Blackout Island: Roman (suhrkamp taschenbuch)

Buchseite und Rezensionen zu 'Blackout Island: Roman (suhrkamp taschenbuch)' von Sigríður Hagalín Björnsdóttir
NAN
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Inhaltsangabe zu "Blackout Island: Roman (suhrkamp taschenbuch)"

In einem abgelegenen isländischen Fjord lebt der ehemalige Journalist Hjalti aus Reykjavik unter primitiven Bedingungen auf dem alten Hof seines Großvaters. Er versorgt die Schafe, bewirtschaftet das karge Land und lebt von dem, was er dem Boden und dem Meer abtrotzt. Gesellschaft leistet ihm neben den Schafen nur noch sein Hund. Hjalti führt einen harten Kampf ums Überleben, denn Island ist seit geraumer Zeit von der Außenwelt abgeschottet, seine Lebensgefährtin Maria und deren Kinder von ihm getrennt, ihr Schicksal ungewiss. An den langen, einsamen Abenden protokolliert er die Ereignisse, die zu dieser Situation geführt und die ehrgeizige Innenministerin Elín Olafsdottir dazu gezwungen haben, den Ausnahmezustand auszurufen.

Format:Taschenbuch
Seiten:276
EAN:9783518468890
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Faith: Seelenlos

Buchseite und Rezensionen zu 'Faith: Seelenlos' von J. K. Bloom
NAN
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Inhaltsangabe zu "Faith: Seelenlos"

Autor:
Format:Kindle Ausgabe
Seiten:352
Verlag:
EAN:
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Resistent: Sie werden uns kontrollieren

Buchseite und Rezensionen zu 'Resistent: Sie werden uns kontrollieren' von Stefanie Mühlenhaupt
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Resistent: Sie werden uns kontrollieren"

Im Auftrag einer Forschungsfirma entwickelt die Wissenschaftlerin Sophie Bergmann genetisch modifizierte Bienen, die gegen alle Umwelteinflüsse resistent sind. Seit vielen Jahren von dem Unternehmen gefördert und versorgt, arbeitet sie in dem festen Glauben, mit dessen Hilfe den Hunger in der Bevölkerung zu bekämpfen. Unerwartet stirbt eines der von ihr gezüchteten resistenten Bienenvölker. Sophie kann eine tödliche Mutation nachweisen, die sie bereits früher entdeckte, aber gezwungen wurde nicht weiter nachzuforschen. Anders als sie ihr ganzes Leben angenommen hat, scheint sich ihr Geldgeber nicht so sehr für das Bienensterben zu interessieren, sondern vor allem nach Macht zu streben. Erst als Sophie zusehen muss, wie ihr Kollege vom Sicherheitsdienst der Fima ermordet wird und sie selbst in die Schusslinie gerät, wird ihr klar, dass sie für sich und die Bevölkerung die Wahrheit herausfinden muss. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt …

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:295
Verlag:
EAN:
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Rezensionen zu "Resistent: Sie werden uns kontrollieren"

  1. Aktueller Realitätsbezug: Lesenswerter Thriller

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 29. Mai 2021 

    Vorab: In unserem Alltag werden wir immer wieder mit dem Klimawandel & seinen Folgen konfrontiert... Oft weiß man nicht mehr, wie eine noch größere Katastrophe verhindert werden kann. Bienen sind, mit die wichtigsten Arbeiter, der Landwirtschaft. Ohne sie wird die Bestäubung der verschiedensten Pflanzen, mehr als schwierig und mitunter, unmöglich. Inhalt: Dieser Thriller hat sich das Thema Nahrungsmittelversorgung für alle, als Fokus gesetzt. Es ist die spannende Jagd von Unterstützern der kommerziellen Konzerne, zur Nahrungsmittelgewinnung und den Menschen, die Nahrung für die gesamte Bevölkerung, sicherstellen wollen. Ohne jegliche Polemik, oder erhobenen Zeigefingern, entführt uns die Autorin in die Welt der nahen Zukunft, mit allen ihren Widrigkeiten. Eine spannende Katz & Maus Jagd, mit ungewöhnlichen Entscheidungen, raffinierten Ideen zum Klimawandel & Abwendung von unausweichlichen Katastrophen für uns Menschen. Dieses Buch wird viele Fans des Genres: Thriller und SciFi Roman, finden. Für jeden der die Nähe an der Realität in ihrem Lesestoff lieben!

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Empatiana

Buchseite und Rezensionen zu 'Empatiana' von Linda Dantony
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Empatiana"

Lara lebt in dem verborgenen Königreich Monarid. Sie liebt die festen Strukturen und die spannungsreichen Aufgaben. Die Freude auf den Beginn ihrer Ausbildung ist enorm. Wären da nicht ihre langen roten Haare. Diese Einzigartigkeit überschattet ihr ganzes Leben. Auf ihrem Weg offenbart sich ein fürchterliches Geheimnis. Es verändert alles. Es gibt einen Ausweg. Lauf. Nur wohin?

