Profiling Murder - Fall 2: Kalter Abgrund (Laurie Walsh Thriller Serie)

Buchseite und Rezensionen zu 'Profiling Murder - Fall 2: Kalter Abgrund (Laurie Walsh Thriller Serie)' von Dania Dicken
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Folge 2: Ein Mann ersticht seine Verlobte auf brutalste Art und Weise - und ruft selbst den Notruf. Angeblich hat ein Dämon ihm befohlen, die Tat zu begehen. Doch Jake glaubt ihm sein Geständnis nicht: Der Mann hatte kein Motiv, ist nicht psychisch krank und stand auch nicht unter dem Einfluss irgendwelcher Drogen. Wieder bittet er Laurie um Unterstützung. Doch diesmal wird Laurie tiefer in den Fall gezogen, als ihr lieb ist ...

Laurie Walsh war eine erfolgreiche Polizistin. Bis sie aus Notwehr schießen musste - und ein Mensch starb. Die Bilder verfolgen sie jede Nacht - selbst jetzt, mehr als ein Jahr später. Doch dann meldet sich ihr ehemaliger Partner Jake und bittet sie um Hilfe bei einem Fall. Und Laurie wird klar, wie sehr ihr Herz noch an der Polizeiarbeit hängt. Immer wieder hilft sie Jake fortan bei harten Fällen, die die Ermittler tief erschüttern. Und gerät dabei nicht selten selbst ins Visier der Täter ...

eBooks von beTHRILLED - mörderisch gute Unterhaltung.

Autor:
Format:Kindle Ausgabe
Seiten:117
Verlag: beTHRILLED
EAN:
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Rezensionen zu "Profiling Murder - Fall 2: Kalter Abgrund (Laurie Walsh Thriller Serie)"

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 22. Mai 2019 

    Abgründe sind oft tief und unberechenbar

    "Jeder Mensch ist ein Abgrund. Man schaudert, wenn man hineinsieht." (Georg Büchner)
    Laurie Walsh widmet sich nach dem letzten Fall, bei dem sie Jake behilflich war nun wieder ihrer Arbeit als Sozialarbeiterin. Doch der letzte Fall hat sie noch nicht richtig losgelassen, da kommt Jake aufs Neue und bittet Laurie um Rat. Der 21-jährige Shane McGillis soll seine Verlobte brutal erstochen haben. Er selbst ruft danach den Notruf und gibt die Tat zu, behauptet jedoch einen Dämon gesehen und auf diesen eingestochen zu haben. Erst danach habe er bemerkt, dass er Tabitha seine Verlobte getötet hatte. Für die Polizei ist schnell alles klar, da Shane geständig ist, doch Jake ist sich sicher das etwas nicht stimmen kann. Den Shane stand weder unter Drogen, noch ist er psychisch krank um diese Tat zu rechtfertigen. Nachdem Laurie seine Akte und den Tatort besichtigt hat, ist für sie ebenfalls klar, das Shane seine Verlobte nicht getötet haben kann. Doch wer war dann der Täter? Außerdem merkt Laurie das ihr die Polizeiarbeit doch wieder mehr Spaß macht. Dabei ahnt sie noch nicht, das Jakes neuster Fall für sie noch sehr gefährlich wird. Leider tut sich auch in Sachen Sam, Lauries Schwester nicht viel, doch dann bekommt Laurie einen Anruf vom FBI.

    Meine Meinung:
    Das gleiche Cover wie Band 1, nur ein anderer Titel, sollte zeigen das wir es hier mit einer Reihe zu tun haben. Der zweite Band der Dranbleiber-Reihe überraschte mich hier mit einem außergewöhnlichen Thema, das ich natürlich nicht verraten werde. Jedenfalls ging es um einen brutalen Mord, bei dem der Verlobte allerdings voll und ganz geständig war. Doch Jake schien der einzige zu sein, der Zweifel an der Schuld des jungen Mannes hatte. Einige Indizien sprachen dafür, das er entweder die Tat nicht oder sie gar zu zweit begangen hatte. Wieder bat er Laurie um einen Rat und dadurch merkte sie erneut, wie sehr ihr die Polizeiarbeit gefehlt hatte. Erste Zweifel kamen, ob der Schritt doch nicht richtig war von der Polizei wegzugehen. Doch Laurie hat noch andere Probleme, weiter macht sie sich große Sorgen um ihre Schwester Sam, von der es trotz Liams Engagement noch immer kein Lebenszeichen gab. Auch Liams Eifersucht gegenüber Jake gefällt ihr gar nicht. Als Jake ihr dann überraschende Neuigkeiten mitteilt, weiß Laurie erst nicht was sie tun soll. Zudem wird der neue Fall für Laurie immer gefährlicher, so das Liam und Jake Angst um sie haben. Der Schreibstil war wie schon im Band 1 unterhaltsam, kurz, knapp und knackig und mit einem heftigen, blutigen Ende, das mich sehr überrascht hatte. Man merkt das Dania Dicken schon sehr geübt darin ist was Thriller-Reihen anbelangt, selbst in der Kürze blieb sie ihren gewohnten Überraschungsmomenten treu. Auch thematisch packte sie hier mit dem Plot und dem Täter ein heißes Eisen an, den diese Thematik findet man doch eher selten. Dabei war es dann auch wenig verwunderlich, das mich der Fall an Oskar Pistorius erinnerte, den eine gewisse Ähnlichkeit war durchaus vorhanden. Trotz der Kürze des Vorbands, hatte ich mich schon sehr mit den Charakteren Laurie, Liam und Jake angefreundet. Dadurch fühlte es sich sofort wieder wie angekommen an, als ich das Buch begann. So war es wenig verwunderlich das ich nur so durch die Seiten des Buches flog. Dass wir in Band 3 eine neue Laurie erleben werden da bin, ich bin mir ziemlich sicher. Ein zweiter Fall der erneut an den ersten Band herankam und den ich wieder genossen hatte, bekommt von mir eine Leseempfehlung und 5 von 5 Sterne.

