#CrashTag: Autonom. Fahren. Tödlich.

Buchseite und Rezensionen zu '#CrashTag: Autonom. Fahren. Tödlich.' von Brückner, Martin
3
3 von 5 (1 Bewertungen)

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:410
Verlag:
EAN:
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Rezensionen zu "#CrashTag: Autonom. Fahren. Tödlich."

  1. War leider nicht mein Geschmack

    bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 09. Jun 2020 

    Der Reporter Fritz Graber schaut leidenschaftlich die Berichte über Unfälle auf der Seite crashtag.com an. Dort stößt er auf einen Unfall mit einem autonom fahrenden Auto. Das wäre seine Chance, wieder beruflich erfolgreich zu sein. Doch die Ermittlungen schlagen eine ungeahnte Wendung ein.

    Auf diesen Thriller war ich sehr gespannt, denn das Cover hat mich sofort angesprochen. Auch der Klappentext klang vielversprechend und spannend.
    Der Einstieg ins Buch ist mir nicht ganz so gut gelungen. Ich empfand den Schreibstil recht anstrengend zu lesen und ich musste mich deutlich mehr als üblich konzentrieren. Kurze Sätze, die manchmal abgehackt wirkten, erschwerten bzw. verhinderten den Lesefluss. Die Sprache war teilweise salopp und auch die Gespräche mit Steve McQueen waren nicht so ganz mein Fall.
    Die Charaktere wurden gut und bildhaft beschrieben. Allerdings wurde ich mit Fritz Graber einfach nicht warm. Ich empfand ihn zu problemlastig, wodurch ich keine richtige Sympathie für ihn entwickeln konnte. 
    Die Story an sich gefiel mir gut. Ich liebe Autos und Autofahren und mir graut ein bisschen vor der Vorstellung des autonomen Fahrens. Die Möglichkeiten der Manipulationen gehören in der digitalen Welt dazu, insofern war das hier sehr real geschildert.
    Was mir total gefehlt hat, war die enorme Spannung, wie sie zu einem Thriller dazu gehört. Es war streckenweise spannend, aber für meinen Geschmack nicht genug. Hinderlich waren dabei die vielen Details und Fachwissen zu dem Thema, die mir einfach zu viel waren und zu Lasten der Spannung gingen.

    Ein interessanter Ausblick auf die Zukunft. Meinen Geschmack traf das Buch leider nicht ganz und ich vergebe daher 3 von 5 Sternen.

 

25 Knoten

Rezensionen zu "25 Knoten"

  1. Der Lebensweg eines Idealisten und Machtmensch

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 26. Mai 2020 

    "Der moralische Zeigefinger gehört in der Regel immer zu einer Hand, die es sich auf Kosten anderer gut gehen lässt." (Peter Rudl)
    Der Reeder Magnus Johansson verunglückt schwer bei einem Autounfall, bei dem sein Anwalt Henning van Kampen stirbt und er ins Koma versetzt werden muss. Kurz danach findet seine Frau Pauline, von allen nur Püppi genannt bei seinen Sachen einen Liebesbrief aus Frankreich. Deshalb bittet sie ihre Enkelin Maja darum auf Spurensuche nach Marseille zu reisen, um die Verfasserin dieses Briefs zu finden. Wo aber soll Maja anfangen und wie soll sie diese Frau finden? Mit der Zeit findet sie heraus, das Magnus Spuren nicht nur nach Marseille, sondern ebenso nach New York und Singapur führen. Immer mehr stellt Maja fest, dass ihr Großvater der Moralapostel schlechthin nicht der war, für den sie ihn immer gehalten hat. Zudem bekommt Maja Zweifel, ob der Autounfall wirklich ein Unfall war oder ob jemand nach Magnus Leben trachtet. Hat er sich mit seinen dubiosen Geschäften etwa Feinde gemacht? Die weitere Suche nach der Wahrheit bringt Maja in Gefahr, den um Magnus Erbe wird mit harten Bandagen gekämpft. Wie gut, wenn man dann jemanden an seiner Seite hat.

