Kind aller Länder: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Kind aller Länder: Roman' von Irmgard Keun
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Kind aller Länder: Roman"

Autor:
Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:224
EAN:9783462048971
read more

Rezensionen zu "Kind aller Länder: Roman"

  1. Eine Flüchtlingsgeschichte

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 30. Okt 2020 

    Kurzmeinung: Eines der schönsten Erzählung, die ich gehört habe. Was haben Kinder für ungewöhnliche Sichtweisen in ihrer Unbedarftheit. Die Beobachtungsgabe von Kully ist allerdings unbeschreiblich phantasievoll. Diese Autorin sollte ein versierter Leser unbedingt kennen.

    Kully ist 10 Jahre alt und heimatlos. Ihr Vater ist Schriftsteller und aus Deutschland geflohen, er ist recht leichtsinnig im Umgang mit Geld und ein Charmeur, der sich mehr Geld zum Überleben leiht, als er zurückzahlen kann. Kully und ihre Eltern leben hauptsächlich in Hotels und sind gezwungen häufig das Land zu wechseln. Deshalb kennt sich Kully auch mit Wechselkursen und Länderwährungen besser aus, als
    mit Geschichte über Könige und Feldherren. Sie lernt schnell, wie man mit einer Mahlzeit am Tag auskommen muss und kann mehrere Sprachen sprechen.

    Irmgard Keun (1905-1982) kannte das häufige Umziehen von Stadt zu Stadt schon aus ihrer eigenen Kindheit. Ihre Schauspielkarriere verlief mäßig und so kam sie dann zum Schreiben. Sie umgab sich schon früh mit Schriftstellern und heiratete dann auch einen Regiesseur und Autor. Mit 2 Romanen feierte sie großen Erfolg. Das kunstseidene Mädchen und ihr Erstlingswerk Gilgi, eine von uns. Obwohl sie keine Jüdin war, wurden ihre Bücher 1933/34 beschlagnahmt und sie ging 2 Jahre später ins Exil erst nach Ostende (Belgien) und später in die Niederlande. Zu ihrem Freundeskreis gehörten u.a. Egon Erwin Kisch, Stefan Zweig und Heinrich Mann. Joseph Rot wurde einer ihrer Liebhaber. Genau dieser Joseph Rot ist wohl die Person, die Kullys Vater darstellt. Im Abspann des Hörbuchs referieren ein Literaturkritiker Weidermann und ein Moderator von einem Radiosender über Irmgard Keun und auch ihrer Beziehung zu Joseph Roth. Das alleine ist schon interessant und hörenswert, nachdem man dieses Buch gehört hat.

    Ich kann es nur jedem Leser wärmstens empfehlen. Auf jeden Fall werde ich dieses Hörbuch bei Gelegenheit noch einmal hören.

 

Die Gespenster von Demmin

Buchseite und Rezensionen zu 'Die Gespenster von Demmin' von Verena Keßler
NAN
(0 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Die Gespenster von Demmin"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:240
Verlag: Hanser Berlin
EAN:9783446267848
read more
 

Zum Teufel mit Kafka

Buchseite und Rezensionen zu 'Zum Teufel mit Kafka' von Zaffarana Maria
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Zum Teufel mit Kafka"

Format:Taschenbuch
Seiten:276
Verlag:
EAN:9783946762454
read more

Rezensionen zu "Zum Teufel mit Kafka"

  1. Omas und andere Katastrophen

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 18. Okt 2020 

    Leopold ist seit über 25 Jahren mit Irene verheiratet . Aber seine Ehe ist alles andere als harmonisch denn Irene lässt nicht's über ihre Mutter kommen . Als sie eines Tages seine Eltern und Schwiegereltern zum Kaffee einlädt , die sich überhaupt nicht verstehen , flüchtet er sich zu Gregor seinem Freund und Nachbarn . Für Leopold ist es dann wie eine Zuflucht . Denn der Rest der Familie hat es auch in sich : Seine zwei pubertierende Zwillinge , dann seine Schwester , die vormals Nils hieß .

    Die Protagonisten sind alle auf ihre Weise sympathisch . Gerade auch Leopold's Vater habe ich gleich in mein Herz geschlossen . Der Schreib - und Erzählstil ist bildhaft und leicht zu lesen . Es wird aus Sicht von Leopold erzählt . Die Autorin lässt uns an seine humorvollen Gedanken teilhaben . Die Spannung hält sich etwas im Hintergrund weil die Story mit sehr witzigen Szenen gespickt ist .