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:282
Verlag:
EAN:
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Rezensionen zu "Empatiana"

  1. Nichts ist schlimmer, als eine Welt ohne Liebe

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 06. Mai 2021 

    "Sobald ich zu einer Sache gezwungen werde, bin ich jeder Verantwortung enthoben, denn mein Wille wurde ausgeschaltet." (Luise Baer)
    Durch ein verheerendes Feuer wurden viele Menschen getötet und die Erde vernichtet. Nur ein kleiner Teil von ihnen lebt in einem streng reglementierten Königreich Monarid, mit festen Strukturen. Jede Aufgaben und jegliches Leben wird von der Königin bestimmt. Eine von ihnen ist Lara, die allein schon durch ihre seltenen roten Haare auffällt. Wegen dieser Einzigartigkeit wird sie von vielen verachtet und verspottet. Auch unter dem Verlust ihrer Freundin Jenna leidet sie noch immer, sie hat man eines Tages abgeholt. Wohin sie und ihre Familie kam, weiß niemand. Auf dem Weg zur Arbeit lernt sie Lennox kennen und verliebt sich in ihn. Allmählich muss sie jedoch erkennen, dass er nicht anders ist wie alle anderen. Als dann ihr größter Traum zerplatzt, ist sie zunächst enttäuscht. Doch dann versucht sie ihr Bestes und entdeckt dabei ein entsetzliches Geheimnis. Irgendwann gibt es für Lara und ihre Familie nur noch einen Ausweg um nicht getrennt zu werden.

    Meine Meinung:
    Der Klappentext und die Leseprobe haben mich neugierig auf dieses Buch gemacht. Eigentlich bin ich kein Freund von fiktiven, dystopischen Büchern, doch die Geschichte von Lara hat mich sofort angesprochen. Der Schreibstil ist locker, unterhaltsam, emotional und ich kurze Kapitel eingeteilt. Einmal begonnen lässt einen die Geschichte nicht mehr los. Dabei sollte es eigentlich in Band eins um die Brautsuche des Prinzen gehen. Leider blieb die am Ende auf der Strecke, da die anderen Themen einfach wichtiger waren. Schade ich hätte gern gewusste wer der Prinz ist. Doch auch so ist der erste Band der Trilogie ein wirkliches Abenteuer. Erschreckend ist besonders dieses abgeschottete Königreich Monarid mit einer extrem dominanten Herrscherin. Dabei bin ich vor allem entsetzt über die Gefühlskälte der Menschen, die sie als Regel vorgegeben hat. Zwar blitzen mitunter doch welche durch, allerdings eher unbewusst oder wenn dann, weil man es bezweckt. Dass sie die Menschen in ihrem Reich so manipulieren und beeinflussen kann, ist wirklich beängstigend. Das dabei Lara mit ihrer besonderen Haarfarbe auffällt, ist schon außergewöhnlich. Doch schlimmer ist noch wie sie von den Mitmenschen missachtet und gemobbt wird. Ebenso sonderbar finde ich die Art wie man den Menschen ihre Arbeitsstellen oder ihre Ehepartner zuteilt. Das hierbei ebenfalls die Königin das letzte Wort hat, zeigt wie zwanghaft dieses Reich ist. Natürlich denke alle das es nur zu ihrem besten ist. Jedoch das es außerhalb des Königreichs weitere Geheimnisse gibt, das ahnt nur ein kleiner verschworener Kreis. Die Geschichte dieses Königreichs, so mysteriös es ist, konnte ich mir gut vorstellen. Jedoch das man jegliche Gefühle nur noch, wenn überhaupt zu Hause zeigen darf, ist schon schockierend. Linda Dantony sieht hier in ihrer Trilogie eine wahrlich recht beklemmende Zukunft voraus. Selbst die meisten Charaktere bleiben hier recht gefühlskalt. Lediglich mit Lara und ihrer Familie zeigt sie, das die Gefühle nicht alle verloren gegangen sind. Sie sind außerdem fast die einzigen die bei mir durch ihre Sympathie hängen geblieben sind. Bei Lennox dagegen bin ich noch sehr zwiegespalten. Einerseits fand ich ihn nett und toll, wurde dann allerdings wieder eines Besseren belehrt. Am meisten jedoch enttäuschte mich Laras Kollege Jakob, der sich immer mehr zu einem total fiesen Kerl entwickelt. Monarid selbst erscheint mir wie eine Diktatur mit Überwachungsstaat. Nicht gefallen hat mir der fiese Cliffhanger am Ende des Buchs, bei dem ich quasi genötigt werde das nächste Buch zu lesen. Den schließlich will ich ja wissen, wie es weitergeht. Trotzdem eine Story die mich voll in den Bann gezogen hat und der ich gern 5 von 5 Sterne gebe.

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Ghostwalker

Buchseite und Rezensionen zu 'Ghostwalker' von Rainer Wekwerth
3
3 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Ghostwalker"

Hamburg 2047: Die Ausspähung von Daten ist ein weltweites Geschäft. Große Firmen nutzen zum Versand von Nachrichten sogenannte Ghostwalker in der virtuellen Welt, um Datendiebstahl zu vermeiden. Einer dieser Ghostwalker ist der siebzehn Jahre alte Jonas. In der realen Welt kommt er gerade so über die Runden, im Netz jedoch ist er eine Legende und unter dem Namen Moondancer bekannt. Als er einen sehr lukrativen Auftrag annimmt, heftet sich die geheimnisvolle Blue an seine Fersen und will ihn mit allen Mitteln aufhalten. Dann aber tauchen unvermittelt Feinde auf, die sie beide und die ganze Welt bedrohen. So werden aus den Konkurrenten Blue und Moondancer Verbündete, die sich gemeinsam dem Kampf auf Leben und Tod stellen müssen.

