Die Verwissenschaftlichung der ›Judenfrage‹ im Nationalsozialismus

Buchseite und Rezensionen zu 'Die Verwissenschaftlichung der ›Judenfrage‹ im Nationalsozialismus' von Horst Junginger
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Inhaltsangabe zu "Die Verwissenschaftlichung der ›Judenfrage‹ im Nationalsozialismus"

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:480
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Rezensionen zu "Die Verwissenschaftlichung der ›Judenfrage‹ im Nationalsozialismus"

  1. Lesenswerte Studie

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 09. Aug 2020 

    Wie anfangen? Verleitet durch den Titel "Die Verwissenschaftlichung der "Judenfrage" im Nationalsozialismus und den für Mitglieder der WBG deutlich vergünstigten Preis habe ich micht entschlossen, die Studie Horst Jungingers zu lesen. Anfangs war ich ein wenig enttäuscht, weil sich Junginger vorwiegend auf die Entwicklung des Antisemitismus an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen, seiner Alma Mater, bezieht. Doch das Durchhalten hat sich gelohnt, denn das, was sich im Tübinger Fokus abspielte, hatte durchaus Folgen für das gesamte Reich, denn mit dem Theologen Gerhard Kittel und dem Religionswissenschaftler Karl-Georg Kuhn wirkten die beiden wohl führenden Wissenschaftler, die sich mit der sogenannten "Judenfrage" auseionandersetzten. Beinahe zwangsläufig verführten sie eine ganze Generation von Studenten, so dass es kein Zufall ist, dass zahlreiche Namen von Technokraten, die in verschiedener Funktion aktiv an der "Endlösung" ihre Hochschulbildung an der Württembergischen Uni bekommen hatten. Das dabei vor allem die theologische Fakultät und das evangelische Pfarrhaus, aus dem eine nicht unbeträchtliche Zahl der Täter stammte, eine bedeutsame Rolle spielten, ist auch keine Überraschung, denn der nationalpatriotische des Protestantismus hatte bereits im deutschen Kaiderreich eine fragwürdige Rolle gespielt, ebenso lässt sich der Antisemitismus auch schon bei Luther erkennen. In Tübingen äußerte sich der Antisemitismus unter anderem darin, dass es im Gegensatz zu anderen Universitäten kaum nötig war, jüdische Professoren und Studenden zu vergrauelen, denn es gab sie nicht. Dafür sorgten auch die dort vertretenen Burschenschaften, aus denen ebenfalls viele der späteren Täter hervorgingen. Das alles war trotz der formalen Gleichberechtigung aller Religionen, die laut Verfassung der Weimarer Republik festgeschrieben war, möglich, indem man bei der Ablehnung jüdischer Professoren nicht auf deren Religion, sondern auf deren angebliche fehlende wisschenschaftliche Kompetenz verwies. Doch 1933 brachte auch für die Theologie in Tübingen Gefahren mit sich, denn es gab nationalsozialistische Fanatiker, die das Christentum ablehnten, weil es unbestreitbar aus dem Judentum hervorgegangen ist. Insofern verschaffte der Theologe Kittel mit seinen vermeintlich wissenschaftlichen Forschungen zur "Judenfrage" nicht nur dem Antisemitismus Aufrieb, er verteidigte auch seine Religion, die seit der Aufklärung zunehmend an Bedeutung verloren hatte, wenn auch längst nicht in dem Ausmaß von heute. Indem er "nachwies", dass die vermeintlich negative Sonderentwicklung der jüdischen "Rasse" erst mit der Zeit des neuen Testaments einsetzte, also der jüdischen Diaspora, schhug er sozusagen zwei Fliegen mit einer Klappe. Einerseits konnte damit das Alte Testament weiterhin als unbelastet und damit für das Christentum unbeschadet überdauern, andererseits