Mein Leben in seinen Pfoten: Die Geschichte von Ted, meinem Hund und Retter

Rezensionen zu "Mein Leben in seinen Pfoten: Die Geschichte von Ted, meinem Hund und Retter"

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 09. Dez 2018 

    Tierliebe, wie sie in diesem Buch steht

    Eine andere Art von Literatur, trotzdem ein wunderbares Buch über das Schicksal einer Frau und ihren Retriever Hunden. Es hat mir so gut gefallen, dass ich es nicht mehr weglegen konnte. Mir ist bewusst, was Tiere alles im Zusammenleben mit Menschen können, auch was die Anpassung an die Bedürfnisse ihrer Menschen betrifft. Das Buch beruht auf eine wahre Begebenheit.

    Die Handlung
    Zu Beginn der Geschichte bekommt man es hier mit einem Kind in England zu tun, das 1949 mit einem seltenen Gendefekt zur Welt kommt. Die Ärzte geben dem kleinen Mädchen Wendy keine großen Lebenschancen. Wendy aber überlebt, steigt allerdings von Anfang an in ein Leben ein, dass sie viele, viele Hürden über sich ergehen lassen muss. Ein normales Leben wird sie nie führen können.

    Die Krankheit, mit der Wendy ein Leben lang zu kämpfen hat, ist eine Hauterkrankung namens Epidermolysis bullosa. Die Haut ist dermaßen empfindlich und laut der Autorin zu vergleichen mit den Flügeln eines Schmetterlings. Konkret heißt dies, dass die Haut bei kleinsten Berührungen sofort Bläschen bildet. Im schlimmsten Fall reißt die Haut ein … Die Details spare ich mir … Die Details ihrer Erkrankungen und ihrer körperlichen Einschränkungen sind dem Buch zu entnehmen.

    Wendy kann keine normale Schule besuchen, denn in der Schule wird sie durch ihre Erkrankung gemobbt. Ihre Hände waren immer bandagiert, das löste bei ihren Schulkameraden Aggressionen aus, und diese auf sie eingedroschen haben, als sie auf ihre Arme und Hände getreten hatten, sodass Wendys Eltern die Konsequenz ergriffen hatten, ihr Kind von der Schule zu nehmen, um es auf ein Internat zu schicken, in dem andere kranke Mädchen, Asthmatikerinnen, unterrichtet wurden. Wendy fühlte sich von ihren Eltern abgeschoben, denn sie war zu klein, um zu verstehen, dass die Eltern dies aus Liebe taten, und um sie vor der Gesellschaft draußen besser zu schützen.

    Trotz aller Widrigkeiten ist Wendy dank ihrer liebevollen Eltern erwachsen geworden, konnte einen liebevollen Partner namens Peter finden, mit dem sie zwei Kinder auf die Welt brachte. Wie sie die Geburten ihrer Kinder geschafft hat, ist nicht nur für die Ärzte ein Rätsel. Wendy besaß einen großen Lebenswillen und und ist dadurch eine starke Kämpferin.

    Zu ihrem großen Glück haben auch Hunde der ganz besonderen Rasse beigetragen. Schon als Kind wurde Wendy durch ihre Tante mit Golden Retriever Hunden konfrontiert, und die sie nicht mehr losgelassen hat. Retriever wurden als sehr intelligent und empathisch beschrieben. Wendy wünschte sich Retriever, die ihr helfen sollten, mit ihrem Leben als Alltagsbegleiter besser klar zu kommen, denn sie wollte partout nicht, dass Peter Mann und Pfleger zugleich sein sollte.

    Später befreite Wendy zusammen mit ihrem Mann Peter zwei Zwingerhunde von ihrem Schicksal. Die Hunde waren dermaßen übergewichtig und sehr ungepflegt, dass man ihnen ihre Rasse nicht ansehen konnte. Die Hunde hatten keinen Auslauf, sie wurden nur im Zwinger gehalten, bis diese beiden, Monty und Penny, bei Wendy und Peter ein neues Zuhause gefunden haben. Erst als die Hunde geschert wurden, erkannte man, dass es zwei Retriever Hunde waren. Diese Hunde waren wild, und mussten erst auf ihr neues Leben im Umgang mit ihren neuen Menschen erzogen werden. Wendy und Peter waren die Trainer. Mit all ihrer Liebe und mithilfe der Hundepsychologie schafften sie es, den beiden Hunden den richtigen Umgang beizubringen, und so konnten sie bald im Alltag mit Wendy eingesetzt werden.

