiden ‚Helden‘ feststellen, dass die Verhältnisse im Himmel auch nicht viel besser sind. Selbst der Tod persönlich – mit Vornamen übrigens Adam – und seine Frau Eva blicken nicht mehr durch. Wer hier gut oder böse ist, kann bis zum Ende nicht eindeutig gesagt werden. Der Leser wird dabei schnell derart gefesselt, dass er das Buch fast nicht mehr zur Seite legen kann. Der Schreibstil nimmt ihn einfach mit. Und schließlich will er doch wissen, wie das ganze Chaos endet! Das ganze Buch schäumt einfach über vor gänzlich unerwarteten Einfällen.

    Fazit:
    Ein humorvoll-erotischen Höllentrip, wie man ihn noch nicht gelesen hat. Alle Daumen hoch!

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Frostflamme: Die Chroniken der Sphaera

Buchseite und Rezensionen zu 'Frostflamme: Die Chroniken der Sphaera' von Christopher B. Husberg
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

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Format:Broschiert
Seiten:704
Verlag: Knaur TB
EAN:9783426519202

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Rezensionen zu "Frostflamme: Die Chroniken der Sphaera"

  1. Vielversprechender erster Band einer neuen Fantasyreihe!

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 26. Sep 2016 

    Wenn ich das Buch in einem Satz beschreiben müsste, würde ich vielleicht sagen:

    "Frostflamme" ist ein monumentales Fantasyepos, das in einer komplexen, durch und durch fantastischen Welt spielt und dennoch universelle Grundthemen anspricht, mit denen wir uns auch in der Realität beschäftigen: Rassismus, Drogensucht, Schuld und Vergebung, zwischenmenschliche Beziehungen in den verschiedensten Facetten und vieles mehr.

    Gerade das Thema Drogensucht habe ich noch selten in einem Fantasybuch so eindringlich und tragisch beschrieben gelesen, und der Autor schreckt nicht davor zurück, seine Charaktere unverzeihliche Fehler begehen zu lassen, die schreckliche Folgen haben.

    Aber ich fand nicht nur die Einbindung realistischer Themen originell und interessant:

    Das Magiesystem, das sich der Autor ausgedacht hat, ist ausgefeilt und vielschichtig, wobei wir in diesem ersten Band erstmal nur einen flüchtigen Einblick erhaschen - denn eigentlich gibt es Magie in dieser Welt offiziell gar nicht. Den Priesterinnen der Göttin Canta werden zwar übernatürliche Gaben zugestanden, aber das ist dann eben keine Magie, sondern göttlicher Segen... Daher ist die junge Tiellanerin Winter auch erstaunt, als sie plötzlich nicht nur mit Telekinese und Gedankenkontrolle konfrontiert wird, sondern auch mit einer Art magischer Untergrundbewegung.

    Die Religion dieser Welt ist eine absolute, unangefochtene Institution, die in alle Aspekte des täglichen Lebens eingreift und dabei nicht nur eine Quelle des Trostes ist: schon für kleinste Verstöße gegen die Gebote kann man als Ketzer angeklagt werden, was drakonische Strafen nach sich zieht - bis hin zur öffentlichen Hinrichtung. Religion, Magie und Macht sind untrennbar verbunden, und die Kirche hat ein großes Interesse daran, die Kontrolle darüber zu behalten.

    Es werden ziemlich schnell ziemlich viele Charaktere eingeführt, weswegen ich am Anfang öfter hin- und herblättern musste, aber die wichtigsten hat man dann doch schnell im Kopf. Ich will hier gar nicht auf jeden einzeln eingehen, denn das würde den Rahmen dieser Rezension sprengen! Nur soviel: Sie entsprechen in meinen Augen in keinster Weise den üblichsten Fantasyklischees, sondern sind vielfältig, komplex, oft zwiespältig, glaubhaft, nicht immer sympathisch... Es ist sehr mutig vom Autor, wie gnadenlos er seinen Charakteren auch wirklich gravierende Schwächen gibt, und wie sehr er die Fähigkeit des Lesers, einem geliebten Charakter zu vergeben, ausreizt. Denn die Protagonisten laden durchaus auch Schuld auf sich, und da muss man als Leser die ganz persönliche Entscheidung treffen, wo der Punkt liegt, ab dem es kein Zurück mehr gibt. Ist eine Heldin noch eine Heldin, wenn sie Unschuldige abgeschlachtet hat?

