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Thema Themenleserunde USA

Dieses Thema im Forum "Kleine Leserunden" wurde erstellt von Helmut Pöll, 5. Juni 2018.

  1. Querleserin

    Querleserin Platin Mitglied

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    Ab dem 11. Kapitel schreitet die Handlung chronologisch voran. Es geht um die Invasion der Alliierten, die Frankreich befreien und nach Deutschland vorstoßen. Der Großvater des Ich- Erzähler ist im OSS, des amerikanischen Geheimdienstes mit der Aufgabe deutsche Wissenschaftler gefangen zu nehmen. Das ist spannend geschildert, gleichzeitig aber auch amüsant. Ein Widerspruch, nein. Es passt ;)
     
  2. Literaturhexle

    Literaturhexle Moderator

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    Das ist ja genau das, was den Film so stimmungsvoll machte: die tollen Bilder, Fliegenfischen, das Landleben....
    Schon vorstellbar, dass das Buch nicht ansatzweise an den Film herankommt. Beim Englischen Patienten habe ich das ja auch so empfunden.
     
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  3. Tiram

    Tiram Moderator
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    Ich habe mein Buch abgebrochen. Western ist wohl nicht mehr mein Ding. Oder meine Gedanken sind bei einem neuen Leseprojekt. Mag auch sein. Wünsche euch noch viel Spaß.
     
  4. Helmut Pöll

    Helmut Pöll Moderator

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    So geht es auch weiter, mit Schilderungen des ländlichen Lebens in Montana. Aber immer mehr wird klar, dass Paul wohl das geliebte schwarze Schaf der Familie ist, der mit der Welt nicht klar kommt und dem alle helfen wollen. Aber wie hilft man jemandem, der keine Hilfe annehmen kann oder will? Und vielleicht lässt sich die richtige Hilfe auch im entscheidenden Moment nicht so klar ausmachen.
    Auf den letzten vier Seiten bricht dann die Katastrophe über die Familie herein. Noch nicht einmal jetzt git es Drama, beinahe beiläufig schildert McLean das. Die Familie erträgt das unaussprechliche durch ihren tief verwurzelten Halt im Glauben.
    Mir ist während des Lesens aufgefallen, dass die Famiie im Buch genauso heißt wie der Autor. Tatsächlich schreibt wikipedia.
    Er (der Film) entstand nach der gleichnamigen, semiautobiografischen Romanvorlage von Norman Maclean aus dem Jahre 1976.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Aus_der_Mitte_entspringt_ein_Fluß
    Aus der Mitte entspringt ein Fluß – Wikipedia
    de.wikipedia.org
     
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  5. Helmut Pöll

    Helmut Pöll Moderator

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  6. Literaturhexle

    Literaturhexle Moderator

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    Ein total beeindruckendes Buch!
    John Grimes ist ein 14 jähriger Junge, der mit seiner Familie in Harlem lebt. Sein Vater ist ein fanatischer Prediger, der seine Familie drangsaliert. Für John scheint der Beruf schon festzustehen:
    Alle hatten immer gesagt, John werde später mal Prediger, genau wie sein Vater.

    So lautet bereits der erste Satz des Buches. Aber John hadert. Nicht nur mit dem Vater, sondern mit dem Glauben, mit den Weißen, mit Gott und dem Teufel. Die (weißen) Lehrer haben ihm prophezeit, dass aus "ihm mal etwas würde"... Dem entgegen gesetzt wird er vom Vater nur unterdrückt und gedemütigt - meistens im Namen Gottes. John sucht noch seinen Weg.

    Das Buch ist bisher wirklich hervorragend geschrieben. Es zeigt die familiären Beziehungen und Konflikte sehr anschaulich, ebenso wie das gespaltene Innenleben des Protagonisten. Absolut fesselnd.
     