    Im nächsten Schritt sollten die beiden Hunde zu Therapiehunden ausgebildet werden und wurden der Organisation Pets As Therapie vorgestellt, damit sie dort wichtige Tests machen konnten, damit die Hunde auch in Kliniken, Pflegeheimen … den bedürftigen Menschen mit ihrer Hundeliebe Kraft und Freude spenden konnten.

    Die beiden Hunde bestanden den Test und können trainiert werden.

    Das Training war aber noch lange nicht abgeschlossen, und so sollte bei einer weiteren Organisation namens Canine Partners aus Therapiehunde Assistenzhunde gebildet werden. Assistenzhunde begleiteten behinderte Menschen überall hin und übernehmen Aufgaben ohne Grenzen. Assistenz im Haushalt, in der Öffentlichkeit, im medizinischen Bereich … Assistenzhunde durften auch in Gaststätten, Krankenhäusern, in Lebensmittelläden dem Menschen unterstützend zur Seite stehen … Jede Menge Alltagshilfen, wo man nicht denkt, dass Tiere zu solchen Leistungen fähig sind.

    Später kam ein Welpe hinzu, als Monty zu alt wurde, um Wendy weiter zur Seite zu stehen. Der Welpe, Teddy, ein neuer Retriever, wurde auch zu einem Assistenzhund ausgebildet, nachdem seine Fähigkeiten hierfür getestet wurden. Alte Assistenzhunde, die nicht mehr können, werden in Rente geschickt. Glücklicherweise konnte Wendy ihre Seniorhunde behalten ...

    Auch Teddy lernte dermaßen schnell, sodass er ganz leicht und mit viel Freude Wendy zur Seite stehen konnte. Diese Hunde waren alle fähig, sogar einen Notfallbutton, der in der Wohnung installiert war und der zur Notfallstation führte, zu tätigen. Die Hunde waren sogar in der Lage, biochemische Prozesse bei Wendy wahrzunehmen, wenn z. B. ihr Immunsystem absackte, und das Leben Wendys bedrohlich wurde. Oder wenn organisch bei ihr etwas nicht stimmte, bekamen die Hunde immer sofort mit und reagierten darauf. Wendys Leben war permanent in Gefahr …

    Zum Schreibkonzept
    Auf der ersten Seite des Buches ist eine Widmung eingefügt. Auf der folgenden Seite befindet sich das Inhaltsverzeichnis. Anschließend geht es mit einer Einleitung weiter. Das Buch besteht auf den 304 Seiten aus 29 Kapiteln, aus einem Nachwort, aus einer Danksagung und aus einer Seite, auf der Hilfe und wichtige Informationen abgedruckt sind, für Menschen, die sich auch einen Therapiehund/Assistenzhund anschaffen und ausbilden lassen möchten. Auf der letzten Seite, auf dem inneren Umschlag, findet man eine große Abbildung von der Autorin und ihren geliebten Hund Teddy. Dieses Foto finde ich sehr schön.

    Cover und Buchtitel
    Absolut passend. Wendys Leben nicht in die Hände eines Menschen legen, sondern in die Pfoten ihrer Hunde. Die ganze Verantwortung wurde den Assistenzhunden zugetragen, die durchaus in der Lage waren, diese zu tragen. Die Hunde haben ihren Auftrag mit voller Liebe übernommen und durchgeführt. Sie haben sich gefreut, gebraucht zu werden, und alles für ihren geliebten Menschen zu geben. Das beweist die Intelligenz dieser Hunde, ihren vorhandenen Lerneifer freien Lauf zu lassen. Kein Mensch hätte diesen Auftrag besser machen können.

