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Thema Sten Nadolny: Die Entdeckung der Langsamkeit

Dieses Thema im Forum "Kleine Leserunden" wurde erstellt von Literaturhexle, 8. August 2019.

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  1. Literaturhexle

    Literaturhexle Moderator

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    Klappentext (Quelle:Amazon):
    Seit seiner Kindheit träumt John Franklin davon, zur See zu fahren, obwohl er dafür denkbar ungeeignet ist, denn in allem, was er tut, ist er extrem langsam. Doch was er einmal erfaßt hat, vergißt er nicht mehr. Er geht zur Marine und erlebt den Krieg. Insgeheim aber träumt er von friedlichen Fahrten auf See und von der Entdeckung der legendären Nordwestpassage. Als Kommandant eines Schiffes begibt er sich auf die Suche … Sten Nadolnys vielfach preisgekrönter Bestseller ist auf den ersten Blick zugleich ein Seefahrerroman, ein Roman über das Abenteuer und die Sehnsucht danach und ein Entwicklungsroman. Doch hat Sten Nadolny die Biografie des englischen Seefahrers und Nordpolforschers John Franklin (1786–1847) zu einer subtilen Studie über die Zeit umgeschrieben.

    Aufgrund eines Tipps von @Querleserin haben sich hier spontan zwei Leute gefunden, um diesen Roman, der vor Jahren auch mal Abiturlektüre war, gemeinsam zu hören und darüber in Austausch zu treten.

    Natürlich freuen wir uns, wenn noch jemand dazu stößt.Natürlich darf man auch mitlesen ;) Los geht es in den nächsten Tagen :)

    @parden @ElisabethBulitta @renee @kingofmusic @Leseglück @KrimiElse @MRO1975 @Buchplauderer @Helmut Pöll @Renie

    Und alle :reader3anderen
     
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  2. kingofmusic

    kingofmusic Aktives Mitglied

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    Wünsche euch viel Spaß. Ist für mich jetzt nicht so interessant. Hab auch so noch viel Lesestoff :cool:.
     
  3. ElisabethBulitta

    ElisabethBulitta Aktives Mitglied

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    Um ehrlich zu sein, habe ich momentan auch noch genug zu lesen, und HB sind so absolut nichts für mich. Aber ich habe mal gegoogelt und werde mir am WE das Buch aus der Biblio holen. Mal schauen, ob ich dazustoße.
     
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  4. KrimiElse

    KrimiElse Bekanntes Mitglied

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    Ich habe zu hören begonnen und mir gefällt es sehr gut. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob ich mich vorab nochmal über das Leben von John Franklin informieren sollte oder nicht...mal sehen.

    1.Kapitel
    Mit anheimelnder Sprache beschreibt Sten Nadolny das Leben von John Franklin in Spilsby, der etwas langsam ist und von den anderen Kindern deswegen gehänselt (gemobbt) wird. Er reagiert zeitverzögert, man bekommt aber ein Gespür, dass seine Gedanken in meinen Augen normal verlaufen.

    2.Kapitel
    John macht sich Gedanken, warum er so langsam ist. Kälte? Größe?
    Er versucht dem Handycap zu entkommen, indem er einen Baum auswendig lernt, bevor er ihn besteigt, weil seine Hände zu langsam sind, und er klettert dann mit verbundenen Augen...und John träumt davon, andere zu verblüffen mit seiner Geschwindigkeit.
    Die Familie hat sich an die Langsamkeit gewöhnt, aber sie akzeptieren es nicht, helfen nicht, sondern dulden es nur. Er wird vom Vater geprügelt.
    John läuft weg mit 10 Jahren, er will unter Fremde, die ihm vielleicht ähnlich sind, und er will das Meer sehen. Abseits der Wege schafft er es bis zum Meer in Skegness, findet aber kein Schiff, auf dem er anheuern kann und wird südlich der Stadt aufgegriffen von seinem Vater, 36 Stunden nach seiner Flucht.
    John wird krank („böses Blut“), verliert aber sein Ziel nicht aus den Augen.
    Matthew (Bruder? Das habe ich nicht ganz mitbekommen) will zur See, für zwei Jahre, und erzählt John davon, dass es auch etwas für ihn sei.

    3.Kapitel
    „Wer die Rute spart hasst das Kind“ als Schulmotto im Schulsiegel der Schule in Louth - brrrr!
    John in der Schule, wo er seiner Langsamkeit wieder nicht entkommen kann. Er bleibt beim anreden wie schon in Spilsby stecken, muss neben seinem Peiniger Tom schlafen, verhält sich aber klüger als damals. Auswendig gelernte Redewendungen helfen ihm bei der Kommunikation, er kennt die Namen von Admiralen und er versucht, beim Antworten nicht zu tricksen.
    John sieht Aspekte der Schule als Übung für eine Schiff, wo er mit vielen alles teilen muss, und er hat unendlich viel Hoffnung. Und er schreibt gern, und Schönschrift.
    „...John war fest davon überzeugt, dass man an jedem Ort der Welt irgendetwas für das Leben lernen konnte, also auch in der Schule.“
    Sagals - ein imaginärer Freund offenbar - bewacht Johns Einschlafen im Schlafsaal. John legt ihm Zitate den Mund und verblüfft damit Andrew Burnaby - einen jungen Lehrer, der Johns Qualitäten erkennt, dennoch wendet er sich bei Johns Antwort einmal ungeduldig ab. John packt ihn u landet daraufhin im Kerker als Strafe.
    Man sieht Johns Willen zum Lernen, sein Bemühen um Anpassung und die viele Mühe, die es ihn kostet, den Stoff zu bewältigen. Er findet seine Nische gemäß seinen Interessen in Navigation und Mathematik, denn immer noch ist sein großes Ziel die Seefahrt.