 

Friesenjagd: Ostfriesen-Krimi (Diederike Dirks ermittelt 6)

Buchseite und Rezensionen zu 'Friesenjagd: Ostfriesen-Krimi (Diederike Dirks ermittelt 6)' von Stefan Wollschläger
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Nach den Bestsellern Friesenlohn und Friesennacht der neue Fall für Diederike Dirks!

Hoffnung ist besser als Verzweiflung.


„Sie dürfen die Braut jetzt küssen.“ Thilo Husmann stirbt noch während der Trauungszeremonie in der Waldkapelle von Lütetsburg. Wer hat seine Medikamente ausgetauscht? Mehrere Personen haben einen Grund, den Feuerwehrmann zu hassen, aber reicht das auch als Mordmotiv?
Eva Kremer ist Teil einer Freundesgruppe, die sich immer wieder zu außergewöhnlichen Aktivitäten trifft. Außerdem ist da noch Ben, der ganz fasziniert ist von seiner neuen Mitschülerin Jana, auch wenn sich deren Familie darüber gar nicht freut.
Hauptkommissarin Diederike Dirks arbeitet mit Hochdruck daran, alle losen Enden zusammenzufügen, und muss dabei gleichzeitig ihr Privatleben in den Griff bekommen. Für Oskar Breithammer ist der Fall um den ermordeten Bräutigam der Weg zurück in den Berufsalltag. Aber nicht nur er muss erleben, wie schwierig ein Neuanfang ist.

„Friesenjagd“ ist ein spannungsgeladenes Krimi-Puzzle mit dramatischen Verquickungen.



Leserstimmen

„Spannend und lebendig geschrieben, mit überaus interessanten Charakteren.“

„Verzwickt und mit vielen unerwarteten Wendungen, und mit dem herrlichen Friesland Gefühl.“

„Ich mag den Stil der Erzählungen, wo aus mehreren unabhängigen Storys das Ende der Gesamtgeschichte entsteht.“

Diederike Dirks ermittelt

Alle Bücher der Reihe sind in sich abgeschlossen und verständlich. Nur, wenn man sich für die private Entwicklung der Ermittler interessiert, sollte man mit Band 1 beginnen.
1. Friesenkunst
2. Friesenklinik
3. Friesenauge
4. Friesenlohn
5. Friesennacht
6. Friesenjagd

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:253
EAN:
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Rezensionen zu "Friesenjagd: Ostfriesen-Krimi (Diederike Dirks ermittelt 6)"

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 22. Mai 2019 

    Ein spannend konstruierter Krimi

    Ausgerechnet während der Trauungszeremonie stirbt Thilo Husmann. Doch wer hat seine Medikamente ausgetauscht und ihn somit ermordet? Hauptkommissarin Diederike Dirks stößt bei ihren Ermittlungen auf so manche Verdächtige. Sie arbeitet mit Hochdruck an der Aufklärung des Falles.

    Dies war mein erster Krimi dieses Autors und er hat mir hervorragend gefallen. Obwohl ich die vorherigen Bände und Diederike Dirks nicht kannte, hatte ich keinerlei Probleme, mich in die Geschichte hineinzufinden. Alles was wichtig ist, wurde erwähnt. Ich kann aber sagen, dass ich es sehr schade finde, dass ich die Vorgängerbücher nicht kenne – das möchte ich nun unbedingt nachholen.
    Der Schreibstil war sehr flüssig zu lesen und dabei leicht verständlich. Ich war in der Lage, den Abläufen und Geschehnissen zu folgen und die Personen richtig zuzuordnen.
    Die Charaktere wurden prima gezeichnet, so dass ich ein gutes Bild von ihnen vor Augen hatte. Auch riefen sie bei mir unterschiedliche Gefühle wie Zu- und Abneigung hervor. So manchem Verdächtigen traute ich einen Mord zu.
    Sehr sympathisch fand ich Diederike Dirks, da es auch Einblicke ins Privatleben gab. Das gehört für mich zu einer Reihe um einen Ermittler einfach dazu. Hier fand ich es sehr interessant und auch in passender Menge eingebunden. 
    Die Geschichte wurde aus mehreren Perspektiven bzw. Strängen erzählt, was mir sehr gut gefallen hat. Das erhöhte die Spannung sehr und ich habe gerätselt, wie alles miteinander zusammenhängen könnte. Es gab so manche überraschende Wendungen, die meine Überlegungen hinsichtlich Täter und Motiv wieder infrage stellten. Ich fand es einfach großartig gelungen, wie ich immer wieder auf falsche Fährten gelockt wurde. Denn auf die Lösung wäre ich nicht von alleine gekommen.
    Die Charaktere wurden prima gezeichnet, so dass ich ein gutes Bild von ihnen vor Augen hatte. Auch riefen sie bei mir unterschiedliche Gefühle wie Zu- und Abneigung hervor. So manchem Verdächtigen traute ich einen Mord zu.
    Die Spannung wurde prima aufgebraut und hielt sich bei mir konstant, so dass ich bis zum Ende richtig gefesselt war.

