Die Familie

Buchseite und Rezensionen zu 'Die Familie' von  Naomi Krupitsky
2.5
2.5 von 5 (2 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Die Familie"

Format:Audible Hörbuch
Seiten:0
EAN:
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Rezensionen zu "Die Familie"

  1. Eine Freundschaft im Mafia-Milieu

    Dass die Familie im Mafia-Milieu über allem steht, wissen wir schon aus vielen anderen Büchern und Filmen. Doch in diesem Buch geht es weniger um die Männer das Clans, als um die Frauen, die loyal sein sollen, nicht alles wissen müssen, aber zu schweigen haben.
    Antonia und Sofia wachsen auf wie Schwestern und sind beste Freundinnen. Antonias Vater möchte irgendwann ein Leben außerhalb der „Familie“ führen. Doch das ist unmöglich, er verschwindet spurlos. Das hat Auswirkungen auf die Freundschaft der Frauen
    Die Geschichte liest sich gut, aber ich hätte in diesem Umfeld mehr Spannung erwartet.
    Die Charaktere sind gut gezeichnet. Man erlebt die Mädchen von Kindesbeinen an und wie sie sich entwickeln. Die beiden sind sehr unterschiedlich. Sie freunden sich an, auch weil sie gar keine Möglichkeit haben außerhalb der Familien Kontakte zu knüpfen. Sie wachsen behütet auf, spüren aber auch, dass es vieles gibt, was sie nicht begreifen und das ihnen niemand erklären wird. Es gibt Regeln, die man nicht in Frage stellt und an die man sich zu halten hat. Als junge Frauen träumen sie davon, dieses Leben hinter sich zu lassen, doch mit ihrer Heirat verfestigen sie die Situation.
    Ich war gespannt darauf, wie diese Geschichte sich entwickelt und wie sie ausgeht. Das Ende ist recht abrupt und hat mich etwas enttäuscht.
    So ganz wurden meine Erwartungen nicht erfüllt, aber dennoch ein interessanter Roman.

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  1. Ich hatte zunächst einen

    Ich hatte zunächst einen durchaus positiven Eindruck von dem Buch, denn die Geschichte wird auf sehr angenehme Art und Weise erzählt und auch die Idee finde ich durchaus spannend. Erwartet hatte ich mir deshalb einen spannenden Mafia-Roman, bei dem die Frauen „der Familie“ mehr im Vordergrund stehen.
    In gewisser Weise tun sie das auch, denn es wird Antonias und Sofias gemeinsame Lebensgeschichte erzählt. Von Kindesbeinen an eng miteinander befreundet, teilen sie jeden Gedanken, Traum und Wunsch miteinander. Sie wachsen auf, gehen zur Schule, in die Highschool und werden erwachsen. Sie beginnen sich voneinander zu entfremden, Geheimnisse voreinander zu haben. Und das alles im Schatten einer Mafia-Familie.

    Einige Aspekte wurden sehr berührend dargestellt, z.B. die Entfremdung der beiden engen Freundinnen oder auch Antonias Situation nach der Geburt ihres ersten Kindes. Es wird schnell deutlich, dass beide unterschiedliche Vorstellungen von ihrem Leben haben, sich jedoch in das bestehende Familiengefüge eingliedern. Aber beide gehen damit sehr unterschiedlich um und entwickeln eigene „Überlebensstrategien“.

    Allerdings empfinde ich das ganze Drumherum als wahnsinnig langweilig. Jedes noch so kleinste Detail wird über Seiten aufgezogen und von allen Seiten beleuchtet. Sei es eine belanglose Begebenheit in der Schule, die erste Menstruation, die erste eigene Wohnung oder einfach nur der Alltag. Dann driften die Sätze auch schon mal ins sehr schwülstige ab und die ansonsten angenehm leichte Erzählung wirkt auf mich gewollt überladen.
    Es passiert eigentlich nichts, die Geschichte plätschert dahin. Es gibt einige Situationen, bei denen ich dachte, dass jetzt doch mal ein bisschen Schwung in die ganze Sache kommen müsste. Aber das wird leider ziemlich zügig im Keim erstickt. Erst zum Ende kommt dann mal etwas Spannung auf. Und dank eines ziemlich abrupten Endes, fühlt es sich an, als wäre man mittendrin rausgerissen worden.

    Für mich bleibt es daher bei einem ziemlich langweiligen Roman, der meine Erwartungen leider nicht erfüllen konnte.

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Max

Buchseite und Rezensionen zu 'Max' von  Markus Orths
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Max"

Format:Audible Hörbuch
Seiten:0
EAN:
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Rezensionen zu "Max"

  1. Ein Künstlerroman zum Hören

    Max Ernst (1891 – 1976) gehört zu den bedeutendsten Malern, Grafikern und Bildhauern des 20. Jahrhunderts. Der Autodidakt war 1919 Mitbegründer der Kölner Dada-Gruppe und gehörte ab 1922 zu den Surrealisten um den Dichter André Breton. Geboren im Rheinland, kam er Anfang der 1920er-Jahre nach Frankreich. 1941 floh er von dort mit Unterstützung des berühmten Fluchthelfers Varian Fry vor der Gestapo in die USA und kehrte 1953 nach Frankreich zurück, wo er bis zu seinem Tod am Tag vor seinem 85. Geburtstag lebte.

    Egal wo er sich aufhielt, welcher Strömung er folgte, in welcher Technik und mit welchem Material er arbeitete, Max Ernst war kein Mann, der alleine blieb. Zahlreiche Frauen begleiteten ihn ab seinem 19. Lebensjahr. Die sechs wichtigsten stellt der Autor Markus Orths in seinem biografischen Roman "Max" neben dem Künstler in den Mittelpunkt und benennt nach ihnen die sechs Kapitel, denen ein kurzer Prolog vorausgeht. Mit vier der Frauen war Max Ernst verheiratet. Fünf begleiteten ihn während 33 Jahren, die letzte weitere 33 Jahre bis zu seinem Tod.

    Kapitel „Lou“ und „Galapaul“
    Den Reigen der Frauen eröffnet Luise Straus, genannt Lou, die Max Ernst 1918 heiratete, Mutter seines einzigen Kindes, dem Sohn Hans-Ulrich, genannt Jimmy. Als selbstbewusste, durchsetzungsfähige und intelligente Frau konnte die promovierte Kunsthistorikerin und Journalistin für sich und ihren Sohn sorgen, nachdem Max Ernst sie verließ. Doch weder er noch der Sohn konnten die Jüdin vor der Deportation aus ihrem französischen Exil und der Ermordung in Auschwitz retten.

    Die erste Ehe tauschte Max Ernst 1922 gegen eine Ménage-à-trois mit dem Lyriker Paul Éluard und dessen Frau Gala, der späteren Frau von Salvador Dalí, ein.

    Kapitel „Marie-Berthe“ und „Leonora“
    Ehefrau Nummer zwei des mittlerweile 35-jährigen Künstlers wurde 1927 überstürzt die 21-jährige Marie-Berthe Aurenche, die psychisch nie über die Trennung hinwegkam. Leonora Carrington, eine britische Künstlerin, war 20, als der 46-jährige Max Ernst sie 1937 kennenlernte. Sie war seine große Liebe, mit der er zeitweise in einem gemeinsamen Haus in Saint-Martin-d’Ardèche lebte.

    Kapitel „Peggy“ und „Dorothea“
    Als die Beziehung zu Leonora in den Kriegswirren zerbrach, wurde 1941 die reiche, kapriziöse US-amerikanische Kunstsammlerin Peggy Guggenheim Ernsts dritte Ehefrau, eine Verbindung, die sich schnell als Irrtum erwies. Erst als er 1943 die Malerin Dorothea Tanning kennenlernte, die 1946 seine vierte und letzte Ehefrau wurde, kam er zur Ruhe.

    Mehr als schmückendes Beiwerk
    Markus Orths gibt jeder der Frauen breiten Raum, stellt ihre Biografien, ihre Stärken, Ambitionen und Schwächen in den Mittelpunkt und reduziert sie nicht zum Anhängsel des berühmten Künstlers. Fast alle waren auf ihre Art beeindruckende Frauen, wobei Luise Straus für mich herausragt.

    Leider gekürzt
    Der Sprecher Torben Kessler liest das Hörbuch auf sechs CDs mit 456 Minuten ausgesprochen angenehm, allerdings bedauere ich sehr, dass es sich um eine gekürzte Fassung handelt. Sind die auf nur einer, der letzten, CD zusammengefassten Jahre ab 1941 eine Folge dieser Kürzung? Gerne hätte ich den vollständigen Text gehört. Trotzdem ist auch das Hörbuch empfehlenswert, gewährt es doch nicht nur Einblicke in das Leben des unermüdlichen Kunst-Erneuerers Max Ernst, sondern auch in das seiner Partnerinnen und vieler zeitgenössischer Künstlerkollegen eines überaus spannenden Jahrhunderts.

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Die Berechnung der Sterne

Buchseite und Rezensionen zu 'Die Berechnung der Sterne' von  Mary Robinette Kowal
NAN
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Inhaltsangabe zu "Die Berechnung der Sterne"

Format:Audible Hörbuch
Seiten:0
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Der Buchspazierer

Buchseite und Rezensionen zu 'Der Buchspazierer' von  Carsten Henn
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Der Buchspazierer"

Format:Audible Hörbuch
Seiten:0
Verlag:
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Rezensionen zu "Der Buchspazierer"

  1. Ein Fest für Lesende

    Carl Kollhoff war Buchhändler mit Leib und Seele. Jetzt wo, er „zum alten Eisen gehört“ liefert er nach Ladenschluss Buchbestellungen an spezielle Kundschaft aus. Seine allabendlichen Buchspaziergänge sind für Carl ein liebgewordenes und wichtiges Ritual. Für ihn und die Menschen, die er besucht ist es oft der einzige zwischenmenschliche Kontakt. Doch dieses besondere Service soll bald eingestellt werden, zu wenig profitabel, behauptet die Besitzerin der Buchhandlung. Eine ungeahnte Wendung, die Carls Leben auf den Kopf stellt, bringt seine Begegnung mit der neunjährigen Schascha mit sich.

