Reise mit zwei Unbekannten: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Reise mit zwei Unbekannten: Roman' von Zoe Brisby
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Reise mit zwei Unbekannten: Roman"

Die 90-jährige energische Maxine ist aus dem Seniorenheim ausgebüxt, um ihr Ableben selbstbestimmt zu regeln. Der schüchterne Student Alex hat Liebeskummer und braucht frischen Wind. Das Schicksal führt sie über ein Mitfahrportal zusammen. In einem uralten Twingo brechen sie zu einer Fahrt durch Frankreich nach Brüssel auf. Als Maxine von der Polizei gesucht wird, beginnt ein atemloses Abenteuer - mit Blick auf die grandiose Vielfalt des Lebens.

Autor:
Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:416
EAN:9783847900566

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Rezensionen zu "Reise mit zwei Unbekannten: Roman"

  1. Charmanter Roadtrip

    4
    (4 von 5 *)
     - 05. Apr 2021 

    „Sie hinterließ ihm die Erinnerungen an diese zwei Tage. Das war nicht viel, aber er konnte sich ihrer bedienen, wie man sich eines Schmuckkästchens bedient.“ (Zitat Seite 360)

    Inhalt
    Alex ist fünfundzwanzig Jahre alt, unsicher, schüchtern und unglücklich verliebt. Er muss raus aus dem Alltag und beschließt, durch Frankreich nach Brüssel zu fahren. Aus finanziellen Gründen sucht er über eine Mitfahrzentrale eine weitere Person. Als er in seinem alten Renault Twingo Max „Hobbies: Technik, Whisky, Tour de France“ abholt, rechnet er mit einem jungen Mann. Doch es erwartet ihn Maxine, violette Haare, exzentrisch und über neunzig Jahre alt. Sie hat erste Anzeichen für Alzheimer an sich entdeckt und und will in Brüssel ihr Leben selbstbestimmt geordnet beenden. Doch zuvor will sie diese Reise richtig genießen, Spaß haben und plötzlich können beide wieder lachen.

    Thema und Genre
    Dieser Roman ist ein charmantes Roadmovie. Es geht um Verständnis zwischen den Generationen, Lebenserfahrung, Mut und vor allem um die Freude am Leben mit allen Höhen und Tiefen.

    Charaktere
    Das denkt Maxine über Alex: „Was diesem jungen Mann fehlte, war Vertrauen. Zunächst einmal Selbstvertrauen, aber darüber hinaus auch Vertrauen zu anderen, Vertrauen in das Leben, Vertrauen in die Zukunft.“ (Zitat Seite 38)
    Das denkt Alex über Maxine: „Einerseits sah sie aus wie eine freundliche und harmlose alte Dame, andererseits bekam sie offenbar alles was sie wollte, und brachte ihr Gegenüber mühelos dazu, das Gegenteil von dem zu tun, was er eigentlich vorgehabt hätte.“ (Zitat Seite 39)

    Handlung und Schreibstil
    Die Handlung umfasst nur wenige Tage. Sie beginnt mit den beiden Einträgen in das Formular der Mitfahrzentrale und schildert chronologisch den Verlauf der Reise von Alex und Maxine. Details aus dem Leben der beiden erfahren wir durch die Episoden, die sie einander erzählen. In den einzelnen Kapiteln steht jeweils Alex oder Maxine im Mittelpunkt der personalen Erzählform, was Abwechslung und Vielfalt in den Text bringt. Es sind witzige und skurrile Situationen, die sie auf dieser Reise erleben, manche abenteuerlich und oft überraschend. Spannung erhält die Geschichte durch die Frage, ob und wie diese gemeinsame Reise die beiden Hauptfiguren verändern wird. Für mich wäre die Handlung damit perfekt gewesen, doch die Autorin bringt ein weiteres Detail als Spannungsmoment in die Handlung, die dadurch etwas ins Unglaubhafte, Konstruierte abgleitet.

    Fazit
    Liebenswerte Charaktere, Humor und Lebensfreude ergeben einen unterhaltsamen Roadmovie-Roman.

