Besuch aus ferner Zeit: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Besuch aus ferner Zeit: Roman' von Katherine Webb
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Besuch aus ferner Zeit: Roman"

Liv Molyneaux ist gerade in das alte Haus ihres Vaters in Bristol gezogen. Er ist verschwunden und Liv glaubt nicht an die Theorie der Polizei, dass er Selbstmord begangen hat. Sie hofft, zwischen Martins Sachen in der Wohnung und der Buchbinderwerkstatt einen Hinweis zu finden. Neben der Trauer um ihr totgeborenes Kind wird Liv nachts immer wieder von seltsamen Geräuschen und dem Weinen eines Babys geweckt. Ist das alles Einbildung, oder steckt mehr dahinter?

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:577
Verlag:
EAN:

Diskussionen zu "Sweet Bay: Das Versprechen einer großen Liebe - Roman"

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Rezensionen zu "Besuch aus ferner Zeit: Roman"

  1. Besuch aus ferner Zeit

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 15. Mai 2021 

    Liv Molyneaux hat wenige Monate zuvor einen Schicksalsschlag erlitten, von dem sie sich immer noch nicht erholt hat. Sie hat in letzter Zeit alle Kontakte gemieden, auch den zu ihrem Vater. Doch dann ist ihr Vater Martin verschwunden und alle glauben, dass er Selbstmord begangen hat. Nur Liv klammert sich an die Hoffnung, dass er wieder auftauchen wird. Sie ist in sein Haus in der Christmas Steps in Bristol gezogen. Dort hofft sie, Abstand zu gewinnen und herauszufinden, was mit ihrem Vater geschehen ist. Aber etwas geschieht in diesem Haus. Sie hört Stimmen und ein Baby, das weint. Doch sie findet nichts? Bildet sie sich das alles nur ein?
    Neben diesem Handlungsstrang in der Gegenwart gibt es einen weiteren, der uns zurückführt ins Jahr 1831, als Bethia Shiercliffe eine Landstreicherin namens Louisa in das von ihr betreute Armenhaus aufnimmt. Doch schon bald versetzt Louisa Bethia in Aufregung, denn Bethia hat ihre Geheimnisse und Angst, dass ihr angenehmes Leben schnell zu Ende sein könnte.
    Dies ist mein erstes Buch von Katherine Webb. Sie hat mich mit der Geschichte gleich gepackt, auch wenn sie zwischendurch immer mal wieder Längen hatte.
    Liv ist eine junge Frau, die schon mit einigen Widrigkeiten in ihrem Leben zurechtkommen musste. Ihr Vater hat die Familie verlassen, als Liv sechs Jahre alt war. Die Erklärung darüber hat sie akzeptiert. Die Mutter hat ihren Hass auf ihren Mann nie verbergen können. Obwohl die Mutter auch später Liv noch lenken wollte, hat Liv nie aufbegehrt. Erst als das Schicksal zuschlug, hat Liv begriffen, dass sie ihr Leben in die Hand nehmen muss und dass sie Zeit braucht, bis sie soweit ist. Im Haus ihres Vaters geschehen merkwürdige Dinge und sie will der Sache auf den Grund gehen. Als sie Tanya trifft, beginnt sie langsam sich zu öffnen. Je mehr ich von Liv erfahren habe, umso besser konnte ich mich in die junge Frau hineinversetzen.
    Dagegen war mir Bethia von Anfang an unsympathisch. Sie hat Standesdünkel und sieht auf ihre schwarzen Hausangestellten herab, dabei sollte gerade sie die Nase nicht so hochtragen. Sie mischt sich in andere Leben ein und kennt keine Skrupel. Dass sie Angst hat, entschuldigt ihre Handlungen nicht.
    Es gibt aber auch noch Rückblenden ins Jahr 1791, die für den Zusammenhang der Geschichte bedeutsam sind. Zwischendurch ahnte ich schon, wohin die Reise geht. Dennoch war es spannend so nach und nach aufzurollen, was geschehen ist, das bis in die Gegenwart nachwirkt.
    Mir hat dieser Roman gut gefallen.