    „Der Buchspazierer“ von Carsten Henn, in der Hörbuchversion gelesen von Reinhard Kuhnert, ist eine liebenswerte Geschichte mit Wohlfühlcharakter über die Liebe zum Lesen und zu Büchern. Der Sprecher vermittelt mit seiner ruhigen und sonoren Stimme überzeugend das Gefühl dem Protagonisten Carl Kollhoff nahe zu sein.

    „Carl unterschied Leser in Hasen, Schildkröten und Fische. Er selbst war ein Fisch und ließ sich in einem Buch treiben. Mal gemächlich, mal schnell.“

    Carls Leben ist der Literatur, den Büchern, dem Lesen und den Lesenden gewidmet. Außerhalb seiner Bücherwelt ist Carl einsam und zurückgezogen.

    „Er war der Welt, wie er sich manchmal eingestand, ein wenig abhandengekommen.“

    Es sind ausgewählte Personen, denen Carl regelmäßig Bücherlieferungen bringt. Alle haben ihre besonderen Eigenheiten, Sorgen und Ängste. Für alle hat Carl Namen aus der Literatur gewählt: Effie Briest für die Frau mit dem gewalttätigen Ehemann, die so gerne romantische Bücher liest. Mr. Darcy für den schwerreichen aber äußerst introvertierten Leser von Klassikern. Herkules für den muskulösen Riesen, der gar nicht lesen kann, und noch einige andere mehr….

    Die kleine Schascha bringt ordentlich Schwung in die verstaubte Routine. Nicht nur Carl, sondern auch dessen „Schützlingen“ wird durch das altkluge und verschmitzte Mädchen gehörig der Kopf verdreht.

    Das ist auch der Punkt, der dem Buch einen Kritikpunkt einbringt. Die Personen sind stereotype Abziehbilder. Dass die Rolle der „bösen Hexe“ von der Buchhändlerin übernommen werden musste, hat mich fast ein wenig gekränkt. Das Leben ist nicht ganz so einfach, dass ein aufgewecktes Kind sämtliche Probleme mit seinem Lachen wegzaubern könnte. Aber es wäre natürlich schön, wenn es so wäre.

    Davon abgesehen ist „Der Buchspazierer“ eine charmante Hommage auf das Lesen und das Leben mit Büchern sowie ein Fest für Lesende und bereitete mir angenehme Lese- beziehungsweise Hörstunden.

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Ein Gentleman in Moskau: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Ein Gentleman in Moskau: Roman' von Amor Towles
3.65
3.7 von 5 (3 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Ein Gentleman in Moskau: Roman"

Moskau, 1922. Der genussfreudige Lebemann Graf Rostov wird verhaftet und zu lebenslangem Hausarrest verurteilt, ausgerechnet im Hotel Metropol, dem ersten Haus am Platz. Er muss alle bisher genossenen Privilegien aufgeben und eine Arbeit als Hilfskellner annehmen. Rostov mit seinen 30 Jahren ist ein äußerst liebenswürdiger, immer optimistischer Gentleman. Trotz seiner eingeschränkten Umstände lebt er ganz seine Überzeugung, dass selbst kleine gute Taten einer chaotischen Welt Sinn verleihen. Aber ihm bleibt nur der Blick aus dem Fenster, während draußen Russland stürmische Dekaden durchlebt. Seine Stunde kommt, als eine alte Freundin ihm ihre kleine Tochter anvertraut. Das Kind ändert Rostovs Leben von Grund auf. Für das Mädchen und sein Leben wächst der Graf über sich hinaus.


"Towles ist ein Meistererzähler" New York Times Book Review


"Eine charmante Erinnerung an die Bedeutung von gutem Stil" Washington Post


"Elegant, dabei gleichzeitig filigran und üppig wie ein Schmuckei von Fabergé" O, the Oprah Magazine

Autor:
Format:Kindle Ausgabe
Seiten:561
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Rezensionen zu "Ein Gentleman in Moskau: Roman"

  1. Verbannung im Hotel

    Durch die russische Revolution wird der Graf Rostov im Grande Metropol verbannt. Falls er sich der Verbannung entzieht, wird er erschossen. Der Graf Rostov versucht das beste aus dieser Situation zu machen. Er muss in eine kleine Dachgeschoßwohnung umziehen. Ein Teil seiner Habe darf er mitnehmen; der Rest gehört dann der Öffentlichkeit. In dem Falle gehört das dann dem Hotel.

    Er freundet sich mit einem neun- jährigem Mädchen (Nina) an. Die zeigt ihm die ganzen Räumlichkeiten, wo sich das Personal aufhält und so, dass er ein Einblick hinter den Kulissen erhält. Er freundet sich dann im Laufe der Zeit auch mit dem Personal an. Die Gerichte, die der Graf dort im Metropol- Hotel serviert bekommt, werden sehr detailiert vorgestellt, so dass dem Leser das Wasser im Munde zusammenläuft.

    Aber für mein Empfinden wird das Buch doch recht monoton erzählt. Ich finde das Buch hat wenig Handlung, viel Atmosphäre. Es ist eher ein Genussbuch, bei dem inhaltlich nicht viel passiert.

    Dieses Buch kann ich empfehlen

    Als Wohlfühlbuch (bei dem inhaltlich nicht viel herumkommt, aber die Speisen zelebriert werden)

    Zu Weihnachten (der Zeit der Einkehr, wo man das Buch langsam mit Genuss konsumiert)

    oder wenn man in Quarantäne oder lange das Bett hüten muss, da man krank ist.

    Für mich war es leider zu wenig Inhalt und zuviel Atmosphäre. Aber irgendwann denke ich wird die Zeit reif sein dieses Buch nochmal zu lesen. Jetzt ist irgendwie nicht der richtige Zeitpunkt.

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  1. Entfaltet sich elegant

    Ein Roman mit vielen Seiten, der langsam genossen und nicht als Pageturner weggelesen werden möchte, denn dafür ist der Schreibstil zu schwer und blumig - wie ein elegantes Parfum, das seine Kopfnote erst nach einiger Zeit entfaltet. Es gibt Zeitsprünge, die einen vor veränderte Tatsachen stellen, deren Ursache man erst viel später verraten bekommt. Man kann also eine leichte Ungeduld entwickeln. Doch folgt man Rostov, seinen Gedankengängen und seinen Erlebnissen beharrlich und geduldig, wird man belohnt.
    Die Charaktere sind dreidimensional gestaltet, rufen unterschiedlichste Emotionen hervor und machen es nachvollziehbar, ob der charmante, gewitzte und nur ein Mal ein wenig depressive Graf sich mit ihnen befreundet, ihnen vertraut oder eben nicht. Die Vielzahl der Personen erinnert an die russischen Klassiker, an die sich Alexander Rostov an vielen Stellen erinnert. Dennoch behält man in diesem Fall den Überblick.
    Eine emotionale, eindringliche aber eben auch anstrengende Geschichte.

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  1. Hotel Metropol

    Alexander Iljitsch Graf Rostov hat ein privilegiertes Leben in Müßiggang und Genussfreude gelebt. Allein das macht ihn im Rußland der Zwanziger Jahre zu einer unerwünschten Person. Von der Revolutionsregierung wird er unter lebenslangen Hausarrest gestellt. Das klingt nicht so übel, wenn man eine Suite im legendären Moskauer Hotel Metropol bewohnt. Allerdings haben die neuen Machthaber vorgesorgt, die Suite ist perdu, eine winzige Dachkammer ist nun sein Domizil. Aber Alexander hat sich eine Maxime zu eigen gemacht „wenn man nicht Herr der Umstände ist, wird man von den Umständen beherrscht“. So richtet er sein neues Leben ein, bis die Ankunft eines jungen Mädchens im Hotel in aus seiner Beschaulichkeit reißt. Nina ist mit ihrem Vater, einem der neuen Beamten der Regierung nach Moskau gekommen und leben ebenfalls im Hotel. Nina, still, klug und von bestechender kindlicher Logik krempelt sein Leben um. Er lernt die geheimen Treppen und Räume der Dienstboten (wie sie an einen Generalschlüssel gekommen ist, bleibt ihr Geheimnis), die Abläufe hinter den prächtigen Türen kennen. Ein Vorteil, der sich auszahlt, als die Umstände Graf Rostov ins weiße Jackett eines Kellners zwingen.
    Ein Leben im Hotel - ein Leben in einem kleinen, eng umgrenzten und definiertem Kosmos, aber so reich an Ideen, Thesen und Erlebnissen. Ich habe schon lange kein Buch mehr gelesen, dass mich von der ersten Seite an, so angesprochen und berührt hat. Es sind nicht die großen Umwälzungen, die das Buch zum Thema hat, sondern ein Mensch, dessen Leben mit feinen Pinselstrichen gezeichnet wird. Der sich jeder Herausforderung stellt, aber dabei immer anständig und loyal bleibt und für Menschen, die ihm begegnen und wichtig sind, auch sein eigenes Wohl zurückstellt. Wenn nach langen Jahren der Verbannung ein zurückgekehrter Jugendfreund zu Alexander sagt „ du scheinst der glücklichste Mensch Rußlands zu sein“ hat er den Kern getroffen.
    Ich hätte diesen Roman noch ewig weiterlesen können, hier ist eine untergegangene Welt, eine ferne Epoche auferstanden, so lebendig erzählt der Autor Rostovs Leben.
    Ich habe ein Lieblingsbuch gefunden, das mich sicher immer wieder zum erneuten lesen und entdecken reizen wird. Ich möchte es jedem Leser ans Herz legen.