konnte er so eine Brücke zwischen dem alten religiösem und dem neuen rassistisch motivierten Antisemitismus schlagen (nebenbei: ich finde, dass Junginger in diesem Kontext den von der Geschichtswissenschaft betonten Unterschied hier zu sehr herunterspielt, denn der entscheidende Unterschied, dass eine Konversion zum Christentum bei allen religiösem Vorbehalt und weiter bestehenden Vorurteilen gegenüber den Konvertiten im Gegensatz zum späteren Rassenantisemitismus, man denke an die Nonne Edith Stein, die als geborenene Jüdin zur Vernichtung nach Auschwitz deportiert wurde, nivelliert wird). Aber ganz im Sinne der Nationalsozialisten dreht Kittel mit seinen Thesen die Wirklichkeit um: wären die Juden dem weg des neuen Testaments gefolgt, gäbe es sie ja gar nicht mehr, also sind sie mit ihrer selbstgewählten Rolle als Außenseiter selbst an ihrer Verfolgung schuld. Kittel versteigt sich so sehr in diese Attitüde, dass er die Ghettobildung und Kennzeichnug der Juden über weite Teile der Geschichte als den auch dem Judentum angemessenen Weg sieht, die von ihnen ausgehende Gefahr zu bannen. Erst die Aufklärung und die Emanzipation habe zu einer Verschärfung der Judenfrage geführt, zumal jetzt auch die assimilierten Juden nicht mehr erkennbar seien. Und genau an dieser Stelle wird die Armseligkeit der nationalsozialistischen Judenpolitik und ihrer Begründung fassbar: wenn das Kriterium zur Erkennung eines Juden nicht mehr die Religion, sondern die Rasse ist, was macht dann diese Rasse aus? Zahlreiche nationalsozialistische Naturwissenschaftler versuchten, durch Blutuntersuchungen, Schädelvermessungen und anhand von sonstigen typologischen Merkmalen eine Defintion der jüdischen Rasse abzuleiten, allein, es gelang ihnen nicht, da es eben keine signifikanten Unterschiede zu anderen Menschen gab. Letztendlich blieben die Kirchenbücher und Geburtsregister die Grundlage für Ausgrenzung, Verfolgung und Vernichtung zahlreicher jüdischer Mitbürger zunächst im Reich, dann in allen von Deutschland besetzten Gebieten. Doch da sprang die 'Geisteswissenschaft der Naturwissenschaft zur Seite. Legionen von Wissenschaftlern mühten sich, Beweise für den angeblich zersetzend wirkenden Volkscharakter der Juden nachzuweisen, so eben auch Kittel unn Kuhn, die den Talmud als angeblichen Kronzeugen heranzogen. Es führt sicherlich kein direkter Weg von den beiden zum Holocaust, aber berechtigterweise schreibt Junginger: "Das Fehlen einer direkten Aufforderung, Gewalt gegenüber Juden anzuwenden, befreit die Vertreter der nationalsozialistischen Judenwissenschaft nicht von ihrer Verantwortung, die intellektuellen Voraussetzungen dafür geschaffen zu haben, dass den Judenmördern ihr Tun sinnvoll und plausibel erschien. Man kann nicht über Jahre hinweg das jüdische Volk zum schlechthin Bösen und negativen Prinzip der Weltgeschichte erklären und dann nichts damit zu tun haben wollen, dass seine Verteufelung zum handlungsleitendem Motiv wurde" (S.403). Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen, nur die Tatsache, dass das in vielen Fällen die (erfolgreiche) Strategie vieler Beteiligter war. Nur die wenigsten wurden tatsächlich für ihr Tun zur Rechenschaft gezogen, im Gegenteil, sie konnten unbehelligt weiterhin an deutschen Universitäten, ja sogar im auswärtigem Amt ihre Karriere fortsetzen (Man kann gar nicht so viel essen, wie man in diesem Zusammenhang Kotzen muss). Insofern war der 68-Impetus "Unter den talaren Muff von tausend Jahren" sicherlich nicht der falscheste.

