Zelle 25

Buchseite und Rezensionen zu 'Zelle 25' von Martin Bühler
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5 von 5 (1 Bewertungen)

Wie soll sich ein 69-jähriger gescheiterter Unternehmer wehren, wenn ihm durch unterlassene Behördenaufsicht die ganze Existenz vernichtet wird, wenn 4,5 Millionen Deutsche Mark in einer Stunde buchstäblich den Bach hinuntergehen, die ganze Familie über Nacht verarmt und obdachlos dasteht, Freunde zu Feinden werden, Nachbarn zu misstrauischen Fremden?
Wie kann man sich wehren, wenn man 13 Jahre lang immer wieder zugesichert bekommt,dass man im Recht sei, man in dieser Zeit keinen Pfennig Entschädigung erhält, sondernim Gegenteil durch lächerliche Anklagen blockiert und noch tiefer gestoßen wird?
Was ist zu tun, wenn man als 69-jähriger Unternehmer und bis dato unbescholtenplötzlich vor Gericht steht, des Diebstahls beschuldigt wird und in den Knast wandert?
Man kann nicht mit einem Plakat durch Dorf und Stadt ziehen, um seine Unschuld zu beteuern. Aber man kann ein Buch schreiben, das den Hergang verständlich macht unddie Hintergründe beleuchtet.
Ein Einzelfall? Sicher nicht, wie sich zeigen wird. Jedoch hat nicht jeder nach all den demütigenden Strapazen noch den Mut und die Energie, sein unfassbares Schicksal öffentlich darzustellen.

Während sich Verlage mit astronomischen Summen um die Memoiren korrupter Politiker oder oft geistloser Sportler raufen, interessieren sie sich nicht für gescheiterte Existenzen.
In meinem Drang, Tabuthemen zu publizieren, möchte ich einer möglichst breiten Öffentlichkeit nahebringen, dass auch unsere Demokratie brutal sein kann. Mit dieser Verzweiflung will ich die scheinheiligen Politiker niederschreien, die die Ungerechtigkeit in den hintersten Winkeln der Erde anprangern, während in ihrem Land die eigenen „Kinder“ an Korruption und Brutalität verrecken!

Die nachfolgende Geschichte wurde von mir nach den Aufzeichnungen meines Vaters ergänzt, aufgearbeitet und veröffentlicht.

Format:Kindle Edition
Seiten:134
EAN:
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Rezensionen zu "Zelle 25"

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 07. Aug 2015 

    absolut empfehlenswert

    Diese Geschichte habe ich mehrmals gelesen, weil sie mich gefesselt und "aufgeklärt" hat. Zum Einen hat sie mich auch traurig und zum Anderen sprachlos gemacht. Dass der Familienvater nicht aufgegeben hat, ist ein Wunder. So manches Mal dachte ich, wie lange wird es noch dauern, bis er sich selbst strafbar macht. Denn es ist für mich nicht nachvollziehbar, wie Menschen, denen er vertraute, die er unterstützt hatte, ihn lächelnd in den Ruin trieben. Zum Glück, auch für seine Familie, hat er die Nerven behalten. Vor 25 Jahren war es ebenso wie heute. Man ist von den Machthabern abhängig. Solange man mitspielen kann, ist alles gut, dann wird man sogar ausgenutzt. Sowie man um Unterstützung bittet und Ehrlichkeit erwartet, wird man fallengelassen. Auch dieses Buch von Martin Bühler sollte zur Pflichtliteratur werden, um zum Nachdenken und Umdenken anzuregen.