Todeslügen: Kriminalroman (Detective Frankie Sheehan 2)

Buchseite und Rezensionen zu 'Todeslügen: Kriminalroman (Detective Frankie Sheehan 2)' von Olivia Kiernan
NAN
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Steckt in jedem Menschen ein Killer?

In einer Kirche werden zwei Leichen gefunden, ein Mann und eine Frau, brutal ermordet. Der Mann trägt das Priestergewand, doch er ist nicht der Priester. Detective Frankie Sheehan muss den Mörder finden. Angst geht um, denn vor kurzem ist der Doppelmörder Sean Hennessy aus dem Gefängnis entlassen worden. Er wurde vor fünfzehn Jahren für den Mord an seinen Eltern und den Mordversuch an seiner Schwester verurteilt. Nun ist er frei und will seine Unschuld beweisen. Doch plötzlich geschieht ein weiterer Mord. Der Tote war Journalist und hatte damals über den Hennessy-Fall berichtet. Ist Sean Hennessy wirklich unschuldig? Was ist damals tatsächlich passiert? Und wer ist der Mörder, der Dublin nun in Angst versetzt?

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:384
Verlag: HarperCollins
EAN:

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Todeslügen: Kriminalroman (Detective Frankie Sheehan 2)

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NAN
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Steckt in jedem Menschen ein Killer?

In einer Kirche werden zwei Leichen gefunden, ein Mann und eine Frau, brutal ermordet. Der Mann trägt das Priestergewand, doch er ist nicht der Priester. Detective Frankie Sheehan muss den Mörder finden. Angst geht um, denn vor kurzem ist der Doppelmörder Sean Hennessy aus dem Gefängnis entlassen worden. Er wurde vor fünfzehn Jahren für den Mord an seinen Eltern und den Mordversuch an seiner Schwester verurteilt. Nun ist er frei und will seine Unschuld beweisen. Doch plötzlich geschieht ein weiterer Mord. Der Tote war Journalist und hatte damals über den Hennessy-Fall berichtet. Ist Sean Hennessy wirklich unschuldig? Was ist damals tatsächlich passiert? Und wer ist der Mörder, der Dublin nun in Angst versetzt?

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:384
Verlag: HarperCollins
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Mit deinem letzten Atemzug: Thriller (Laurie-Moran-Serie, Band 5)

Buchseite und Rezensionen zu 'Mit deinem letzten Atemzug: Thriller (Laurie-Moran-Serie, Band 5)' von Mary Higgins Clark
NAN
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Gebundenes Buch
Die bombastische Met-Gala ist eigentlich der gesellschaftliche Höhepunkt des Jahres in Manhattan. Doch dann stürzt Virginia Wakeling, eine steinreiche Witwe und großzügige Mäzenin, vom Dach des Kunstmuseums. Schnell zeigt sich: Es war Mord. Und auch der Mörder scheint gleich festzustehen: Ivan, der über zwanzig Jahre jüngere Personal Trainer und Geliebte der Witwe. Doch wie die Polizei es auch dreht und wendet, sie findet keine Beweise gegen ihn. Drei Jahre später soll Laurie Moran den Fall mit Hilfe ihrer TV-Sendung "Unter Verdacht" endlich aufklären. Je näher sie das Umfeld der Verstorbenen kennenlernt, desto klarer wird ihr, dass es eine Vielzahl weiterer Verdächtiger gibt: Virginias erwachsene Kinder und Verwandte ebenso wie ihre angeblich allerengsten Freunde. Und eine Person darunter hat überhaupt kein Interesse daran, dass Laurie der Wahrheit näher kommt ...