 

Die Reenergize-Formel

Buchseite und Rezensionen zu 'Die Reenergize-Formel ' von Dr. Simone Janßen
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

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Format:Taschenbuch
Seiten:405
Verlag:
EAN:9782919808175

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Rezensionen zu "Die Reenergize-Formel "

  1. Mutter Natur ist ein böses Weib

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 18. Jul 2020 

    Energie und Glück, von beidem mehr und anhaltend. Wünschen wir uns das nicht alle. Das Autoren Duo Dr. Simone Janßen und Niklas haben eine Formel dafür gefunden. Ein evolutionärer Baukasten für Energie und Glück - die Reenergize Formel.
    Nun, natürlich findet man in diesem Buch kein Wundermittel, keinen Hokuspokus und genaugenommen nichts Neues zu dem Thema. Aber es ist immer wieder mal ganz nett, mit der Nase auf eigentlich Selbstverständlichkeiten gestoßen zu werden. Es ist, so scheint, es dass wir Menschen gerne in unserer schnellen, digitalen und entgrenzten Welt auf unsere Natur vergessen.
    „Mutter Natur ist ein böses Weib“, behauptet eine Freundin der Autorin. Sie hat recht.
    „Seit Anbeginn der Zeiten macht Mutter Natur dem Leben das Leben schwer. Bittere Kälte, gnadenlose Hitze, kosmische Strahlung, toxische Gase und Dämpfe – es gibt genug Widrigkeiten, die das Leben zwar offensichtlich nicht verhindern können, aber doch zumindest erschweren.“
    Wir haben oftmals verlernt, in natürlichen Kreisläufen zu denken und handeln. War der Mensch früher Jäger und Sammler, Höhlenbewohner, Nomade, so sind wir heute im Supermarkt gut versorgt, haben Heizung und Klimaanlage, verbringen den größten Teil des Tages sitzend. Erfolgreich haben wir die Evolution ausgetrickst und mit der besten medizinischen Versorgung, schaffen wir es auch älter und immer älter zu werden.
    Genaugenommen sorgt die Natur dafür, aus dem Notwendigen ein Bedürfnis zu machen. Hunger und Durst lassen uns nicht vergessen, dass wir uns ernähren müssen. Wir werden müde, um schlafen zu können. Sexueller Anreiz führt zur Fortpflanzung. Bei der Bewegung war die Natur nachlässig.
    In sehr umgänglicher Sprache erläutert das Duo –Dr. Simone Janßen ist Biologin und Wissenschaftsredakteurin, Niklas Hobacher wollte als Kind Erfinder werden und entwickelt heute Projekte, die komplexe Zusammenhänge mit Themenschwerpunkt Natur, Körper und Geist auf unterhaltsame Weise erklären – wie wir tun können, was uns gut tut.
    Es sind die Bereiche Hygiene, Schlaf, Ernährung, Bewegung, Gehirn, Nervensystem und Stress sowie Entspannung für Körper und Geist, die ausführlich, aber gut verständlich thematisiert werden. Gut gefallen hat mit die kurze und knackige Zusammenfassung am Ende jedes Kapitels.
    Einiges davon beherzige ich auch schon vor der Lektüre: wenig tierische Produkte, Intervallfasten, Yoga. Was ich mich für mich mitgenommen habe, ist besser auf meinen Vitamin D und Magnesium Haushalt zu achten, endlich wieder meine Füße in Laufschuhen zu bewegen und - nachdem mir das Zusammenspiel von Adenosin und Koffein die Augen öffnete – eine Koffeinentwöhnung. (Ich schlafe tatsächlich besser und bin untertags produktiver.)
    Auch wenn die Autoren nicht das Rad neu erfunden haben, es ist allemal gut, wieder in die richtige Richtung gestupst zu werden. Bis zum nächsten Mal, wenn der Schweinehund wieder die Vorherrschaft erlangt.

 

Unser Vater: Ein Gespräch

Buchseite und Rezensionen zu 'Unser Vater: Ein Gespräch' von Gabriele Gysi
NAN
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Format:Kindle Ausgabe
Seiten:148
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Die Verwandlung der Dinge: Eine Zeitreise von 1950 bis morgen

Buchseite und Rezensionen zu 'Die Verwandlung der Dinge: Eine Zeitreise von 1950 bis morgen' von Preisendörfer, Bruno
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Format:Kindle Ausgabe
Seiten:246
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Wolfszeit: Deutschland und die Deutschen 1945 - 1955

Buchseite und Rezensionen zu 'Wolfszeit: Deutschland und die Deutschen 1945 - 1955' von Harald Jähner
5
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Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:480
EAN:9783737100137

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Rezensionen zu "Wolfszeit: Deutschland und die Deutschen 1945 - 1955"