Format:Broschiert
Seiten:368
Verlag: Planet!
EAN:9783522506885
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Rezensionen zu "Ghostwalker"

  1. Spannender Sci-Fi Roadmovie aber leider etwas hölzern

    bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 25. Apr 2021 

    Rainer Wekwerth habe ich kurz bei einem Bloggertreffen des Thienemann-Esslinger Verlags mit ihm und Julia Dippel auf der FBM 2019 kennen gelernt, aber bis jetzt hatte ich es immer noch nicht geschafft, einen Buchtitel von diesem Autor zu lesen. Auf Netgalley fand ich dann dieses Buch und meine Anfrage wurde freudigerweise bestätigt. Vielen Dank an dieser Stelle an das Team vom Thienemann-Esslinger-Verlag und Netgalley Deutschland für das Rezensionsexemplar!

    Coverbild
    Das Cover ist schon ein Hingucker. Eine große Stadt aus der Vogelperspektive und in die schwarz-weiße Wolkenkratzerlandschaft schräg eingebettet liegt der Buchtitel in goldenen Versalien. Dazwischen erkennt man Nullen und Einser. Das Cover ist mystisch, dunkel und irgendwie auch erdrückend, und passt auch zur gesamten Story.

    Handlung
    Jonas Vater hat sich das Leben genommen und seine Mutter ist verschwunden, die Schule sitzt ihm im Nacken, aber Geld kann er nur als Moondancer auf seinen digitalen Botengängen in den Virtual Realities großer Konzerne verdienen. Als ihm dann ein sehr lukrativer Ghostwalk angeboten wird, bei dem er auch endlich mehr über seinen Vater erfahren soll, muss er die mehrmaligen Verwarnungen seines Schuldirektors ignorieren und klinkt sich in die virtuelle Welt von BioCom ein. Dabei läuft ihm die hübsche Ghostwalkerin Blue über den Weg, die anscheinend das gleiche Ziel hat.

    Auch Blue lebt alleine und hat sich in der virtuellen Welt durch ihre Walkes einen Namen gemacht. Bei einem Walk kommt es aber zu einem Unfall und ihr Zahlengedächtnis wurde aus ihrem Gehirn gelöscht und auf einem anderen Datenträger gespeichert. Da sie ohne ihr Zahlengedächtnis auch nicht an ihr Bankkonto kommt, und ihr die japanische Mafia wegen dem verpatzten Walk auf den Fersen ist, muss sie sich in die Welt von BioCom einklinken und versuchen wieder an die Daten zu kommen. Dabei trifft sie auf den Ghostwalker Moondancer, der genau das in den Händen hält, was sie braucht.

    Buchlayout / Haptik
    Das eBook ist sehr schlicht gehalten und ist ganz ohne jeglicher Ausschmückung. Die 338 Seiten werden in 45 recht kurze Kapitel aufgeteilt, welche lediglich mit der Nummer und dem aktuellen Ort des Geschehens eingeleitet werden.

    Idee / Plot
    Eine spannende und futuristische Idee - die Welt wird immer digitaler und die Gefahr der Datenlecks größer. Große Konzerne fürchten sich immer mehr vor dem Diebstahl der Daten, dem Öl des 21. Jahrhunderts. Nichts ist wertvoller. Und um sich davor zu schützen, kapseln die Konzerne ihre gesamte digitale Infrastruktur vor dem möglichen Zugriff von außen ab. Nur noch durch komplizierte Einschleusungen von echten Personen, die sich mit Hilfe von VR Brillen und Anzügen in die digitale Welt einhacken, können Daten ausgetauscht werden.

    Dass sich da junge Leute, die eh schon ein gescheitertes Leben leben müssen, sich in dieser virtuellen Welt wohler fühlen, sich für gebührende Entlohnung den Kick holen und dabei hohe Anerkennung genießen, obwohl sie daheim die Looser sind, ist irgendwie verständlich.

    Emotionen / Protagonisten
    Trotz interessanter und plausibler Idee, konnte ich mit Jonas und Blue nicht wirklich warm werden. Mir waren die beiden dabei tatsächlich zu wenig ausformuliert und wirkten mir zu oberflächlich. Oft haben mir mehr Emotionen, mehr Gedankengänge oder Reflexion gefehlt.

    Jonas, der Looser, kurz davor ist von der Schule zu fliegen, ist in der virtuellen Welt gefragt und anerkannt. Klar, hat er da keinen Bock auf die reale Welt. Blue ist eher eine Kämpferin und dabei aber eine Einzelgängerin und lässt sich wenig reinreden. Trotzdem konnte ich so manche Handlungsweisen der beiden nicht so wirklich nachvollziehen. Da hat mir einfach ein bisschen das “dazwischen” gefehlt, wie sie zu den Entscheidungen nun gekommen sind. Dabei sind mir beide durchaus sympathisch.