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:368
Verlag: Heyne Verlag
EAN:9783453271852
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Inspektor Takeda und das doppelte Spiel: Kriminalroman (Inspektor Takeda ermittelt, Band 4)

Rezensionen zu "Inspektor Takeda und das doppelte Spiel: Kriminalroman (Inspektor Takeda ermittelt, Band 4)"

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 07. Aug 2019 

    Fußball und Zen

    Das Warten hat sich gelohnt, der vierte Band von Henrik Siebolds Kriminalromanen um das ungleiche Ermittlerpaar Ken Takeda und Claudia Harms ist erschienen.
    Vorweg möchte ich erwähnen, dass die Bände sehr gut einzeln zu lesen sind, auch ich bin erst später in die Reihe eingestiegen, aber ich bin sicher, wer ein Buch gelesen hat, will sich auch die anderen nicht entgehen lassen.

    Inspektor Takeda, für ein Jahr mit einem Austauschprogramm nach Hamburg gekommen, hat sich gut eingelebt. Die Zusammenarbeit mit der recht eigenwilligen Claudia Harms ist gut und beginnt beiden immer mehr Spaß zu machen. Ein gewisses Kribbeln zwischen den beiden so unterschiedlichen Charakteren ist immer deutlicher zu spüren.

    Der neueste Mordfall führt Ken Takeda in ein dunkles Gewerbegebiet. Dort findet er einen toten Landsmann, eine Stichwunde im Bauch und eine tödlicher Kopfschuss wirken wie eine Hinrichtung. Entsetzt erkennt Takeda, dass der Tote der beliebte Spieler Ryūtarō Matsumoto des HSV ist. Die Spuren der Tat führen ihn und seine Partner zu einer buddhistischen Sekte und zu einem honorigen Hamburger Geschäftsmann und weisen da nicht einige Ungereimtheiten auf die japanische Yakuza hin?
    Weil sich die Ermittlungen in Hamburg immer mehr in einer – auch politisch gewollten – Sackgasse befinden, beschließen Harms und Takeda auf eigene Faust in Japan zu ermitteln. Eine Reise, die beide verändern wird.

    Siebolds Kriminalromane bestechen nicht nur den sehr gut aufgebauten Plot, sondern auch durch den Synergieeffekt der beiden Kulturen bei den Ermittlungen. Sehr kenntnisreich berichtet er über japanische und deutsche Eigenheiten, die manchmal recht konträr zueinander stehen. Die Zusammenarbeit von Ken und Claudia wird dadurch bereichert.

    Zum ersten Mal verlässt der Krimi Hamburg und ein Teil der Handlung ist in Tokyo angesiedelt, ein farbiger und faszinierender Part, der mir sehr gut gefallen hat. Hier ist Takeda nun auf heimischen Boden und Claudia die exotische Außenseiterin. Die Umkehr der Verhältnisse bringt auch einige sehr witzige Szenen in die ansonsten sehr temporeiche und spannende Handlung. So gibt es sogar einige Actionszenen, die ich eher in einem Hollywoodstreifen erwartet hätte.

    Ich mag die farbige Sprache des Autors, der so viel an Wissen und Erklärungen einfließen lässt, ohne dass es aufgesetzt oder als Fremdkörper im Krimi wirkt. Weil die Handlung in diesem Buch auch in die jüngere Vergangenheit zurück reicht, vervollständigt und erklärt ein ausführliches Nachwort den historischen Kontext.

    Siebolds kleine Serie um Inspektor Takeda gehört inzwischen zu meinen Lieblingskrimis, auch wenn ich sagen muss, dass mir dieser Band einen Hauch weniger gefiel, als die Vorgänger.

 

Je kälter die Asche: Ein Cornwall-Krimi (Mags Blake, Band 3)

Rezensionen zu "Je kälter die Asche: Ein Cornwall-Krimi (Mags Blake, Band 3)"

  1. bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 06. Aug 2019 

    Netter Cornwall Krimi

    Mags Blake hält sich mit ihrem kleinen Gartenbaubetrieb mühsam über Wasser. Sie kann zwar über die Auftragslage nicht klagen, aber die Schulden ihres verstorbenen Ehemanns drücken schwer. Dann gibt auch noch ihr alter Transporter auf der Rückfahrt von Oxford endgültig den Geist auf. Sie hatte ihren Freund Sam besucht, aber das Treffen endete mit einem Missverständnis und sie ist ziemlich geknickt.

