Wie viel zahlt ihr für ein Buch?

Helmut Pöll

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9. Dezember 2013
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München
Die Frage könnte auch lauten "wie teuer darf ein Buch sein"? Sie ist vermutlich so alt wie der Buchdruck. Die einzig richtige Antwort kann es vermutlich nicht geben, weil zu viele Faktoren mit herein spielen. Kleine Verlage beispielsweise können aufgrund niedrigerer Auflage nicht zu denselben Stückkosten produzieren wie Verlagskonzerne.

Und natürlich ist alles teurer geworden durch Inflation und gestiegene Energiepreise: das Papier, der Strom, die Kosten für Buchdruck, Lagerung und Auslieferung etc. Bislang habe ich das alles mit einem Achselzucken zur Kenntnis genommen.

Vorhin ist mir aber etwas passiert, was mir noch nie passiert ist. Ich war kurz davor mir ein Buch zu bestellen von einer Autorin, die ich sehr schätze und die gerade ein neues Werk auf den Markt gebracht hat. Zuvor aber las ich noch einige Rezensionen, die weitgehend sehr positiv ausfielen. Die einer älteren Dame fiel mir ins Auge, die das Buch lobte, aber dann meinte, dass 20 Euro für 113(!) Seiten dann doch etwas sportlich sind. "Stimmt", geisterte es mir durch den Kopf. Ich habe nicht bestellt (was ich, konsequent, wie ich bin, sicher morgen nachholen werde ;)).

Und jetzt habe ich den Gedanken im Kopf, was ein angemessener bzw. fairer Preis für ein Buch ist. Die Frage könnte man natürlich auch für Jeans oder Uhren stellen. Aber da wir kein Uhrenportal sind, sondern eines für Literatur, stelle ich die Frage im Kontext von Büchern.

Was meint ihr?
 

Lesehorizont

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29. März 2022
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Mainz
Bücher sind Kunst, immer mehr Bücher sind auch sehr kunstvoll gestaltet. Ich weiß das sehr zu schätzen. Alles hat seinen Preis, alles wird teurer. Für Bücher bin ich noch am ehesten bereit, Gelder auszugeben.
Wenn ich ein Buch wirklich lesen möchte, ist mir der Preis nahezu egal.
Also zumindest solange wir nicht über astronomische Dimensionen reden.
 

Barbara62

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19. März 2020
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mit-büchern-um-die-welt.de
Als Kundin (und Schwäbin) freue ich mich natürlich über gemäßigte Preise, als Buchhändlerin weiß ich aber, dass die derzeitigen Buchpreise - obwohl sie im letzten Jahr gestiegen sind - ruinös sind. Der Papierpreis hat sich nahezu vervierfacht, dazu die Logistik, die gestiegenen Energiekosten und Mietpreise, Personalkosten usw. Keiner in der Branche, weder Verlag noch Zwischenhändler noch Buchhandel, kann davon längerfristig leben.

Wenn wir uns weiterhin den Luxus der Übernachtlieferung leisten wollen, die einer der größten Preistreiber ist, werden die Buchpreise kräftig steigen müssen. Die Aufhebung der Buchpreisbindung wäre übrigens der falsche Weg, denn in den Ländern, in denen sie aufgehoben wurde, sind die Preise gestiegen, Ausnahme: ein paar Bestseller.

Auf eine genaue Summe kann ich mich nicht festlegen. Es ist tatsächlich stimmungsabhängig, wieviel ich auszugeben bereit bin. Wenn aber der Eintritt in die Stuttgarter Wilhelma für ein paar Stunden inzwischen 23 Euro für einen Erwachsenen kostet, ist dann ein Buch, mit dem ich viele Tage verbringe und das ich mehrfach lesen, verleihen oder weiterverkaufen kann, nicht sehr viel mehr wert? Alleine an der Seitenzahl würde ich es übrigens nicht festmachen wollen.

Ich hatte häufig Kunden, die gemeckert haben, wenn ein Taschenbuch 10,90 Euro statt 9,90 Euro gekostet hat, dann aber bereit waren, für Hochglanzzeitschriften 12 Euro zu zahlen oder an der Kasse noch völlig unnötige Non-Books mitzunehmen. Das habe ich nie verstanden.
 