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  7. Querleserin

    Querleserin Platin Mitglied

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    Die Erzählweise bleibt sprunghaft, doch inzwischen werden immer drei bis vier Kapitel chronologisch erzählt, wie die ersten Kriegserlebnisse (11-15), in denen der Ich-Erzähler wiedergibt, wie sein Großvater 1944 Teil einer Division gewesen ist, die via Frankreich nach Deutschland "gezogen" ist, um deutschen Wissenschaftler gefangen zu nehmen. Unter ihnen Wernher von Braun, Erfinder der V2- Rakete, die der Großvater trotz ihrer Wirkung bewundert. Doch aus irgendeinem Grund kippt die Bewunderung für den Erfinder um in tiefe Abneigung, das wird in Kapitel 21 zur Sprache gebracht, da bin ich gespannt, wie es zu diesem Wechsel kommt.
    In den Kapiteln dazwischen erinnert sich die Mutter des Ich-Erzählers an die psychischen Probleme der Großmutter - doch noch immer werden wir auf die Folter gespannt, was es mit dem gehäuteten Pferd auf sich hat, das sie immer sieht. Sie muss Schreckliches im Krieg in Frankreich erlebt haben, ihre Tätowierung zeugt zumindest davon, dass sie in einem Konzentrationslager war.
     
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  8. Literaturhexle

    Literaturhexle Moderator

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    Im zweiten Teil erweitert die Geschichte ihren Radius: Johns Vater Gabriel, der fanatische Prediger, leitet die kleine Glaubensgemeinschaft in Harlem. Der Leser erfährt mehr aus dessen Leben, wie er aufgewachsen ist, welch wilde Zeiten er als Teenager hatte und wie es zu seiner Bekehrung kam. Satan und Gott sind die Gegenpole in Gabriels Denkweise, das wird in sehr expressiven, ausdrucksstarken Passagen dargelegt. Doch auch nach seinem Weg zu Gott "versucht ihn der Teufel" in Form schöner Frauen.

    Eine bemerkenswerte Frau ist Gabriels Schwester, sie ist die einzige, die dem extremen Bruder Paroli bietet. Und die "heilige" Deborah, seine Ehefrau, die Gabriel nur heiratete, weil Gott es ihm befohlen hat.
    Nun lese ich gespannt das letzte Drittel.
     
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  9. Querleserin

    Querleserin Platin Mitglied

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    Der Roman bleibt abwechslungsreich. Neben den wichtigen Ereignissen im Leben des Großvaters nach dem Krieg, rücken im weiteren Verlauf die Kriegsverbrechen von Brauns in den Fokus, ein Umstand, den ich noch recherchieren will. Hat er wirklich im Dienste der Wissenschaft Menschen ausgebeutet, sich KZ-Insassen "bedient"- ohne Rücksicht auf Verluste? Gestehe, dass ich wenig über ihn weiß. Will ich ändern. So erhält der Roman neben seiner Komik auch eine ernste politische Note!
     
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  10. parden

    parden Forumlegende

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    Auch nach etwa einem Drittel können mich die Episoden noch nicht wirklich mitreißen. Die Handlung ist zerfasert, was mich zu Pausen ermutigt. Hm. Ich hoffe wirklich, dass sich das noch ändert!
     
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  11. Querleserin

    Querleserin Platin Mitglied

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    Das ändert sich noch - zumindest werden die erzählten Epispden länger. Ab Kapitel 11 -16 wird zusammenhängend erzählt ;)
     
  12. Querleserin

    Querleserin Platin Mitglied

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    Inzwischen habe ich den Roman beendet und auch eine Rezension eingestellt. Der Autor hat bzgl. Wernher von Braun gut recherchiert. Das Ende und das Nachwort warten mit einigen Überraschungen auf. Mir hat der Roman gut gefallen, auch wenn es zu Beginn etwas schwer war hineinzukommen. Das Sprunghafte ist ein "Bauprinzip", das muss man mögen. Fans chronologischer Erzählweise möchte ich daher abraten. Geschichtlich hat der Roman dagegen einiges zu bieten und auch Raumfahrtfreunde kommen auf ihre Kosten. Nicht zuletzt überzeugt der sehr komische Sprachstil von Chabon.
     
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  13. parden

    parden Forumlegende

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    Ich habe jetzt etwas mehr als die Hälfte des Romans gelesen und finde die Lektüre nicht uninteressant, aber ungemein anstrengend. Das Sprunghafte, das @Querleserin anspricht, stört mich tatsächlich immer noch. Wernher von Braun existiert bislang noch in Andeutungen - wirklich begegnet ist der Großvater ihm noch nicht. Woher also der Hass auf diesen Nazi-Wissenschaftler stammt, wird sich wohl erst noch herausstellen.
     
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