    Meine Meinung:
    Ein grandioses Cover mit der Elbphilharmonie und der Freiheitsstatue, soll ein wenig die Reichweite von Magnus Imperium darstellen. Ich war schon sehr neugierig auf das neue Buch der Autorin, den bisher kenne ich sie nur von ihrer Elysium-Krimi-Reihe. Doch hier geht es um einen Krimi aus Wirtschaft, Macht, Geld, Moral und die heutige digitale Welt, in der wir uns immer schneller bewegen. Zu Beginn wird der eine oder andere sicher ein wenig verwirrt sein, durch die Zeitungsartikel und die vielen Charaktere. Dadurch wirkt der Schreibstil ein wenig chaotisch, doch im weiteren Verlauf des Buchs lernen wir alle besser kennen. Besonders die spannende Spurensuche mit Enkelin Maja, einer einfachen Bibliothekarin gefiel mir gut. Magnus Familie in Hamburg besteht aus Ehefrau Püppi, den Söhnen Michael, Peter und Tochter Regina, der Mutter von Maja und weiteren Enkeln. Ehefrau Pauline hat er mehr oder minder nicht aus Liebe, sondern der Vernunft wegen geheiratet, damit das Familienunternehmen, die Reederei Johansson weiter expandieren konnte. Schon als Kind wurde sein älterer Bruder ihm immer vorgezogen. Erst als dieser verunglückt, kann Magnus wirklich zeigen, was in ihm steckt. Chapeau Liv Morus für dieses meisterhafte Buch, bei dem du selbst dein eigenes Imperium geschaffen hast. Den wirklich alle Handlungsstränge sind bis ins Kleinste durchdacht und ausgelebt. In den einzelnen Handlungen tauchen unter anderem Hinweise in Form von Mails, SMS, Zeitungsartikel, Interneteinträge auf, die mich immer wieder auf eine falsche Fährte locken, sodass ich nie eindeutig sicher war, ob und wer die Tat begangen hat. Ebenso wird Magnus Leben sehr einfallsreich vorgestellt, sodass mich dies öfters sprachlos macht. Ich kann nur immer wieder staunen, mit was für einer Gründlichkeit sie hier den Lebensweg eines für mich sehr eigenartigen Menschen darstellt. Unter dem im Grunde ganz viele zu leiden haben, insbesondere die Familie. Jedoch so durchgeknallt und verrückt sie teilweise sind, scheinen wenigstens die Enkelkinder von Magnus recht vernünftig geblieben zu sein. Dabei ist besonders interessant mitzuerleben wie sich die unscheinbare, schüchterne Maja zu einer selbstbewussten, idealistischen Frau mausert. Was sicher auch an der Liebe liegt, die Liv Morus zum Glück als Ausgleich noch ein wenig aufblitzen lässt. Zusätzlich öffnet sie dem Leser die Augen, wie durchschaubar wir in unserem digitalen Zeitalter geworden sind und immer mehr zu einer Art gläserner Mensch werden. Dieses Meisterwerk bekommt von mir 5 von 5 Sterne und ich kann es nur jedem empfehlen, den ich konnte es nach kurzer Zeit nicht mehr aus der Hand legen, so gefesselt hat es mich.

 

Paprika Esser - Corona bitte! (5. Kapitel): Die wahre Geschichte über das Virus

 

MORD?: Ein Schweden-Krimi (Die Stockholm Detektive 3)

 

MORD?: Ein Schweden-Krimi (Die Stockholm Detektive 3)

 

Long Bright River: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Long Bright River: Roman' von Liz Moore
5
5 von 5 (3 Bewertungen)

Einst waren sie unzertrennlich, seit fünf Jahren sprechen sie nicht mehr miteinander, doch die eine wacht insgeheim über die andere. Jetzt aber ist die Lage bedrohlich geworden: Mickey, Streifenpolizistin in Philadelphia, findet ihre drogenabhängige Schwester Kacey nicht mehr auf den Straßen der Blocks, die sie kontrolliert und auf denen Kacey für ihren Konsum anschaffen geht.
Gleichzeitig erschüttert eine Reihe von Morden an jungen Prostituierten die von Perspektivlosigkeit und Drogenmissbrauch geplagte Stadt. In ihrem enorm spannenden Roman erzählt Liz Moore die Familiengeschichte von Mickey und Kacey und deren Entfremdung parallel zur Geschichte der Jagd nach einem Frauenmörder, die auch Mickey in große Gefahr bringt. Zugleich entwirft Liz Moore in diesem großen Roman das umwerfend authentische Porträt einer Stadt und einer Gesellschaft in der Krise.

Autor:
Format:Kindle Ausgabe
Seiten:414
Verlag: C.H.Beck
EAN:
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Rezensionen zu "Long Bright River: Roman"

  1. Zwei Schwestern

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 25. Mai 2020 

    Jetzt hatte ich wieder ein Knallerbuch in meinen Händen/vor meinen Augen. Eines von der Sorte, welches man nicht wieder weglegen kann, welches einen absolut fesselt. Ein Buch von der Sorte, wo man sich zwingen muss um 3:00 Uhr die Nachttischlampe auszumachen, obwohl man am nächsten Tag früh raus muss. Gerade jetzt ein Must Have, wie ich finde!