 

Only One Note (Only-One-Reihe 3)

Buchseite und Rezensionen zu 'Only One Note (Only-One-Reihe 3)' von Anne Goldberg
NAN
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Inhaltsangabe zu "Only One Note (Only-One-Reihe 3)"

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:315
Verlag:
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Diskussionen zu "Sweet Bay: Das Versprechen einer großen Liebe - Roman"

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Klaras Schweigen: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Klaras Schweigen: Roman' von Bettina Storks
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Klaras Schweigen: Roman"

Freiburg im Breisgau, 2018: Nach einem Schlaganfall spricht Miriams hochbetagte Großmutter plötzlich französische Worte – eine Sprache, die sie angeblich nie gelernt hat. Miriam erkennt schnell, dass Klara weit mehr verbirgt, doch alle Nachfragen finden kein Gehör. Was genau passierte im Leben ihrer Großmutter? Warum verließ sie Freiburg und ging im Dezember 1949 überstürzt nach Konstanz? Miriams Suche nach Antworten führt sie bis in die Bretagne, immer auf der Spur eines jahrzehntelang gehüteten Familiengeheimnisses …

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:401
Verlag:
EAN:

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Rezensionen zu "Klaras Schweigen: Roman"

  1. Ein wunderbarer Roman

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 08. Apr 2021 

    Miriams hochbetagte Großmutter Klara spricht nach einem Schlaganfall plötzlich Französisch. Was verbirgt Klara? Und was hat sie in ihrem Leben alles erlebt? Miriam macht sich auf die Suche nach Antworten und kommt einem lange gehüteten Familiengeheimnis auf die Spur.

    Die Beschreibung dieses Romans hat mich sofort angesprochen und sehr neugierig gemacht. Außerdem fand ich das Cover wunderschön, so dass ich mich sehr auf dieses Buch gefreut habe.
    Der Schreibstil war richtig toll und ließ sich schnell und flüssig lesen. Ich konnte mich komplett auf die Geschichte einlassen und in die verschiedenen Zeiten eintauchen. Die Beschreibungen waren sehr authentisch und lebendig.
    Die Charaktere wurden liebevoll und echt beschrieben. Sie wirkten absolut passend und fügten sich super in die Story ein. Ich konnte mich hervorragend in Miriam und Klara hineindenken und mit ihnen mitfühlen. Ich war einfach mittendrin.
    Die Geschichte gefiel mir wichtig gut. Ich fand insbesondere die beiden Zeitebenen, in denen die Geschichte erzählt wurde, sehr faszinierend und gelungen. Ich liebe solche Romane, die mich tief in die Vergangenheit führen und deren Sinn bzw. Verbindungen zur Gegenwart sich erst nach und nach zeigen. Genau so war es hier auch. Ich fand die gesamte Geschichte unglaublich spannend, fesselnd und ergreifend, voller Emotionen und Tiefgang. Am Ende wurden dann alle Fäden miteinander verbunden und bildeten einen rundum gelungenen Abschluss.

    Ein wunderbarer Roman, der mich total gefesselt hat. Ich vergebe 5 von 5 Sternen.

 

Zwei halbe Leben: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Zwei halbe Leben: Roman' von Rebecca Stephan
NAN
(0 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Zwei halbe Leben: Roman"

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:280
Verlag:
EAN:

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Die Zeit der Birken: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Die Zeit der Birken: Roman' von Christine Kabus
4.5
4.5 von 5 (2 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Die Zeit der Birken: Roman"

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:579
Verlag:
EAN:

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Rezensionen zu "Die Zeit der Birken: Roman"

  1. Eine Reise nach Estland...

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 02. Jan 2021 

    Da mich die Autorin bereits mit ihren Norwegen- Romanen begeistern konnte, musste ich einfach zu diesem Buch greifen und ich war begeistert.

    Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen. Zum Einen wandeln wir kurz vor und während des zweiten Weltkrieges in Estland, zum Anderen in Deutschland der 70er Jahre. Während 1938 die wohlbehütete Charlotte ihr Leben unter den strengen Augen ihrer Mutter fristet, hat Gesine 1977 schon mehr Freiheiten. Doch eines verbindet die beiden Frauenschicksale: ein Mann wird ihr Leben für immer verändern. Zum Guten oder zum Bösen?

    Da ich über Estland noch so gar nichts wusste, hat mich dieser Abschnitt ganz besonders fesseln können. Die geschichtlichen Hintergründe haben bei mir für zahlreiche Aha- Momente gesorgt.

    Charlotte ist so eine liebenswerte Figur und dennoch muss sie so viel durchmachen. Ihr Schicksal hat mich tief getroffen und oft zu Tränen gerührt. Wieviel kann ein Mensch aushalten, bevor er daran zerbricht? Ich mochte ihre Stärke und dass sie trotz allem für ihre Liebsten da ist.

