Mit allen Sinnen auf Empfang

Buchseite und Rezensionen zu 'Mit allen Sinnen auf Empfang' von Debora Sommer
NAN
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Inhaltsangabe zu "Mit allen Sinnen auf Empfang"

Format:Broschiert
Seiten:416
Verlag:
EAN:9783775160209

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Immunsystem und Psyche

Buchseite und Rezensionen zu 'Immunsystem und Psyche' von Anna E. Röcker
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Immunsystem und Psyche"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:192
Verlag:
EAN:9783958033610

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Rezensionen zu "Immunsystem und Psyche"

  1. hilfreich

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 19. Jul 2021 

    In diesem Buch waren mir die meisten Inhalte , ehrlich gesagt, schon bekannt, da ich seit vielen Jahren sehr achtsam lebe, allerdings ist es für Menschen die gerade erst lernen, einen neuen / anderen Weg zu gehen mit Sicherheit sehr interessant.
    Ohne großen Pathos beschreibt die Autorin sehr einfache Wege besser auf sich selber zu achten und all diese Vorschläge sind alltagstauglich. Zudem geht es um die innere Ansichtsweise und so findet man in diesem Buch keine Zaubermittel oder Werbung. Man muss alle Änderungen selber schaffen. Durch die verbesserte Verbindung zwischen Körper und Geist. So geschrieben klingt das immer esoterisch und abgefahren, es ist aber tatsächlich so einfach.
    Stress ist der größte Faktor für unser Immunsystem und Liebe das stärkste Gefühl. Und fehlende Selbstliebe" macht am meisten krank". Es gibt viele kleine Übungen, die sehr leicht nachzumachen sind, und auch Sinn ergeben. Das finde ich gut an diesem Buch, alle Kapitel sind gut unterteilt und haben immer eine Zusammenfassung der Kernaussagen. Obwohl ich den Schreibstil gut verständlich fand, nur aufgrund des Themas manchmal ein wenig wissenschaftlich trocken.
    Die Passage über das Krafttier fand dich ein wenig optimistisch, da ich denke, dass man diese" Stufe der schamanischen Weisheit" nicht ganz so einfach erreichen kann, wie die Autorin es dem Leser Glauben macht.
    Alles andere ist jedoch gut, medizinisch korrekt und auch für Laien verständlich erklärt.
    Toll fand ich das Bild mit der Kutsche.
    Fünf Pferde ( unsere Sinne), ein Passagier ( Seele) Kutscher ( Gehirn ), in Kommunikation und Zusammenspiel das perfekte Bild, danke dafür.

    Fazit: Absolut hilfreich für Menschen, die ein wenig Anfangshilfe in puncto Achtsamkeit, Selbstvertrauen und Selbstheilung brauchen. Oder gerne Sachbücher lesen.

 

Die Quelle: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Die Quelle: Roman' von Catherine Chanter
NAN
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Inhaltsangabe zu "Die Quelle: Roman"

Neu anfangen, draußen auf dem Land. Doch ihr Traum wird zum Albtraum.
Der große internationale Bestseller, der mit seiner verstörenden Aktualität und atmosphärischen Kraft die Leser über alle Grenzen hinweg fesselt.

Was ist grausamer, die Natur oder die Menschen? Ruth wollte mit ihrer Familie neu anfangen, draußen im Haus an der Quelle. Doch als es im ganzen Land nicht mehr regnet, nur noch bei ihnen, wird das Paradies zum Albtraum, der das Leben eines Kindes kostet – und bald kann Ruth nicht einmal mehr sich selbst trauen.

In England regnet es nicht mehr, eine Dürre überzieht das ganze Land. Nur auf dreißig Morgen Land im Westen der Insel fällt noch Regen. Ruth und Mark, denen »die Quelle«, dieses noch fruchtbare Grundstück gehört, haben als Einzige Wasser und könnten sich glücklich schätzen. Doch das vermeintliche Paradies, in dem sie leben, wird zu ihrer ganz persönlichen Hölle.
Ein aufwühlender psychologischer Roman von zwingender Spannung: eine Frau, ein Mann und ihre Familie in einer Extremsituation, die uns jederzeit treffen könnte. Mitreißend erzählt von Catherine Chanter, der Neuentdeckung aus England.

