Plötzliche Stille

Buchseite und Rezensionen zu 'Plötzliche Stille' von Danuta Reah
3
3 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Plötzliche Stille"

Autor:
Format:Kindle Ausgabe
Seiten:372
Verlag:
EAN:

Diskussionen zu "Plötzliche Stille"

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Rezensionen zu "Plötzliche Stille"

  1. Vergangene Sünden

    bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 17. Sep 2021 

    „Plötzliche Stille“

    Autorin: Danuta Reah
    Verlag: Edel Elements
    Veröffentlichung: 15.11.2015 ( Erstausgabe), spätere auch 2002, 2005,2006 etc.
    Seitenzahl: Print: 416
    EAN: 9783955307707
    Übersetzung: E/D Doris Styron
    Inhalt:
    Eine Geschichte, die sich in Sheffield abspielt ist hier der Dreh-& Angelpunkt.
    An Wochenenden wird er gern von Familien mit Kindern besucht.
    Ein kleines Mädchen, Lucy & ihre Nanny verschwinden am hellen Werktag. Eine Suche wird durch Inspektor Steve McCarthy in die Wege geleitet. Es geschieht, was keine ahnen konnte: Lucy wird unverletzt gefunden. Ihre Nanny Emma hingegen, wurde ermordet. Nach kurzer Zeit findet sich der Leichnam von einer ehemaligen Nanny von Lucy. Dem ermittelndem Inspektor eröffnen sich ungeahnte familiäre und soziale Verstrickungen.

    Mein persönlicher Leseeindruck

    Das Cover:
    Hier gibt es unterschiedliche, da das Buch seit 2015 u.a. auch von unterschiedlichen Verlagshäusern veröffentlicht wurde. Bei meinem Exemplar ist eine leere Schaukel vor einem schlammig-grünen Hintergrund sichtbar. Der Titel:“Plötzliche Stille“, nimmt Bezug auf den Buchinhalt: ein verschwundenes Kind.

    Schreib- & Erzählstil:
    Hier sei zu Beginn erwähnt, dass die Rubrik „Roman-Drama“ für dieses Buch absolut geeignet ist. Der unkomplizierte Schreibstil leidet jedoch unter den vielen Verstrickungen, Verbindungen und emotionalen Aktionen zwischen jeglichen Protagonisten. Die verwirrende Geschichte wird durch die ungeordnet erscheinende Erzählweise in Bezug auf Tempo und Verständnis, sehr entschleunigt.
    Spannungsbogen:
    Hier bleibt der klassische Spannungsbogen eher ungenutzt. Die Spannung und ein entstehender Leseeifer ist den Erkenntnissen und Vermutungen zu den Motiven der Tatverdächtigen, geschuldet. Der Leser braucht einen gesunden Willen, „der Sache auf den Grund“ gehen zu wollen. Dafür wird er am Ende mit einer komplexen Auflösung belohnt.

    Fazit:
    Ein komplizierter Familienroman aus dem Genre „Drama“.

    Für einige Leser, mag sich das Ebook Format von großem Vorteil erweisen.
    Um dem Verlauf und den Verknüpfungen besser folgen sowie entsprechende Notizen als Gedächtnisstütze, hinzufügen zu können.
    Die in mir alles bewegende Frage: ist und bleibt :
    Wie viel Einfluss auf unser Leben haben unsere sozialen, familiären & genetischen Verbindungen? Kann man ihnen entkommen?

 

Ritchie Girl: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Ritchie Girl: Roman' von Andreas Pflüger
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Ritchie Girl: Roman"

Während in Nürnberg über die Hauptkriegsverbrecher gerichtet wird, arbeitet man in einem Camp der US-Army nahe Frankfurt längst wieder mit Nazitätern zusammen. Im Maschinenraum des Kalten Krieges haben Pragmatiker das Sagen, an deren Zynismus Paula verzweifelt. Hier trifft sie auf Johann Kupfer, einen österreichischen Juden, der den Amerikanern seine Dienste anbietet. Er behauptet, der größte Spion des Zweiten Weltkriegs gewesen zu sein. Paula soll herausfinden, ob das die Wahrheit ist. Doch wer die Wahrheit sucht, muss sie auch ertragen.