    Fazit : Auf den ersten Seiten wird man mit Leopold's Familie bekannt gemacht . So hatte ich schon mal einen sehr guten Überblick was auf mich zukommt . Diese Familie muss man einfach mögen obwohl sie recht chaotisch ist . Das Cover dazu passt recht gut zum Buch , da ja auch ein Mops vorkommt .Die Handlung spielt sich unter anderem im Hause Leopold's ab und dort wird es auf gar keinen Fall langweilig . Dieser tolle Roman ist kurzweilig zu lesen , ich hatte mich zeitweise köstlich amüsiert .

 

Ein Tag wird kommen (Quartbuch)

Buchseite und Rezensionen zu 'Ein Tag wird kommen (Quartbuch)' von  Giulia Caminito
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Ein Tag wird kommen (Quartbuch)"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:272
Verlag:
EAN:9783803133250
read more

Rezensionen zu "Ein Tag wird kommen (Quartbuch)"

  1. Ein Highlight!!!

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 10. Okt 2020 

    Eine außergewöhnliche Äbtissin und verwickelte familiäre Beziehungen vor dem Hintergrund politischer und historischer Geschehnisse des beginnenden 20. Jahrhunderts.

    Italien, Marken, Anfang 20. Jahrhundert.

    Im Prolog werden wir mit einer drastischen Szene konfrontiert:
    Die beiden Söhne des Bäckers Luigi befinden sich im Wald, der die Stadtmauer von Serra de Conti, einer kleinen italienischen Gemeinde in den Hügeln der Marken, umgibt.
    Der schmächtige und in sich gekehrte Nicola, der am liebsten unsichtbar wäre, schießt auf seinen älteren rebellischen Bruder, den Draufgänger Lupo, der eine unbändige Wut auf die Mächtigen und die Kirche hat.

    Nach diesem Schock geht es zwar etwas ruhiger, aber dennoch alles andere als idyllisch und harmonisch weiter.
    Wir lernen die Eltern der Brüder, den mürrischen und jähzornigen, zeitweise brutalen Bäcker Luigi und seine fast blinde Frau Violante kennen, die, was ihre Nachkommenschaft betrifft, kein besonderes Glück haben.
    Entweder die Kinder sterben, werden erschossen oder geraten auf Abwege, so dass nur noch eine Klosterunterbringung in Frage kommt, um weiteren Entgleisungen zuvorzukommen.

    Ihre in ihren Augen missratene und verrückte 13-jährige Tochter Nella gaben sie ins örtliche Kloster, denn sie war „eine Freundin des Teufels und nur Gott kann sie heilen“ (S. 120), ihr Sohn Antonio wurde erschossen, weil er einen Apfel stehlen wollte.
    Übrig waren Adelaide, das schwerkranke Mädchen, das bald sterben musste, der ältere, aufgeweckte, schlagfertige und aufmüpfige Lupo und der jüngere, extrem schüchterne, schwächliche, aber schlaue Nicola, den die Eltern als lästig und unnütz empfanden, weil er lieber „komische Dinge lernte wie Buchstaben oder Worte“ anstatt „die Hosen anzuziehen, um zur Arbeit zu gehen“ (S. 11).

    Wie gut, dass Nicola einen Beschützer und Wohltäter hat, an dem er ausgesprochen hängt:
    Sein Bruder Lupo.
    Aber diese symbiotische Beziehung hat zwei Seiten:
    Sie spendet einerseits Sicherheit und Geborgenheit und verhindert andererseits eine freie Entfaltung und raubt die Luft zum Atmen.

    Eines Tages findet der Junge Lupo einen verletzten Wolfswelpen am Fluss. Er verarztet ihn, pflegt ihn gesund und nennt ihn Cane.
    Von diesem Augenblick an hat er einen treuen Freund, der ihm nicht mehr von der Seite weicht.

    Nicola weiß um seine Andersartigkeit und wünscht sich sehnlich, so zu sein wie die Anderen. Da sich dieser Wunsch nicht erfüllt, weil er nicht aus seiner Haut schlüpfen kann, hält er sich schließlich selbst für einen Nichtsnutz, mit dem etwas nicht stimmt.
    Er wird nicht selten belächelt oder ignoriert.
    Er ist sonderbar, ein Außenseiter und froh um Cane, der mit der Zeit sein einziger Freund wird.

    Dann werden wir überrascht, denn die Kamera schwenkt plötzlich nach Nordafrika, genauer: in den Sudan und dort ins Nuba-Gebirge.

    Die 8-jährige widerspenstige und wilde Zari und ihr kleiner Bruder, die Kinder des Dorfoberhaupts Akil werden beim Spielen im Garten gestört und von unbekannten und vermummten arabischen Reitern entführt.