 

Echo Mountain: Ellie geht ihren eigenen Weg

Buchseite und Rezensionen zu 'Echo Mountain: Ellie geht ihren eigenen Weg' von Lauren Wolk
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Echo Mountain: Ellie geht ihren eigenen Weg"

Autor:
Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:384
EAN:9783446269590

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Rezensionen zu "Echo Mountain: Ellie geht ihren eigenen Weg"

  1. Ellies Mountain

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 30. Mär 2021 

    Ellie lebt mit ihrer Familie in einer Blockhütte am Berg. Durch die Wirtschaftskrise verloren ihre Eltern ihre Arbeit und mussten aus der Stadtwohnung in den Wald ziehen. Für Ellie ist das kein Problem, im Wald fühlt sie sich pudelwohl, ganz im Gegensatz zu ihrer Schwester Esther.
    Aber beim Fällen eines Baumes geschieht ein Unfall und seitdem liegt ihr Vater im Koma. Ellie versucht alles, um ihn wieder aufzuwecken, zum Missfallen ihrer Mutter, der Ellies Methoden ganz und gar nicht gefallen.
    Außerdem gibt es auch noch den Unbekannten im Wald, der ab und zu kleine Schnitzfiguren für Ellie hinterläßt, sowie die alte Frau oben am Berg, die alle nur Hexe nennen, und die ebenfalls wegen eines Unfalls Ellies Hilfe bedarf. Es gibt viel zu tun für die kleine Ellie und etliches muss sie ohne die Erlaubnis ihrer Mutter vollbringen.

    Für einen Naturliebhaber ist dieses Buch ganz wunderbar zu lesen. Anfangs erwartet man, dass im Verlauf des Buches noch irgendwelche Fantasy-Elemente auftauchen, aber das Buch kommt ganz ohne Magie aus - abgesehen, von der Magie die ihm selbst innewohnt.

 

Sie müssen da nicht allein durch!: Aus der Praxis eines Psychotherapeuten oder warum unkonventionelle Methoden oft die wirksamsten sind

Buchseite und Rezensionen zu 'Sie müssen da nicht allein durch!: Aus der Praxis eines Psychotherapeuten oder warum unkonventionelle Methoden oft die wirksamsten sind' von Prof. Martin Rauh-Köpsel
3
3 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Sie müssen da nicht allein durch!: Aus der Praxis eines Psychotherapeuten oder warum unkonventionelle Methoden oft die wirksamsten sind"

Format:Broschiert
Seiten:320
Verlag: Eden Books
EAN:9783959103077

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Rezensionen zu "Sie müssen da nicht allein durch!: Aus der Praxis eines Psychotherapeuten oder warum unkonventionelle Methoden oft die wirksamsten sind"

  1. Geschichten eines Psychotherapeuten aus 25 Jahren Praxis...

    bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 25. Mär 2021 

    Wir alle fühlen uns manchmal hilflos, traurig und antriebslos. Wir können nicht schlafen, haben Ängste oder sogar Panik. Suchen wir dann Hilfe in einer Therapie, wissen wir selten, was auf uns zukommt. Martin Rauh-Köpsel ist Psychotherapeut – aber kein gewöhnlicher. Er gewährt uns Einblick in seine Praxis, wo er seit vielen Jahren mit ganz unterschiedlichen Methoden an den Problemen seiner Patient*innen arbeitet und sich dabei nicht scheut, über die Grenzen der etablierten Therapieformen hinauszugehen. So klettert er mit einer verzweifelten Frau über sämtliche Möbel seiner Praxis, um ihr verlorenes Lachen wiederzufinden – mit Erfolg. Er lädt die besten Freunde eines Patienten ein, um mit ihnen gemeinsam eine dramatische Erinnerung zu reinszenieren, die ihn über Jahrzehnte emotional blockiert hatte. Martin Rauh-Köpsel ist ein Experte für Psychodrama und andere kreative Lösungen, die er gemeinsam mit seinen Klient*innen findet.

    Unter 13 Oberbegriffen sortiert präsentiert der erfahrene Psychotherapeut Martin Rauh-Köpsel mit seiner Co-Autorin Manuela Runge jeweils vier Fallbeispiele, die die Problematik eines bestimmten Themas herausarbeiten. Diese gewählte Struktur empfand ich als hilfreich. So lassen sich verschiedenste Therapieberichte unter einen Hut bringen und man bekommt eine grobe Idee davon, welche Facetten von psychisch-seelischen Problemen es gibt.