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:464
Verlag:
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Rezensionen zu "Ritchie Girl: Roman"

  1. Ein interessanter und erschreckender historischer Roman

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 22. Aug 2021 

    In Camp Ritchie war das Ausbildungslager der US-Armee. Hier wurden auch die Ritchie Boys ausgebildet. Es handelte sich um junge Deutsche – nicht nur Boys -, die gegen die Nazi-Diktatur arbeiten sollten. Auch Paula Bloom kehrt nach ihrer Ausbildung dort als Besatzungsoffizierin zurück nach Deutschland, dass sie vor Jahren Hals über Kopf verlassen hatte. In Nürnberg werden die Prozesse gegen Kriegsverbrecher geführt und die Amerikaner arbeiten pragmatisch mit den Deutschen zusammen, auch wenn diese nicht unbescholten sind. Paula wird auf den österreichischen Juden Johann Kupfer angesetzt, der behauptet, der größte Spion während des Zweiten Weltkrieges gewesen zu sein.
    Ich habe schon einige Bücher des Autors Andreas Pflüger gelesen und wollte auch diesen Roman unbedingt lesen. Es ist keine leichte Kost, die uns der Autor hier serviert.
    Paula Bloom ist eine sympathische junge Frau, die als Tochter einer deutschen Mutter und eines amerikanischen Geschäftsmannes in Berlin aufgewachsen ist. Nach ihrer Flucht in die USA stellte sie fest, dass ihr Leben eine einzige Lüge war. Sie ist innerlich zerrissen und empfindet Scham und Schuldgefühle. Mit diesen Gefühlen ist sie allerdings nicht alleine, auch ihr Kamerad Sam empfindet so. Paula sieht die verheerenden Auswirkungen des Krieges. Die pragmatische Art der Amerikaner mit der Aufarbeitung der Vergangenheit umzugehen, bringt Paula zur Verzweiflung. Niemand will gewusst haben, was geschehen ist. Keiner zeigt Reue und alle betrachten sich als Opfer. Paula kann den Deutschen nicht verzeihen, aber genauso wenig sich selbst, denn ihr Verhalten hat auch zu Verhaftung und Deportation geführt, ohne dass sie sich dessen bewusst war. Nun versucht sie ihre große Liebe und muss erkennen, dass sie sich auch in Georg getäuscht hatte.
    Vieles was hier geschildert wird, ist schwer zu ertragen. Trotzdem hat mich die Geschichte von Anfang an gepackt und ich konnte Paulas Gefühle gut nachvollziehen. Es ist ein Roman, der einen noch lange beschäftigt.
    Absolute Leseempfehlung!

 

Die Nacht des Zorns: Kriminalroman

Buchseite und Rezensionen zu 'Die Nacht des Zorns: Kriminalroman' von Fred Vargas
NAN
(0 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Die Nacht des Zorns: Kriminalroman"

Autor:
Format:Kindle Ausgabe
Seiten:456
Verlag:
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Der goldene Zwerg: Edgar Wallace ermittelt

Buchseite und Rezensionen zu 'Der goldene Zwerg: Edgar Wallace ermittelt' von Wolfgang Schüler
3
3 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Der goldene Zwerg: Edgar Wallace ermittelt"

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:270
Verlag:
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Rezensionen zu "Der goldene Zwerg: Edgar Wallace ermittelt"

  1. Was für Zwischendurch

    bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 06. Aug 2021 

    Gut, nun muss ich mich mal outen. Ich liebe Edgar Wallace Filme. Ja, diese alten Filme - aber auch den Zinker. Aber mit den Büchern, das muss ich sagen, habe ich bis jetzt nie etwas anfangen können, bzw. ich habe auch keine dieser Bücher bei mir zuhause.
    Und nun habe ich dann ganz unbedarft das Buch der goldene Zwerg von Wolfgang Schüler in die Hand bekommen.
    Nach dem ersten Kapitel hatte ich den Gedanken, O Gott das sind ja nur Kurzgeschichten. Was ich da noch nicht wusste war, dass es die Vorgeschichte zu dem eigentlichen Buch ist.
    Wolfgang Schüler beschreibt in seinem Buch, wie es wohl wäre, wenn Edgar Wallace selbst ermitteln würde. Er beschreibt das sich Edgar Wallace zieren würde, also es eigentlich gar nicht wirklich will, als Ermittler zu arbeiten. Irgendwie will er nicht, rutscht aber trotzdem immer wieder in die Geschichte hinein.
    Interessant ist, wie Wolfgang Schüler die Maya-Statue beschreibt und wie er die Geschichte dieser Statue immer wieder zum Thema macht. Und so ganz nebenbei bringt er einem die Geschichte der Mayas etwas näher.
    Man lernt aber auch den Autoren Edgar Wallace etwas besser kennen, wie er aufgewachsen ist, was er im Krieg gemacht hat und solche Kleinigkeiten. Aber auch seine finanziellen Probleme, oder die Beziehung zu seiner zweiten Frau, die immer wieder Ideen hat und ihrem Mann doch sehr gut beiseite steht werden thematisiert.
    Alles in allem ist es ein spannendes Buch, nicht nur wegen des Kriminalfalls. Allgemein ist das Buch einfach zu lesen, aber trotzdem interessant. Mich persönlich hat es neugierig gemacht - auch auf den Autoren Edgar Wallace und seine Geschichte. Alles in allem ein Buch, welches man zügig lesen kann. Bei einer Kanne Tee kann man sich so ein paar unterhaltsame Stunden machen.