    In "Long Bright River" geht es um die Schwestern Mickey und Kacey aus einem etwas herunter gekommenen Viertel von Philadelphia, höchst unterschiedliche Frauen, die aber eines vereint, eine mit vielen Traumata behaftete Familiengeschichte, nun haben aber beide verschieden darauf reagiert, die eine, Mickey, wurde Streifenpolizistin und die andere, Kacey, rutschte ab. Drogen und Prostitution bilden den Rahmen für Kaceys weiteres Leben. Mickey hingegen versucht ein auf festen Pfeilern ruhendes Leben zu führen, aber einige Pfeiler sind nicht ganz so solide und bröckeln und nach und nach entsteht ein Bild einer zerrütteten Familie. Hier gibt es keine guten und keine schlechten Menschen, jeder trägt verschiedenes in sich und gerade diese Betrachtungsweise macht dieses Buch sehr authentisch. Dieses Buch ist einerseits eine wendungsreiche Kriminalgeschichte um die Morde an jungen Frauen und gleichzeitig eine absolut berührende Familiengeschichte und genauso ist dieses Buch eine Gesellschaftskritik, ein Blick auf die Drogenprobleme vieler Menschen in den USA. Etwas, was sehr mitnimmt, gerade wenn man den Titel des Buches und seine Erklärung im Text findet. Das ist etwas, was große Problematiken für dieses Land und seine Bewohner mitbringt, etwas, wo man sich gerade jetzt fragt, was passiert mit diesen Menschen in der Corona-Zeit? Und wo man hofft, dass der Großteil der Menschen in den USA endlich wach wird und dementsprechend wählt. Aber wenn man sich hierzulande umschaut, bekommt man es auch mit der Angst zu tun und fragt sich, wo der gesunde Menschenverstand mancher Mitmenschen abgeblieben ist! Die Spannung und der Sog des Buches waren riesig! Liz Moore ist definitiv ein Ausnahmetalent und ich bin sehr neugierig, was noch alles von dieser genialen Autorin zu uns kommt!

    Also, bitte unbedingt lesen!!!

  1. Spannender Pageturner vor realistischem Hintergrund

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 30. Apr 2020 

    Mickey und Kacey sind Schwestern, die sich sehr auseinander entwickelt haben. Ihre Mutter ist relativ früh verstorben – an einer Überdosis. Laut Aussage der Großmutter gibt es auch den Vater nicht mehr. Die Großmutter hat die beiden Mädchen aus Verantwortungsgefühl übernommen und groß gezogen. Sie tat, was nötig war. Liebe, Fürsorge und Wärme gab es aber wenig, man lebte in bescheidenen Verhältnissen.

    Mickey schafft es, diesen zu entkommen. Sie ist eine fleißige Schülerin, absolviert eine Ausbildung zur Polizistin mit dem Ziel eines Tages Detective zu werden. Kacey ist der soziale Aufstieg nicht gelungen. Sie ist mittlerweile drogenabhängig und besorgt sich die notwendigen Mittel durch Prostitution. Obwohl die beiden Schwestern seit mehreren Jahren nicht mehr miteinander gesprochen haben, überwacht Mickey den Straßenstrich und die Stellen, wo sich Kacey normalerweise aufhält. Als jedoch Mordfälle an jungen Frauen die Stadt erschüttern und zeitgleich Kacey nicht mehr zu finden ist, wird die Schwester unruhig und forscht nach, eine Aufgabe, die sie in dunkle Kreise führt.

    Der Roman wird von Ich-Erzählerin Mickey erzählt. In der Gegenwart nimmt man Anteil an ihrem Leben als alleinerziehende Mutter, die zwischen Muttersein und Berufsalltag aufgerieben wird, zumal sie sehr hohe Ansprüche an sich selbst hat. Erschwerend hinzu kommt, dass sie in einer chauvinistischen Männerdomäne arbeitet und ihr Chef ihr nicht wohlgesonnen ist. Als Streifenpolizistin hat sie zudem ihren langjährigen Partner Truman verloren, mit dem sie vertrauensvoll zusammengearbeitet hat. In diesen Erzählstrang wird nun die spannende Suche nach dem Frauenmörder eingebettet. Es ist für Mickey offensichtlich, dass ihre Schwester ihm entweder schon in die Fänge geraten oder zumindest einer starken Gefährdung ausgesetzt ist. Sie ermittelt auf eigene Faust, geht Gefahren nicht aus dem Weg.