    Gesine ist nicht auf den Mund gefallen. Ihre Jugend war meiner nicht unähnlich, auch wenn ich einige Jahre später geboren bin. Ich fand es so schön, dass sie nach den Wurzeln der Familie gesucht hat. Das Alltägliche der Familie hat einen an die eigene Kindheit und viele tolle Erlebnisse denken lassen. Ohne Internet kam man eben auch klar.

    Die Nebenfiguren wie Grigori, Lennart, Onkel Julius und wie sie alle heißen sind ebenfalls gut gezeichnet, so dass jeder interessierte Leser eine Figur finden wird, mit der er sich identifizieren kann. Mein Lieblingsnebendarsteller war ganz klar Opa Paul. Wie er für seine Enkelin da ist und ihr beisteht, das hat mir sehr imponiert.

    Ich liebe Romane, die mich gut unterhalten und mich weiterbilden, was hier zu hundert Prozent stattgefunden hat.

    Fazit: Hiermit kann man sich in eine andere Zeit und in ein anderes Land wegträumen. Unterhaltsam und berührend, weshalb ich eine klare Leseempfehlung ausspreche. Klasse!

  1. Wurzeln bleiben

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 29. Dez 2020 

    Christine Kabus bleibt dem Norden auch in ihrem neuen Roman treu. Nur, dass sie nun Estland und Norddeutschland als Hintergrund wählte. Das Buch spielt auf zwei Zeitebenen, der historische Teil ist in Estland der Jahre 1939/40 angesiedelt, der zweite Handlungsstrang auf einem Gestüt in Schleswig-Holstein ab 1977. So hat auch der „neue“ Teil schon eine zeitgeschichtliche Bedeutung.

    Es beginnt mit einem traurigen und bitteren Prolog, der mir die ganze Zeit im Kopf blieb, weil er schon auf das Schicksal ihrer Protagonistin Charlotte verwies.

    Charlotte wächst behütet und wohlhabend in einer deutschbaltischen Familie auf. Es sind die Jahre unmittelbar vor Ausbruch des Weltkriegs, aber der wirft noch keine Schatten in das gesellschaftliche Leben. Auf Wunsch ihrer sehr strengen und dominanten Mutter springt Charlotte als Haushälterin bei ihrem frisch verwitweten Onkel ein. Dort fühlt sie sich ausgesprochen wohl, was sicher auch an Lennart, dem estnischen jungen Mitarbeiter des Onkels liegt. Doch das Schicksal meint es nicht gut. Als Deutschbaltin muss Charlotte mit ihrer Familie Estland verlassen und ihre Liebe zurücklassen.

    Im Gestüt der Familie leidet Gesine unter dem strengen und uneinsichtigen Regiment ihrer unnahbaren Mutter. Bis Grigori auftaucht, ein Flüchtling aus Russland, der ein einfühlsames Gespür für die Pferde des Gestüts hat und in den sich Gesine verliebt. Von Grigori erfährt sie nicht nur von seinen estnischen Wurzeln, auch ihre Familie stammte von dort. Ihr Gefühl wird erwidert, doch dann verschwindet Grigori plötzlich. Das Familiendrama von damals reicht bis in die Gegenwart und insgesamt ist die Geschichte sehr spannend aufgebaut, wobei mich im zweiten Handlungsstrang die Aktionen von Gesindes Mutter mich zunehmend nervten. Da war einiges an Wiederholungen und allein die Nennung von damaligen Ereignissen oder Produkten bringt noch keine richtige Atmosphäre.

    Mir gefiel besonders der estnische Teil der Geschichte. Wunderbare Landschaftsschilderungen, die mir die Erinnerung an eine Estland-Reise wachriefen und geschichtliche Hintergründe machten den Reiz aus.

    Ein flüssig geschriebener Familienroman mit gut recherchierten historischen Details, der sich auf alle Fälle lohnt.

    Das Titelbild hat mir richtig Lust auf das Buch gemacht und das Versprechen auf schöne Unterhaltung auch gehalten.