    Mein Liebling war Astrid, der kleine Vampir. Sie sieht aus wie ein 9-jähriges Mädchen - winzig, zart, harmlos, unschuldig... Aber sie hat einen wunderbar bösen Humor und kann eine tödliche Kampfmaschine sein. Zwischen Astrid und Noth entwickelt sich eine Art verquere Vater-Tochter-Beziehung, die ich sehr interessant, oft witzig und manchmal unglaublich rührend fand.

    Überhaupt sind die Beziehungen zwischen den Charakteren fantastisch geschrieben und die Dialoge lesen sich immer glaubhaft. Noth und Winter zum Beispiel sind zwar verheiratet, das verrät ja schon der Klappentext, aber beide sind anfangs davon überzeugt, den anderen zwar zu mögen und sich ihm verpflichtet zu fühlen, aber keine wirklich romantischen Gefühle für ihn zu hegen. Ob sich das ändert, das verrate ich jetzt natürlich noch nicht.

    Da die verschiedenen Charaktere alle ihre eigenen Ziele, Hoffnungen, Wünsche, Geheimnisse und Hintergrundgeschichten mitbringen, gibt es auch viele verschiedene Handlungsfäden, die sich nach und nach miteinander verknüpfen. Meist kam mir das schlüssig aufgebaut und in sich logisch vor, nur wenige Dinge wirkten auf mich etwas konstruiert vor oder zu sehr vom Zufall abhängig - da zeigt sich vielleicht doch, dass das Buch ein Debütroman ist, aber es hielt sich wirklich in Grenzen.

    Ich habe "Frostflamme" als eBook gelesen und mir ist tatsächlich erst beim Schreiben dieser Rezension aufgegangen, dass es 704 Seiten hat... Ich fand die Geschichte so spannend, dass ich an keiner Stelle das Gefühl hatte, sie würde sich in die Länge ziehen!

    Der Schreibstil ist meines Erachtens sehr souverän: lebendig, sorgfältig detailliert aber nicht überfrachtet, flüssig und mit Bildern voller Atmosphäre.

    Fazit:
    "Frostflamme" konnte mich in vielerlei Hinsicht überzeugen: als Debütroman, als erster Band einer Reihe, als epische Fantasy mit überraschend realistischen Themen wie Drogenmissbrauch und Rassismus... Das ist in meinen Augen Fantasy jenseits der Klischees und dennoch spannend und unterhaltsam. Auch die Charaktere konnten mich mit ihrem Facettenreichtum überzeugen, obwohl oder gerade weil sie nicht immer gut und edel handeln.

 

Beatrice - Rückkehr ins Buchland

Buchseite und Rezensionen zu 'Beatrice - Rückkehr ins Buchland' von Markus Walther
4.75
4.8 von 5 (4 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Beatrice - Rückkehr ins Buchland"

Sie wusste um das mächtige Eigenleben des geschriebenen Wortes, wusste um die Magie, die die Realität um die Fiktion krümmte, wie das Weltall den Raum um die Masse."

Eigentlich müsste Beatrice zufrieden sein. Sie hat das Antiquariat von Herrn Plana übernommen, ihr Mann ist wieder gesund und der Verlag wünscht sich ein neues Manuskript. Alles scheint in
geordneten Bahnen zu laufen. Doch dann taucht der kuriose Ladenbesitzer Quirinus auf, der ihr ein Angebot macht, das sie einfach nicht ablehnen kann. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg zurück in die tiefsten Regionen des Buchlands.

Format:Taschenbuch
Seiten:284
Verlag: Acabus Verlag
EAN:9783862823734

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Rezensionen zu "Beatrice - Rückkehr ins Buchland"

  1. Regenbögen im Dunkel...

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 03. Dez 2016 

    Was habe ich mich auf ein Wiederlesen mit Beatrice und dem Buchland gefreut! Zwar gibt es Herrn Plana nun nicht mehr, doch Beatrice hat das Antiquariat von ihm übernommen, und was spräche dagegen, das Buchland in den unteren Gewölben auch ohne den mysteriösen Auktoral zu durchforsten? Zu meiner großen Überraschung hat Beatrice diese Möglichkeit jedoch seit dem Verschwinden Herrn Planas nie genutzt - allein zum Zwecke des Auffüllens der Buchregale im Antiquariat hat sie das Buchland gelegentlich einmal betreten, blieb jedoch stets in den ihr gut bekannten Abteilungen.

