Dreck am Stecken: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Dreck am Stecken: Roman' von Alexandra Fröhlich
NAN
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Inhaltsangabe zu "Dreck am Stecken: Roman"

Format:Broschiert
Seiten:320
EAN:9783328102311

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Die Gewitterschwimmerin: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Die Gewitterschwimmerin: Roman' von Franziska Hauser
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Die Gewitterschwimmerin: Roman"

Format:Taschenbuch
Seiten:432
EAN:9783442719150

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Rezensionen zu "Die Gewitterschwimmerin: Roman"

  1. Auch bei Gewitter kann man schwimmen

    4
    (4 von 5 *)
     - 05. Apr 2021 

    „Die Wellen haben mich zurück zum Ufer getragen, haben mich ausgespuckt, wollen mein Leben nicht haben.“ (Zitat Seite 66)

    Inhalt:
    2011 erhält Tamara Hirsch die Nachricht vom überraschenden Tod ihrer Mutter Adele. Selbst Mutter von zwei Töchtern, Henriette und Maja, und auch schon Oma, blickt sie beim Entrümpeln und Umbau des geerbten Elternhauses auf ihr Leben zurück. Sie war immer das unangepasste Familienmitglied, geprägt durch die Mutter Adele, die am liebsten reiste, den Tod der jüngeren Schwester Dascha, die Erzählungen von Großvater Friedrich und Vater Alfred.

    Thema und Genre:
    Dieser autobiografische Generationen- und Familienroman ist gleichzeitig ein politisches Bild Deutschlands zwischen Nationalsozialismus und DDR. Die Themen sind vielschichtig, es geht um politische Überzeugungen, Enttäuschungen und eine Männerwelt, in der Frauen manchmal gehorsame Kulisse zu sein hatten. Dazu kommen noch problematische Mutter-Tochter-Beziehungen. Die eigenwillige Tamara, geprägt durch ihre Erziehung, durch das Verhalten von Vater und Onkel, durch die ständigen Abwesenheiten ihrer Mutter, kann sich in die Grenzen des Alltags der DDR schwer einfügen.

    Handlung und Schreibstil:
    Dieser Roman ist in viele Kapitel unterteilt, die eher willkürlich aneinander gereiht scheinen. Jede Kapitelüberschrift trägt eine Jahreszahl und der erste Satz beginnt oft mit dem Namen des Familienmitgliedes, das dann im Mittelpunkt steht. Dies ist eine gewisse Orientierung für den Leser. Die Geschichte der Familie wird von Tamara in der Ich-Form erzählt, soweit es die eigenen Erinnerungen und Rückblicke auf ihr Leben betrifft. Die Ereignisse im Leben der anderen Charaktere, die Tamara nicht wissen kann, werden von einem Erzähler in der dritten Person geschildert, sodass sich ein umfassendes Bild über drei Generationen ergibt. Die Sprache ist kraftvoll, lebhaft erzählend und beschreibend.

    Fazit:
    Mein erstes Buch vom Stapel einer persönlichen Auswahl aus den Titeln der Longlist, hat mich dieser Roman gefesselt, aber auf Grund der vielen Zeitsprünge nicht vollkommen überzeugen können. Der Leser erhält einen tiefen Einblick in die Interna der Familie Hauser, im Roman die Familie Hirsch und einen realen Eindruck vom Alltag in der DDR. Für dieses Buch sollten man sich Zeit nehmen und diese möglichst ohne allzu große Pausen, denn die sich gleichsam im Rösselsprung und vor und zurück durch die Generationen und Personen bewegende Geschichte wird sonst wirklich unübersichtlich und zeigt dadurch Längen.

 

Das Bernsteinmädchen: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Das Bernsteinmädchen: Roman' von Hans Meyer zu Düttingdorf
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Das Bernsteinmädchen: Roman"

Format:Taschenbuch
Seiten:384
Verlag:
EAN:9783746637525

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Rezensionen zu "Das Bernsteinmädchen: Roman"

  1. Bernsteinmädchen

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 29. Mär 2021 

    Mit dem Vermächtnis seiner Mutter hätte Robert Schnitter nie gerechnet. Er bekommt einen wunderschönen Bernstein und einen Brief mit dem Inhalt "Geh in das Land deines Vaters". Was will ihm seine Mutter mit diesen Zeilen sagen. Er kannte seinen Vater nicht.

