Dhanyavaad Mama: Eine deutsch-indische Adoptionsbiografie

Buchseite und Rezensionen zu 'Dhanyavaad Mama: Eine deutsch-indische Adoptionsbiografie' von Isabel Hövels
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Ein adoptiertes Mädchen auf der Suche nach ihrer indischen Abstammung.
Isabel Carla Sindu wird 1989 im Alter von sechs Monaten ohne die Zustimmung ihrer leiblichen Eltern mit der Hilfe der Missionaries of Charity und ProInfante an ein deutsches Ehepaar vermittelt.
Bereits sehr früh versucht sie, mehr über ihre Wurzeln zu erfahren. Hierbei stößt sie auf eine Mauer des Schweigens.
Offen und ehrlich berichtet Isabel über ihr Schicksal und erzählt, was sie im Laufe von drei Indienreisen über sich und ihre Kultur lernte.

Format:Kindle Edition
Seiten:223
Verlag:
EAN:
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Rezensionen zu "Dhanyavaad Mama: Eine deutsch-indische Adoptionsbiografie"

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 26. Jun 2018 

    Die Suche nach den eigenen Wurzeln

    Cover:
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    Das Titelbild zeigt die Autorin, um die es in dieser Geschichte auch geht. Mir persönlich gefällt schwarz-weiß nicht so gut, zumal im Inneren des Buches sonst Farbfotos verwendet werden. Es wirkt etwas altmodisch. Aber es ist ausdrucksstark und der Blick direkt auf den Betrachter hat mich sehr angesprochen. Man fühlt sich Isabel dadurch sehr nah.

    Inhalt:
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    In diesem Buch erzählt die Autorin ihre persönliche Adoptionsgeschichte: Als Säugling von 6 Monaten wird Isabel zusammen mit ihrer Zwillingsschwester in einem indischen Kinderheim aufgenommen und von einem deutschen Ehepaar adoptiert und in Deutschland großgezogen. Obwohl sie sehr viele Liebe und Geborgenheit in ihrem neuen Elternhaus erfährt, quälen sie Träume über ihre Vergangenheit und der Wunsch, ihre wahren Eltern kennen zu lernen. Also begibt sie sich auf die Suche. Unterstützt wird sie dabei von ihrer Familie und später von ihrem Freund Mike, der mit ihr dieses Buch geschrieben hat. Leider gestaltet sich die Suche schwieriger als erwartet und sie stößt immer wieder auf Lügen und Verschlossenheit. Bis sie endlich zu ihrem Ziel gelangt, braucht es drei Indienreisen und viel Geduld und Durchhaltevermögen.

    Mein Eindruck:
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    Direkt zu Beginn hat mir die Gestaltung des Buches gut gefallen. Während es heutzutage aus Kostengründen oft nur einen kompakten Fototeil in der Mitte gibt, sind hier die Fotos wie bei einem Tagebuch passend in den jeweiligen Kapiteln zu finden. So muss man nicht ständig blättern und hat das Geschilderte direkt vor Augen. Der Schreibstil hat mich ebenfalls sehr berührt, denn Isabel schreibt sehr offen und ehrlich über ihre Gefühle und bei ihren Indienreisen beschreibt sie detailreich und treffend ihre Erlebnisse. So hat man das Gefühl, als wäre man dabei gewesen. Ihre Geschichte ist so packend und berührend geschrieben, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen wollte.
    In letzter Zeit habe ich viele Bücher über Indien und Reisen dorthin gelesen, doch in diesem Buch habe ich doch wieder was dazu gelernt. Und wer wissen möchte, was es mit dem seltsam klingenden Titel auf sich hat, sollte unbedingt bis zum Schluss durchhalten! Von mir eine klare Leseempfehlung.

    Fazit:
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    Eine packende und berührend geschriebene Biographie mit einer aufrüttelnden Thematik - Macht nachdenklich und lehrt einen viel über Indien und dessen Kultur.

 

Tim lebt!:

Buchseite und Rezensionen zu 'Tim lebt!: ' von Simone Guido
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Autor:
Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:272
Verlag: adeo
EAN:9783863340384
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Rezensionen zu "Tim lebt!: "

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 15. Jul 2015 

    Ein wunderbares Buch

    Klappentext
    "Als wir damals an seinem Bettchen standen und er uns mit seinen blauen Augen anschaute, stand unsere Entscheidung eigentlich gleich fest: Wir nehmen ihn auf. Und wir haben es nie bereut. Er hat unser Leben reich gemacht, trotz aller Probleme."

    Tim war nicht gewollt, seine Mutter hat ihn in der 25. Schwangerschaftswoche abtreiben lassen, weil er das Down-Syndrom hatte. Aber er wollte nicht sterben. Stundenlang lag er unversorgt im Kreißsaal und wurde schließlich nach einem Schichtwechsel gerettet. Sein Gehirn hat dabei schweren Schaden genommen, außerdem ist er Autist. Als 'Oldenburger Baby' hat er Medizingeschichte geschrieben und wurde zum Symbol einer Debatte um späte Schwangerschaftsabbrüche und ihre rechtlichen und ethischen Konsequenzen.

