Familienleben: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Familienleben: Roman' von Viola Roggenkamp
NAN
(0 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Familienleben: Roman"

Format:Taschenbuch
Seiten:448
EAN:9783596165919

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Und die Welt war jung (Drei-Städte-Saga, Band 1)

Buchseite und Rezensionen zu 'Und die Welt war jung (Drei-Städte-Saga, Band 1)' von Carmen Korn
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Und die Welt war jung (Drei-Städte-Saga, Band 1)"

Autor:
Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:576
Verlag:
EAN:9783463407043

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Rezensionen zu "Und die Welt war jung (Drei-Städte-Saga, Band 1)"

  1. Familiengeschichte

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 27. Sep 2020 

    1950, der Beginn eines neuen Jahrzehnts. Der Krieg ist vorbei, lebt aber immer noch in den Köpfen der Menschen und bestimmt deren Alltag. In Und die Welt war jung begleiten wir 3 Familien in Köln, Hamburg und San Remo durch dieses neue Jahrzehnt. In Köln leitet Heinrich Aldenhoven eine Galerie, das Geschäft läuft aber noch nicht wieder so richtig, noch ist Kunst etwas, das sich viele nicht leisten können. Die Freunde Elisabeth, Kurt und Nina in Hamburg stehen finanziell besser da, dafür ist Ninas Mann im Krieg verschollen und die Hoffnung, ihn lebend wiederzusehen schwindet von Tag zu Tag. In San Remo lebt Heinrich Aldenhovens Schwester Margarethe mit ihrer italienischen Familie, tyrannisiert von der Schwiegermutter.

    Die Autorin nimmt uns mit auf eine Reise, gemeinsam mit diesen drei Familien. Immer wieder kreuzen sich die Lebenswege, man besucht sich, steht sich in schwierigen Situationen bei und greift sich gegenseitig unter die Arme. Das Buch umfasst die zehn Jahre von 1950 bis 59. In dieser Zeit passiert viel in den Familien, Ehen werden geschlossen, Kinder geboren und manch menschliches Drama nimmt seinen Lauf. Schlaglichtartig wechselt die Szenerie immer zwischen den drei Städten. Die Protagonisten sind alle glaubwürdig, meist liebenswürdig und als Leser hat man schnell das Gefühl, ganz nah dabei zu sein. Unterstützt durch einheimische Ausdrücke wird der jeweilige Handlungsort unverwechselbar. Am Ende des Buches sind manche Irrungen durchgestanden, andere noch nicht gelöst. Das letzte Zuschlagen des Buches hat mich wehmütig zurückgelassen, gerne hätte ich den zweiten Band gleich im Anschluss gelesen und erfahren, wie es denn weitergeht in den folgenden Jahren.

    Wer die Zeitenwende-Trilogie gerne gelesen hat, wird sich auch mit diesem Buch wohlfühlen. In Hamburg gibt es auch einen klitzekleinen Gastauftritt von Henny und Theo Unger aus dieser Reihe.

    Von daher kann ich nur eine große Leseempfehlung für dieses Buch aussprechen und mich auf das Erscheinen von Band 2 freuen.

 

Die Frauen von Gut Falkensee: Roman (Westpreußen-Saga, Band 1)

Buchseite und Rezensionen zu 'Die Frauen von Gut Falkensee: Roman (Westpreußen-Saga, Band 1)' von Luisa von Kamecke
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

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Format:Taschenbuch
Seiten:400
Verlag:
EAN:9783404180585

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Rezensionen zu "Die Frauen von Gut Falkensee: Roman (Westpreußen-Saga, Band 1)"

  1. Ein schöner Roman

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 26. Sep 2020 

    Westpreußen 1904. Damit der hochverschuldete Familiensitz gerettet werden kann, verlobt sich Charlotte von Bargelow mit dem wohlhabenden Witwer Baldur von Krammbach. Als sie kurz vor der Hochzeit den jungen Polen Karol kennen lernt, verliebt sie sich in ihn. Für welchen Weg entscheidet sie sich? Vernunft oder Liebe?