Format:Taschenbuch
Seiten:480
EAN:9783596030606

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Der brennende See: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Der brennende See: Roman' von John von Düffel
3
3 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Der brennende See: Roman"

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:320
EAN:9783832181222

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Rezensionen zu "Der brennende See: Roman"

  1. Großartige Sprache, enttäuschende Geschichte

    3
    (3 von 5 *)
     - 11. Jun 2021 

    „Neu sind nicht die Erkenntnisse, sondern unser Wille zu handeln, das Ende der Geduld meiner Generation mit deiner und die des Planeten mit uns. Die letzte Chance, etwas zu verändern, ist jetzt.“ (Zitat Seite 241)

    Inhalt
    Hannah reist mit leichtem Gepäck, wie schon ihr Vater, ein bekannter Schriftsteller. Nach seinem Tod kehrt Hannah ein letztes Mal an den Ort ihrer Kindheit zurück, um seine Wohnung zu räumen. Neben dem Bett liegt sein zuletzt erschienenes Buch, darin ein Foto von einer jungen Frau. Hannah will wissen, wer diese Unbekannte ist und als der Anwalt ihres Vaters sie vorab informiert, dass ihr Vater kurz vor seinem Tod sein Testament geändert hat, beginnt sie nachzuforschen. Obwohl sie, die einzige Tochter, ohnedies erwogen hatte, das Erbe auszuschlagen, will sie nun den Grund für die Entscheidung ihres Vaters wissen.

    Thema und Genre
    In diesem Roman geht es um Generationenkonflikte, die Eltern-Kind-Problematik und aktuelle Umweltthemen.

    Charaktere
    Hannah ist stolz darauf, unabhängig und mit kleinem Gepäck zu reisen, wie schon ihr Vater. In ihrem Verhalten jedoch dient dies eher der Möglichkeit, rasch aus einer unangenehmen Situation fliehen zu können, sie ist labil und versucht wiederholt, trotz aller guten Vorsätze, auftretende Probleme mit Alkohol zu lösen, insgesamt keine besonders sympathische Hauptfigur.
    Die junge Umwelt-Aktivistin Julia ist typisch für die Fridays-for-Future-Generation. Engagiert und überzeugt davon, dass die Elterngeneration an allem schuld sei, ist sie doch froh, dass immer, wenn sie erwischt wird, der Familienanwalt ihr zu Hilfe eilt, wenn ihre auf Grund ihrer Jugend ohnedies nur bedingte Strafmündigkeit sie nicht ausreichend schützt.

    Handlung und Schreibstil
    Die Geschichte spielt innerhalb von wenigen Tagen zwischen dem 21. und 24. April. Jedes Kapitel berichtet als Einleitung über das aktuelle Wetter in diesen extrem warmen, sehr trockenen Vorsommertage. Im Mittelpunkt der personalen Erzählform steht Hannah, im Mittelpunkt der Ereignisse steht ein Baggersee.
    Der Roman überzeugt durch seine eindringliche, leise Erzählsprache, nicht jedoch durch die Handlung und das Verhalten der einzelnen Figuren, denn viele Szenen sind weder logisch noch nachvollziehbar.

    Fazit
    Ein Roman über die Kernthemen unserer Zeit: Generationenkonflikt, Gesellschaftsstrukturen und Umwelt. Leider sind sowohl die Handlung, als auch das eigenartige Verhalten der einzelnen Figuren teilweise nicht stimmig und unglaubwürdig. Dies ist schade, denn der Autor ist ein genauer Beobachter und erzählt in einer eindrücklichen, klaren Sprache, die sehr angenehm zu lesen ist.

 

Ein erhabenes Königreich: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Ein erhabenes Königreich: Roman' von Yaa Gyasi
4
4 von 5 (2 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Ein erhabenes Königreich: Roman"

Autor:
Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:304
Verlag:
EAN:9783832181321

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Rezensionen zu "Ein erhabenes Königreich: Roman"

  1. Der ewig dunkle Fleck der USA

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 16. Aug 2021 

    Klappentext:
    „Mit dem Auftauchen ihrer Mutter, die sich ins Bett legt und auf nichts mehr reagiert, kehren in Gifty die schmerzhaftesten Kindheitserinnerungen zurück: das Verschwinden des Vaters, der in seine Heimat Ghana zurückging, der Tod des geliebten Bruders und die Depression der Mutter angesichts dieser Verluste. Ihre Familiengeschichte hat dazu geführt, dass Gifty als erwachsene Frau ihren Glauben gegen die Neurowissenschaften eingetauscht hat. Sie ist davon überzeugt, dass sich Depression und Abhängigkeit, und damit Trauer und Leid, durch entsprechende Behandlung verhindern lassen. Doch die Angst um ihre Mutter, die fest verankert in ihrer Religion stets allen Schwierigkeiten im weißen Amerika gewachsen war, lässt Gifty an beidem zweifeln: Kann nur die unbestechliche, aber seelenlose Wissenschaft ihr die Mutter zurückbringen oder gelingt das allein den herzerwärmenden Erlösungsversprechen der Kirche?“