 

Fälschung à la Provence

Buchseite und Rezensionen zu 'Fälschung à la Provence' von  Andreas Heineke
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

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Die südfranzösische Kunstszene unter Mordverdacht. Eigentlich lebt Dorfgendarm Pascal Chevrier in der Provence, weil er die regionale Küche und das ruhige, pittoreske Leben schätzt. Doch die Idylle findet ein jähes Ende, als im Picasso-Schloss eine junge Kunsthistorikerin ermordet aufgefunden wird. In exklusiven Kreisen sucht Chevrier nach Hinweisen und trifft auf exzentrische Kunstsammler und Galeristen, die alle mehr oder weniger verdächtig wirken. Aber nicht nur der verzwickte Fall in der spätsommerlichen Hitze des Luberon treibt ihm den Schweiß auf die Stirn. Audrey von der Police nationale, für die er mehr als kollegiale Gefühle hegt, macht alles noch viel komplizierter ...

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:240
Verlag:
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Rezensionen zu "Fälschung à la Provence"

  1. Mit allen Sinnen...

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 16. Jul 2021 

    Cover: Die schönen Lavendelfelder im Vordergrund mit dem sehr gut durchdachtem Titel, ergeben eine einladende Komposition. Ich spüre förmlich die Wärme & den Duft, eingebettet in den Willen, den Inhalt zu entdecken.

    Inhalt: Pascal ist Dorfpolizist. Er hatte selbst die Entscheidung getroffen, seinen Posten in der Stadt aufzugeben, um das Leben auf dem Land genießen zu können. Da er für sein kriminalistisches Gespür bekannt ist, wird er von der Police Nationale in einem Mordfall um Hilfe gebeten. Die junge Museumsführerin Doria ist ermordet worden. Schon bald ist Pascals Leben nicht mehr so ruhig & beschaulich.

    Fazit: Ein authentischer Lokalkrimi mit einer großen Brise "Provence". Das Buch bescherte mir eine Reise durch die französische Region. Nicht nur kann der Leser die geographischen Gegebenheiten förmlich sehen, auch die kulinarischen Spezialitäten sowie der Duft des Lavendel, strömen dem Leser entgegen. Der Verlauf der Geschichte ist logisch aufgebaut und bindet den Leser emotional an das Geschehen. Dem Autor gelang es eine Nähe zu Pascal und seinem Umfeld herzustellen, dem man sich nur schwer entziehen kann.

    Andreas Heineke kommuniziert Begriffe oder Gegebenheiten häufig mittels der Landesüblichen französischen Sprache. Eine kleine Legende zu sprachlichen Eigenheiten sowie grobe Skizzierung der Örtlichkeiten, wäre von sehr großem Nutzen.

    Ich vergebe eine sehr gute 4 Sterne Leseempfehlung für Leser, die einen guten Mix aus Leben, Genuss, Kunst & Mord, zu schätzen wissen.

 

Verloren: Memento mori

Buchseite und Rezensionen zu 'Verloren: Memento mori' von Liv Morus
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Verloren: Memento mori"

Autor:
Format:Kindle Ausgabe
Seiten:376
Verlag:
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Rezensionen zu "Verloren: Memento mori"

  1. In Not und Unglück entdeckt man seine wahren Freunde

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 30. Jun 2021 

    "Verstehen kann man das Leben nur rückwärts. Leben muss man es vorwärts." (Søren Kierkegaard)
    Sechzehn Jahre ist es her, das eine Gruppe Studenten Urlaub in Frankreich macht und es zu einem tragischen Unfall kam. Nun kommt ein Teil der alten Freunde das erste Mal seit Langem in einem ehemaligen Bauernhof zusammen. Alle freuen sich, endlich mal wiederzusehen und auszutauschen, wie es ihnen ergangen ist. Doch nach und nach kippt die Stimmung und es kommt zu kleineren Streitigkeiten. Als dann einer der Freunde tot im Wasser gefunden wird, bekommt der Unfall von damals eine neue Dimension. Vor allem macht sich Rebekka Gedanken, ob Leos Tod damals wirklich ein Unfall war oder ob jemand nachgeholfen hat?