    Da kommt eine Ausschreibung zu einem Gartenprojekt gerade recht. Ein Preisgeld von 5000 Pfund ist sehr verlockend. Der Gemeinde Drabstock geht es schlecht, die Zinn Mine ist seit Jahren geschlossen, die Fischerei liegt in den letzten Zügen, immer mehr Einwohner verlassen das sterbende Dorf. Nun soll die Umgestaltung der verwilderten Industriebrache wieder Leben in den Ort bringen und Touristen anlocken. Eigentlich ist das Projekt eine Nummer zu groß, aber auch eine interessante Herausforderung. Umso mehr, da Mags von ganz unerwarteter Seite Hilfe bekommt. Der sehr zurückhaltende Mr. Gulliver, ein älterer vermögender Herr, bietet seine Hilfe an. Welche Überraschung, denn er war in den 90iger Jahren der Star der englischen Landschaftsgärtner. Nun langweilt er sich in seinem Ruhestand und will Mags unterstützen.

    Einige der Bewohner Drabstocks sind gegen das Projekt und natürlich ist auch die namhafte Konkurrenz schon vor Ort. Doch dann brennt ein altes Gebäude und in der Ruine wird eine Leiche gefunden. Schon ist Mags wieder in einen Kriminalfall verwickelt.

    Die Cornwall Krimis von Mary Anne Fox sind gemütliche, stimmungsvolle Landhauskrimis. Die Krimihandlung setzt dieses Mal für meinen Geschmack erst recht spät und auch sehr verhalten ein. Es sind mehr die schönen und kenntnisreichen Cornwall Beschreibungen mit denen das Buch punktet, wie es bei einem Cosy Crime auch zu erwarten ist. Sehr sympathisch und liebenswert ist die Figur der Mags Blake, eine junge Frau, die mit beiden Beinen fest auf der Erde steht und jede Herausforderung annimmt, man ist beim Lesen sofort auf ihrer Seite.

    Die Krimis sind nicht sehr umfangreich, etwas über 200 Seiten, die, auch weil die Geschichte spannend aufgebaut ist, schnell gelesen sind. Der Sprachstil der Autorin ist angenehm, die Krimihandlung kommt ohne viel Blutvergießen oder Gewalt aus.

    Das Buch ist genau richtig für einen gemütlichen Nachmittag und vermittelt eine richtig angenehme Cornwall Atmosphäre.

 

Das Schweigen der Angst: Ein Alex-Ripley-Thriller

Buchseite und Rezensionen zu 'Das Schweigen der Angst: Ein Alex-Ripley-Thriller' von M. Sean Coleman
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Dunkle Seelen ...

Jane Hewitt ist geheilt, ihr Krebs im Endstadium verschwunden! Und das nach nur einem Besuch bei Megan, einer Wunderheilerin, die offenbar eine unglaubliche Gabe besitzt. Doch am nächsten Tag stirbt Jane in den Armen ihres Mannes Ian. Ist Megan Schuld? Wohl kaum - das erst 15-jährige Mädchen liegt nämlich seit Jahren im Koma! In seiner Not wendet Ian sich an die einzige Person, die ihm jetzt noch helfen kann: Dr. Alex Ripley, spezialisiert auf die Erklärung übersinnlicher Phänomene. Fasziniert von Megans Fall findet sich Ripley auf Holy Island vor der Küste von Nordwales wieder - und mitten in einer Untersuchung, die sehr viel düsterer und gefährlicher ist als Ripley es sich hätte ausmalen können: Ian ist nämlich nicht die erste Person, die sich über Megan und ihre Unterstützer beschwert. Aber er ist der einzige, der noch am Leben ist ...

Düster und hochspannend - Alex Ripley ermittelt weiter.

eBooks von beTHRILLED - mörderisch gute Unterhaltung!