 

Planet Romeo

Buchseite und Rezensionen zu 'Planet Romeo' von Lavinia Braniște
3
3 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Planet Romeo"

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:0
Verlag:
EAN:

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Rezensionen zu "Planet Romeo"

  1. Alles - nur keine Liebe...

    bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 22. Nov 2020 

    In ihren Kurzgeschichten ist die junge rumänische Autorin Lavinia Braniște so aktuell, wie sie nur sein kann. Wie erzählt man realistisch von Begehren und Lust? Ähnlich wie die US-amerikanische Erfolgsautorin Kristen Roupenian in "Cat Person" zeigt Braniște, dass Machtspielchen sexy sein können. Sie können aber auch zarte Liebesgefühle im Keim ersticken. Da ist z.B.: ein Pärchen-Abendessen inklusive Mikro-Aggressionen beim Küssen, Kochen, Duschen, Sex. Und da ist auch ein Online-Date, das vielleicht besser online geblieben wäre. Aktuelle, komisch-verzweifelte Liebesgeschichten...

    Diese kleine Kurzgeschichtensammlung rund um die Themen Sex und Liebe habe ich als verstörend empfunden. Nicht wegen der erotischen Details - die werden tatsächlich wenig konkret eher angedeutet. Sondern wegen des Gefühls der Fremdheit, des Befremdens, das sich beim Lesen einschleicht.

    Da wäre beispielsweise der junge schwule Radu, der noch bei seinen Eltern wohnt, der aber gleich als seine Freunde in den Urlaub fahren, deren Wohnung in Beschlag nimmt und über ein Online-Portal dort jemanden zum Sex zu sich bestellt, ausgesucht nach einem Boxershort-Foto. Erst als der Typ in der Wohnung ist, kommen Angstgefühle in ihm hoch...

    Oder auch das junge Mädchen, das einen flüchtigen Bekannten mitten in der Nacht besucht, einen frischen Fisch als Mitbringsel für ihn. Doch nach einem Essen weit nach Mitternacht laufen die Dinge nicht so, wie sie sich das vielleicht vorgestellt hat... Mit Liebe hat das alles definitiv nichts zu tun...

    Die Geschichten lassen sich rasch lesen, doch sie sind alles andere als bequem. Kein wirkliches Lesevergnügen, aber ein interssanter Ausflug an den Rand der Abgründe - nicht darüber hinaus. Es bleibt am Ende ein unbehagliches Gefühl und Erleichterung darüber, aus dieser verstörenden Gedankenwelt wieder auftauchen zu dürfen.

    © Parden

 

Der Sommer, als der Regen ausblieb: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Der Sommer, als der Regen ausblieb: Roman' von Maggie O'Farrell
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Der Sommer, als der Regen ausblieb: Roman"

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:353
Verlag:
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Rezensionen zu "Der Sommer, als der Regen ausblieb: Roman"

  1. Ein toller Roman über ein kompliziertes Familienleben

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 12. Feb 2018 

    Was für ein Buch! Ich gebe zu, gut das erste Drittel des Romans war zwar sprachlich ansprechend, aber der Inhalt hatte mich nicht wirklich gepackt. Trotzdem las ich weiter, wollte ich doch wissen, was es mit dem verschwundenen Vater auf sich hatte.

    Welch ein Glück! Der Roman hat sich für mich zu einem wahren Lese-Highlight entwickelt. Äußerst geschickt werden Gegenwart und Vergangenheit aus unterschiedlichen Erzählperspektiven miteinander verwoben. Wundert man sich an der einen Stelle über bestimmte Verhaltensweisen, werden sie an anderer Stelle verständlich. Jedes der Familienmitglieder hat sein Päckchen zu tragen. Jeder hat eine gemeinsame und eine eigene Vergangenheit. Es gab Verletzungen, Missverständnisse, die nie geklärt wurden. Alle sind so unterschiedlich, halten aber letzten Endes doch zusammen - ganz Familie eben. Über diesen emotionalen Verwicklungen ist der Vater der erwachsenen Kinder plötzlich verschwunden, weshalb alle wieder nach Hause zur Mutter kommen. Dazu ist es seit Wochen drückend heiß, was der ganzen Handlung von Anfang an etwas Schwelendes gibt.

    Das schöne an dem Buch ist, das es auch ein schönes, vor allen Dingen glaubwürdiges Ende hat. Die Autorin ist zu keiner Zeit in Kitsch oder Klischee abgeglitten, alles passt.
    Das Buch ist ein echter (Geheim?)Tipp! Unbedingt lesen!

    Was ich nicht verstehe, ist das Cover! Man glaubt, es mit einem leichten Frauen-Unterhaltungsroman zu tun zu haben, was nicht der Fall ist. Auch haben die Erdbeeren gar nichts mit der Geschichte zu tun - außer vielleicht, dass sie im Sommer wachsen... Keine Ahnung, was den Verlag da getrieben hat.