    Meine Meinung
    Dieses Buch zeigt auf, wie sehr Tiere die Sprache der Menschen verstehen und auch selber durch Körpersprache und durch ihr Verhalten kommunizieren können. Permanent hat Wendy Hilling mit ihren Hunden gesprochen, und sie haben immer darauf reagiert. Viele Menschen sprechen mit ihren Tieren. Aber vielen ist es nur noch nicht bewusst. Die Autorin beweist mit ihrem Buch nicht nur, dass Tiere denkende Wesen sind, sie sind auch fühlende Wesen. Die beiden Hunde Penny und Monty waren Geschwister und als Penny schwer krank wurde und man sie erlösen musste, begab sich Monty in eine schwere Trauer.
    Als Penny nicht mehr bei ihm war, versank Monty in eine schwere Depression. (…) Unser Hund hat dem Leben den Rücken gewandt, schien aufzugeben. Monty hatte zu nichts mehr Lust, wollte nicht mehr fressen oder Gassi gehen. Er suchte immer weiter nach Penny. Wochenlang rannte er durch alle Räume des Hauses, wenn wir vom Spazierengehen wiederkamen. Eigentlich war er immer ein sehr ruhiger Hund gewesen, jetzt bellte er jedoch laut in jedem Zimmer. Dann lief er zu uns zurück, setzte sich hin, starrte uns an, und stieß einen furchtbaren Klagelaut aus. Wenn er ein Mensch gewesen wäre, wäre das eindeutig ein Schluchzen gewesen. (2017, 98)

    Wenn ich an die vielen Tiere denke, die im Mastbetrieb aufwachsen, und wie schmerzlose Objekte behandelt werden. und die Kleinen von ihren Müttern getrennt werden, bricht es mir das Herz, dass ich mir solche Bilder oder Videos nicht mehr anschauen kann ... Oder die Ferkel, die ohne Narkose kastriert werden. Eigentlich müssten auf der Stelle alle aufhören, Fleisch zu konsumieren, denn der Fleischkonsument akzeptiert den Schmerz der Tiere und erteilt eine passive Einwilligung an die Schlachter, dass die Tiere weiter getötet werden dürfen ...

    Welche Szene hat mir ganz besonders gefallen?
    Eigentlich sind alle Szenen besonders. Besonders dadurch, dass Wendy nicht aufgegeben hat, mit ihrer schweren Erkrankung zu leben. Besonders auch ihr Mann Peter, der seiner Frau immer liebend und tatkräftig zur Seite steht, und auch er die Hunde über alles liebte. Besonders sind all die Hunde, mit denen Wendy und Peter gemeinsam lebten.

    Viele Hundebesitzer brauchen einen Hund, an dem sie ihre Macht ausüben können. Sie bitten nicht um Gefälligkeiten, sie befehlen. Anders bei Wendy und Peter. Sie haben ihre Hunde immer achtungsvoll und liebevoll behandelt. Sie sprechen mit den Hunden immer auf Augenhöhe. Die Hunde waren nicht nur Hunde, sondern richtige Persönlichkeiten.

    Aber es gibt eine Szene, die für mich noch bedeutender ist als die anderen Szenen. Monty erlitt eines Tages einen Schlaganfall. Wendy und Peter liebten ihren Hund so sehr, dass sie ihn vom Tierarzt nicht haben einschläfern lassen und pflegten den Hund mit all ihrer Liebe, sodass Monty tatsächlich wieder genesen konnte. Mich hat das so tief berührt, weil wir Menschen immer schnell zur angeblich erlösenden Spritze greifen, weil wir es nicht ertragen, unser Tier krank zu sehen oder weil wir nicht die Zeit aufbringen möchten, sich mit dem kranken Tier zu befassen.

    Man kann sich eine große Scheibe von Wendy Hilling und ihrem Partner abschneiden. Mir haben sie gezeigt und in meine Tiervorstellung bestätigt, was echte Tierliebe ist.

    Danke an die Autorin für dieses wundervolle Buch.