    Grob ist aber auch das Stichwort, was die Darstellung der Fälle anbelangt. Hier hätte ich mir doch so manches Mal etwas Ausführlicheres gewünscht, da es hier teilweise schon arg zusammengefasste Berichte bzw. aus dem Kontext gegriffene Aspekte gibt - mir war das an vielen Stellen zu sehr aus dem Zusammenhang gerissen.

    Aber insgesamt bekommt man hier durchaus einen Einblick in eine ganze Bandbreite von Störungen und Problemen sowie in mögliche psychotherapeutische Herangehensweisen. Es sind wirklich vielseitige Geschichten, die hier präsentiert werden, und deutlich wird, dass vieles in der Kindheit seine Ursache hat, dass es keine Patentrezepte gibt, dass Kreativität und Offenheit gefragt sind in der Therapie. Die gelegentlich eingestreuten Misserfolge, Abbrüche, Antipathien verleihen dem ganzen zusätzlich Authentizität und Glaubwürdigkeit - denn dass stets alles easy peasy verläuft, ist nicht zu vermuten.

    Deutlich wird bei der Lektüre auch, dass es nicht unbedingt belastende Biografien benötigt, um psychisch aus dem Tritt zu geraten - jede_r kann unverhofft in solch eine Situation kommen (als Zugführer jemanden überfahren, Liebeskummer) und muss dann zusehen, wie sie_er damit klarkommt. Manches war mir durchaus schon bekannt, anderes konnte mich überraschen. Einige Geschichten konnten berühren, andere wirkten ehrlich gesagt auf mich eher wie Seitenfüller, da gab es für mich nichts Besonderes zu entdecken.

    Bei manchen Fallbeispielen allerdings kam ich meinem eigenen Groll wieder nahe. Damit meine ich weniger das Scheitern aufgrund einer fehlenden Bereitschaft zur Mitarbeit auf Seiten der Klienten_innen, sondern das Scheitern aufgrund von Beschränkungen durch irgendwelche unnachgiebigen Systeme, wodurch dem Therapeuten, der sicher genau wüsste, was dem Betreffenden eigentlich gut täte, die Hände gebunden sind. Da muss man sich wohl auch als Therapeut_in oder als Außenstehende_r in der 'Radikalen Akzeptanz' üben. Nicht immer leicht...

    Alles in allem eine bunte Palette von Geschichten aus dem Berufsalltag eines erfahrenen Psychotherapeuten. Die Ansätze sind teiweise interessant, manchmal außergewöhnlich, z.T. aber aus meiner Sicht durchaus auch fragwürdig. Mein größter Kritikpunkt ist allerdings die radikal verkürzte Darstellung der Fälle, die vieles aus dem Zusammenhang reißt und dadurch u.U. ein falsches Bild vermittelt.

    Lesenswert für alle, die das Thema interessiert, auch wenn ich persönlich denke, dass weniger, dafür aber ausführlichere Falldarstellungen hier besser weil aussagekräftiger gewesen wären.

    © Parden

 

Fische

Buchseite und Rezensionen zu 'Fische' von  Broder
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Fische"

Autor:
Format:Taschenbuch
Seiten:352
EAN:9783548060408

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Rezensionen zu "Fische"

  1. Wahn

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 31. Jan 2021 

    Ein ungewöhnliches Buch! Es bietet richtig intensive Blicke auf eine obsessiv Liebende, auf einen Zwang, auf einen Wahn, auf eine Depression, mit Elementen des magischen Realismus hervorragend untermalt und gleichermaßen bedeutsam untermauert, gleichzeitig übertragen damit auch die Macht dieser Erkrankung zeigend. Intensiv, düster und auch etwas überzogen ist dieses Buch von Melissa Broder. Aber es ist nie langweilig. Mit Lucy hat Melissa Broder eine Heldin/eine Erzählstimme erschaffen, die gleichzeitig eine Antiheldin ist. Eine Erzählstimme, die fordert, die abstößt, die keinesfalls sympathisch ist, die Fragen aufwirft. Was sieht man so im Leben? Und welche Ursachen könnten manchen Verhaltensweisen unserer Mitmenschen zugrunde liegen? Gedanken, die man sich machen sollte, die sich aber die meisten Menschen nicht machen, nicht machen wollen. Schubladendenken ist halt auch einfacher und weniger schmerzhaft und/oder anstrengend.