    Der Klappentext und das schöne Cover haben mich sofort neugierig auf das Buch gemacht. Ich habe mir eine bewegende und aufregende Geschichte erhofft, mit der ich in die damalige Zeit eintauchen kann.
    Der Schreibstil ließ sich wirklich prima lesen. Sehr flüssig und zügig kam ich im Buch voran und konnte stets folgen. Die Beschreibungen waren sehr bildhaft, so dass ich gedanklich ganz in der damaligen Zeit war.
    Die Charaktere wurden gut ausgearbeitet. Charlotte hat mir sehr gut gefallen. Eine starke und mutige junge Frau, die ihren eigenen Weg gehen will. Aber die dann auch bereit ist, sich selbst hintenanzustellen. Ihre Zweifel und die Zerrissenheit bezüglich ihrer Entscheidung für Vernunft oder Liebe waren deutlich spürbar. Ich konnte hervorragend mit ihr mitfühlen und ihre Gedanken und Gefühle verstehen. Ich fragte mich automatisch, wie ich wohl in ihrer Situation gehandelt hätte.
    Die Geschichte wurden aus mehreren Perspektiven erzählt, was mir gut gefiel und viele Einblicke gab. Dennoch blieb leider einiges etwas an der Oberfläche, statt in die Tiefe zu gehen. 
    Das offene Ende gibt einen Ausblick auf eine Fortsetzung, die ich sehr gerne lesen möchte. Denn ich bin sehr neugierig, wie es weitergeht.

    Ein schöner Roman, den ich gerne gelesen habe. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

 

Das Meer der Libellen: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Das Meer der Libellen: Roman' von Yvonne Adhiambo Owuor
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

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Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:608
Verlag:
EAN:9783832181147

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  1. Eine intensive, großartige Geschichte

    5
    (5 von 5 *)
     - 25. Sep 2020 

    „Frag dich immer: Wo will ich hin? Und wenn du es weißt, mach dich auf den Weg.“ (Zitat Pos. 882)

    Inhalt
    Die Insel Pate gehört zum Lamu Archipel an der Nordküste Kenias. Dort wächst Ayaana mit ihrer Mutter Munira auf. Ayaana hat viele Fragen an das Meer und als der weitgereiste, alternde Seemann Muhidin, der nun ein kleines Buchgeschäft besitzt, ihr zuhört und auf manche Fragen auch Antworten kennt, hat sie endlich einen Vater gefunden. Denn ihre Mutter Munira schweigt darüber, wer ihr richtiger Vater ist. Sie ist beinahe einundzwanzig Jahre alt, als sie als Nachfahrin einer sechshundert Jahre alten Geschichte eine Einladung nach China und ein Studienstipendium erhält. Doch die Sehnsucht nach ihrer Heimat und dem Meer bleibt und noch immer hat sie keine Antwort auf die Frage: Nhi shi shei -Wer bist du?

    Thema und Genre
    In diesem Coming-of-Age-Roman, der in Afrika und China spielt, geht es um die Frage, wer man ist, um Heimat, Wurzeln, Sehnsucht, menschliche Schicksale, Gewalt, Trauer, Verlust, Familie und die Liebe in vielen Facetten. Doch es geht auch um die Geschichte eines kleinen Insel-Archipels als Spielball der Mächtigen und den Kampf um die Unabhängigkeit, um den Erhalt der Natur und der eigenen Freiheit.

    Charaktere
    Es sind die vielschichtigen Charaktere, alle auf ihrer eigenen, unterschiedlichen Suche nach einem Platz im Leben, die diese intensive Geschichte prägen. Ayaana ist ein unabhängiges, wissbegieriges Mädchen mit vielen Fragen an die Menschen und an die Natur, die sie umgibt. Da sie keinen Vater hat, sucht sie sich selbst einen aus. Später, als junge Frau in China, bleibt sie trotz Heimweh stark und mutig, setzt Schritte, geht ihren Weg, der sie, immer noch auf der Suche, zurück nach Pate führt.

    Handlung und Schreibstil
    Dieser Roman ist fiktiv, so wie auch die Hauptfigur, Ayaana Abeerah Mlingoti. Dennoch gibt es das „China Girl“ und die Fakten dazu wirklich und daraus, sowie dem realen historischen Hintergrund, entstand diese Geschichte.
    Die Handlung beschreibt das Leben von Ayaana beginnend in ihrer Kindheit, bis sie eine erwachsene junge Frau ist. Damit verbunden sind die Geschichten der Menschen, die sie auf diesem Weg begleiten oder ihren Weg kreuzen, aktuell und in Rückblenden. Die politischen Ereignisse sorgen für Spannung und unvorhersehbare Wendungen, welche die aktuelle Handlung beeinflussen. Es ist eine vielschichtige, interessante und lebendige Geschichte, welche das packende Geschehen und Schicksale der Hauptfiguren verknüpft.
    Die Sprache ist eindrücklich und sehr poetisch, die Beschreibungen malen Bilder aus einer phantastisch bunten Farbpalette.

