Tannöd von Andrea Maria Schenkel

Sascha Bulazel

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Buchinformationen und Rezensionen zu Tannöd von Andrea Maria Schenkel
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Hervorragender Krimi - ein Beispiel, wie man auf relativ wenigen Seiten ein echtes "Schmuckstück" präsentieren kann. Sehr atmosphärisch und spannend!
 

parden

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13. April 2014
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Also - ganz ehrlich?! Ich habe mich selten so verar... gefühlt wie von diesem Krimi. Mir gefiel er überhaupt nicht und das Aufhebens was darum gemacht wurde habe ich kein bisschen nachvollziehen können, sorry... Und wieder einmal die Frage gestellt: nach welchen Kriterien werden eigentlich Preise verliehen?!
 
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Sascha Bulazel

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Echt? Nun, ich muss dazu sagen, dass ich das Buch gaaanz am Anfang (vor dem Hype, vor dem Film etc.) gekauft habe, und es damals (wie heute) wirklich gut finde. Ich habe den Hype ignoriert... Das Buch bekam Preise? Interessant!
 

parden

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Bei Wikipedia gesammelt:

Andrea Maria Schenkel veröffentlichte im Jahr 2006 ihr Romandebüt Tannöd, der auf einem ungeklärten Mordfall im bayerischen Hinterkaifeck basiert. Für diesen Roman erhielt sie 2007 den Deutschen Krimi Preis, den Friedrich Glauser-Preis, kam auf Platz 3 des besten Krimi des Jahres in der KrimiWelt-Bestenliste und wurde 2008 mit dem Schwedischen Krimipreis – The Martin Beck Award geehrt.
 

parden

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Muss gerade grinsen. Ich habe zu dem Buch tatsächlich schon zweimal eine Rezension verfasst. Das erste Mal war, als ich gerade mit dem Schreiben von Rezensionen begann. Ziemlich nichtssagend, dennoch genervt, *hust*:

Leseöd bei Tannöd...

Bei diesem Buch ging es mir wie bei manchen Exponaten moderner Kunst. Hochgelobt schürte es meine Erwartungen, die leider in keiner Weise erfüllt wurden. Die Begeisterung anderer für dieses Buch kann ich leider gar nicht nachvollziehen, obwohl ich auch ein Fan von Krimis und Thrillern bin. Ich fand es einfach nur düster, langweilig und eintönig. Eben öde.
 

parden

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Das zweite Mal (ja, ich habe das Buch auch tatsächlich zweimal gelesen, unglaublich... - aber nach einigen positiven Reaktionen anderer Leser zum Buch wollte ich meinen Eindruck noch einmal überprüfen) - war die Meinungsäußerung etwas differenzierter:

Das Gegenteil von Idylle...

Die Bewohner eines einsam gelegenen Bauernhofs im tiefsten Bayern werden erschlagen aufgefunden. Eigenbrödler sollen sie gewesen sein, bauernschlau und geizig. Nun wurde die ganze Familie in einer Nacht ausgelöscht, mit der Spitzhacke geradezu niedergemetzelt.
Der Leser wird Zeuge eines Verbrechens, das auf einem authentischen Fall beruht, und begleitet jeden Schritt des Mörders, ohne dessen Identität zu kennen. Die einzelnen Dorfbewohner berichten, jeder hat eine eigene Version des Geschehenen...

Stilistisch ist das Buch wie ein Zeitdokument aufgebaut. Berichte verschiedener Augenzeugen und Mitbürger werden protokollarisch wiedergegeben - und erinnern so, wohl nicht ganz zufällig, an eine polizeiliche Untersuchung. Dazwischen gibt es immer wieder Einblicke ins Geschehen aus der Sicht des (unbekannten) Mörders sowie seitenlange Gebete.
Im Gegensatz zu der realen Vorlage, wo der Mörder nie gefasst wurde, erfährt der Leser am Ende des Buches, wer - wenig überraschend - die Tat begangen hat.

Da der Roman einen Kriminalfall zum Gegenstand hat, wird er auch als Krimi gehandelt. Schließlich erhielt das Buch - für mich ehrlich gesagt nicht nachvollziehbar - 2007 sogar den Deutschen Krimipreis!
Für mich ist es jedoch eher eine düstere Erzählung unklaren Genres, eine "Milieustudie, die die ländliche Nachkriegsidylle als Brutstätte von Bigotterie, Inzest, Gewalt und Hinterfotzigkeit entlarvt", wie die Autorin selbst bestätigt.

Dieses Buch war für mich düster, unspannend, sachlich, langweilig. Es hat mich weder mitgerissen noch sonst irgendwie besonders angesprochen.
Nur einmal mehr entstand bei mir die Frage, nach welchen Kriterien Buchpreise vergeben werden...

Von mir gibt´s daher keine Empfehlung - aber wie die Vielzahl an Rezensionen zeigt: auch zu diesem Buch gibt es verschiedene Meinungen...
 

Sascha Bulazel

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Immerhin hast Du es 2x gelesen :) Wie gesagt, ich habe das Buch sehr "jungfräulich" gelesen und habe rein garnichts von Preisen etc, gewusst. Darauf gebe ich allgemein nicht viel.

Deine Rezi ist sehr interessant und gut verfasst - besonders der Begriff "sachlich" gefällt mir und macht für mich *gerade* den Reiz der Geschichte aus.

Buchpreise sind wie... ja, wie nur? Vergeben von einer Jury, die aus Menschen besteht. Interessensvertreter. Lobbyisten. Das Buch scheint sich ja recht oft verkauft zu haben, der eine oder andere Leser hat es sicherlich gut gefunden - und darauf kommt es doch an, oder? Buchpreise... Pfft! :)
 
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