    Mir gefällt die Art des Erzählens, aus der Sicht von John. Man folgt seinen Gedanken, sieht die Welt durch seine Augen, und ist dadurch ganz nahe bei ihm. Trotz der vielen Nachteile, die John hat, wirkt er als Charakter positiv und äußerst zuversichtlich, aber die Geschichte ist nicht euphorisch, sondern tatsächlich angenehm langsam...
    Leicht zum Hören, durch die übersichtliche Anzahl an Figuren und chronologisches Erzählen, dennoch ist es nicht langweilig.
     
    #4 KrimiElse, 9. August 2019
    Zuletzt bearbeitet: 9. August 2019
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  5. KrimiElse

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  6. Literaturhexle

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    Du machst mir ein schlechtes Gewissen! Ich muss meinen bombastischen Krimi noch zu Ende hören :D
    Werde wohl erst Montag richtig einsteigen können :(
    Aber danke für die Zusammenfassung und den Link. Den lese ich sofort.
     
  7. KrimiElse

    KrimiElse Bekanntes Mitglied

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    Ich unterbreche und warte ich auf dich.
     
  8. Buchplauderer

    Buchplauderer Diamant Mitglied

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    Momentan fehlt mir die Zeit zum Mitlesen, aber ich habe das Buch schon vor Jahren gelesen und verfolge Eure Berichte deshalb mit großem Interesse!
     
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  9. Literaturhexle

    Literaturhexle Moderator

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    Es fällt mir etwas schwer, dem Hörbuch zu folgen und mir die Details einzuprägen. Der Vorleser Nadolny liest extrem gemächlich, was allerdings zum Text und vor allem zur Hauptfigur passt. Dennoch würde ich manches anders betonen ud nicht so monoton runterlesen. Dich scheint es ja nicht zu stören?

    Johns Gedanken sind nun einmal so, wie sie sind. Der Junge hat etwas Autistisches, oder? Dagegen sprechen seine ernsthaften Bemühungen, mit der Umwelt Schritt zu halten und seine Defizite zu kompensieren.

    Die Sprache ist wunderbar altmodisch, passend zur beschriebenen Zeit. John analysiert alles mit großer Logik, die seinem langsamen Wesen entspricht und ihn zuweilen in die Sackgasse oder Strafe führt. Diese Szenen haben etwas Tragikomisches.

    Die ersten 5 Kapitel behandeln übrigens "John Franklins Jugend" (Erster Teil)
    Kapitel 6-10 (Zweiter Teil) sind mit "John Franklin erlernt seinen Beruf" überschrieben.
    Ab Kapitel 11 haben wir es mit dem Dritten Teil zu tun: "John Franklins Gebiet "
     
  10. KrimiElse

    KrimiElse Bekanntes Mitglied

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    Wie weit bist du denn? Schon Kapitel 5? Dann höre ich nämlich auch weiter...
     
  11. Literaturhexle

    Literaturhexle Moderator

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    Sorry. Ja, ich fange mit Kapitel 6 an. Leider kann ich mir die vielen Details nicht einprägen und auch keine so schöne Inhaltsangabe machen wie du :(
    Irgendwie berührt mich die Geschichte nicht und fließt an mir vorbei. Ich habe schon manche Passagen doppelt gehört, es wird aber nicht besser :(
     
  12. KrimiElse

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    Vielleicht magst du doch lieber lesen? Ich habe das auch schon gemacht, wenn die Geschichte zu sehr an mir vorbei zog und ich sie aber gern mitbekommen wollte. Buch und Hörbuch passen 1:1 zusammen.
    Oder du brichst ab, das ist für mich auch kein Problem. Ich hatte sowieso gerade noch ein anderes HB während des Wartens begonnen, dann höre ich das zuerst zuende, dann den Nadolny.
     
  13. KrimiElse

    KrimiElse Bekanntes Mitglied

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    Ich denke auch, der Junge hat autistische Züge. Körperlich langsam, aber sein Gehirn funktioniert wunderbar.
    Was das Sprechen angeht, so hast du recht. Der Sprecher ist sehr „gemütlich“, und mir könnte es auch für die Konzentration etwas „zackiger“ sein, oder anders betont. Ich kann das Buch wie du nicht sehr gut einfach mal nebenbei hören, die Gedanken brauche ich schon dort, ansonsten verpasse ich Zuviel. Abends zum Einschlafen zum Beispiel geht gar nicht, oder wenn ich nebenbei etwas anderes „geistvolles“ tue funktioniert das auch schlecht.
     