    Handlungsaufbau / Spannungsbogen
    Die Handlung ist gekonnt spannend aufgebaut. Der Anfang ist schon recht packend und durch die wechselnde Perspektive erlebt man immer wieder kleine Kapitel-Cliffhanger. Rainer Wekwerth hält sich auch nicht sehr lange mit einer Einführung auf, sondern der Leser springt gleich mitten ins Geschehen. Ständig passiert auch etwas, es ist wie ein Roadmovie, die Protagonisten stolpern von einer Szene in die nächste. Der Spannungsbogen wird auch kontinuierlich aufgebaut, aber leider mündet es dann in einen Showdown, der mich dann doch ziemlich enttäuscht hat. Plötzlich war alles vorbei, ohne großen Knall. Da hat mir definitiv was gefehlt. Ja, am Ende ist alles aufgeklärt und wir bekommen ein Happy End, aber zufrieden bin ich damit nicht wirklich.

    Szenerie / Setting
    Deutschland in der Zukunft, 2047, Daten werden nicht mehr klassisch über das Internet versendet und das heutige bekannte Datenmanagement gibt es nicht mehr. Alles wird in einer virtuellen Realität abgebildet. Das erinnert mich ganz stark an Matrix. Leider finde ich aber viele der Szenen zu wenig ausgearbeitet. Das mag vielleicht daran liegen, dass es sich um einen Einzelband handelt, und der Leser wie bei einem Roadmovie von Szene zu Szene stolpert, aber vieles wirkt auf mich dadurch oberflächlich und wird auch einige Male verwirrend.

    Sprache / Schreibstil
    Die Geschichte wird in der Multiperspektive aus der Sicht von Jonas und Blue als personaler Erzähler im Präteritum erzählt. Die Perspektiven wechseln sich bei jedem Kapitel. Obwohl Rainer Wekwerth sich einer passend jugendlichen Sprache bedient, ohne übertrieben oder gekünstelt zu wirken, hatte ich das ein oder andere Mal auch meine Probleme. Es gibt einige Szenen, die werden eher berichtartig abgehandelt und die Handlung wirkt aufgezählt. Rainer Wekwerth benutzt oft sehr kurze Sätze, die manchmal abgehackt wirken und die Wirkung der Aufzählung und Oberflächlichkeit noch mehr unterstützen. Auch einige der Dialoge empfinde ich hin und wieder als etwas hölzern und es gibt doch ein paar Wiederholungen.

    FAZIT
    Spannende Sci-Fi Roadmovie mit interessanter Idee der digitalen Zukunft, der trotzdem an einigen Stellen auf mich eher etwas oberflächlich und hölzern wirkt. Trotz gekonntem Spannungsaufbau bleibt der Showdown zu unspektakulär.

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Fahrenheit 451

Buchseite und Rezensionen zu 'Fahrenheit 451' von Ray Bradbury
4.65
4.7 von 5 (3 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Fahrenheit 451"

Autor:
Format:Kindle Ausgabe
Seiten:257
Verlag:
EAN:
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Rezensionen zu "Fahrenheit 451"

  1. Wichtige Gedanken, hochaktuelle Themen, spannender Plot!

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 16. Dez 2019 

    Diese Dystopie ist 1953 erschienen und spielt in einem Staat, in dem das Besitzen und Lesen von Büchern verboten ist.
    Der Grund?
    Ein Buch rüttelt auf und stört den Staatsfrieden, den Seelenfrieden und die Gemütsruhe, weil es das freie Denken, das Hinterfragen und das Anzweifeln fördert und
    weil sich durch die Auseinandersetzung mit der Lektüre Meinungen bilden könnten. Verschiedene Meinungen, die Unzufriedenheit und Unruhe fördern könnten. Bildung, Geisteswissenschaften und Bücher müssen von der Bildfläche verschwinden.

    Ziel ist die Konformität. Der Preis dafür sind Individualität und Kreativität. Gleichheit auch was Intellekt und Bildung betrifft, wird angestrebt, um Zufriedenheit und Glück zu gewährleisten. „Ein Buch ist wie eine scharf geladene Waffe und muss entladen und vernichtet werden.“

    Illegalerweise aufgetauchte Bücher werden von der Feuerwehr verbrannt. Die Feuerwehr wurde zum „Hüter der Seelenruhe“ und zum „Glückshüter“ ernannt.

    Montag ist ein Feuerwehrmann, der, bis er der außergewöhnlichen 17jährigen Clarisse begegnet, mit sich und seinem Leben zufrieden ist. Aber Gespräche mit ihr öffnen ihm die Augen und bewirken eine Veränderung.

    Schon bevor der Staat dieses Gesetz eingeführt hat gab es jedoch durch den rasant zunehmenden Fortschritt von Technik und Elektronik eine Abkehr von Büchern und vom Lesen. „Die Leute haben wohl selbst aufgehört zu lesen. Bedenken Sie doch, dass es der Feuerwehr kaum bedarf.“

    Es ist faszinierend. Schon vor Jahrzehnten ahnte Bradbury, dass Beobachten, Erkennen, Tiefgründigkeit, Aufmerksamkeit, Achtsamkeit und Genießen der Geschwindigkeit und der Schnelllebigkeit zum Opfer fallen werden und dass es nicht mehr selbstverständlich sein wird, spazieren zu gehen, empathisch zuzuhören, sich achtsam aufeinander einzulassen und sich tiefgründig zu unterhalten. Stattdessen werden oberflächliches Entertainment und Ablenkung bevorzugt. Stattdessen geht es um Konsum und führt man Gespräche ohne Tiefgang.