    Meine Meinung:
    Das beeindruckende Cover mit der unheimlichen Hand im trüben Wasser hat mich sofort begeistert und natürlich der Klappentext dazu. Wie schon in ihrem letzten Buch bringt die Autorin zu Beginn dem Leser jede einzelne Person nahe. Diesmal empfand ich diesen Einstieg fast ein bisschen zu lang den, ehe es so richtig losgeht und spannend wird, war schon bald die Hälfte um. Für mich ist diese Geschichte allerdings auch kein Thriller oder Krimi, sondern eher ein Spannungsroman. In dieser Geschichte geht es insbesondere um Freundschaft und darum, ob man seine Freunde wirklich kennt. Den zu unterschiedlich sind hier ihre Charaktere. Da ist zum einen Rebekka mit Tochter Sophie. Sie ist eine liebenswerte, sympathische Frau, die fest im Leben steht, da sie vieles alleine meistern musste. Ähnlich wie sie ist Viola, allerdings hat sie weniger Selbstwertgefühl und lässt sich schneller aus der Ruhe bringen. Außerdem steht bei ihr gerade eine Veränderung an. Nicole und Jackie dagegen sind eher Frauen, die meinen sie wären was Besseres. Nicole hat sich mit der Ehe von Ben und dem Reichtum arrangiert, obwohl sie nicht glücklich ist. Jackie dagegen lebt lieber alleine und geht ganz in ihrem Beruf auf. Ben ist ebenfalls ein Workaholiker , vielleicht weil er dadurch aus seiner Ehe flüchtet, die nicht so gut zu sein wie alle vermuten. Christoph und Michi sind Bens langjährige Freunde. Christoph muss gerade mit seiner Scheidung zurechtkommen. Ihn empfinde ich als recht eigen, aber angenehm. Michi dagegen eckt schon alleine durch seine oft dummen Sprüche an, deshalb wirkt er oft plump, unsensibel und unerträglich. Dann ist da Rufus, der Besitzer des Bauernhofs, der dort seine Arztpraxis hat und der auf mich recht freundlich wirkt. In diesen einzelnen Personen spüre ich, wie viel Energie und Liebe die Autorin in diese Geschichte investiert hat, damit diese stimmig ist, wir jeden einzelnen besser einschätzen können und der Tod der Freunde hier viele Rätsel aufgibt. Dadurch verändern sich natürlich alle, je länger der Verdacht besteht, dass der Unfall von Bens Bruder Leo damals vielleicht kein Unfall war. Hat jemand dem Asthmatiker sein Spray mit Absicht weggenommen, als er im Pool war? Immer mehr Verdächtigungen werden ausgesprochen. Bei einigen kippt sogar die Freundschaft und es kommt zu weiteren Anschlägen. Kann es sein, dass jemand den Tod Leos rächen möchte oder hat der Täter von damals Angst, dass ihm jemand auf die Schliche kommt? Nachdem ich den Anfang als etwas anstrengend empfunden hatte, hat mich die weitere Geschichte und das Rätsel raten, um den Tod der beiden Freunde dann doch immer mehr begeistert. Wieder einmal spürt man, wie gewissenhaft und mit wie viel Herzblut die Autorin dieses Buch geschrieben und nichts dem Zufall überlassen hat. Dabei haben mir im Besonderen die kursiv geschriebenen Rückblenden durch Rebekkas Tagebuch gefallen. Und so ist die Überraschung am Ende groß, als ich dann die ganze Wahrheit erfuhr. Deshalb gibt es für dieses Buch 4 1/2 von 5 Sterne von mir.