    "Sie wusste um das mächtige Eigenleben des geschriebenen Wortes, wusste um die Magie, die die Realität um die Fiktion krümmte wie das Weltall den Raum um die Masse. Es gab hier Gänge, die sich verschoben, Bücher, die sich bewegten, und Wesen, denen sie nie wieder begegnen wollte. Ja, sie liebte das Buchland. Aber sie hatte auch einen höllischen Respekt vor dem, was im Buchland zu finden war." (S. 58)

    Auch sonst hat sich Beatrice in ihrem Leben irgendwie eingerichtet. Mit ihrem Mann Ingo versteht sie sich wieder recht gut, zumal er weiterhin dem Alkohol abschwört. Zwar hat sie den Tod ihrer kleinen Tochter immer noch nicht wirklich verwunden, doch schaut sie inzwischen wieder nach vorne. Nach dem Erfolg ihres ersten Buches drängt der Verlag auf eine Fortsetzung, doch ist Beatrice von der Idee nicht wirklich überzeugt.

    "Ich werde keine Fortsetzung schreiben. Fortsetzungen sind meistens kacke. Nur weil 'Buchland' ein Fantasyroman geworden ist, muss das Teil ja nicht gleich in Serie gehen. Nicht jeder Mist muss eine Trilogie werden." (S. 39)

    Dieses kleine Zitat zeugt schon davon, wieviel schwarzer Humor hier immer wieder mal aufblitzt, und auch, wie der Autor sich selbst immer mal wieder auf die Schippe nimmt - und das sind schon einige der Gründe, weshalb mir dieses Buch so gut gefallen hat. War Band eins der Trilogie noch vom Überraschungseffekt geprägt, von all der Freude am Entdecken dieses traumhaften Landes für alle Bücherliebhaber, so ist diese zweite Folge deutlich düsterer. Denn das Buchland ist nicht mehr, was es mal war. Unheimlicher ist es geworden, Schatten sind eingezogen, und das Böse lauert - nur auf wen? Oder auf was?

    "Während der Zeiger langsam über das Zifferblatt ihrer Armbanduhr kroch, überkam sie mehr und mehr ein Gefühl der Unruhe. Die Angst, dass etwas ihre Bücher bedrohte, machte sich schmerzhaft spürbar in ihren Knochen breit. Da war noch immer das Wispern um sie herum. Doch entgegen aller Erfahrungen, die sie bislang zwischen den Büchern gemacht hatte, klang es nun kläglich, geradezu krank." (S. 55)

    Zunächst einmal macht Beatrice die Bekanntschaft mit einem merkwürdigen Kauz. Quirinus heißt er - nur Quirinus - und hat den Laden neben dem Antiquariat erworben. Ein Geschäft für Kuriositäten, und wirklich schlau wird Beatrice nicht aus dem Verhalten ihres neuen Nachbarn. Er möchte etwas von ihr, das ist ihr nur zu bald klar, doch er verrät ihr nicht, was es ist. Stattdessen stellt er ihr seine kleine Cousine vor, Chaya, ein kleines, nettes Mädchen - und doch, auch an ihr ist irgendetwas seltsam. Jedenfalls liebt dieses Mädchen Bücher. Über alles. Vielleicht zu sehr?

    "Dort, wo sie gestern das Kinderbuch eingeschoben hatte, lag ein klägliches Häuflein Staub. Wie konnte das sein? Wie konnte ein Buch innerhalb so kurzer Zeit zerfallen? Das hatte Beatrice noch nie erlebt. Schon gar nicht hier im Antiquariat. Hier starben keine Bücher! Hier lebten sie auf. Egal, was es zu bedeuten hatte: Es konnte nichts Gutes sein. Aber wenn sie Antworten finden wollte, gab es nur einen Ort, an dem sie danach suchen konnte." (S. 54)

    Noch während Beatrice über die Veränderungen und möglichen Bedrohungen nachsinnt, macht ihr Quirinus ein Angebot, das sie bei allem Misstrauen einfach nicht ablehnen kann. Und wieder geht es tief hinein ins Buchland, in Areale, von denen Beatrice nicht zu träumen gewagt hätte - und doch ist alles von einer unheimlichen Atmospäre überzogen. Doch neben beängstigenden Begegnungen gibt es auch wieder herrliche Entdeckungen, wie beispielsweise die Geschichteneiche - mit Blättern aus Buchseiten, in denen sich die Strahlen der Sonne weiß relektieren.

