Wer sich vor Amazon wirklich fürchten sollte...

20. Mai 2014
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sabine-schaefers.de
Daran musste ich auch schon öfter denken. Noch gar nicht so lange her, als man überall noch aufgebrachte Artikel lesen konnte über die Verkaufsflächen-Vergabepraxis bei Thalia und Co. Da war die Rede von "Rabatten" über 40-50%, wenn ein Buch sichtbar platziert werden sollte. Kleine Verlage können solche Verluste gar nicht auffangen, die schaffen es also nicht in die Ketten. Ohne Amazon wären deren Bücher fürs breitere Publikum quasi nicht existent. Ganz zu schweigen von der Tatsache, dass letztlich die Ketten damit darüber entscheiden, was in den Publikumsverlagen überhaupt verlegt wird und was nicht. Nämlich nur solche Bücher, die diese Verluste mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder einspielen. Was nicht immer die qualitativ besseren Bücher sind. Darüber liest man heute nirgends mehr, stattdessen werden aus den Wölfen plötzlich die sieben Geislein?
 

Helmut Pöll

Moderator
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9. Dezember 2013
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München
Daran musste ich auch schon öfter denken. Noch gar nicht so lange her, als man überall noch aufgebrachte Artikel lesen konnte über die Verkaufsflächen-Vergabepraxis bei Thalia und Co. ...
Darüber liest man heute nirgends mehr, stattdessen werden aus den Wölfen plötzlich die sieben Geislein?
Das ist mir in diesen ganzen Diskussionen um Amazon auch immer wieder sehr negativ aufgefallen, @Sabine Schäfers . Natürlich darf man über Rabattforderungen von Amazon debattieren und muss es sogar. Sich aber darüber aufzuregen und gleichzeitig zu verschweigen, dass es längst ähnlich hohe Rabattforderungen großer Ketten an Verlage gegeben hat, das verleiht der Empörung etwas Unglaubwürdiges.
 

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