    Die Geschwister werden getrennt.
    Zari ist plötzlich eine Gefangene in den Fängen von Sklavenhändlern, landet in Kairo, 3000 km von ihrem zu Hause entfernt und wird auf einem ägyptischen Markt wie Vieh zum Kauf angeboten.

    ...und keiner der potentiellen Käufer ahnt auch nur im Geringsten, dass er gerade die künftige resolute, gerechte und äußerst geschätzte Äbtissin Suor Clara von Serra de’ Conti, dem Ort an dem die oben erwähnte Familie lebt, begutachtet.

    Abwechselnd begleiten wir im weiteren Verlauf Lupo, der sich Protesten, Streiks und Kundgebungen anschließt und zum feurigen Anhänger und Aktivisten der anarchistischen Bewegung wird und die Nonnen im Kloster von Serra de‘ Conti, wo Suor Clara, die eiserne Lady des Klosters, die heranwachsende Nella, ein aufgewecktes und ehrgeiziges Mädchen, mit strenger Hand unter ihre Fittiche nimmt und bändigt.

    Wir lesen und erfahren vom Macht- und Bedeutungsverlust des Klosters und der Nonnen, von den unfairen Pachtverträgen, unter denen die Pächter zu leiden haben und gegen die sich die Anarchisten auflehnen,

    Wir lernen alle Figuren sehr genau kennen, weil Giulia Caminito sie uns in all ihrer Komplexität und Unterschiedlichkeit zeigt.
    Es sind Menschen mit Ecken und Kanten, die sympathische und weniger einnehmende Seiten haben.

    Nicht nur die Menschen, sondern auch die Handlungsorte und Szenen werden lebendig und die Landschaften erscheinen vor dem geistigen Auge.

    Giulia Caminito stellt uns auch Großvater Giuseppe, den „alten Anarchisten aus Serra“ (S. 153) vor. Er ist der Vater des Bäckers Luigi, der ein besonders inniges Verhältnis zu seiner Enkelin Nella hatte und in dessen Fußstapfen Lupo trat.

    Mehr will ich vom Inhalt nicht verraten, um niemandes Lesevergnügen zu mindern.

    Die Geschichte wird nicht chronologisch erzählt.
    Mehrere Stränge laufen nebeneinander her, werden fallen gelassen und wieder aufgegriffen.
    Das macht die Lektüre zu Beginn etwas mühsam, aber man gewöhnt sich recht schnell daran und sogar mehr als das:
    Meine Neugierde wuchs durch die wechselnden Kameraeinstellungen beständig und ich flog regelrecht durch das Buch.
    Das Bild wurde immer klarer.

    Es war interessant, mich mit der Geschichte Italiens Anfang des 20. Jahrhunderts zu beschäftigen, etwas über das problematische
    Pachtsystem, die Besitzverhältnisse und die anarchistische Bewegung, die vom ersten Weltkrieg unterbrochen wurde, zu erfahren.
    Sozusagen hautnah mitzuerleben, wie der eine Alptraum, der Krieg, gerade mal vorbei ist und der nächste, die spanische Grippe, schon anklopft und weitere Leben fordert, war bewegend und erschütternd.

    In die mir fremde Welt des Klosterlebens einzutauchen, etwas darüber zu erfahren, wie die Nonnen ihren Alltag verbrachten und welche Sorgen sie hatten, war für mich neu und spannend.

    Zwischen den beiden Buchdeckeln sind so viele erstaunliche und erschütternde Geheimnisse versteckt, die zu ergründen es sich lohnt!
    Man stößt auf Überraschungen und Wendungen, die man nie vermutet und mit denen man nie gerechnet hätte.
    Von Anfang an ist die Geschichte spannend und es ist umso erfreulicher, dass sie im Verlauf und gegen Ende noch weiter an Fahrt aufnimmt.

    „Ein Tag wird kommen“ ist ein brillantes und bravouröses, dramatisches und erschütterndes Werk, das feinfühlig, fesselnd und schonungslos in durchgängig schöner und flüssig zu lesender sowie teilweise poetischer Sprache erzählt wird.

    Reale Orte, politische Hintergründe und historische Tatsachen und Geschehnisse bilden den Rahmen für diese brillant erzählte Geschichte, die gleichermaßen Familiengeschichte wie Entwicklungs- und historischer Roman ist und in der auch reale Personen der damaligen Zeit, wie beispielsweise Errico Malatesta und Benito Mussolini erwähnt werden und eine (Neben-)Rolle spielen.

    Die 1988 in Rom geborene Giulia Caminito hat mir mit ihrem starken, wort- und bildgewaltigen Roman, der mit seiner Pandemie und seinen Protesten durchaus Parallelen zur Gegenwart aufweist, ein Highlight beschert.