 

Nächstes Jahr in Havanna: Roman (Die Kuba-Saga 1)

Buchseite und Rezensionen zu 'Nächstes Jahr in Havanna: Roman (Die Kuba-Saga 1)' von Chanel Cleeton
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Nächstes Jahr in Havanna: Roman (Die Kuba-Saga 1)"

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:465
Verlag:
EAN:

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Rezensionen zu "Nächstes Jahr in Havanna: Roman (Die Kuba-Saga 1)"

  1. Der richtige Ort

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 14. Nov 2020 

    Marisols geliebte Großmutter Elisa ist plötzlich verstorben. Marisol ist untröstlich, denn ihre Großmutter hat immer davon geträumt, in ihre Heimat Kuba zurückzukehren. Nun bleibt Marisol nur noch, Elisas letzten Wunsch zu erfüllen. Sie will die Asche ihrer Großmutter an einem geeigneten Ort auf Kuba verstreuen. Im Jahr 2017 hat sich Kuba gerade etwas geöffnet und Marisol als Amerikanerin darf in Kuba einreisen. Zum ersten Mal betritt Marisol die heimatliche Erde ihrer Vorfahren und erfährt von einem ganz anderen Leben ihrer Großmutter, dass sich mit der Flucht im Jahr 1959 jäh und extrem veränderte. Marisol lernt ihre Großmutter noch einmal völlig neu kennen.

    Nachdem sich die Beziehungen zwischen Kuba und Amerika wieder etwas normalisierten, ist es für Marisol möglich, nach Kuba zu reisen. Die junge Frau ist als Journalistin tätig und sie möchte über das Land als Urlaubsziel berichten. Gleichzeitig versucht sie, mehr über ihre Großmutter zu erfahren, für die Kuba immer ein Sehnsuchtsort geblieben ist. Marisol bekommt die Gelegenheit, tiefer in das Leben ihrer Großmutter einzutauchen als sie es je für möglich gehalten hätte. Sie erfährt, dass Elisa in ihrer Jugend eine schwere Zeit erleben musste. Die Zeit der Revolution ist an der wohlhabenden Familie Perez nicht spurlos vorbeigegangen.

    Der Roman ist auf zwei Zeitebenen angesiedelt. Zum einen beleuchtet er Elisas Leben im Havanna von 1958, zum anderen wird von Marisols Reise im Jahr 2017 berichtet. Zwei unterschiedliche Frauen, die sich doch so nah waren. Marisols Trauer und ihr Wunsch, ihre Großmutter besser zu verstehen, gehen einem sehr nahe. Und auch die dramatischen Ereignisse in Elisas Leben sind ergreifend geschildert. Sowohl Elisa und Marisol sind ganz da. Zwei Frauenschicksale, anhand derer man in die Geschichte Kubas eintauchen kann. Zwar wirkt der Schluss etwas bemüht, aber ansonsten ein wunderbarer Roman, der einem ein fremdes Land ein Stück näher bringt. Und die Erkenntnis, dass man mit langsamen aber stetigen Reformen vielleicht mehr erreicht als mit gewalttätigen Revolutionen, kann gerne uneingeschränkt bestätigt werden.

 

White Christmas - Das Lied der weißen Weihnacht: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'White Christmas - Das Lied der weißen Weihnacht: Roman' von Michelle Marly
4
4 von 5 (2 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "White Christmas - Das Lied der weißen Weihnacht: Roman"

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:272
Verlag:
EAN:

Diskussionen zu "Sweet Bay: Das Versprechen einer großen Liebe - Roman"

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Rezensionen zu "White Christmas - Das Lied der weißen Weihnacht: Roman"

  1. White Christmas

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 16. Dez 2020 

    Irving Berlin ist der Komponist und Autor eines der wohl bekanntesten Weihnachtsliedes der Welt. White Christmas läuft jedes Jahr wieder in zig Variationen in den Geschäften und im Radio. Dieses Buch erzählt den Hintergrund dazu, wie dieses Buch entstand. Wobei diese Entstehungsgeschichte mehr der Rahmen für Berlins Familiengeschichte ist.

    Seine Frau kam aus der New Yorker Upper Class, eine Verbindung zwischen den beiden war damals gesellschaftlich eigentlich vollkommen unmöglich. War seine Frau Ellin doch katholische Christin und er selbst Jude. Sie kam aus einer reichen Industriellen Familie, er hat sich aus ärmsten Verhältnissen hochgearbeitet und verdankt seinen Reichtum seinem Talent und harter Arbeit. Für Ellins Vater Grund genug alles zu tun, um diese Verbindung zu verhindern. Allerdings war Ellin selbst wohl eine bemerkenswerte junge Frau, die fest an sich und ihre Gefühle für Irving glaubte.