 

Feuer in der Hafenstadt

Buchseite und Rezensionen zu 'Feuer in der Hafenstadt' von  Anja Marschall
4.5
4.5 von 5 (4 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Feuer in der Hafenstadt"

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:234
Verlag:
EAN:

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Rezensionen zu "Feuer in der Hafenstadt"

  1. Neuanfang für Hauke Sötje

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 15. Jul 2021 

    Klappentext:

    „Glückstadt, 1894. Kapitän Hauke Sötje hat alles verloren: sein Schiff, seine Mannschaft, seinen Ruf. Ein ehrenvoller Freitod scheint ihm der einzige Ausweg aus einer gescheiterten Existenz – aber nicht ohne zuvor die Verantwortlichen seiner persönlichen Katastrophe zur Rechenschaft zu ziehen. Doch dann wird er in einen brisanten Mordfall verwickelt, der die Existenz der neu gegründeten Heringsfischerei AG bedroht, und gerät schließlich selbst unter Verdacht. Mit Hilfe der jungen Fabrikantentochter Sophie versucht Hauke die Fäden zu entwirren und kommt einer Verschwörung ungeahnten Ausmaßes auf die Spur.“

    Die Stadt an der Elbe kenne ich gut und ich mag diesen Landstrich sehr. Die Geschichte von Kapitän Hauke Sötje gibt meinem Bild jetzt nochmal einen anderen Blick, denn seine Geschichte ist schon eine besondere. Die Geschichte von Autorin Anja Marschall hat es in sich - eine wahrlich brisante Story, zu einer Zeit, wo es an der Küste noch rauer zuging als im Landesinneren, kurzum: man hing hinterher, aber Katastrophen geschehen auch hier! Mit einem sehr guten Verlauf, man lernt die Figuren zu Beginn sehr gut kennen, werden wir in den Sog der Elbe-Stadt mitgenommen. Man muss die Vorgänger-Bände nicht kennen um hier einen guten Einstieg zu erhalten, das schafft man Dank Marschalls’ Schreibstil auch so.

    Ich wurde hier sehr gut unterhalten und freue mich auf die neuen Fälle des Neu-Kommissars Hauke Sötje, ehemals Kapitän zur See….4 von 5 Sterne!

  1. Glückstadt zwischen Intrigen, Macht und einer Katastrophe

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 09. Jul 2021 

    "Stets sind die Leute bereit, die Schuld ihres Niederganges und ihres Elends anderen zu geben." (Peter Rosegger)
    Glückstadt 1894:
    Nach dem Untergang des Schiffs "Revenge", das Kapitän Hauke Sötje als Einziger überlebt hat, fordert man, das er zu seiner Verantwortung steht. Dies heißt einen ehrenvollen Freitod, den er jedoch nur vollzieht, wenn er sich zuvor am Grab von Frau und Kind verabschieden kann. Allerdings angekommen in Glückstadt wird er erst in eine Schlägerei und später dann in einen Mord verwickelt. Mithilfe des Grafen von Lahn kann er aus der Haft befreit werden, weil dieser seine Hilfe benötigt. Bei einem Brand des Möbelfabrikanten Struwe lernt er seine Tochter Sophie kennen. Als Struwe wenig später sich das Leben nimmt, ist sie Hauke sicher, das hier nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Irgendwer hat ein Interesse, die neugegründete Heringsfischerei AG zu sabotieren. Hauke Sötje versucht Schlimmeres zu verhindern, indem er sich selbst in Gefahr bringt.