    Dies ist der erste Roman von der Autorin, der ins Deutsche übersetzt wurde.
    Ich freue mich schon auf Weitere.

 

Johnny Ohneland: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Johnny Ohneland: Roman' von Judith Zander
NAN
(0 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Johnny Ohneland: Roman"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:528
Verlag:
EAN:9783423282352
read more
 

Die englische Gärtnerin - Weißer Jasmin: Roman (Die Gärtnerin von Kew Gardens, Band 3)

Buchseite und Rezensionen zu 'Die englische Gärtnerin - Weißer Jasmin: Roman (Die Gärtnerin von Kew Gardens, Band 3)' von  Martina Sahler
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Die englische Gärtnerin - Weißer Jasmin: Roman (Die Gärtnerin von Kew Gardens, Band 3)"

Format:Taschenbuch
Seiten:432
Verlag:
EAN:9783548060736

Lesern von "Die englische Gärtnerin - Weißer Jasmin: Roman (Die Gärtnerin von Kew Gardens, Band 3)" gefiel auch

read more

Rezensionen zu "Die englische Gärtnerin - Weißer Jasmin: Roman (Die Gärtnerin von Kew Gardens, Band 3)"

  1. gelungener Abschluss

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 04. Okt 2020 

    Charlotte hat den Garten von Summerlight House erfolgreich zu einem der schönsten Gärten Englands entwickelt, ihre Schwester Debbie hat geheiratet und sie arbeitet an ihrer Promotion. Es könnte also alles gut sein, wäre da nicht die Wirtschaftskrise, die Victor und seiner Firma schwer zusetzt und ihre Sehnsucht nach Quinn, der mit seiner Familie nach Irland gegangen ist. Als dann auch noch der Erbe von Summerlight House auftaucht und sie alles verlieren, muss Charlotte mit ihrer Tochter noch einmal von ganz von vorn anfangen.

    Ich hatte ein wenig Probleme mit der Aufteilung des Buches. Im ursprünglichen Klappentext wird sehr viel mehr von der Handlung verrraten und ich hätte Charlottes Umzug nach London viel früher erwartet. Daher war für mich das Buch etwas unausgeglichen, ich hätte gerne mehr über den Neuanfang gelesen. Manchmal hätte ich Charlotte treten mögen, weil sie immer versucht alles alleine zu stemmen. Ihre Familie hat sich so lange auf sie verlassen, warum sollte sie sie dann im Gegenzug nicht genauso unterstützen sich ein neues Leben aufzubauen. Aber es entspricht Charlottes eigener Art, von daher hat das Verhalten an dieser Stelle zu ihr gepasst.

    Trotz aller Kritik, das Buch war spannend und gut lesbar, ich hatte besonders Summerlight House direkt vor Augen. Ich habe es gerne gelesen und war sehr traurig darüber, dass der Garten von Summerlight House aufgegeben werden musste. War doch er Charlottes Lebenswerk. Alles in allem ist das Buch ein gelungener Abschluss der Reihe, die mich mit ungewöhnlichen und sehr eigenen Charakteren beeindruckt hat.

    Von daher von mir eine Leseempfehlung für die ganze Reihe und dieses Buch.

 

Ada: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Ada: Roman' von Christian Berkel
3.35
3.4 von 5 (3 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Ada: Roman"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:400
Verlag:
EAN:9783550200465
read more

Rezensionen zu "Ada: Roman"

  1. Merkt ihr nicht, dass man neben euch erstickt?

    bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 28. Okt 2020 

    Merkt ihr nicht, dass man neben euch erstickt?

    Wie seine Schauspielerkollegen Robert Seethaler, Matthias Brandt, Joachim Meyerhoff, Axel Milberg oder Ulrich Tukurs ist inzwischen auch der 1957 geborene Christian Berkel unter die Romanautoren gegangen. Sein Debüt "Der Apfelbaum" habe ich 2018 leider verpasst. Nun habe ich seinen zweiten Roman gelesen, "Ada", ohne zunächst zu wissen, dass er eine Fortsetzung darstellt. Zwar muss man den ersten Teil nicht unbedingt kennen, weil die wichtigsten Ereignisse aus dem Leben von Adas Eltern und Großeltern kurz angerissen werden, aber hilfreich wäre es trotzdem gewesen. Vor allem aber habe ich den Eindruck gewonnen, dass mich der erste Teil thematisch mehr interessiert hätte. Sala, die Protagonistin in "Der Apfelbaum" und Mutter von Christian Berkel, war Halbjüdin und wurde während des Zweiten Weltkriegs unter anderem im Lager von Gurs nördlich der französischen Pyrenäen interniert, dessen eindrucksvolle Gedenkstätte und jüdischen Friedhof ich im Sommer 2020 besucht habe. Ada, die Tochter, wird im von einem großen Schweigen geprägten Nachkriegsdeutschland groß:

