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Wladimir Semjonowitsch Wyssozki

Dieses Thema im Forum "Portraits" wurde erstellt von Tiram, 20. November 2017.

  1. Tiram

    Tiram Leseratte von Geburt
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    Wladimir Semjonowitsch Wyssozki
    sowjetischer Schauspieler, Dichter und Sänger

    Wladimir Semjonowitsch Wyssozki, wurde am 25. Januar 1938 in Moskau geboren.

    Mit der Mutter wurde er während des Zweiten Weltkriegs für zwei Jahre in die Stadt Busuluk im Ural evakuiert. Der Vater war jüdischer Abstammung und Oberst der sowjetischen Armee. Mit ihm und dessen zweiter Frau lebte Wyssozki von 1947 bis 1949 in Eberswalde; hier erlernte er das Klavierspiel.

    Das Studium am Kuibyschew-Institut für Bauingenieurswesen (1955) brach er nach dem ersten Semester ab. Er wurde 1956 lieber Schüler an der Schauspielschule des Moskauer Kunsttheaters. Hier lernte er den Dichter und Chansonnier Bulat Okudschawa und den Schriftsteller Andrei Sinjawskikennen. 1960 folgten Theater- und Filmauftritte. 1961 heiratete er ein zweites Mal und schrieb seine ersten Lieder. Er schloss sich 1964 dem Ensemble des Taganka-Theaters an und schrieb zum ersten Mal Lieder für einen Film.

    Offiziell gab es in der ehemaligen Sowjetunion weder Prostitution, Verbrechen noch Antisemitismus. Aber das waren die Themen, über die der Künstler sang. Und obwohl er für den Staat ein sehr unbequemer Dichter und Sänger war, wurde er doch beim staatseigenen Melodija-Label verlegt.

    Auch heute in Russland hat er noch einen Namen und gilt dort als der größte Liedermacher des 20. Jahrhunderts.

    Viele seiner Lieder wurden von offizieller Seite nicht veröffentlicht, daher wurden Tonbandmitschnitte seiner Konzerte nach dem Samisdat-Prinzip verbreitet (sie wurden per Hand abgeschrieben und kopiert) und kursierten millionenfach im ganzen Land. Seinen Lebensunterhalt bestritt Wyssozki mittels seiner Engagements im Theater und in Film.

    1967 lernte er Marina Vlady (französische Schauspielerin) kennen, die beiden heirateten 1969. In den 70er Jahren durfte er mit dem Ensemble des Taganka-Theaters ins Ausland reisen. Sogar in den Westen (Frankreich und USA).

    Seinen letzten Auftritt hatte Wyssozki am 18. Juli 1980 im Taganka-Theater - in seiner berühmtesten Rolle – der des Hamlet.

    Wladimir Semjonowitsch Wyssozki wurde nur 42 Jahre alt. Am 25. Juli 1980 starb er in seiner Moskauer Wohnung an Herzversagen. Seine schwere Alkoholkrankheit wird dabei eine große Rolle gespielt haben.

    Am 28. Juli wurde Wyssozki auf dem Wagankowoer Friedhof beigesetzt. Da zu der Zeit in Moskau die Olympischen Spiele stattfanden, sorgte die Staatsführung dafür, dass die Nachricht von seinem Tod nicht in den Medien erschien. Trotzdem verbreitete sie sich in der Bevölkerung wie ein Lauffeuer, und das Begräbnis geriet zur größten nicht staatlich verordneten Demonstration, die Moskau bis dahin gesehen hatte. Wyssozki wurde im Kostüm des Hamlet zu Grabe getragen.

    1987 wurde ihm postum der Staatspreis der UdSSR verliehen.

    „Hamlet hasst Rache und Gemeinheit, aber er kommt davon nicht los, er macht alles, wie die Menschen, gegen die er kämpft, obwohl er glücklich wäre, es nicht zu tun. Er möchte nicht töten, aber er wird töten und weiß das. Er kann diesen Kreis nicht verlassen, kommt nicht los von den Gesetzen und Konventionen, die seine Umgebung anbietet. Deshalb ist er verzweifelt, deshalb verliert er den Verstand!“

    Seine Frau Marina Vlady schrieb das Buch Eine Liebe zwischen zwei Welten. Mein Leben mit Wladimir Wyssozki.

    Es gibt auch einen tollen Film über den Künstler, den ich mir auf DVD besorgt habe: einfach nur spannend. Hier könnt ihr mal in den Trailer reinschauen:

     
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