    Aus Erzählungen seiner Mutter Helena weiß er, dass sein Vater Karl als Matrose in Argentinien war. Dort verliebten sich beide ineinander. Es dauert lange, bis Helena ihren Karl wiedersieht. Schweren Herzens entschließt sie sich zu einer Heirat mit ihm, auch wenn sie dafür Argentinien und ihren Vater zurücklassen muss. Auf dem Hof von Karls Familie wird sie nicht gerade mit offenen Armen aufgenommen. Sie ist zwar die schöne Helena, aber nicht für die Arbeit auf dem Land geeignet. Gerade Elsa, die Schwester von Karl. macht ihr das Leben sehr schwer. Dann beginnt der 2. Weltkrieg und Karl zieht in den Krieg.

    Als das weiß Robert Schnitter nicht, als er nach Deutschland kommt. Er spricht zwar fließend Deutsch, hat aber an das Land seines Vaters gar keine Erinnerung mehr. Die Suche von Robert nach Angehörigen, oder Menschen, die seine Familie kannten, ist nach so vielen Jahren nicht leicht. Es ist in den vergangenen Jahren sehr viel passiert. Im Grunde ist es ein fast aussichtsloses Unternehmen.

    Für mich war es spannend zu lesen, ob Robert überhaupt Spuren finden kann. Interessant fand ich auch, wie dem ausländischen Robert die Deutschen gegenübertreten, obwohl er Deutsch spricht. Das Misstrauen, dass ihm entgegenschlägt, ist auf jeden Fall auch den Ereignissen nach der Wende und den vielen Rückübertragungsansprüchen zu zuschreiben.

    Der Autor schreibt in seinem Buch aber nicht nur über die Suche von Robert nach seinem deutschen Vater. Er lässt uns auch an den damaligen Ereignissen im Leben von Helena teilhaben. So können wir an ihren Erlebnissen teilhaben und erfahren, was genau damals geschehen ist.

    Mir hat dieser Ausflug in die Vergangenheit und in die Gegenwart gut gefallen. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und verdiente vier Lesesterne.

 

Eine Sehnsucht nach morgen

Buchseite und Rezensionen zu 'Eine Sehnsucht nach morgen' von Eva Völler
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Eine Sehnsucht nach morgen"

Ruhrpott, 1968: Flowerpower, Studentenbewegung, Arbeitskampf. Als Bärbel nach dem Medizinstudium in ihre Heimatstadt Essen zurückkehrt, spiegelt sich die Zerrissenheit der Gesellschaft auch in ihrer eigenen Familie wider: Die Schwester und ihr Schwager kämpfen mit privaten und beruflichen Schwierigkeiten, für die es keine Lösung zu geben scheint, und ihr Bruder setzt mit politischen Aktionen seine Zukunft aufs Spiel. Doch vor dem größten Problem steht Bärbel selbst, als sie den Mann wiedersieht, den sie früher für die Liebe ihres Lebens hielt ...

Autor:
Format:Broschiert
Seiten:464
Verlag: Lbbe
EAN:9783785727423

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Rezensionen zu "Eine Sehnsucht nach morgen"

  1. Wie sehr sehne ich mich nach Liebe und Geborgenheit

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 29. Mär 2021 

    "Nicht die sind zu bedauern, deren Sehnsüchte nicht in Erfüllung gehen, sondern diejenigen, die keine mehr haben." (Marie von Ebner-Eschenbach)
    Ruhrpott, 1968:
    Neun Jahre sind inzwischen vergangen und vieles hat sich bei unseren Familien aus dem Ruhrpott getan. Bärbel ist derweil eine gute Ärztin in der Chirurgin. Nachdem es in Hamburg zu privaten Problemen gekommen war, zieht es sie wieder in die familiäre Heimat. Nun muss sie dringend eine neue Stelle suchen. Inge und Johannes sind weiterhin glücklich, wären da nur nicht ihre Sorgen und Probleme. Jakob, mittlerweile ein Teenager, steht kurz vor dem Abitur und engagiert sich politisch. Karl ist unterdessen in Rente und hilft viel Tante Clärchen, die inzwischen den Haushalt der Familie führt. Zu guter Letzt erscheint noch Inges leiblicher Vater und sie weiß nicht so recht, wie sie sich verhalten soll.