Literaturhexle

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2. April 2017
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Seitdem ich hier kaum eine Leserunde auslasse und als gutes Vorbild vorangehe, kaufe ich selten neue Bücher.
Weil ich aber die ganzen guten Argumente zur Unterstützung des unabhängigen Buchhandels von unserer lieben Barbara schon kenne, bin ich in guter Stimmung (fast immer vorhanden) und bei einer ansprechenden Auslage (eher selten vorhanden) geneigt, Bücher zu kaufen. Ob nun 20, 24 oder 28 Euro, darüber muss ich mir zum Glück keine Gedanken machen.

Ein Buch ist ein Freukauf, es macht Spaß. Gerne kaufe ich bei den kleineren Verlagen und immer gebunden. Ich freue mich an der schönen Ausstattung, passenden Farben, feinen Papieren, Fadenheftung, etc.
Natürlich darf es auch mal ein Schnapper oder ein Tausch sein. Aber aus einer schönen Buchhandlung gehe ich ungern ohne Einkauf raus. Bekleidungs- und Schuhgeschäfte sind für mich indessen keine Versuchung.

@Nosimi @Leserose @Gina_Lesefuchs @Papierfresserchen @Maesli

Wie haltet ihr es mit dem Buchkauf?
 

Gina_Lesefuchs

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21. April 2024
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@Gina_Lesefuchs @Papierfresserchen @Maesli

Wie haltet ihr es mit dem Buchkauf?
Wenn ich ein Buch wirklich lesen will, ist mir der Preis (nahezu) egal.
Ich gebe aber zu, dass ich bei Büchern, die ich nicht ganz so dringend lesen möchte, auf die Taschenbuchausgabe warte.
Gerne stöbere ich auch in der Buchhandlung meines Vertrauens in den preisreduzierten Mängelexemplaren. Gefährlich wird es nur bei den Aktionen,wenn die Bücher immer günstiger werden, je mehr ich kaufe.
Dann ist es manchmal nicht so günstig, mit Bus oder Fahrrad in der Stadt zu sein... :rofl
 

Souly

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23. Januar 2023
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Mich darf man nicht fragen, mein teuerstes Buch á Preis-Leistung ist eine Art Edition von H.G. Wells "The Island of Dr. Moreau" aus dem Suntup Verlag.
Allein die Einfuhr des Buches nach Deutschland hat mich nochmal 40EUR zusätzlich zu den 130USD gekostet.
Ich hätte ja gern noch eine Neuromancer Ausgabe gekauft, aber es war schon ausverkauft (und die 575USD plus 30% Importzoll hat zumindest mein Bedauern fulminant gelindert)

Ich finde ja schon den Preis der Divine Comedy von Dante Alighieri (mit 1584 Seiten mit römischen Seitenzahlen, Ledereinband, handgeschöpftem Papier und so weiter) krass. Limitiert auf fünf Exemplare kostet ein Buch 15.000 USD.
UND DIESE KLEINSTAUSGABE IST SCHON NACH ZWEI TAGEN VERGRIFFEN!
 
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kingofmusic

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30. Oktober 2018
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Bücher sind meine Drogen und gute Drogen kosten Geld. Punkt. Für Kafka und Dylan lege ich auch schon mal 100,-€ auf die Theke meines Buchhändlers. Ich mache die Dicke eines Buches auch nicht am Preis fest. So toll gestaltete Ausgaben wie
stelle ich mir dann auch in zwei verschiedenen Versionen ins Regal (vor ein paar Jahren kam diese Ausgabe in grün raus; die hier angezeigte ist die Ausgabe zum 100. Todestag. Und auch bei der Büchergilde werde ich mir beide Ausgaben von Miss Dalloway zumindest anschauen und dann entweder beide oder nur eine Ausgabe verhaften. Und die sind in der Vorschau schon ihren Preis von 32,-€ wert.
 