    "Sie hatten sich ihr Schweigen ebenso hart erarbeitet wie die scheißenden Tauben unseren Dachboden. […] Sie wollten ihre Ruhe. Sie wollten in ihrem Schweigen nicht gestört werden. Nur das interessierte sie.
    „Merkt ihr nicht, dass man neben euch erstickt?“" (S. 334)

    Während im ersten Teil der geplanten Trilogie mit Christian Berkels Eltern Sala und Otto zwei reale Personen Pate für den Roman standen, ist deren Tochter Ada, die Protagonistin und Ich-Erzählerin im zweiten Band, fiktiv. 1945 in Leipzig geboren und im Alter von zwei Jahren mit ihrer Mutter nach Argentinien ausgewandert, kehrte sie 1954 in ein ihr fremdes Land mit fremder Sprache und unbekannter Geschichte zurück.

    Ada besteht aus drei Teilen mit den Überschriften „Erinnern“, „Wiederholen“ und „Durcharbeiten“. Der Beginn jedes Teils sowie das Ende des Buches spielen in den Jahren 1989 bis 1993, und handeln insbesondere vom Versuch Adas, ihr Leben mit Hilfe einer Gesprächstherapie zu ordnen. Sie blickt auf ihre von dysfunktionaler Familienkommunikation geprägte Kindheit und Jugend zurück, die sich vor dem Hintergrund von Wiederaufbau, Wirtschaftswunder, Mauerbau, Angst um West-Berlin und Aufbegehren der Jugend gegen das Schweigen ab Ende der 1960er-Jahre abspielte. Einerseits teilt Ada damit das Schicksal ihrer Generation, andererseits ist in ihrer Familie das Schweigen noch lauter, denn die Eltern enthalten ihr nicht nur Informationen über den eigenen Leidensweg und ihr Judentum vor, sondern ignorieren auch Adas Zweifel über Ottos Vaterschaft.

    Ein zwiespältiger Leseeindruck
    So spannend die Thematik des Romans unzweifelhaft ist, hatte ich mit der Umsetzung doch meine Schwierigkeiten. Obwohl Adas Verhalten, ihre innere und äußere Unruhe, ihre Rebellion gegen die mühsam aufgebaute Heile-Welt-Fassade und die Mauer des Schweigens, ihre Identitätssuche, ihre Drogenexperimente und schließlich ihr Bruch mit der Familie erklärlich sind, blieb sie mir doch als Figur sehr fremd. Mit einem auktorialen Erzähler oder wechselnden Erzählperspektiven, deutlichen Kürzungen im zweiten Teil und weniger direkter Rede hätte mir das Buch sicher besser gefallen. Statt alle Stationen der 68er-Bewegung kurz anzureißen und Ada bei der Anti-Schah-Demonstration ausgerechnet auf Benno Ohnesorg treffen zu lassen, hätte ich mir eine Fokussierung mit mehr Tiefgang gewünscht.

    Als Fazit bleibt mein Wunsch, den Vorgängerband möglichst bald zu lesen. Auf den Abschlussband der Trilogie werde ich dagegen verzichten.

  1. Eine Suche nach Identität

    bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 26. Okt 2020 

    Ada wird 1945 in Leipzig geboren. Die ersten Jahre ihres Lebens verbringt sie mit ihrer Mutter in Argentinien, da diese Jüdin ist. Von einem Vater fehlt jede Spur, bis die beiden 1954 nach Deutschland zurückkehren und nun in Berlin leben. Dort treten zwei Männer in Adas Leben - Otto und Hannes. Mit beiden scheint ihre Mutter eine gemeinsame Vergangenheit zu teilen, und obwohl es Otto ist, der von nun an offiziell als Adas Vater gilt, bleibt in Ada stets ein leiser Zweifel zurück. Die Frage nach ihrer wahren Identität dehnt sich auch aus auf ihre Nationalität und ihre Religion: Ist sie Deutsche, weil dort geboren, oder Argentinierin, weil dort aufgewachsen? Jüdin, da ihre Mutter eine ist, oder Christin, weil sie so erzogen wurde? Oder ist sie alles davon, oder, schlimmer - nichts? Ada selbst äußert ihrem Psychologen gegenüber, den sie später als 45-Jährige aufsucht, sie habe eine glückliche Kindheit verlebt. Und dennoch steht hinter allem stets die Suche nach einer Identität, die Frage nach Heimat und Zugehörigkeit.