    Ich hatte das Wort Depression verwendet, nun sollte aber nicht jeder an der Depression interessierte oder jeder Depressive zu diesem Buch greifen und denken, vielleicht hilft die Lektüre. Denn das wird sie mitnichten. Denn hier geht es um eine Depression mit wahnhaften Gedankengängen und das ist schon etwas vollkommen anderes. Genauso zeigt dieses Buch aber auch auf, wie wichtig eine Behandlung von depressiven Erkrankungen wäre, denn ein längeres Nichtbehandeln kann auch die schwereren Verläufe begünstigen. Deswegen, geht zum Arzt Leute und schämt euch nicht! Eine Depression ist eine Erkrankung wie jede andere auch und muss behandelt werden!!!

    Eine Empfehlung für dieses Buch kann ich dennoch nicht aussprechen, dazu ist es wirklich zu speziell. Nur wer sich für die Thematik interessiert, sollte hier zugreifen. Ohne Hintergrundwissen artet dieses Buch zu einem rein Phantastischem aus, wie man an vielen Rezensionen und Bewertungen sehen kann. Aber ich muss auch sagen. "Fische" war ein richtig intensives Buch, dass richtig nahe an einer 5 Punkte Bewertung von mir stand!!!

 

Die Jahre ohne uns: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Die Jahre ohne uns: Roman' von Barney Norris
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Die Jahre ohne uns: Roman"

Durch Zufall treffen sie sich, in einer Hotelbar in einer kleinen englischen Stadt: ein Mann und eine Frau in ihren Sechzigern, zwei Fremde, die einander ihre Geschichten erzählen. Sie ist einsam, ihr Leben ist voller unerfüllter Träume, ihre Tage verlaufen stets gleich, einzig bei der Arbeit im Garten findet sie zu sich. Er ist ehemaliger Schauspieler, und seine Geschichte ist die einer endlosen Suche nach jemandem, den er verloren hat. Seit Jahrzehnten führt er ein haltloses Leben im Dazwischen: Wann immer er eine Tür öffnet, droht er, in eine neue Existenz hineinkatapultiert zu werden. Hunderte Leben hat er berührt, niemand ist ihm geblieben. Doch diese Begegnung wird sie beide verändern – und einen Neuanfang bedeuten. ›Die Jahre ohne uns‹ wirft Fragen auf, die uns alle beschäftigen: Warum verletzen wir die Menschen, die wir lieben? Wie machen wir unseren Frieden mit den Entscheidungen, die wir bereuen? Und was passiert, wenn wir die Geister der Vergangenheit wieder in unser Leben lassen? Barney Norris ist ein fesselnder Roman über Liebe, Verlust und die einzigartige Kraft des Geschichtenerzählens gelungen.

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:272
EAN:9783832181130

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Rezensionen zu "Die Jahre ohne uns: Roman"

  1. Wenn Liebe manchmal nicht reicht

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 16. Feb 2021 

    Sie ist Ende 60, einsam und genießt die Gartenarbeit. Er ist in seinen Siebzigern und ein ehemaliger Schauspieler. In einer englischen Hotelbar treffen die beiden zufällig aufeinander. Der Mann erzählt ihr dort die Geschichte einer langen Suche.

    „Die Jahre ohne uns“ ist ein Roman von Barney Norris.

    Meine Meinung:
    Der Roman besteht aus drei Teilen, denen jeweils ein Zitat aus der Literatur vorangestellt ist. Der erste und der dritte Teil werden aus der Sicht der Frau, der zweite aus der Sicht des Mannes erzählt - immer in der Ich-Perspektive. Dieser Aufbau funktioniert gut.

    Der unaufgeregte Schreibstil ist teilweise etwas verschachtelt und erfordert viel Aufmerksamkeit beim Lesen. Er ist aber auch bildstark und atmosphärisch. Darüber hinaus zeugt er von Sprachgewandtheit und einem besonderen Ausdrucksvermögen. Einige Abschnitte sind wie Einträge einer Enzyklopädie formuliert, was ich für eine schöne Idee halte.

    Die beiden Protagonisten sind durchaus interessante und authentisch dargestellte Charaktere. Ein wenig gestört hat mich, dass sie namenlos bleiben. Weitere Figuren treten nur indirekt in Erscheinung.