    Auf einer anderen Erzählebene erfahren wir immer mehr über die Kindheit und Jugend der beiden Schwestern. Wir bekommen Einblick in die Familienbande, die prekären Lebensumstände ohne Perspektiven. Der Roman ist sehr authentisch in Kensington, einem sozialen Brennpunkt der Stadt Philadelphia, angesiedelt. Dadurch bekommt man einen intensiven Blick auf das arme Amerika, auf die sozialen Nöte, die geringe staatliche Unterstützung. Der Weg Kaceys ins Drogenmilieu ist tragisch und doch schlüssig nachvollziehbar.

    Ich konnte diesen Roman kaum aus der Hand legen. Die Erzählebenen wechseln sich ab in „Damals“ und „Jetzt“, sie enden gerne mit einem Cliffhanger, so dass man wissen will, wie es weiter geht. Der Sprachstil hat mir sehr gut gefallen. Charaktere werden klar ausgearbeitet, ohne sich in gängigen Klischees zu verlieren, wie es häufiger bei amerikanischen Romanen der Fall ist. Der Verlag übertreibt nicht, wenn er das Buch als Kriminalroman und Sozialstudie zugleich bewirbt. Die Kombination ist wunderbar gelungen, man hat gleichermaßen Anspruch wie spannende Unterhaltung.

    Empfehlen möchte ich sowohl Buch als auch Hörbuch, das von Victoria Schätzle wunderbar gelesen wird. Mit Long Bright River habe ich meine übliche Lese-Komfort-Zone verlassen – mit großem Erfolg. Mit Überzeugung vergebe ich 5/5 Lesesterne.

  1. Ein Buch, das man nicht mehr weglegt

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 04. Feb 2020 

    Schade, vorbei, denke ich gerade und das denkt man nur bei den richtig guten Büchern. Das hier ist eins, ein Krimi mit Mehrwert, der eine Mordserie aufklärt, aber auch eine fesselnde Milieustudie bietet und dazu noch die anrührende Geschichte zweier Schwestern.

    Während Kacey, wie schon ihren Eltern, tief im Drogenmilieu landet, hat es Mickey geschafft. Sie ist Polizistin geworden und kontrolliert die Straßen Kensingtons, wo Junkies in abbruchreifen Häusern im Müll leben. Gelegentlich treffen sie aufeinander und benehmen sich wie Fremde, dabei waren sie als Kinder ein Herz und eine Seele.
    Als plötzlich mehrere junge Prostituierte tot aufgefunden werden, macht Mikey sich Sorgen. Kacey scheint verschwunden zu sein.

    Neben den aktuellen Geschehnissen blickt man immer wieder in die Kindheit der beiden Schwestern, ist dabei, wie sie sich auseinandergelebt haben und beide Schicksalsschläge hinnehmen mussten. Nach und nach klären sich die Rätsel. Wie kommt Mickey zu einem Sohn? Wer ist der Vater? Was hat die beiden auseinandergebracht? Und über allem schwebt die verhängnisvolle Frage: Wo ist Kacey? Lebt sie noch?

    Ich kann gar nicht genau den Finger darauf legen, was dieses Buch richtig macht, aber man fängt an und hört nicht mehr auf, obwohl gar nicht so sehr viel passiert.
    Die Sprache ist schön, ohne zu anspruchsvoll zu sein und schafft direkt Atmosphäre. Man ist nah dran an den Figuren, leidet mit und rätselt, wie denn wohl alles zusammenpassen mag. Zum Ende hin wird es sogar noch nervenzerfetzend.

    Meistens bin ich skeptisch, wenn ein Buch so durch die Bank gelobt wird, aber hier kann ich nur zustimmen: Es ist ein toll erzählter Pageturner, der ohne große Action fesselt und berührt. Dicke Empfehlung.

 

Wie auf Sand

Buchseite und Rezensionen zu 'Wie auf Sand' von Valeska Reon
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Fassungslos steht Maren am Grab ihres Klassenkameraden.
Andreas wurde im Keller gefunden, an seinem Gürtel erhängt. War es wirklich Selbstmord?