    „Ein Hang zur Natur ist verrückt und bedarf eines Psychiaters“. Zeitmangel und Zunahme von Gewalt sind genauso wie Gleichgültigkeit, Selbstbezogenheit, und Empathielosigkeit allgegenwärtig in Bradburys Welt.

    Ein Satz, der mir sehr gut gefallen hat: „Beurteile ein Buch nicht nach dem Umschlag“. Diese Aussage gefällt mir. Sowohl im konkreten Sinne als auch als Metapher.

    Einen Kritikpunkt habe ich. Was mir nicht gefallen hat, ist, dass Bradbury seine Aussagen zu klar und direkt „an den Mann bringt“. Er wirkt ein bisschen lehrerhaft. Es ist manchmal ein bisschen so, als spreche er zu einem Kind, das sich noch schwer tut, komplexe Zusammenhänge zu verstehen und das noch nicht so gut selbst denken oder Rückschlüsse ziehen kann.

    Der Roman erinnert natürlich an „1984“ (George Orwell) und „Schöne neue Welt“ (Aldous Huxley). An diese Werke kommt er meines Erachtens nicht heran. Man sollte ihn aber auch nicht damit vergleichen. Er sollte für sich stehen dürfen.

    Unterm Strich habe ich die Geschichte sehr gern gelesen. M. E. wurden wichtige Gedanken und hochaktuelle Themen in einem spannenden Plot untergebracht.

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  1. Beängstigend in seiner Relevanz

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 14. Mär 2019 

    Guy Montag ist Feuerwehrmann. In einer nicht näher definierten Zukunft ist es die Aufgabe der Feuerwehr nicht Brände zu löschen. Im Gegenteil, die Feuerwehr verbrennt – Bücher!
    Fahrenheit 451 ist die Temperatur, bei der Papier verbrennt. Als das Buch 1953 erschien - in 200 signierten und nummerierten Exemplaren, - war die amerikanische Originalausgabe gebunden in ein asbesthaltiges Material „ von außerordentlicher Widerstandsfähigkeit gegen Pyrolyse“.
    Um das Buch zu begreifen, muss man die Zeit begreifen, aus der es stammt. Amerika war eine der Siegermächte im zweiten Weltkrieg, Anfang der 1950er Jahre befand sich Amerika aber mittendrin in einem nächsten, dem kalten Krieg. Die Angst vor der Atombombe wurde sukzessive geschürt. Die McCarthy Ära mit ihren Verhaftungen und Verhören politisch Verdächtiger beginnt. Gleichzeitig startet die Unterhaltungsindustrie mit den ersten Fernsehserien und Sitcoms.
    Ray Bradburys Held Guy Montag ist ein braver Befehlsempfänger. Seine Ehefrau Mildred verbringt den ganzen Tag mit ihrer „Familie“, den personalisierten Serien, heute würde man wohl Videowalls dazu sagen. Eines Tages trifft Guy die junge Clarisse, deren alter Onkel sich noch an ein Leben „früher“ erinnert, Plötzlich beginnt Guy sich zu fragen, ob er glücklich ist, in einer Gesellschaft, in der Bücher verboten waren, eigenständiges Denken, intellektuelle Bildung nicht erwünscht ist. Er beginnt das Verbot von Büchern zu hinterfragen. „Jeder ist geistesgestört, der wähnt, er könne die Regierung und uns hintergehen.“ erklärt Montags Befehlshaber Beatty, ein Mann der jedes Zitat erkennt und trotzdem Bücher und deren Besitzer vernichtet.
    Fahrenheit 451 ist nur jedoch bedingt eine Dystopie, beängstigend in seiner Aktualität und Relevanz. Bücher haben schon immer gebrannt. Schon Heinrich Heine schreibt 1821 „Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.“ Regierungen merken - damals wie heute - wie vorteilhaft es ist wenn Leute nichts anderes lesen „Leidenschaftliche Lippen“ und die „Faust in der Fresse“. Wenn sparen an der Bildung bedeutet, dass das Volk nicht mehr begreift, wenn Demokratie und Verfassung ausgehebelt werden, wenn sich keiner mehr dagegen wehrt, wenn das Recht der Politik folgt, dann ist Fahrenheit 451 kein Zukunftsszenario, dann sind wir mittendrin.
    Fahrenheit 451 ist vor allem eins, eine unbedingte Liebeserklärung an die Literatur und die Macht des Wortes, eine lebenslange Liebe. Lasst und diese niemals abhandenkommen!

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  1. Immer noch brandaktuell

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 27. Jan 2017 

    Dem Roman vorangestellt ist eine Einleitung Ray Bradburys aus dem Jahr 2003 anlässlich des 50-jährigen Jubiläums - 1953 ist der Roman erstmals erschienen. Bradbury erzählt darin, dass "Fahrenheit 451" aus "Der Feuerwehrmann" entstanden ist und das er dieser 25000 Wörter langen Erzählung die gleiche Anzahl an Worten hinzugefügt hat - und das in nur neun Tagen. Seitdem wurde der Roman mehrfach für Theater, Film und sogar für eine Oper umgeschrieben, aber die Buchfassung hat Bradbury bewusst nie überarbeitet und widerstand der Versuchung die Geschichte abzuändern, obwohl er zahlreiche Leserbriefe erhalten hat, die nach dem Schicksal von Clarisse McClellan gefragt haben (vgl. S.13).