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Die Optimisten

Buchseite und Rezensionen zu 'Die Optimisten' von Rebecca Makkai
4.15
4.2 von 5 (6 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Die Optimisten"

Die Liebe in schwierigen Zeiten.

Chicago, 1985: Yale ist ein junger Kunstexperte, der mit Feuereifer nach Neuerwerbungen für seine Galerie sucht. Gerade ist er einer Gemäldesammlung auf der Spur, die seiner Karriere den entscheidenden Schub verleihen könnte. Er ahnt nicht, dass ein Virus, das gerade in Chicagos „Boys Town“ zu wüten begonnen hat, einen nach dem anderen seiner Freunde in den Abgrund reißen wird.
Paris, 2015: Fiona spürt ihrer Tochter nach, die sich offenbar nicht finden lassen will. Die Suche nach der Tochter gestaltet sich ebenso zu einer Reise in die eigene Vergangenheit, denn in Paris trifft sie auf alte Freunde aus Chicago, die sie an das Gefühlschaos der Achtzigerjahre erinnern und sie mit einem großen Schmerz von damals konfrontieren.
Die Optimisten ist eine zutiefst bewegende Geschichte darüber, wie Liebe uns retten, aber ebenso vernichten kann, und wie uns traumatische Ereignisse ein Leben lang prägen können, bis Heilung möglich wird.

PULITZER PRIZE FINALIST

NATIONAL BOOK AWARD SHORTLIST

AUSGEZEICHNET MIT DER ANDREW CARNEGIE MEDAL

AUSGEZEICHNET MIT DEM LOS ANGELES TIMES BOOK PRIZE

NEW YORK TIMES 10 BEST BOOKS 2018

»Ein Pageturner ... eine packende und tief bewegende Geschichte über das Leben in schwierigen Zeiten.« Michael Cunningham in der The New York Times Book Review

»Fesselnd, spannend, wunderschön.« The Boston Globe

»Warmherzig und mehrdimensional erzählt ... Süchtigmachend.« The San Francisco Chronicle

»Vielstimmig, grandios.« The Chicago Tribune

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:624
Verlag: Eisele eBooks
EAN:
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Rezensionen zu "Die Optimisten"

  1. Zeitreise

    Im Endeffekt geht es in diesem Buch um schwule Männer in Chicago, (um 1985) die an AIDS erkranken und daran sterben und wie das soziale Umfeld (in dem Fall Fiona) mit diesen Verlusten umgeht.

    Für mich war die Geschichte, die in Chicago spielt toll geschrieben. Die Männer werden sehr liebevoll und berürhend beschrieben, so dass man sie als Leser richtig lieb gewinnt. Sie wurden für einen richtige Freunde, mit denen man sich mitfühlt und trauert.

    Als Gegenpol spielt der andere Teil in Paris. Fiona, die ihren Bruder in den 1980 er Jahren verloren hatte und eine Schlüsselfigut und Maskottchen, der schwulen Szene in Chicago, sucht ihre Tocher, Claire. Diese hat den Kontakt zu Fiona abgebrochen und ist in eine Sekte abgetaucht und hat sich dann mit ihrem damaligen Freund daraus befreit.

    Für mich schrappte die Geschichte knapp an Trash/ Schmonzette und Melodramatik vorbei. Sie war wirklich sehr langatmig geschrieben, so dass ich 200 Seiten vorgeblättert habe, um festzustellen, dass ich nicht sehr viel verpasst habe.

    Was für mich ein wirklicher Pluspunkt war, dass die Figuren, die in Chicago spielten, "echt" waren. Sie lebten, sie berührten mich. Ich wollte auf einmal total viel über die Entwicklung der Krankheit AIDS erfahren. Und ihr Lebens- und Leidensweg hat mich zu Tränen berührt. Ich habe als Leser gemerkt, dass die Autorin wirklich etwas zu sagen hat und dass das ihr Thema ist/ war.
    Ein wirklich lesenswertes Buch!

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  1. Auch in Krisenzeiten gilt: Immer optimistisch bleiben

    Der Roman spielt auf zwei sich abwechselnden Zeitebenen. Die eine beginnt im Jahre 1985 in Chicagos „Boystown“, einer Gegend, in der viele schwule junge Männer leben, lieben, feiern und das Leben genießen. Bis die bis dahin unbekannte Krankheit AIDS droht, dieses Dasein komplett zu beenden.

    Wir lernen Yale und Fiona auf Nicos Trauerfeier kennen. Yale war Nicos Freund, Fiona seine Schwester. In der Zeitebene von 1985 ist Yale die Hauptfigur. Er ist leidenschaftlicher Kunstexperte und arbeitet für eine kleine Galerie. Die Bekanntschaft mit Fiona führt zum Kontakt mit der über 90-jährigen Nora, die in ihrer Jugend Modell für bekannte Maler saß. Aus dieser Zeit verfügt sie noch über einige Bilder, die sie Yales Galerie stiften möchte. Die Familie nicht beglückt darüber, weil sie dann den Erbanspruch verlieren würde. Es entwickelt sich eine höchst interessante Auseinandersetzung rund um die Kunstwerke.
    Yales Privatleben scheint in ruhigen Bahnen zu verlaufen. Er lebt seit Jahren mit Charlie in einer monogamen Partnerschaft, er hat einen großen Freundeskreis. An den Wochenenden trifft man sich in unterschiedlichen (Schwulen-)Bars, genießt das Leben, kämpft aber auch für die eigenen Rechte. Eingetrübt wird die Stimmung erst durch das neue Virus HIV, das Lücken in die Schwulenszene reißt. Trotzdem bleiben die jungen Männer optimistisch, versuchen mit der Bedrohung zu leben. Mancher lässt sich testen, mancher will es gar nicht wissen. Man hilft den Betroffenen, die vielfach keinen Kontakt mehr zu ihren Familien haben, in den Phasen der Krankheit bis hin zum Tod. So bedrückend dieses Szenario scheint, so gut ist es der Autorin gelungen, den Blick stets nach vorne zu richten, ohne allzu große Trübsal aufkommen zu lassen. Der Roman wirkt nie hoffnungslos. Ich denke, dass dort auch der Titel des Buches herrührt.

    Die zweite Zeitebene spielt im Jahr 2015, also 30 Jahre später. Fiona steht nun im Mittelpunkt, die nach Frankreich gereist ist, um ihre verschollene Tochter Claire zu suchen. Claire soll mit dem falschen Mann in die Fänge einer Sekte geraten sein, sie hat seit Jahren keinen Kontakt mehr zu ihren Eltern. Fiona vermutet, dass sie mittlerweile eine kleine Tochter haben könnte.
    In Paris wohnt Fiona bei ihrem alten Freund, dem mittlerweile berühmten Fotografen Richard Campo, der damals in Chicago zum engsten Freundeskreis ihres Bruders Nico gehörte und noch Kontakte zu den Überlebenden von damals hat. Nach und nach wird Fiona, die offenbar vielen Sterbenden aus der Schwulenszene in ihren letzten Wochen beigestanden hat, mit ihrer verdrängten Vergangenheit, mit ihrer Trauer und erlittenen Verletzungen konfrontiert, die weitreichende Auswirkungen auf ihr eigenes Familienleben gehabt haben. So sind diese Tage in Paris nicht nur eine Suche nach Claire, sondern auch eine Reise in die Vergangenheit und Einkehr eigene Ich, die neue Erkenntnisse zutage fördern. Wie nebenbei eingewoben werden auch die grausigen Terroranschläge vom 13. November 2015 mit ihren Folgen für die Pariser Bevölkerung.

    Die Zeitebenen wechseln sich kapitelweise ab. Beide Geschichten entwickeln ihren eigenen Sog, zum Ende hin erfährt man immer mehr Details aus der Vergangenheit, die Erklärungen liefern und Zusammenhänge zur Gegenwart herstellen, was etwas Erleuchtendes hat. Diese Komposition ist Makkai sehr gut gelungen.
    Das Buch entwickelt eine unglaubliche Wucht, weil man als Leser die Tragödie der um sich greifenden AIDS-Erkrankung hautnah aus erster Hand vor Augen geführt bekommt. Was für viele von uns damals nur Schlagzeilen aus einer anderen Welt waren, erhält auf einmal eine höchst persönliche Note: Zunächst war da nur die allgemeine Ungläubigkeit, bis man sah, was die Krankheit mit den Betroffenen machte: Sie höhlte aus, verursachte hässliche Ausschläge, inaktivierte die Immunabwehr und führte schließlich auf brutale Weise und unumkehrbar zu Tod. Die Nachricht, dass ein naher Freund erkrankt war, führte nicht nur zu Betroffenheit, sondern mitunter zu monatelanger Angst, auch selbst infiziert zu sein. Eine Angst, die erst durch den erlösenden Test genommen (oder bestätigt) werden konnte. Medikamente gab es noch nicht, AIDS war ein Todesurteil. Es blieb nur die Hoffnung auf einen möglichst späten Ausbruch der Krankheit. Dazu kam die Ächtung und allgemeine Diskriminierung der Schwulen in der Gesellschaft. Das alles wird sehr authentisch und doch unsentimental erzählt.