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:260
Verlag: beTHRILLED
EAN:
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Rezensionen zu "Das Schweigen der Angst: Ein Alex-Ripley-Thriller"

  1. bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 04. Aug 2019 

    Das Wunder

    Es ist tragisch, Ians Frau ist schwer an Krebs erkrankt. Eigentlich hatte sie sich mit ihrem Schicksal abgefunden, dachte Ian. Doch als sie von der Wunderheilerin Megan hört, möchte sie einen letzten Versuch starten. Nach dem Treffen scheint es Jane Hewitt tatsächlich besser zu gehen. Mit Ian verbringt sie einen wunderbaren Tag, doch dann stirbt sie schneller als erwartet. Ian ist untröstlich, er gibt Megan die Schuld am noch früheren Tod seiner Frau. Megan liegt allerdings nach einem Unfall seit Jahren im Koma. Als Ian wegen Belästigung verhaftet wird, bittet er Dr. Alex Ripley um Hilfe.

    Gerade ist Alex geschwächt von einem Einsatz zurückgekommen. Erholung ist es, was sie braucht. Ians Geschichte fasziniert sie doch so sehr, dass sie sich nach Holy Island vor der walisischen Küste aufmacht, um herauszufinden, ob Megan tatsächlich Wunder wirken kann. Dr. Ripley ist Theologin und sie hat sich auf die Erforschung möglicher übersinnlicher Phänomene spezialisiert. Wie sie in ihrem neuesten Buch schreibt, hat sie bisher keinen Beweis für das Wirken von Wundern finden können, allerdings auch keinen Gegenbeweis. Megans Geschichte hätte genau ins Buch gepasst. Kann die junge Frau, die seit Jahren in ihrem Zustand ist, vielleicht doch Wunder wirken?

    Dies ist bereits der zweite Band um Dr. Alex Ripley. Zwar gibt es kleine Andeutungen zu dem anderen Buch, zum Glück werden für die Lektüre keine Vorkenntnisse benötigt, die Ermittlungen sind in sich abgeschlossen und die Rahmenhandlung wird so erklärt, dass man problemlos hineinkommt. Interessant wie die Autorin die Frage nach der Existenz von Wundern herangeht, denn der Leser entscheidet schließlich selbst, wie er die entsprechenden Passagen deutet. Das gibt einen Anstoß einmal genauer über das Thema nachzudenken. Gleichzeitig taucht Alex Ripley ins Gefüge eines kleinen Dorfes ein, dessen Bewohner oberflächlich freundlich sind. Allerdings sind viele auch finanziell abhängig von Megans Unterstützern. Alex merkt schnell, dass diese Freundlichkeit häufig nur vorgeschoben ist und sie sich vorsehen muss. Megans Schicksal bildet das Zentrum der Handlung, trotz ihrer erzwungenen Abwesenheit beherrscht der Gedanke an ihr Schicksal alles. Einige weitere Handlungsstränge wirken daneben ein wenig schnell und oberflächlich abgehandelt. Wem allerdings der fesselnd andere Ansatz gefällt, wird sich daran nicht groß stören und gebannt weiterlesen, um zu erfahren, was Alex Ripley noch herausfinden wird.

 

Brennende Narben: Ein Mara Billinsky Thriller (Ein Fall für Mara Billinsky)

Rezensionen zu "Brennende Narben: Ein Mara Billinsky Thriller (Ein Fall für Mara Billinsky)"

  1. 5
    (5 von 5 *)
     - 11. Aug 2019 

    Mara Billinsky ist zurück - vielschichtig, atemlos, packend

    „Der Wolf treibt sich in Frankfurt herum. Er will Beute machen.“ (Zitat Seite 13)

    Inhalt
    Eine Luxus-Prostituierte mit handverlesenen Kunden wird brutal ermordet, ein LKW mit Frauen aus Osteuropa, bestimmt für das Frankfurter Rotlichtmilieu, wird in die Luft gesprengt. Mara Billinsky, Kommissarin bei der Frankfurter Mordkommission, erhält von einem unbekannten Anrufer Insider-Informationen über Drogengeschäfte von mächtigen albanischen Banden. Der Wolf ist zurück in Frankfurt, doch er hinterlässt keine Spuren.