    Mein Fazit
    Ein Buch, das ich so schnell nicht vergessen werde. Ein Buch, aus dem man im Umgang mit Tieren viel lernen und sich abgucken kann.

 

Alles ist möglich: Wie ich den Mut fand, meinen Träumen zu folgen

Rezensionen zu "Alles ist möglich: Wie ich den Mut fand, meinen Träumen zu folgen"

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 13. Jan 2018 

    "Geht nicht" gibt's nicht!

    Cover und Gestaltung:
    -----------------------------
    Das Bilder der strahlenden und auf ihren Händen stehenden Jen Bricker spricht für sich: Es lädt den Leser ein, an ihrer außergewöhnlichen Biographie teilzuhaben. Teile des Titels sind in leuchtendem Grün gestaltet, was die Lebensfreude sehr gut wiederspiegelt, die die Autorin vermitteln will.

    Inhalt:
    -----------
    Jen Bricker kam ohne Beine auf die Welt und wurde daher von ihren leiblichen Eltern nach der Geburt zur Adoption freigegeben. Dies war ihr Glück, vermittelte ihre Adoptivfamilie ihr den Glauben daran, dass nichts unmöglich ist, wenn man auf Gott vertraut. Dies ist ihre unglaubliche Geschichte.

    Mein Eindruck:
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    "Verlass dich nicht auf deine eigene Urteilskraft, sondern vertraue voll und ganz dem Herrn! Denke bei jedem Schritt an ihn; er zeigt dir den richtigen Weg und krönt dein Handeln mit Erfolg." (Sprüche 3,5-6 (HFA)

    Man könnte sagen, dass Jen nach diesem Motto lebt und das mit Erfolg. Obwohl sie mit Ende zwanzig noch recht jung erscheint, um eine Biographie zu schreiben, zeigt dieses Buch, dass es sich gelohnt hat. Sie verfügt in ihrem Alter schon über einen ungeheuren Erfahrungsschatz, eine gute Menschenkenntnis, hat viel erlebt und eine klare Wertevorstellung, die sie gut mitteilen kann. Ihr Schreibstil ist flüssig und oft mit einer Prise Humor versehen. Sie schreibt über die Umstände ihrer Adoption, ihre neue Familie und wie sie trotz ihres "Handicaps" sich nicht daran gehindert fühlte, alles auszuprobieren, das ihr in den Sinn kam. Schließlich wurde sie sogar eine sehr gute Luftakrobatin und hilft als Motivationstrainerin anderen Menschen. Unterstützt wurde sie dabei von ihrer Familie, aber auch vielen Freunden, Lehrern und anderen wichtigen Personen in ihrem Umfeld, die sie als ihre "VIPs" bezeichnet. In jedem Kapitel stellt sich ein VIP mit ein paar persönlichen Worten vor. Die wichtigste Säule ihres Lebens ist ihr Glaube an Gott. Sie glaubt, dass er für alles einen Plan hat und alles Sinn macht, so auch die Tatsache, dass sie ohne Beine auf die Welt kam. Ihr Leben ist wirklich unglaublich und ich staunte beim Lesen jedes Mal aufs Neue, was sie alles kann und sich zutraut - oft mehr als jeder andere mit Beinen!

    In allem was sie schreibt, merkt man, dass eine starke, lebenslustige Frau dahinter steckt. Ihre positive Art steckt einen automatisch an. Dennoch versteckt sie nicht, dass es auch negative Erlebnisse und Gefühle gab und gibt und sie zeigt dabei auch, dass sie sich sehr viele Gedanken um sich und ihre Umwelt macht. Im letzten Kapitel gibt Jen noch sehr persönliche Auskunft in Form einer Art Fragebogen über ihre Einstellungen zu diversen Themen wie Liebe, Familiengründung und zu ihren anderen persönlichen Träumen, Ängsten und Wünschen. Die Fotos in der Mitte des Buches sind wie ein persönlicher Blick in ihr Familienalbum und veranschaulichen das Erzählte sehr schön. Ich ziehe meinen Hut vor der Autorin und wie sie ihr Leben gestaltet. Eine sehr eindrucksvolle, mutmachende Biographie, die ich jedem sehr ans Herz legen kann.