    Beide Erzählebenen lesen sich völlig unkompliziert, man hat keine Probleme beim Wechseln und Folgen. Insofern ist es ein entspannender Roman, der zudem zufällig zum richtigen Zeitpunkt erschienen ist: mitten in der Corona-Krise. Wieder bringt eine unbekannte Krankheit Tod und Leid über die Menschen und zwingt zur Veränderung von Gewohnheiten.

    „Die Optimisten“ ist ein wunderbares Buch zum Abtauchen. Es bringt einem eine vergangene Krise ins Bewusstsein, macht aber auch vor aktuellen Herausforderungen nicht Halt. Es hält eine erstaunliche Anzahl wirklich sympathischer Figuren parat, von denen nicht viele überleben. Trotzdem ist der Grundton optimistisch. Fiona hat in ihrem Leben viel Gutes geleistet und darüber ihre eigene Familie vernachlässigt. Am Ende hilft immer nur das Nachvorneschauen, ohne sich an Vergangenem festzuhalten. Das ist das, was man aus diesem überaus lesenswerten Roman mitnehmen kann: Immer optimistisch bleiben!

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  1. 4
    23. Mai 2020 

    Boystown

    Im Chicago Mitte der 1980er leben Yale und seine Freunde in einer eingeschworenen Community. Das Leben könnte so schön sein, gäbe es da nicht diese unheimliche Krankheit, die Lücken in ihre Reihen reißt. Fiona ist eine der wenigen jungen Frauen, die als Nicos Schwester ein festes Mitglied der Gemeinschaft ist. Und Nico ist einer der ersten aus ihren Reihen, der der Krankheit erliegt. Was soll dieses Virus? Sie wollten sich doch gerade ihren Platz in der Gesellschaft erobern, sie wollten feiern, sie wollten Spaß. Keiner wollte so jung sterben.

    Auf zwei Zeitebenen ist dieser Roman angesiedelt. Zum einen wie erwähnt in den 80ern des letzten Jahrhunderts - wie weit weg das klingt - und zum anderen im Jahr 2015 als Fiona nach Paris reist, um nach ihrer Tochter zu suchen. Überraschend trifft sie in der Stadt der Liebe ein paar der alten Bekannten wieder und damit erstehen auch die alten Zeiten vor ihrem inneren Auge wieder.

    Die Autorin zieht einen selbst in die Erinnerung an die eigene Jugend. Auch wenn man wegen der dörflichen Herkunft im direkten Umfeld nicht allzu viel mitbekam, so war die Krankheit und das Virus allgegenwärtig. Die Lust am Feiern wurde jäh ausgebremst, auf einmal war Vorsicht geboten. Und der Gedanke, mich betrifft es nicht, bot keine Erleichterung. Es konnte jeden treffen. Wie schlimm muss es da erst unter denen gewesen sein, die eigentlich nur ihr Leben leben wollten, beruflich durchstarten und ihre Liebe genießen? Plötzlich wurden Freunde, Kollegen und Liebste von ihrer Seite gerissen und doch steckten sie manchmal den Kopf in den Sand. Und Fiona mitten drin, häufig der letzte Halt für ihre Freunde.

    Mit dem von ihr gewählten Thema berührt die Autorin, besonders wenn man eine Erinnerung an die aufkommende Bedrohung hat. Gerade heutzutage wo es auch gilt gegen eine bedrohliche Krankheit, gegen die es kein Mittel gibt, anzukämpfen, bekommt das Buch eine zusätzliche Aktualität. Allerdings schafft die Autorin es nicht, einem die handelnden Personen wirklich nahe zu bringen. Vielleicht ist die Handlung etwas zu episodenhaft erzählt. Dennoch regt das Buch zum Nachdenken an und einige Szenen sind wirklich herzzerreißend.

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  1. 5
    16. Mai 2020 

    Ein interessanter, bewegender und hochaktueller Pageturner!

    Zwei Geschichten werden erzählt und geschickt miteinander verwoben. Sie greifen ineinander, werden schließlich zu einer Geschichte und am Ende schließt man das über 600-seitige Werk mit einem zufriedenen Lächeln und der Gewissheit, ein interessantes, berührendes und unterhaltsames Buch gelesen zu haben, das man nicht so schnell vergessen wird.

    Am einen Ende die Aids-Krise in Chicago (1980-er Jahre), am anderen Ende die Terroranschläge in Paris (2015).
    Dazwischen Krankheit und Tod. Leben, Leidenschaft und Liebe. Freundschaft, Verbundenheit, Vergebung und Treue.

    Die ganze Palette an Emotionen wird im Verlauf des Romans ausgelöst, aber zu keinem Zeitpunkt wird er kitschig oder rührselig.

    Nach dem Öffnen des Buches landen wir auf einem „Leichenschmaus“. Aber nicht in einer Gaststätte, sondern im eleganten Brownstone-Haus von Richard in Chicago im November 1985.

    Der väterliche, gut situierte, homosexuelle und talentierte Fotograf Richard hat eine Trauerfeier für die schwulen Bekannten und Freunde des vor drei Wochen an Aids verstorbenen, erst 25 Jahre alten Comiczeichners Nico organisiert.

    Auf der offiziellen Trauermesse ist die schwule Community nicht erwünscht.

    Neben dem 31-jährigen Yale und dem um 5 Jahre älteren Charlie, Nicos besten Freunden, ist auch Fiona, Nicos um vier Jahre jüngere Schwester, auf dem Fest bei Richard.
    Diese fünf Personen, Fiona, Nico, Yale, Charlie und Richard, werden uns den ganzen Roman über begleiten.

    Fiona und ihr verstorbener Bruder Nico waren eng miteinander verbunden.
    Er wurde mit 15 Jahren von den Eltern verstoßen. Sie hat sich mit ihrem Bruder solidarisiert und ihm und ihren gemeinsamen Freunden bis zuletzt die Treue gehalten.

    Yale und Charlie haben Nico am Sterbebett versprochen, sich um Fiona zu kümmern.
    Ein Versprechen, das letztlich in umgekehrter Weise eingelöst wurde.

    Alkohol, Drogen, Dia-Show… Eine feuchtfröhliche Party ist bei Richard im Gang. Genau so hätte es Nico gefallen.

    Yale wird auf dem Fest von Erinnerungen und Wehmut übermannt und zieht sich in ein Schlafzimmer in der ersten Etage zurück, um innerlich zur Ruhe zu kommen.
    Als er nach einiger Zeit wieder herunterkommt sind alle verschwunden. Das Haus ist wie ausgestorben.

    Was ist da passiert?
    Auf die Antwort müssen wir erst einmal warten, denn mit dem nächsten Kapitel gelangen wir ins Jahr 2015.

    Die inzwischen 51-jährige Fiona ist Psychologin und Geschäftsführerin eines Gebrauchtwarenladens „mit Mission“: Mit Umsatz und Erlös setzt sich Fiona für Aids-Erkrankte ein - eine Lebensaufgabe in Erinnerung an all‘ ihre verstorbenen Freunde und Bekannte.

    Im Moment befindet sie sich in einem Flugzeug nach Paris.
    Sie will dort mit Hilfe eines Privatdetektivs ihre Tochter Claire suchen, die sich vor einigen Jahren einer Sekte angeschlossen hat.

    Während ihres Aufenthalts wird sie bei Richard, dem mittlerweile 80-jährigen berühmten Fotografen, den wir bereits im ersten Kapitel kennengelernt haben und der damals die Trauerfeier für Fionas Bruder Nico organisiert hatte, wohnen.

    Nach diesem Kapitel wechseln wir regelmäßig zwischen 1985 ff und 2015 hin und her.
    Das Tolle dabei ist, dass jeder der beiden Erzählstränge interessant, unterhaltsam und packend ist und bewundernswert ist, wie die Autorin zwischen diesen beiden Ebenen eine Brücke schlägt.
    Es wirkt mühelos und unaufgeregt, wie sie die beiden Zeitstränge durch Personen, Geschehnisse und Erinnerungen verbindet.

    Wir lesen von den 1980-er Jahren, in denen das HIV-Virus zu grassieren und wüten begann und auch eine Bedrohung für Chicagos Schwulenszene wurde.
    Wir tauchen in „Chicagos Aidskrise“ ein, lesen von Tests, fehlenden Behandlungsmöglichkeiten, persönlichen Schicksalen, Vorurteilen, Ausgrenzungen und Demonstrationen.
    Mit rasanter Geschwindigkeit erkranken und sterben Infizierte. Die beängstigende Atmosphäre und die verunsicherte Grundstimmung erinnern an die momentane Bedrohung durch das Coronavirus. Ein Wiedererkennungseffekt, der gleichermaßen erschreckend wie faszinierend ist.

    Wir erfahren etwas über Yales Alltag in der Galerie, für die er gerade eine wertvolle Gemäldesammlung ergattern will, über Charlies Arbeit als Herausgeber der Zeitung „Out Loud Chicago“, einer „Schwulenzeitung“, und über die Liebesbeziehung der beiden Männer, die immer wieder von Charlies ungerechtfertigter Eifersucht überschattet wird.

    Die oben erwähnte wertvolle Gemäldesammlung stammt von Fionas und Nicos 90-jähriger Großtante Nora. Wir lernen aber nicht nur die faszinierende alte Dame, die einst Kunst studierte und bei berühmten Künstlern in Paris Modell saß, kennen, sondern auch Frank, ihren geldgierigen Sohn und Debra, ihre verwöhnte und übellaunige Enkelin, die beide mit der Spende nicht so ganz einverstanden sind.