    Ein spannend konstruierter Krimi mit einem überraschenden Ende. Ich habe ihn verschlungen und vergebe daher 5 von 5 Sternen.

 

Nordlicht - Die Tote am Strand: Kriminalroman (Boisen & Nyborg ermitteln, Band 1)

Buchseite und Rezensionen zu 'Nordlicht - Die Tote am Strand: Kriminalroman (Boisen & Nyborg ermitteln, Band 1)' von Anette Hinrichs
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Format:Taschenbuch
Seiten:432
EAN:9783734107221

Diskussionen zu diesem Buch im Bücherforum

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Rezensionen zu "Nordlicht - Die Tote am Strand: Kriminalroman (Boisen & Nyborg ermitteln, Band 1)"

  1. bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 20. Mai 2019 

    Guter Start in eine vielversprechende Reihe...

    Da ich sehr gern nordische Krimis lese, vor allem wenn sie in Dänemark spielen, kam ich nicht umhin zu diesem Kriminalroman zu greifen und ich begann gespannt mit der Lektüre.

    In der Geschichte geht es um das deutsch- dänische Ermittlerduo Boisen und Nyborg, die den Mord an einer jungen Frau aufzuklären haben. Das Kuriose daran: die Frau wird bereits seit 12 Jahren vermisst und galt eigentlich als Mordopfer. Werden die zwei ungleichen Ermittler den Fall lösen können?

    Zunächst einmal muss ich den ungemein flüssigen Schreibstil der Autorin loben, der sich wie nichts weglesen ließ. Das Lesen fühlte sich hier nicht nach Anstrengung, sondern nach Erholung an.

    Das Setting mit der Kürste Dänemarks war für meinen Geschmack perfekt gewählt. Frau Hinrichs beschreibt auch die Lage, sowie Land und Leute sehr gut, so dass man sich alles richtig gut vorstellen kann.

    Der zu ermittelnde Fall war immens spannend mit zahlreichen Wendungen, so wie ich es mag.

    Besonders hervorheben möchte ich jedoch das coole Ermittlerduo, denn das nenne ich mal Protagonisten mit Ecken und Kanten. Mir war sowohl Rasmus als aucn Vibeke direkt sympathisch und man fühlte sich wohl mit den beiden. Jeder von ihnen hat sein Päckchen zu tragen, was sie sehr menschlich und nahbar erscheinen ließ. Die Autorin hat genug Informationen gegeben, dass man die beiden gern hat und natürlich in weiteren Fällen mehr über sie erfahren möchte. Positiv fand ich zudem, dass die Ermittler in erster Linie ihren Job machen und es nur nebensächlich und nicht ausschließlich um Privates ging.

    Die Auflösung des Falls war sehr schlüssig und gut nachvollziehbar. Zwei Auflösungspunkte haben mir nicht ganz so gut gefallen, aber da würde ich spoilern, wenn ich mich dazu ausführlicher äußere. Es gab jedenfalls zwei Dinge, die ich als etwas unrealistisch empfand, wer das Buch liest, wird es erraten können.

    Fazit: Gern spreche ich eine Leseempfehlung für diesen Krimistartband aus, der mich gut unterhalten hat.

 

Wie aus dem Nichts: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Wie aus dem Nichts: Roman' von Sabine Kornbichler
4
4 von 5 (2 Bewertungen)

Dana kann von ihrem Versteck aus hören, wie ihr Freund Alex erschossen wird. Starr vor Angst beobachtet die Inhaberin einer Alibi-Agentur, wie ein Mann mit Fuchsmaske kurz darauf die Wohnung verwüstet und dann einfach wieder verschwindet. Zunächst ist Dana überzeugt, dass Alex sterben musste, weil er als Enthüllungsjournalist zu viele Fragen stellte, doch die polizeilichen Ermittlungen ergeben schnell, dass er nicht der war, der er vorgab zu sein ...

Format:Taschenbuch
Seiten:368
EAN:9783492314220
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Rezensionen zu "Wie aus dem Nichts: Roman"

  1. bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 18. Mai 2019 

    Schöpft sein Potential nicht voll aus

    Ich mag Krimis, bei denen weniger die Brutalität der Tat, sondern vielmehr die Psychologie der Charaktere im Mittelpunkt steht.

    Ich will wissen, wie sie ticken, was sie bewegt, warum sie genau so handeln und nicht anders – und dazu bietet diese Geschichte mehr als genug Anlass, was mich zunächst sehr positiv stimmte. Denn allzu schnell stellt unsere Heldin fest, dass sie sich nicht einmal auf das verlassen kann, was sie felsenfest zu wissen glaubte, und das kommt für sie wortwörtlich wie aus dem Nichts und sorgte bei mir für eine wohlige Grundspannung.

    Dieser Aspekt der Geschichte – die komplette Umkehr dessen, was bis eben noch die unumstößliche Wahrheit war –, ist für mich das stärkste Element des Buches.

    Der Schreibstil liest sich angenehm locker und unterhaltsam, so dass einer vergnüglichen Lektüre nichts im Wege zu stehen schien.