    Aber dieses Buch ist kein Buch gegen Abtreibung – sondern ein Buch für das Leben. Es ist unser Geschenk zu Tims 18. Geburtstag."

    Mit 16-seitigem, farbigem Bildteil.

    Über die Autoren
    Simone und Bernhard Guido leben mit ihren fünf Kindern - darunter drei Pflegekinder mit Down-Syndrom - in einer norddeutschen Kleinstadt. Ihr gesamtes Honorar für das Buch wird in ein Wohnprojekt für Menschen mit Down Syndrom fließen, das die beiden in ihrem Haus einrichten wollen, damit ihre drei Pflegekinder auch in Zukunft mit ihnen leben können. Für ihr soziales Engagement wurde Ehepaar Guido die Bundesverdienstmedaille verliehen.
    Kathrin Schadt
    studierte Philosophie, Lateinamerikanistik und Komparatistik in Berlin und am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Mehrere Buchveröffentlichungen. Schrieb u. a. für DIE ZEIT und die FAZ. Erhielt Preise und Stipendien, darunter das Stipendium für journalistische Nachwuchsförderung. 2009 gründete sie die Initiative "Erste Hilfe Köfferchen" und betreut seitdem ehrenamtlich Eltern von kranken und verstorbenen Kindern.

    Meine Meinung

    Story
    Ich habe dieses Buch vom Gerth Medien Verlag zu Verfügung gestellt bekommen, da ich mich für die Thematik sehr interessiere. Als Mutter fällt es einem schwer zu verstehen, warum man ein Kind versucht abzutreiben, so wie es Tims Mutter getan hat. Zum Glück hat Tim, sich allen Prognosen widersetzt und hat den Ärzten gezeigt, dass er leben möchte, obwohl er an einer schweren Form des Down Syndroms leidet und zudem noch große Schäden von der Abtreibung aufweist. Tim kämpft sich ins Leben.

    Tim war mir sofort sympatisch. Der Junge der ständig lächelt und eine wahnsinnige Energie ausstrahlt. Kaum zu glauben das man ihn nicht gewollt hat. Die Familie Guido war mir auf Anhieb sehr sympathisch. Wie aufopfernd sie sich um Tim uns später sogar um Mellissa und Naomi gekümmert haben und ihr komplettes Leben einfach von heute auf morgen umgestellt haben, ist einfach bewundernswert.

    Dieses Buch bietet dem Leser einen Einblick in das Leben der Guidos und schildert alle Höhen und Tiefen, die so eine Entscheidung mit sich bringt. Denn natürlich gibt es nicht nur gute Tage, denn die Guidos müssen auch durch viele Tiefen und auch Niederlagen verkraften. Sie kommen oft an ihre Körperlichen Grenzen, aber bekommen von Familie und Freunden große Unterstützung, um sich auch mal ein paar Tage eine Auszeit zu gönnen und um neue Kraft zu tanken. Auch die leiblichen Söhne, Marco und Pablo müssen oft Verzicht üben und hinten anstehen, aber lieben die Pflegekinder und bringen großes Verständnis auf.

    Schreibstil
    Das Buch wird aus der Sicht der Familie Guido geschildert. Mal von Vater Berhard und Mutter Simone sowie von den Söhnen Pablo und Marco, aber auch von Verwandten, Freunden, Pflegern und Ärzten. So bekommt man einen sehr guten Einblick in das Leben der Familie aber auch in Tims Alltag. Außerdem wird einem viel über die Abtreibungsgesetze in Deutschland erzählt und natürlich auch den Medizinischen Einblick in ein Leben mit Down Syndrom, auch bekannt als Trisomie 2.

    Charaktere
    Natürlich kann man hier nicht von Protagonisten sprechen, denn die Guidos sind reale Personen die eine sehr große Herausforderung angenommen haben, Ich mochte die Familie von Anfang an sehr. Ich bewundere ihren Mut, ihre Kraft und alles was sie ausmacht. Tim ist ein wunderbarer Mensch und man kann nach dem man das Buch beendet hat, guten Gewissens sagen, dass man einen tollen Menschen und seine Familie kennen gelernt hat und ein kleines bischen Teil an ihrem Alltag hatte.

    Meine Meinung

    Tim lebt! ist ein wunderbares Buch über das Leben, den Glauben die Kraft und die Liebe . Ich habe das Buch nur ungern aus der Hand legen wollen, da mich Tims Story und die seiner Familie richtig gefesselt hat. Guten Gewissens kann hier volle fünf von fünf Sterne geben und eine absolute Leseempfehlung