Beim Leichenschmaus trifft sich die alte Clique aus Schulzeiten wieder. Jeder hat seine ganz eigene Geschichte zu erzählen, und mehr und mehr setzt sich aus all diesen Puzzlesteinchen ein komplett neues Bild zusammen: Andreas war ein psychotischer Sadist, der viele Feinde hatte.
Doch derjenige, der allen Grund hatte, ihn abgrundtief zu hassen, ist seit zwölf Jahren tot.

Maren begibt sich auf eine Spurensuche, die zu Sünden zurückführt, welche schon lange begraben schienen, aber doch lebendiger sind denn je …

Autor:
Format:Kindle Ausgabe
Seiten:201
Verlag: A.P.P. Verlag
EAN:
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Rezensionen zu "Wie auf Sand"

  1. Interessant, intensiv und ehrlich

    5
    (5 von 5 *)
     - 17. Dez 2019 

    „Spätestens an diesem Tag musste ich lernen, dass es Dinge gibt, die nie mehr in Ordnung gebracht werden können.“ (Zitat Seite 197)

    Inhalt
    Sie kennen sich schon aus der gemeinsamen Schulzeit in Hamburg, Maren, Markus und Stefan. Nun treffen sie einander beim Begräbnis ihres gemeinsamen Freundes Andreas. In einer Woche wäre er dreißig Jahre alt geworden, doch er hatte sich in seinem Keller erhängt. Auch Robert, von dem sie seit vielen Jahren nichts mehr gehört hatten, ist mit seiner Frau Lea angereist. Gemeinsame Erinnerungen, besonders an eine Klassenfete kurz vor dem Abitur und an den Selbstmord ihres Klassenkameraden Michael nach dem Abitur, steigen wieder auf. Damals hatte man die Gründe vermutet, doch niemand kann verstehen, warum der beliebte, erfolgreiche Andreas Selbstmord begangen haben sollte und die Umstände seines Todes sind sehr eigenartig. War es wirklich ein Selbstmord?

    Thema und Genre
    In diesem Roman mit autobiografischem Hintergrund geht es um die Frage, wer man ist, wer man nach der Meinung anderer sein soll und wer man für sich selbst sein will. Wichtige Themen sind der gesellschaftlich gepflegte, schöne Schein vom perfekten Leben, Schuld und Mitschuld durch Wegschauen, und natürlich auch die Liebe in ihren Facetten.

    Charaktere
    Die unterschiedlichen Charaktere sind pointiert gezeichnet, aber dennoch einfühlsam und mit Verständnis. Wie im realen Leben, das in diesen Roman sehr präsent ist, geht es bei den Figuren nicht um gut und böse, sondern um die vielschichtigen, tief menschlichen Grautöne. Besonders Maren schließt man als Leser trotz einiger Unsicherheiten ins Herz und vor allem natürlich Lea, die sympathische erfolgreiche Kinderbuchautorin, die mutig ihren eigenen Weg geht.

    Handlung und Schreibstil
    Schon der Aufbau des Buches ist interessant gewählt, ein Prolog führt den Leser kurz mitten in ein Ereignis, das vor zwölf Jahren stattgefunden hatte. Es folgt Teil 1, der in der knappen Zeitspanne zwischen Montag und Freitag in der Gegenwart spielt. Teil 2 mit den Kapiteln 9 bis 17 zeigt die Jahre dazwischen, wobei unterschiedliche Protagonisten ihre Erlebnisse in der Ich-Form schildern, Teil 3 führt den Leser zurück zum Freitag in der Gegenwart. Ein Prolog schließt die Handlung ab. Diese Einteilung bringt Spannung, langsam fügen sich die einzelnen Puzzleteile zu einem Ganzen und auch die Antwort auf die Frage, Selbstmord oder Mord, kann lange nur vermutet werden. Als Geschichte in der Geschichte fügt die Autorin Ausschnitte und Bilder aus einem einfühlsamen Kinderbuch ein, „Charlotte Innendrin“, das innere Kind als beste Freundin der kleinen Charlotte. Die Sprache ist modern, mit einer guten Prise Humor und viel positiver Energie.

    Fazit
    Ein spannender autobiografischer Roman, der den Leser in den Bann zieht. Modern, nachdenklich, kritisch, mit einer guten Spur Romantik ist dies ein perfekter Roman für Frauen, aber kein typischer leichter „Wohlfühlroman“, dafür ist er zu dicht und intensiv.