    Auch die Person der Dana Rosin wirkte auf mich erst sehr vielversprechend.

    Sie ist Inhaberin einer Alibi-Agentur und verschafft Menschen aus den unterschiedlichsten Gründen Ausreden. Dabei wertet sie nicht, der untreue Ehemann ist ihr als Kunde genauso willkommen wie jemand, der einfach nur eine persönliche Auszeit braucht. Das wirft natürlich Fragen auf: Ist das ethisch vertretbar, was bewegt sie dazu, sich ausgerechnet so ihren Lebensunterhalt zu verdienen – und steht das im Zusammenhang mit dem Mord? Eine einfallsreiche Grundidee mit Spannungspotential!

    Leider erschien mir die Protagonistin im Laufe des Buches zunehmend farblos, und auch meine Sympathie für sie schwand mehr und mehr, da sie sich in ihrer Charakterisierung erschöpfend im Kreise dreht. Auch die anderen Charaktere vermochten mich immer weniger zu überzeugen, wie zum Beispiel die Kommissare, die ich anfangs sehr interessant fand.

    Ich konnte deren Verhalten ab einem gewissen Punkt nicht mehr nachvollziehen.
    Ich möchte hier noch nicht zu viel verraten, aber sie handeln in ihren Ermittlungen teilweise geradezu nachlässig und ein paar Entwicklungen erschienen mir etwas konstruiert.

    Der Spannungsbogen entwickelt sich recht langsam, so dass mich vor allem die Frage nach der logischen Auflösung bei der Stange hielt, bleibt dafür aber konstant erhalten. Nein, gelangweilt habe ich mich nun nicht, im Großen und Ganzen habe ich “Wie aus dem Nichts” sogar ganz gerne gelesen – aber mir fehlte das Gefühl, jetzt unbedingt direkt und sofort weiterlesen zu müssen. Ich habe für das Buch keinen Schlaf verloren, wie ich das sonst oft mache, wenn ich einen Krimi lese.

    FAZIT

    Dana Rosin hat eine Alibi-Agentur, die Menschen aus den unterschiedlichsten Gründen Ausreden verschafft. Als ihr Freund Alex, ein Enthüllungjournalist, in ihrem Beisein ermordet wird, gerät alles aus den Fugen, woran sie bisher geglaubt hat…

    Für mich war “Wie aus dem Nichts” ein klarer Fall von “Kann man gut lesen, muss man aber nicht unbedingt!” – ein netter Krimi für zwischendurch, trotz verschiedener Schwächen.

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 17. Nov 2016 

    Lügen haben kurze Beine ...

    Für Dana Rosin startet der Tag mit einem mulmigen Gefühl. Ihr neuer Freund Alex Wagatha wird sich in einer Stunde mit seiner Noch-Freundin Biggi treffen, um ihr das Ende der Beziehung mitzuteilen. Als es verfrüht an der Tür klingelt, bittet Alex Dana, sich auf der Empore im Wohnzimmer zu verstecken, um Biggi nicht noch zusätzlich durch ihren bloßen Anblick zu verletzen. Von ihrem Versteck hört Dana erst eine Konversation, dann erneutes Klingeln, nicht zuzuordnende Geräusche und dann ist es unvermittelt still. Als dann ein Mann mit einer Fuchsmaske in das Wohnzimmer tritt, erleidet Dana unsagbare Ängste – ist das ein Einbrecher? Doch glücklicherweise entdeckt der Fuchsmann Dana nicht und sie wagt sich einige Minuten nachdem dieser die Wohnung verlassen hat aus ihrem Versteck. Sie macht eine unglaubliche Entdeckung: Alex und Biggi wurden vom Fuchsmann brutal ermordet, hingerichtet mit Schüssen.

    Mit ausgeprägten Feinsinn hat die Autorin Sabine Kornbichler ein imposantes, psychologisch tiefgreifendes Netz gewebt. Den hohen Spannungsbogen hält sie gekonnt aufrecht und lässt ihren Plot raffinierte und unvorhersehbare Wendungen nehmen. Bis kurz vor Schluss habe ich den Täter nicht erkennen können und so einige der Figuren im Verdacht gehabt. Perfekt kreierte Charaktere, darunter einige Nervensägen, aber viel mehr auch mir bereits liebgewordene Figuren, die ich nun nach Beendigung des Buches erst einmal vermissen werde. Und die ich mir durchaus in einer etwaigen Nachfolgegeschichte würde vorstellen können. Sabine Kornbichler schreibt in einem lesenswerten Stil, ihre Dialoge sind realitätsnah und dadurch ist das Lesen noch einmal interessanter, als es die Geschichte selbst bereits macht. Das Tempo, das die Autorin verwendet ist atemraubend.

    Sehr gerne vergebe ich diesem Buch seine wohlverdienten fünf von fünf möglichen Sterne und empfehle es unbedingt weiter. Für Leser von hochwertigen, psychologisch untermauerten Kriminalromanen ist „Wie aus dem Nichts“ fast schon ein Muss zu lesen. Denn die Autorin hat hier einen Krimi verfasst, der durchaus Thrillerqualitäten in sich birgt und mich als Leserin wahrlich gefesselt hat.