    Thema und Genre
    Dieser packende, rasante Thriller spielt in Frankfurt und es geht um die großen Geschäfte des weitverzweigten Netzwerkes internationaler Banden, Drogen und Menschenhandel. Es geht auch um die hoffnungslose Ohnmacht von Verbrechensopfern.

    Charaktere
    Die Kommissarin Mara Billinsky ist hartnäckig, stur und sie gibt niemals auf. Parallel zu ihrer Ermittlertätigkeit sucht sie seit zwanzig Jahren verbissen nach dem Mörder ihrer Mutter, doch erst als sie in einer Extremsituation die gewohnten Gedankenschleifen durchbricht, erkennt sie nun die wahren Zusammenhänge.
    Dunkel, tätowiert und dressed in black von der Lederjacke bis zu den DocMartens, wird sie von ihrem Team „die Krähe“ genannt, doch was zu Beginn spöttisch gemeint war, ist inzwischen ihr Markenzeichen geworden, verbunden mit Anerkennung.

    Handlung und Schreibstil
    Die packende Geschichte wechselt zwischen den aktuellen Einsätzen des Ermittlerteams und den Handlungen der Täter. Der Leser kennt von Beginn an beide Seiten, die Zusammenhänge fügen sich jedoch erst im Laufe der Ereignisse wie Puzzleteile zu einem Ganzen. Parallel dazu erfüllen Mara Billinsky’s private Recherchen im Zusammenhang mit dem Tod ihrer Mutter das Setting des klassischen Kriminalromans: wer ist der Täter.
    Lebendige Schilderungen des Frankfurter Bahnhofsviertels und der Villengegend ergänzen die facettenreiche Geschichte, ohne jedoch die Spannung auch nur einen Moment zu unterbrechen.

    Fazit
    Ein vielschichtiger Fall, ein sehr spannender Thriller, realistisch, mit stimmigen Charakteren. Ein Buch, das man nicht beginnen sollte, wenn andere wichtige Tätigkeiten anstehen – denn aus der Hand legt man diesen packenden Pageturner erst nach der letzten Seite.

 

Geblendet: Thriller (Jenny Aaron)

Rezensionen zu "Geblendet: Thriller (Jenny Aaron)"

  1. 4
    (4 von 5 *)
     - 16. Aug 2019 

    Wie könnte ich über sie richten?

