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Rezension Schlaf - Haruki Murakami

Dieses Thema im Forum "Gegenwartsliteratur" wurde erstellt von Sakuko, 3. November 2017.

  1. Sakuko

    Sakuko Aktives Mitglied

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    852
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    Buchinformationen und Rezensionen zu Schlaf: Erzählung von Haruki Murakami
    Info


    Diese bebilderte Kurzgeschichte von Murakami berichtet über eine junge Hausfrau und Mutter, die plötzlich nach einem Albtraum komplett aufhört zu Schlafen. Statt dessen nutzt sie die Nächte um Bücher zu lesen, zu Naschen und mehr für sich selber zu machen, statt nur für ihre Familie

    Es ist ein sehr kurzes Büchlein. Die 79 Seiten sind noch einmal von 19 ganzseitigen Bildern unterbrochen und mit sehr breitem Saum gedruckt. Viel Buch für sein Geld bekommt man also nicht. Die dreifarbigen Bilder (dunkelblau, silber, weiß) wirken aber sehr edel.

    Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Normalerweise mag ich Murakami am liebsten, wenn er richtig lange Bücher schreibt, ich finde das liegt seinem Stil am besten, aber auch hier kommt er gut rüber.
    Durch die Beschreibung der Alltäglichkeiten kommen die Veränderungen im Leben der jungen Frau sehr gut zur Geltung und ich finde es sehr gut wie ihre veränderten Gefühle für ihr Leben und ihre Liebsten durch die Erweiterung ihrer persönlichen Freizeit getrieben werden.
    Als Buchliebhaber haben mir auch die langen Passagen über das Leseerlebnis und die Bedeutung von Lesen sehr gefallen.
    Das Ende hingegen lässt sich auf viele Weisen deuten, wirkt aber sehr abrupt und leicht unpassend.

    Was ich etwas komisch fand, waren die Zeichnungen. Durchaus hübsch gemacht und sehr ästhetisch, aber ich konnte oft nicht so recht den Zusammenhang zur Geschichte finden. z.B. finden sich auf vielen der Bilder Insekten, Pflanzen, Tiere etc, die in dem Buch nicht mal angedeutet werden. Das Buch ist sehr alltäglich mit wenigen Traumelementen, währen die Bilder sich sehr esoterisch bis fantastisch anfühlen. Ich finde hier passte der Stil der Bilder so gar nicht zum Stil des Buches.
    Bei einer Handvoll Bilder würde ich sogar sagen, sie haben nichts, nicht mal andeutungsweise, mit dem Buch zu tun.
    Die Bilder sind allerdings auch von einer deutschen Illustratorin und haben nichts mit dem japanischen Original zu tun.
     
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