    Die Geschichte dieser Liebe erzählt das Buch leise und eindringlich. Und diese Liebe spiegelt sich auch später in dem Lied wider, das Irving 1937 schreibt, als er beruflich in Los Angeles festsitzt und sich nach seiner Familie im verschneiten New York sehnt.

    Ich habe das Buch gerne gelesen, erzählt es doch eine wahre und trotzdem unglaubliche Geschichte, in der Liebe tatsächlich einmal alle Hindernisse und Schicksalsschläge überwindet.

    Von mir daher eine Leseempfehlung.

  1. Ein romantischer Frauenroman

    4
    (4 von 5 *)
     - 24. Okt 2020 

    „Wer hätte damals gedacht, dass aus dem singenden Zeitungsverkäufer der beste und erfolgreichste Songwriter Amerikas werden würde?“ (Zitat Pos. 127)

    Inhalt
    Der erfolgreiche amerikanische Komponist Irving Berlin, Sohn russischer Einwanderer, ist sechsunddreißig Jahre alt, als er die junge Millionenerbin Ellin Mackay kennenlernt. Doch für ihre traditionsgebundene, irisch-katholische Familie ist dieser fünfzehn Jahre ältere, jüdische Broadway-Komponist absolut keine passende Wahl und ihr Vater verbietet ihr, diesen Mann weiterhin zu treffen. Daran erinnert sich Irving Berlin, als er auf Grund eines Filmprojektes die Weihnachtstage 1937 nicht zu Hause verbringen kann. Für sein neues, modernes Stück fehlt ihm noch ein Weihnachtslied. Im warmen Kalifornien, unter Palmen am Pool des Beverly Hills Hotels in Hollywood, statt im kalten, leicht verschneiten New York, fehlt ihm vor allem die richtige Stimmung. So beginnt eines der berühmtesten, erfolgreichsten Weihnachtslieder mit einigen satirisch gemeinten Textzeilen.

    Thema und Genre
    In dieser romantischen Geschichte mit biografischem Hintergrund geht es um die erfolgreichen Kompositionen von Irving Berlin, vor allem jedoch um die Liebe zwischen ihm und der jungen Ellin Mackay. Kernthemen sind Herkunft, Gesellschaftsschichten und Religion. Der berühmte Song selbst und Weihnachten sind nur Randthemen.

    Charaktere
    Ellin Mackay schwankt zwischen der Liebe zu ihrem Vater, der beharrlich seine Einwilligung zu einer Ehe mit dem in seinen Augen absolut unpassenden Broadway-Komponisten verweigert, und ihrer Liebe zu Irving Berlin. In diversen Biografien und Zeitungsartikeln wird sie als selbstbewusste, moderne junge Frau beschrieben, im vorliegenden Roman wirkt sie zögerlich und unsicher.

    Handlung und Schreibstil
    Die Rahmenhandlung spielt Weihnachten 1937 in Hollywood, doch den Hauptteil nehmen die Erinnerungen Irvings und vor allem die Rückblenden aus der Sicht von Ellin ein, die mit einer Dinner-Einladung im Jahr 1924 beginnen, auf welcher sie den charmanten Songwriter kennenlernt. Die Musik des erfolgreichen Musical- und Filmkomponisten zieht sich zwar durch die Ereignisse, bleibt jedoch im Hintergrund, was ich mir auf Grund des Titels des Romans anders vorgestellt hatte. Die Fakten sind gut recherchiert, gehen aber nicht über die bekannten Informationen hinaus. Generell wird hauptsächlich Ellins Gefühlslage geschildert, während ich ausführlichere Beschreibungen der prächtig bunten, schillernden, packenden Künstlerszene im New York dieser Zeit erwartet hatte. Die Sprache liest sich leicht und rasch, teilweise erinnern die Szenen an den Stil der klassischen Rührstücke des 19. Jahrhunderts.

    Fazit
    Ein unterhaltsamer Roman mit biografischem Hintergrund, in dem die Liebe im Mittelpunkt steht und nicht, wie auf Grund des Titels zu vermuten, die Musik und Weihnachten. Meine persönlichen Erwartungen konnte dieses Buch nicht erfüllen, aber Fans von romantischen Liebesgeschichten werden von diesem gefühlvollen Frauenroman begeistert sein.

 

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