    Meine Meinung:
    Wieder einmal ist das Cover hervorragend gewählt und passt zum Inhalt rund um das Ruhrgebiet und die 60er-Jahre. Der Schreibstil ist wie in den beiden anderen Büchern sehr gut recherchiert, informativ, locker, unterhaltsam und einfach nur zum Wohlfühlen. Auch dieses Mal hat die Autorin viele Ereignisse aus der Zeit mit in den Roman einfließen lassen. Zwar werden sie nicht ausführlich beleuchtet, doch es ist gut, dass man erfährt, was zu jener Zeit passiert ist. Da geht es zum einen um die Studentenbewegung mit der Ermordung von Rudi Dutschke, Protestaktionen gegen den Springer Verlag, Contergan Skandal, der Prager Frühling, Gründung der Ruhrkohle AG und das Schließen der Zechen. Doch am meisten interessieren mich die Ereignisse um die bekannten Charaktere. Da ist zum einen Bärbel, die wieder in die Heimat zurückgekehrt. Doch nun steht sie vor dem Problem, jeden Tag ihre einst große Liebe Klaus sehen zu müssen, den sie lieben, sich immer noch. Klaus ist inzwischen nicht gerade glücklich verheiratet mit Annette und hat eine Tochter Sabine (genannt Bienchen). Annette ist alles andere als eine gute Mutter und Ehefrau. Inges Buchladen läuft inzwischen sehr erfolgreich, doch sie und Johannes wünschen sich nichts sehnlicher als ein Baby. Nur leider blieb der Kinderwunsch bisher unerfüllt. Karl ist unterdessen in Rente und hilft Tante Clärchen viel im Garten und Haushalt. Dabei fühlt er sich immer mehr zu ihr hingezogen. Doch Clärchen spürt zwar ebenfalls Gefühle für ihn, hat jedoch Angst davor. Was würden die Leute sagen und erst die Familie? Und Jakob verspielt fast sein Abitur, weil er sich zu sehr politisch engagiert. Außerdem lernt er seine erste Liebe kennen und muss lernen, mit Problemen und Enttäuschungen zu leben. Dazu bekommt er einen ersten Einblick, wie hart die Arbeit der Bergleute am Pütt ist. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge habe ich auf den letzten Band der Trilogie hingefiebert. Nicht nur das Eva Völler wieder tolle Neuigkeiten unter den Charakteren aufzeigt. Ebenso zeitgenössisch erfahre ich mal wieder, was im Jahr 1968 angesagt und los war. Für arbeitende Frauen wie Bärbel ist es nicht immer einfach, sich unter in der Männerwelt durchzusetzen. Hier spiegelt sich viel Ungerechtigkeit wider, die es damals und noch teilweise heute gibt. Manchmal hatte sie sogar Zweifel, ob sie den richtigen Beruf gewählt hat. Doch war es außerdem schön zu sehen, wie die einzelnen um ihr Glück und die Zukunft kämpfen. Mitunter kommt dann gerade zum richtigen Zeitpunkt ein Rechtsanwalt in die Familie, um sie in manchen Belangen zu unterstützen. Wie schön war es für mich dann zu erleben, dass es am Ende für alle ein wohlverdientes Happy End gab. Trotzdem schade nichts mehr aus dem Ruhrgebiet zu erfahren. Für mich waren diese 3-teilige Reise in den Ruhrpott und die Erlebnisse drumherum etwas ganz Neues und durch die passenden Dialekte sind sie für mich einfach real geworden. Deshalb gibt es von mir eine Leseempfehlung für die gesamte Trilogie und 5 von 5 Sterne für dieses Buch.