    Meine Meinung:
    Das Cover mit den historischen Schiffen stimmt mich auf den ersten Band der Hauke-Sötje-Reihe ein. Dieses Buch wurde als Neuauflage zur passenden Reihe gedruckt. Es erschein schon 2012 unter einem anderen Verlag als "Fortunas Schatten". Der Schreibstil ist, wie ich ihn bisher von der Autorin kenne, wieder einmal lebhaft, informativ und sehr gut recherchiert. Auffällig sind vor allem die zeitgemäßen Artikel über jedem Kapitel, die sich die Autorin in mühevoller Arbeit aus dem Archiv der Glückstädter Zeitung zusammengesucht hat. Der hier ehemalige Kapitän Hauke Sötje möchte vor seinem Freitod noch einmal das Grab seiner Familie besuchen. Durch eine Schlägerei und einen Mord wird er allerdings schon wieder zum Verdächtigen degradiert. Wie mir scheint, möchte jemand ihm unbedingt was anhängen, um ihn loszuwerden oder ist Hauke Sötje einfach ein Pechvogel? Anderseits scheint er immer zur Stelle zu sein, wenn man ihn braucht. Den ohne ihn würde der Seemann Hinnerk wohl nicht mehr leben und der Brand der Möbelfabrik wäre sicherlich viel verheerender ausgefallen. Mit Einsatz seiner ganzen Kraft versucht er immer sein Bestes zu geben, was sicherlich daran liegt, dass er sowieso nichts mehr zu verlieren hat vor seinem Freitod. Dann allerdings lernt er Sophie Struwe kennen. Eine junge Frau die so ganz anders ist als die Frauen zu dieser Zeit. Sie ist klug, eigenwillig, hat Ziele vor Augen, die ihrem Vater so gar nicht passen. Den dieser möchte für Sophie einen guten Ehemann, der zudem seine Möbelfabrik weiterführt. Allerdings hat Sophie ein Geheimnis und das Schicksal meint es nicht gut mit der Familie Struwe, den nach dem Brand der Fabrik folgt ein Unglück nach dem anderen. Lediglich Hauke hält zu Sophie und ist sich sicher, dass jemand seine Hand im Spiel hat. Dass die weitreichenden Spuren auch zu ihm führen und er es mit Intrigen und Spionage zu tun bekommt, ahnt er da noch nicht. Wieder einmal konnte mich die Autorin mit ihrem interessanten historischen Kriminalfall begeistern. Besonders die authentischen Begebenheiten in Glückstadt, die lebensechte Darstellungen und Hintergründe teils mit realen und fiktiven Personen haben mich wieder einmal beeindruckt. Mitzuerleben, wie die Menschen am Ende des 19. Jahrhunderts gelebt und gehandelt haben, begeistert mich, seit ich diese Reihe verfolge und lese. Dazu ein starker, sympathischer Ermittler und eine freundliche, charmante Frau, die man einfach ins Herz schließen muss und diese Reihe für mich bedeutsam macht. Dass die beiden einen recht großen Altersunterschied haben, war mir nicht bewusst, da 21-jährige Sophie für mich deutlich älter wirkt. So kann man reale Historie verpacken, dass es dem Leser Spaß macht. Dass es dieses Feuer in Glückstadt wirklich gab und noch vieles weitere aus dem Buch, habe ich bei einer Autorenlesung erfahren. Für mich steht Anja Marschall als Garantie für gut recherchierte historische Kriminalfälle und ich hoffe, dass diese Reihe noch viele Überraschungen auf Lager hält. Ich jedenfalls kann die gesamte Reihe weiterempfehlen und gebe für dieses Buch 5 von 5 Sterne.

  1. Fesselnder historischer Krimi

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 04. Jul 2021 

    Kapitän Hauke Sötje hat vor England sein Schiff und seine Mannschaft verloren. Er ist der einzige Überlebende der Havarie. Aber Sötje ahnt, dass es beim Untergang nicht mit rechten Dingen zuging. Zwar wurde er vor Gericht freigesprochen, was sicher auch seinem Anwalt von Lahn zu verdanken war, den die kaiserliche Marine gestellt hat, aber gleichzeitig wurde ihm ein ehrenvoller Freitod nahegelegt.

    Nur noch eine Aufgabe will er vorher erfüllen und die führt in nach Glücksstadt. Dort gerät er zufällig in einen Mordfall und in eine Brandstiftung und von Lahn, der auch in Glückstadt weilt, beauftragt ihn als Sonderermittler die Intrigen gegen die neugegründete Glücksstädter Heringsfischerei aufzuklären. Bei dieser Gelegenheit lernt er Sophie Struwe kennen, eine Fabrikantentocher, die durch die Brandstiftung Ruf und Zuhause verloren hat.

    Das ist der erste Band der historischen Krimireihe um Kapitän und Ermittler Hauke Sötje. Er wurde im Emons Verlag neu aufgelegt.

    Der Krimi trifft die Atmosphäre des jungen 20. Jahrhunderts sehr gut. Der Kaiser plant den Aufbau einer Flotte, auch um im Vergleich zu England gut dazustehen. Gleichzeitig soll auch die Fischerei an einigen deutschen Hafenstädten ausgeweitet werden. Das weckt Begehrlichkeiten von vielen Seiten. Hauke als Hauptprotagonist ist eine aufrechte, energische Persönlichkeit. Ruhig, fast wortkarg aber immer auf Gerechtigkeit aus. Dass sein Ruf durch die Havarie Schaden nahm traf ihn sehr, aber noch schlimmer traf in der Tod seiner Leute, für die er sich verantwortlich fühlt.