    Fazit:
    -----------
    Mutmachende und beeindruckende Biographie geschrieben von einer starken und lebenslustigen Frau

 

Ziemlich bester Schurke: Wie ich immer reicher wurde

Buchseite und Rezensionen zu 'Ziemlich bester Schurke: Wie ich immer reicher wurde' von Josef Müller
3
3 von 5 (1 Bewertungen)

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:320
Verlag: Brunnen
EAN:9783765515958
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Rezensionen zu "Ziemlich bester Schurke: Wie ich immer reicher wurde"

  1. bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 03. Dez 2015 

    "Biografie eines Erfolgsmenschen"

    Klappentext
    Man kannte ihn nur als den 'Konsul von Panama', den genialen Steuerberater mit den extravaganten Luxuskarossen. Ursprünglich kam Josef Müller, *1955, aus bürgerlichen Verhältnissen. Er war der einzige Sohn eines Kriminalbeamten und einer Operationsschwester. Bereits mit 16 Jahren durfte er Auto fahren. Zwei Jahre später verunglückte er bei einem schweren Verkehrsunfall. Seit dieser Zeit ist er querschnittgelähmt und sitzt im Rollstuhl. Nach diesem Einschnitt drehte Müller aber erst richtig auf: 'Ich wollte nicht nur reich werden – ich wollte unendlich reich werden.' In seinem Buch beschreibt er packend, in welche James-Bond-reifen Abenteuer und Betrügereien er verwickelt wurde und wie er es wirklich schaffte, unendlich reich zu werden. Leserstimmen: Seit fast zwanzig Jahren kenne ich Josef Müller und war gespannt, wie der neue den alten Josef beschreibt. Respekt – er hat nichts beschönigt oder weggelassen. Das Buch ist packend geschrieben. Ich konnte es nicht aus der Hand legen und habe es in einem Rutsch gelesen. Kalle Schwensen, Hamburger Kiez-Legende Ich kenne Josef seit über dreißig langen Jahren; ich erlebte, wie er aus allen Nähten platzte – in jeder Beziehung! – und kam oft aus dem Staunen nicht heraus. Jetzt ist er um 37 Kilo ärmer, aber im Herzen umso reicher. Es ist eine Saulus-Paulus-Geschichte, erschreckend, bewundernswert, lesenswert! Charles Brauer, Schauspieler und 'Tatort'-Kommissar Interview mit dem Autor auf ERF.de Weitere Informationen zu Buch und Autor auf www.ziemlich-bester-schurke.de

    Der Autor
    Josef Müller wurde 1955 in Fürstenfeldbruck bei München als erster und einziger Sohn eines Kriminalbeamten und einer Operationsschwester geboren. Er wuchs in normalen bürgerlichen Verhältnissen auf. Im Alter von 16 Jahren konnte er mit einer Sondergenehmigung den PKW-Führerschein erwerben und hatte kurz vor seinem 18. Geburtstag einen schweren Verkehrsunfall. Seit dieser Zeit ist er querschnittgelähmt und auf die Benutzung eines Rollstuhls angewiesen. Später wurde Josef Müller zum genialen Anlage- und Steuerberater der Münchner Schickeria. In seinem Buch beschreibt er amüsant und zugleich spannend, welche unglaublichen Abenteuer zu seinem vollkommen verrückten Leben gehörten. Einem Leben, das von außergewöhnlichen Ereignissen gezeichnet war und zu einem veritablen «Schurkenstück» auszuarten drohte. Die Leser erfahren auch, warum er sein Leben 2006 mit einem Schlag ändern wollte und… Lesen Sie mehr...im Buch

