Warum Bücher für 99 Cent

Maycroft

Mitglied
19. Mai 2014
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RLP
Hallo,

ich stelle mir schon seit geraumer Zeit die Frage warum Verlage / Autoren ihre Bücher für 99 Cent auf den Markt werfen.

Ok die Geiz ist Geil Mentalität ist leider inzwischen auch bei den Lesern angekommen, aber muss man heute wirklich seine Bücher zum Ramschpreis verkaufen?
 

Timmytoby

Neues Mitglied
9. Oktober 2014
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Germany
timspohn.de
Verlage werden selten ihre Bücher für 99 Cent verramschen. Zumindest habe ich das bewusst noch nicht mitbekommen (lasse mich da aber gerne korrigieren).
Bei Selbstveröffentlichern kann es da eine ganze Reihe Gründe geben:
Erstlingsautoren wird oft geraten am Anfang den Preis so niedrig zu setzen. Zum Beispiel gibt es Rechner für Self-Publisher auf diversen Ratgeberseiten die diesen Preis regelmäßig ausspucken als Vorschlag.
Dann gibt es eine ganze Reihe Blogs und Werbeseiten die Bücher nur bewerben, wenn gerade eine Rabatt- oder Gratisaktion stattfindet.
Und da ist auch noch die grundlegende Debatte unter Selbstveröffentlichern, ob solche Aktionen was bringen. Die eine Hälfte schwört darauf als bestes Marketinginstrument, die andere berichtet es bringt gar nichts und ist Zeitverschwendung.

Was die Kalkulation angeht: Bei 99 Cent bekommt ein Self-Publisher immer noch grob 30 Cent pro Buch raus. Ein Erstlingsautor der über einen Verlag ein Taschenbuch rausbringt, kann pro verkauftem Buch mit etwa 50 Cent rechnen. Das ist also auch finanziell keine katastrophale Maßnahme. Im direkten Vergleich mit den 1,50 Euro die eine Preisstufe von 2,99 Euro abwirft, ist es natürlich sehr wenig.

Ich muss aber zugeben, dass ich es nicht unbedingt machen würde, maximal mal testweise für einen begrenzten Zeitraum als Werbegag.
 

Helmut Pöll

Moderator
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9. Dezember 2013
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Hallo,

ich stelle mir schon seit geraumer Zeit die Frage warum Verlage / Autoren ihre Bücher für 99 Cent auf den Markt werfen.

Verlage tun das eher nicht, da hat @Timmytoby schon recht. Ich kann es Dir aus meiner eigenen Erfahrung schildern. Die 99 Cent Aktionen sind
populär geworden, als Amazon die Selfpublishing-Schiene ins Leben gerufen hat und Indie-Autoren anfingen ihre Werke als E-Books selbst auf den Markt zu bringen.

Weil den Indies in der Regel ein größeres Marketing-Budget fehlte benutzten sie den Preis als Marketing-Instrument. Mit einer 99 Cent-Aktion
über einen gewissen Zeitraum gelang es - zumindest früher - in den Amazon Kindle Charts nach oben zu schiessen und eine gewisse Sichtbarkeit
zu erreichen. Durch die Masse der Veröffentlichungen hat sich das aber relativiert. Diese 0/99 Cent Aktionen funktionieren nicht mehr. Heute würde ich sagen, dass eine 99 Cent Aktion zu nichts führt, ausser dass die Wertschätzung für Bücher abnimmt.
 