    Die Geschichte kommt im ersten Teil nur langsam in Gang und ist recht handlungsarm. Der zweite Teil gefällt mir schon besser. Die Wendung zum Schluss war für mich leider bereits ab der Mitte recht vorhersehbar. Insgesamt ist der Roman aufgrund von einigen Ausschweifungen zudem stellenweise etwas langatmig.

    Inhaltlich ist die Geschichte anders als von mir gemäß des etwas irreführenden deutschen Klappentextes erwartet. Allerdings ist sie stark philosophisch angehaucht und regt immer wieder zum Nachdenken an - auch über das eigene Leben. Darin liegt eine Stärke des Romans. Es geht unter anderem um wichtige Entscheidungen, verpasste Chancen und Reue. Außerdem konnte mich die Geschichte immer wieder berühren.

    Das Cover ist erfrischend anders und passt gut zum Inhalt. Der deutsche Titel weicht vom englischsprachigen Original („The Vanishing Hours“) ab und verrät leider recht viel.

    Mein Fazit:
    Auch wenn „Die Jahre ohne uns“ von Barney Norris in meinen Augen mehrere Schwächen aufweist und meine Erwartungen nicht ganz erfüllt hat, ist der Roman durchaus eine besondere Lektüre.

 

Die Mitternachtsbibliothek: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Die Mitternachtsbibliothek: Roman' von Matt Haig
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Die Mitternachtsbibliothek: Roman"

Stell dir vor, auf dem Weg ins Jenseits gäbe es eine riesige Bibliothek, gesäumt mit all den Leben, die du hättest führen können. Buch für Buch gefüllt mit den Wegen, die deiner hätten sein können. Hier findet sich Nora Seed wieder, nachdem sie aus lauter Verzweiflung beschlossen hat, sich das Leben zu nehmen. An diesem Ort, an dem die Uhrzeiger immer auf Mitternacht stehen, eröffnet sich für Nora plötzlich die Möglichkeit herauszufinden, was passiert wäre, wenn sie sich anders entschieden hätte. Jedes Buch in der Mitternachtsbibliothek bringt sie in ein anderes Leben, in eine andere Welt, in der sie sich zurechtfinden muss. Aber kann man in einem anderen Leben glücklich werden, wenn man weiß, dass es nicht das eigene ist? Matt Haig ist ein zauberhafter Roman darüber gelungen, dass uns all die Entscheidungen, die wir bereuen, doch erst zu dem Menschen machen, der wir sind. Eine Hymne auf das Leben – auch auf das, das zwickt, das uns verzweifeln lässt und das doch das einzige ist, das zu uns gehört.

Autor:
Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:320
Verlag: Droemer HC
EAN:9783426282564

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Rezensionen zu "Die Mitternachtsbibliothek: Roman"

  1. Wege ins Diesseits

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 25. Feb 2021 

    Wege ins Diesseits

    Oder welche Träume sind meine eigenen?

    Es gibt Tage, an denen alles schief geht. Nora hat einen Kater namens Voltaire und sie liebt Volts sehr. Als er plötzlich tot am Straßenrand liegt und ihr Chef ihr auch noch unerwartet kündigt, ist sie sehr verzweifelt. Ihre beste Freundin Izzy ist weit weg, in Australien, die Eltern sind tot und zu ihrem Bruder Joe ist der Kontakt abgebrochen. Noras Nachbar, Mr. Banerjee, braucht sie auch nicht mehr, denn der Apothekenjunge bringt seine Tabletten jetzt zu ihm ins Haus. Das hat Nora vorher gemacht. Und Leos Mutter Doreen sagt seine Klavierstunden nun generell ab, weil Nora zur verabredeten Zeit gar nicht zu Hause war. Noras Verzweiflung nimmt überhand und so will sie sich umbringen, mit Tabletten. Aber sie stirbt nicht.

    Nora landet in einer Zwischenwelt, in der Mitternachtsbibliothek und Mrs. Elm, ihre alte Schulbibliothekarin erwartet sie dort. In den Regalen stehen die Bücher mit den alternativen Leben, die Nora hätte führen können …

    Nun rutscht Nora zunächst in die Träume der anderen. Da gibt es Dan, den sie heiraten wollte, aber sie hat es sich in letzter Minute anders überlegt. Dans Traum war eine Kneipe auf dem Land mit sich selbst als bestem Kunden. Izzys Traum war ein Leben in Australien.