    Ob es Yale schließlich gelingen wird, die Sammlung für die Galerie zu gewinnen und ob Fiona ihre Tochter in Paris finden wird, erzähle ich hier natürlich nicht, aber diese Geschichten in der Geschichte sind spannend, verschaffen einen interessanten Einblick in einen wichtigen Bereich der Kunstszene und zeigen auf, wie schnell Missverständnisse entstehen können, wie leicht Beziehungen Risse bekommen können und wie schwierig, unsinnig und unmöglich es oft ist, Schuld zuzuweisen.

    Rebecca Makkai schreibt empathisch, liebevoll, bewegend und ausdrucksstark.
    Sie zeichnet authentische und lebendige Charaktere und verwendet dabei eine flüssig zu lesende und bildhafte Sprache mit wunderschönen Formulierungen und Metaphern.

    Hier einige Kostproben:
    „Normalerweise war er ein Gummiball aus kinetische Energie…“ (Kindle, Pos. 219)

    Toll formuliert, so wahr und auch zum Schmunzeln: „Als ich in ihrem Alter war, dachte ich, ab 50 würde es nur noch bergab gehen. Tja. Die Vorteile, die zur Altersdiskriminierung führen, sind die einzigen, die sich von selbst korrigieren, nicht wahr?“ (Kindle, Pos. 2285)

    Welch schöne Metapher, um eine Infektionskette zu beschreiben: „Sie waren menschliche Dominosteine. Wie konnte er nicht wissen, dass er der nächste Dominostein in der Reihe war?“ (Kindle, Pos. 2594)

    Mit dieser Formulierung kann man sich die Szene doch ganz genau vorstellen: „Er ließ sich auf einen Barhocker sinken, SCHÄLTE die Sohlen vom klebrigen Boden und bestellte einen Manhattan.“ (Kindle Pos. 4457)

    Vielleicht überlegt sich der ein oder andere interessierte Leser skeptisch, dass er in einer real virusdominierten Welt nichts über ein anderes Virus lesen möchte, dass die Realität genug Schwere und Ernst bereithält und dass es gerade deshalb besonders bedeutsam ist, für ausgleichende Ablenkung und Unterhaltung zu sorgen.

    Ich habe vor der Lektüre keine dieser Überlegungen angestellt, weil ich blind auf Elke Heidenreichs Empfehlung vertraute, die keine Details über den Inhalt verriet.

    Jetzt, am Ende der Lektüre kann ich voller Überzeugung sagen, dass man den Roman auch bedenkenlos lesen kann, wenn man sich im Vorfeld diese Gedanken macht.

    Es geht zwar um eine ernste und berührende Thematik, aber der Roman ist vielschichtig, abwechslungsreich und durchweg fesselnd, kurzweilig, interessant und unterhaltsam.
    Makkai gelingt es, ein ausgewogenes Gleichgewicht zwischen Schwere und Leichtigkeit herzustellen.

    An dieser Stelle macht es Sinn, auf den Titel des Romans zu verweisen. Er heißt nicht umsonst „Die Optimisten“ und verweist zurecht darauf, dass es hier trotz schwerer und ernster Grundthematik nicht um Ausweglosigkeit, Pessimismus und Depression geht.
    Im Verlauf und vor allem gegen Ende des Romans wird klar, warum die Autorin gerade diesen Titel gewählt hat, der ein Gegengewicht zur mit dem Thema assoziierten Stimmung darstellt.

    Ich flog durch die Seiten und bezeichne ihn gerne als absolut lesenswerten Pageturner.

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  1. Von Aids und vom Tod

    Kurzmeinung: Verliert leider mit der Zeit durch Geschwätzigkeit und zu viele Handlungselemente.

    In dem Roman „Die Optimisten“ geht es um die Schwulenszene in den 1980ern in Chicago und die Veränderungen, die eintreten als das tödliche Aids-Virus ausbricht wie eine Seuche, gegen die man nichts tun kann.

    „Plötzlich ist Sex nicht mehr nur Sex“, lässt die Autorin ihren Hauptprotagonisten sagen. Sondern besetzt mit Angst und Krankheit, Verdächtigungen und aufgebrachten Unterstellungen gegenüber dem Gesundheitswesen und der Politik. Die sie (gefühlt) alle im Stich lassen. Denn zuerst hat man sich in der Szene endlich frei gefühlt, waren die 1980er die Zeiten des sexuellen Comingouts überhaupt und der Möglichkeit, sich auszuprobieren und von langhergebrachten Fesseln der Konventionen zu lösen. Das Paradies schlechthin! Und nun das: Zurück auf Null und von der Gesellschaft geächtet, ausgestoßen.

    Yale und Charlie sind ein monogames Paar, das schützt sie in diesen Zeiten vor Ansteckung und Tod. Der eine, Charlie, leitet mit Engagement und großem Erfolg eine Schwulenzeitung, der andere ist in der Kunstsparte tätig. Yale ist führender Angestellter einer der Northwesternuniversität angegliederten Galerie und fürs Fundraising zuständig. Dieses Fundraising umfasst sowohl finanzielle Zuwendungen wie auch das Anlandziehen von Vermächtnissen möglichst wertvoller Kunstgegenstände. Gerade ist Yale dabei, einer alten Dame zuzureden, der Galerie ihre millionenschweren Bilder zu vermachen und sie nicht der Familie zu überlassen. Eine schwierige Aufgabe. Zeitgleich: Das Idyll des schwulen Paares, Yale und Charlie, zerbricht als einer der beiden fremdgeht und sich ansteckt. Ist auch der andere angesteckt?

    Positiv ist zunächst herauszustellen, dass die Autorin das Geschehen der Schwulenszene in Chicago, das Aufkommen von Aids, die erschütternden Krankengeschichten sowie diverse politische Ereignisse, einschließlich der Kunstszene Chigacos, sehr authentisch darstellt.

    Leider auch akribisch. Die sorgfältige Recherche der Autorin führt deshalb zu manchen Längen. Subjektiv und drastischer ausgedrückt: Das Buch ist zu lang und ersäuft an seiner Detailfülle.

    Nach der Hälfte der Zeit verliert die geneigte Leserin allmählich das Interesse. Woran liegts im Einzelnen?

    Zwei parallel geführte Handlungstränge wechseln sich unnötigerweise regelmässig ab und lassen das Interesse erlahmen. Erstens hängen sie nur lose zusammen und zweitens gibt es keinen ersichtlichen Grund für den ständigen Wechsel, beide Stränge werden nicht immer dichter zusammengeführt, sondern bleiben für sich stehen bis zum Ende.

    Die Protagonisten, Yale in den 80igern und Fiona um 2015, begeistern nicht. Sie haben zu wenige Facetten. Leblos sind sie nicht und sie schwätzen auch eine Menge. Aber sie sind zu beschäftigt, um zu wirken. Yale mit seiner Kunst und dem Schwulsein und Fiona mit der Suche nach ihrer Tochter und Enkelin. Wer sind Fiona und Yale wirklich? No idea. Das Sosein kommt zu kurz.

    Die Handlung ist viel zu vollgestopft. Nicht nur verfolgen wir den sehr komplizierten Fundraisingsfall Yales in allen Einzelheiten, sondern auch seine Beziehungen zu Charles und zu quasi jedem, der ihm über den Weg läuft. Diverse Krankheitsverläufe und Todesfälle werden in der Rückschau beobachtet.

    In Paris wird es vollends wirr. Wir hasten mit einem Privatdetektiv durch die Gassen, brechen eine Wohnung auf, bereiten eine Ausstellung vor, arbeiten alte Beziehungen auf, haben sexuelle Abenteuer und erleben einen terroristischen Anschlag. Dazu schwätzen die Protagonisten ununterbrochen (vor sich hin). Dialoglastig ist ja per se nicht verkehrt, nur dann, wenn dies zum Nachteil "der Persönlichskeitsbildung" geht, dann schon.

    Fazit: Die historische Darstellung der Chicagoer Schwulenszene, einschließlich deren Verortung in Politik und Gesellschaft ist gut gelungen. Der zweite Teil mit Paris und allem drum und dran jedoch ist für ärgerliche Längen verantwortlich. Es wäre besser gewesen, ihn gar nicht zu bringen. Die Charakterzeichnungen hätten ausgeprägter sein können, ja müssen! Fiona ist eine sehr langweilige Person.

    Insgesamt ist der Roman schon gut lesbar, aber der große Wurf ist es nicht.

    Kategorie: (Fast historischer) Roman. Belletristik.
    Verlag: Eisele, 2020

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  1. Ein Buch, das nicht spurlos am Leser vorbeigeht

    Das Original, “The Great Believers”, rief in der englischsprachigen Literatur eine enorme Resonanz hervor – als habe der Roman endlich, endlich eine Lücke geschlossen, endlich ein kaum überwundenes Trauma in die richtigen Worte gefasst.

    Eine zugleich begeisterte und erschütterte Rezension folgte auf die nächste, der Roman wurde für einige Preise nominiert und gewann auch zahlreiche davon.

    Ich kann kaum in Worte fassen, was dieses Buch in mir hervorrief.

    Ich erinnere mich noch an die Zeit, als Aids sich das erste Mal durch die Nachrichten brannte wie ein Buschfeuer. Der Schock, aber vielerseits auch die direkt folgende Beschwichtigung: Gott sei Dank, dass mir das nicht passieren kann – das betrifft ja nur die Schwulen. (Erst später wurde klar: Aids kann auch Hetereosexuelle treffen.)