Marley

Autor
7. Oktober 2014
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Melbourne
Ehrlich? Meine Wertschätzung für Bücher nimmt nicht ab, wenn ich 99 Cent oder 1.99 $ Ebooks kaufe. Vielleicht liegt es daran, dass ich selbst schreibe, keine Ahnung. Marketinginstrument, wie hier schon genannt, empfinde ich als ok. Ich habe einige Ebookautoren auf diesem Weg kennengelernt, so manch eine Amerikanerin hat ihr Erstlingswert dauerhaft auf 0 $ stehen. Für mich war das Anlass es herunter zu laden, zu lesen, es hatte mir gefallen und ich habe die Folgebücher zum normalen Preis gekauft - bin ich nicht zu geizig zu. Hat als Marketinginstrument funktioniert.
Nicht alles was viel kostet ist grundsätzlich mehr wert und nicht alles was billig ist, ist Schrott.
Was ich nicht mache ist ein Ebook für 99 Cent zu kaufen oder umsonst runterzuladen, wenn es frei angeboten wird, nur weil es so billig ist. Ich horte keine Ebooks. Mir muss auf jeden Fall die Leseprobe gefallen.
 
20. Mai 2014
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sabine-schaefers.de
Mir geht es wie @Timmytoby und @Marley.
Es ist eine Möglichkeit, in die Datenbank von Leserportalen aufgenommen zu werden - was für unbekannte Autoren oft (oder fast immer) die einzige Möglichkeit ist, überhaupt wahrgenommen zu werden. Normalerweise ist so eine Aktion zeitlich begrenzt, aber ich habe schon verschiedentlich gelesen, dass auch erste Bände einer Reihe dauerhaft für lau angeboten werden, um den Einstieg zu erleichtern. Wenn es klappt, hat man schon Käufer für die Nachfolgebände gelockt.
 
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Mystery Art

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12. September 2015
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www.mystery-art.de
Aber leider ist 0,99 Euro eine Form von 'verramschen'. Da blutet mir das Herz. Mit diesen Dumping Aktionen machen wir auch den Preis kaputt.
Vor allem kann man ja diese Bücher nicht vergleichen. Es sollte schon ein Unterschied machen ob ein Buch 100 oder 400 Seiten hat.
Ich würde nie zu einem Ebook greifen einfach nur weil es 0,99 € kostet. Meine Augen und mein Gehirn sollten mir mehr wert sein :)
Selbst wenn ich meiner Tochter die 'Girl' oder 'Mädchen' Hefte kaufe, liegen die auch schon bei 3 Euro.
 

R. Bote

Autor
20. Dezember 2014
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rene-bote.jimdo.com
Vor allem kann man ja diese Bücher nicht vergleichen. Es sollte schon ein Unterschied machen ob ein Buch 100 oder 400 Seiten hat.
Stimmt, und genau deshalb finde ich es nicht verwerflich, eine kurze Geschichte zu einem günstigen Preis anzubieten. Das machen auch Verlage so, zum Beispiel gibt es einige kürzere Geschichten aus der Freche-Mädchen-Reihe (für mich ein guter Orientierungspunkt, weil sie von Länge und Thema einigen meiner Bücher ähneln) für 49 Cent. Ich habe selbst einige Ebooks für 49 oder 99 Cent herausgebracht, nicht, weil ich das als Marketing-Instrument verwenden wollte, sondern weil ich das jeweils für ein angemessenes Preis-Leistungs-Verhältnis halte. Das bedeutet für mich im Umkehrschluss aber auch, dass umfangreichere Geschichten entsprechend mehr kosten.
 

Helmut Pöll

Moderator
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9. Dezember 2013
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Ich habe selbst einige Ebooks für 49 oder 99 Cent herausgebracht, nicht, weil ich das als Marketing-Instrument verwenden wollte, sondern weil ich das jeweils für ein angemessenes Preis-Leistungs-Verhältnis halte. Das bedeutet für mich im Umkehrschluss aber auch, dass umfangreichere Geschichten entsprechend mehr kosten.
Ich verstehe schon, dass man den Lesern nicht unnötig viel Geld abknöpfen möchte, @R. Bote . Aber wenn ich dann durch die Stadt gehe sehe ich andererseits, dass jeder ohne mit der Wimper zu zucken drei Euro für einen Kaffee to go ausgibt, den man in 15 Minuten getrunken hat. Könnte man auch sagen, das ist ja nur gefärbtes Wasser in einem Pappbecher und in ein paar Minuten weg, mehr als 20 Cent ist mir das nicht wert.