 

Der Bär: Ein Siggi-Baumeister-Krimi (Eifel-Krimi 17)

Buchseite und Rezensionen zu 'Der Bär: Ein Siggi-Baumeister-Krimi (Eifel-Krimi 17)' von Jacques Berndorf
NAN
(0 Bewertungen)

Es ist Sommer in der Eifel, und Siggi Baumeister wird mit einem Kriminalfall der besonderen Art betraut: Die Studentin Tessa Schmitz hat sich in den Kopf gesetzt, einen Täter zu überführen, der vor nicht weniger als 111 Jahren zwischen Gerolstein und Daun einen fahrenden Händler erschlagen hat. Die alten Leute aus der Eifel erinnern sich noch erstaunlich deutlich an die Erzählungen von Tutut, dem ermordeten Zigeuner. Dieser Tutut, so fügen Baumeister und seine Mitstreiter Rodenstock und Emma das Puzzle Stück für Stück zusammen, war kein Händler, sondern er verrichtete Botendienste und zog mit einem leibhaftigen Bären über die Märkte. Und dieser Bär verschwand am Tag der Untat für immer im Eifelwald. Warum musste Tutut sterben? Was hatte sein Schicksal mit dem der Auswanderer zu tun, die damals zu Hunderten die arme Eifel verließen und nach Amerika fuhren?

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:225
EAN:
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Schutzpatrone: Ein Rumpler Rosamunde-Krimi

Buchseite und Rezensionen zu 'Schutzpatrone: Ein Rumpler Rosamunde-Krimi' von Rudolf Trink
4
4 von 5 (2 Bewertungen)

Nach einer Serie von Morden an Obdachlosen wird der pensionierte Wiener Kriminalist Johann Rumpler, Katzenfreund und ambitionierter Hobbykoch, von seinen Kollegen um Unterstützung gebeten. Der einzige Zeuge ist verwirrt und lebt in seiner eigenen kindlichen Welt aus Kasperlfiguren. Ganz langsam gelingt es Rumpler, sein Vertrauen zu gewinnen. Er bekommt einen mysteriösen Hinweis, in dem ein Kuhmann, der Teufel und eine Kiste eine wichtige Rolle spielen. Rumplers Recherchen führen ihn ins Waldviertel, wo er aus der Rolle des Jägers plötzlich in die des Gejagten und damit in eine Falle gerät, aus der kein Entkommen möglich scheint.

Autor:
Format:Kindle Ausgabe
Seiten:0
EAN:
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Rezensionen zu "Schutzpatrone: Ein Rumpler Rosamunde-Krimi"