    Der Autorin gelingt die Zeitreise ausgesprochen gut. Jedes Kapitel beginnt mit einem kleinen Ausriss aus der Zeitung „Glückstädter Fortuna“ aus dem Jahr der Handlung. Dazu mischt sie historische Details sehr kenntnisreich mit ihrer Romanhandlung. Das versetzt den Leser perfekt in die Vergangenheit.

    Intrigen und Spionage machen den Plot sehr spannend und ein Ermittler mit angeschlagenem Ruf, der sich gegen die Pickelhauben-Gendarmen durchsetzen muss, ist ein origineller Ausgangspunkt.

    Ein interessanter historischer Krimi, der viel vom Alltagsleben der Kaiserzeit vermittelt und auf weitere Abenteuer von Hauke Sötje neugierig macht.

  1. Hauke Sötjes erster Fall

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 29. Jun 2021 

    Cover:
    ------------
    Auf dem Titelbild ist im Stil eines alten Gemäldes ein Hafen mit Schiffen abgebildet. Der Titel ist in Rot aufgedruckt und haptisch hervorgehoben. Man fühlt sich sofort in diese Zeit versetz.

    Inhalt:
    ------------
    Glücksstadt im Jahre 1894: Nach einem schweren Schiffsunglück, dessen einziger Überlebender Kapitän Hauke Sötje ist, plagen diesen große Schuldgefühle. Doch bevor er seine Erlösung im Freitod finden kann, überschlagen sich plötzlich die Ereignisse: Eine Heringsfischerei brennt ab, der Inhaber wird beschuldigt, Geld unterschlagen zu haben und schließlich passiert auch noch ein Mord, in den Hauke unfreiwillig verwickelt wird. Zusammen mit Sophie, der Tochter des Fabrikinhabers, versucht er, den Hintergründen auf die Spur zu kommen. Dabei gerät er in eine Verschwörung, die größer ist, als er zunächst ahnt und mit denen er nicht nur den Geheimnissen seiner Vergangenheit, sondern auch Sophie und ihren Geheimnissen Stück für Stück näher kommt.

    Mein Eindruck:
    ------------
    Das Buch hat mich von Beginn an in seinen Bann gezogen. Die Gestaltung mit dem schönen Cover ist gut gelungen und zu Beginn gibt es eine historische Karte von Glücksstadt 1894. Die Kapitel werden stets eingeleitet von historischen Zeitungsartikeln aus der "Glücksstädter Fortuna", die inhaltlich mit dem Kapitel was zu tun haben. Dies weckt zum einen die Neugier auf den weiteren Inhalt, zum anderen fühlt man sich mit der Zeit noch mehr verbunden. Informativ ist auch der Anhang mit der Klarstellung der historischen Gegebenheiten und Personen sowie ein Glossar und Literaturhinweise am Schluss. Das rundet den Roman für mich ab.
    Der Stil ist sehr atmosphärisch und man taucht sofort in die damalige Zeit ein. Hauke ist mir sympathisch, weil er jemand ist, der hilfsbereit ist und anpackt, wenn es nötig ist, dafür sich mit Geschwätz eher zurückhält. Auch Sophie gefällt mir sehr mit ihrer für damalige Verhältnisse "rebellischen Art" und auf welche Weise sie den Versuchen ihres Vaters und ihrer Tante trotzt, die versuchen, eine Dame aus ihr zu machen und sie zu verheiraten.
    Der Fall ist sehr gut aufgebaut. Es beginnt mit dem rätselhaften Untergang von Haukes Schiff im Prolog und beschreibt anschließend die Ereignisse ein paar Jahre später 1894 in Glücksstadt. Dadurch wird direkt ein Spannungsbogen aufgebaut, der sich über den ganzen Roman hinweg erhält. Die Autorin streut immer wieder Hinweise ein, so dass auch scheinbar alltägliche Ereignissen wie bspw. ein literarischer Abend bei einer Gräfin oder amüsante Dialoge zwischen Rübcke und dem Polizisten Hagemann, Stoff zum Rätseln bieten. Zwar hatte ich gegen Ende eine Ahnung, doch die Action am Ende und die letztendliche Auflösung des Falls waren doch teilweise überraschend.