    Meine Meinung

    Story
    Dem Sohn eines Polizisten wird schon in jungen Jahren klar, dass er ein Händchen fürs die Kunst der schnellen Geldvermehrung hat. Nach seiner Lehre als Steuerberater kommt Josef Müller in kürzester Zeit zu Geld und Ansehen . Er steigt in die Obersten Riege der Gesellschaft auf, selbst der Englische Thronfolger zählt ihn zu seinem Gästen. Autos, Schiffe Häuser, Frauen, und alles vom Feinsten , Josef Müller hat alles ,ist beleibt und gefragt. Und das obwohl er im Rollstuhl sitzt .Bei seinen Anlage Projekten geht er immer hohes Risiko . Bei seinen Klienten ist er nicht wählerisch. So wird er unabsichtlich(!!) zum Geldwäscher. Als die Justiz im auf die Schliche kommt flieht er ,stellt sich später und findet im Gefängnis sitzend seinen Glauben zu Gott.

    Scheinstil
    Das Buch ist flüssig geschrieben, Chronologisch, macht aber Zeitsprünge hin und zurück. Die Tricks der Geldvermehrung erklärt Müller genau. Über seine Ehe hingegen schweigt er. Stellenweise kommt sogar der Humor zum Vorschein.

    Charaktere
    Es fällt schwer, in Josef Müller einen Schurken zu sehen, wenn Anleger ihm Geld ohne jegliche Sicherheiten anvertraut haben. Zumal nicht er das Geld der Anleger durchgebracht hat . Josef Müller klärt in dem Buch auf wie es wirklich war.

    Mein Fazit

    Für Menschen die an Gott glauben ist das Buch natürlich Wasser auf die Mühlen. Betrachtet man es etwas kritischer, stellt sich die Frage ob Josef Müller nur den Job gewechselt hat. Dass ihm auf einmal all das was er früher hatte, nicht mehr wichtig ist nehme ich ihm nicht ab. .In dem Buch gibt er keine Auskunft was er heute macht .Recherche im Internet ergeben, dass er sehr aktiv im Göttlichen Auftrag unterwegs ist, natürlich im Mercedes. Er hat einen Christlichen Verein gegründet, hält Vorträge und ist im Verkauf tätig. Er ist ein Mensch der zumindest Anerkennung braucht und die hat er heute, nur eben in anderen Kreisen und das Buch ist wie eine (zugegeben Interessante ) Werbung für sein neues Leben und Wirken als geläuterter Mensch . Wer es glaubt !!
    Ich vergebe drei von fünf Sternen.

 

Tim lebt!:

Buchseite und Rezensionen zu 'Tim lebt!: ' von Simone Guido
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Autor:
Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:272
Verlag: adeo
EAN:9783863340384
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Rezensionen zu "Tim lebt!: "

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 15. Jul 2015 

    Ein wunderbares Buch

    Klappentext
    "Als wir damals an seinem Bettchen standen und er uns mit seinen blauen Augen anschaute, stand unsere Entscheidung eigentlich gleich fest: Wir nehmen ihn auf. Und wir haben es nie bereut. Er hat unser Leben reich gemacht, trotz aller Probleme."

    Tim war nicht gewollt, seine Mutter hat ihn in der 25. Schwangerschaftswoche abtreiben lassen, weil er das Down-Syndrom hatte. Aber er wollte nicht sterben. Stundenlang lag er unversorgt im Kreißsaal und wurde schließlich nach einem Schichtwechsel gerettet. Sein Gehirn hat dabei schweren Schaden genommen, außerdem ist er Autist. Als 'Oldenburger Baby' hat er Medizingeschichte geschrieben und wurde zum Symbol einer Debatte um späte Schwangerschaftsabbrüche und ihre rechtlichen und ethischen Konsequenzen.

    Aber dieses Buch ist kein Buch gegen Abtreibung – sondern ein Buch für das Leben. Es ist unser Geschenk zu Tims 18. Geburtstag."

    Mit 16-seitigem, farbigem Bildteil.