Beim Kaffee hat es das Marketing aber hervorragend verstanden eine Position als teures Luxusgut zu besetzen. Ich glaube schon dass in den Köpfen verankert ist, was wenig kostet ist auch wenig wert.
 
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R. Bote

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20. Dezember 2014
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rene-bote.jimdo.com
Ich verstehe schon, dass man den Lesern nicht unnötig viel Geld abknöpfen möchte, @R. Bote . Aber wenn ich dann durch die Stadt gehe sehe ich andererseits, dass jeder ohne mit der Wimper zu zucken drei Euro für einen Kaffee to go ausgibt, den man in 15 Minuten getrunken hat. Könnte man auch sagen, das ist ja nur gefärbtes Wasser in einem Pappbecher und in ein paar Minuten weg, mehr als 20 Cent ist mir das nicht wert.

Beim Kaffee hat es das Marketing aber hervorragend verstanden eine Position als teures Luxusgut zu besetzen. Ich glaube schon dass in den Köpfen verankert ist, was wenig kostet ist auch wenig wert.
Wenn für einen Roman von 400 Seiten 8 oder 10 € aufgerufen werden (oder etwas darunter, je nach Genre und Reputation des Autors), dann kann ich mich schlecht hinstellen und für 25 Seiten 3 oder 4 € verlangen, da würde das Verhältnis nicht stimmen. Und wie gesagt, nicht alle meine Bücher gehen für einen Centbetrag über den virtuellen Ladentisch; für das Ebook von Pfiff! nehme ich beispielsweise 2,99€ (Taschenbuch 5,99€) für 124 Seiten, das orientiert sich durchaus an verlagsüblichen Preisen.
 
Zuletzt bearbeitet:

InFo

Autor
9. August 2015
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www.andreashagemann.com
Wir hatten diese Diskussion ja bereits auch schon an anderen Stellen hier. Dennoch, als ich vorgestern in der Firma Flyer für mein neues Buch verteilt habe, bekam ich zum eBook-Preis auch die Rückmeldung: "Ist das so viel günstiger, als das Taschenbuch?" Und da beträgt das eBook immernoch 4,99€ (für 335 Seiten)! Die Wahrnehmungen unterscheiden sich also schon gehörig.

Hier treffen viele Dinge auf einander:
- beherrscht der Autor sein Handwerk richtig und trifft er den nötigen Invest, um sein Werk marktreif zu bekommen (Lektorat, Korrektorat)
- kennt der Autor überhaupt seine Zielgruppe richtig?
- was macht eigentlich der Wettbewerb (andere Autoren), in Bezug auf die richtige Wettbewerbsanalyse und Preisgestaltung
- Marketing kann schon nicht so schwer sein, machen andere ja auch. Genau wie veröffentlichen, dadurch wirds aber auch nicht besser.

Wie mit dem Schreiben selbst, muss man sich mit der Materie auseinandersetzen und das tun einfach die Wenigsten. Deshalb verhält es sich am Ende ein Stück weit, wie bei einer Wahl. Wenn sich jeder einredet, dass er mit seiner einen Stimme nichts bewegen kann, wird sich nichts ändern. Wenn aber die ersten anfangen, wieder mit offenen und unabhängigen Augen an die Preisgestaltung zu gehen, dann wird sich das - wenn auch sehr langsam - wieder ein klein wenig regulieren. Ich hab damit schon einmal angefangen :D
 

Sakuko

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27. Juni 2016
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Ich muss sagen, dass ich einige exzellente Serien deswegen gefunden und begonnen habe, weil sie 0,99€ bei Amazon kosteten. Gerade bei Autoren die ich nicht kenne, bin ich wesentlich eher bereit einen kleinen Betrag auszugeben um sie anzutesten, anstatt gleich 5€ oder mehr. Und gefällt mir die Serie, lese ich auch für mehr weiter.
Und ich kenne mindestens einen Autor, der auf diese Weise dann auch vom Self-Publishing zu einem echten Verlag gekommen ist.