  14. Literaturhexle

    Literaturhexle Moderator

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    Das tröstet mich wirklich! Warum kann ein Autor, der seinen Text so liebevoll setzt, ihn nicht auch adäquat vorlesen? Das kann doch nicht so schwer sein?!?

    Aber ich vermute, er macht das absichtlich: er will so lesen, wie John denkt. Damit macht er es dem Zuhörer aber nicht leicht.
    Ich werde es heute mit dem zweiten Teil nochmal probieren. Wenn es auch beim Hemden bügeln nicht klappt, muss ich wirklich lesen. Aber da habe ich im Moment keine Lückeo_O
     
  15. KrimiElse

    KrimiElse Bekanntes Mitglied

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    Alles gut...ich kann auch das HB sehr gut liegen lassen und anderes hören (ich war im HB-Kaufrausch und habe von dir auch Tyll noch vor mir). Wir lesen und hören dann einfach weiter, wenn wieder mehr Luft ist.
     
  16. Literaturhexle

    Literaturhexle Moderator

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    Das ist nett von dir :)
    Mittlerweile bin ich im 8. Kapitel. Manchmal bin ich dabei. Bestechend ist vor allem die Art, WIE erzählt wird. Sprachlich gefällt mir das gut.
    Aber Was erzählt wird, ist so fern meiner Erlebniswelt, dass es an mir - so seicht vorgelesen - vorbeirauscht...

    Für mich gibt es zwei Wege: entweder och höre auf. Das dann aber höchstwahrscheinlich für immer (bzw. Ich lese das Buch irgendwann). Oder ich mache weiter, in der Hoffnung, dass sich mir die "Großartigkeit" noch erschließt:D

    Du darfst mir etwas raten ;)
     
  17. KrimiElse

    KrimiElse Bekanntes Mitglied

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    Dann lass uns die Zeit mit besserem verbringen...wir haben sooooo viel Hör- und Lesefutter, dass wir uns nicht festklopfen müssen an Dingen, die nicht so gut ankommen.
    Vielleicht mag @Querleserin etwas anmerken und dir/uns raten, ob der große Knall noch kommen könnte und der Knoten platzt? Du hast das HB doch gehört liebe querleserin, wenn ich es richtig auf denn Schirm habe...
    Ich kam heute sowieso noch nicht zum Hören, kann vielleicht auch erst morgen früh wieder weiter hören (bis Kapitel 8 schaffe ich aber morgen auch, denke ich).
     
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  18. Literaturhexle

    Literaturhexle Moderator

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    Für heute habe ich auch genug gehört.
    Hast du einen Tipp für mich?
    Ich habe 2 Guthaben und bin total unentschieden. Ein Klassiker geht immer.vielleicht die Verlorenen Illusionen von Balzac.
    Dann gibt es ganz neu

    Klingt total interessant, wird aber schaurig vorgelesen. Geht gar nicht!
     
  19. Literaturhexle

    Literaturhexle Moderator

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    Ja, gute Idee.
    Ich habe aber schon recherchiert: Das Besondere ist eben gerade diese Langsamkeit, diese entschleunigte Erzählweise. Der echte John Franklin wird ja mit diesen Eigenschaften ausgestattet. Als Erwachsener gelingt es ihm auch sehr gut aus seinem vermeintlichen Handicap eine Tugend zu machen und manch brenzlige Situation zu meistern.
     
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  20. KrimiElse

    KrimiElse Bekanntes Mitglied

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    Ich stöbere mal kurz durch meine Bibliothek bei Audible:
    Ich höre gerade

    und finde es gut. Unterhaltung allerdings, keine große Literatur, und letztlich ist es ein Thriller - wenn auch ohne die oft übliche nägelkauende Spannung.

    Hilary Mantel geht auch gut, sie hat den Bookerpreis auch schon gewonnen.
    Wölfe und Falken schlummern bei mir noch (ist aber vielleicht nichts für nebenbei)

    Mein Lieblingssprecher Christian Brückner liest „Die vierzig Tage des Musa Dagh“ von Franz Werfel. Da musst du aber mal schauen, ob dir die Story zusagt.

    Und ich konnte bei dem neuen Buch von Isabel Allende auch nicht widerstehen „Dieser weite Weg“. Schau aber in den Plot, ob sie hier irgendwie mit magischem Realismus spielt...manchmal tut Allende das.

    Toll ist auch „Kapital“ von John Lancaster (wegen diesem Buch habe ich mir Die Mauer angetan)

    Donna Tartt „Der Distelfink“
    „Die Hochzeit der Chani Kaufmann“ von Eve Harris
    Oder Rafik Schami „Die geheime Mission des Kardinals“

    Ach ja, was immer geht, und was ich seit einiger Zeit immer mal wieder höre, ein Stückchen:
    Don Quijote von der Mancha gelesen von Christian Brückner...
    Oder du hörst eben Mephisto, gelesen von Johny Depp garantiert ein Erlebnis.
    Wer weiß, wann ich zum Lesen komme, bei mir hat sich alles sehr verschoben...
     
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