    Autorin Yaa Gyasi hat mit ihrem neuen Roman ein ganz besonderes, spezielles Buch verfasst. Ihre ruhige aber sehr emotionale Sprache fasst den Leser sehr schnell und man ist regelrecht gefangen im Einklang der Wortmelodie. Ihre Sätze sind kurz, präzise und tiefgründig zu gleich. Diese Kunst der Wortgewandtheit ist eine wahre Kunst und nicht jedem Autor eröffnet. Gyasi spricht mit ihrer Geschichte rund um Gifty und ihre Familie weltpolitische Themen wie Rassismus, Freiheit an, ohne dabei zu werten, sondern ihre Erfahrungen dabei eine gewisse Stimme zu geben. Hier und da werden Sätze in der Landessprache Ghanas als extremer Haltepunkt und emotionaler Metapher. Denn nicht immer lassen sich Emotionen so ausdrücken, wie man es sollte - Wenn das Herz spricht, verfällt man zurück an seine Wurzeln. Giftys Geschichte rund um ihre Mutter ist ein gewisses Sinnbild rund um das Thema Gerechtigkeit in allen Lebenslangen: ist Gott (Giftys Mum ist sehr gläubig!) gerecht zu einem, sind Eltern gerecht zu ihren Kindern, bin ich gerecht zu mir selbst…..? Mit enormen Tiefgang geht Gyasi hier in die Tiefe und beleuchtet ganz intensiv nicht nur ihre Protagonisten sondern auch die aktuelle Gesellschaft. Giftys Geschichte und die ihrer Mutter geht tief unter die Haut und zeigt ganz deutlich, wie schwierig es ist, seine Wurzeln woanders neu schlagen zu müssen und sich eben zu verwurzeln, liegt doch „Ein erhabenes Königreich“ immer noch dort, wo man sein Herz verliert.
    Ich vergebe sehr gute 4 von 5 Sterne!

  1. Über Mäuse und Menschen

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 13. Aug 2021 

    Dies ist ein trauriges Buch.

    Nachdem ihre Mutter wieder einmal in Depressionen zu versinken droht und sich nicht helfen lassen will, holt Gifty sie kurzentschlossen zu sich nach Hause. Sie haben sich lange nicht mehr gesehen. Seit dem Tod ihres Bruders sind beide nicht mehr die Alten. Gifty lebt jetzt in Kalifornien ein eigenes Leben, bei dem sie sich bewusst von der Vergangenheit distanziert hat und als Neurobiologin die Reaktion von Mäusen auf Suchtstoffe untersucht.

    Die Anwesenheit ihrer Mutter zwingt sie, sich ihrer Vergangenheit zu stellen. Ihr Bruder starb, wie konnte es dazu kommen? Hat ihn seine Sonderstellung als Schwarzer in einer weißen Welt in den Tod getrieben? Gifty hat ihren Weg gefunden, damit umzugehen. Durch Erinnerungen und Tagebucheinträge erfährt man nach und nach die ganze traurige Geschichte.

    Hier geht es um einige wichtige Themen, die geschickt in eine leidvolle Familiengeschichte verwoben werden und ineinandergreifen. Giftys Familie ist von Ghana nach Amerika eingewandert, es ist aber schwer, dort richtig anzukommen. Kann man seine Mentalität aus Vernunftgründen ablegen? Sollte man das tun? Und was ist mit dem Glauben? Lässt sich Wissenschaft mit Religiosität vereinen? Wie funktioniert Suchtverhalten? Kann man sich dagegen wehren oder hat man gar keine Chance? Hätte Gifty ihren Bruder retten können?

    Ein anrührendes Buch voller Trauer, das sich leise aber beharrlich mit schwierigen Fragen beschäftigt, über Mäuse und Menschen.