 

Der Schrei des toten Vogels (Ein Livia-Lone-Thriller 1)

Buchseite und Rezensionen zu 'Der Schrei des toten Vogels (Ein Livia-Lone-Thriller 1)' von Barry Eisler
3
3 von 5 (1 Bewertungen)

Die unnahbare Livia Lone ist Detective bei der Polizei von Seattle. Und sie ist gut. Richtig gut. Spezialisiert auf Sexualdelikte, mit einem unbestechlichen Blick für die schrecklichen Begierden der Täter. Was niemand von ihren Kollegen weiß: Als Kind wurde sie mit ihrer kleinen Schwester Nason von den Eltern verkauft und strandete in Amerika, missbraucht von den Menschenhändlern, die sie ins Land schmuggelten. Seit die Schwestern getrennt wurden, ist es Livias Mission, Nason zu finden. Nie, nie, nie vergisst sie dieses eine höchste Ziel, während sie als Polizistin Täter hinter Gitter bringt. Oder direkt unter die Erde …

Als sie endlich eine Spur hat, die sie zu den Männern führen könnte, die Nason und sie in ihrer Gewalt hatten, muss sie feststellen, dass sie es mit einem mächtigen Gegner zu tun hat. Sie hat keine andere Wahl: Wenn sie es mit ihm aufnehmen will, muss sie sich den Schrecken ihrer eigenen Vergangenheit stellen.

Autor:
Format:Kindle Ausgabe
Seiten:420
Verlag: Edition M
EAN:
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Rezensionen zu "Der Schrei des toten Vogels (Ein Livia-Lone-Thriller 1)"

  1. bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 15. Mai 2019 

    Kleiner Vogel

    Die Eltern von Labee und Nason sind arm. Sie leben in den Bergregionen Thailands. Trotz der Armut hält Labee immer zu ihrer kleinen Schwester. Als die beiden Mädchen irgendwann von Fremden abgeholt werden, können sie nicht sofort ahnen, was ihnen blüht. Eine lange Schiffsreise in einem Container führt Labee schließlich nach Amerika. Von einem offensichtlich wohlhabenden Paar wird sie adoptiert und wird nun Livia genannt. Ihre Schwester Nason jedoch bleibt verschwunden. Auch noch während sie heranwächst, muss Livia einiges ertragen. Doch nie verlässt sie der Gedanke an ihre Schwester. Nach dem Schulabschluss beginnt Livia eine Laufbahn bei der Polizei.

    Menschenhandel und Sexualdelikte sind die Verbrechen, die Livia mit allem Einsatz versucht, aufzuklären. Die, welche solche üblen Taten begehen, sind in ihren Augen die übelsten Verbrecher. Kaum noch haben sie eine Daseinsberechtigung. Geprägt von ihrer Herkunft, versucht Livia alles, um die Monster vor Gericht zu bringen und den Opfern zu einem besseren Leben zu verhelfen. Viele der Opfer stehen für Livia anstelle der Schwester, deren Schicksal unbekannt ist. Gerade darin verbirgt sich doch die vage Hoffnung, ihr kleiner Vogel, ihre kleine Schwester könnte noch am Leben sein. Livia wird die Suche nie aufgeben und so muss sie den Kampf gegen die Dämonen der Vergangenheit aufnehmen.

    Einige Schilderungen in diesem ersten Roman um Livia Lone Thriller können für manche Leser schwer zu ertragen sein. Auch muss dahingestellt bleiben, ob man es gutheißen möchte, wie weit Livia geht, um die Monster auszuschalten. Ausgesprochen spannend ist dagegen ihre Suche nach ihrer Schwester und ihr eigenes tragisches Schicksal berührt. Wie verwerflich Menschenhandel in jeder Form und besonders wenn Kinder betroffen sind, wird eindeutig klar. In Rückblenden erfährt man von dem Weg nach Amerika und Livias Jugend bei den Adoptiveltern. Dies und der in der Gegenwart angesiedelte Teil der Handlung bildet einen ergreifenden Spannungsbogen. Livia Lones komplexe Persönlichkeit weckt trotz der Beschädigungen, die sie in früher Jugend erfahren musste, große Sympathie.

    3,5 Sterne

 

Die andere Tote: Vera Stanhope ermittelt

Rezensionen zu "Die andere Tote: Vera Stanhope ermittelt"

  1. bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 14. Mai 2019 

    Die Viererbande

    Die Ferien sind vorbei und damit auch ein etwas langweiliger Sommer. Der neue Chef unterbreitet Vera Stanhope die Aufgabe, in einem Gefängnis einen Vortrag zu halten. Vielleicht sollte sie das auf einen der Mitarbeiter abschieben, aber nein, das macht sie selbst. In der Anstalt trifft Vera einen alten Freund ihres verstorbenen Vaters. Der verurteilte korrupte Ex-Polizist John Brace will mit ihr sprechen. Unter der Bedingung, dass Vera sich um seine Tochter Pattie kümmert, ist er bereit zu erzählen, wo die Leiche des lange verschwundenen Robbie Marshall zu finden ist. Brace, Robbie, Veras Vater Hector und der Professor - das war die Viererbande. Veras Neugier ist geweckt.

    Mit Mitte fünfzig hat Vera Stanhope bei der Polizei eine gesicherte Position. Allerdings kann sie auch jederzeit gehen, sie hat immer gearbeitet und ihr steht ein Pension zu. Doch soweit ist Vera noch nicht. Es gibt Fälle zu lösen und Menschen, die ihr Interesse wecken. Vermeintlich unlösbare Rätsel, Ereignisse, die schon lange her sind, bedeuten für Vera eher eine Aufforderung, den Dingen auf den Grund zu gehen. Und durch ihre mitfühlende Art findet sie schnell Zugang zu Menschen. Dass sie der jungen Pattie hilft, nimmt sie freundlich in Kauf, um zu erfahren, was Brace zu sagen hat.