  1. Überzeugende Darstellung der ersten Dekade im Nachkriegsdeutschl

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 23. Feb 2020 

    Das Buch handelt vom Hunger, nicht nur dem physischen, sondern auch dem nach Neuorientierung nach dem Zerfall alter Werte. Nach der Niederlage im Zweiten Weltkrieg und dem Zusammenbruch der nationalsozialistischen Herrschaft spürten die Deutschen erstmals tatsächlich Hunger, denn bis fast zuletzt funktionierte das Auspressen der besetzten Länder, das es ermöglichte, dass die Deutschen selbst in den Kriegsjahren einen relativ hohen Lebensstandard beibehalten konnten. Die Folgen des von ihnen verursachten Krieges wurden erst ab der sogenannten Stunde Null, die tatsächlich keine war, deutlich. Lebensmittelknappheit, Wohnraum- und Brennstoffknappheit, all dies prägte das Leben der Überlebenden. Harald Jähner zeigt in "Wolfszeit" die Überlebensstrategien auf, die die deutsche Gesellschaft in der ersten Dekade nach dem Krieg entwickelte. Dazu gehörten unter anderem das bekannte Hamstern ebenso wie der Mantel des Schweigens, der über die nationalsozialistischen Untaten gebreitet wurde. Von da bis zur Selbstsicht, selbst verführte Opfer des Nationalsozialismus zu sein, war es dann nur noch ein kleiner Schritt. Und das bereits fünf Jahre nach dem Holocaust ein rechtsgerichteter Politiker darüber nachsinnt, ob Hitler den richtigen Weg gewählt hat, das "Judenproblem" zu beseitigen, passt da nur gut ins Gesamtbild.

    Die bekannten Probleme wurden durch die Millionen von Geflüchteten,Vertriebenen und displaced Persons verschärft, wobei sich schnell zeigt, das die im Nationalsozialismus verherrlichte Volksgemeinschaft eine Chimäre war. Mitgefühl mit den ehemaligen Opfern? Fehlanzeige. Mit den mittelos gewordenen Bewohnern der ehemaligen Ostgebiete? Dito. Wie schon Brecht festgestellt hatte, "Erst kommt das Fressen, dann die Moral". Futterneid und religiöse Vorurteile bestimmten zunächst die gegenseitige Sicht, langfristig führte die erzwungene Gemeinsamkeit aber etwas, was die Deutschen lange Zeit zuvor nicht geschafft hatten, nämlich das Überwinden landsmannschaftlicher und damit oft verbundener religiöser Vorbehalte.

    All dies und noch viel mehr anschaulich zu beschreiben, ist das Verdienst Harald Jähners. "Der Neubeginn - neu gesehen" ist zwar ein etwas übertriebener Verkaufsslogan im Klappentext, denn für den Historiker wirklich bahnbrechend neu ist nichts des Dargestellten, aber es handelt sich tatsächlich um eine "eindrucksvolle Gesamtschau".

 

Sommerhaus am See: Fünf Familien und 100 Jahre deutscher Geschichte

Buchseite und Rezensionen zu 'Sommerhaus am See: Fünf Familien und 100 Jahre deutscher Geschichte' von Thomas Harding
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»Ein leidenschaftliches Erinnerungsbuch über Deutschland.« Neil MacGregor

In den 1920er-Jahren war das Holzhaus am idyllischen See von Groß Glienicke das Ferienparadies für die jüdische Familie Alexander gewesen. Für Elsie Alexander, die Großmutter von Thomas Harding, blieb es trotz Verfolgung und Vertreibung durch die Nazis ein Ort für die Seele. Wie durch ein Wunder steht das Haus noch immer, über Jahrzehnte Zufluchtsort für fünf Familien, deren Schicksale das deutsche 20. Jahrhundert spiegeln. Nach Kriegsende lag es auf DDR-Gebiet. Die Mauer wurde durch den Garten gebaut, am Seeufer entlang. Zuletzt stand es leer, verfiel und sollte abgerissen werden. Doch Thomas Harding und seine Mitstreiter vor Ort sorgten dafür, dass dies nicht geschah. Er beschloss, dem Haus seine Geschichte wiederzugeben.

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:403
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Fräulein Hallo und der Bauernkaiser: Chinas Gesellschaft von unten

Buchseite und Rezensionen zu 'Fräulein Hallo und der Bauernkaiser: Chinas Gesellschaft von unten' von Liao Yiwu
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Ungekürzte Ausgabe. Mit einem Vorwort von Philip Gourevitch, einer Einführung von Wen Huang und einem Nachwort von Detlev Claussen. Paperback, 539 Seiten. Gutes Exemplar. pww346 ISBN: 9783596185252

Autor:
Format:Taschenbuch
Seiten:544
EAN:9783596185252

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Mutters Flucht: Auf den Spuren einer verlorenen Heimat