Helmut Pöll

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9. Dezember 2013
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Wenn wir uns weiterhin den Luxus der Übernachtlieferung leisten wollen, die einer der größten Preistreiber ist
Interessant, das hätte ich nicht gedacht. Glaubst Du denn, dass sich angesichts weiter steigender Kosten das Kaufverhalten Richtung eBooks verschieben wird? Da fallen ja die Logistik- und Papierkosten komplett weg. @Barbara62
 

RuLeka

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30. Januar 2018
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Ich hatte häufig Kunden, die gemeckert haben, wenn ein Taschenbuch 10,90 Euro statt 9,90 Euro gekostet hat, dann aber bereit waren, für Hochglanzzeitschriften 12 Euro zu zahlen oder an der Kasse noch völlig unnötige Non-Books mitzunehmen. Das habe ich nie verstanden.
Das kann ich auch nicht verstehen. Wenn ich sehe, wofür immer Geld da ist, dann kann ich mich auch nur wundern, wie knickrig man in anderer Hinsicht ist.
Ich habe einmal Schulbücher, Lernhilfen usw. bei einem Flohmarkt eines Gymnasiums verkauft. Da wurde gemäkelt, wenn ein Buch in sehr gutem Zustand noch 4 oder 5 Euro gekostet hat. Danach sah ich die gleichen Leute in einem Café sitzen und ohne Bedenken so viel für einen Espresso bezahlt haben.
Aber aus einer schönen Buchhandlung gehe ich ungern ohne Einkauf raus. Bekleidungs- und Schuhgeschäfte sind für mich indessen keine Versuchung.
Darüber macht sich mein Mann immer lustig. Ein Stadtbummel ( kommt selten genug bei mir vor ) heißt bei mir nur, sämtlichen Buchhandlungen einen Besuch abzustatten. Ansonsten interessieren mich keine Geschäfte.
 

Federfee

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13. Januar 2023
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Wenn mir ein Buch richtig gut gefällt, gebe ich gerne Geld dafür aus. Manchmal ist es so, dass ich eines aus der Onleihe abbreche und es mir kaufe, weil ich es HABEN und vielleicht mehrfach lesen möchte, so z.B. die Ausgabe von Dracula, Steidl-Verlag in der Übersetzung von Nohl.

Früher fand ich Taschenbücher besser, heute bevorzuge ich Hardcover, auch wenn sie teurer sind. Aber oft denke ich: warum ist dieser Krimi so aufwändig gestaltet, sogar mit Lesebändchen? Bücher, die offensichtlich nur einmal gelesen werden und vielleicht nicht mal gut sind (jetzt gerade der letzte Band einer Reihe), da muss man doch nicht so einen Aufwand treiben.

Kurz und gut: wenn ein Buch es für mich wert ist, gebe ich gerne Geld dafür aus, z.B. für besondere Ausgaben.
 

Federfee

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13. Januar 2023
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Die einer älteren Dame fiel mir ins Auge, die das Buch lobte, aber dann meinte, dass 20 Euro für 113(!) Seiten dann doch etwas sportlich sind. "Stimmt", geisterte es mir durch den Kopf. Ich habe nicht bestellt (was ich, konsequent, wie ich bin, sicher morgen nachholen werde
Ich habe es auch auf meiner Bestell-Liste, denn ich glaube, ich weiß, welches du meinst. Da ich es aus der Onleihe hatte und es mir gefällt, werde ich es mir kaufen ohne Rücksicht auf Preis und Seitenzahl (das von E.H.) ;-)
Neulich hatte ich eines, das auch so dünn war und so viel kostete, von v. A. und da habe ich mich geärgert, weil es mir nicht gefiel. Es kommt also ganz auf das Buch an.
Wenn wir uns weiterhin den Luxus der Übernachtlieferung leisten wollen, die einer der größten Preistreiber ist, werden die Buchpreise kräftig steigen müssen
Oh, das wusste ich nicht. Diese Art der Lieferung ist wohl inzwischen üblich, auch wenn ich in meiner kleinen Buchhandlung bestelle. Dabei kann ich gerne warten und verstehe nie, warum die Leute immer alles SOFORT haben wollen.
Bücher sind meine Drogen und gute Drogen kosten Geld.
In deinem Fall kann ich das richtig gut verstehen. Wenn man Lieblingsschriftsteller oder -bücher hat, ist es schön, Ausgaben zu haben, die man immer wieder gerne in die Hand nimmt. Mir gefallen allerdings die Illustrationen von Menschik nicht, aber das ist nicht nur Geschmackssache, sondern auch ein anderes Thema.
 