 

Etta und Otto und Russell und James: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Etta und Otto und Russell und James: Roman' von Emma Hooper
5
5 von 5 (2 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Etta und Otto und Russell und James: Roman"

Autor:
Format:Taschenbuch
Seiten:336
EAN:9783426305461

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Rezensionen zu "Etta und Otto und Russell und James: Roman"

  1. Eine Reise zum Meer...

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 03. Jul 2016 

    'Ich bin weggegangen. Ich habe noch nie das Meer gesehen und habe mich nun auf den Weg gemacht. Keine Sorge, den Laster lasse ich da. Ich gehe zu Fuß. Und ich werde versuchen, das Heimkommen nicht zu vergessen...'

    Ettas größter Wunsch ist es, einmal in ihrem Leben das Meer zu sehen. Sie lebt mit ihrem Mann Otto und ihrem Nachbarn Russell in einem kleinen Dorf auf hügeligem Farmland, mitten in Kanada. Doch nun, im Alter von 82 Jahren, beginnt Etta dement zu werden - und bevor sie auch noch ihren letzten Lebenstraum vergisst, macht sie sich auf den Weg.
    Eines Morgens in aller Frühe lässt sie ihrem Mann einen Brief auf dem Küchentisch zurück, und geht, bepackt mit wenigen Kleinigkeiten, etwas Schokolade, ihren festesten Schuhen und einem Gewehr, einfach los. Richtung Osten. Richtung Meer. Ohne Angst davor, dass dies über 2000 Meilen sind...

    'Vielleicht ist es das Beste, wenn ich weggehe, sagte Etta. Irgendwohin, wo Leute sind, die sich selbst vergessen. Aber ich kann mich erinnern, sagte Otto. Wenn ich mich erinnern kann und du vergisst, lässt es sich ausgleichen...'

    Und Otto lässt Etta ziehen. Er macht sich nicht panisch auf die Suche nach ihr, schaltet keine Anzeigen, ruft keine Nachbarn um Hilfe an - er lässt Etta ihren Traum. Und tröstet sich mit dem, was von ihr übrig ist. Ihre handgeschriebenen Rezeptkarten beispielsweise, von denen er viele zu kosten bekam im Laufe ihres gemeinsamen Lebens. Nun ist es an ihm, sich anhand der Rezeptkarten durch die Tage zu hangeln, voll der Gedanken, doch immer mit dem köstlichen Geschmack von Ettas Rezepten auf den Lippen.
    Und Russel, der Nachbar - ebenso alt wie die beiden. Und seit über fünfzig Jahren verliebt in Etta. Er hält die Untätigkeit nicht aus. Er begibt sich auf die Suche nach Etta. Oder ist es nicht viel mehr eine Suche nach sich selbst?

    'Es ist furchtbar, einfach aufzugeben. Ganz furchtbar (...) Deshalb möchte ich etwas tun und tun und nie mehr aufhören. Wenn wir etwas tun, dann leben wir, und wenn wir leben, dann siegen wir, oder?'

    Ein wundervoll poetisches Buch präsentiert Emma Hooper hier, schlicht in der Aufmachung, aber wortgewaltig und mit unglaublich viel Text zwischen den Zeilen. So wie der Rhythmus des Meeres, dessen Wellen sich bedächtig vor und zurück bewegen, so bewegt sich auch dieser Roman. Berichtet von der Gegenwart, mal aus der Sicht Ettas, mal aus der Ottos, mal aus der von Russell - um dann gleich wieder in die Vergangenheit zu gleiten, die deutlich macht, unter welchen Umständen sich die drei kennengelernt haben, wie der Krieg alles verändert hat, und wie sehr der ewige Staub der Gegend das Leben bestimmt.
    Der Roman einer Reise, bepackt mit Lebensträumen, Liebe, Freundschaft, Erinnerungen und Vergessen. Ein Roman, der viele Botschaften transportiert, unaufdringlich, voller Metaphern, auch ein Stück mystisch - und offen für Interpretationen, vor allem am Ende. Aber letztlich ein Ende, das mir passend erscheint für diese Geschichte.