    Wenn man die TV Serie zumindest in Teilen kennt, wird einem beim Lesen des Buches Vera Stanhope in Form ihrer Darstellerin Brenda Blethyn vor Augen stehen. Zwar mag es manchem lieber sein, eigene Vorstellungen zu entwickeln, doch verkörpert die hervorragende Schauspielerin ihre Figur so gekonnt, dass es kaum etwas zu beanstanden gibt. Vera ist schon ein spezieller Charakter, vielleicht nervt sie manchmal, ist bossy oder sarkastisch, doch immer strahlt sie eine Wärme aus, die einen für sie einnimmt. Mit dem vorliegenden Band macht sie sich bereits an die Lösung ihres siebten auf Deutsch erschienenen Falls. Der beginnt erstmal mit einer Aufforderung, die nicht so viel mit Polizeiarbeit zu tun hat. Doch Vera ist trotz ihrer Art eine, die sich kümmert. Und so ist es kein Wunder, dass sie in eine Ermittlung gerät, mit der sich schließlich ihr ganzes Team beschäftigt. Was ist damals mit Robbie Marshall geschehen? Noch immer ein Dorn in Veras Seite ist ihre Beziehung zu ihrem Vater, dem seine Viererbande wichtiger war als sein einziges Kind. Kein Wunder also bei den zutage tretenden Verbindungen, dass sich Vera die Sache genauestens vor die Brust nimmt. Ein Fall, der sich aus fast nichts zu einem packenden Gespinst aus Vergangenheit und Gegenwart entwickelt.

 

Tod auf St Michael’s Mount: Ein Cornwall-Krimi

Buchseite und Rezensionen zu 'Tod auf St Michael’s Mount: Ein Cornwall-Krimi' von Angela Richford
3
3 von 5 (1 Bewertungen)

Der erste Fall für Detective Chief Inspector Fiona Sutherland in Cornwall!

Detective Chief Inspector Fiona Sutherland ist erst vor kurzem in das malerische Örtchen Camborne an der Küste Cornwalls gezogen um ihre verkorkste Ehe endgültig hinter sich zu lassen. Bald schon merkt sie, hier auf dem Land ticken die Uhren anders. Und daran ändert auch die Leiche nichts, die in der Buch vor der legendären Insel St. Michael’s Mount angeschwemmt wird. Schnell haben Fiona und ihr neues Team die Identität des Toten festgestellt: Lionnel Kellow. Der allseits beliebte Unternehmer galt als vermisst, seit er vor einigen Monaten von einem Kajakausflug in der Bucht nicht zurückkam. Kellow war Diabetiker, doch das Notfallset in seinem Kajak war leer. Fiona ahnt, dass hier jemand nachgeholfen hat. Doch wer hatte ein Motiv?

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:0
Verlag: Midnight
EAN:
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Rezensionen zu "Tod auf St Michael’s Mount: Ein Cornwall-Krimi"

  1. bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 13. Mai 2019 

    Sterben in Cornwall

    Nach einer Trennung sucht DCI Fiona Sutherland zusammen mit ihrem 11jährigen Sohn einen Neuanfang, möglichst weit weg von ihrem Ex-Mann. Als eine Stellenausschreibung nach Cornwall lockt, greift sie zu und wird Leiterin der Dienststelle in Camborne. Ein hübsches Steincottage scheint auf sie gewartet zu haben und eine nette Nachbarin mit Sohn im gleichen Alter von Tim machen den Neuanfang zumindest im privaten Teil angenehm.
    Auf der Dienststelle muss sich Fiona durchbeißen, in Cornwall scheinen die Uhren etwas langsamer zugehen und mit Frauen in leitender Stellung tun sich ihre Mitarbeiter noch schwer.
    Nun kann sie sich beweisen: Die Leiche eines seit Monaten vermissten Kajakfahrers wird in der St. Michaels Bay angespült und bald stellt sich heraus, es war kein Unfall – der Unternehmer wurde ermordet.

    Mir hat der Debüt - Krimi von Angela Richmond gefallen. Sie weiß, wovon sie schreibt. Sie arbeitet hauptberuflich als Ärztin und lebt seit einigen Jahren in ihren Wahlheimat Cornwall. Dieses Wissen fließt in die Beschreibung des Falles ein und den stimmungsvollen Landschaftsbeschreibungen merkt man an, dass die Autorin alle Plätze kennt und liebt. Das versetzte mich bildhaft nach Cornwall.
    Ich fand den Plot auch gut aufgebaut, wie gesagt, da floss viel von Richmond ärztlichem Wissen mit ein und obwohl sich bei mir schon sehr früh ein handfester Verdacht ergab – er hat sich dann auch bestätigt – bleibt die Spannung weiterhin erhalten. Die Mischung aus Beruflichem und Privatem war eine ausgewogene und sympathische Mischung.

    Das Ende des Krimis erinnerte mich an die Klassiker von A. Christie. Wie weiland Poirot versammelt DCI Sutherland alle Beteiligten zu einer Art Showdown. Dort konfrontiert sie alle mit den Ermittlungen und Fakten - denn viele Verdächtige hatten ein Motiv - um dann den wahren Täter zu entlarven.