    Über die Autoren
    Simone und Bernhard Guido leben mit ihren fünf Kindern - darunter drei Pflegekinder mit Down-Syndrom - in einer norddeutschen Kleinstadt. Ihr gesamtes Honorar für das Buch wird in ein Wohnprojekt für Menschen mit Down Syndrom fließen, das die beiden in ihrem Haus einrichten wollen, damit ihre drei Pflegekinder auch in Zukunft mit ihnen leben können. Für ihr soziales Engagement wurde Ehepaar Guido die Bundesverdienstmedaille verliehen.
    Kathrin Schadt
    studierte Philosophie, Lateinamerikanistik und Komparatistik in Berlin und am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Mehrere Buchveröffentlichungen. Schrieb u. a. für DIE ZEIT und die FAZ. Erhielt Preise und Stipendien, darunter das Stipendium für journalistische Nachwuchsförderung. 2009 gründete sie die Initiative "Erste Hilfe Köfferchen" und betreut seitdem ehrenamtlich Eltern von kranken und verstorbenen Kindern.

    Meine Meinung

    Story
    Ich habe dieses Buch vom Gerth Medien Verlag zu Verfügung gestellt bekommen, da ich mich für die Thematik sehr interessiere. Als Mutter fällt es einem schwer zu verstehen, warum man ein Kind versucht abzutreiben, so wie es Tims Mutter getan hat. Zum Glück hat Tim, sich allen Prognosen widersetzt und hat den Ärzten gezeigt, dass er leben möchte, obwohl er an einer schweren Form des Down Syndroms leidet und zudem noch große Schäden von der Abtreibung aufweist. Tim kämpft sich ins Leben.

    Tim war mir sofort sympatisch. Der Junge der ständig lächelt und eine wahnsinnige Energie ausstrahlt. Kaum zu glauben das man ihn nicht gewollt hat. Die Familie Guido war mir auf Anhieb sehr sympathisch. Wie aufopfernd sie sich um Tim uns später sogar um Mellissa und Naomi gekümmert haben und ihr komplettes Leben einfach von heute auf morgen umgestellt haben, ist einfach bewundernswert.

    Dieses Buch bietet dem Leser einen Einblick in das Leben der Guidos und schildert alle Höhen und Tiefen, die so eine Entscheidung mit sich bringt. Denn natürlich gibt es nicht nur gute Tage, denn die Guidos müssen auch durch viele Tiefen und auch Niederlagen verkraften. Sie kommen oft an ihre Körperlichen Grenzen, aber bekommen von Familie und Freunden große Unterstützung, um sich auch mal ein paar Tage eine Auszeit zu gönnen und um neue Kraft zu tanken. Auch die leiblichen Söhne, Marco und Pablo müssen oft Verzicht üben und hinten anstehen, aber lieben die Pflegekinder und bringen großes Verständnis auf.

    Schreibstil
    Das Buch wird aus der Sicht der Familie Guido geschildert. Mal von Vater Berhard und Mutter Simone sowie von den Söhnen Pablo und Marco, aber auch von Verwandten, Freunden, Pflegern und Ärzten. So bekommt man einen sehr guten Einblick in das Leben der Familie aber auch in Tims Alltag. Außerdem wird einem viel über die Abtreibungsgesetze in Deutschland erzählt und natürlich auch den Medizinischen Einblick in ein Leben mit Down Syndrom, auch bekannt als Trisomie 2.

    Charaktere
    Natürlich kann man hier nicht von Protagonisten sprechen, denn die Guidos sind reale Personen die eine sehr große Herausforderung angenommen haben, Ich mochte die Familie von Anfang an sehr. Ich bewundere ihren Mut, ihre Kraft und alles was sie ausmacht. Tim ist ein wunderbarer Mensch und man kann nach dem man das Buch beendet hat, guten Gewissens sagen, dass man einen tollen Menschen und seine Familie kennen gelernt hat und ein kleines bischen Teil an ihrem Alltag hatte.

    Meine Meinung

    Tim lebt! ist ein wunderbares Buch über das Leben, den Glauben die Kraft und die Liebe . Ich habe das Buch nur ungern aus der Hand legen wollen, da mich Tims Story und die seiner Familie richtig gefesselt hat. Guten Gewissens kann hier volle fünf von fünf Sterne geben und eine absolute Leseempfehlung