    Dies ist der erste Band der Hauke-Sötje-Reihe. Es erschien ursprünglich in einem anderen Verlag unter dem Titel "Fortuna Schatten". Wer die anderen Bände kennt, weiß, dass Sophie und Hauke zueinander finden. Für mich war dieser Part leider nicht überzeugend. Ich hatte nicht den Eindruck, dass sich eine Romanze zwischen beiden anbahnt. Schon vom Altersunterschied her könnten die beiden Vater und Tochter sein. Für mich wäre eine freundschaftliche Beziehung der beiden eher denkbar gewesen, eine Liebesbeziehung wirkte für mich wenig authentisch. Dennoch sind die beiden ein gutes Ermittlerpaar, das sich gut ergänzt.
    Es empfiehlt sich, den Krimi aufmerksam zu lesen, denn obwohl scheinbare Längen vorhanden sind, so ist letztendlich jeder Szene Beachtung zu schenken, da man Hinweise zur Lösung des Falles erwarten kann.
    Zusammenfassend ist es der Autorin im ersten Fall von Hauke Sötje sehr gut gelungen, historische Ereignisse und ihr Ambiente, sympathische Ermittler sowie eine gute Prise Humor zu einem spannenden und auch lehrreichen Kriminalroman zu verarbeiten.

    Fazit:
    ------------
    Spannender und lehrreicher historischer Krimi mit sympathischen Ermittlern und einer guten Prise Humor

 

Endstation Waldviertel: Kriminalroman

Buchseite und Rezensionen zu 'Endstation Waldviertel: Kriminalroman' von  Günther Pfeifer
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Endstation Waldviertel: Kriminalroman"

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:263
Verlag:
EAN:

Diskussionen zu "Plötzliche Stille"

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Rezensionen zu "Endstation Waldviertel: Kriminalroman"

  1. Tatwaffe Dampflok

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 18. Jun 2021 

    Die Waldviertler Schmalspurbahn ist der ganze Stolz der Hobby-Eisenbahner mit viel Zeit und Geld in diese Sehenswürdigkeit investieren. Regelmäßig wird von der Lok aus auch ein prächtiges Schwammerl gesichtet und zur Freude der Fahrgäste ein Sonderstopp eingelegt. Dass der Pilz regelmäßig von Hannes Dangl am vereinbarten Platz deponiert wird, braucht ja niemand zu wissen.

    Doch dann gibt es einen schrecklichen Unfall, Hannes wird von der Dampflok überrollt und „wer versteckt jetzt unsere Schwammerl?“ ist die Sorge der Eisenbahner. Huber, als umtriebiger Zeitgenosse auch „Gschaftlhuber“ genannt, beginnt mit seinen Privatermittlungen, denn der örtliche Revierinspektor ist mehr als unpopulär.

    Auch die extra geschickten Beamten Frau Dr. Limbach und ihre Kollege, der Hajdusic, erfreuen sich im Ort keiner besonderen Beliebtheit.

    Dieser Krimi aus dem Waldviertel hat alles was ich an Regionalkrimis mag: Eine wunderbare Atmosphäre, durchgehend viel Humor mit Situationskomik und Dialogwitz. Günther Pfeifer hat eine sehr charmante Art zu schreiben, immer mit einem Augenzwinkern und ganz viel österreichischen Schmäh. Da bleibt wirklich kein Auge trocken. Ich liebe die Fußnoten, die sich erklärend an den Leser wenden und mindestens genauso witzig sind, wie die Begriffe, die sie erklären sollen.

    Die Figuren sind einfach urig und auch skurril gestaltet. Die arrogante Stadtpflanze Limbach, auf Karrierre versessen und ihr Gegenspieler Hajdusic, der es faustdick hinter den Ohren hat und natürlich all die Bewohner des Ortes und ganz besonders die Eisenbahner. Ich habe mich von der ersten Seite an köstlich amüsiert und mich mit diesem Buch so richtig wohlgefühlt.

    Das Rätsel um den toten Hannes Dangl ist nicht einfach zu lösen und das Miträtseln hat mir sehr viel Spaß gemacht.

    Mir scheint, dass Waldviertel ist – nicht nur kriminalistisch – eine unterschätzte österreichische Landschaft. Schön, dass der Autor sie dem Leser so nahe bringt.

 

Lunar Eclipse - Die Zeitreise

Buchseite und Rezensionen zu 'Lunar Eclipse - Die Zeitreise' von Olivia J. Gray
NAN
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Inhaltsangabe zu "Lunar Eclipse - Die Zeitreise"

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:380
Verlag:
EAN:

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