 

Ein Sohn der Stadt (Ein Holt Roman)

Buchseite und Rezensionen zu 'Ein Sohn der Stadt (Ein Holt Roman)' von Kent Haruf
NAN
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Inhaltsangabe zu "Ein Sohn der Stadt (Ein Holt Roman)"

Autor:
Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:256
Verlag:
EAN:9783257071726

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Auf sieben Beinen

Buchseite und Rezensionen zu 'Auf sieben Beinen' von  Fine Sturm
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Auf sieben Beinen"

Format:Taschenbuch
Seiten:392
Verlag:
EAN:9783969666937

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Rezensionen zu "Auf sieben Beinen"

  1. Wenn die Liebe die Angst weichen lässt

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 04. Mai 2021 

    "Angst ist die größte Behinderung von allen. Es wird dich mehr lähmen, als wenn du im Rollstuhl sitzt." (Nick Vujici)
    Ein verheerender Schicksalsschlag verändert von heute auf morgen für immer Franzis junges Leben. Seither muss sie mit einer Behinderung leben und kann ihre Angst vor Hunden einfach nicht ablegen. Inzwischen ist sie eine erwachsene Frau und lernt bei einem Bewerbungsgespräch den gut aussehenden Architekten Jan kennen. Dieser zeigt sich jedoch zuerst von seiner arroganten Seite, doch mit der Zeit entwickelt er sich zu einem sympathischen Mann. Leider nur hat Franzi zwei Probleme. Ihre Angst vor Hunden, den Hansi Jan Hund fährt leidenschaftlich auf Franzi ab. Außerdem hatte sie bisher noch keinen Freund, geschweige den, dass sie jemandem von ihrer Behinderung erzählt hat. Ein Buch über die ganz realen Ängste einer traumatisierten Frau, die sich noch immer nicht mit ihrem Schicksal auseinandergesetzt hat.

    Meine Meinung:
    Das verträumte Cover und der Klappentext haben mich neugierig auf dieses Buch gemacht. Da ich selbst ein Bein verloren habe, war ich auf Franzis Geschichte sehr gespannt. Der schwere Schicksalsschlag am Anfang des Buchs hat mich tief getroffen. Ein Bein durch so eine Hundeattacke zu verlieren, das ist wahrlich heftig. So kann ich von daher Franzis Hundetrauma sehr gut nachvollziehen. Besonders wenn man körperlich attackiert wird, wie von Hansi und wenn er es nur aus Liebe getan hat. Allerdings hatte ich Franzi zum Zeitpunkt der Hundeattacke deutlich jünger eingeschätzt. Für mich las es sich eher, als wenn sie damals 12-14 Jahre alt und nicht wie eine 17-jährige. Selbst der eigene Umgang mit ihrer Behinderung konnte ich größtenteils nicht ganz nachvollziehen. Franzi steht sich da in manchen Szenen und vor allem bei ihrer Zukunft oft selbst im Weg. Solche Betroffene kenne ich eher nicht, zwar kommen manche nicht mit der Prothese zurecht, doch so extrem wie bei Franzi habe ich das bisher nicht erlebt. Vor allem junge Menschen kommen oft mit solchen Handicaps besser zurecht als Ältere. Ebenso habe ich das Gefühl, das die Autorin über das Thema Amputation und Prothese zu wenig Bescheid wusste. Den normalerweise geht man wegen einer neuen Prothese oder Problemen zu seinem Techniker, bzw. Prothesenbauer. Hausärzte kennen sich hier meist viel wenig oder gar nicht damit aus. Genauso gab es noch weitere Ungereimtheiten, die ich persönlich nicht nachvollziehen konnte. Allerdings, was die Liebesgeschichte und ihre spätere Wendung anbelangt, die hat mir hier sehr gut gefallen. Dabei bewahrheitet sich mal wieder, dass man Menschen nie nach dem ersten Eindruck beurteilen sollte. Den trotz des unsympathischen Auftritts von Jan entwickelt sich dieser zu einem wirklich liebevollen, herzensguten und verständnisvollen Menschen. Dass er und sein Hund Hansi Franzi allmählich aus ihrem Schneckenhaus holen, fand ich wirklich gelungen. Den der knuddelige, behäbige Hund kann wirklich keiner Fliege etwas zuleide tun. Im Gegenteil, er verteidigt sogar Franzi und bringt sich dabei selbst in größte Gefahr. Die Autorin zeigt hier dabei gut, wie viel Überwindung ein traumatisierter Mensch wie Franzi braucht, um so eine Erfahrung zu verarbeiten. Manche einer bekommt wahrscheinlich seine Ängste sogar niemals richtig mehr in den Griff und raubt sich so ein Stück seines Lebens und der Zukunft. Besonders wenn man dafür sogar die Liebe hinten anstellt aus lauter Angst vor Hohn, Verachtung oder gar Ablehnung. Sympathisch fand ich außerdem ihre Freundin Kicki und Jans Schwester Judit. Vielleicht hätten es ein paar Schicksalsschläge weniger auch getan. Die große Überraschung allerdings kam zum Ende, mit der ich gar nicht gerechnet hatte. Nur gut, dass sie alles vernünftig klären konnten. Darum gebe ich dem Buch 4 von 5 Sterne.