    Mit „Geblendet“ beendet Andreas Pflüger seine Trilogie um die erblindete Ermittlerin Jenny Aaron. Dieser 509-seitige Thriller ist im August 2019 bei Suhrkamp erschienen.
    Schon der Beginn des Thrillers ist bedrückend: Ein Vater stiftet seine zwölfjährige Tochter, Malin, zu ihrem ersten Mord an und macht sie dadurch zu einer Killerin.
    Jenny, vor fünf Jahren erblindet, begibt sich in Therapie, um ihr Augenlicht wiederzuerlangen. Doch dann wird sie in einen neuen Fall involviert und steht vor der Entscheidung: für die eigene „Abteilung“ kämpfen oder für das eigene „Seelenheil“? Während der Ermittlungen kommt sie dabei zu ganz neuen Erkenntnissen.
    Dieser Band beendet eine Trilogie und ist dennoch der erste aus dieser Reihe, den ich gelesen habe. Dieses stellte mich zu Beginn vor ziemlich große Herausforderungen, da es eine Zeitlang brauchte, die einzelnen Charaktere zu sortieren. Zwar gibt Pflüger hier Hilfen, aber die Bezüge zu alten Fällen sind doch so groß, dass das Lesen einiges an Konzentration erforderte und am Ende bestimmt noch einige Lücken blieben. Daher würde ich empfehlen, zuerst die vorherigen Bände zu lesen.
    Der Thriller beginnt mit einer beklemmenden Szene in Notre Dame sehr dramatisch und schreit förmlich danach, weitergelesen zu werden. Nach einem Sprung in die Gegenwart und zu Jenny Aaron lässt diese Spannung allerdings erst einmal nach. Auch dauert es etwas, bis man den Bezug zum Beginn herstellen kann, dann allerdings ergibt sich ein roter Faden, der für eine in sich logische Aufklärung sorgt.
    Das Buch bietet tiefe Einblicke in die Innenwelt der Protagonist/innen, vor allem in die Jennys und Malins. Was auf der einen Seite interessant zu lesen ist, sorgt auf der anderen Seite allerdings auch für Langatmigkeit, was wahrscheinlich vor allem dann zum Tragen kommt, wenn man die Vorgängerbände eben nicht kennt. Andererseits wird diese Langatmigkeit immer wieder unterbrochen von spannenden Szenen, die es dann auch wirklich in sich haben. Insbesondere das immer wieder auftretende Spiel mit erzählter Zeit und Erzählzeit fasziniert und sorgt für immense Dramatik. Auch das Finale in Barcelona zehrt ungemein an den Nerven.
    Der Autor hat für seinen Roman sehr gute Recherche betrieben, was man vor allem den Einsichten in die Welt der Blinden als auch denen in die fernöstliche Kampfkunst, gespickt mit Philosophie, entnehmen kann. Leider erscheint mir Jenny Aaron an einigen Stellen etwas zu übermenschlich: Zwar sagt man, bei Blinden seien andere Sinnesorgane besser ausgebildet als bei Sehenden, allerdings scheint dieses bei Jenny übertrieben, betrachtet man ihren Gehör- oder Geruchssinn. Hier wäre weniger mehr gewesen.
    Bei Andreas Pflüger überwiegen sehr kurze, prägnante Sätze, die jedoch deshalb nicht wenig anspruchsvoll sind. Auch immer wiederkehrende Wiederholungen und die Wahl des Präsens als Erzählzeit mögen anfangs gewöhnungsbedürftig erscheinen, haben mir aber sehr gut gefallen.
    Die Aufmachung des Buches ist eine Augenweide: Hardcover mit schwarzem Einband und schwarzem Buchschnitt sowie der Schutzumschlag in einem leuchtenden Gelb mit schwarzer, „verwischter“ Schrift passen vorzüglich zum Inhalt. Als kleine Zugabe steht der Buchtitel auch in Brailleschrift auf dem Umschlag. Mir gefällt dieses außerordentlich gut.
    Anfangs war ich von diesem Thriller vor allem angesichts der Langatmigkeit etwas enttäuscht, je weiter ich beim Lesen voranschritt, desto besser gefiel er mir indes, was vor allem auf die gute Recherche und den Erzählstil zurückzuführen ist. Insgesamt gebe ich dem Buch dreieinhalb von fünf Lesesternen.

 

Hinterhaus: Kriminalroman (Berlin-Krimi, Band 1)

Rezensionen zu "Hinterhaus: Kriminalroman (Berlin-Krimi, Band 1)"

  1. bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 25. Jul 2019 

    Originell, frech, abgründig

    Im zarten Alter von 18 Jahren geht die hübsche Caro wegen ihrer chronischen Rückenschmerzen zum Orthopäden. Sie hat sich mit ihrer hässlichsten Unterwäsche gewappnet, dem fiesen alten Mann mal wieder begegnen zu müssen – stattdessen sieht sie sich Jens gegenüber, seinem attraktiven jungen Nachfolger. Kurze Zeit später sind sie zusammen. Caro schmeißt die Schule und richtet sich bequem in einem Luxusleben als Prämie am Arm von Jens ein.

    Sie hat keinen Schulabschluss. Sie hat keine Bildung. Sie hat keine Ambitionen.

    Sie fällt aus allen Wolken, als sie 16 Jahre später vom Yoga nachhause kommt und feststellen muss, dass Jens die Wohnung in ihrer Abwesenheit komplett ausgeräumt und sich aus dem Staub gemacht hat. Kurze Zeit später ist sie auch noch ihren Minijob los.