    Ich frage mich allerdings, warum so viele englische Phrasen wie z. B. The rest is history , A nice cup of tea, it’s a nightmare usw mitaufgenommen wurden, die dann in Fußnoten übersetzt werden. Sollte damit eine englische Atmosphäre erzeugt werden, ist das zumindest für meinen Geschmack misslungen. Manches war auch komplett unnötig, für „Truck Driver“ gibt es eine passende deutsche Entsprechung, beziehungsweise ist der Ausdruck auch allgemein verständlich.

    Aber abgesehen von diesem Einwand, der meine Bewertung auch beeinflusst hat, ist dieser Roman eine stimmungsvolle und spannende Unterhaltung und macht mich neugierig, wie die Autorin neue Fälle für Fiona Sutherland entwickeln wird.

 

Der stille Koog: Küsten Krimi

Buchseite und Rezensionen zu 'Der stille Koog: Küsten Krimi' von Ilka Dick
5
5 von 5 (2 Bewertungen)

Autor:
Format:Taschenbuch
Seiten:256
Verlag: Emons Verlag
EAN:9783740805036
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Rezensionen zu "Der stille Koog: Küsten Krimi"

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 13. Mai 2019 

    Ein hervorragender Krimi mit einer faszinierenden Ermittlerin

    Die Kriminalhauptkommissarin Marlene Louven hat nach einer Erkrankung ihr Gehör verloren. Aufgrund von Implantaten ist sie zwar wieder in der Lage, etwas zu hören, doch alles klingt anders und teilweise verzerrt. Um sich an diese neue Situation zu gewöhnen, reist sie zu ihrer Schwester, die in einem abgeschiedenen Koog bei Büsum lebt. Doch dann wird der Bürgermeister ermordet und Marlene steckt unversehens in den Ermittlungen drin.

    Dieser Krimi hat mir hervorragend gefallen. Dank des flüssigen Schreibstils, der spannend und bildhaft war, kam ich sofort in die Geschichte rein. Die Beschreibungen von Land und Leuten waren passend, bildhaft und detailliert, so dass ich ein prima Bild vor Augen hatte.
    Mit Marlene hat die Autorin eine äußerst sympathische Protagonistin geschaffen, die mir sofort ans Herz gewachsen war. Die Einschränkungen ihres Gehörs wurden sehr gut beschrieben und ich habe mich direkt gefragt, wie ich wohl mit einer solchen Situation umgehen würde. Aber nicht nur die Persönlichkeit von Marlene hat mich begeistert, sondern auch ihre eigenen Ermittlungen haben mir sehr gut gefallen. Ich habe sie unheimlich gerne dabei begleitet, habe mitgefiebert und war neugierig und gespannt, was sie alles herausfinden wird.
    Der Plot gefiel mir richtig gut. Es gab so manchen Verdächtigen und über mögliche Motive konnte ich hervorragend spekulieren und rätseln. Die Spannung wurde bestens aufgebaut und steigerte sich dann im Verlauf immer mehr. Auch überraschende Wendungen waren vorhanden, natürlich auch dem Ende entgegen. Das Ende hat mir dann sehr gut gefallen, denn alles wurde schlüssig und verständlich aufgeklärt.

    Ein hervorragender Krimi mit einer faszinierenden Protagonistin, von der ich sehr gerne mehr lesen möchte. Ich vergebe 5 von 5 Sternen.

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 08. Mai 2019 

    Ein toller Krimi

    „Der stille Koog“ heißt dieser Kriminalroman und der Titel ist bedeutsam. Nicht nur weil es in diesem abgeschiedenen Dorf nahe Büsum sehr still und ruhig zugeht, sondern weil es Stille ist, mit der Marlene Louven nun leben muss. Nach einer schweren, lebensbedrohlichen Erkrankung hat sie ihr Gehör vollständig verloren. Zwar hat sie Implantate bekommen, aber die Welt ist anders geworden. Vertraute Stimmen klingen elektronisch verzerrt, wenn mehrere Menschen sprechen, verliert sie den Anschluss, Musik erkennt sie kaum wieder, aber sie weiß, dass sie ihr Schneckenhaus verlassen muss und daran arbeiten muss. Erste Schritte will sie eben in jenem Dorf mache, wo ihre Schwester Johanne mit Familie lebt.

    Doch dann wird der angesehene Bauer Brodersen in seinem Haus ermordet. Er hat mit Windkraftanlagen ein Vermögen gemacht, auch als Bürgermeister des kleinen Ortes fungiert und auch polarisiert. Marlene und Johanne sind zufällig am Ort, als eine Nachbarin den Toten findet. Wie automatisch schaltet sie in den Berufsmodus, obwohl sie krankgeschrieben und auch nicht im heimischen Revier ist.

    Dass sie den ermittelnden Beamten kennt und sie sich gegenseitig schätzen, erleichtert es Marlene eigene Nachforschungen und Ermittlungen zu betreiben. Das ist ihr sehr wichtig, denn es scheint, dass ihr Schwager Bahne etwas verheimlicht, denn er wohl einer der Letzten, die Brodersen lebend gesehen haben.