    Und so rückte eine Minderheit auf die furchtbarste Art ins Rampenlicht, während ihr Leid zugleich reißerisch ausgeschlachtet und marginalisiert wurde.

    Rebecca Makkai zollt diesem Leid drei Jahrzehnte später Respekt und echtes Mitgefühl.
    Das liest sich durchaus spannend, das liest sich sogar unterhaltsam, aber es reißt auch tiefe Wunden ins Leserherz, es bewegt, verstört und wühlt auf. Die Charaktere sind glaubhaft und komplex, und man hat immer im Hinterkopf: Wirst du das Buch überleben? Und du? Und du? Bitte, wenigstens du… Es schnürt einem die Kehle zu – und ja, ich habe geweint.

    Das ist meisterhaft geschrieben, in einer Sprache, die die Atmosphäre der Zeit und die Gefühle der Protagonisten mühelos zum Leben erweckt – da trifft jeder Satz ins Mark. ‘Zum Leben erweckt’? Da bin ich gerade vor meinen eigenen Worten erschrocken, die ungewollt zynisch wirken, wo doch nur wenige Charaktere das Buch überleben.

    Warum soll man das lesen? Warum sollte man sich das antun?

    Warum liest man überhaupt Bücher, die auf wahren Begebenheiten beruhen, wenn diese Begebenheiten schrecklich waren? In meinen Augen tut man das (auch), weil man die menschliche Natur verstehen will, die sich nie so prägnant und glasklar zeigt wie in Zeiten der Angst und des Schmerzes. “Die Optimisten” erfüllt genau dieses Bedürfnis nach Verstehen und Verständnis.

    Und der Roman zeigt ja nicht nur das Leid und den Schmerz, sondern auch die Hoffnung, die bedingungslose Liebe und die tief empfundene Freundschaft, ein wahres Kaleidoskop an Gefühlen. Da wird nichts künstlich aufgebauscht, nichts dramatisiert, aber auch nichts geschönt oder verharmlost.

    Die Autorin lässt die Gefühle der Charaktere, stellvertretend für die Gefühle der damals tatsächlich Betroffenen, ganz unaufdringlich einfach nur wirken. Sie gibt den Betroffenen eine Stimme und sie gibt auch den Schuldgefühlen der Überlebenden Raum. Und das wirkt so echt, dass man sich kaum vorstellen kann, dass Yale und seine Freunde nie wirklich gelebt haben.

    Der zweite Handlungsstrang im Jahr 2015 öffnet eine Tür für die Hoffnung.

    Hier wird deutlich: Heilung nach einem traumatischen Erlebnis ist möglich, doch erst müssen die eigenen Gefühle aufgearbeitet werden. Fiona, die die meisten ihrer Freunde überlebt hat, begreift, dass sie die Vergangenheit endlich loslassen muss, um das Verhältnis zu ihrer Tochter zu retten.

    Dieser Teil des Buches ist bitter nötig, denn wenn das Leid dargestellt wird, sollte auch die Hoffnung nicht verschwiegen werden. Der Autorin gelingt hier meines Erachtens die genau richtige Balance, ohne als Mehrgenerationenroman in die Kitsch-Falle zu tappen.

    Fazit

    In Chicago des Jahres 1985 rafft ein neuer Virus junge, bisher gesunde Männer aus der Schwulenszene dahin: Aids, das erst gar nicht ‘Aids’ hieß, sondern ‘Gay People’s Immuno Deficiency Syndrome’, weil man da noch dachte, es könne nur Schwule betreffen. Der junge Kunstexperte Yale muss zusehen, wie seine Freunde reihenweise sterben – immer in der Angst, er könnte der Nächste sein.

    Dreißig Jahre später wird Fiona, die Nichte eines Aids-Opfers, die im Kreise seiner größtenteils ebenfalls verstorbenen Freunde aufwuchs, erneut mit dieser Epoche konfrontiert.

    Rebecca Makkai beschreibt die Zeit, in der es noch keine Medikamente gegen Aids gab und Abertausende von Menschen auf furchtbare Art und Weise starben, ungeschönt, dabei aber nicht sensationsheischend, sondern mit Empathie und großem Respekt. Das geht unter die Haut, ist aber gerade deswegen sehr lesenswert.

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Pretty Venom: Roman (Gray Springs University 3)

Buchseite und Rezensionen zu 'Pretty Venom: Roman (Gray Springs University 3)' von Ella Fields
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Pretty Venom: Roman (Gray Springs University 3)"

„Was tust du, wenn außer Liebe nichts mehr übrig ist?“

Callum Welsh hatte die Kunst, mich zu hassen, bereits perfektioniert, als wir noch Kinder waren und dachten unsere Eltern würden uns früher oder später aus wirtschaftlichen Gründen gemeinsam vor den Traualtar zwingen. Er dachte, mir würde es gefallen, aber ich habe mir nur gewünscht, dass er mich in Ruhe lässt. 
Bis er mir eines Nachmittags meinen ersten Kuss stahl. 
Und trotz allem, was bis dahin geschehen war, war danach nichts mehr wie zuvor.

Mit den Jahren schmolz das Eis um unsere Herzen und er hasste mich nicht mehr. Er liebte mich sogar genug um mich zu heiraten.
 
Bis ich einen dämlichen Fehler machte und alles ruinierte. 

Der Hass kam zurück. Mit bösen Worten und noch schlimmeren Taten. Aber wir waren keine Kinder mehr. Ich konnte sein Gift ertragen. 

Er würde wieder zu mir gehören, selbst wenn es mich die Reste meines gebrochenen Herzens kosten würde.

Autor:
Format:Kindle Ausgabe
Seiten:400
Verlag: Forever
EAN:
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Rezensionen zu "Pretty Venom: Roman (Gray Springs University 3)"

  1. 4
    06. Okt 2019 

    Gelungener Reihenabschluss

    Inhalt: "Pretty venom" ist der Abschlussband der "Gray Springs University"-Reihe von Ella Fields. Im dritten Band geht es um Callum und Renee. Die beiden lernen sich als Kinder kennen, nachdem Renee mit ihren Eltern umgezogen ist. Ihre Eltern sind befreundet und wollen ihre Firmen zusammenlegen. Natürlich sind sie in den Augen ihrer Mütter ein Traumpaar. Die beiden sehen das aber absolut nicht. Sie hassen sich, wobei der Hass sich zeitweise zur Liebe entwickelt. Dann passiert allerdings etwas und der Hass ist, zumindest bei einer Person, zurück. Werden sie es schaffen wieder zueinander zu finden?

    Meinung: Auch dieses Cover gefällt mir, trotz den Gesichtern, ganz gut. Es passt perfekt zu den anderen beiden Covern, da es auf die gleiche Art gemacht worden ist. Der Titel passt gut zur Geschichte. Nina Bader hat, genauso wie bei den ersten beiden Bänden, auch diesen übersetzt. Der Schreibstil ist genauso toll wie bisher. Positiv aufgefallen ist, dass dieser Band keine auffälligen Rechtschreibfehler hat. Das hatte ich beim letzten Teil bemängelt, da es dort ziemlich viele waren. Besonders auf diesen Teil war ich sehr gespannt, da mich der Cliffhanger im zweiten Band ziemlich neugierig auf die Geschichte von den beiden gemacht hat. Die Idee fand ich von Anfang an gut. Auch während des Lesens fand ich sie immer noch gut. Anfangs war ich etwas überrascht, da ich damit gerechnet hatte, dass es kurz vor dem Cliffhanger oder danach einsetzen würde. Die Autorin hat aber wieder bewiesen, dass sie ihre Leser nicht gerne allzu lange im Dunkeln lässt und sie gerne möchte, dass der Leser von Anfang an dabei ist. So hat auch dieses Buch beim Beginn ihrer gemeinsamen Geschichte angefangen. Wir lernen die beiden bei ihren ersten Begegnungen kennen. Jedes Kapitel erzählt von gemeinsam erlebten Situationen und Momenten von der Kindheit bis zu Zeit an der Universität. Die Geschichte wird sowohl aus Renees als auch Callums Sicht erzählt, so dass man immer einen guten Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt beider Seiten bekommt. Das hat mir sehr gut gefallen. Allerdings gab es zwischendurch ein paar kleine Längen, dadurch, dass die Geschichte schon so früh anfängt und zwischendurch auch mal nicht so viel passiert. Diese Längen sind zum Glück nur kurz. Ehrlich gesagt hat mich der Verlauf der Geschichte ein bisschen überrascht, da ich mit dem Grund für den erneuten Hass nicht gerechnet hatte. Der Geschichtsverlauf hat mir sehr gut gefallen. Gerade auch der Grund für den Hass und dass es von dieser Person ausging, da man wenn es eher andersrum erwartet hätte, da sowas typisch für solche Geschichten wäre. Die Gedanken, Gefühle und Handlungen fand ich realistisch und gut dargestellt. Die beiden Charaktere fand ich auch toll. Die Chemie zwischen den beiden war gut, sodass sie für mich eigentlich ein gutes Paar abgeben. Ehrlich gesagt gab es auch Szenen, in denen ich abwechselnd eine/n von den beiden immer mal wieder nicht mochte, aber das hielt sich in Grenzen. Für mich macht das manchmal auch eine gute Geschichte aus. Schließlich benimmt sich jeder Mensch mal so, dass man ihn kurz nicht mag. Gerade das macht die Geschichte und die Charaktere so echt. Auch die Nebencharaktere mochte ich. Sie waren gut ausgearbeitet und individuell. Natürlich hat mich das Wiedersehen mit den Charakteren aus den ersten Bänden sehr gefreut. Diesmal gab es auch nicht so viele Szenen- und Dialogwiederholungen wie in Band zwei. Ich finde es sehr schade, dass die Zeit an der Gray Springs University jetzt beendet ist.