    Fahrenheit 451 ist genau die Temperatur, bei der Bücherpapier zu brennen beginnt.

    Inhalt
    "Es war eine Lust, Feuer zu legen." (S.17)

    So sieht es der Feuerwehrmann Montag, der Teil einer Mannschaft ist, dazu bestimmt die wenig versteckten und übrig gebliebenen Bücher dem Feuer zum Fraß vorzuwerfen.
    Doch dann begegnet er dem unkonventionellen Mädchen Clarisse McClellan, das ihn ansieht, ihm zuhört und ihm die Frage stellt:

    "Ist es wahr, dass die Feuerwehr einst Brände bekämpfte, statt sie zu entfachen?" (S.22)

    Eine Frage, die er verneint, die aber Spuren hinterlässt.

    "Was für eine seltsame Begegnung in der Nacht. Dergleichen war ihm noch nie vorgekommen, außer damals vor einem Jahr, als er nachmittags im Park einen alten Mann getroffen und sich mit ihm unterhalten hatte..." (S.25)

    Am gleichen Abend unternimmt seine Frau, deren Leben ganz von den Fernsehwänden und deren Programm in ihrem Appartement bestimmt ist, einen Selbstmordversuch, an den sie sich am nächsten Morgen nicht erinnern will oder kann.

    Amerika hat sich zu einer Diktatur gewandelt, in der das Denken ausgeschaltet werden soll und größtenteils ist. In eine Welt, in der die Menschen rund um die Uhr berieselt werden, in der Fernsehwirklichkeit mit der "Familie" leben, keine Muße und echte Freunde mehr haben, mit Autos rasen, um sich abzulenken, um nicht miteinander reden zu müssen.

    "Die Leute reden über gar nichts. (...) Sie zählen meist nur Automarken oder Kleider oder Schwimmbäder auf und sagen >einfach toll!< Aber alle sagen dasselbe, niemandem fällt je etwas anderes ein." (S.50)

    Beim nächsten Feuerwehreinsatz weigert sich eine alte Frau ihre Wohnung zu verlassen und verbrennt mit ihren Büchern, eines davon lässt Montag mitgehen. Dieser Einsatz verändert ihn - die Mitnahme des Buches, obwohl es nicht das erste ist, die Frau, die für ihre Bücher stirbt, die Grausamkeit der Feuerwehrleute. Und Clarisse ist verschwunden - wahrscheinlich überfahren von einem rasenden Auto. Am nächsten Morgen weigert er sich zur Arbeit zu gehen, so dass ihn der Feuerwehrhauptmann Beatty zuhause besucht - im Phönixwagen der Feuerwehr, um ihn davon zu überzeugen, dass Bücher Unheil bringen:

    "Einst hatten die Bücher nur zu wenigen gesprochen, die da und dort und überall verstreut waren. Sie konnten es sich leisten, voneinander abzuweichen. Die Welt war geräumig. Aber dann begann es in der Welt von Augen und Ellbogen und Mäulern zu wimmeln." (S.78)

    - denn in einer Diktatur sind voneinander abweichende Meinungen unerwünscht.

    Beatty erläutert Montag auch, dass die Welt immer schneller wird, die Informationen immer oberflächlicher, kurzlebiger, Leben im Zeitraffer.

    "Nimm, lies, schau! Jetzt, weiter, hier, dort, Tempo, auf, ab, rein, raus, warum, wie, wer, was, wo, eh? Uh? Ruck, zuck, Bim, Bam, Bumm? Zusammenfassungen von Zusammenfassungen, Zusammenfassungen der Zusammenfassungen von Zusammenfassungen. Poliitk? Eine Spalte, zwei Sätze, ein Schlagzeile! Und dann, mittendrin, ist plötzlich nicht mehr da. Wirbel den Geist des Menschen herum im Betrieb der Verlegen, Zwischenhändler, Ansager, dass das Teufelsrad alles überflüssige, zeitvergeudende Denken wegschleudert!" (S.80)

    "Es kam nicht von oben, von der Regierung. Es fing nicht mit Verordnungen und Zensur an, nein! Technik, Massenkultur und Minderheitendruck brachten es gottlob ganz von allein fertig. Dem verdanken wir es, wenn unser Dauerglück heute ungetrübt bleibt (...)" (S.83)

    Bücher verursachen Diskussionen, provozieren, stellen unterschiedliche Meinungen dar, vertreten Minderheiten, regen zum Denken an - also weg da mit, ist der Tenor von Beattys Rede, aber die Menschen selbst haben es soweit kommen lassen.

    Montag ist jedoch nicht mehr bereit zurückzugehen, er möchte die Bücher retten, erkennt jedoch mithilfe eines Intellektuellen:

    "Was Sie brauchen, sind nicht Bücher, sondern einiges von dem, was einst in Büchern stand." (S.113)

    Während er nach einer spektakulären Flucht Verbündete findet, Menschen, die Bücher in ihrem Geist tragen, bricht der Krieg aus und die Chance auf eine neue Welt erstrahlt am Horizont.

