Rezension Rezension (5/5*) zu Zerrspiegel von Katja Montejano.

Melanie

Neues Mitglied
19. September 2014
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Hiddenhausen
www.lesezauber.net
Der Zerrspiegel...

“Zerrspiegel” hat mich 2 Nachmittage auf meiner Couch in Atem gehalten. Die Geschichte handelt von Jazz, einer jungen Frau mit Asperger Syndrom. Ihr fällt es schwer, sich in die Gefühle anderer hineinzuversetzen und deren Mimiken und Gestiken deuten zu können. Ironie versteht sie nicht, Sprichwörter nimmt sie wörtlich, kurz gesagt: Jazz lebt in ihrer eigenen Welt. Als dann plötzlich ihre Mutter und ihre Schwester verschwinden, muss Jazz, die nichtsdestotrotz nicht auf den Mund gefallen ist und ordentlich Mumm in den Knochen hat versuchen, ihre Familie zu retten und den Entführer dingfest zu machen.

Die Hauptprotagonistin Jazz wurde sehr gut dargestellt, ihre Krankheit wurde glaubhaft geschildert, aber nicht der Lächerlichkeit preisgegeben. Jazz ist kein dummes Mädchen, sondern clever und handelt nach ihren eigenen Regeln.
Auch die Nebencharaktere waren gut dargestellt. Das Buch wird aus der Sicht von Jazz und dem Entführer geschildert, zu dem ich schon bald eine große Antipathie entwickelt habe. Der Schreibstil von Katja Montejano hat mir gut gefallen, sehr flüssig und mit viel Spannung flogen 231 Seiten dahin.

Mein Fazit
Ein unterhaltsamer Thriller, mit einer liebenswerten Protagonistin und viel Spannung. “Zerrspiegel” konnte mich gut unterhalten.