    Dieser Kriminalroman war etwas ganz Besonderes für mich. Nicht nur die Atmosphäre des Küstenorts und der Menschen, die dort leben, hat mir gefallen, auch die Hauptprotagonistin Marlene ist ein Charakter ganz nach meinen Geschmack. Sie steht im Leben, trotzt den Schwierigkeiten, die auf sie einstürmen und lässt trotzdem auch Schwäche und Zweifel zu. Ihre Ermittlungen bringen einiges zu Tage, was auf den ersten Blick am harmonische Dorfleben zweifeln lässt und die vielen verschiedenen Ansätze haben mich zum miträtseln verleitet. Aber das Geheimnis um den Mord lässt sich nicht so leicht entschlüsseln. Die Autorin hat einige raffinierte Wendungen eingebaut und dadurch durchgängige Spannung erzeugt.

    Was mir aber ganz besonders gut gefallen hat, ist wie die Einschränkung von Marlene Eingang in die Geschichte integriert wurde. Sie ist ein wesentlicher Teil der Handlung, denn sie beherrscht die Handlungen und Überlegungen der Kommissarin. Sie muss nun auf Details in Gestik und Mimik achten, wo sie früher allein auf ihr Gehör vertraute. Sie wurde durch die Umstände gezwungen ihre selbst gewählte Isolation schneller und radikaler zu verlassen, als sie vorhatte und dass sie dazu bereit ist, gibt ihr Kraft. Diesen Prozess zu beobachten, darüber zu lesen und auch mich in diese Situation einzufühlen, hat mich an diesem Krimi – neben dem sehr spannenden Plot – besonders überzeugt

 

Johannisglut

Buchseite und Rezensionen zu 'Johannisglut' von Karin Joachim
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Tatortfotografin Jana Vogt wandert mit einer Freundin von Aremberg nach Schuld an der Ahr. Die beiden begleiten Mitglieder einer universitären Theatergruppe, die sich seit vielen Jahren nicht mehr gesehen haben. Jana erkennt schnell, dass Misstrauen und ein dunkles Geheimnis die Gruppe umgeben. Sie erfährt, dass vor 30 Jahren eine der Schauspielerinnen spurlos verschwand. Als am nächsten Morgen eine Mitwanderin tot aufgefunden wird, ist sie sich sicher, dass der Mörder unter ihnen ist.

Format:Taschenbuch
Seiten:288
EAN:9783839223895
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Rezensionen zu "Johannisglut"

  1. bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 06. Mai 2019 

    Auf dem Ahrsteig

    Jana Vogt arbeitet als Tatortfotografin bei der Polizei. Im Augenblick kümmert sie sich um abgelegte Altfälle und recherchiert ob mit der heutigen Technik noch einmal eine Neuaufnahme lohnt. Für das Wochenende hat ihre Freundin Meike sie zu einer Wanderung am Ahrsteig eingeladen. Eine Gruppe ehemaliger Kommilitonen hat sich nach dreißig Jahren wieder getroffen und möchte die damalige Wanderung wiederholen und dazu nicht nur Meike als Wanderführerin engagiert, sondern auch noch eine Fotografin zur Dokumentation der Tour.

    Jana ist neugierig, sowohl das Ziel der Wanderung, wie auch den Namen des Organisators Rainer Grossmann war in einem ihrer Altfälle erwähnt. Damals verschwand eine junge Frau spurlos. Ermittlungen waren wohl nur recht halbherzig geführt worden, denn Zeugen erklärten, dass die Vermisste Pläne hatte, nach Frankreich oder Spanien zu ziehen.

    Schon sehr bald fällt Jana eine seltsame Stimmung unter den Wanderern auf und kurz danach ist eine Teilnehmerin tot. Jetzt kommt Janas Freund Hauptkommissar Clemens Wieland ins Spiel.
    Anfangs war ich ein wenig verwundert, dass eine Polizeibeamtin nebenberuflich Fotografenjobs annimmt, aber das ist natürlich eine ideale Ausgangslage für diesen spannenden Krimi. Sie war und ist hautnah dabei und kann ihre Beobachtungen einbringen. Die unterschiedlichen Teilnehmer der Wanderung scheinen alle etwas zu verbergen und es ist sehr spannend, wie ich als Leserin mit Jana gleich in die Rolle der Ermittlerin schlüpfen konnte. Obwohl ich meine Schlussfolgerungen immer wieder berichtigen musste. Das machte das Lesen für mich besonders reizvoll. Viele, ganz unterschiedliche Charaktere, die gut beschrieben sind, lernt man gemeinsam mit Jana zu Beginn der Wanderung kennen, mal mehr oder weniger intensiv.

    Polizeiarbeit kann sehr kleinteilig sein, aber im Zusammenspiel von Jana und Clemens entwickelte diese Routine sehr reizvolle Aspekte und war absolut logisch und folgerichtig. Die Schilderungen haben mir gut gefallen und nicht nur, weil sie durch Janas Terrier Usti aufgelockert werden.

    Die Ahr und der Wandersteig ist eine wunderschöne Landschaft und sie kam hier auch ausgezeichnet zur Geltung. Die Beschreibung des Wegs und der Ortschaften habe ich sehr genossen. Da kam sofort richtiges Eifel-Feeling auf.

    Dass es schon der dritte Band mit Jana als Ermittlerin ist, habe ich nur durch kurze Erwähnungen auf frühere Begebenheiten erkannt. Als neue Leserin der Reihe ist mir der Einstieg überhaupt nicht schwergefallen.

 

Finsteres Kliff: Sylt-Krimi (Liv Lammers)

 

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