    "Sie waren durchaus nicht sicher, dass das, was sie im Kopf mit sich führten, jede künftige Morgenröte in reinerem Licht erstrahlen lassen würde; nichts war sicher, nur dass die Bücher hinter ihrer Stirn aufgehoben waren, dass die Bücher dort warteten, eingeschweißt, auf Käufer, die später einmal vorbeikommen mochten, manche mit sauberen, andere mit schmutzigen Fingern." (S.202)

    Die Büchermenschen vergleichen die Menschen mit dem Vogel Phönix, allerdings wissen wir Menschen

    "Was wir seit tausend Jahren an Wahnsinn angestellt habe, und solange wir das wissen und es uns immer wieder zu Gemüte führen, besteht Hoffnung, dass wir eines Tages doch einmal aufhören, diese verdammten Scheiterhaufen zu errichten und mitten hinein zu springen." (S.212)

    Ein etwas pathetischer, aber doch hoffnungsvolles Ende.

    Bewertung
    Ein starker Roman, die eine Zukunft malt, wie wir sie hoffentlich nicht erleben müssen - eine Welt ohne Bücher und schlimmer (fast) ohne das Wissen darum, was in ihnen geschrieben steht.

    Beeindruckt hat mich die Weitsicht Bradburys im Jahre 1953, er selbst spricht im Nachwort von der Prophezeiung des Hauptmanns Beatty:

    "Denn wenn sich die Welt mit Nichtlesern, Nichtlernern, Nichtwissern füllt, braucht man Bücher nicht mehr zu verbrennen, oder? Wenn sich die Welt mit Breitband-Basketball und Football in MTV ertränkt, braucht es keinen Beattys mehr, die Kerosin anzünden oder Leser jagen." (S.227)

    Eine sehr eindringliche Warnung und Bradbury nimmt interessanterweise die Eltern, Lehrer und Schüler in die Pflicht, "setzen Sie sich sich zu Ihrem Kind, schlagen Sie ein Buch auf, und beginnen Sie zu lesen." (S.227)

    Er selbst ist ein Liebhaber von Bibliotheksregalen, was auch in seiner Erzählung "Das Böse kommt auf leisen Sohlen" durchscheint, der entscheidende Kampf zwischen Gut und Böse spielt sich dort in einer Bibliothek ab. Und wie jene lange Erzählung ist auch dieser Roman sprachlich außergewöhnlich, wenn auch nicht so metaphernreich.

    Ein Roman, der zu Recht in Schulen gelesen wird - ein Plädoyer für das Lesen und immer noch brandaktuell ;)

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SIMULATION

Buchseite und Rezensionen zu 'SIMULATION' von Matthias Clostermann
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "SIMULATION"

Für den Computerspiele Entwickler Alex Stein geht ein Traum in Erfüllung. Sein gewagtes Projekt, mittels künstlicher Intelligenz und der Steuerung des menschlichen Nervensystems die virtuelle Realität zu revolutionieren, scheint tatsächlich zu funktionieren. Sein Prototyp erzeugt Simulationen für alle Sinne, die von realem Leben kaum zu unterscheiden sind. Alex Karriere in der Londoner Computerspiele Firma Realmind Systems entwickelt sich rasant. Doch während er in immer perfektere Simulationen eintaucht, beginnt sein reales Leben auseinander zu fallen. Viel zu spät bemerkt er, dass seine Erfindung nicht nur ein Spiel, sondern auch eine tödliche Droge ist, die zur Bedrohung für die gesamte Menschheit wird. Auf der Suche nach der Wahrheit hinter der künstlichen Welt muss er sich der eigenen, bitteren Realität stellen - einer Realität, der er mit aller Macht entfliehen wollte…

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:174
Verlag:
EAN:
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Rezensionen zu "SIMULATION"

  1. Ein Spielesimulator außer Kontrolle

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 26. Feb 2021 

    Alex und Roger arbeiten für die Realmind Systems AG . Sie entwickeln ein Simulationsprogramm mittels künstlicher Intelligenz . Immer mehr zieht es Alex in die Simulationen hinein während er seine schwangere Frau und die normale Realität vernachlässigt .

    Die Spannung ist schon auf den ersten Seiten spürbar danach steigert sie sich von Kapitel zu Kapitel . Dabei ist der Schreibstil leicht und zügig zu lesen . Die Protagonisten passen sehr gut zur Geschichte sie sind glaubwürdig und ansprechend dargestellt .

    Fazit: Die einzelnen Kapitel sind nicht allzu lang so dass immer eine gewisse Spannung vorhanden ist . Faszinierend für mich war die selbstlernende Intelligenz , in dieser Geschichte wird sie Mutter genannt . Ich bin mit einer gewissen Skepsis an das Buch herangegangen auch weil mich das Cover nicht sehr angesprochen hatte . Aber mit jeder Seite die ich gelesen habe hat mich die Story mehr und mehr in ihren Bann gezogen . Da nicht allzu viele Charaktere mitspielen , was ich sehr angenehm empfand , ist dieser Thriller übersichtlich und ich kam zügig durch das Buch . Das Ende war für mich schön und ich empfand sogar Ruhe nach diesen atemberaubenden Seiten . Ich bin während des lesens von skeptisch auf begeistert umgestiegen . Für mich ist dieses Buch ein Lesehighlight und kann es absolut empfehlen .