    Mit Ada schenkt Berkel seinem Roman eine sympathische, vielschichtige Protagonistin. Aus der Ich-Perspektive geschrieben ermöglicht er dem Leser einen tiefen Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt Adas, die sich schon als kleines Mädchen mit vielen schwierigen Themen auseinandersetzen muss, was nicht zuletzt dem gerade erst überstandenen Krieg geschuldet ist. Die Erwachsenen sind Ada keine große Hilfe, denn kaum jemand ist bereit dazu, die Vergangenheit neu aufleben zulassen, und auch Adas Mutter selbst weicht den Fragen ihrer Tochter aus.

    Der Schreibstil gefiel mir gut, trotz der ernsten Thematik musste ich beim Lesen manches Mal schmunzeln. Es gelingt Berkel, die Kulisse der Nachkriegszeit glaubhaft und eindringlich nachzuzeichnen und an vielen Stellen wird die Melancholie, das Bedrückende, geradezu greifbar. Man kann der Geschichte gut folgen, und es macht auch nicht wiklich etwas, wenn man Berkels Debüt "Der Apfelbaum" vorher nicht gelesen hat. Vielleicht hätte das die ein oder andere Frage zur Vergangenheit der Eltern Adas geklärt, aber ich bin auch so zurechtgekommen - ich war in vielen Punkten eben genauso unwissend wie Ada.

    Trotz aller positiven Aspekte hat mir irgendetwas gefehlt. Manche Szenen fand ich zu ausführlich, andere kamen mir dagegen zu kurz vor, da hätte ich mir mehr Tiefgang gewünscht. Außerdem war mir das Ende zu abrupt und nach dem Lesen hatte ich den Eindruck, dass da noch irgendetwas hätte kommen müssen.

    Ich habe das Buch gerne gelesen, auch wenn ich nicht zu hundert Prozent damit warmgeworden bin!

  1. Auf der Suche

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 19. Okt 2020 

    Christian Berkel hat mit „ Ada“ eine Fortsetzung seines Bestsellers „ Der Apfelbaum“ geschrieben.( Das Buch lässt sich aber ohne Kenntnis des Vorgängerromans lesen.). Auch hier bedient er sich seiner komplizierten Familiengeschichte. Im „ Apfelbaum“ stand die Großeltern- und Elterngeneration im Zentrum; dieses Mal geht es um die Tochter. Allerdings ist hier die Protagonistin eine fiktive Figur.
    Ada, die kurz nach Kriegsende mit ihrer jüdischen Mutter Sala nach Argentinien emigriert ist, kehrt 1954 als Neunjährige nach Deutschland zurück. Alles wirkt fremd und kalt auf das Mädchen, die deutsche Sprache kann sie kaum. Doch Ada hofft, endlich eine richtige Familie zu haben. Als die Mutter ihr nacheinander zwei Männer vorstellt mit der Frage, welchen sie lieber als Vater möchte, entscheidet sich Ada für Otto, der ihr ein Fahrrad geschenkt hat. Doch zeitlebens wird sie sich fragen, ob ihre Entscheidung richtig war und wer wirklich ihr Vater ist. Sala und Otto heiraten. Otto arbeitet zunächst als Arzt in einer Klinik, bevor er sich mit einer eigenen Praxis selbständig macht. Ein kleiner Bruder kommt, Sputnik, der Liebling der Eltern.
    Ada ist ein verschlossenes Kind; Freunde findet sie nur schwer. Antworten auf ihre Fragen bekommt sie nicht.
    Es sind die Jahre des Wirtschaftswunders. Die Deutschen arbeiten an ihrer Zukunft, von der Vergangenheit möchten sie nichts hören. Überall herrscht das große Schweigen. „ ...selbst Eheleute schwiegen über das, was sie im Krieg erlebt hatten.“
    Ada erfährt von anderen, dass ihre Mutter Jüdin ist ( und somit sie auch selbst), dass Sala im KZ interniert war.
    Sexualität ist ebenfalls ein Tabuthema, über das nicht geredet wird. Ada macht deshalb völlig unaufgeklärt erste sexuelle Erfahrungen, die nicht ohne Folgen bleiben.
    Als Jugendliche beginnt sie zu rebellieren. Sie sehnt sich nach Freiheit, will weg von den Eltern. Sie zieht in eine Wohngemeinschaft, besucht Rock- Konzerte, probiert Drogen. Sie ist dabei, als gegen den Schah von Persien demonstriert wird, als Benno Ohnesorg erschossen wird. Sogar das legendäre Woodstock- Konzert erlebt sie mit. Ihre Erfahrungen sind typisch für viele der 68- Generation.
    Adas Geschichte bekommen wir im Rückblick geschildert. Sie ist mittlerweile Mitte Vierzig und sucht Hilfe beim Psychotherapeuten. Ihm erzählt sie ihre
    „ ganze verdammte Lebensgeschichte“.
    Christian Berkel konzentriert sich dabei auf die Zeit der 50er und 60er Jahre; danach bleibt eine Leerstelle. Vielleicht erfahren wir im geplanten dritten Teil mehr darüber.
    „ Ada“ ist der Roman einer Generation: Aufgewachsen nach dem Krieg, in einer Zeit des Verdrängens und Verschweigens. Dagegen lehnen sich die Jugendlichen auf; sie wollen endlich Antworten auf ihre Fragen.
    Christian Berkel schreibt schnörkellos und klar. Sehr gut kann er sich einfühlen in die Gefühlswelt eines Mädchens, einer jungen Frau, die auf der Suche ist nach ihrer eigenen Identität und ihrem Platz in der Welt.
    „Ada“ ist ein Buch, das ich gerne gelesen habe und ich bin schon gespannt auf den letzten Teil dieser Familien- und Zeitgeschichte.