 

Gefangen und frei: Der Buddhist in der Todeszelle.

Buchseite und Rezensionen zu 'Gefangen und frei: Der Buddhist in der Todeszelle.' von David Sheff
3.5
3.5 von 5 (2 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Gefangen und frei: Der Buddhist in der Todeszelle."

Autor:
Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:272
Verlag: Barth O.W.
EAN:9783426293140

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Rezensionen zu "Gefangen und frei: Der Buddhist in der Todeszelle."

  1. tragische Lebensgeschichte

    bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 18. Apr 2021 

    Eine schreckliche Kindheit, die falschen Freunde und mehrere Straftaten – Jarvis Jay Masters Leben war geprägt von Hass und Gewalt. 1990 wird ihm ein Mord an einem Gefängniswärter angehängt, und er wird zum Tode verurteilt. Masters ist voller Wut, hat Panik-Attacken und weiß keinen Ausweg mehr. Bis er eines Tages den Rat bekommt, es mit Meditation zu versuchen. Zunächst zweifelt Masters an der Wirksamkeit des buddhistischen Weges und es graut ihm davor, die Augen im Gefängnis zu schließen. Doch eines Tages beginnt er dennoch zu meditieren und gewinnt eine völlig neue Sicht auf sein Leben.

    Fazit:
    Meiner Meinung nach, passt das Buch bzw. eigentlich der Schreibstil nicht zu dieser Geschichte, die hier eigentlich dahintersteckt. Vielleicht liegt es daran, dass der Autor kein Buddhist ist? Es wirkt, als hätte er nicht das nötige Einfühlungsvermögen, was notwendig ist, die Geschichte so zu schreiben, wie sie es verdient. Der Schreibstil wirkt sehr nüchtern und distanziert.
    Schade. Ansonsten handelt es sich bei diesem Buch um eine tragische Lebensgeschichte, die es definitiv Wert ist erzählt zu werden!
    Auch ich selbst kenne mich zu wenig mit Buddhismus aus, um hier wirklich alles ganz nachvollziehen zu können.
    Interessante Ansätze - aber überzeugen konnte mich das Buch nicht.

  1. Chancenlos

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 16. Apr 2021 

    Kurzmeinung: Habe ich gerne gelesen, obwohl die Lehren des Buddhismus einen großen Raum einnehmen - es ist nämlich gut geschrieben.

    Dieser Roman beschäftigt sich einerseits mit dem Schicksal des Jarvis Jay Masters und andererseits in aller Ausführlicheit mit den Praktiken und Lehren des Buddhismus.

    Anders als in der Fiction von „The Guardians“ gelingt es den Unterstützern von Jarvis Jay Masters nicht, ihren Schützling freizubekommen. Beide Romane haben durchaus Berührungspunkte. Für mich als Leser steht in „Gefangen und frei“ nicht im Vordergrund ob Jarvis schuldig ist oder nicht. Sondern wie chancenlos er schon als Kleinkind war. Verantwortung für seine Taten trägt er trotzdem. Aber hätten nicht manche Menschen eine Begnadigung verdient, die sich über Jahrzehnte im Gefängnis lebend positiv verändert haben? Vielleicht sind wir aus lauter Angst zu unbarmherzig, eine zweite Chance zu geben.

    Denn die intensive Beschäftigung mit dem Buddhismus hat aus Jarvis erst den Menschen gemacht, der er hätte sein sollen oder hätte sein können, hätte er die Chance dazu gehabt und wäre in einer liebevollen Familie aufgewachsen.

    Was den Buddhismus betrifft, dessen Lehren im Buch fast mehr Raum einnehmen als Jarvis Leben selber, meine ich, ihn etwas lapidar auf das Prinzip herunterbrechen zu können. „Wenn dich etwas belastet, denk einfach an was anderes“. Doch da buddhistische Lehren und Lehrer Jarvis halfen, sich zu verändern, hat die überaus ausführliche Behandlung dieser Ideologie eine gewisse Berechtigung.

    Fazit: Über Strafe und ihre Sinnhaftigkeit kann man wirklich lange nachdenken. Mich fasziniert und interessiert das Thema immer wieder.

    Kategorie: Biographie. Religion.
    Verlag: O.W. Barth

 

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