    Fazit: Ein gelungener Abschluss der "Gray Springs University"-Reihe von Ella Fields! Zwar gefällt mir der erste Band immer noch am besten, aber dieser erreicht Platz zwei der Reihe. Ich kann die ganze Reihe einfach nur jedem ans Herz legen, der gerne Geschichten, die an der Uni spielen, liest.

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Bittersweet Always

Buchseite und Rezensionen zu 'Bittersweet Always' von Ella Fields
3
3 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Bittersweet Always"

Manche Wunden kann Liebe nicht heilen, aber sie muss es wenigstens versuchen.

Toby Hawthorne war ein Mysterium. Ein Rätsel, das nicht Teil meiner Pläne fürs College war. 
Ich war nicht auf der Suche nach Liebe. Aber ich war auch nicht nicht auf der Suche nach Liebe. Und an diesem Ort, zwischen allen Stühlen, fand er mich.

Ich hatte keine Ahnung von den Kämpfen, die er jeden Tagen austrug, und verliebte mich Hals über Kopf. Als ich es herausfand, war es zu spät. Weil ich alles wollte. Jedes zerbrochene verlorene Teil von ihm. 

Ich wusste, dass ich ihn nicht heilen konnte. Ich konnte ihn nur lieben. Aber ich hätte wissen müssen, dass Liebe nicht genug ist.

"Eine mitreißende, berührende, zutiefst bewegende gefühlvolle Geschichte die unter die Haut geht." (Fairys Wonderland)

Autor:
Format:Kindle Ausgabe
Seiten:432
Verlag: Forever
EAN:
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Rezensionen zu "Bittersweet Always"

  1. 3
    05. Sep 2019 

    Kein typisches New Adult Buch

    Inhalt: "Bittersweet always" ist der zweite Band der "Gray Springs University"-Reihe. In diesem Band geht es um Pippa und Toby. Sie lernen sich auf einer Party kennen. Sie findet ihn anziehend und mysteriös. Als sie langsam herausfindet, was sein Geheimnis ist und wie er eigentlich ist, wird dies zur Belastungsprobe ihrer Beziehung. Kann sie ihm helfen? Haben die beiden überhaupt eine Chance zusammen? Schließlich ist Toby genau der Typ Mann, von dem sie Abstand halten wollte..

    Meinung: Das Cover gefällt mir ganz gut. Es passt sehr gut zu den Covern der anderen zwei Bände. Die Schrift finde ich wie auch schon beim ersten Buch total schön. Der Titel passt sehr gut zum Inhalt. Auch dieser Band wurde von Nina Bader übersetzt. Negativ sind mir leider die vielen Rechtschreibfehler aufgefallen. Der Schreibstil war sehr gut und flüssig zu lesen. Bei dieser Geschichte waren meine Hoffnungen und Erwartungen groß. Ich habe Pippa vom ersten Moment an im ersten Band geliebt. Auch Toby fand ich auf Anhieb sehr interessant. Vielleicht waren meine Erwartungen zu hoch. Auf jeden Fall hat mich dieser Band enttäuscht. Es war nicht schlecht, aber es konnte mich nicht so packen wie der erste Band. Das lag vielleicht daran, dass die Geschichte anfangs zeitgleich zum ersten Band spielt. So sind einige Szenen und Gespräche nicht wirklich neu. Dadurch zog sich das Ganze anfangs etwas. Wie auch schon der vorherige Band, wird auch dieser aus der Sicht der beiden Hauptprotagonisten erzählt. Tobys Sicht war für mich anfangs etwas gewöhnungsbedürftig. Bei mir sind da leider nicht so viele Gefühle rüber gekommen wie erwartet. Insgesamt haben mir besonders am Anfang die Gefühle und die Entwicklung ebendieser zueinander gefehlt. Eventuell liegt das daran, dass die bekannten Szenen aus Band eins hier eher in ein bisschen abgekürzter Form kamen und der Schwerpunkt eher auf Pippas Familiengeschichte und Tobys Krankheit und Gedanken liegt. Mit der Zeit habe ich mich an Tobys Sichtweise gewöhnt und fand sie dann auch besser. Ich finde es gut, dass Ella Fields so ein wichtiges Thema in einem New Adult Buch verarbeitet. Leider ist es heute noch viel zu oft ein Tabuthema, dabei treten psychische Krankheiten immer öfter auf. Die Idee hat mich auf jeden Fall überzeugt, aber die Umsetzung nicht ganz so. Meiner Meinung nach gab es zu viele Themen. Das hat zu ziemlich viel Drama geführt. Leider hat mir insbesondere bei Pippa die Charakterentwicklung nicht so gut gefallen. Von der lebensfrohen und gutgelaunten Pippa aus Band eins ist leider nicht so viel übrig geblieben. Natürlich geht so eine Familiengeschichte und Liebesbeziehung nicht einfach an einem vorbei, aber ich finde es schade und nicht gut, dass sich Pippas Charakter so verändert. Natürlich ist das nicht Tobys Schuld. Seine Charakterentwicklung fand ich sehr interessant und auch realistisch.
    Natürlich kann man sich in diesem Band auf ein Wiedersehen mit Daisy und Quinn freuen. Auch andere bekannte Gesichter tauchen hier wieder auf. Callum ist uns ja auch schon seit Band eins bekannt. Auch er taucht zwischendurch auf und wird Hauptprotagonist des dritten Bandes sein. Renee lernen wir hier auch schon ein bisschen kennen. Besonders der Moment im Krankenhaus hat mich extrem neugierig auf ihren Teil werden lassen. Ich kann es kaum erwarten ihn zu lesen und hoffe, dass er wieder so stark wie Band eins sein wird.

    Fazit: Zwar kann man die Bücher unabhängig voneinander lesen, aber ich würde definitiv dazu raten zuerst den ersten Band zu lesen, um sich mit dem zweiten Band nicht zu sehr zu spoilern.
    Auch wenn das Buch einige Schwächen hatte, konnte es mich sehr gut unterhalten. Das Thema war interessant und hat einen guten Einblick in das Krankheitsbild gebracht. Es lohnt sich auf jeden Fall die "Gray Springs University"-Reihe zu lesen.

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Nyxa 1: Das Erbe von Avalon

Buchseite und Rezensionen zu 'Nyxa 1: Das Erbe von Avalon' von Dana Müller-Braun
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Nyxa 1: Das Erbe von Avalon"

**Die Macht der Elemente**
Seit sie denken kann, weiß Nyxa: Sie ist einzigartig. In ihr sind nicht nur alle existierenden Unterarten der Drachen vereint, sie ist auch die Erbin des Königreichs Avalon. Aber was nützt ihr dieses Wissen, wenn sie sich dafür ein Leben lang verstecken muss, schließlich wollen dunkle Mächte jemand ganz anderen auf dem Thron sehen. Als Nyxa dann verheiratet werden soll, um ihre Bestimmung zu erfüllen, trifft sie eine schwerwiegende Entscheidung. In einer Nacht-und-Nebel-Aktion verlässt sie ihre Heimatstadt Acaris und heuert bei dem verschwiegenen Piraten Captain Black Night an. Für die nächsten zwei Monate wird sie Teil seiner Crew. Doch niemand darf herausfinden, wer sie wirklich ist. Weder die Crew noch der furchtlose Captain, der Nyxas Herz in Aufruhr bringt…  




//Alle Bände der überwältigenden Nyxa-Trilogie:
-- Nyxa 1: Das Erbe von Avalon
-- Nyxa 2: Die Macht von Atlantis
-- Nyxa 3 (erscheint im September 2019)//




//Weitere Romane aus der Drachenwelt von Dana Müller-Braun: 
-- Elya 1: Der weiße Drache
-- Elya 2: Das Bündnis der Welten 
-- Elya 3: Das Licht der Finsternis// 
Die »Elya«-Trilogie ist abgeschlossen.

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:0
Verlag: Impress
EAN:
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Rezensionen zu "Nyxa 1: Das Erbe von Avalon"

  1. 4
    09. Aug 2019 

    Mysteriös und mit überraschenden Wendungen

    Inhalt: "Nyxa - Das Erbe von Avalon" ist Band eins der Trilogie von Dana Müller Braun. Nyxa ist besonders und das weiß sei auch. Nicht nur, dass sie das Königreich Avalon erben wird, sondern auch, dass alle Drachenunterarten in ihr vereint sind. Das Ganze hat zur Folge, dass sie seitdem sie klein ist vor der Außenwelt versteckt wird. Da draußen gibt es dunkle Mächte, die sie nicht als Erbin anerkennen und jemand anderes auf dem Thron sehen möchten. Kurz bevor Nyxa heiraten soll, um ihr Erbe zu schützen, haut sie ab. Sie möchte nicht von dem einen Gefängnis ins andere gehen, sondern endlich Freiheit spüren und genießen. Sie schließ sich dem geheimnisvollen Piraten Captain Black Night an. Sie leisten ein Blutversprechen. Sie wird für zwei Monate Teil seiner Crew, dafür bringt er sie nach Ablauf der zwei Monate dahin wo sie hin möchte. Ein gefährliches Abenteuer beginnt für Nyxa. Niemand darf herausfinden wer sie wirklich ist und erst recht dürfen keine Gefühle mit ins Spiel kommen...