 

Die Ambassadorin

Buchseite und Rezensionen zu 'Die Ambassadorin' von Sebastian Janata
NAN
(0 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Die Ambassadorin"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:320
Verlag:
EAN:9783498092030
read more
 

Sam ist weg: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Sam ist weg: Roman' von Sophie Bienvenu
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Sam ist weg: Roman"

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:159
Verlag:
EAN:
read more

Rezensionen zu "Sam ist weg: Roman"

  1. Eine einfühlsame, nachdenkliche Geschichte

    5
    (5 von 5 *)
     - 29. Sep 2020 

    „Vielleicht hat sie sich gesagt, wir treffen uns an unserem Schlafplatz, und sie hätte auch gern eine Nachricht hinterlassen, aber so was machen Hunde nicht. Sie ergreifen eher selten die Initiative, deshalb haben sie nie gelernt, wie man Bescheid sagt.“ (Zitat Pos. 394)

    Inhalt
    Das Leben von Mathieu war nie einfach gewesen, doch der letzte Schicksalsschlag wirft ihn endgültig aus der Bahn und er landet er auf der Straße. Seine Hündin Sam, die ihm aus seinem früheren Leben geblieben ist, begleitet ihn auch jetzt mit ihrem stillen Vertrauen und in den Nächten wärmen sie einander, denn der Winter hat begonnen. Doch sie haben Glück, ein Bekannter verreist über den Winter, seine leerstehende Wohnung überlässt er seiner Cousine Gabrielle und diese ist bereit, die beiden vorübergehend aufzunehmen. Da ist Sam plötzlich verschwunden. Mathieu hatte sie nur kurz vor einem Laden angebunden, in dem er öfter einkauft. Mathieu macht sich sofort auf die Suche und Gabrielle hilft ihm dabei, doch Montreal ist eine Großstadt und Sam kann überall sein.

    Thema und Genre
    Es geht um anonyme Schicksale in einer Großstadt, um Menschen, die durch besondere Umstände plötzlich aus ihrem Leben geworfen werden und versuchen, auf der Straße irgendwie über die Runden zu kommen. Themen sind Erinnerungen, Trauer, Verzweiflung und neue Hoffnung, Mut, und die Liebe.

    Charaktere
    Mathieus Kindheit ist von seiner dominanten Mutter und einem schweigsamen Vater geprägt. Sehr jung verliebt er sich in Karine, die Frau seines Lebens, die ihn und die gemeinsame Tochter Lila jedoch verlässt. Manchmal will Mathieu einfach aufgeben, doch er kann es nicht, irgendwie macht er immer weiter, gefangen in seinen Erinnerungen. Sam ist ein wichtiger Teil des früheren Lebens und darum muss er sie wiederfinden, er gibt nicht auf, folgt jeder Idee, wo er suchen könnte.

    Handlung und Schreibstil
    Der obdachlose Mathieu erzählt seine Geschichte selbst. Die aktuelle Handlung, die Stunden und Tage der Suche nach seiner Hündin Sam, wird in kurzen Abschnitten erzählt, die immer wieder durch seine Erinnerungen durchbrochen werden. So erfahren wir die wichtigsten Ereignisse aus seinem Leben, allerdings nicht chronologisch, sondern bruchstückhaft, kurze Geschichten und Situationen, die sich schließlich zu einem Gesamtbild über das bisherige Leben von Mathieu zusammenfügen. Die Hündin Sam ist das Bindeglied zu seinem früheren Leben und die Suche nach seiner Hündin wird für ihn auch zum Versuch, mit der Vergangenheit weiterzuleben. Die Frage, ob es ihm gelingen wird, Sam in der Metropole Montreal wiederzufinden, sorgt für Spannung und wir bangen und hoffen mit Mathieu. Die Sprache ist einfühlsam und gibt in teilweise einfachen, sehr persönlichen Sätzen nicht nur die aktuelle Situation und die Erinnerungen, sondern auch die Gedanken und Gefühle der Hauptfigur packend und glaubhaft wieder, führt uns direkt in sein Leben.