Allerdings gehöre ich zu den Leuten für die 5€ für ein eBook so die Grenze des erträglichen ist. Das viele ePubs fast soviel kosten wie das Taschenbuch bei Amazon finde ich unerträglich, und werde deswegen wahrscheinlich nie komplett auf eBooks umstellen.
 

Helmut Pöll

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9. Dezember 2013
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..so manch eine Amerikanerin hat ihr Erstlingswert dauerhaft auf 0 $ stehen. Für mich war das Anlass es herunter zu laden, zu lesen, es hatte mir gefallen und ich habe die Folgebücher zum normalen Preis gekauft - bin ich nicht zu geizig zu.
Das hat in diesem Fall funktioniert, @Marley . Aber ich glaube das ist die Ausnahme. Viele, die sich an die Masse der 0- oder 99-Cent-Bücher gewohnt haben, sind eben nicht mehr bereit einen regulären Preis zu bezahlen. Die hangeln sich von einer Gratisaktion zur nächsten. @Timmytobi

..beherrscht der Autor sein Handwerk richtig und trifft er den nötigen Invest, um sein Werk marktreif zu bekommen (Lektorat, Korrektorat)
Da bin ich völlig bei Dir. Nur denke ich, dass ein Autor professionelles Lektorat, Korrektorat, Cover, Vermarktung auf Dauer nicht mit 99 Cent-Büchern gewährleisten kann. Dazu müsste er von jedem Buch tausende Exemplare verkaufen, um überhaupt ohne Verlust dazustehen. Und dann ist nochb nichts verdient.

Ich muss sagen, dass ich einige exzellente Serien deswegen gefunden und begonnen habe, weil sie 0,99€ bei Amazon kosteten. Gerade bei Autoren die ich nicht kenne, bin ich wesentlich eher bereit einen kleinen Betrag auszugeben um sie anzutesten, anstatt gleich 5€ oder mehr.
Die Schwelle zuzugreifen ist bei 99 Cent natürlich deutlich niedriger, @Sakuko . Dennoch glaube ich dass die Flut von 99-Cent-Aktionen dazu führt, dass dieser Preis bei vielen als Normalität angesehen und erwartet wird.
 

Tiram

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4. November 2014
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Das ist diese Geiz-ist-Geil-Mentalität, die sich bei uns vor über zehn Jahren entwickelt hat. Sicher erinnert ihr euch an den Slogan, der damals von einer Kette rauskam.
Wir mögen für nichts mehr Geld ausgeben. Am liebsten alles umsonst raffen. Und uns dann wundern, wenn die Qualität nicht mehr stimmt. Egal, ob es Lebensmittel sind, Möbel, Elektrogeräte oder halt Bücher.
 

Frank1

Autor
5. April 2016
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lordbreakingham.wordpress.com
Nach meiner Meinung ist ein 0,99€-eBook praktisch als verschenkt anzusehen. Wenn man bedenkt, wieviel Arbeit selbst in einem kurzen Buch stecken, kann man das eigentlich nicht anders sehen. Einen Sinn macht es für einen Autor IMHO nur dann, ein eBook so billig oder sogar ganz kostenlos anzubieten, wenn es Band 1 einer Reihe ist, deren weitere Bände zu normalen Preisen verkauft werden. Da halte ich das Billigangebot des 1. Bandes für eine durchaus brauchbare Maßnahme, um Neuleser für die Reihe zu gewinnen. Ich selbst bin schon mehrmals durch Kostenlos- oder Billigaktionen auf solche Reihen aufmerksam geworden und habe mir dann auch die folgenden Bände gekauft.
 

Helmut Pöll

Moderator
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9. Dezember 2013
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Das ist diese Geiz-ist-Geil-Mentalität, die sich bei uns vor über zehn Jahren entwickelt hat. ... Egal, ob es Lebensmittel sind, Möbel, Elektrogeräte oder halt Bücher.
Du hast Recht, @Tiram , das ist eine seltsame Entwicklung. Für bestimmte Dinge ist niemand mehr bereit Geld zu bezahlen. Andererseits zucken dieselben Leute, die keine 5 Euro für ein Buch zahlen möchten, nicht mit der Wimper, wenn sie sich für 600 Euro ein neues Smartphone eines angesagten Herstellers aufschwatzen lassen.
 