  1. Der Kuhmann, der Teufel und eine Kiste.

    4
    (4 von 5 *)
     - 18. Dez 2019 

    Ein Kuhmann, der Teufel und eine Kiste spielen eine wichtige Rolle in „Schutzpatrone. Ein Rumpler-Rosamunde-Krimi“ von Rudolf Trink. Erschienen ist dieser 226-seitige Kriminalroman im April 2019 im Herzsprung-Verlag.
    Als es in Wien zu einer Mordserie an Obdachlosen kommt, wird der pensionierte „Krimineser“ Johann Rumpler zur Hilfe gerufen. Der einzige Mordzeuge: ebenfalls ein Obdachloser, der zurzeit in der Psychiatrie weilt. Obwohl es anfangs scheint, als gäbe dieser nur wirren Unsinn von sich, liefert er Rumpler alsbald wichtige Hinweise, die es nur noch zu entschlüsseln gilt. Zusammenhänge zum Verschwinden einer jungen Frau und dem vermeintlichen Selbstmord eines Zeugen tun sich auf und führen den alten Kommissar ins Waldviertel, wo es zu einem spannenden Showdown kommt.
    Dass Rudolf Trink Österreicher ist, spürt man in diesem Krimi von Anfang bis Ende. Großen Wert legt er auf das Lokalkolorit, egal ob es sich um Wiener Kaffeehaus-Szenen oder das bekannte Waldviertel handelt. Auch sprachlich wähnt man sich gleich im Alpenland. Der Text ist gespickt mit österreichischen Ausdrücken (besonders gut hat mir der Ausdruck „Fleischhauerei“ gefallen), die Dialoge sind in einem moderaten Dialekt gehalten … alles in allem Österreichflair pur, was trotz allem auch Hochdeutschsprechenden keine allzu großen Probleme bereiten sollte – ich jedenfalls habe diese Atmosphäre genossen. Außerdem runden kulinarische Ausflüge, Rumpler ist ein Gourmet, diese kleine Österreichreise ab – wobei ich gestehen muss, dass mir ihre Ausführungen an einigen Stellen zu langatmig erschienen. Ansonsten lässt sich der Text flüssig lesen, und auch an lustigen Elementen fehlt es nicht (ich sage nur: „Kevin“); lediglich einige Dialoge sind recht kleinschrittig gestaltet, was ebenfalls für Längen sorgt.
    Verläuft die Handlung im ersten Teil des Romans eher ruhig, ohne dass es allerdings an Spannung fehlt, wird sie in der zweiten Romanhälfte, als Rumpler ins Waldviertel reist, actionreicher, bis es zur finalen Konfrontation mit den Verbrechern kommt – die dann auch den Titel „Schutzpatrone“ erklärt. Positiv angemerkt sei zudem, dass die Auflösung des Falls am Schluss noch einmal detailliert dargestellt wird, indem der Kriminalist seine Gedankengänge während der Ermittlungsarbeiten zusammenfasst. Am Ende bleiben bei den Leser/innen also keine Fragen offen.
    Die Charaktere in diesem Roman sind liebevoll und authentisch gestaltet, obgleich mir Rumpler selbst an einigen Stellen etwas „trocken“ erschien – insbesondere in Bezug auf seine Freundin, Alma. Hier hätte der Autor den beiden ruhig etwas mehr „Leben“ einhauchen können. Sehr gut gefallen indes haben mir die Szenen mit seiner Katze, Rosamunde, weil deren Beziehung zu ihrem Herrchen so authentisch dargestellt ist wie nur möglich.
    Hervorzuheben bleibt noch, dass der Autor die Kasperlefigur, die auf dem Cover zu sehen ist, einst selbst geschnitzt und das Cover gemeinsam mit seiner Tochter entworfen hat. Man merkt auch hier, mit wie viel Herzblut und Liebe Rudolf Trink seine Krimis gestaltet.
    Insgesamt konnte mich dieser Kriminalroman, sieht man von den oben genannten kleinen Kritikpunkten ab, wirklich überzeugen, und ich würde mich über eine Fortsetzung der Krimireihe, die auch geplant ist, freuen. Mit dreieinhalb von fünf Lesesternchen empfehle ich dieses Buch gerne zur Lektüre weiter.

  1. Der Kasper und der Teufel

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 15. Dez 2019 

    Johannes Rumpler, ehemaliger Kriminalbeamter genießt seinen Ruhestand mit allen Sinnen. Nach dem Tod seiner Frau hat er eine kluge und feinsinnige Freundin gefunden und seine Katze Rosamunde teilt seine kulinarischen Vorlieben.

    Ein Anruf seines früheren Kollegen und Freund Alois Moser kitzelt aber wieder seinen kriminalistischen Spürsinn. Im Wiener Obdachlosenmilieu kam es zu drei Morden, zum Täter gibt es keine richtige Spur, der einzige Zeuge ist ein geistig verwirrter Mann, der schon jahrelang auf der Straße lebt. Seine Welt ist ein einziges Kasperltheater, es gibt für ihn nur Seppels und Gretels und ganz selten mal einen Kaspar. Rumpler hatte immer gute Verbindungen in die Szene und so ist er gern bereit seinem Kollegen zu helfen.

    Es gelingt ihm nicht nur das Vertrauen des Zeugen zu gewinnen, er sieht auch Verbindungen zu einem Vermisstenfall, den die offiziellen Stellen nicht wahrnehmen.

    Rudolf Trink hat einen sehr ruhig fließenden Erzählton gewählt. Der Name Rumpler passt so gar nicht zu diesem empathischen Zeitgenossen. Seine Rituale, wie das Frühstück im bevorzugten Kaffeehaus immer mit einer Melange und zwei Buttersemmeln, die Zubereitung seiner Mahlzeiten, auf die er sehr viel Sorgfalt verwendet, genau wie für die Leckereien seine Katze oder die Auswahl einer bestimmten Espressotasse, die zu seiner Stimmung passen muss, das alles wird genüsslich zelebriert. Ich hätte es nicht so häufig beschrieben gebraucht, aber ich fand es auch nicht störend, weil die Beschreibungen immer gut auf die Situation abgestimmt waren.

    Seine Ermittlungen sind etwas unkonventionell, schließlich ist er Pensionist, aber er kann auch immer auf den Polizeiapparat zurückgreifen. Auch die Tochter seiner Freundin, einer IT Expertin, die sich sicher in den Tiefen des Netzes bewegt und auch mal illegale Wege nimmt, sind eine große Hilfe.