    Fazit
    Ein intensiver, packender Roman, farbenprächtig, lebensbejahend und gleichzeitig stürmisch und dunkel vor Trauer und Verlust, wie das Leben. Eine großartige Geschichte und ein spannender Einblick in die moderne afrikanische Literatur.

 

Die Unscheinbaren

Buchseite und Rezensionen zu 'Die Unscheinbaren' von Dirk Brauns
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Die Unscheinbaren"

Autor:
Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:336
EAN:9783869711881

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Rezensionen zu "Die Unscheinbaren"

  1. Wenn deine Eltern Spione sind

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 24. Sep 2020 

    Der Roman beginnt im Februar 1965. Der 18jährige Martin Schmidt wird aus der Wohnung seiner Freundin Angelika abgeholt. Am Tag zuvor hat die Stasi seine Eltern verhaftet. Sie sollen jahrelang für den BND spioniert haben. Martin soll nun aussagen, was er von den geheimen Aktivitäten seiner Eltern wusste. Zitat: „Doch dass seine Eltern Spione sind, weiß er seit langem Er kennt keine Hintergründe, er kann es weder verstehen, noch wirklich einordnen oder beurteilen, aber er weiß es. Es ist der Fluch seines Lebens, und er wird jetzt losrennen müssen, um damit fertigzuwerden.“ ( S. 13)
    Mutter und Vater werden verurteilt, kommen in das Gefängnis Hohenschönhausen. Für Martin beginnt eine schreckliche Zeit. Er ist als Kind von Staatsverrätern zahllosen Repressionen und Diffamierungen ausgesetzt. Die Großmutter überlebt die Schande nicht.
    Ein paar Jahre später werden die Eltern von der BRD freigekauft. Martin geht mit ihnen in den Westen und lässt dafür seine Freundin zurück.
    Seitdem sind 50 Jahre vergangen. Martin lebt nun als Tierarzt in Oberbayern, mittlerweile wieder allein. Vor einem Jahr ist seine Frau gestorben, die Tochter wohnt mit ihrer Familie in San Francisco.
    Da kommt eine Anfrage vom Spionagemuseum in Berlin. Martin soll als Zeitzeuge interviewt werden. Seine 90jährige Mutter, stur wie eh und je, ist strikt dagegen, die damalige Geschichte wieder aufzurollen. Doch Martin sagt zu und damit beginnt für ihn eine Reise in die Vergangenheit. Er fährt nach Berlin, besucht das ehemalige Elternhaus, befragt Leute von damals und wühlt in den Akten des MfS und des BND.
    Dabei geht es ihm um die Frage, was hat die Eltern damals bewegt, die Familie in eine solche Gefahr zu bringen. War es der Hass auf den ungeliebten Staat oder doch nur die Gier nach westlichen Konsumgütern wie Kaffee und Strumpfhosen, Auto und Fernseher? Oder das Westkonto, obwohl der Zugriff darauf nach dem Mauerbau nicht mehr möglich war ? Und wer hat eigentlich damals die Eltern verraten und wer hat von ihrer Inhaftierung profitiert?
    Martin findet bei seinen Recherchen nicht die Antwort auf alle Fragen. Dafür begegnet er seiner damaligen Freundin Angelika wieder und es entwickelt sich eine erneute Liebesbeziehung zwischen den beiden.
    „Die Unscheinbaren“ ist kein fesselnder Agentenroman mit Verfolgungsjagden und spektakulären Actionszenen wie in einem James Bond Film. Was die Eltern ausspionieren , ist eher banal. Der Roman zeigt stattdessen die Auswirkungen der Agententätigkeit auf die Familie bis in die Gegenwart hinein. In einer klaren, präzisen Sprache schafft der Autor atmosphärische Dichte und glaubwürdige Figuren. Es ist eine Familiengeschichte, die uns noch einmal die Zeit des Kalten Krieges nahe bringt.
    Dirk Brauns verarbeitet in seinem Roman die Geschichte seiner Großeltern. Sein Vater musste als Jugendlicher ihre Verhaftung miterleben. Dieser wahre Hintergrund verleiht dem Roman zusätzliche Bedeutung.

 

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