Sakuko

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27. Juni 2016
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@Helmut: Das stimmt nicht, ich zahle keine 5€ für ein eBook aber auch mein Smartphone ist ein älteres Modell das wesentlich billiger war. Bis vor einem Jahr hatte ich nicht mal ein Smartphone, sondern ein geschenktes Handy.

Aber ich weiss nicht, warum es schlimm sein soll, das nicht jeder bereit ist für alle Dinge gleich viel Geld auszugeben. Jeder hat einen anderen Fokus, und ich finde es vermessen, die Leute zu kritisieren, deren Fokus von deinem abweicht.
Ich brauche kein 600€ Smartphone, aber ich überlege es mir auch 2 mal 15€ für Bücher auszugeben, wenn ich eine gute Auswahl für weniger bekommen kann.
 

Helmut Pöll

Moderator
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9. Dezember 2013
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München
@Helmut: Das stimmt nicht, ich zahle keine 5€ für ein eBook aber auch mein Smartphone...
Meine Aussage war eher allgemein gehalten, ich habe gar nicht speziell eine bestimmte Person gemeint, auch nicht Dich, @Sakuko

Aber ich weiss nicht, warum es schlimm sein soll, das nicht jeder bereit ist für alle Dinge gleich viel Geld auszugeben. Jeder hat einen anderen Fokus, und ich finde es vermessen, die Leute zu kritisieren, deren Fokus von deinem abweicht..
Natürlich hat jeder andere Vorlieben. Dem einen ist das mehr wert, dem anderen jenes. Das soll jeder handhaben, wie er will. Aber keiner handelt freischwebend im Raum, sondern ist eben auch für die Konsequenzen seines Handelns mit verantwortlich.

Ich habe beispielsweise vor kurzem einen Artikel über die Textilindustrie gelesen Und darüber, wie bestimmte Marken ihre T-Shirts in Bangladesh nähen lassen. und die Quintessenz war - das kann man genauso sehen oder nicht - , wer sich partout weigert mehr als drei Euro für ein T-Shirt zu bezahlen, der muss sich nicht wundern, wenn bestimmte Arbeitsverhältnisse sind, wie sie sind. Das hat @Tiram vorhin angedeutet.

Und auf die Buchbranche übertragen bedeutet diese "Geiz-ist-geil"-Mentalität, dass eine Flut von 99 Cent Büchern zu eher schlechteren Covern, fehlendem Lektorat, Korrektorat und im Schnitt zu schlechteren Büchern führen.

Ich stimme Dir aber grundsätzlich zu, ein E-Book sollte nicht nur einen Euro billiger als das Taschenbuch sein, @Sakuko
 

Sakuko

Aktives Mitglied
27. Juni 2016
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NRW
Und auf die Buchbranche übertragen bedeutet diese "Geiz-ist-geil"-Mentalität, dass eine Flut von 99 Cent Büchern zu eher schlechteren Covern, fehlendem Lektorat, Korrektorat und im Schnitt zu schlechteren Büchern führen.
Diese Erfahrung kann ich aber auch nicht teilen. Ich habe durchaus schon schlechte eBooks gesehen, aber das war dann eigentlich durch die Bank die üblichere 4€ Sparte.
Natürlich gibt es auch diese selbstverlegten Bücher, die einfach gar nicht veröffentlicht hätten werden dürfen, aber die lasse ich mal außen vor, die sind bei jedem Preis daneben und haben auch mit den Kosten gar nichts zu tun.

Alle 99cent Bücher die ich gekauft habe, sei es in einer Aktion oder zu dem dauerhaften Preis waren solide Bücher, vernünftig überarbeitet und formatiert.
 

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