    "Es ist traurig, dass nicht jeder für diese Magie zugänglich ist. Manche Köpfe sind einfach zu stumpf. Phantasie sollte zum eigenständigen Unterrichtsfach erklärt werden. Weißt du, jedes Feuerwerk in deinem Kopf kann grandioser und farbenfroher sein als eines, das du im 3D-Kino siehst. Du musst dich nur darauf einlassen." (S. 123)

    Einen Mangel an Phantasie kann man Markus Walther nun wirklich nicht vorwerfen. Wer wie Beatrice geglaubt hat, nach dem letzten Abenteuer das Buchland zu kennen, wird hier rasch eines Besseren belehrt. Doch neben all den phantastischen Elementen und den Geheimnissen, denen der Leser mit Beatrice auf den Grund zu gehen versucht, gibt es hier eine Vielzahl von philosophischen und moralischen Fragestellungen, mehr als einen Hauch von Mythologie und einem ganzen Strauß von Anspielungen, die man z.T sicher auch zu überlesen droht. Doch im Rahmen einer gemeinsamen Leserunde mit dem Autor wurden wir auf so manche Stelle hingewiesen, die zumindest für mich ansonsten verloren gegangen wäre.

    "Seele? Ein großes Wort. Und eines, das sich nicht genau definieren lässt. Ein sehr ungenauer Begriff. Ist Seele der unsterbliche Teil eines Wesens? Ist es der Lebensfunke? Dann wäre es mögich, dass es ihn gar nicht gibt. Oder ist es Intelligenz und das Sich-Selbst-Bewusstsein? Die Fähigkeit zu fühlen oder die Fähigkeit zu lieben? Wie poetisch! Von allem was? Vielleicht. Vielleicht. Vielleicht ist es auch nur der Wille weiterzumachen. Lebenswille. Hoffnung. Hoffnung. Ja." (S. 217)

    Von der Seele der Bücher und sonstiger, hm, Dinge, ist hier die Rede, von Trauer und Freude, von der Verwerflichkeit des Machbaren, vom Ursprung des Bösen und von dem, was man zum Überleben braucht - die Hoffnung. Der Glaube an Regenbögen im Dunkel.

    Für mich einmal mehr ein ganz besonderes Buch aus der Feder von Markus Walther. Zweimal habe ich es gleich gelesen, denn ein einziges Lesen reichte mir nicht aus, um alles zu entdecken - und vermutlich reichen auch die beiden Male nicht. Mehr als ein Fantasybuch ist es in jedem Fall, denn wenn ein Roman es schafft, einen zum Lachen zu bringen und zu Tränen zu rühren, sich die Augen zuhalten zu wollen und zum Nachdenken bewegt - dann hat er viel erreicht. Und genauso ist es mir mit diesem Buch ergangen.

    Ich wünsche dem Buch viele Leser, denn welcher Büchernarr mag nicht eintauchen in das wundersame Buchland? Von mir gibt es jedenfalls auch für diesen zweiten Band der Trilogie eine unbedingte Leseempfehlung!

    © Parden

  1. Rückkehr ins Buchland

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 31. Okt 2016 

    Dies ist das zweite Buch über das Buchland und Beatrice.
    Beatrice hat das Antiquariat von Herrn Plana übernommen, ihr Mann Ingo ist wieder gesund und sie könnte zufrieden sein. Doch noch immer ist ist sie in ihrer Trauer um ihre verstorbene Tochter gefangen.
    Doch dann taucht der kuriose Ladenbesitzer Quirinus zusammen mit dem Mädchen Chaya auf, die ihr Leben durcheinanderwirbeln. Quirinus macht ihr schliesslich ein Angebot, dass Beatrice nicht ablehnen kann . Gemeinsam machen sie sich auf den Weg zum Buchland.

    Mehr möchte ich vom Inhalt nicht verraten, denn von Kapitel zu Kapitel wird die Geschichte mysteriöser und neue Fragen tun sich auf.