Buchseite und Rezensionen zu 'Mutters Flucht: Auf den Spuren einer verlorenen Heimat' von Andreas Wunn
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»Wann immer ich an die Flucht meiner Mutter denke, sehe ich das Sonnenblumenfeld vor meinem Auge. Und irgendwo darin stelle ich mir meine schlafende Mutter vor und den Hund und die Grenzsoldaten. Eigentlich hat meine Mutter nie wirklich von früher erzählt. Nicht von ihrer Kindheit als Deutsche in Jugoslawien, nicht von der Flucht, nicht vom Ankommen in Deutschland. Für sie war das Dorf, in dem sie geboren wurde, ein untergegangener Sehnsuchtsort. Kann ein Ort Heimat sein, an den man sich kaum erinnert?«


Jahrzehntelang hat Andreas Wunns Mutter dazu geschwiegen, wie sie nach dem Zweiten Weltkrieg aus dem Gebiet Jugoslawiens nach Deutschland floh. Auch über ihre Wurzeln — jene der Donauschwaben im Banat — sprach sie nicht viel. 2017 endlich, genau 70 Jahre nach ihrer Flucht, beschließt Wunn, zusammen mit ihr eine Reise in die Region ihrer Kindheit zu machen: entlang ihrer damaligen Fluchtroute, die heute als »Balkan-Route« bekannt ist. Ihre Reise führt Mutter und Sohn über Süddeutschland, Österreich und Ungarn bis nach Serbien. Entstanden ist die anrührende Erzählung eines Nachkriegsschicksals, aber auch die persönliche Wiederentdeckung eines fast vergessenen Stücks deutscher Geschichte, die vor Jahrhunderten begann und nach dem Zweiten Weltkrieg endete.

Andreas Wunn, geboren 1975, leitet die Redaktion des ZDF-Morgenmagazins und des ZDF-Mittagsmagazins. Für beide Sendungen steht er auch als Moderator vor der Kamera. Zuvor war er sechs Jahre lang Südamerika-Korrespondent des Senders und Leiter des ZDF-Studios in Rio de Janeiro. Seine TV-Dokumentationen wurden mehrfach ausgezeichnet. Seine Bücher über Brasilien waren Bestseller. Wunn lebt mit seiner Familie in Berlin.  

Autor:
Format:Kindle Edition
Seiten:256
EAN:

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Hilde & Gretl - Über den Wert der Dinge

Buchseite und Rezensionen zu 'Hilde & Gretl - Über den Wert der Dinge' von Tarek Leitner;Peter Coeln
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Über den Wert der Dinge
Gebundenes Buch
Der Fotograf Peter Coeln und der Autor Tarek Leitner müssen verrückt gewesen sein. Der eine kauft ein altes Haus im niederösterreichischen Waldviertel, und der andere hilft ihm zu entscheiden, was nun aufzuheben sei und was nicht. Was die beiden finden, sind die Leben der beiden Cousinen Hilde und Gretl, die über viele Jahrzehnte hinweg in jenem Haus eheähnlich zusammengelebt haben.

Zwei Leben, deren Alltag, und nicht deren Außergewöhnlichkeiten sich vor uns ausbreiten: in abertausenden Dingen, in Briefen, Notizzetteln, Fotografien und Dokumenten. Die Autoren kommen zum Fazit: Der Alltag ist es, der uns fertigmacht. Insofern lohnt es, auf diesen fremden Alltag, der in mancher Hinsicht auch der unsrige sein könnte, genauer zu blicken.

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:160
EAN:9783710602139

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Der reichste Mann von Babylon: Der erste Schritt in die finanzielle Freiheit

Buchseite und Rezensionen zu 'Der reichste Mann von Babylon: Der erste Schritt in die finanzielle Freiheit' von George S Clason
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Wie man zu Geld kommt, es vermehrt und behält. Das klassisch-unterhaltsame Buch über den gekonnten Umgang mit Geld. Alle modernen, kometenhaft aufgestiegene und danach oft abgestürzten Geldgurus haben dieses Buch gelesen und seine Idee übernommen, aber nicht konsequent umgesetzt. Diesen kostspieligen Weg können Sie sich sparen, gleichgültig ob Sie viel oder wenig Geld verdienen Sie können sich den ersten Schritt in die finanzielle Freiheit erkämpfen.

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:208
Verlag: Oesch
EAN:9783035020502

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