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Literaturhexle

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2. April 2017
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warum die Leute immer alles SOFORT haben wollen.
Ich befürchte, das liegt schlicht an der Konkurrenz von Amazon. Entweder über Nacht oder die Leute bestellen online:(
Mir war das als Kostentreiber aber auch gar nicht klar. Was wir hier alles von dir lernen, Barbara! Brauchst du ein drittes Standbein? Dann biete uns doch Video-Seminare an:thumbsup
 

Emswashed

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9. Mai 2020
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Die Frage könnte auch lauten "wie teuer darf ein Buch sein"?

So teuer, dass niemand darunter leiden muss!

Aufhebung der Buchpreisbindung und anschließender Preiskampf würde nur Verlierer hervorbringen. Ich kann weiterhin beruhigt mein Buch um die Ecke kaufen und muss nicht in die nächste Kette fahren, um vielleicht ein paar Euro zu sparen.... was ich bei vielen, vielen anderen Dingen schon tun muss, wenn es nicht sowieso auf das große A hinausläuft, weil Sprit, Parken, Bahnticket (wenn Strecke überhaupt verfügbar!!) zu teuer geworden sind.

Meine Sorge gilt eher der klaffenden Lücke zwischen Preisen und Einkommen und der massiven Konkurrenz aus diversen anderen Medien.... die aber inzwischen auch bezahlt werden wollen, Stichwort Bezahlfernsehen (Pay-TV).
Wenn wir uns weiterhin den Luxus der Übernachtlieferung leisten wollen, die einer der größten Preistreiber ist, werden die Buchpreise kräftig steigen müssen.

Selten brauchen Menschen ihre Bücher über Nacht. Das ist so ein Ding, was uns auch das große A eingebrockt hat. Auch die Hammel, die sich nachts an die Läden stellen, damit sie morgens gleich eine künstlich limitierte Auflage von Sneakern, das neueste I-Phone, oder das neueste Fast-Food kaufen können, machen ein normales Leben schwer.
Der Konsumwunsch muss "heiß" befriedigt werden, sonst verpufft er ganz schnell.
Glaubst Du denn, dass sich angesichts weiter steigender Kosten das Kaufverhalten Richtung eBooks verschieben wird?
Bei eBooks sollte jedem klar sein, dass es nur eine Lizenz zum Lesen des Buches ist. Es darf weder weiterverkauft noch ausgeliehen werden und könnte theoretisch jederzeit gelöscht werden. Schrecklicher Gedanke, wenn sich Schriften nur noch auf digitalen Medien befinden, die irgendwann einmal als "unliebsam" eingestuft werden könnten!

Ich habe auch schon für einzelne Bücher viel Geld ausgegeben und nie bereut, aber diese Gelegenheiten (Zeit und Geld) werden immer seltener.
 