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GIER - Wie weit würdest du gehen?

Buchseite und Rezensionen zu 'GIER - Wie weit würdest du gehen?' von Marc Elsberg
3
3 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "GIER - Wie weit würdest du gehen?"

»Stoppt die Gier!«, rufen sie und »Mehr Gerechtigkeit!«. Auf der ganzen Welt sind die Menschen in Aufruhr. Bei einem Sondergipfel in Berlin will man Lösungen finden. Der renommierte Nobelpreisträger Herbert Thompson soll eine Rede halten, die die Welt verändern könnte, denn angeblich hat er die Formel gefunden, mit der Wohlstand für alle möglich ist. Doch dazu wird er nicht mehr kommen. Bei einem Autounfall sterben Thompson und sein Assistent – aber es gibt einen Zeugen, der weiß, dass es Mord war, und der hineingezogen wird in ein gefährliches Spiel. Jan Wutte will wissen, was hinter der Formel steckt, aber die Mörder sind ihm dicht auf den Fersen …

Autor:
Format:Taschenbuch
Seiten:448
EAN:9783734105586
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Rezensionen zu "GIER - Wie weit würdest du gehen?"

  1. Wirtschaftswunder

    bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 16. Mär 2019 

    In Berlin entkommt der junge Pfleger Jan Wutte nur knapp einen Unfall. Eine Limousine kommt von der Straße ab und landet kopfüber auf dem Seitenstreifen. Jan versucht, zu helfen, doch zu spät. Er muss mit ansehen wie das Wrack verbrennt. Mord. Doch keiner will Jan glauben, er gerät sogar selbst unter Verdacht. Die einzige Möglichkeit, die Wahrheit ans Licht zu bringen, besteht erstmal in einer Flucht. Derweil bereitet sich Berlin auf den großen Gipfel vor. Eine Wirtschaftskrise droht und unter anderem das hat viele Demonstranten an den Ort des Treffens gelockt. Von diesen sind die Teilnehmer des Gipfels gut abgeschirmt.

    Widmet man sich nach der Lektüre auch dem Nachwort, so wird man feststellen, dass hier eine Wirtschaftstheorie in Romanform vorgestellt wird, wobei der Autor eng mit den Wissenschaftlern zusammengearbeitet hat. Bestimmt nicht so einfach, ein Theorem in eine so einfache und auch spannende Handlung zu kleiden, dass es vom Leser verstanden wird und der Leser gleichzeitig gut unterhalten wird. Nach den Wünschen des Autors kann man dieses Buch als Thriller oder auch als Utopie betrachten. Sicherlich ist es auch eine hervorragende Anregung, nachzudenken, über das, was schiefläuft in der heutigen Zeit und es gibt eine Anregung, wie man es besser machen könnte, bestünde nur die Möglichkeit viele Menschen von der Idee zu überzeugen.

    Allerdings sind die erklärenden Ausflüge in die Wirtschaftstheorie und verschiedene andere mathematischen und anderen Erläuterungen schon manchmal etwas trocken. Auch wenn die Bauernfabel mit ihren in eine kleine Geschichte verpackten Erklärungen sehr plastisch ist, fragt man sich doch, ob die Sache eine Chance hätte. Tatsächlich ist der Thrillerteil der Handlung sehr spannend und gekonnt rasant geschrieben, während man der Utopie einer gerechteren Wirtschaft, einer gerechteren Verteilung, tatsächlich das Gelingen wünscht, beim Blick in die Zeitung oder ins TV-Programm aber eher trübe Gedanken aufkommen. Sicher bleibt jedem nur, bei sich selbst anzufangen. Geben ist seliger denn Nehmen heißt es schon in der Bibel und manchmal waren die Alten nicht so dumm. Es scheint eher als sei die heutige Gesellschaft auf den Hund gekommen.

    Ein Buch mit einer Mission, das wohl eher bei denen etwas erreichen kann, die sowieso schon ihr Denken in sinnvolle Bahnen lenken.
    3,5 Sterne

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Die Auslese - Die komplette Trilogie

Buchseite und Rezensionen zu 'Die Auslese - Die komplette Trilogie' von Joelle Charbonneau
NAN
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Inhaltsangabe zu "Die Auslese - Die komplette Trilogie"

Cia Vale ist eine der wenigen Kandidatinnen der jährlichen Auslese, bei der die zukünftigen Führer des Commonwealth ermittelt werden. Doch in diesem Spiel gilt: Entweder Sieg – oder Tod. Gemeinsam mit ihrem besten Freund Tomas stellt Cia sich dem brutalen Auswahlverfahren. Doch sie weiß noch nicht, dass in der Hauptstadt nichts ist, wie es scheint und dass sie niemandem vertrauen darf. Denn die Regierung würde alles tun, um die grausame Realität hinter der Auslese verborgen zu halten. Cia muss sich entscheiden: für ein Leben ohne Vertrauen oder für eine Liebe, die sie das Leben kosten kann …

Format:Broschiert
Seiten:1120
EAN:9783734161841
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