    'Liebe Etta, wir haben gute und schlechte Tage. Du hast mir einmal gesagt, ich soll nur das Atmen nicht vergessen. Solange man atmen kann, tut man etwas Gutes, hast du gesagt. Das Alte loswerden und das Neue hereinlassen, also vorankommen, Fortschritte machen. Manchmal muss man einfach nur atmen, um voranzukommen, hast du gesagt. Deshalb mach dir keine Sorgen, Etta, atmen tue ich jedenfalls noch (...) Ich bin hier, keine Sorge. Ich bin hier und atme und warte. Otto.'

    Ein Roman, der berührt, gerade auch durch die Briefe, die geschrieben werden, der nachdenklich stimmt, aber letztlich voller Hoffnung und Lebensfreude ist und ermutigt, auch eigene Lebensträume nicht zu vergessen. Niemals ist es zu spät dazu.

    © Parden

  1. Eine Reise ans Meer und in die Vergangenheit

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 10. Sep 2015 

    Otto und Russell sind Freunde, fast wie Brüder in Kanada nach der großen Depression aufgewachsen. Die Verbundenheit hält ein Leben lang, auch als Etta ins Leben der Beiden tritt. Beide lieben sie, aber Etta heiratet Otto, als er aus dem 2. Weltkrieg zurückkehrt. Russell, seit seiner Kindheit durch ein lahmes Bein behindert, blieb als einer der wenigen Männer zu Hause und bestellt seine Farm. Er kümmert sich um Etta, ist ihr ein treuer Freund, vielleicht auch mehr.
    Nun sind alle im Winter ihres Lebens angelangt und Etta beschließt nach Osten ans Meer zu gehen,eine lebenslange Sehnsucht zu stillen und gleichzeitig eine lange Wanderung gegen das Vergessen, das sie immer häufiger umfängt. Frühmorgens macht sie sich auf den Weg und Otto bleibt zurück. Er lässt sie ziehen, versteht ihren Wunsch und ist doch in jeder Minute in Gedanken bei ihr. Russell will sich nicht damit abfinden und will sie finden, sie zurückholen oder zumindest begleiten. Doch als er auf sie trifft versteht er, dass er seine eigene Reise antreten muss und Etta nicht zurückhalten kann.
    Mit jedem Schritt geht Etta weiter in die Vergangenheit zurück, in Rückblenden zieht das Leben der drei Menschen vorbei. Unterwegs schließt sich ein Kojote der wandernden Etta an. Er wird ihr Gefährte, ihr Gesprächspartner auf dem langen Weg. Sie nennt ihn James, nach dem toten, ungeborenen Kind ihrer Schwester. Aber auch Russell und Otto verändern sich, gestehen sich allmählich ihre Sehnsüchte und geheimen Wünsche ein. Egal ob sie warten oder selbst unterwegs sind. Wird Etta ans Meer kommen und ihre Sehnsucht nach Weite stillen und wird sie ihre Wanderung wieder zurück führen? Das will ich nicht verraten. Das soll jeder Leser selbst erfahren.
    Die Geschichte dieser Menschen hat mich berührt. Poetisch, anrührend, melancholisch, aber auch von einer abgeklärten Heiterkeit hat mich der Roman nicht mehr losgelassen. Noch lange nach dem Ende des Romans war ich Etta, Otto und Russell verbunden. Im Klappentext lese ich, dass die Autorin Musikerin ist, das erklärt mir den Rhythmus und die Poesie der Sprache. Ich habe dieses Buch nicht nur gern gelesen, ich bin richtig in den Roman eingetaucht und wollte es einfach nicht aus der Hand legen. Ein echte Entdeckung, der ich viele Leser wünsche.

 

Die Wahrheit der Dinge: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Die Wahrheit der Dinge: Roman' von Markus Thiele
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Inhaltsangabe zu "Die Wahrheit der Dinge: Roman"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:240
Verlag:
EAN:9783710900938

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