    „Nora erkannte, dass die anderen Menschen, egal wie ehrlich man zu ihnen ist, die Wahrheit nur dann sehen, wenn sie nah genug an ihrer eigenen Realität liegt.“ Seite 269

    Es gibt unzählige Begegnungen in unzähligen Leben und es ist schon ein Kunststück des Verfassers, dass man als Leser stets den Überblick behält. Das kommt alles sehr leichtfüßig daher, sehr kreativ und manchmal schräg gegen den Strich gebürstet.
    Einzig der Referenzschwule, Noras Bruder Joe, hat mich extrem gestört, dafür gibt es einen Stern Abzug! So was kann ich echt nicht leiden, man gewinnt ja fast den Eindruck, als gäbe es ohne Schwule, Lesben oder Transgender kein Geld mehr für Publikationen.

    Fazit: Ansonsten sind die Figuren und die jeweiligen Sets hervorragend ausgearbeitet, man kann sich bestens in die jeweiligen Situationen einfühlen, erlebt alles hautnah mit. Ein mögliches, sehr berührendes Ende kann man sich ausmalen. Ungewöhnliche und sehr empfehlenswerte Lektüre, bei der man sehr viel lernen kann, wenn man auf die wirklich zahlreichen angebotenen Themen aufspringt.

 

Fische

Buchseite und Rezensionen zu 'Fische' von Melissa Broder
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Fische"

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:353
Verlag:
EAN:

Diskussionen zu "Reise mit zwei Unbekannten: Roman"

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Rezensionen zu "Fische"

  1. Wahn

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 31. Jan 2021 

    Ein ungewöhnliches Buch! Es bietet richtig intensive Blicke auf eine obsessiv Liebende, auf einen Zwang, auf einen Wahn, auf eine Depression, mit Elementen des magischen Realismus hervorragend untermalt und gleichermaßen bedeutsam untermauert, gleichzeitig übertragen damit auch die Macht dieser Erkrankung zeigend. Intensiv, düster und auch etwas überzogen ist dieses Buch von Melissa Broder. Aber es ist nie langweilig. Mit Lucy hat Melissa Broder eine Heldin/eine Erzählstimme erschaffen, die gleichzeitig eine Antiheldin ist. Eine Erzählstimme, die fordert, die abstößt, die keinesfalls sympathisch ist, die Fragen aufwirft. Was sieht man so im Leben? Und welche Ursachen könnten manchen Verhaltensweisen unserer Mitmenschen zugrunde liegen? Gedanken, die man sich machen sollte, die sich aber die meisten Menschen nicht machen, nicht machen wollen. Schubladendenken ist halt auch einfacher und weniger schmerzhaft und/oder anstrengend.

    Ich hatte das Wort Depression verwendet, nun sollte aber nicht jeder an der Depression interessierte oder jeder Depressive zu diesem Buch greifen und denken, vielleicht hilft die Lektüre. Denn das wird sie mitnichten. Denn hier geht es um eine Depression mit wahnhaften Gedankengängen und das ist schon etwas vollkommen anderes. Genauso zeigt dieses Buch aber auch auf, wie wichtig eine Behandlung von depressiven Erkrankungen wäre, denn ein längeres Nichtbehandeln kann auch die schwereren Verläufe begünstigen. Deswegen, geht zum Arzt Leute und schämt euch nicht! Eine Depression ist eine Erkrankung wie jede andere auch und muss behandelt werden!!!

    Eine Empfehlung für dieses Buch kann ich dennoch nicht aussprechen, dazu ist es wirklich zu speziell. Nur wer sich für die Thematik interessiert, sollte hier zugreifen. Ohne Hintergrundwissen artet dieses Buch zu einem rein Phantastischem aus, wie man an vielen Rezensionen und Bewertungen sehen kann. Aber ich muss auch sagen. "Fische" war ein richtig intensives Buch, dass richtig nahe an einer 5 Punkte Bewertung von mir stand!!!

 

Dicht: Aufzeichnungen einer Tagediebin

Buchseite und Rezensionen zu 'Dicht: Aufzeichnungen einer Tagediebin' von Stefanie Sargnagel
NAN
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Inhaltsangabe zu "Dicht: Aufzeichnungen einer Tagediebin"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:256
EAN:9783498062514

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