    In ihrer Verzweiflung kommt Caro bei einer Nachbarin unter, die sie eigentlich gar nicht kennt: Mandy aus dem Hinterhaus. Wenige Tage später verwüstet jemand Mandys Bad – und Caro findet in den Trümmern den Schädel eines Jugendlichen, der seit 20 Jahren vermisst wird.

    Caro ist eine echte Antiheldin.

    Als Leser kann man manchmal nur den Kopf schütteln. Es ist allzu offensichtlich, dass Caros Gehirn nach vielen Jahren der Stagnation in einem bequemen Leben geradezu eingerostet ist. Wie sie spricht, wie sie handelt, wie sie andere Menschen betrachtet – das ist oft so primitiv, dass man schmerzlich berührt zusammenzucken will.

    Kacke (wird 19 Mal erwähnt) und Kotze (47 Mal!) und Pisse (5 Mal). Für mich hätte man die unappetitlichen Verdauungsvorgänge gerne auch mal verschweigen können.

    Eigentlich ist Caro ganz und gar nicht bewundernswert. Eigentlich wehrt sich sich nach Kräften dagegen, sich zu ändern. Dennoch funktioniert sie als Protagonistin, irgendwie – ich wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht mit ihr.

    Und irgendwann erreicht sie endlich den Punkt, an dem sie anfängt, nachzudenken.

    Dabei behilflich ist ihr Adrian, der während ihrer abrupt beendeten Karriere als Radiostimmchen ihr Recherche-Assistent war – allerdings nur widerwillig und keineswegs ohne Hintergedanken. Er hat Ambitionen, sich mit einem Bericht über diesen rätselhaften Mordfall als Journalist zu etablieren.

    Caro und er können sich gegenseitig nicht ausstehen, aber beide wollen den Mordfall aufklären und raufen sich daher zusammen. Adrian ist ein großartiger Charakter, gerade weil er das genaue Gegenteil von Caro ist: nicht sonderlich gutaussehend, aber intelligent und ehrgeizig.

    Und nein, das läuft erfreulicherweise nicht auf eine Liebesgeschichte zwischen den beiden hinaus.
    Nach und nach begegnet man den anderen Bewohnern des Hauses und stellt fest: wirklich normal ist da keiner, und mehr als einer hat Geheimnisse. Henry zum Beispiel, Caros beste Freundin, die mit einem selbsternannten Guru zusammenlebt und sehr unerfreuliche Dinge verschweigt.

    Es gibt immer mehr Handlungsstränge, von einer geordneten Ermittlung kann keine Rede sein. Manchmal verheddert sich der rote Faden irgendwo. Kein Krimi, wie man ihn gewohnt ist – und ist es überhaupt ein Krimi, oder eher eine Milieustudie? Merkwürdig faszinierend ist es so oder so.

    Es wird immer schräger, und das schreibt die Autorin in einem großartigen, einmaligen Stil. (Obwohl ich, wie gesagt, auf die Fäkalsprache hätte verzichten können.)

    Aufgrund von Caros mangelnder Bildung und ihrer rüden Art ist natürlich auch der Schreibstil nicht hochliterarisch. Aber genauso, wie Caro für mich als Protagonistin funktioniert, funktioniert auch ihre Art und Weise, alles ungefiltert von sich zu geben. Das zieht den Leser mitten hinein in ihre Welt und man merkt: so dumm, wie sie manchmal wirkt, ist sie gar nicht. Sie spricht durchaus mit Witz und Selbstironie, auch wenn sie das oft wieder zunichte macht mit einer sehr unbedachten Aussage.