    Fazit
    Ein einfühlsamer, leiser, nachdenklicher Roman über die Hintergründe, die dazu führen können, einen Menschen völlig aus der Bahn zu werfen. Gleichzeitig ist es jedoch eine poetische Geschichte über das Leben, die Kraft der Liebe und den Mut, dass es irgendwie weitergeht.

 

Das Meer der Libellen: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Das Meer der Libellen: Roman' von Yvonne Adhiambo Owuor
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Das Meer der Libellen: Roman"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:608
Verlag:
EAN:9783832181147
read more

Rezensionen zu "Das Meer der Libellen: Roman"

  1. Eine intensive, großartige Geschichte

    5
    (5 von 5 *)
     - 25. Sep 2020 

    „Frag dich immer: Wo will ich hin? Und wenn du es weißt, mach dich auf den Weg.“ (Zitat Pos. 882)

    Inhalt
    Die Insel Pate gehört zum Lamu Archipel an der Nordküste Kenias. Dort wächst Ayaana mit ihrer Mutter Munira auf. Ayaana hat viele Fragen an das Meer und als der weitgereiste, alternde Seemann Muhidin, der nun ein kleines Buchgeschäft besitzt, ihr zuhört und auf manche Fragen auch Antworten kennt, hat sie endlich einen Vater gefunden. Denn ihre Mutter Munira schweigt darüber, wer ihr richtiger Vater ist. Sie ist beinahe einundzwanzig Jahre alt, als sie als Nachfahrin einer sechshundert Jahre alten Geschichte eine Einladung nach China und ein Studienstipendium erhält. Doch die Sehnsucht nach ihrer Heimat und dem Meer bleibt und noch immer hat sie keine Antwort auf die Frage: Nhi shi shei -Wer bist du?

    Thema und Genre
    In diesem Coming-of-Age-Roman, der in Afrika und China spielt, geht es um die Frage, wer man ist, um Heimat, Wurzeln, Sehnsucht, menschliche Schicksale, Gewalt, Trauer, Verlust, Familie und die Liebe in vielen Facetten. Doch es geht auch um die Geschichte eines kleinen Insel-Archipels als Spielball der Mächtigen und den Kampf um die Unabhängigkeit, um den Erhalt der Natur und der eigenen Freiheit.

    Charaktere
    Es sind die vielschichtigen Charaktere, alle auf ihrer eigenen, unterschiedlichen Suche nach einem Platz im Leben, die diese intensive Geschichte prägen. Ayaana ist ein unabhängiges, wissbegieriges Mädchen mit vielen Fragen an die Menschen und an die Natur, die sie umgibt. Da sie keinen Vater hat, sucht sie sich selbst einen aus. Später, als junge Frau in China, bleibt sie trotz Heimweh stark und mutig, setzt Schritte, geht ihren Weg, der sie, immer noch auf der Suche, zurück nach Pate führt.

    Handlung und Schreibstil
    Dieser Roman ist fiktiv, so wie auch die Hauptfigur, Ayaana Abeerah Mlingoti. Dennoch gibt es das „China Girl“ und die Fakten dazu wirklich und daraus, sowie dem realen historischen Hintergrund, entstand diese Geschichte.
    Die Handlung beschreibt das Leben von Ayaana beginnend in ihrer Kindheit, bis sie eine erwachsene junge Frau ist. Damit verbunden sind die Geschichten der Menschen, die sie auf diesem Weg begleiten oder ihren Weg kreuzen, aktuell und in Rückblenden. Die politischen Ereignisse sorgen für Spannung und unvorhersehbare Wendungen, welche die aktuelle Handlung beeinflussen. Es ist eine vielschichtige, interessante und lebendige Geschichte, welche das packende Geschehen und Schicksale der Hauptfiguren verknüpft.
    Die Sprache ist eindrücklich und sehr poetisch, die Beschreibungen malen Bilder aus einer phantastisch bunten Farbpalette.

    Fazit
    Ein intensiver, packender Roman, farbenprächtig, lebensbejahend und gleichzeitig stürmisch und dunkel vor Trauer und Verlust, wie das Leben. Eine großartige Geschichte und ein spannender Einblick in die moderne afrikanische Literatur.

 

Seiten