7. Dezember 2023
57
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Ich denke, die psychologische Grenze von gebundenen Büchern liegt seit Jahren bei unter 30 Euro. Bei TB inzwischen unter 20 €, bei schmaleren oder älteren Bänden unter 15 €. Sondereditionen dürfen gerne teurer sein, da ihre Liebhaber bereit sind, die höhere Qualität auch an der Kasse zu würdigen.
Ich selbst habe mich auch an die oben genannten Preise gewöhnt. Mir ist aber auch klar, dass allein durch die gestiegenen Papierpreise das gedruckte Buch eine Verteuerung erfahren wird und dann werde ich mich an den neuen Preisen orientieren, da ein Leben ohne Bücher sinnlos ist. ;)
Ich glaube zwar nicht, dass es zum Luxusgut wird, aber vielleicht führt es zu einer Art "Wertsteigerung" im Auge der Kunden und auch der Verlage. Allerdings: Wenn nicht mehr so viele Bücher aus Kostengründen publiziert werden, stellt sich die Frage, welche dabei auf der Strecke bleiben. Um das tausendste Veggie-Kochbuch oder den x-beliebigen Abriss eines B-Promis wäre es meiner Meinung nicht schade. Da die Buchbranche (bis auf idealistische Nischenverlage) die knallharte Marktwirtschaft im Auge behalten müssen, fürchte ich, dass zunehmend die Bücher übrig bleiben, die sich voraussichtlich sehr gut verkaufen werden. Und das sind nicht unbedingt die (inhaltlich) qualitativ hochwertigen. In der Ausstattung ist mir auch schon aufgefallen, dass aktuelle Bücher mit minderwertigerem Papier oder ohne Schutzumschlag produziert werden.
Ich hoffe daher, dass der Preistreiberei ein wenig mit mehr Klasse statt Masse gegengesteuert werden kann, vielleicht weniger Auflagen für Mainstream, die am Ende auf dem Grabbeltisch landen. Vielleicht wäre auch BoD eine Lösung. Ich wäre bereit, auf den expliziten Druck meines Kaufs auch eine Woche zu warten.
Das Bewusstsein für das Kulturgut Buch müsste mehr gestärkt werden. Gleichzeitig muss sich auch jede/r zukünftig ein Buch leisten können. Die absolute Schallmauer sehe ich bei einem "Qualitätsbuch" bei 50 Euro.
 

Souly

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23. Januar 2023
612
2.822
44
NRW
da ein Leben ohne Bücher sinnlos ist. ;)
Wie heißt es so schön: Ein Leben ohne Bücher ist möglich, aber sinnlos. :rofl
Aber aus einer schönen Buchhandlung gehe ich ungern ohne Einkauf raus.
Letztens war ich wieder in meiner Stammbuchhandlung, es war langer Samstag wegen einem Straßenfest, und ich stöberte durch die Bücher, die ich alle schon kannte. Ich entschied mich dann für ein Sonderangebot (10€ für eine englische Dracula-Ausgabe). An der Kasse sagte ich: "Ich wollte diesem Haus nicht lästern, indem ich ohne Einkauf rausgehe."
sogar mit Lesebändchen
Die Zeichenlitze ist relativ billig, und ich nutze für meine Bücher immer noch meine erste Großrolle á 25m, da hab ich immer noch genug da bis ich mir mal eine andere Farbe kaufen kann. :rofl
 

Barbara62

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19. März 2020
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mit-büchern-um-die-welt.de
Selten brauchen Menschen ihre Bücher über Nacht. Das ist so ein Ding, was uns auch das große A eingebrockt hat. Auch die Hammel, die sich nachts an die Läden stellen, damit sie morgens gleich eine künstlich limitierte Auflage von Sneakern, das neueste I-Phone, oder das neueste Fast-Food kaufen können, machen ein normales Leben schwer.
Der Konsumwunsch muss "heiß" befriedigt werden, sonst verpufft er ganz schnell.
Du glaubst nicht, wie oft ich in der Buchhandlung auf die Ansage "Ihr Buch ist morgen ab 9 Uhr bei uns" gehört habe: "Waaaas? Ich brauche es aber heute Abend für einen Geburtstag!!!". Auch Weihnachten am 24.12. kam für viele Kunden immer wieder völlig überraschend.

Meiner Meinung nach ist nur für Medikamente eine Übernachtlieferung angezeigt. Alles andere ist eine ökologische und ökonomische Katastrophe. Die drei Barsortimente fahren zusammen jede Nacht (6 x pro Woche) etwa 200.000 Kilometer zu den Buchhandlungen.
 

Barbara62

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19. März 2020
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mit-büchern-um-die-welt.de
Interessant, das hätte ich nicht gedacht. Glaubst Du denn, dass sich angesichts weiter steigender Kosten das Kaufverhalten Richtung eBooks verschieben wird? Da fallen ja die Logistik- und Papierkosten komplett weg. @Barbara62
Auf diese Entwicklung wurde lange spekuliert, aber es deutet nichts darauf hin. Je mehr die Menschen beruflich digital sind, desto mehr schätzen sie beim Lesen das Papier, Urlaubssituationen ausgenommen. Also nein, ich glaube es nicht. Es wird eine Nische bleiben.
 

Barbara62

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19. März 2020
4.291
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Baden-Württemberg
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