    Das Buchland hat mich auch wieder ganz schnell in seinen Bann gezogen. Dort trifft man allerlei auffällige Gestalten, sogar Gevatter Tod. Auch auf einem Thesaurus kann dort geritten werden.

    Und die Wortspielereien , die ins Buchland passen, sind einfach großartig und dürfen durchaus wörtlich verstanden werden.

    „Er rang mit den Worten....Zeilen umspannten ihn wie Schnüre.... Fesselnde Lektüre hinderte ihn daran weiterzumachen.“

    Doch auch Spannung bis zum Ende und eine Portion Humor finden sich in diesem Roman.

    Ich habe dieses Buch in einer Leserunde mit dem Autor gelesen und dadurch viele Hintergrundinfos erhalten. Fast jedes Kapitel wartet mit etwas Besonderem auf. Die wichtigsten Infos werden am Ende im Glossar erläutert.

    Diesen Roman sollte man nicht einfach von Seite zu Seite, oder Zeile für Zeile, sondern Wort für Wort lesen. So viele schöne Worte stecken in diesem Buch!

    Man spürt beim Lesen, wie viel Herzblut der Autor reingesteckt hat und welch intensive Recherchen nötig waren.

    Empfehlenswert ist es ,vor der Lektüre von „Beatrice“ erst “Buchland“, den ersten Band , zu lesen.

    Ich habe diesen bezaubernden, großartigen und besonderen Roman mit viel Genuss gelesen. Und es wird definitiv eines der wenigen Bücher sein, die ich ein zweites Mal lesen werde, damit ich auch wirklich alle Einzelheiten wahrnehme.

    Jetzt bleibt mir nur noch, mich auf den dritten Teil des Buchlandes zu freuen!

  1. Die Krümmung der Fiktion

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 29. Okt 2016 

    Nach ihren Abenteuern im Buchland leben Beatrice und Ingo relativ zufrieden. Beatrice führt ihren schönen Buchladen, doch ins Buchland steigt sie nicht so oft hinunter. Es scheint etwas Leben in die Nachbarschaft zu kommen als ein Kuriositätenladen eröffnet wird. Der Besitzer Quirinus zeigt Interesse an Beatrice und ihrem Buchgeschäft. Sollte er etwas im Schilde führen? Als er Beatrice bittet, auf seine kleine Cousine Chaya aufzupassen, denkt sie sich nichts weiter dabei. Das Kind wirkt nett, allerdings ein wenig seltsam. Doch Chayas großes Interesse an Büchern macht sie unbedingt sympathisch. Jedenfalls bis das erste verliehene Buch in so bestürzendem Zustand zurückkommt, dass es Beatrice beginnt im Nacken zu kribbeln wie ein Unheil, das seine Vorboten schickt.

    Noch einmal beschäftigt sich Beatrice mit ihrem Buchland. Auf welchen Weg wird sie sich begeben? Wird sie sich von Quirinus auf einen Pfad leiten lassen, von dem sie später bedauern wird ihn eingeschlagen zu haben? Steht es zwischen ihr und Ingo wirklich so gut? Welche Bedeutung bekommt die kleine Chaya für Beatrice, was projiziert sie in das Bild des Kindes hinein? Eine abenteuerliche Reise durch die Unendlichkeit des Buchlandes beginnt. So lernen wir zum Beispiel den blinden Buchbinder Markus kennen und Herrn Bünde und den Thesaurus und etliche weitere skurrile Gestalten.

    Es fühlt sich an wie das Beschreiten eines Weges. Beatrice hat mit der Tragik ihres Lebens nie abgeschlossen. Sie hat Ingo geholfen und sich vielleicht selbst vergessen. Doch nun muss sie sich auf den Weg machen. Wie es einem jeden ergehen kann, durchschreitet Beatrice ein Tal, doch als Leser wird man von der Hoffnung geleitet, dass doch eigentlich immer das Gute gewinnt. Und so nimmt man Seite für Seite dieser vor Ideen und kleinen Anekdoten strotzenden Geschichte auf. Beinahe als ob man selbst das Buchland durchwanderte. Viele Sätze habe eine doppelte Bedeutung oder beinhalten Hinweise, die zum darüber sprechen oder zum googeln einladen. Mit diesen schönen Buch ist man nach der ersten Lektüre gewiss nicht fertig, viele interessante Kleinigkeiten wollen wieder und wieder entdeckt werden. Wirklichkeit und Fantasy sind zu einer außerordentlich stimmigen Geschichte verwoben, die zum Glück im dritten Band weitergehen wird.