    Manchmal haben ihre Gedanken lichte Momente, in denen die Sätze eine starke Prägnanz entwickeln:

    “Und während ich noch wach werde, auf der Luftmatratze in Henrys kleiner Küche, während das Morgengrau durch das vergitterte Fenster kriecht und der Kühlschrank brummt, während ich noch versuche, zu verstehen, wo ich bin, was geschehen ist, während ich eigentlich noch ganz leicht schwebe zwischen Schlaf und Erwachen, kommt die Erinnerung. Sie ist eine Keule, die mich niederschlägt. Ein einziger Rumms, und der Schmerz ist da. So groß.”
    (Zitat)

    Sehr interessant fand ich, dass auch ernste Themen angesprochen werden, wie Wochenheime in der DDR oder Alkoholismus und zerüttete Familien.

    FAZIT

    Caro hat sich bequem eingerichtet in ihrem Leben als Freundin eines heißen jungen Orthopäden. Sonst hat sie nichts: keine Ausbildung, nicht mal einen Schulabschluss – und nicht die geringste Absicht, das zu ändern. Dann ist sie jedoch Freund, Wohnung und Luxusleben mit einem Schlag los, kommt bei der geheimnisvollen Mandy im Hinterhaus unter und findet in deren Badezimmer einen mumifizierten Schädel.

    Das ist unglaublich schräg, und Caro ist eine Antiheldin, wie sie mehr Anti kaum sein könnte. Auch die Sprache ist derb und spart nicht mit Fäkalsprache. Aber das Buch entwickelt auf mich trotz allem eine ungeheure Sogwirkung, und über eine Fortsetzung als Reihe würde ich mich sehr freuen.

 

Nullsummenspiel: Roman

Rezensionen zu "Nullsummenspiel: Roman"

  1. bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 20. Jul 2019 

    Rechenkunst

    In Mathe war sie schon immer einfach gut. Diese Fähigkeit kann ich in ihrem Job als Wiederbeschafferin gut gebrauchen. Wenn es einmal brenzlig wird, berechnet sie einfach die Wahrscheinlichkeit oder eine Kurve und ist in aller Regel aus der Klemme befreit. Sie ist Cas Russell, sie findet Freundschaft überbewertet und sie vertraut nur Rio. Als sie gebeten wird die kleine Schwester Courtney Polk wiederzubeschaffen, hält sie das für einen leichten Auftrag. Überrascht muss Cas feststellen, dass dem nicht so ist und auch als sie Courtney in ihrer Obhut hat, geraten die beiden Frauen in eine Gefahrensituation nach der anderen.

    Wenn man selbst der Vektor-Rechnung sofort nach der Schulzeit für immer abgeschworen hat, könnte man Cas gegenüber zunächst einige Vorbehalte haben. Denn zu Beginn metzelt sie mit ihren Berechnungen die Menschen, auch wenn sie nicht so besonders gut sind, schneller hin als man piep oder papp sagen kann. Doch wenn man sieht, mit welcher Sorgfalt und großem Mut sie auch Leben rettet, verzeiht man ihr doch das Meiste. Cas muss erstmal nicht nur auf Courtney aufpassen, sondern nebenbei auch Arthur das Leben retten. Sie ist also ganz schön beschäftigt und das, obwohl Rio gesagt hat, sie soll sich aus der Sache raushalten.

    Man merkt diesem Roman schon an, dass es sich um den Beginn einer Reihe handelt, da doch etliche Andeutungen gemacht werden, die der weiteren Klärung bedürfen. Dennoch ist die Einführung von Cas Russell und ihren Freunden (sie hat ja eigentlich keine) gelungen. Zum Glück muss man kein Mathegenie sein, um der Handlung folgen zu können. Im Gegenteil Cas’ außergewöhnliche Fähigkeiten geben der Geschichte eine besondere Note. Cool wie sie sich aus Gefahren befreit und dabei auch das Wohlergehen ihrer Freund im Blick behält. Da ist es beinahe schon überraschend, dass sie bei dieser Wiederbeschaffung an einen Gegner geraten soll, der ihr überlegen zu sein scheint. Auf jeden Fall versteht Cas es, den Leser zu fesseln und mit ihrer urigen und ungewöhnlichen Art zu erfreuen. Man darf gespannt sein, was die geheimnisumwitterte junge Frau, noch wiederbeschaffen wird.

 

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