    Meinung: Auch wenn ich eigentlich keine Personen auf dem Cover mag, passt es hier doch ganz gut. Man sieht Nyxa. Die Schrift finde ich ganz schön. Der Titel passt sehr gut zur Geschichte. Es bringt es auf den Punkt und verrät nicht zu viel. Der Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen. Zwar gibt der Verlag an, dass man die "Elya"-Reihe vorher nicht gelesen haben muss, um diese Geschichte zu verstehen, aber ich hatte das Gefühl, dass mir einige Erklärungen fehlten. Oft wurden auch Andeutungen gemacht oder Dinge nur kurz erklärt. Ich kann mir gut vorstellen, dass in der "Elya"-Reihe viel mehr über die Welten und alles was dazu gehört erklärt wird. Gerade bei den ersten 10% hatte ich Probleme mich in der Welt zurecht zu finden. Man war direkt im geschehen drin. Es tauchten direkt ziemlich viele Namen auf mit denen ich entweder nichts anfangen konnte oder es mir schwer viel mir direkt die Verbindungen zu merken. Auch wusste ich am Anfang nicht wirklich wie genau ich mir die Welt und die Drachen vorzustellen habe. Nach den ersten 10% war das Ganze dann aber kein Problem mehr. Ich habe mich in Nyxas Welt sehr wohlgefühlt. Von Anfang an war Nyxa mir als Hauptprotagonisten sehr sympathisch. Obwohl sie von der Außenwelt abgeschottet aufgewachsen ist, hat sie einen tollen und selbstbewussten Charakter. Sie hat Träume, aber weiß auch was ihre Pflicht ist. Sie weiß sich zu wehren, aber ist in der normalen Welt auch oft unsicher und weiß nicht wirklich mit bestimmten Leuten und Situationen umzugehen. Sie wirkt während der ganzen Geschichte authentisch und realistisch. Man kann sich besonders gut in sie reinfühlen, da die Geschichte bis auf den Prolog und Epilog aus ihrer Perspektive erzählt wird. Die Geschichte ist wirklich toll. Man leidet und fiebert mit Nyxa mit. Immer wieder ist unklar wer denn jetzt gut oder böse ist und man versucht mit ihr gemeinsam hinter all die Geheimnisse zu kommen. Die Wendungen haben mich immer wieder positiv überrascht und miträtseln lassen.

    Fazit: Ich kann diese Geschichte nur empfehlen. Allerdings würde ich dazu raten zuerst die "Elya"-Reihe zu lesen, damit man sich dort ein gewisses Vorwissen für diese Geschichte aneignet. Es geht auch ohne, aber ich hatte anfangs das Gefühl, als würde ich zu sehr in die Welt reingerissen werden und nicht die Grundlagen kennen. Die Geschichte konnte mich begeistern. Alle Charaktere sind toll ausgearbeitet und ich habe mich ein kleines bisschen in den Captain verliebt. Ich bin gespannt auf die letzten beiden Teile und möchte unbedingt wissen wie es mit Nyxa weitergeht und was sie noch alles erleben wird.

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Suddenly Forbidden (Gray Springs University 1)

Buchseite und Rezensionen zu 'Suddenly Forbidden (Gray Springs University 1)' von Ella Fields
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Suddenly Forbidden (Gray Springs University 1)"

Ich dachte, er würde für immer zu mir gehören, selbst als wir gezwungen waren uns zu trennen. Wir hätten einander festhalten sollen, aber es ist trotzdem passiert. 
Schade, dass ich nicht ahnte, dass jemand anderes nur darauf wartete, meinen Platz einzunehmen. Sonst hätte ich niemals losgelassen.
Zwei Jahre später sind wir genau dort, wo wir geplant hatten zu sein. Ich habe mein Versprechen gehalten. Er hat es einfach vergessen. 
Er hat nicht nur jemand neuen gefunden, sondern diese Neue ist meine ehemalige beste Freundin. 
Und ich beginne das College mit gebrochenem Herzen.

Wahrscheinlich sollte jetzt der Part kommen, in dem ich euch erzähle, wie ein anderer toller Typ auftaucht und die Scherben meines Lebens aufsammelt und wieder zusammensetzt. Einer, der mich wieder zum Lachen bringt. 

Aber das hier ist nicht diese Art von Geschichte. 

Mein Herz mag gebrochen sein. Aber es weigert sich, ihn nicht mehr zu lieben.

Autor:
Format:Kindle Ausgabe
Seiten:352
Verlag: Forever
EAN:
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Rezensionen zu "Suddenly Forbidden (Gray Springs University 1)"

  1. 5
    25. Jun 2019 

    Jahreshighlight

    Inhalt: "Suddenly forbidden" ist der erste Teil der "Gray Springs University"-Reihe von Ella Fields. In dem Buch geht es um Daisy und Quinn. Die beiden sind als Nachbarn und beste Freunde aufgewachsen. Eigentlich war ihnen und allen anderen klar, dass sie früher oder später ein Paar werden. Als sie irgendwann endlich soweit sind, muss Daisy nach kurzer Zeit weit wegziehen, da ihr Vater einen neuen Arbeitsplatz bekommen hat. Die Beziehung zerbricht. Trotz allem was war und mit der Hoffnung Quinn wiederzusehen, kommt sie zwei Jahre später an die Gray Springs Universität. Seit kleinauf hatten die beiden sich vorgenommen später zusammen hier zu studieren. Doch als sie aufeinander treffen ist nichts so wie Daisy es sich vorgestellt hat. Quinn gehört plötzlich ihrer früheren gemeinsamen besten Freundin.

    Meinung: Leider ist das Cover nicht so meins, da ich Personen und Gesichter nicht so gerne auf dem Cover mag und es sehr schlicht gehalten ist. Die Schrift von dem Titel gefällt mir am besten. Der Titel passt hervorragend zu dem Buch, da Quinn plötzlich für Daisy verboten ist, da er nun schließlich vergeben ist. Übersetzt wurde das Buch von Nina Bader. Der Schreibstil ist toll. Das Buch ließ sich flüssig und an einem Stück verschlingen. Es wird sowohl aus der Ich-Perspektive von Daisy als auch Quinn erzählt. Jedes zweite Kapitel ist ein Zeitsprung zurück in ihre gemeinsame Vergangenheit. Diese sind chronologisch und fangen bei ihrer Kindheit an und gehen dann weiter bis zu ihrer Trennung. Nach der Trennung wird nur noch in der Gegenwart erzählt. Ich finde es sehr gut, da man so die beiden und ihre Beziehung, Geschichte und Charaktere sehr gut kennenlernen kann. Die Umsetzung der Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Man muss dazusagen, dass es keine typische Romanze ist. Es ist nicht nur alles toll und es gibt einige Tiefpunkte. Dazu gehört auch, dass Daisy Quinn nachheult. Sie hatte sich ihr Wiedersehen mit Quinn schließlich viel anders vorgestellt und sicherlich nicht erwartet, dass er jetzt mit ihrer ehemals besten Freundin Alexis zusammen ist. Ich weiß, dass einige solche Charaktere und Geschichten nicht gut finden, aber gerade bei dieser Geschichte fand ich es gut und realistisch. Zur Liebe gehören ab und zu auch, Trauer und Trennung. Es macht das Ganze realistisch. Gerade weil ihre Beziehung so besonders und stark ist beziehungsweise gewesen ist.. Natürlich möchte man ihr zwischendurch einen Arschtritt verpassen, damit sie sich nicht so hängen lässt. Die Geschichte zeigt aber auch, wie man trotz Liebeskummer sein Leben weiter leben kann. Bei diesem Buch habe ich regelrecht mit den drei Charakteren mitgelitten und mitgefiebert. Auch Alexis konnte ich zwischendurch verstehen. Die Autorin schafft es hier wirklich Gefühle zu transportieren. Man kann die Charaktere nur lieben.
    Am Anfang kommt Daisy mit ihren Erwartungen, Hoffnungen und Gefühlen vielleicht etwas naiv rüber, aber schnell zeugt sich ihr richtiger Charakter. Sie ist kreativ und mutig. Ich finde es toll, dass sie auch wirklich zu ihren Gefühlen steht. Das tun in solchen Situationen echt nicht viele. Es zeugt von Mut und Stärke.
    Quinn ist toll. Er ist ein so liebevoller und toller Mensch. Natürlich hat er einige Sachen falsch gehandhabt und dafür hätte ich ihm zwischendurch gerne auch eine verpasst, aber nicht nur er hat Fehler gemacht und ich konnte ihm auch nicht lange böse sein. Für ihn war das Ganze schließlich auch nicht einfach und ein Gefühlschaos.
    Alexis ist so ein Charakter der mich in einen Zwiespalt treibt. Einerseits finde ich ihre Aktionen nicht gut, aber andererseits kann ich sie und ihre Gefühle auch irgendwie nachvollziehen. Das rechtfertigt natürlich nicht was sie getan hat!
    Daisys Zimmerkumpanin Pippa fand ich toll. Sie ist eine echte Freundin und so offen, freundlich und herzlich und das obwohl ihre eigene Vergangenheit nicht so rosig ist. Ich bin echt gespannt auf die Geschichte von Toby und ihr.

    Fazit: Dieses Buch ist definitiv eines meiner Jahreshighlights. Ich kann es nur empfehlen. Allerdings weise ich auch darauf hin, dass es hier nicht nur positive fröhliche Momente gibt und dass es eine Dreiecksgeschichte ist. Wer so etwas nicht mag, sollte die Finger davon lassen. Allen anderen kann ich nur raten es zu lesen!

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