    4,5 Sterne

  1. Traumhafte Fortsetzung

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 27. Okt 2016 

    Beatrice - Rückkehr ins Buchland ist der zweite Teil einer fantastischen Trilogie von Markus Walther aus dem Hause acabus

    Nach dem ich den ersten Teil, Buchland, schon verschlungen habe, war sehr schnell klar, dass ich die Fortsetzung unbedingt lesen möchte. Ich wollte den Zauber des ersten Bandes wieder einfangen, und die Bücher wieder wispern hören. Noch dazu sind mir die Charaktere ans Herz gewachsen und die ein oder andere Frage sollte für mich noch geklärt werden. Oftmals habe ich bei Fortsetzungen das Gefühl, dass sie nicht an ihren Vorgänger heranreichen. Aber soviel sei gesagt, diese Sorge war vollkommen unbegründet.

    Zur Geschichte: Beatrice Liber hat das Antiquariat ihres Vorgängers, Herrn Plana, übernommen. Herr Plana zeichnete sich als Auktoral aus, er war sozusagen der Hüter der Bücher, aller Bücher. Das bezaubernde Buchland, dass sich im Keller des Antiquariats befindet, gehört nun in Beatrice Aufgabenbereich. Sie soll eine Fortsetzung ihres Buches schreiben, doch leider fühlt sie sich dazu momentan nicht in der Lage. So überschattet nach wie vor der frühe Tod ihrer Tochter Rachel, Beatrice Leben, und das ihres Mannes Ingo.
    Als ein Kuriositätenhändler namens Quirinus ein Geschäft in der Nähe des Antiquariats eröffnet, gerät Beatrice in seinen Bann, denn er bietet ihr etwas an, dem sie nur schwer widerstehen kann. Doch Quirinus verlangt von Beatrice etwas, was das gesamte Gefüge von Beatrice Welt und der des gesamten Buchlandes durcheinander bringen könnte. Wird Beatrice stark genug sein, das Richtige zu tun?

    In diesem Teil vereint der Autor Markus Walther wieder einmal viele interessante Anekdoten, und Wortspielerein. Es gibt fast nichts, was nicht eine tiefere Bedeutung hat. Man muss zwischen den Zeilen lesen, um alles interessante zu erfassen. Es macht soviel Spaß der Geschichte zu folgen und nebenher auf die Suche zu gehen nach den Schätzen die Markus Walther für den Leser eingebaut hat.

    Die Charaktere sind teilweise aus dem ersten Band vertraut. Aber auch einige neue und ebenso interessante sind dazugekommen. So zum Beispiel auch das Mädchen Chaya, dessen Herkunft den Leser erstmal vor ein Rätsel stellt. Herr Bünde ist mein persönlicher Favorit in diesem Buch. Es war herzzerreißend erfrischend, wenn er die in Vergessenheit geraten Wörter nutzte. Noch dazu hat er manch eine wichtige Weisheit in liebevolle Sätze gepackt, und sie Beatrice mit auf ihren Weg gegeben.
    Es gibt noch weitere bezaubernde Figuren, aber der Leser darf sich nicht täuschen lassen, denn das Böse lauert auch im Buchland in Gestalt von.....nein, das wird nicht verraten.

    Beatrice-Rückkehr ins Buchland ist für mich ein Buch, dass ich definitiv nicht nur einmal lesen werde. Es hat mir zum einen sehr gut gefallen, zum anderen habe ich nach wie vor das Gefühl, die ein oder andere Sache überlesen zu haben. Ich denke, dieses Buch kann mich ein weiteres Mal fesseln. Der beste Anlass es erneut zu verschlingen, könnte das Erscheinen des dritten Teils sein, der auf jeden Fall einen Platz in meinem persönlichen Buchland erhalten wird.

    Ich durfte dieses Buch im Zuge einer Leserunde genießen, die vom Autor persönlich begleitet wurde, und möchte mich hiermit beim Autor Markus Walther und dem acabus -Verlag für das Leseexemplar bedanken, es war eine unvergessliche Erfahrung.

 

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