    Dass der Rumpler in einer Szene sich auch noch als geübter Kampfsportler entpuppt und einen üblen Schläger blitzschnell schachmatt setzt, war allerdings für mich ein Touch zu viel.

    Ich habe diesen gut ausgedachten Krimi sehr gern gelesen. Der Wiener Charme hat mir gefallen und auch die ermittlungsbedingten Ausflüge ins Waldviertel fand ich – samt der bodenständigen Einwohnern – sehr gut erzählt. Es ist sicher kein Krimi für Fans von Action, aber für Freunde des klassischen Kriminalromans eine gute Empfehlung.

    „Schutzpatrone“ beweist wieder einmal, dass es in kleinen Verlagen abseits des Mainstreams immer wieder Perlen des Genres zu entdecken gibt.

 

Tod einer Wahrsagerin: Ein Bielefeld-Krimi. Haverbeck ermittelt (3. Fall)

Buchseite und Rezensionen zu 'Tod einer Wahrsagerin: Ein Bielefeld-Krimi. Haverbeck ermittelt (3. Fall)' von Achim Zygar
NAN
(0 Bewertungen)

Das sagen Leser zu dem Krimi:

*** sehr spannend

*** schöner, kurzweiliger Krimi

*** Wieder super geschrieben

*** Ich werde sofort mit dem nächsten Buch beginnen

*** Lesenswerte Nebenschauplätze.

*** Spannend bis zuletzt

*** Er gefällt mir immer besser, der Bielefelder Hauptkommissar Siegfried Haverbeck

*** Krimi mit sympathischem Ermittlerteam

*** Nach wir vor gefällt mir der Schreibstil des Autors

*** Die Ermittlungen verlaufen schwierig. Dennoch bleibt es zu jeder Zeit logisch und übersichtlich.


Worum geht`s in dem Krimi?

Ein neuer Fall für Kriminalhauptkommissar Siegfried Haverbeck: Die schöne Wahrsagerin Anastasia Patopulos wird während eines Mittelalterfests in Bielefeld erschlagen. Keiner hat etwas gehört oder gesehen. Doch gleich am Anfang seiner Ermittlungen stößt Haverbeck auf den zwielichtigen Lebenswandel der 30jährigen. Denn sie wusste nicht nur, wie man mit Karten in die Zukunft blickt, sondern auch, wie man reiche Männer dazu bringt, ihr regelmäßig ansehnliche Geldbeträge zu überweisen. Die Suche nach dem Täter gestaltet sich schwierig. Nicht zuletzt auch deshalb, weil Haverbecks neuer Chef alles besser weiß und ihm das Leben schwer macht. Als er noch einen zweiten Mord aus dem Wahrsagerinnen-Milieu aufklären muss, wird seine Arbeit richtig kompliziert. Denn irgendwie scheinen die Fälle miteinander zusammenzuhängen. Und potentielle Täter gibt es mehr als genug.

Neu: Haverbecks schwierigste Fälle! Sammelband: Die ersten Morde (Band 1 bis 4) für nur 7,99!

Bisher sind in der Haverbeck-Reihe folgende Bücher erschienen, die unabhängig voneinander gelesen werden können:

Tod eines Pizzabäckers. Haverbeck ermittelt und lässt sich lange an der Nase herumführen (1. Fall)

Tod eines Musikers. Haverbeck ermittelt und lernt eine merkwürdige Welt kennen (2. Fall)

Tod einer Wahrsagerin. Haverbeck ermittelt und blickt in die Zukunft (3. Fall)

Tod einer Beauty-Queen. Haverbeck ermittelt und enthüllt einen teuflischen Plan (4. Fall)

Tod einer Millionärin. Haverbeck ermittelt und blickt in menschliche Abgründe (5. Fall)

Tödlicher Mut. Haverbeck ermittelt und lernt die grauenvollen Seiten einer Urlaubsinsel kennen (6. Fall)

Todestanz nach Mitternacht. Haverbeck ermittelt. Das kurze Leben der Julia L. (7. Fall)

Böser Plan. Haverbeck ermittelt (8. Fall)

Raues Klima. Ein Norderney-Sylt-Krimi (9. Fall)

Ein fataler Fehler. Haverbeck ermittelt (10. Fall)

Mörderisches Farbenspiel. Haverbeck ermittelt (11. Fall)

Am 12. Fall schreibe ich bereits. Voraussichtlicher Erscheinungstermin: Februar 2019

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Autor:
Format:Kindle Ausgabe
Seiten:227
Verlag:
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